Ich gedenke Dr. Pierce

From-the-hill1

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original I Remember Dr. Pierce erschien am 30. Juli 2012 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Hier nachveröffentlicht anlässlich des 14. Jahrestages von William Luther Pierces Tod am 23. Juli 2002.)

 

Sein Fußweg auf die Höhen ist jetzt beinahe unsichtbar, überwachsen von Wiesen-Lieschgras und Meskalbohnen, besucht von schwer mit Nektar und Pollen beladenen Bienen statt von einem Mann, der mit der Zukunft schwanger ging.

Einen Morgen nach dem anderen, fast zwei Jahrzehnte lang, pflegte William Luther Pierce diesen Pfad zu nehmen und zum höchsten Punkt dessen aufzusteigen, was er einfach „The Land“ nannte. Am Gipfel pflegte er bis zum Horizont auf einen sahnigen, sich ständig verschiebenden Ozean aus Nebel hinauszuschauen, aus dem die höheren Berggipfel, insbesondere seiner, abrupt nach oben ragten wie weit verstreute Inselklippen in irgendeinem Hyperborea der Träume.

Klarheit war hier in den Bergen von West Virginia möglich; so anders als in Washington, DC, von wo er gekommen war. Hier war er weit entfernt von den posierenden, sich prostituierenden Politikern; vom Kaufen und Verkaufen; von den schmutzigen Straßen; vom Erwerben und Horten; von der stinkenden, nicht atembaren Luft; von Lügen und Heuchelei; von verdorbenen, fordernden, materialistischen Frauen; von der vorgetäuschten Autorität hohler Männer; von den starrenden, wartenden, wachsenden nichtweißen Mobs; vom verrückten Streben nach Popularität, Status, Schekeln, Müll und Jesus. Hier konnte man die Hirschkuh im schattenfleckigen Sonnenschein neben ihrem Kalb liegen sehen; hier stieg der Adler tausend Fuß hoch über titanische, dramatisch steile Waldkuppen empor; hier gab es selbst an den heißesten Sommertagen eine kühle Abendbrise und eine Nacht von zehn Millionen Sternen. Hier, konnte man sich leicht vorstellen, würden der Anwalt und der Profitkrämer einfach von Natur aus zusammenschrumpeln und davongeweht werden, um nie wieder gesehen zu werden. Ein Ort, wo authentische Männer und Frauen gedeihen und noble Leben führen könnten. Ein Ort, um Den Weg wiederzufinden. Und um andere diesen Weg zu lehren.

Der Umzug vom alten Hauptquartier der National Alliance in Arlington (wo auf der Tür immer noch „National Youth Alliance“ stand, als wir auszogen) war eine enorme Anstrengung. Dr. Pierce unternahm viele Fahrten selbst und überführte seine Bibliothek, sein Büro und seine Besitztümer zu den Scheunen und dem kaum bewohnbaren Bauernhaus, die damals die einzigen Bauwerke auf The Land waren, und ich unternahm mindestens ein Dutzend Fahrten, um zu helfen, und fuhr meinen alten Dodge-Van oder Dr. Pierces Todesfalle von Lastwagen mit hohem Aufbau, den wir „The Truck from Hell“ tauften, wegen seines Geratters, das auf nahegelegenen Seismometern ablesbar war, wegen seiner freiliegenden Sitzfedern, Rost in kontinentalem Ausmaß und seiner Tendenz, auf jedem Hügel überzukochen und Rauch auszustoßen statt Hitze aus seiner Lüftung. Es gab ein paar andere Freiwillige, die beim Umzug halfen, aber sehr wenige.

Und der Umzug war bloß der nackte Anfang. Als Nächstes kamen die Reparaturen am Bauernhaus und die Installation von zwei alten Wohnwagen als „vorübergehende“ Wohnquartiere. (Sie sollten permanente werden. Dr. Pierce baute nie das Heim, das er so lange geplant hatte; etwas anderes war immer dringender.) Dann der riesige Job, das Büro, das Lagerhaus, die Garage und andere Nebengebäude und die komplexen elektrischen, Sicherheits- und Kommunikationsleitungen zwischen ihnen zu bauen und fertigzustellen. Zu letzterem gehörte, sechs Fuß tiefe Gräben viele hundert Fuß weit durch Erde zu graben, die zu 50 Prozent aus Steinen bestand. Bei all dem arbeitete niemand mehr als Dr. Pierce selbst.

Nach den ersten paar Jahren begann jedoch der Umzug nach The Land wie ein riesiger Fehler auszusehen.

Ohne die energiespendende Präsenz von Dr. Pierce in Arlington und die Annehmlichkeit seines immer offenen Büros in der 23rd Street (er schlief dort jahrelang auf einem Klappbett) fanden viele der Leute in der Washingtoner Gegend, die seine Versammlungen besucht und bei seinen Postsendungen und anderen Projekten ausgeholfen hatten, andere Dinge zu tun, und 200 Meilen weit in den entlegensten Winkel West Virginias zu reisen, gehörte nicht dazu.

Die Handvoll Familien, die versprochen hatten zu kommen und seine Gemeinschaft zu einer Realität zu machen, stiegen eine nach der anderen aus. Jemand warf einen Blick darauf, sah die Herausforderungen dessen, sich von jeder Hoffnung auf finanziellen Wohlstand und von den Annehmlichkeiten zu trennen, die der Große Satan zu bieten hat, und brachten schnell ihre Ausreden vor. Sogar Dr. Pierces Ehefrau Liz weigerte sich zu kommen – und ließ sich von ihm scheiden.

Manche machten sich nie auch nur die Mühe, einen Blick darauf zu werfen. Ganz wenige machten einen echten Versuch, auf The Land zu leben, der Wochen oder Monate oder Jahre dauerte. Don Trainor kam – und machte zwei Ehen und fertige Familien durch – in einer gewaltigen Bemühung, es zum Funktionieren zu bringen, und modernisierte dabei radikal das Computersystem der Alliance.

Frauen fanden die Isolation besonders schwierig. Die netteren Einheimischen verstanden einen nicht und hielten einen für vage „seltsam“ oder irgendwie „fremdartig“, und ein paar wenige Opportunisten (wie County Sheriff Jerry Dale, ein brillanter Intellekt, der Dr. Pierce einmal öffentlich beschuldigte, ein Mitarbeiter von „George Norman Rockwell“ zu sein) waren offen feindlich gesonnen.

Unter jenen, die blieben und wirklich halfen, und ich grüße sie alle, gab es oft eine Bindung zwischen Dr. Pierce und ihnen, aber mit wenigen Ausnahmen nicht untereinander.

Es gab mindestens soviel Eifersucht – und ich bin sicher, daß sie jetzt selbst für jene, die sie damals empfanden, ziemlich kleinlich aussieht -, wie es ein Gemeinschaftsgefühl gab. Es waren die Eifersüchteleien jener, die sehr viel geopfert haben, befeuert von der Frustration, daß sie alles für eine Sache gegeben hatten, die manchmal hoffnungslos erschien: das Gefühl, daß die anderen nicht so viel opferten – die Frage, warum sie eine Wohnung in der Ortschaft haben, während wir in einem kaputten Wohnwagen wohnen müssen; oder die Frage der anderen Gruppe, warum sie einen Gratis-Wohnwagen bekommen, während wir mit demselben winzigen Gehalt diese Wohnung bezahlen müssen.

Kleinlich, ja – aber solche Gedanken können von großer Bedeutung sein in einer kleinen, isolierten Gruppe, wenn die Dinge schwierig sind und ein Vorankommen nicht erkennbar ist, insbesondere für den am wenigsten idealistischen und philosophisch motivierten Partner in einer Ehe.

William Pierce war immens tiefgründig und würdig, und ich denke, wir alle liebten ihn. Aber er war sehr der einsame Philosoph auf dem Hügel, der mit seinen Adepten einer nach dem anderen Bindungen schließt, so wie sie seine Bergfeste betreten, aber dessen dringende Arbeit und einsame Kontemplationen wenig Zeit für Lachen, Schmausen und Zeremonien lassen, die Zerwürfnisse vielleicht verhindern könnten.

Eines Winters, als meine Frau und ich ihn besuchen kamen, ein paar Jahre bevor ich den Umzug nach The Land unternahm, war Dr. Pierce völlig allein mit seinen Raben in seinen schneebedeckten Bergen. Es war niemand sonst dort. Es gab keine Gemeinschaft. Alle, die gekommen waren, waren gegangen. Und seine Mitgliederliste, sagte er, befand sich auf einem Allzeittiefstand. Er war hager, und ich glaube nicht, daß er viel aß.

Und doch lächelte er, ein gewinnendes Lächeln echter Freude, als wir ankamen, kochte für uns auf einem kaputten Ofen, den er von einem Schrottplatz gerettet hatte und gerade reparierte – er tat immer solche Dinge – eine sehr gute vegetarische Mahlzeit und sprach nur von Hoffnung. Er erzählte uns von ein paar Männern und Frauen, die sich ihm vielleicht anschließen würden, wenn alles gut ginge, und was sie zu seinen Bemühungen beitragen könnten. Er sprach von der ignoranten Selbstzufriedenheit, die von der amtierenden republikanischen Administration bewirkt wurde, und wie sich die Rekrutierungen verbessern würden, wenn sie endlich enden würde.

Er sprach von den 1960ern, als er seine politische Arbeit gerade begonnen und jedem Kongreßmitglied und Hunderten Amtsträgern und Meinungsführern in Washington ein Exemplar seines intellektuellen Journals zugesandt hatte – mit genau null Reaktion. Und nach einem anfänglichen Schock und einer Neuanpassung an die Realität auch mit genau null Entmutigung. Es war damals gewesen, daß er seinen Mantel abgelegt, seine Handschuhe angezogen und jene 18-Stunden-Tage begonnen hatte, die weitergingen, bis ihn die Unendlichkeit zurückforderte.

Ein Grund, warum Dr. Pierce froh war, daß wir dort waren, war sein Wunsch, daß wir ein Publikum für eine Diskussion des Kosmotheismus sein sollten, die er für den Herausgeber der örtlichen Zeitung, der Pocahontas Times, angesetzt hatte. Der Herausgeber, ein Mann namens William McNeel, hatte die Behauptung der Medien gehört, daß Kosmotheismus nichts als ein „Steuertrick“ sei, und wollte selbst sehen. Dr. Pierce, McNeel, ein von McNeel mitgebrachter Gast, meine Frau und ich saßen im herabsinkenden Zwielicht auf Klappstühlen im staubigen, unvollendeten Obergeschoß des neuen Bürogebäudes und hörten aufgezeichnete Auszüge aus Bernard Shaws Man and Superman, wonach Dr. Pierce die Geschichte erzählte, wie das Stück zusammen mit Nietzsches Philosophie die Entwicklung seiner Religion beeinflußt hatte. Ich denke, McNeel erwartete einen etwas überdurchschnittlich raffinierten Hinterwäldler mit Obertönen von Bauernfänger und Imperial Lizard [Anm. d. Ü.: Rang beim Ku Klux Klan]. Was er bekam, lag näher an einem lebenden Pythagoras.

Dr. Pierces Optimismus erwies sich wie der vieler energischer und engagierter Männer als gerechtfertigt. Die Dinge verbesserten sich nicht allzu lange nach meinem winterlichen Besuch wirklich auf The Land. Fred und Marta Streed, Will Williams, Ron McCoskey, Herbert Horton, Hadding Scott, Robert Pate, Joe Pryce, Evelyn Hill, Jerry Abbott, Bob DeMarais und viele andere erzielten mit ihrer Hilfe eine echte Wirkung. American Dissident Voices wurde begonnen, dann der Newsletter Free Speech. Bücher, Audiobänder und Videos vervielfachten sich. Neue Gebäude wuchsen empor, neue Projekte begannen, und die Abonnenten- und Mitgliederlisten begannen wieder zu wachsen.

William Pierce hatte einen Geist des Niemals-Aufgebens, der beinahe unbegreiflich war. Er leistete ihm gute Dienste. Seine Quelle, denke ich, war ein tiefer Glaube, daß er einer von sehr wenigen Männern sei, die voll das kosmische Ausmaß dessen verstanden, was beim Kampf um das weiße Überleben auf dem Spiel stand, und daß er eine absolute Verantwortung dafür hätte, ungeachtet der Chancen ohne Ende danach zu streben, seinen beträchtlichen Beitrag zu leisten – eine Aufgabe, die niemand sonst für ihn erledigen konnte – um diesen Kampf zu gewinnen.

Was da auf dem Spiel stand, ging weit über die Besorgnisse hinaus, die er oft in seinen Schriften und Radiosendungen ansprach. Weit wichtiger als sichere Nachbarschaften und niedrigere Raten von Geschlechtskrankheiten und anständige Schulen war das sich entwickelnde Bewußtsein des Universums, dessen Vorreiter eine kleine, aber nicht davon zu trennende Untergruppe unserer Rasse war und die nach kosmischen Zeitmaßstäben in einem Moment vernichtet werden könnte, wenn es nach dem organisierten Judentum ging.

Stimmt, er machte seine Aufrufe in seinen Radiosendungen auf Basis der Probleme des Augenblicks – weil er es mit einem Massenpublikum zu tun hatte, von dem er wollte, daß es sich in seine Richtung bewege. Aber hinter all dem, hinter allem, was er tat, und jede andere Erwägung überschattend, war die Notwendigkeit, daß unsere Rasse wieder mit dem Aufstieg auf dem beginnt, was er den Aufwärtsweg nannte. Nur drei Jahre vor seinem Tod traf Dr. Pierce die schicksalhafte Entscheidung, Resistance Records zu kaufen, ein Label und Verkaufsunternehmen, das sich auf Skinhead-Musik spezialisierte. Dr. Pierce sagte mir privat, daß er den Großteil der Musik nicht zum Anhören fand, sogar abstoßend, und daß sie zum Großteil jedes übertriebene „Hasser“-Stereotyp verkörperte, das die Juden mit Freuden jedem anzuhängen versuchten, der wollte, daß seine Kinder jemanden aus der eigenen Rasse und vom anderen Geschlecht heiraten.

Nationalsozialismus-als-Kult (etwas, das Dr. Pierce stark ablehnte) gab es überall bei Resistance – grelle Szenen von SS-Männern im Kampf, umgewidmete Plakate und Uniformen aus dem Zweiten Weltkrieg (oder absurde Parodien von Uniformen), und Verweise darauf, „Leute in Öfen zu werfen“, und mehr Malteserkreuze, als sich die Hell’s Angels jemals erträumten. Und wo die schmalzige Ästhetik auslief, übernahm die Skinhead-Ästhetik – eine Ästhetik der Hässlichkeit, völlig fremd für Männer und Frauen, die Breker und Canova schätzen, Parrish und Waterhouse, St. Gaudens und Phidias. Die Grafikkünstler, die die CD-Hüllen entwarfen, dachten anscheinend auch, daß es der Zweck weißer Flächen sei, eine höhere Dichte von Hakenkreuzen zu ermöglichen.

Ich übertreibe vielleicht die visuellen Sünden von Resistance – ein bißchen. Aber ich brauche die Verkommenheit eines Großteils der Musik nicht nur nicht zu übertreiben, sondern ich glaube, daß das in Wirklichkeit unmöglich wäre. Einiges von der durch Resistance beworbenen „Musik“ war so widerlich, daß es kaum zu glauben ist. Ich kann nur mit Schwierigkeiten über das Schlimmste davon schreiben. Von Liedern, die fröhlich Enthauptungen mit der Kettensäge beschreiben (und das Lagern der abgetrennten Körperteile angeblicher Feinde in einem Gefrierschrank) bis zu Bands mit Namen wie „Anal Cunt“ und „Vaginal Jesus“ geht die Liste immer weiter. Nur Soziopathen könnten von solchem Müll angezogen werden.

Nun, sicher, es wurde auch einige hörenswerte Musik von Resistance verkauft. Und es gab und gibt sehr noble Männer und Frauen, die durch die Skinhead-Subkultur hochgekommen sind. Ich bin einigen begegnet. Und diese Subkultur war insofern beeindruckend, als sie ganz unabhängig ein Ethos des Widerstands gegen den Genozid an den Weißen entwickelt hatte. Aber insgesamt war sie mit einem beträchtlichen Prozentanteil abstoßend unwissender Leute belastet, die sich ihr aus all den falschen Gründen angeschlossen hatten: diejenigen, die auf keinen Fall anderswo akzeptiert werden oder eine Partnerin finden könnten; diejenigen, deren Zorn auf die Gesellschaft durch absichtliche Verletzung jedes Standards und moralischen Wertes ausgedrückt wurde, um die verhassten „Normalen“ zu bestrafen und zu empören; und diejenigen, die tatsächlich von dem „Nazi“-Bild der kontrollierten Medien von sadistischen Rohlingen angezogen wurden, die Spaß daran haben, die Schädel von Unschuldigen zu zerschmettern, Zigaretten in den Augen von Babies auszudrücken und ähnlich männlichen und heroischen Handlungen.

Um fair gegenüber Dr. Pierce zu sein: die allerschlimmsten CDs wurden nicht unter seiner Leitung veröffentlicht (Ich half bei der Bildung des National Alliance Executive Committee, das später den Müll zu entfernen versuchte, bevor ich und all seine Mitglieder von der nachfolgenden Führung der Alliance hinausgeworfen wurden, deren Verständnis von Dr. Pierces Vision man in ein Kleeblatt falten und dabei immer noch Platz für Michael Chertoffs Herz lassen könnte) – aber es gab dennoch eine Menge Unrat, der schon unter seiner Leitung herauskam.

Wenn ich über den Prozentanteil der Alliance-Mitglieder vor der Fusion mit Resistance spekulieren müßte, die wahrlich die kosmischen Implikationen unseres Kampfes verstanden, würde ich sagen, daß er vielleicht bis zu 30 Prozent ausmachte. Aber von den neu Rekrutierten, die über Resistance zu uns kamen, würde ich sagen, daß es nur ein Zehntel davon war – bestenfalls.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, daß nach Dr. Pierces Tod ein großer Teil der neuen Führung der Alliance ihre Wurzeln bei Resistance oder in der „Szene“ hatten, die Resistance umgab. Und nachdem jene ausgeschlossen worden waren, die sich gegen die schlimmsten Elemente dieser neuen Führung ausgesprochen hatten, bestanden die Mitglieder fast zur Gänze aus jenen, die bereit waren, solche Führer zu akzeptieren – oder die in der Hoffnung auf kommende bessere Zeiten so verrückt optimistisch waren wie jene, die tatsächlich Los Angeles gesehen haben und trotzdem immer noch glauben, daß wir „Amerika wiederherstellen“ können. Ich entschuldige mich für meine Rolle bei der Ermutigung zu solchem Optimismus.

Dr. Pierce anerkannte damals die meisten dieser Bedenken. Aber er wollte Ergebnisse, sagte er, und sich der Skinhead-Musikszene anzunehmen brächte Tausende neuer Leute in unseren Kreis. (Viele Männer, besonders große Männer, die sich für eine Sache einsetzen, die die meisten als verloren ansehen würden, geben etwas von ihrer üblichen Besonnenheit auf, wenn sie sich dem Ende nähern, und wollen einen dramatischen Fortschritt sehen, bevor sie sterben.) Die Alliance könnte, dachte er, selektiv die besten dieser Leute für unsere Reihen rekrutieren und sie alle wirksam und stark beeinflussen. Stattdessen beeinflußten sie die Alliance – geradewegs in den Boden.

Muß ich aufzählen, auf welche Weisen? – die nahezu analphabetischen Radiosendungen nach 2005; die öffentlichen Treffen, wo Spucken und bloße Oberkörper (besonders bei Leuten, die nie ohne Hemd unterwegs sein sollten) üblich wurden; die jungen Männer mit erweiterten Pupillen, die am dringendsten mit einem die Feinheiten des „Tages des Stricks“ diskutieren wollten und wie sehr sie eine besonders beliebte Nebenszene in American History X nachempfinden könnten; die offizielle Publikation der Alliance, die ein bestimmtes berühmtes Bauwerk in Italien – kein Scherz! – als den „Schiefen Turm von Pizza“ bezeichnete. Es ist zu deprimierend, um fortzufahren.

Sein Mikrofon ist nun verstummt, obwohl einige wenige Getreue und Talentierte dafür sorgen, daß seine Stimme von einer neuen Generation auf YouTube und anderswo gehört wird. Seine größten Werke bleiben relativ unbekannt, während seine Stegreifunterhaltung für Anfänger immer noch berühmt ist. Es werden jedoch jetzt Bemühungen unternommen ( http://www.williamlutherpierce.blogspot.com/ ), seine Schriften in zusammenhängender, verläßlicher Form verfügbar zu machen.

The Land und die vielen Hunderttausenden von Dollars an Investitionen und Infrastruktur, deren Schaffung – und Einsatz im Kampf um das Überleben unserer Rasse – William Pierce sein Leben widmete, sind von den Unwürdigen geerbt worden, den Verwirrten, den bloß Ehrgeizigen und den Unfähigen. Viel wertvollere Schreib- und Veröffentlichungstätigkeit wird vom ehemaligen Mitarbeiter Jerry Abbott in seinem nahegelegenen Anwesen in den Bergen in einer Woche geleistet, als auf The Land in den letzten sieben Jahren geleistet wurde.

Auch wenn seine Organisation – für die er unerklärlicherweise einen Nachfolger auszuwählen verabsäumte, als er wußte, daß er sterben würde – effektiv erloschen ist, hat William Pierce den Geist Tausender Männer und Frauen dafür geöffnet, was in diesem sich entfaltenden Universum wahrlich real ist. Die meisten von uns sind immer noch am Leben. Und dank ihm haben wir für Untätigkeit nicht die Ausrede der Unwissenheit. Das Schicksal unseres Volkes und die Förderung der einzigen Sache, die wirklich zählt, sind gänzlich unsere Aufgabe.

Die Sonne hat das Nebelmeer an diesem Morgen weggebrannt, und wenn ich die Felder und Wälder unter mir ansehe, denke ich, daß das, was mir wie das verborgene Paradies jenseits von Ultima Thule erschien, in Wirklichkeit vielleicht doch nur das schlichte alte West Virginia ist. Vielleicht haben die Einheimischen recht: vielleicht sollte das, was Dr. Pierce The Land nannte, zu seinem alten Namen Turkey Buzzard Flats zurückkehren. Vielleicht sollte ich auch hier verschwinden – die gegenwärtigen Bewohner hätten mir sicherlich nie die Erlaubnis erteilt, daher habe ich mir nicht die Mühe gemacht zu fragen. Vielleicht sollte ich den Hügel runtergehen und mich südwärts in die Wälder nahe den Wohnwagen verdrücken, obwohl ich bezweifle, daß sie vor zehn Uhr aufstehen.

Ich sollte jetzt hinuntergehen – aber nein. Es gibt einen weiteren Pfad, auf dem der Fußabdruck eines hochgewachsenen Mannes immer noch sichtbar ist. Er führt aufwärts.

*   *   *   *   *   *   *

Siehe auch William Pierce – Ein Lehrer, Das Richtige tun und Wintersonnenwende 2015: Während die Sonne stillsteht von Kevin Alfred Strom

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: