Rezension: Anthony Julius’ „Trials of the Diaspora: A History of Anti-Semitism in England“, Teil 1

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Review: Anthony Julius’ „Trials of the Diaspora: A History of Anti-Semitism in England“ [Part One] erschien am 19. Januar 2013 im „Occidental Observer“. (Anm. d. Ü.: die vielen Links aus dem Original habe ich bis auf einzelne Ausnahmen nicht übernommen.)

 

Begleitet von viel Publicity wurde im Jahr 2012 die Taschenbuchausgabe von Anthony Julius’ Trials of the Diaspora: A History of Anti-Semitism in England veröffentlicht. Das Taschenbuch folgte auf den Erfolg der gebundenen Ausgabe, die im Jahr 2010 unter dem Impressum der Oxford University Press erschienen war. Wie in so vielen anderen Fällen hatte der Großteil des Erfolges des Buches wenig mit dessen wissenschaftlichen Vorzügen zu tun und mehr mit sehr viel ethnischer Netzwerkerei. Zum Beispiel bezeichnete Philip Roth Julius’ 827seitigen literarischen Steppenroller als „eine maßgebliche Historie“, geschrieben von einem Mann mit „wissenschaftlicher Integrität“, während Harold Bloom in der New York Times Book Review schwärmte: „Julius ist einer, der die Wahrheit sagt,… Ich bin dankbar für seine ruhige Ausgewogenheit… und außerordentliche moralische Stärke.“

Das Buch hatte seinen größten Erfolg in Britannien, wo es den Juden gelang, positive Rezensionen von Julius’ Buch in fast allen größeren britischen Tageszeitungen und Magazinen zu bekommen, trotzdem sie nur um 0,5 % der britischen Bevölkerung ausmachen. In der Londoner Financial Times wurde die Rezension von James Shapiro geschrieben, einem Akademiker, der sich auf den Versuch spezialisiert, Shakespeare zu demontieren, indem er ihn entweder als Antisemiten denunziert oder paradoxerweise behauptet, er hätte nie irgendeines der ihm zugeschriebenen Werke geschrieben. In The New Republic wurde die Rezension von Jonathan Freedland geschrieben, der auch für The Guardian und The Jewish Chronicle schreibt. Freedland veröffentlicht auch Romane unter dem Namen Sam Bourne, wobei seine Handlungsstränge sich ständig um Nazi-Sympathisanten und Eugeniker drehen. In The New Statesman kam das Lob diesmal von Jonathan Beckman, der auch für The Guardian und The Jewish Chronicle schreibt. Im Telegraph wurde die Rezension von Gerald Jacobs geschrieben, einem weiteren Getreuen des Jewish Chronicle. Im Independent wurde die Rezension von Bryan Chevette geschrieben, einem Akademiker, der sich auf die Darstellung spezialisiert, daß weiße Gesellschaften einen neurotischen Hass auf Juden hätten. Im Guardian wurde die Rezension von niemand anderem als Anthony Lerman verfaßt, einem ehemaligen Direktor des Institute for Jewish Policy Research.

Im Laufe einer Anzahl von Essays, die dieses Buch untersuchen, hoffe ich zu zeigen, daß der Text trotz des Lobes als „wissenschaftlich“, „ausgewogen“, „ruhig“, „verständig“ in Wirklichkeit eine amateurhafte Bemühung ist, beladen mit Falschheit und Fehldarstellungen, und unterlegt von Julius’ eigener paranoider Weltsicht – einer Weltsicht, die von seinen vielen jüdischen Cheerleadern geteilt und verewigt wird. In diesem, dem ersten Essay, hoffe ich Julius’ Hintergrund und in gewissem Ausmaß seinen Geist zu untersuchen, um seine Verbindungen zur Ideologie der Frankfurter Schule zu zeigen, seine Rolle bei der Verteidigung und Förderung jüdischer Interessen und seinen unausgesprochenen Hass und Argwohn gegen die weiße Kultur. Nur indem wir uns zuerst mit Julius befassen, können wir darauf hoffen, die verzerrte Weltsicht besser zu verstehen, aus der diese seltsame und verdrehte Historie entstammt. Nachfolgende Essays werden jedes von Julius’ Hauptkapiteln nehmen, ihren Inhalt erforschen und unter Verwendung wissenschaftlicher Mainstream-Quellen Julius’ Argumente völlig dekonstruieren und seine Mythen als das bloßstellen, was sie sind.

Ein Porträt des Aktivisten als junger Mann

Anthony Julius, der ein Anwalt ist und kein Historiker, erlangte erstmals 10996 Prominenz, als er als Prinzessin Dianas Scheidungsanwalt enthüllt wurde. Obwohl Julius in Trials of the Diaspora schreibt, daß Diana „an Juden interessiert war, aber keine Ahnung von ihnen hatte“, wurde er hauptsächlich deshalb ausgewählt, weil er als Jude als „Außenseiter, jemand, den das britische Establishment als ‚einer, den man nicht prügeln kann’ betrachten würde, jemand, an den man nicht herankommen könnte“ gesehen wurde. [1] Julius übte seine Funktion gut aus, und er wurde von Diana großzügig belohnt. D. D: Guttenplan schreibt: „Ihre Patronage machte ihn zum berühmtesten Anwalt in Britannien. Sie machte ihn auch zu ihrem Testamentsvollstrecker.“ [2]

Julius ist seiner Identität als Jude tief verbunden und hat sein ganzes Leben lang ein Engagement für die Verteidigung und Förderung jüdischer Interessen gezeigt. Viel davon ist von einer paranoiden Sicht auf Nichtjuden und einem tiefen Argwohn ihnen gegenüber getrieben worden. Diese Weltsicht wurde, wie klar ersichtlich ist, von seinem Vater und seiner Großmutter väterlicherseits übernommen. In der kurzen autobiographischen Einleitung von Trials of the Diaspora schreibt Julius, daß seine Großmutter häufig mit ihrem Bruder in Südafrika korrespondierte, immer „eine begrenzte Anzahl von Variationen zu einem einzigen Thema: sie hatten bislang Glück gehabt, aber eine Katastrophe, die den Juden von der nichtjüdischen Welt zugefügt werden sollte, stünde unmittelbar bevor.“ Er fährt fort: „Obwohl meine Großmutter nie in feindseliger Weise über Nichtjuden sprach, war es immer klar, wenn es ein Nichtjude war, über den sie sprach. Der Ton hatte immer etwas Vorsichtiges an sich, als ob sie besorgt wäre, daß jemand mithören könnte. Für sie war es selbstverständlich, daß Juden und Christen durch unüberbrückbare Unterschiede getrennt waren. Wenn sie anzeigen wollte, daß jemand Jude war, pflegte sie zu sagen, er sei ‚unserer’ (‚einer von uns’); wenn Nichtjude, pflegte er ‚zeyricher’ (‚einer von ihnen’) zu sein.“ [Anm. d. Ü.: ‚unserer’ steht auch im englischen Original so drin.]

Das extreme Ausmaß dieses Argwohns wird demonstriert, als Julius einen Vorfall behandelt, bei dem es um etwas geht, das er und sein Vater als antijüdische Bemerkung wahrnahmen, und an den er sich aus einer Zeit erinnert, als er etwa acht oder neun Jahre alt war. Julius war mit seinem Vater Morris und einem der Geschäftspartner seines Vaters in einem Zug unterwegs. An einer Stelle begann der Geschäftspartner, den Julius einfach als ‚Arthur’ bezeichnet, ausführlich über seine Tochter zu sprechen. ‚Arthur’ fuhr fort: „Weißt du, Morris, sie hat eine besondere kleine Freundin, ein jüdisches Mädchen, und wir hatten das Mädchen letztes Wochenende zum Tee bei uns. Ich muß sagen, das Kind hat die schönsten Manieren.“ Es herrschte Schweigen, und kurz danach verließ Arthur das Abteil, um in den Speisewaggon zu gehen. Wo Arthur nun weg war, explodierte Julius’ Vater, er „wandte sich mir wütend zu. ‚Hast du gehört, was er sagte? Ich soll davon beeindruckt sein, daß er tatsächlich ein jüdisches Mädchen zum Tee in seinem Haus hatte? Und daß sie schöne Manieren hatte?’“ Der junge Julius fragte: „Was wirst du tun, Daddy?“ Morris blieb stumm, und die Sache wurde nie wieder zur Sprache gebracht. Bis zum heutigen Tag, bemerkt Julius, hat er „viele Male darüber nachgedacht, daß mein Vater Arthur nicht zur Rede gestellt hat.“ Ich muß bekennen, daß ich Arthurs Bemerkung mehrere Male im gelesen habe, um zu verstehen zu versuchen, wie diese Bemerkung, die offenkundig als Nettigkeit gegenüber einem jüdischen Kollegen gemeint war, als feindselig oder spöttisch interpretiert werden konnte. Offenbar muß man die unserer/zeyricher-Weltsicht teilen, damit dies irgendwie logisch wird.

Während er zwischen 1974 und 1977 an der Universität von Cambridge englische Literatur studierte, plazierte Julius sich „unter jene Juden, die sich den Antisemitismus ausgesucht haben.“ Er begann über Juden und Fälle von angeblichem Antisemitismus in der englischen Literatur zu schreiben und wandte sich schwerer Kritik an einigen der besten englischen Schriftsteller zu. Er gibt zu, Teil einer „radikalen Fraktion“ geworden zu sein, die zu dieser Zeit in den Geisteswissenschaften aufkam, und daß er stark durch seine Lektüre von „Freud… und der westlich-marxistischen Denkrichtung, die von den Austro-Marxisten bis zu Antonio Gramsci und der Frankfurter Schule nachverfolgt werden kann“ beeinflußt wurde. Seine Fraktion „inszenierte Konfrontationen“ mit Unterstützern des Rationalismus in der Fakultät, und er erklärt, daß das Idiom seiner Gruppe „eines der Kritik war statt des Feierns“, und „diese Positionen waren mit Politik verbunden.“

Nach seinem Abschluß ging Julius an die juristische Fakultät, und als er dort fertig war, begann er seine Karriere als ethnischer Aktivist, indem er der hauptsächliche Rechtsanwalt des britischen Board of Deputies of British Jews wurde, einer Organisation, die Elemente sowohl des American Jewish Committee und der Anti-Defamation League umfaßte. 1983 verteidigte er erfolgreich das Board of Deputies, als es von einem Kandidaten der Konservativen Partei verklagt worden war. Das Board of Deputies hatte eine Propagandakampagne durchgeführt und während einer Parlamentswahl Flugblätter im Wahlkreis des Kandidaten verteilt, in denen seine frühere Mitwirkung an der National Front detailliert beschrieben wurde, einer Verbindung, von der das Board of Deputies behauptete, sie sei ein Beweis für den Antisemitismus des Mannes. 1992 suchte David Irving, nachdem er aus Kanada ausgewiesen worden war, aufgrund des kanadischen Gesetzes über den Zugang zu Informationen um Zugang zu den Dokumenten an, die seine Ausweisung provoziert hatten. Unter diesen Dokumenten, „behauptete Irving, war ein Dossier über seine Aktivitäten, das vom Board of Deputies of British Jews zusammengestellt und an die kanadischen Behörden geschickt worden war. Irving wollte wegen Verleumdung klagen, aber Julius, der für das Board agierte, sagte, Irving hätte die richtigen Papiere ‚leider zu spät’ eingereicht.“ [3]

Nachdem Prinzessin Diana gestorben war, und nachdem er seine Frau wegen der Tochter eines seiner Klienten verlassen hatte, kam Julius das nächste Mal im Jahr 2000 mit dem Verleumdungsprozeß um David Irving in die Schlagzeilen. Als Deborah Lipstadt im Jahr 1999 ihr Denying the Holocaust veröffentlichte, fand sie schnell heraus, daß Irving sie über die britischen Gerichte wegen Verleumdung verklagte. Lipstadt wandte sich an das Board of Deputies um Rat, und sie empfahlen niemand anderen als ihren eigenen Anthony Julius. Seltsamerweise spart Julius in Trials of the Diaspora den Großteil seiner Vergangenheit mit dem Board of Deputies aus und läßt seine Begegnung mit Irving im Jahr 1992 gänzlich weg. Stattdessen schreibt er: „Mich in einem großen Standardkampf gegen einen Holocaustleugner wiederzufinden, war die reinste Chance.“ [4] Julius erhielt die Leitung des ‚Entdeckungselements’ in dem Prozeß. Julius genoß die Gelegenheit, Irvings private Papiere zu studieren, weil sie ihm die Chance bot, „den Verlauf zu kontrollieren, den das Verfahren nahm.“ Er wollte den Prozeß führen, „als ob es ein Geschichtsseminar wäre, und Irving ein ziemlich unintelligenter Schüler.“ Natürlich schlage ich in meiner vorliegenden Reihe von Essays vor, Mr. Julius zu schulen, der nicht nur unintelligent ist, wenn es um seine eigene Geschichtsschreibung geht, sondern auch ein von einer Agenda getriebener Anwender von Falschheit und Fehldarstellung – ein Amateur und Scharlatan.

Julius hat ein Problem mit der Wahrheit und der genauen Darstellung, und dies zeigt sich sehr früh in seinem Buch. In einem Abschnitt seiner Einleitung erklärt Julius, daß sein Buch sehr nötig sei, weil Juden heute in Britannien bedroht seien; es würden Juden „in London unter zugerufenen Beschimpfungen und Beleidigungen die Straßen entlang gejagt.“ Aber, und dies kommt in seinem ganzen Buch häufig vor, Julius hat eine Gewohnheit, Drohungen zu übertreiben und überall Extremismus zu unterstellen. Gröbere Gewalt ist immer ‚gleich um die Ecke.’ In der extremsten Form dessen schreibt Julius: „Es scheint, als sei die Schonzeit für Juden vorbei.“ Ich wollte im Zweifelsfall zugunsten von Julius urteilen, daher konsultierte ich die jährlichen Berichte des jüdischen ‚Community Security Trust’. Zuerst war ich überrascht zu sehen, daß zweiundneunzig „gewalttätige antisemitische Angriffe“ durchgeführt worden waren – obwohl dies in einem Land mit etwa sechzig Millionen Menschen eine winzige Zahl ist.

Als ich mir jedoch die Details dieser „Angriffe“ tatsächlich ansah, wurde klar, daß es eine Diskrepanz gab zwischen dem, was ich als „gewalttätigen körperlichen Angriff“ ansehen würde, und der vom Community Security Trust angewandten Definition. Auf Seite 13 des Berichts können wir tatsächlich sehen, daß bei einem dieser „gewalttätigen körperlichen Angriffe“ Kinder die Kinder ihrer jüdischen Nachbarn „mit Wasser angeschüttet“ hatten. Bei vierundfünfzig der zweiundneunzig Vorfälle ging es um nicht mehr als „geworfene Eier“, und ungefähr zehn waren Raufereien zwischen Schulkindern. Keine Daten werden zum Rest angegeben, obwohl das überwiegende Thema hier jugendliches Verhalten zu sein scheint, das nicht dem Ausmaß der Bedrohung entspricht, das von verschiedenen jüdischen Körperschaften unterstellt wird. Sicherlich hat der Community Security Trust in seiner gesamten Geschichte nie etwas wie den Tod von Kriss Donald melden müssen, eines 15jährigen weißen britischen Kindes, das von Imran Shahid (29), dessen Bruder Zeeshan Shahid (28) und dem 27jährigen Mohammed Faisal Mushtaq entführt und zweihundert Meilen zu seinem Zuhause weggebracht wurde, wo sie dreizehnmal auf ihn einstachen und ihn dann in einem, wie die Gerichte übereinstimmten, „rassisch motivierten Mord“ mit Benzin überschütteten und lebendig verbrannten.

Man bedenke die judeozentrische Obsession von Julius, der weint, daß Antisemitismus „das Hintergrundgeräusch ist, vor dem wir unser Leben führen.“ Man bedenke die Art von Psychologie, die im Denken von jemandem am Werk ist, der die Zeit fand, um wütend zu werden, als Penguin nach dem Sieg im Fall Irving entschied, seine Einnahmen einer Wohltätigkeitsvereinigung für Krebskranke zu spenden. Julius schreibt, daß er „die Spende als eine Zurückweisung dessen“ auffaßte, „was sie als unsere spezifisch jüdische Perspektive wahrnahmen. Jeder leidet unter Krebs; es ist keine Respektierung der Ethnizität. Die Spende fühlte sich wie eine Brüskierung an.“ Man bedenke den schizophrenen Fanatismus, der in den Aktivitäten von jemand am Werk ist, der einerseits zugibt, daß der Antisemitismus „mir keinen Schaden zugefügt hat – tatsächlich ist er fast gänzlich frei von Risiko irgendwelcher Art gewesen“, und doch andererseits erklärt: „Ich spüre die Bösartigkeit vieler der gegenwärtigen Angriffe auf Juden und den jüdischen Staat… und habe ein starkes Gefühl der Fortdauer eines hartnäckigen, harschen Antisemitismus in diesem Land.“

Vieles von Julius’ Buch ist auf solchen Widersprüchen aufgebaut, wie auch auf einer überwiegend negativen Sicht auf die nichtjüdische Welt. Sogar seine Verwendung von Texten weist auf seine Weltsicht hin. Einer seiner Favoriten ist Bernard Lewis’ Semites and Anti-Semites (1986). Lewis’ Buch wird von den meisten seriösen Wissenschaftlern als polemisch abgelehnt. Joel Beinin schrieb damals 1987 in seiner Rezension des Buches für den Middle East Report, daß Lewis „einen offener polemischen Schreibstil und eine paranoide Sicht auf die Welt angenommen zu haben scheint, die stellenweise zutiefst realitätsfremd ist.“ [5] (Bernard Lewis ist gewissermaßen ein Musterbeispiel eines jüdischen ethnischen Aktivisten, der sich als Wissenschaftler tarnt.) Wie Julius’ Buch, das durchgängig eine nervige moralistische Tonart hat, hat Lewis’ Buch „einen gewissen urteilenden Ton, und das ist der Anschein von Objektivität, nicht deren Realität.“ Es ist agenda-getriebene Polemik, die als wissenschaftliche Forschung verkleidet wird. Wie zu sehen sein wird, greift Julius, wenn er spürt, daß seine Argumente an bestimmten Stellen besonders schwach sind, nach der infantilen Sicherheit, die er in der Beschimpfung findet. Zum Beispiel gelingt es Julius nie, zu irgendeiner anderen als einer lächerlich weitgefaßten Definition des „Antisemitismus“ zu kommen, und wenn es ihm schwerfällt zu verstehen, warum genau an bestimmten Punkten der Geschichte manche Juden von manchen Nichtjuden nicht gemocht wurden, greift er darauf zurück, das Phänomen mit Worten wie „Mist“ und „eine Kloake“ zu beschreiben. Solche Worte, die im ganzen Text häufig vorkommen, sind nicht völlig fehl am Platz – das Buch stinkt.

Und somit haben wir zumindest verstanden, was für uns zum Weitermachen notwendig ist. Im nächsten Essay werden wir den Text selbst untersuchen und uns mit Julius’ ausführlichem Kapitel über „Mittelalterlichen englischen Antisemitismus“ befassen. Wir tun das nun mit einem klareren Bild unseres Autors, wir können manche seiner Argumente und Haltungen besser vorhersagen, und wir sind in gewissem Ausmaß mit den Arten von Quellen vertraut, die er zu benutzen neigt.

Anmerkungen:

[1] D.D. Guttenplan The Holocaust on Trial: History, Justice, and the David Irving Libel Case (London:2001), S.84.

[2] Ibid.

[3] Ibid.

[4] Ibid.

[5] J. Beinin „Review: Semites and anti-Semites: An Inquiry into Conflict and Prejudice” Middle East Report, No. 147, (1987), S.43.

Fortsetzung: Anthony Julius’ „Trials of the Diaspora“ [Teil 2]: „Mittelalterlicher englischer Antisemitismus“

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