„Avatar“ – der neueste anti-westliche Film aus Hollywood

avatar-believe-it-or-not

Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots

Das Original erschien am 18. Dezember 2009 in gekürzter Form auf „Gates of Vienna“, von wo ich den Kommentarstrang übernommen habe:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2009/12/fjordman-avatar-latest-anti-western.html#readfurther

sowie in ganzer Länge im „Brussels Journal“, von wo ich Fjordmans Text übernommen habe:

http://www.brusselsjournal.com/node/4225

*   *   *

Nachdem ich ein ausgewiesener Sci-fi geek bin und die meisten Science-Fiction-Filme ziemlich schlecht sind, zwingt mich diese Gewohnheit leider zum Ansehen einer großen Zahl schlechter Filme. Es ist eine meiner kleinen Perversionen. Ich habe mir gerade den teuersten B-Film angesehen, der je produziert wurde, den 237 Millionen Dollar teuren Avatar des Regisseurs James Cameron, berühmt für die Produktion von Filmen wie Terminator, Terminator 2, Aliens und Titanic. Kurz zusammengefaßt würde ich sagen, daß Avatar, während es visuell spektakulär ist wie alles, was Mr. Cameron macht, einer der anti-westlichsten und besonders anti-weißen Hollywoodfilme sein muß, die ich seit langem gesehen habe.

Der Held ist der U.S. Marine Jake Sully, der zum planetenartigen Mond Pandora geschickt worden ist, weil die Menschen die Mineralressourcen begehren, die auf Pandora gefunden wurden, welcher von einer Rasse großer blauhäutiger Außerirdischer, den Na’vi, bewohnt wird. Sie haben eine nichtindustrielle Zivilisation, die unserer unterlegen, aber anscheinen spirituell reicher und in perfekter ökologischer Harmonie mit der natürlichen Umgebung ist. Der Held verliebt sich in vorauszusehender Weise in die Eingeborenenkultur und geht eine Verbindung mit einem Eingeborenenmädchen ein.

„Zum Eingeborenen werden” ist an sich kein originelles Thema; es ähnelt Der mit dem Wolf tanzt, nur mit Außerirdischen statt Sioux. Genausowenig ist es die Vorliebe für die prä-industrielle Zivilisation, die immerhin von einem guten Mann wie Tolkien in seiner Trilogie Der Herr der Ringe geteilt wurde. Tolkien hatte persönlich die sinnlosen Schrecken des Grabenkriegs im Ersten Weltkrieg erlebt, und das wirkte sich natürlich auf seine Sicht der industrialisierten Gesellschaft aus. Was am Film Avatar anders ist, ist die Art, wie er Weiße als Haufen tobender Monster darstellt, etwas, das Tolkien niemals tat.

Im Grunde werden die weißen Charaktere als brutale, habgierige und unsensible Bestien dargestellt, die im Streben nach Profit lächelnd die Umwelt vergewaltigen und andere Kulturen zerstören. Der Haupt-Gegenspieler ist der weiße Colonel Quaritch, ein Rohling, der kaum einen positiven Charakterzug besitzt. Der finale Höhepunkt des Films kommt, wenn er den Protagonisten anschreit „Wie fühlt es sich an, seine Rasse zu verraten?”, während er ihn zu ermorden versucht. Obwohl ein paar der weißen Charaktere wie Jake Sully in etwas rehabilitierendem Licht dargestellt werden, geschieht das nur deswegen, weil sie ihre eigene Zivilisation total ablehnen und sich dem anderen Team in dem Kampf anschließen. In anderen Worten: die einzigen guten Weißen sind diejenigen, die ihrer eigenen destruktiven und bösen Kultur völlig den Rücken kehren. Wie der Kritiker Armond White es ausdrückte, „ist Avatar der kitschigste Film, der je über des weißen Mannes Bedürfnis gemacht wurde, seine Identität zu verlieren und rassische, politische, sexuelle und historische Schuld zu lindern.”

Zurück in der realen Welt gehören Weiße natürlich zu den selbstkritischsten und am wenigsten ethnozentrischen Menschen auf Erden und sind das seit langem gewesen. Weiße sind auch unverhältnismäßig stark in der Umweltbewegung vertreten, wohingegen vielen „diverse” Drittweltvölkern die Umwelt nicht gleichgültiger sein könnte. Aber warum zulassen, daß die Wahrheit der Schaffung eines guten anti-weißen Films in die Quere kommt? Die Tatsache, daß ziemlich viele im vorwiegend weißen Publikum diesen Film bejubelten, zeigt, daß anti-weißer Hass und Stereotypen so weitverbreitet und akzeptiert worden sind, daß die meisten Menschen es nicht einmal sehen können, am allerwenigsten die Weißen selber.

Ausgewählte Kommentare aus dem “Gates of Vienna”-Strang:

stratomunchkin:

Ich hasse es, das zu sagen, aber das ist kaum eine originelle Rezension. Debbie Schlussel und John Nolte haben ungefähr dasselbe gesagt. Zum Geier, Ich habe vor zwei Monaten soviel gesagt.

Das grundlegendste Problem dieses Filmes ist, daß er seine eigene Prämisse total mißachtet, sobald sie einmal nach Pandora kommen. Angesichts des Zustands der Erde ist Unobtanium (und ja, so heißt das Mineral) der Retter der menschlichen Rasse. Unter anderem ermöglicht es uns, den abgewrackten Planeten zu verlassen. Und ihn vielleicht zu etwas weniger als einem Wrack zu machen. Die Energieübertragungs- und –verschwendungsprobleme zu lösen, hilft wahrscheinlich dem Leben auf der Erde. Aber das große Ding daran ist, daß die menschlichen Rasse dadurch plausiblerweise wegkommt, weil es Überlichtkommunikation und Raumflug mit 70 % Lichtgeschwindigkeit ermöglicht. Und energiefreie Superleiter sind auf einem Raumschiff natürlich höchst wünschenswert, weil es unseren Wärmeableitungsbedarf und den Energiebedarf für den Betrieb des Schiffes dramatisch verringert. Und man kommt nicht in den Teufelskreis, daß man den Superleiter kühlen muß, um Energie zu sparen… ja, ich bin ein Nerd.

Im Drehbuch ist auch klar, daß Pandora nicht das einzige Ressourcenabbaugebiet einer nach Ressourcen hungernden Erde ist. RDA ist auch anderswo tätig, und sie würden 0,7c-Sternenschiffe auch für diese Ressourcen brauchen.

„Unobtanium“ hilft also auch der Energiesituation auf der Erde, ermöglicht leichteren Ressourcenabbau im sonnenfernen und außersolaren Raum und gibt den Menschen eine Chance, die Erde in großem Maßstab zu verlassen, falls sie etwas finden, das entweder bewohnbar ist oder dazu gemacht werden kann.

Die Geschichte hätte sich um weit mehr als nur Habgier drehen sollen, und ich vermute, daß Cameron das auch an dem einen oder anderen Punkt der 10-jährigen Arbeit daran erkannt hat. Es ist wahrscheinlich deshalb nicht darin enthalten, weil es über seine Fähigkeiten als Geschichtenerzähler hinausging, Jake unter diesen Umständen immer noch als “im Recht” erscheinen zu lassen.

Daß die Ignorierung dieses Blickwinkels armselig ist, sage ich deshalb, weil man dadurch ein paar fantastische „Schurken” schaffen könnte. Statt eines habgierigen Konzernd hätte man nun wahrhaft gläubige Kreuzzügler. Es müßten nicht alle davon auf dem Planeten sein, aber es hätte wesentlich mehr, wenn ein paar Charaktere in diese Richtung neigten. Etwas stillschweigender Widerwille angesichts der krassen Situation – vielleicht mögen sie die Na’vi – aber absolute Tempelritterbrutalität und Rücksichtslosigkeit in der Erledigung des Jobs, weil die Menschheit auf dem Spiel steht.

Es würde auch das Strohmannspiel vereiteln, indem man dem Publikum konkurrierende Grundinteressen präsentiert. Gute Buch-SF würde genau dazu tendieren. Autoren mögen Situationen wie in „Sophie’s Choice”, in der Art von „zwei Welten treten auf, eine Welt tritt ab”. Das heißt:

Menschen: „Wir müssen euren Planeten auseinanderreißen, um unsere Spezies zu retten.”

Na’vi: „Die Lagerstätte befindet sich unter unserem heiligen Baum, die fliegenden Berge sind heilig, und wir sind auch nicht so begeistert von eurem langfristigen Plan, 20 % der Masse von Pandora zu entfernen und in euer Sonnensystem zu verschiffen.”

Menschen: „Ihr habt recht, das wäre wahrscheinlich das Ende eurer Biosphäre. Tut uns leid wegen eures Verlustes.”

Na’vi: „….Schlimm.”

Natürlich würde das Jakes Entscheidung, sich den Eingeborenen anzuschließen, noch eselhafter machen als sie es so schon ist, und es geht nicht, daß die andere Seite doch auch irgendwie recht hat. Es wäre dennoch ein viel interessanterer Plot und würde von den Charakteren viel schwierigere Entscheidungen verlangen.

Man füge dem noch die ganzen dummen Vietnam- und 9/11-Analogien hinzu plus das Klischee vom „edlen Wilden” (warum Hollywood immer noch an dem festhält, leuchtet mir einfach nicht ein), und man erhält selbst aus dem Gesichtspunkt von jemandem, der kein Amerikaner ist (ich) einenFilm, der eine moralisierende, antizivilisatorische Propaganda darstellt über das Leben in Harmonie mit der Natur, gemacht von Leuten, die den Luxus haben, genau das nicht nötig zu haben.

Es ist auch wirklich schlechtes und inkonsequentes Geschichtenerzählen, wenn man mehr als eine Sekunde darüber nachdenkt. Stellt euch mal vor, was die Na’vi taten:

Wie macht die Ausradierung einer Bergbaukolonie es weniger wahrscheinlich, daß man langfristig bis aufs Grundgestein niedergebrannt wird? Dein Zeug ist immer noch wertvoll, und du hast dich als nicht verhandlungsbereit erwiesen, und du hast demonstriert, daß du am Boden eine Bedrohung bist… Hey, wow, die Atmosphäre brennt, und was ist das für ein großer Fels…?!

laller:

Warum kann ein Film nicht einfach ein Film sein? Warum kann Fiktion nicht einfach Fiktion sein? Warum müssen sich (einige) Leute immer fragen, was die Botschaft ist?

Wenn ich mir einen Film ansehe oder ein Buch lese, ist mir die Botschaft egal, ich möchte nur unterhalten werden. Irgendjemand da draußen, der dasselbe will?

Was Avatar betrifft, er ist ein visuell toller Film mit einer sehr klischeehaften Geschichte. Ich würde Avatar wegen seiner Effekte, Landschaften und der sehr faszinierenden fremden Welt empfehlen, aber definitiv nicht wegen des Drehbuches.

P.S. Ich würde gern einen Avatar haben und auf Pandora herumlaufen. Schön!

stratomunchkin:

Leute „fragen sich nach der Botschaft“ (wirklich, was gibt’s da zu wundern? Es ist ein offenkundig linkes, antizivilisatorisches Märchen vom „edlen Wilden”, das nicht einmal eine fesselnde Erzählweise hat) weil Cameron selbst sich vor der Veröffentlichung sehr bemüht hat, sie jedem in die Kehle zu schieben…

Phaidon:

Laller,

Ein Film ist ein Film, und ein Geist ist ein Geist. Eine Person, besonders wenn sie nicht darauf trainiert ist, das was sie sieht, mit wenigstens ein bißchen leidenschaftsloser Skepsis zu betrachten, kann Ideen absorbieren, indem sie einfach passiv Filme oder Fernsehsendungen ansieht. Dies geschieht heute natürlich. Und dieser Film ist ein Teil davon. Du hast recht, daß der Film an sich unterhaltsam sein kann, aber worüber die Leute hier kommentiert haben, ist das, was kommt, nachdem das Publikum das Kino verläßt.  Das ist auch nachdenkenswert.

Mystery Meat:

Ich habe den Film heute in 3D gesehen. Ich muß sagen, daß ich ihn genossen habe, auch wenn die von anderen Kommentatoren geäußerte Kritik zutrifft.

Dies ist im Grunde ein Tarzan-Film. Ein sehr geschickter weißer Mann macht sich auf, um in einer primitiven Kultur zu leben (sie haben keine iPods), und bevor man sich’s versieht, hat er alle Aspekte ihres Lebens gemeistert und kann alles, was sie können (und noch mehr!) besser als sie. Er wird de facto zum Führer des Stammes!

Ist das rassistisch oder was? Aber schaut euch den Film an und genießt ihn wegen des Spektakels. Cameron liefert eine gute Show.

Graham Dawson (Archonix):

Eine Person, besonders wenn sie nicht darauf trainiert ist, das was sie sieht, mit wenigstens ein bißchen leidenschaftsloser Skepsis zu betrachten, kann Ideen absorbieren, indem sie einfach passiv Filme oder Fernsehsendungen ansieht.

Wahrer als du begreifst. Als ich mein Grundstudium machte, enthielt ein Teil den Kurses über Medienanalyse Informationen darüber, wie das Gehirn auf Film und Fernsehen im Vergleich zu anderen Medienformen reagiert. Besonders Film und Fernsehen erzeugen beim Zuseher einen sehr passiven Zustand. Die Kombination des hypnotischen Effekts eines schnellen Stroboskoplichts mit dem allgemein passiven Zustand, den der Zuschauer einnehmen muß, um in das Stück einzutauchen, erzeugen zusammen einen unglaublich beeinflußbaren Geisteszustand, in dem Ideen vom Zuschauer viel leichter als in irgendeiner anderen Situation absorbiert werden. Er ist mit der hypnotischen Suggestion verwandt. Besonders der Film ist in dieser Hinsicht immens machtvoll, da der Maßstab und die überwältigende Macht eines Films in einem Kino jede natürliche Verteidigung gegen die Ideen hinwegfegen, die einem vorgesetzt werden.

C.S. Lewis hätte dies als den Unterschied zwischen dem Betrachten eines bestimmten Dinges und des sich daran Erfreuens beschrieben, den er in „Medition in a Toolshed” umrissen hat, wo er das Betrachten und das Erfreuen anhand eines Lichtstrahls verglich, der durch einen Türspalt leuchtet. Betrachtung ist, wenn man den Lichtstrahl von außen ansieht, im Dunkel des Schuppens, die Staubteilchen sieht, die darin funkeln, und sehen kann, daß es ein Lichtstrahl ist, wohin er fällt und in welchem Winkel. Das Erfreuen entspricht dem, daß man entlang des Strahls schaut, sodaß man nicht länger sehen kann, daß es ein Lichtstrahl ist, sondern total darin eingetaucht ist; entlang des Strahls sieht man Himmel, Wolken, einen Baumwipfel. Man sieht den Lichtstrahl nicht mehr betrachten, sondern „genießt” ihn.

Sich einen Film von außen anzusehen, die Handlung zu lesen und die darin enthaltenen Ideen zu untersuchen, produziert einen betrachtenden Effekt, der nicht annähernd so mächtig ist wie der „Genuß”effekt, der entsteht, wenn man sich den Film wirklich ansieht. Wenn man über einen Film nachdenkt, untersucht man seine Charakteristika auf andere Art als wenn man ihn genießt. Dieser Zustand des Genusses ist es, durch den Film und Fernsehen so mächtig werden und infolge dessen so leicht für Manipulation benutzt werden. Beim Genuß eines Films ist man total darin eingetaucht, bis zu dem Punkt, wo das eigene Selbst, das Id, beinahe verlorengeht und untätig wird.  „Man“ hört nahezu zu existieren auf, die eigene Rolle ist so passiv und so gebannt. In diesem Zustand wird die Botschaft, die einem präsentiert wird, so leicht aufgenommen wie ein Schwamm Wasser aufsaugt.

Mit Ausnahme vielleicht des Bühnentheaters hat kein anderes Medium diese Wirkung. Nicht einmal Computerspiele. Alles, was eine aktive Teilnahme erfordert, erfordert folglich eine Betrachtung, und Betrachtung erfordert Persönlichkeit und Individualität. Und während sowohl Betrachtung als auch Genuß – den Strahl anzusehen und an ihm entlangzublicken – notwendige Denkweisen sind, muß man sich dessen bewußt sein, daß jede die andere benötigt, um ein Ganzes zu sein. Um völlig am Strahl entlangzuschauen, muß man es aufgeben, ihn anzusehen – man muß logischere und rationalere Bewertung aufgeben, um sich ganz im Erlebnis zu verlieren.

Die meisten Leute in der Industrie erkennen das nicht einmal. Sie wissen einfach instinktiv, daß Film und Fernsehen sehr mächtige Werkzeuge für die Verbreitung einer Botschaft sind. Falls ich diesen Film ansehen sollte, dann wird das nur auf dem Computer geschehen, mit eingeschaltetem Licht, einer Tasse Tee und vielleicht mit etwas Musik. Das würde verhindern, daß ich mich in dem Spektakel verliere, und mir erlauben, seine Botschaft und Untertöne rational zu untersuchen. Ich könnte die Spezialeffekte genießen, ohne mich in der Botschaft zu verlieren. Ich würde ihn mir sicherlich nicht in einem Kino ansehen wollen.

Félicie:

Wer hat ‘2012’ gesehen? Das war interessant. Die schlauesten, nettesten, gebildetsten und intellektuellsten Charaktere waren alle Schwarze oder Nichtweiße. Die Weißen waren entweder böse oder Hillbillies. Es war einfach zu offensichtlich, aber nur eine Person unter den vielen Kommentatoren hat darüber auf IMDB kommentiert. Die Leute akzeptieren diesen Rassismus einfach als normal.

Fjordman:

Laller: Du kannst ziemlich sicher sein, daß es eine Botschaft in solch einem größeren Hollywoodfilm gibt, und sie ist umso wirksamer, wenn du nicht über sie nachdenkst. Wie Félicie sagte, waren in 2012 buchstäblich all die sympathischen Charaktere nichtweiß, und die unsympathischen waren Weiße, mit der Ausnahme des Hauptdarstellers, der zufällig nett, aber auch ein Verlierer und Berufsversager war. Weiße sind nur gerade noch akzeptabel, wenn sie Verlierer sind oder ihre eigene Kultur total ablehnen. Du denkst, es ist ein Zufall, daß dies die darunterliegende Botschaft in so vielen Filmen heutzutage ist? Ich nicht.

Aber ja, Avatar war dennoch visuell spektakulär und technisch makellos. Mr. Cameron kennt sich in der Abteilung aus.

IoshkaFutz:

Ich kann mich einfach nicht dazu bringen, mich um die blauen Leute von Pandora zu sorgen.

All meine Gelüste nach Science Fiction werden reichlich befriedigt durch die fiktive Wissenschaft, die jetzt in unserer Gesellschaft vorherrscht. Und ich brauche keine speziellen Brillen tragen, um sie zu genießen. Aber ich frage mich, wie sehr die Sci-fi unsere kollektive Sicht beeinflußt hat, um Dinge wie Catastrofismo so ergreifend real zu machen.

„Wir haben nur noch 50 Tage, um die Welt zu retten! Hört besser auf, zweilagiges Klopapier zu verwenden!“

Es ist höchst persönlich, in Wahrheit völlig persönlich, aber 237 Millionen Bucks (oder ist es wirklich eine halbe Milliarde?) für ein einziges Filmprojekt ist sündhaft für mich. So irgendwie, als würde man mehr als 700 Bucks für ein Essen bezahlen, wenn für den Wunsch, absurd verschwenderisch und freigiebig zu sein, 150 reichlich gewesen wären.

Science fiction verlangt von ihrer Natur her nach der kompletten Erfindung von Dingen: ungeachtet all der großartigen Effekte und Ausstattung ist NOTWENDIGERWEISE kreative Soziologie am Werk…

Kein Zweifel, die Popularisierung dieser großen amerikanischen Kunstform hat dazu beigetragen, das Leben auf Erden zu einer Sache von Co2 und Kohlenstoff-Fußabdruck, unmittelbar drohendem Untergang und Katastrophe zu machen… wo unsere einzige Hoffnung auf Rettung in aufgeklärtem Kommando besteht.

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