Sexuelle Knechtschaft

fatpositive

Von Gregory Hood; Original: Sexual Serfdom , erschienen am 16. Juni 2014 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Cernunnos

 

Gleichheit und Hierarchie

Jede egalitäre Bewegung endet mit der Errichtung einer neuen Hierarchie. So wie sie sich verfestigt, kristallisieren sich Kaste und Status auf der sozialen Leiter, bis die Klassenstruktur so starr ist wie im feudalen Japan. Schließlich kommen jene mit Talent, Originalität und Ehrgeiz zu dem Schluß, daß sie von der Bewahrung des Systems nichts zu gewinnen haben. So bekommen wir eine Revolution.

Heute ist die Theorie vom „Privileg“ die Ideologie des Systems. Obwohl egalitär, pathologisiert sie weiße männliche Heterosexuelle als moralisch fehlerhaft wegen ihrer angeborenen Eigenschaften. Sie Ideologie ist voller Widersprüche – die Behauptung, daß Homosexualität eine Sache der Wahl ist, wird moralische Verurteilung zur Folge haben, während die Feststellung der offenkundigen Wahrheit, daß jemand mit einem bestimmten Geschlecht geboren ist, eine ähnliche Wut seitens jener zur Folge haben wird, die uns sagen, daß „Gender“ in Wirklichkeit fließend sei. Es ist angeboren und heilig, wenn man sich zu vögeln entscheidet – aber die Beschaffenheit eures Körpers ist bloß ein Sozialkonstrukt. Rasse existiert nicht – außer wenn sie es doch tut. Dennoch, wenn es eine soziologische Wahrheit gibt, dann die, daß Tatsachen nie den Überzeugungen und einem erlösenden sozialen Narrativ in die Quere kommen.

Während man einst der Ansicht war, daß weiße Männer aus ihrer Position in einer unterdrückerischen Gesellschaft durch Teilnahme an Bewegungen für soziale Gerechtigkeit herauskommen konnten, wird selbst dies zunehmend unhaltbar. Es ist nun ein Klischee, daß jede „anarchistische“ oder „antirassistische“ Konferenz schließlich wegen der bloßen Anwesenheit dieser Unerwünschten in interne Kämpfe und Giftspritzerei kollabieren wird, egal wie enthusiastisch sie sich selbst Hörner aufzusetzen versuchen. Die Demonstrationen von Occupy Wall Street gaben schnell einen Fokus auf wirtschaftliche Ungleichheit auf, um sich mit albernem rassischem Bühnentheater zu befassen und sicherzustellen, daß weiße Männer bei jeder ihrer Versammlungen als Letzte sprachen. Es überrascht nicht, daß die Bewegung nach einem anfänglichen starken Zulauf zusammenbrach, als sich abmühende amerikanische Arbeiter schnell zu dem Schluß kamen, daß sie lieber von den Soziopathen der Wall Street finanziell vergewaltigt würden, als von selbsthassenden, sexuell verwirrten Verrückten mit Diplomen in Ethnischen Studien vertreten zu werden, die denken, daß unbegrenzte Einwanderung der beste Weg zur Erhöhung der Löhne sei. Natürlich ist das, was verhindert, daß solche Bewegungen gänzlich aus „People of Color“ bestehen, die Unfähigkeit der pulsierenderen Bewohner des amerikanischen Imperiums zur Selbstorganisation, ohne daß weiße oder jüdische Babysitter ihre Hand halten.

Das sexuelle Klassensystem

Aber wenn die Rhetorik um das Rassenthema hitzig ist, so grenzt jene, die den Sex umgibt, an Hysterie. Auf den College-Campus, dem Testgelände für das, was für das gesamte Land entwickelt wird, hat sich eine seltsame Dualität entwickelt.

Einerseits fehlen die Standards dafür, was einst Anstand und sexuelle Zurückhaltung genannt wurde, an den meisten Universitäten fast völlig. Gemischtgeschlechtliche Studentenwohnheime, Pornographievorführungen und Ausstellungen von Sexspielzeugen und das allgemeine Vorherrschen der „Aufreißkultur“, die von Tom Wolfe in I Am Charlotte Simmons parodiert wurde, machte es amerikanischen männlichen Collegestudenten leicht, beiläufigen Sex in geschäftsmäßiger Weise zu bekommen.

Um fair zu sein, sei gesagt, daß das Vorherrschen der „Aufreißkultur“ unter amerikanischen Frauen vielleicht übertrieben wird – nicht alle Frauen verhalten sich so. Jedoch ist dies von relativ geringer Bedeutung, und was einst schändliches oder „schlampenhaftes“ Verhalten genannt worden wäre, hat keine moralische Sanktion mehr und bedeutet, daß genügend sich so verhalten, daß der durchschnittliche „bro“ zuversichtlich sexuelle Taten erwarten kann, die einer früheren Generation als eines Casanova würdig erschienen wären. Das Ergebnis ist die relative Unwichtigkeit des Geschlechtsakts unter einer ganzen Generation und das Vorherrschen verschiedener Arrangements einschließlich „Freunde mit gewissen Vorzügen“, Aufreißanrufen und kleinen Harems im Besitz von allgemein unscheinbaren Männern. „Slutwalks“ zur Verteidigung von all dem sind bereits Klischees in SWPL-Städten und auf den Campus, trotz der Tatsache, daß es Männern ermöglicht, diese Arten von Frauen (zutreffend) als sexuelle Wegwerfartikel zu sehen. Alles, um jenen hochnäsigen Christen eine reinzuwürgen, nehme ich an.

Auf der anderen Seite sind Campus von Colleges praktisch de jure (wenn nicht de facto) ein Polizeistaat, wenn es um sexuelle Beziehungen zwischen Männern und Frauen geht. Von dem Moment an, wo sie den Campus betreten, werden Frauen gewarnt, daß jeder Mann, dem sie begegnen, ein potentieller Vergewaltiger ist, und die Statistik, daß „eine von vier Frauen vergewaltigt wird“, wird verbreitet eingesetzt – obwohl sie falsch ist. Studentenhandbücher sind Futter für unbeabsichtigte Komik, da manche Schulen komplizierte Prozeduren zur Erlangung einer Erlaubnis vor der Einleitung sexuellen Verhaltens anordnen. Sexuelle Übergriffe werden so breit definiert, daß sie unschuldiges Verhalten kriminalisieren. Das Vorhandensein jeglichen Alkohols, das praktisch unvermeidlich ist, kann als etwas gesehen werden, das eine Einwilligung unmöglich macht, was im Grunde einen riesigen Prozentanteil der sexuellen Kontakte zu irgendeiner Variante von „Vergewaltigung“ macht.

Jede Art von Flirten kann technisch gesehen kriminell sein, und unglückliche Männer an Colleges finden sich vor Disziplinartribunalen wieder, die die Unschuldsvermutung ignorieren, das Recht auf einen Anwalt verweigern und den Beschuldigten bestrafen, noch bevor die Wahrheit festgestellt wurde. Jeder männliche Collegestudent wird wütend belehrt, nie die Behauptung einer Studentin in Frage zu stellen, daß sie vergewaltigt wurde, aber mehr als ein College- oder sogar Highschool-Schüler hat schnell gelernt, daß Mädchen einen besoffenen One-night stand auf dem „Walk of Shame“ nach Hause auf magische Weise in eine „Vergewaltigung am Morgen danach“ verwandeln können.

Das Filmen beiläufiger sexueller Begegnungen sollte in einer normalen Gesellschaft als schändlich betrachtet werden – aber Männer haben es tatsächlich benutzt, um sich von falschen Anschuldigungen zu befreien, nachdem tapfere, unabhängige und starke „Vergewaltigungsüberlebende“ aufgedeckt wurden, daß sie enthusiastisch an Gruppensex teilgenommen hatten, bevor sie am nächsten Tag beschlossen, das Leben ihrer Partner zu ruinieren. Die Tatsache, daß Männer einander raten, sexuelle Begegnungen verdeckt zu filmen, um sich vor Vergewaltigungsanschuldigungen zu schützen, spricht für sich.

Beta-Männer, „Game“ und Anspruchsdenken

Inmitten des Gifthauchs aus Slut Walks, Frauenstudien und verschiedenen Frauenaktivistengruppen lernt der kluge Collegemann, den sexuellen Karneval auszunützen, während er Maßnahmen ergreift, um sich zu schützen. Nach seinem Abschluß nimmt er einen ähnlichen Kurs, um in einer kaputten Kultur zu navigieren. Die Sexualpolitik kehrt zu einer seltsamen Kombination aus Höhlenmenschenzeit und Tumblr zurück. Offene physische Anziehung ist in den meisten Fällen alles, was nötig ist, um Sex zu bekommen, aber falls irgendein Geschlechtsakt die Aufmerksamkeit der Medien oder des Rechtssystems auf sich zieht, wird ein Mann sofort verdammt, ungeachtet der Wahrheit. Daher reagiert er mit einer Einstellung amüsierter Überlegenheit gegenüber „modernen Frauen“ und ihren komplizierten Rationalisierungen – er nimmt, was er bekommen kann, und erwartet nichts. Mit Glück kann er den Diamanten im tauben Gestein finden, der heiratenswert ist – aber immer weniger glauben, daß so etwas überhaupt existiert oder daß die Ehe, wie der Krieg, irgendetwas anderes ist als ein Schwindel.

Aber was ist mit den „Beta-Männern“ – den sogenannten netten Kerlen, die eine Freundin wollen, um ihr treu zu sein, sie zu heiraten und Kinder mit ihr zu haben? Uns allen fallen Ausnahmen ein, denen das gelingt – aber in der modernen Zeit sind außerehelicher Sex, Scheidung und Affären so schändlich häufig, daß die Geschichten unserer Großeltern über Ehen, die 50 Jahre oder mehr hielten, Erstaunen oder sogar Ehrfurcht hervorrufen. Dennoch hat der Beta-Mann immer noch eine gewisse Erwartung, daß es dies ist, was Frauen in irgendeinem Sinne tun sollten. Wenn er herausfindet, daß viele Frauen nicht dafür empfänglich sind, daß er sie zum Essen einlädt und ihnen Blumen und blumige Botschaften schickt, kann das Schmachten nach ihnen zu Groll werden.

Dies ist die Grundlage der „Anspruchskultur“, die von Feministinnen und den Medien nach Elliot Rodgers tödlichem Amoklauf verurteilt wurde. Verbunden mit der „Theorie des Privilegs“ lautet der allgemeine Tenor, daß Männer (besonders weiße Männer) glauben, daß sie einen Anspruch auf eine treue Frau, leichten Zugang zu Sex und einen Mittelklasselebensstil haben, einfach weil sie Männer sind. Laut dieser Theorie ist der relative Verlust an kultureller, wirtschaftlicher und politischer Macht etwas, mit dem weiße Männer nicht fertigwerden können und worauf sie mit Gewalt und inakzeptablen politischen Ansichten reagieren. Daher bekommen wir in den Medien die vertraute Ente, daß Mitglieder der Tea Party (oder auch weiße Nationalisten) sich nicht wirklich um Politik kümmern oder sie verstehen – daß sie einfach ihre Ressentiments abreagieren.

Sicherlich riecht Rodgers Manifest nach Ressentiment. Wenn der Verlust von Leben nicht wäre, würde man ein Herz aus Stein brauchen, um nicht über sein empörtes Gejammer zu lachen, daß Mädchen lieber mit anderen als ihm, dem „überlegenen Gentleman“ brunften. Kommentatoren der dissidenten Rechten einschließlich Steve Sailer stellten fest, daß dieses Ressentiment besonders auf Blondinen fokussiert war. Rodger identifizierte sich nicht als weiß und sprach bitter gegen Weiße, besonders weiße Mädchen. Tatsächlich versuchten Weißenfürsprecher wie jene des Council of Conservative Citizens, einen Schwung hinter dem Mem zu schaffen, daß Rogers Angriff nur ein weiteres Beispiel von antiweißem Rassismus war, verwandt mit dem Massaker von Knoxville oder dem Knockout Game.

Unnötig zu sagen, daß es sich nicht durchgesetzt hat. Rodger mag nicht weiß gewesen sein, aber das zählt nicht – immerhin war George Zimmerman auch nicht weiß. Genausowenig hat die Tatsache, daß Rodger mehr Männer als Frauen tötete, das Narrativ zu Fall gebracht, daß das Massaker nur ein weiterer Vorfall in einem nie endenden Angriffskrieg gegen Frauen war, in dem der weiße Mann der ewige Gegner ist.

Der Hashtag #YesAllWomen, der als die moralische Panik der Woche diente, wurde benutzt, um zu beweisen, daß alle Frauen – ja, alle – die „Überlebenden“ von sexuellen Übergriffen durch Taten, Worte oder institutionelle Unterdrückung seien. Verschiedene apolitische Frauen griffen das auf und erzählten Geschichten darüber, wie irgendein „gruseliger“ Typ sie anmachte, oder wie irgendjemand die Frechheit hatte, eine respektlose Bemerkung über ihr sexuelles Verhalten zu machen.

Der Zweck dessen war nicht die Feststellung von wahr oder falsch. Es sollte Frauen einer Opferklasse zuteilen, die durch ihr Geschlecht bezeichnet wird (oder vermutlich durch Chirurgie in das Geschlecht übertragen wird). Es sollte die soziale Hierarchie befestigen. Wie der einflußreiche Blogger Roosh V angemerkt hat, nähert sich der Feminismus schnell einem Punkt, wo es buchstäblich unmöglich sein wird, eine Frau wegen irgendetwas zu kritisieren, sei es außerehelicher Sex, schlampiges Erscheinungsbild oder sogar Gewalttaten, Mord und äußerste Grausamkeit. Sogar Bill Maher wies, bevor er ein ermüdender Mitläufer der Demokratischen Partei wurde, auf diesen Doppelstandard hin. Wie er es ausdrückte, ist es politisch inkorrekt, „einfach nur männlich zu sein.“ Und in etwas, das er heute nie sagen würde: „Man kann die Biologie nicht reformieren.“

Anspruchsdenken und Game

Viele von uns werden durch einfache Erfahrung aus jeglicher Naivität aufgeweckt, daß alle Frauen irgendwie unschuldige Opfer sind, die von sexuell gefräßigen und aggressiven Männern belagert werden. Die Anerkennung der Realität bedeutet die Zerstörung von Ideen, die absichtlich sowohl von der egalitären Linken als auch von der reaktionären amerikanischen Rechten über das innewohnende Böse des männlichen Geschlechtstriebs gefördert werden. Während die Linke den weiblichen Geschlechtstrieb als an und für sich gut preist (Slut Walks) und die reaktionäre Rechte dessen Existenz zu bestreiten scheint, legt die Wissenschaft nahe, daß er sich einfach von jenem der Männer unterscheidet.

In evolutionärem Sinne werden Frauen als Frauen von jenen Männern angezogen, die ihnen in der Lage zu sein scheinen, ihnen am meisten an Ressourcen und Sozialstatus (zu der Zeit) sowie physischer Erscheinung zu bieten, die stellvertretend für genetische Qualität steht. Im Sinne von „Game“ bedeutet das, daß ein Mann, wenn er die Eigenschaften und Haltungen eines Mannes mit sozialer Stellung und Ressourcen (Alpha) verkörpern (oder vortäuschen) kann, weibliche Aufmerksamkeit ernten wird. Im biologischen Programm, das im Hintergrund von uns allen läuft, schätzen Männer Fruchtbarkeit (Jugend und Schönheit) und Verfügbarkeit, und Frauen schätzen sozialen Schutz (gesellschaftlicher Wert, Geld, Stärke). Aus diesen biologischen Grundrealitäten erhalten wir einige der wichtigsten Elemente der sexuellen Marktdynamik. Dies ist der Grund, warum Frauen ständig das Bedürfnis empfinden, komplizierte Rationalisierungen zu schaffen, um das wegzuerklären, was sie tun („Ich tue das nie, ich schwör’s!“), und warum andere Frauen die gnadenlosesten Kritikerinnen von „Schlampen“ sind.

In ähnlicher Weise ist es auch der Grund, warum wir das fast gänzlich einseitige Spektakel von Männern bekommen, die Selbstzerstörung wegen vorübergehendem sexuellem Drang oder dem Bedürfnis nach einfacher körperlicher Erleichterung begehen. Es ist leicht, an mächtige Führer zu denken, die ihre Karrieren in spektakulärer Weise wegen Sex von Frauen sabotiert haben, die oft weniger attraktiv waren als ihre eigenen Ehefrauen. Es fällt extrem schwer, weibliche Äquivalente zu finden. Kann irgendjemand sich vorstellen, daß Hillary die Fehler ihres Ehemannes begeht? Und gibt es da draußen irgendwelche Männer, die bereit sind, eine männliche Monica Lewinsky zu sein? Wie sonst können wir das Verhalten eines Arnold Schwarzenegger erklären, der seine Frau aus dem Kennedy-Clan mit seinem hausbackenen Dienstmädchen betrog?

Jedoch ändern Technologie und staatliche Politik die Gleichung. In einer Kultur, in der es Geburtenkontrolle, Abtreibung, Empfängnisverhütung und eine schwindelerregende Anzahl von Wohlfahrtsprogrammen und „Fürsprechern“ für Frauen gibt, werden viele der Konsequenzen sexueller Promiskuität beseitigt. Gleichzeitig wirken sich Gesetze hinsichtlich Scheidung, Kindesunterhalt, Alimente und andere Aspekte dessen, was ironischerweise immer noch „Familienrecht“ genannt wird, in einer weitgehend konsequenzenfreien Umwelt für die sexuellen Entscheidungen von Frauen aus. Das Ergebnis ist die Einführung eines Klassensystems, das es Frauen ermöglicht, theoretisch ihren Kuchen zu behalten und ihn gleichzeitig zu essen. Die gesetzliche und gesellschaftliche Struktur bestraft aktiv Keuschheit, belohnt außerehelichen Sex und subventioniert verantwortungsloses Verhalten. Gibt es eine stereotypisch „modernere“ Gestalt als die alleinerziehende Mutter? Vielleicht waren Dan Quayles Kommentare über Murphy Brown doch prophetisch.

Während das weibliche sexuelle Verlangen gepriesen und zum ungezügelten Ausleben ermutigt wird, wird das männliche sexuelle Verlangen von den Medien und von der akademischen Welt pathologisiert. Tatsächlich ist bereits das Kreischen über uns, daß „die traditionelle Männlichkeit zerstört werden muß.“ Natürlich ist sie bereits zerstört worden, und nicht unbedingt wegen absichtlicher sozialer Konditionierung. Die Nation, wo diese Fäulnis am tiefsten eingesunken ist, ist wohl Japan, wo junge japanische Männer, die „Grasfresser“ genannt werden, sogar die Vortäuschung von Männlichkeit aufgeben. Während man argumentieren könnte, daß sogar dies eine Eigenschaft, kein Fehler, von Massenkapitalismus, genetisch modifizierter Nahrung und städtischer Lebensweise ist, müssen wir die Möglichkeit bedenken, daß dies bloß ein unbeabsichtigter Nebeneffekt sein könnte. Immerhin kann man kaum den Vorwurf erheben, daß die japanische politische Kultur dem Feminismus, der Masseneinwanderung und dem Ethnomasochismus verpflichtet ist.

Natürlich verwandelt die moderne Gesellschaft nicht nur Männer in Letzte Menschen – sie verwandelt auch Frauen in Letzte Menschen. Und nicht jeder will das. Auf dem Papier und nach dem modernen Standard des „Strebens nach Glück“ gibt es keinen Grund dafür, daß traditionelle Familien und Haushalte überhaupt weiterexistieren – aber sie tun es, und sie pflanzen sich mehr fort als alle anderen. Dennoch ist ein formidables System vorhanden, mit all den finanziellen Anreizen und Sinekuren, die es dazu gibt. Und jedes Klassensystem wird seine Verteidiger und mitlaufenden Intellektuellen erzeugen, die begierig sind, die Sinekuren und fest eingewurzelten Privilegien zu rechtfertigen, die sie erhalten.

Wissenschaft, Tradition und Sex

Aber da gibt es einen Haken. Verjagt die Natur mit einer Mistgabel, und ihr endet schließlich allein in einem Haus voller Katzen in einem mehrheitlich nichtweißen Viertel. Moderne kinderlose Frauen sind ungeachtet ihrer Karrieren nicht besonders glücklich. Dies manifestiert sich bestenfalls in linker moralischer Kreuzzüglerei und im schlimmsten Fall in verrücktem und bemitleidenswertem Verhalten. Was alleinstehende Frauen betrifft, so können all die SNAP-Karten der Welt keinen Vater ersetzen, und die grimmige objektive Realität zeigt, daß eine traditionelle Familie starke „womyn“ an Leistung übertrifft, die denken, sie könnten „alles haben.“ Die kalte Demographie legt nahe, daß der Feminismus einfach ein Übergangsstadium zwischen dem Ende einer dekadenten Gesellschaft und der Machtübernahme durch eine vitalere, patriarchalischere ist. Die Resultate sind da – und der Feminismus wird als ein gescheitertes Gesellschaftsexperiment bloßgestellt, das nur durch eine riesige Ansammlung von Propaganda, Subventionen und gesetzlichem Schutz aufrechterhalten wird.

Auftritt des Feminismus, besonders seiner widerlichen Online-Variante. Die feministische Kritik am Anspruchsdenken ist Projektion in ihrer gröbsten Form, nachdem es beim modernen Feminismus grundsätzlich um die Verteidigung tiefsitzender Privilegien und die Stützung des zerbröckelnden Systems geht. Zeitgenössische „starke Frauen“ denken, sie hätten einen Anspruch darauf, ihre Kinder ohne Einmischung des Vaters abzutreiben, finanzielle Belohnungen zu erhalten, nachdem sie ihre Ehemänner betrogen haben, und sexuelle Aufmerksamkeit zu bekommen, selbst nachdem sie fett, alt oder unattraktiv werden.

Außerdem sagt ihnen eine Menge von Fernsehnetzwerken, Magazinen, akademischen Studienabteilungen und Mediengestalten, daß sie heroische Gestalten seien, weil sie ihren niedrigsten Begierden nachgeben. Natürlich erfordert es nicht viel, im modernen Amerika ein Held zu sein, und man muß nicht besonders tapfer sein, damit einen die Medien als „stark“ bezeichnen – wenn man zur richtigen sozialen Klasse gehört. Frauen, die tatsächlich echte Stärke zeigen – die Art, die Kinder gebärt, ihre Familien verteidigt und in der wörtlichsten Definition von „stark“ Gewichte stemmt und in Form bleibt – werden als Verräterinnen an ihrem Geschlecht verurteilt.

Was stattfindet, ist die dekadente Phase eines überholten Gesellschaftssystems. In einem Zeitalter des technologischen Wachstums findet die soziale Evolution bemerkenswert schnell statt. Die Shoggoths mit geringer Intelligenz, die heute die Institute für Frauenstudien bevölkern, sind das Äquivalent zu den degenerierten französischen Aristokraten, die seit langem das Leben des Schwertes aufgegeben hatten, um in den dekadenten Ideen zu schwelgen, die sie zerstören würden. Feministinnen sind überholt. Als Kultur und als Spezies gewinnen wir nichts mehr aus ihrer Existenz, und ihre Anwesenheit ist eine Last für die Produktiven. Sie sind einfach Parasiten, die sich von dem Sozialkapital ernähren, das sie aktiv zerstören – bis sie von der nächsten sexuellen Revolution hinweggefegt werden, oder vielleicht sollte ich sie die sexuelle Restauration nennen, deren Vorhut die Theoretiker und Praktizierenden von „Game“ sind.

*   *   *

Gregory Hood hat noch einen zweiten Artikel zu diesem Thema geschrieben, der gewissermaßen eine Fortsetzung ist:

Die sexuelle Konterrevolution

*   *   *

(Quelle der Übersetzung:  hier)

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4 Kommentare

  1. Jetzt lese ich schon das zweite mal über „Game“ – Was ist das ? Gibt es dazu einen Artikel ?

    Antworten
  2. OT: Hat jemand was über die ahnenreihe gehört ?

    Antworten
  3. Harald

     /  Juli 30, 2016

    Zur ersten Frage: Als „Game“ bezeichnen die Amerikaner die „aktive Jagd“ des männlichen Geschlechts auf Vertreter des Weiblichen. Also das was, die Pick Up Artists (PUAs) professionalisiert haben.

    Zur zweiten Frage: Ich habe keine Ahnung. Ich kann mich erinnern, dass der erste Artikel, der auf ahnenreihe veröffentlicht wurde, den Titel „Game“ trug und das Thema behandelt hat.

    Und bevor jemand ähnlich wie bei dem Schluss von AdS wieder jemand auf die Idee kommt, den Seitenbetreibern Vorwürfe zu machen: einem Kameraden, der den Mut, die Einsatzbereitschaft und das Durchhaltevermögen hat, einen Blog oder eine andere Weltnetzseite zu betreiben, dem kann als reiner Leser oder Kommentator keine Vorwürfe machen, wenn irgendwann wichtige Gründe oder auch nur die langfristigen seelischen Abnutzungserscheinungen zum Schließen der Website bewegen Ich selbst hatte diese Stärke von vorneherein nie aufgebracht.
    (Das ist nicht an Dich adressiert, dagtatmax. ).

    Davon abgesehen: gibt es eine Anwendung, mit der eine WordPress seite komplett archiviert werden kann?

    Antworten
  4. Danke, Harald, für die schnelle Antwort, der neue morgenwacht-Artikel gibt ja auch Information dazu.

    Antworten

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