„Lernt damit zu leben“ – Nizza und der ständig steigende Preis des Multikulturalismus

A body is seen on the ground after at least 30 people were killed in the southern French town of Nice when a truck ran into a crowd celebrating the Bastille Day national holiday

Von Andrew Joyce; Original: “Learn to live with it”: Nice and the Ever-Rising Cost of Multiculturalism, erschienen am 18. Juli 2016 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Lucifex

 

Es ist eine riesige Umwandlung für Europa. Sie gehen jetzt in einen multikulturellen Modus über.“

Barbara Lerner-Spectre, 2010

„Migration und radikaler Islamismus verändern jetzt Europa.“

Nick Cohen, 2015.

Der gebürtige Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel war ein 31jähriger Zustellfahrer und Vater, und bis vor ein paar Tagen war er nur ein weiteres winziges Zahnrad in der multikulturellen Maschine. Abgesehen von einer kleinen Rauferei mit einem Arbeitskollegen wäre Lahouaiej-Bouhlels relative Unbescholtenheit von Liberalen als Erfolgsgeschichte der Einwanderung vermarktet worden. Er ging jeden Morgen von seiner bescheidenen Wohnung in Nizza zur Arbeit, zahlte seine Steuern, machte Mädchen in der Nachbarschaft schöne Augen und war damit jeder Zoll der umgängliche zukünftige Staatsbürger – sicherlich ein Beweis dafür, dass Nationalitäten und Identitäten fließend und austauschbar sind. In Übereinstimmung mit den Prinzipien des multikulturellen Frankreich hatte der ehemalige Tunesier Anspruch darauf, auf Augenhöhe mit denjenigen an der französischen Gesellschaft teilzuhaben, die ihr Nationalitätsgefühl in ihren gallischen und fränkischen Vorvätern verankern können. Und kraft bürokratischer Magie, durch die Ausgabe eines neuen Reisepasses, einer Sozialversicherungsnummer und einer Registrierung im Steuersystem wurde unser umgänglicher Tunesier in einen Franzosen verwandelt – einen Erben, wurde behauptet, desselben französischen Geistes, der Voltaire, Rousseau und Hugo beseelte. [Anm. d. Ü.; Rousseau erscheint mir als kein würdiger Name in dieser Aufzählung; manchen zufolge soll er sogar jüdische Wurzeln gehabt haben, wofür ich aber keine Bestätigung finden konnte.]

In der Nacht des 14. Juli brach dieses oberflächliche Verständnis von nationaler Zugehörigkeit zusammen, als der französische Geist Lahouaiej-Bouhlel genauso schnell und mysteriös verließ, wie er angeblich über ihn gekommen war. Motiviert von den Bestrebungen seiner Volksgenossen in fernen Wüstenklimaten und bewaffnet mit Schusswaffen und Granaten, bestieg der adoptierte „Franzose“ einen großen Lastwagen, bevor er sich auf den Weg zum Epizentrum von Nizzas Feierlichkeiten zum Tag der Bastille machte. Er beschleunigte und fuhr entschlossen und berechnend in Massen von Männern, Frauen und Kindern, kurvte dabei auf der Jagd nach seinen Opfern herum und zog ihre zerschmetterten Glieder unter sein Fahrzeug. Bevor er von der Polizei erschossen wurde, hinterließ Lahouaiej-Bouhlel eine makabre Spur zerbrochener Leben und Körper; kleine Mädchen, die so leblos dalagen wie die gefallenen Puppen neben ihnen.

In einer chaotischen Welt, in der solche Gewalt betäubend in ihrer Häufigkeit ist, war ich von diesem Vorfall erschüttert und entsetzt über die Welt, die meinen Kindern weitergegeben werden wird. Ich wurde besonders durch das obige Bild zornig und traurig gemacht. Vielleicht wegen seiner offensichtlichen Macht bemerkte ich eine sofortige Gegenreaktion in den sozialen Medien gegen die Veröffentlichung von Bildern aus Nizza. Die Heuchelei war verblüffend. Trotzdem er das Opfer der Fahrlässigkeit seines Vaters war, haben Bilder des ertrunkenen kleinen „Flüchtlings“jungen Aylan Kurdi nun schon seit fast einem Jahr als Parole für Multikulturalisten und invasionsbefürwortende Kräfte in unserer Gesellschaft gedient. Zuletzt ist ein 120 Quadratmeter großes Wandbild von der Leiche des Kindes auf eine Brücke in Frankfurt gemalt worden, im Versuch, „die Menschen dazu zu bringen, ihre selbstsüchtigen Ängste vor nach Deutschland kommenden Flüchtlingen emotional zu überdenken.“

Während Bilder von toten Kindern offenbar Freiwild für marxistische Propaganda sind, scheint ein anderer Satz von Regeln in Kraft zu sein, wenn die fraglichen toten Kinder die unbestreitbaren Opfer der hybridisierten Interessen von Ausländern und der Linken sind. Die sozialen Medien waren in der Nacht des 14. Juli fast sofort von Appellen überschwemmt, Bilder von Nizza zu löschen und „die Privatsphäre der Opfer zu respektieren“, oft seitens der Art von „Refugees welcome“-Typen, die bei Kerzenmärschen Plakate von angeschwemmten afrikanischen Leichen schwenken. Unsere Feinde wollen nicht die Art von gesellschaftlicher Aktion, die durch das Bild unseres kleinen französischen Kindes provoziert werden könnte, und wir können somit sicher sein, dass es selten in Berichten der Mainstream-Presse vorkommt und sicher nie „viral“ wird wie das des kleinen Arabers.

Liberale Heuchelei in Aktion

Liberale Heuchelei in Aktion

Von der liberalen Heuchelei einmal abgesehen, haben die Ereignisse in Nizza neuere Aspekte über unsere gegenwärtige Situation enthüllt. Obwohl es kein echter Trost gewesen wäre, die französische Obrigkeit vertrauten Unsinn über „etwas tun“ und „den Radikalismus bekämpfen“ nachplappern zu hören, machte mich die unmittelbare offizielle Antwort auf die neueste Katastrophe in Zusammenhang mit der Invasion Frankreichs sprachlos. Nach der Zermalmung unschuldiger französischer Bürger auf deren eigenem Boden war Premierminister Manuel Valls‘ Aussage, dass Frankreich „mit dem Terrorismus zu leben lernen“ müssen wird, atemberaubend in ihrer Kälte und ihrem Zynismus. Mehr noch, sie markierte einen Bruch mit Jahrzehnten der Vorspiegelung, dass die liberale Weltsicht auf Optimismus, „Fortschritt“ und der Verwirklichung einer wundervollen und friedlichen neuen Gesellschaft beruhe. In einem Frankreich, das sich seit 19 Monaten in einem ständigen Ausnahmezustand befunden hat, war die Botschaft in diesem kurzen Moment kristallklar: Es gibt nichts „Fortschrittliches“ am modernen Liberalismus. Eure Gesellschaft entwickelt sich zurück in Gewalt und Chaos. Eure Nation rutscht in den Abgrund. Und ihr werdet lernen müssen, damit zu leben.

Als ich ein wenig jünger war, hatte ich immer Tagträume davon, in einer früheren Zeit zu leben; einer, in der weltverändernde Ereignisse stattfanden. Es ist eine Versuchung, der viele von uns erliegen können, weil wir nur unsere eigenen Leben gut kennen und wir eine seltsame Tendenz zu der Annahme haben, dass jene in früheren Zeiten irgendwie aufregender oder bedeutender waren. Wenn wir uns jedoch darauf konzentrieren, was in dieser Zeit in Europa und in weißen Nationen überall auf der Welt vorgeht, ist es schwer zu bestreiten, dass wir tatsächlich im schnellsten globalen Wandel in der Geschichte leben, und sicherlich in der brisantesten und gefährlichsten Periode in der Geschichte unserer Rasse. Die Umwandlung Europas in das, was Barbara Spectre mit sinistrer Freude als „multikulturellen Modus“ bezeichnete, ist sowohl von großer Tragweite als auch für uns extrem gefährlich. Alle Zeichen in Europa, und in der Tat in allen weißen Nationen, deuten nun darauf hin, dass wir sogar innerhalb dieses multikulturellen Modus in eine neue, gewalttätigere Phase eintreten. Während ihre ideologischen Fundamente in vorherigen Jahrzehnten gelegt wurden, sind wir nun Zeugen einer steigenden Flut von Unruhe und Scharmützeln, die bedeutendere zukünftige innere Konflikte vorankündigen. Aber müssen wir, wie Valls behauptet, „damit zu leben lernen“?

Liberale belehren uns, dass wir „damit zu leben lernen“ müssen, weil sie uns ein sehr begrenztes Menü an gesellschaftlichen und politischen Möglichkeiten anbieten. Genauso wie wir nie dazu konsultiert wurden, ob wir Masseneinwanderung überhaupt wollten oder nicht, bietet man uns nie die Option, den Multikulturalismus und damit das ideologische und demographische Krebsgeschwür aufzugeben, das unsere Nationen langsam bei lebendigem Leib auffrisst. Das Menü der Optionen wird durch strikte liberale Definitionen der Probleme begrenzt, vor denen wir stehen.

Zum Beispiel wird der Terrorismus in Frankreich nun sehr häufig hauptsächlich als das Ergebnis der französischen Außenpolitik dargestellt. Durch Verlagerung des Kerns des Problems aus Frankreich heraus überzeugen die Kontrolleure des Narrativs die Öffentlichkeit davon, dass die Veränderung von irgendetwas in der heimischen Sphäre sinnlos sei. Selbst wenn inländische Umstände in Rechnung gezogen werden, werde sie in perverser Weise verzerrt und dann dazu benutzt, die Franzosen zu beschimpfen und ihnen die Schuld an der Gewalt zu geben, die ihnen angetan wird.

Nehmen Sie zum Beispiel Pierre Haskis teuflischen Vorwurf, dass die Franzosen nicht großzügig genug gegenüber ihren Neuankömmlingen gewesen seien und dass Frankreich „den Preis dafür bezahlt, dass es die Entwicklung von Ghettos in seinen Vorstadtgebieten und einer entrechteten Jugend zugelassen hat, die sich in der allgemeinen französischen Gesellschaft nicht willkommen fühlt.“ All diese Behauptungen und Interpretationen drängen vorstellbare Handlungen und Ergebnisse in einen intellektuellen Flaschenhals, der umfassendere Lösungen ausschließt.

Im Gegensatz dazu ist Nationalismus auf ethnischer Grundlage die einzige Ideologie und Weltsicht, die darauf beharrt, dass wir nicht mit der gegenwärtigen zerbrochenen und gewalttätigen Natur unserer Gesellschaften leben müssen. Ich bestreite nicht, dass das Eingreifen der Franzosen in die Angelegenheiten fremder Nationen kontraproduktiv und in vielen Fällen sinnlos gewesen ist. Der daraus resultierende Zusammenprall zwischen einheimischen europäischen Idealen (Menschenrechte, Redefreiheit, Demokratie) und primitiveren Gesellschaften mit radikal kollektivistischen, auf Sippe beruhenden Historien hat nicht zu internationaler Harmonie geführt.

Jedoch werden Menschen nicht wegen der französischen Außenpolitik auf den Straßen Frankreichs getötet. Menschen werden auf den Straßen Frankreichs getötet, weil die Täter Moslems sind und Frankreich den größten Moslemanteil relativ zu seiner allgemeinen Bevölkerung in Europa hat – das Ergebnis davon, wie der Islamterrorexperte Jason Burke aufzeigt, dass Frankreich „große Zahlen von Arbeitern aus ehemaligen oder existiernden Kolonien exportierte, um beim Wiederaufbau nach dem Krieg zu helfen.“ In einem ethnisch homogenen Frankreich könnten die Franzosen beliebige außenpolitische Optionen verfolgen, bei denen die einzigen Rückwirkungen auf die abenteuernden Soldaten der Nation fallen würden. Der moderne Terrorismus gedeiht, weil der Multikulturalismus nationale Grenzen verwischt und damit die Frontlinie jedes vorstellbaren Krieges. Die auswärtige und die inländische Sphäre werden eins, wenn die menschliche Geographie flüssig wird. Unsere Leute trösten sich zu oft mit dem Gedanken, dass der Islam im „Nahen Osten“ ansässig ist, ohne zu begreifen, dass der Multikulturalismus „den Nahen Osten“ an ihre Türschwelle gebracht hat. Der Multikulturalismus ist das sicherheitsmäßige Äquivalent dazu, dass eine Armee ihre Gegner einlädt, das Schlachtfeld zu überqueren und Feindseligkeiten in ihren eigenen Gräben zu beginnen.

Der Multikulturalismus hat auch neue und sich entwickelnde Mikrokulturen befeuert, die auf Aggressionen von Minderheiten aufbauen, und die offene Ablehnung der liberalen Fantasien von Assimilation und Integration seitens der Minderheiten. Dies ist teilweise mit der offenkundigen Unfähigkeit mancher Minderheiten verbunden, besonders jener mit niedrigem IQ, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, selbst wenn die Waage durch liberale Bemühungen um Gesellschaftsklempnerei zu ihren Gunsten geneigt wird. Die daraus resultierenden Frustrationen befeuern allmählich eine Entwicklung von der Ablehnung von Assimilation und Integration bis zu Angriffen gegen die weiße Gesellschaft als Ganzes.

Obwohl der Prozess unter Arabern wegen der Religion beschleunigt worden ist, ist dasselbe Muster auch unter afrikanischen Populationen in weißen Nationen zu beobachten. Trotz einer beträchtlichen schwarzen Mittelklasse (die in bedeutendem Umfang das Ergebnis einer Politik der „affirmative action“ ist) ist die große Mehrheit der schwarzen Bevölkerung im ganzen Westen unfähig, sich an eine zeitgenössische Gesellschaft anzupassen, die Impulskontrolle und kognitive Kompetenz verlangt. Das gegenseitige Überspringen von Frustrationen hat sich im Entstehen dessen manifestiert, was Burke als “gansta jihad” bezeichnet – die Kreuzbestäubing der schwarzen Subkultur mit dem Islam, die in einer „niedrigen, ultrabrutalen Kultur“ resultiert, die zusammen mit der schnell wachsenden schwarzen Militanz sicherlich die Speerspitze einer schließlichen Massengewalt gegen Weiße bilden wird. Dieses eingebaute und unvermeidliche Versagen des Multikulturalismus ist in Frankreich besonders akut gewesen, war aber in jeder westlichen Nation zu beobachten.

Während das multikulturelle Krebsgeschwür langsam Metastasen bildet, hat Frankreich sich bis dato in einem Zustand der durch die Medien herbeigeführten Sedierung befunden. Eine Studie des Pew Research Centre früher in diesem Jahr berichtete, dass nur „24 Prozent der Franzosen glauben, dass die Vielfalt Frankreich zu einem schlechteren Ort zum Leben gemacht hat. Ein höherer Anteil 26 Prozent, sagte, dass sie Frankreich besser mache, während 48 Prozent sagten, dass sie nicht viel Unterschied bewirke.“

In welchem Ausmaß diese Ergebnisse kulturellen Ängsten davor zuzuschreiben sind, als „rassistisch“ zu erscheinen, oder echter Blindheit gegenüber dem Zusammenbruch der französischen Gesellschaft, ist schwierig festzustellen, aber die gedämpfte Reaktion der Franzosen auf ihren gesellschaftlichen Zusammenbruch wird wahrscheinlich weitergehen. Es wird bereits das Narrativ verbreitet, dass der Attentäter von Nizza „seine Ansichten sehr schnell radikalisiert“ habe, als ob so etwas das zugrundeliegende Problem seiner fremden Volkszugehörigkeit und Identität mildern würde. „Schnelle Radikalisierung“ scheint auch ein Teil des Hintergrundes der jüngsten Erschießung mehrerer weißer Polizisten in Dallas durch einen militanten Schwarzen gewesen zu sein, der seine eigenen ethnischen Beschwerden und Bestrebungen hatte. Während man die Religionen, Örtlichkeiten und liberalen Interpretationen austauschen kann, gehören zum Ergebnis unweigerlich weiße Todesfälle durch ethnisch fernstehende Gruppen mit niedrigem IQ, die ihre eigene Vision vom „gangsta jihad“ verfolgen.

Solange die Massen blind gegenüber diesen Entwicklungen bleiben, und solange der absurde und nun sicherlich überflüssige Vorwurf der Islamophobie weiter die öffentliche Meinung im Griff hat, wird Marine Le Pens Front National wahrscheinlich nur sehr bescheidene Gewinne machen. Dies trotz einer klaren und eindeutigen offiziellen Haltung der Partei zu Multikulturalismus und Einwanderung:

Unkontrollierte Einwanderung ist eine Quelle der Spannung in einer Republik, die nicht mehr in der Lage ist, die neue Franzosen zu assimilieren. Ghettos, Konflikte zwischen Volksgruppen, Forderungen von Gemeinschaften und politisch-religiöse Provokationen sind die direkten Folgen der Masseneinwanderung, die unsere nationale Identität untergräbt und eine zunehmend sichtbarere Islamisierung mit den dazugehörigen Ansprüchen sich bringt. Kommunitarismus ist Gift für den nationalen Zusammenhalt.

In jeder vernünftigen und gesunden Gesellschaft würden die Ziele des Front National, die illegale Einwanderung zu eliminieren und kriminelle und arbeitslose legal anwesende Ausländer zu entfernen, als notwendig und vernünftig gesehen werden, besonders im Lichte der Bedrohung, die jene von ausländischer Herkunft gegenwärtig für Frankreich darstellen. Bei der französischen Präsidentenwahl im nächsten Jahr muss die Wahl klar sein: Wollt ihr eine bessere Nation und eine lebensfähige Zukunft für eure Kinder, oder wollt ihr lernen, mit den ständig steigenden Kosten des Multikulturalismus zu leben?

Ich schließe mit Rudyard Kipling’s The Stranger. Dessen vielleicht scharfsinnigste Strophe befasst sich mit der Unfähigkeit des Autors zu bestimmen, welche Mächte „den Fremden“ beherrschen und welche „Gründe seine Stimmung umschwenken lassen“, noch wann „die Götter seines weit entfernten Landes wieder Besitz von seinem Blut ergreifen werden.“ Solche Besorgnisse kommen Liberalen nicht in den Sinn, weil sie annehmen, dass der moderne Staat und das ihn begleitende marxistische Dogma über Rasse, Nationalität und Identität die Macht überwunden haben, die jegliche solche „Mächte“, „Gründe“ oder „Götter“ über ihre importierten Lieblinge haben mögen.

The Stranger within my gate,

He may be true or kind,

But he does not talk my talk—

I cannot feel his mind.

I see the face and the eyes and the mouth,

But not the soul behind.

The men of my own stock,

They may do ill or well,

But they tell the lies I am wonted to,

They are used to the lies I tell;

And we do not need interpreters

When we go to buy or sell.

The Stranger within my gates,

He may be evil or good,

But I cannot tell what powers control—

What reasons sway his mood;

Nor when the Gods of his far-off land

Shall repossess his blood.

The men of my own stock,

Bitter bad they may be,

But, at least, they hear the things I hear,

And see the things I see;

And whatever I think of them and their likes

They think of the likes of me.

This was my father’s belief

And this is also mine:

Let the corn be all one sheaf–

And the grapes be all one vine,

Ere our children’s teeth are set on edge

By bitter bread and wine.

Übersetzung von Lucifex (ohne Rücksicht auf Reim und Versmaß):

Der Fremde innerhalb meines Tores,

er mag treu sein oder freundlich,

aber er spricht nicht wie ich –

ich kann seinen Geist nicht fühlen.

Ich sehe das Gesicht und die Augen und den Mund,

aber nicht die Seele dahinter.

Die Männer meines eigenen Stammes,

sie mögen Schlechtes oder Gutes tun,

aber sie erzählen die Lügen, die ich gewohnt bin,

sie sind an die Lügen gewöhnt, die ich erzähle;

und wir brauchen keine Dolmetscher

wenn wir ans Kaufen oder Verkaufen gehen.

Der Fremde innerhalb meiner Tore,

er mag böse sein oder gut,

aber ich kann nicht sagen, welche Mächte seine Stimmung kontrollieren –

welche Gründe seine Stimmung umschwenken lassen;

noch wann die Götter seines weit entfernten Landes

wieder Besitz von seinem Blut ergreifen werden.

Die Männer meines eigenen Stammes,

bitterböse mögen sie ein,

aber wenigstens hören sie die Dinge, die ich höre,

und sehen die Dinge, die ich sehe;

und was immer ich von ihnen und ihresgleichen denke,

das denken sie von meinesgleichen.

Dies war meines Vaters Überzeugung

und dies ist auch die meine:

Lasst das Korn alles eine Garbe sein –

und die Trauben alle von einer Rebe,

ehe unsere Kinder genervt werden

von bitterem Brot und Wein.

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4 Kommentare

  1. Zu den beiden jüdischen Zitaten am Anfang dieses Artikels hätte noch ein drittes gepasst:

    „Die multikulturelle Welt ist schnell, hart, grausam und wenig solidarisch.“
    Daniel Cohn-Bendit

    Antworten
  2. pils

     /  Juli 20, 2016

    Ich habe den Text noch nicht gelesen aber es macht den Eindruck, wenn man die Ereignisdichte betrachtet, als sollten wir uns an den Irrsinn gewöhnen. Ihn als normal empfinden. Aber irgendwie habe ich den Verdacht wir blenden das ganze Theater irgend wie aus. Bei mir auf der Dienststelle werden diese Themen mal kurz angesprochen sind aber nicht so richtig Tagesgespräch. Man regt sich lieber über zugemüllte Freibäder und die dafür verantwortliche Kulturellebereicherung auf als über Axtattentäter aus Afganistan. Also die Wirklichkeit ist wichtiger als die Illusion.

    Antworten
  3. Kleiner Eisbär

     /  Juli 21, 2016

    Auch dieses jüdische Zitat kam mir spontan in den Sinn.

    „Mounk: Vor allem geht es um mehr als ein kurzes, fremdenfreundliches Sommermärchen. In Westeuropa läuft ein Experiment, das in der Geschichte der Migration einzigartig ist: Länder, die sich als monoethnische, monokulturelle und monoreligiöse Nationen definiert haben, müssen ihre Identität wandeln. Wir wissen nicht, ob es funktioniert, wir wissen nur, dass es funktionieren muss.“

    http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-139000005.html

    Einzigartiges Experiment…

    Antworten

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