Alles, was sie haben, ist Furcht

A concept image of an eerie corridor in a prison at night showing jail cells dimly illuminated by various ominous lights and a bunch of cell keys laying ominously on the floor

Von Jack Donovan, übersetzt von Deep Roots. Das Original All They Have Is Fear erschien am 29. November 2015 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

 

Progressive benutzen die natürliche Furcht jedes Mannes, Furcht zu zeigen, um ihn zu manipulieren – indem sie falsche „Phobien“ erfinden und unterstellen, daß er sich vor allem fürchtet, was sie nur wollen. Aber wovor Männer sich wirklich fürchten, sind die rechtlichen, gesellschaftlichen und finanziellen Konsequenzen, die mit der Anfechtung der progressiven Agenda verbunden sind.

Progressive haben nur einen guten Trick, und Männer fallen ständig darauf herein.

Sie nennen euch einen Feigling, damit ihr tut oder sagt, was immer sie wollen, um zu beweisen, daß ihr kein Feigling seid.

Wenn sie wollen, daß ihr eine Gruppe von Außenseitern akzeptiert, bezeichnen sie euch als xenophob, um jegliche rationalen Besorgnisse abzutun, die ihr über die Motivationen von Fremden haben mögt. Die einzige Art zu beweisen, daß ihr keine irrationale Furcht vor Fremden habt, ist, sie mit offenen Armen und ohne Fragen willkommen zu heißen.

Wenn ihr die geistige Gesundheit eines Mannes in Frage stellt, der nicht sein kann, „wer er wirklich ist“, bis irgend jemand ihm chirurgisch seinen Pimmel entfernt, nennen sie euch transphob. Die einzige Art zu beweisen, daß ihr euch nicht vor Trannies fürchtet, besteht in der Zustimmung, daß Transsexuelle nicht nur geistig normal sind, sondern heroisch, und in jeder Damentoilette willkommen geheißen werden sollten.

Wenn ihr irgendeine Forderung irgendeiner Frau ablehnt, „fürchtet ihr euch nur vor einer starken Frau.“ Dieser Vorwurf ist so oft wiederholt worden, daß ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung tatsächlich zu glauben scheint, daß Männer sich in ihrem Wesenskern grundsätzlich vor jeder Frau mit „Haltung“ fürchten. Darin liegt wahrscheinlich etwas Wahrheit, aber nur in dem Ausmaß, daß Männer lieber der frustrierenden Realität ausweichen, daß unabhängig davon, wie stark eine Frau zu sein behauptet oder was sie sagt, kein Mann oder keine Frau auf Erden jemals einem Mann verzeihen wird, sie verdammt nochmal k. o. zu schlagen. Um zu beweisen, daß sie sich nicht vor Frauen fürchten, geben Männer schließlich Frauen, was immer sie wollen, weil sie Frauen nicht so die Stirn bieten können, wie sie es untereinander tun.

Progressive kriegen Männer dazu, zu tun, was immer sie wollen, indem sie ihre Furcht davor manipulieren, Angst zu haben. Wenn man diese Manipulation erkennt, wird man sie in nahezu jedem Argument zu sehen beginnen, mit dem an Männer appelliert wird, und in jedem progressiven Narrativ, das über Männer geschrieben wird. Ihre Strategie besteht darin, maskuline Männer, sogar Männer, die im Kampf oder in legitimen heroischen Unternehmungen Mut bewiesen haben, wo sie sich der Furcht gestellt und sie überwunden haben, als hauptsächlich von Furcht und einem Unzulänglichkeitsgefühl getrieben darzustellen.

Es ist vielleicht verlockend zu sagen, daß diese Strategie ein Spiegelbild ihrer eigenen Furcht ist – daß sie so von ihrer eigenen Furcht und Schwäche definiert sind, daß sie sich nicht vorstellen können, daß irgend jemand von irgend etwas anderem außer Furcht motiviert sein kann. Der Progressivismus wird hauptsächlich von Frauen angenommen und gefördert, und von Pädagogen und städtischen Männern, die nicht nur dazu neigen, physisch schwächer zu sein als andere Männer, sondern auch nicht in Selbstverteidigung trainiert und an ihr interessiert sind. Rationalerweise sollten sie sich mehr fürchten als fähigere Männer.

Aber da denken nur ihr und ich wieder mal wie Männer.

Sie sehen die Welt nicht so. Diese Leute sind ihr ganzes Leben lang beschützt worden. Sie sind die Sanftmütigen, die die Erde geerbt haben, und wie alle verzogenen Fratzen haben sie kein auf Erfahrung beruhendes Verständnis dafür, was nötig war, um ihre Welt zu schaffen, oder was zu deren Erhaltung erforderlich ist. Wie eine Erbin, der es egal ist, wo das Geld herkommt, solange sie es weiterhin ausgeben darf, haben sie kein praktisches Verständnis für Gewalt oder für deren Rolle bei der Aufrechterhaltung ihrer Sicherheit.

Wie ich in The Way of Men schrieb, ist die soziale Rolle von Männern während des Großteils der menschlichen Geschichte und Prähistorie um die Verteidigung der Grenzen herum orientiert gewesen. Männer sind an diese Rolle angepaßt, und man kann vernünftigerweise sagen, daß maskulinere Männer mehr an der Einschätzung von Bedrohungen und an der Vorbereitung auf die Befassung damit interessiert sind.

Einer meiner besten Freunde installierte kugelsichere Fenster an seinem Haus, einfach weil es ihm naheliegend erschien. Er ist von Natur aus darauf orientiert, sich als Wächter zu sehen, sich mit Schutz und Verteidigung zu befassen, selbst wenn keine unmittelbaren Bedrohungen vorhanden sind und es nichts gibt, das wirklich geschützt werden muß. Er fürchtet sich nicht mehr als alle anderen. In Wirklichkeit fürchtet er sich wahrscheinlich weniger als die meisten Menschen. Er ist nicht paranoid oder von der Vorbereitung auf Gefahren besessen – ihm macht das Spaß. Er wird davon angezogen, wie Maler vom Malen angezogen werden oder wie es Musiker zum Musizieren hinzieht. Er ist gut darin, und das zu tun, macht ihn glücklich.

Menschen, die ihr ganzes Leben lang beschützt worden sind und die kein Interesse an der Selbstverteidigung haben, sehen sich nicht in der Wächterrolle. Sie haben immer innerhalb der Grenzen gelebt, wie Frauen, Kinder und Gebrechliche. Für die Beschützten ist die Rolle des Schutzes „der Job von jemand anderem“. Sie fühlen sich sicher, weil es in ihrer Natur liegt, darauf zu vertrauen, daß jemand anders sie vor Schaden beschützen wird.

Maskuline Männer sehen Gewalt als ihren Verantwortungsbereich, und die Beschützten sehen Gewalt als die Verantwortung von jemand anders. Bedrohungen sind für sie so abstrakt, wie es die Elektrizität für mich ist. Mein Paps war Elektriker, aber ich habe keine Ahnung davon, wie das Zeug wirklich funktioniert, und es kümmert mich auch nicht, solange die Lichter angehen, wenn ich den Schalter drehe. Ich habe keine Angst, daß die Lichter ausgehen. Ich denke nie darüber nach. Es ist jemand anderes’ Job.

Ich denke nicht, daß Progressive sich die ganze Zeit vor Gewalt fürchten, und ich denke nicht, daß sie begreifen, wie verwundbar sie für uns andere aussehen. Sie sind die rosigsten, plüschigsten, weichsten aller Ziele, aber sie denken nicht über Bedrohungen nach, weil sie nicht denken, daß es ihre Aufgabe ist, sich mit Bedrohungen zu befassen.

Und das werden sie nicht, bis die Lichter ausgehen. Wenn die Lichter ausgehen, werden sie begreifen, wie verwundbar und hilflos sie ihr ganzes Leben lang gewesen sind. Sie werden sehen, was wir die ganze Zeit gesehen haben.

Dies mag der Grund dafür sein, daß sie von Gewalt so tiefgreifend traumatisiert zu werden scheinen, wenn sie passiert, und danach so „getriggert“ von Bezugnahmen auf Gewalt. Wenn man Gewalt erwartet und jemand sich als stärker erweist, wird man deswegen wütend sein, aber man hat eine Möglichkeit, um das zu verarbeiten. Es ergibt Sinn. Wenn man immer angenommen hat, daß Gewalt nur anderen Leuten passiert, und dann passiert sie einem selber… dann wird einem das die ganze Welt auf den Kopf stellen.

Maskuline Männer fürchten sich schon von ihrer Natur her davor, sich zu fürchten. Oder vielleicht genauer: Männer fürchten sich von Natur aus davor, als sich fürchtend gesehen zu werden. Verängstigt auszusehen bedeutet, das der Gewalt vorausgehende zyklische Anstarren, bis jemand wegsieht, zu verlieren. Verwundbarkeit lädt zur Gewalt ein. Es läßt sie leicht erscheinen. Dies ist eine rationale Furcht. Sicher, sie kann zu irrationaler Paranoia kollabieren, aber sofern man nicht in einer Menschenmasse unterzutauchen versucht, warum würde man nicht wie ein hartes Ziel in einer Schar von Jungs in Fleecepyjamas aussehen wollen?

Männer in Gruppen wollen aus denselben taktischen Gründen nicht verwundbar aussehen. Männer wollen nicht in einem Gruppenkontext mit verwundbar aussehenden, ängstlichen Männern in Verbindung gebracht werden, weil Männer, die Schwäche oder Feigheit signalisieren, die ganze Gruppe verwundbar aussehen lassen. Ängstlich zu erscheinen, verringert euren Wert für die Gruppe. Auf der anderen Seite macht es einen zu einem wertvolleren Mitglied der Gruppe, wenn man Mut beweist. Männer wollen nicht, daß es so aussieht, als hätten sie Angst, weil ihr Wert als Männer, ihre Identität – ihre Ehre – eng damit verknüpft sind, daß sie den Ruf haben, zur Verarbeitung und Überwindung von Furcht bereit und fähig zu sein.

Der modernen Zivilisation fehlen ausreichend Gelegenheiten für Männer, anderen Männern ihren Mut zu beweisen, weil die moderne Zivilisation viele Risiken eliminiert hat und der Natur der Sache nach die Mehrheit der Männer innerhalb der geschützten Grenzen leben muß. Die Effizienz der Moderne bedeutet, daß es nicht so viele Wächterjobs gibt, wie Wächter vorhanden sind. Männer haben auch Gelegenheiten dazu verloren, sich innerhalb eng verbundener Männergruppen zu beweisen, weil junge Männer in nahezu jedem Aspekt des modernen Lebens mit Frauen zwangsintegriert werden. Sie werden mit Frauen in der Schule integriert, bei der Arbeit und in fast jedem Fitneßstudio und fast jeder Kampfsportschule. Als Ergebnis dieser Integration tendieren Bindungen unter Männern dazu, schwach zu sein, und wenige junge Männer haben ausreichend Gelegenheit dazu gehabt, eine sichere männliche Identität aufzubauen – ein festes Gefühl dafür, wer sie als Männer innerhalb von Männergruppen sind.

Wie Feministinnen clevererweise hervorgehoben haben, haben viele moderne Männer ein besonders zerbrechliches Gefühl ihres eigenen Wertes als Männer. Sie haben wenig Erfahrung damit, Furcht zu überwinden, keinen Ruf dafür, Mut zu zeigen, und kein Gefühl der Zugehörigkeit in einer Gruppe anderer Männer. Diesen Männern ist dies entweder bewußt oder unterbewußt klar, und es verunsichert sie. Diese Verunsicherung bezüglich ihrer eigenen Männlichkeit macht es leicht, sie mit erfundenen Phobien und grundlosen Sticheleien wie „du fürchtest dich nur vor einer starken Frau“ zu manipulieren.

Der Progressivismus wird als revolutionäre Bewegung präsentiert. Seine Propaganda ermutigt die Leute dazu zu glauben, daß sie irgendeiner Art von mächtigem Bösen „die Stirn bieten“ oder „den Mächtigen die Wahrheit ins Gesicht sagen“, was in Wirklichkeit nur deshalb ohne Gewalt und mit der relativen Straflosigkeit getan werden kann, die progressive „Rebellen“ genießen, weil ihre Ziele entweder deckungsgleich mit den oder unbedrohlich für die Ziele derjenigen sind, die wirklich an der Macht sind.

Wenn die Macht mit Bean Bags [= nichttödliche Schrotbeutelgeschosse] und Tränengas und Gummikugeln auf euch losgeht, seid ihr keine ernsthafte Bedrohung. Wenn die Macht euch als Bedrohung sieht, dann geht sie mit S.W.A.T.-Teams und Apache-Hubschraubern auf euch los.

Der Progressivismus verwendet die Sprache der gewaltsamen Revolution, aber das ist an diesem Punkt reines Melodrama. Progressive Ansichten entsprechen dem Establishment und sind konservativ.

Zum Beispiel ist es nicht mehr „revolutionär“, falls es das jemals war, gegen Rassismus zu sein. Es hat eine systematische Kampagne im Schulsystem, in den Medien, in der Regierung und im Militär gegeben, um jedem in der westlichen Welt zu sagen, daß Rassismus falsch ist. Ihr seid in einer Gesellschaft aufgewachsen, die gegen den Willen vieler eurer Vorfahren zwangsintegriert wurde, wahrscheinlich bevor ihr überhaupt geboren wurdet. Ihr seid positiven Mediendarstellungen von Menschen anderer Rassen ausgesetzt gewesen, vor negativen Vorstellungen über andere Menschen beschützt und von jeder Institution gelehrt worden, daß Rassismus und Stereotypisierung jeder Art moralisch falsch seien. Wenn ihr heute glaubt, daß Rassismus falsch ist, so – um Barack Obamas Worte zu entlehnen – „seid ihr nicht aus Eigenem dorthin gekommen […] Ihr habt das nicht gebaut.“ Ihr habt euch nicht „durch Überlegungen“ vom Rassismus entfernt. Ihr seid nicht aufgeklärt oder weltklug oder entwickelt. Ihr glaubt genau das, was euch zu glauben gelehrt wurde.

Klopft euch selbst auf den Rücken.

In der gesamten westlichen Welt sind bedeutende soziale und finanzielle Risiken damit verbunden, rassistisch zu sein oder als rassistisch wahrgenommen zu werden oder mit Rassisten in Verbindung gebracht zu werden. In den etablierten gesellschaftlichen Kreisen werdet ihr ostraziert werden. Wenn ihr prominent seid, wird eure Karriere vorbei sein. Wenn ihr euch entschuldigt, wird niemand euch glauben, und sie werden den Rest eures Lebens darüber reden. Mainstream-Politiker nennen einander Rassisten und konkurrieren darum, einander in der Abteilung für Wohlfühlvielfalt und Verkupplung von Alibifiguren zu übertreffen. Wenn ihr ein Angestellter seid, kann es euch im Zeitalter der Suchmaschinen buchstäblich erwerbsunfähig machen, wenn man herausfindet, daß ihr ein Rassist seid. Wenn ihr ein Unternehmen habt, könnt ihr boykottiert werden, und andere Unternehmen können eure Konten kündigen, um eine Verbindung mit euch zu vermeiden. Wenn ihr ein Akademiker seid, werdet ihr in den Medien angegriffen werden, und ihr könnt sogar euren Job verlieren, weil ihr zu einem Schluß kommt, der als rassistisch erscheint, ob er nun wahr ist oder nicht. In Europa könnt ihr dafür verhaftet werden, weil ihr etwas offen Rassistisches oder „Xenophobes“ schreibt oder sagt. Etwas über eine andere Gruppe zu sagen, das als rassistisch oder in irgendeiner Weise herabsetzend wahrgenommen werden könnte, ob es nun wahr ist oder nicht, erfordert in Wirklichkeit Mut. Ein „Rassist“ oder „Xenophober“ zu sein, dazu braucht man in Wirklichkeit Eier.

Es gibt keine sozialen, finanziellen oder rechtlichen Sanktionen dafür, daß man sagt, man sei gegen Rassismus oder Xenophobie. Keine. Selbsternannte „Antifaschisten“, die im „Kampf gegen den Rassismus“ eine Gefahrenständer wollen, müssen in Wirklichkeit beschuldigte Rassisten auf der Straße jagen und schikanieren, in der Hoffnung auf irgendeine Art von Rauferei. Und wenn sie es tun, dann tun sie es im Wissen, daß sie von jeglichem potentiellen rechtlichen Ärger durch die Anwälte freigesprochen werden, die sich entweder freiwillig dafür melden, kostenlos vor Gericht für sie „gegen den Rassismus zu kämpfen“, oder dafür von einer beliebigen Zahl gut finanzierter und etablierter antirassistischer Aktivistenorganisationen bezahlt werden.

Es erfordert absolut keinen Mut zu sagen, daß man gegen Rassismus oder Xenophobie ist, weil es absolut keine Risiken gibt. Antirassismus, orchestrierte Integration, Multikulturalismus, Einwanderungsfreundlichkeit, Anti-Xenophobie, Gegnerschaft zu Profiling und Stereotypisierung, „Vielfalt ist unsere Stärke“… dies sind alles Ideen und Grundeinstellungen des Establishments, die gesellschaftlich belohnt und bekräftigt werden. Risiken ergeben sich nur daraus, diese Ideen in der einen oder anderen Art anzufechten.

Wer hat also in Wirklichkeit Angst?

Dasselbe kann von offenem Sexismus, Homophobie, Transphobie und jeder der anderen Initiativen gesagt werden, von denen Progressive sagen, daß sie Männer insgeheim zu Tode ängstigen würden. Wie viele männliche Politiker würden jemals anzudeuten wagen, daß die Dinge besser stünden, wenn Frauen nicht wählen würden, oder wenn sie nie dazu ermutigt worden wären, gleiche Bezahlung und Behandlung am Arbeitsplatz anzustreben? Es ist an den meisten Orten illegal, ein Unternehmen zu gründen, das Frauen als Beschäftigte oder Kundinnen ausschließt, und anscheinend würde einem nicht einmal Gott helfen, wenn man sich weigert, Lesben eine Hochzeitstorte zu backen. Nachdem sie einen in den Medien verleumdet haben, werden sie einen verklagen und finanziell ruinieren.

Jeder männliche Angestellte jeder größeren Firma weiß, daß er gefeuert werden kann, wenn er irgend etwas „Unsensibles“ sagt oder etwas, das möglicherweise von irgend jemand anderem subjektiv als „sexuell“ oder „bedrohend“ wahrgenommen werden könnte. Einem Tätowierungskunden von mir wurde kürzlich von seiner Abteilung für menschliche Ressourcen gesagt, er sei „zu männlich“ und müßte mehr „gender fluid“ sein, weil seine „Sicherheit über sein Geschlecht“ diejenigen, die sich ihres Geschlechts unsicher seien, dazu bringen, sich unwohl zu fühlen. Er wurde ersucht, seinen Bart zu rasieren und Schlabberkleidung zu tragen, um seinen muskulösen Körperbau zu verbergen. Die Harrison-Bergeron-Welt des Generalhandicappers ist keine dystopische Fiktion mehr – sie wird zur dystopischen Tatsache!

Jeder männliche Student und jeder Soldat ist Stunden um Stunden der Ausbildung bezüglich sexueller Belästigung und kultureller Sensibilität unterzogen worden. Sie haben alle Richtlinienerklärungen und Handbücher unterzeichnet, die die Sanktionen dafür erläutern, das „Falsche“ zu tun oder zu sagen oder auch nur anzudeuten. Sie wissen, daß sie bestraft würden, nicht nur von Institutionen, sondern auch von den Menschen, die sie Freunde nennen, und vielleicht sogar von ihren Familien.

Und das ist es, wovor sie sich wirklich fürchten.

Wenn eine Frau sagt, daß sie für gleiche Rechte ist, oder daß sie denkt, daß man Flüchtlingen helfen sollte, oder daß sie gegen Rassismus ist, schreibe ich das der natürlichen Empathie und dem moralischen Signalisieren zu. Sie sagt den Leuten, daß sie von hoher moralischer Tugend ist, beruhend auf den Kriterien der Gesellschaft, in der sie lebt. Statt eine große Sache daraus zu machen, eine Dame zu sein, oder eine Christin, oder eine Jungfrau, signalisiert sie angestrengt die einzige Art von moralischer Reinheit, an der irgend jemandem hier in diesem internationalen Imperium des Nichts etwas liegt.

Wenn ein Mann darauf bedacht ist, mir zu sagen, daß er gegen Rassismus oder Sexismus oder Xenophobie oder Homophobie oder Transphobie oder welche aktuelle Sache auch immer ist…

…dann ist alles, was ich sehe, Furcht.

Er fürchtet sich davor, seinen Job zu verlieren.

Er fürchtet sich davor, Kunden zu verlieren.

Er fürchtet sich davor, von der Schule zu fliegen.

Er fürchtet sich davor, von den Medien verleumdet zu werden.

Er fürchtet sich davor, verklagt zu werden.

Er fürchtet sich davor, sein Haus zu verlieren.

Er fürchtet sich davor, die Unterstützung seiner Freunde und seiner Familie zu verlieren.

Er fürchtet sich davor, seine Ehefrau oder seine Freundin zu verlieren.

Er hat die Handbücher unterschrieben, er hat die Videos und Powerpoint-Präsentationen angesehen. Er kennt die Regeln, und er hat gesehen, was mit Männern passiert, die sie brechen.

Eine Menge Männer fürchten sich davor, auch nur die Gedanken zu denken, die zum Aussprechen der Worte führen, die sie in Schwierigkeiten bringen könnten.

Es ist erschreckend. Ich kapier’s.

Ich wurde erst vor ein paar Jahren beruflich selbständig, und es gibt keine Garantie dafür, daß das ewig dauern wird. Ich habe 20 Jahre lang gearbeitet, Handbücher und Richtlinienerklärungen unterschrieben. Ich habe die verpflichtenden Videos angesehen. Ich komme nicht aus dem Reichtum, und ich habe nie ein besonderes Sicherheitsnetz gehabt.

Ein Mann muß essen.

Aber wo endet das?

Wie viele Phobien werdet ihr sie erfinden lassen, um eure Furcht vor dem Angsthaben auszunützen?

Wie viele unmögliche Dinge werdet ihr zu glauben einwilligen?

Wenn ihr damit aufhört, auf denselben billigen Trick reinzufallen, wie viel öfter werdet ihr mit dem Kopf nicken und die Worte sagen, an die ihr nicht mehr glaubt?

Wenn ich sehe, wie Männer im Fernsehen darüber streiten, wer rassistischer oder sexistischer oder transphobischer ist, und wie sie einander beschämen, als ob sie niemals dieselben Dinge gesagt oder gedacht hätten – Politikexperten und sogar Sportreporter scheinen das jetzt den ganzen Tag zu tun -, dann denke ich mir nur: „Was für ein Haufen verlogener, opportunistischer, geldhungriger Muschis.“

Wenn ich sehe, wie ein Mann sich für „beleidigende Bemerkungen“ entschuldigt, oder noch schlimmer, behauptet, „von Bemerkungen beleidigt zu sein“, dann sehe ich einen verängstigten, verzweifelten Mann.

Vielleicht schützt er damit seine Familie oder Freunde oder sogar seine Angestellten. Das ist legitim. Ich kapier’s. Aber wie oft und wie lange wird er sich so erniedrigen – öffentlich demütig bitten, seine offen ausgestreckte Hand nach außen drehen wie ein verängstigter Schimpanse?

Ich weiß, daß karrierezerstörende öffentliche Erklärungen wahrscheinlich für die meisten Kerle zuviel verlangt sind. Und es ist keine Ehrensache, mit Frauen darüber zu streiten, was sie glauben, sofern man nicht mit ihnen geht.

Aber Männer, ihr könnt damit anfangen, indem ihr euch weigert, Angst zu haben, indem ihr euch weigert, den Kerlen, die ihr jeden Tag seht, Scheiße zu erzählen. Hört auf, einander Scheiße zu erzählen. Hört auf damit, anzunehmen, daß andere Männer die Dinge glauben, die ihr nicht glaubt, und sagt einfach, was ihr wirklich glaubt.

Wenn irgendein Kerl beleidigt wird und euch zu belehren anfängt – wenn er all die Dinge wiederzugeben beginnt, die ihm im College oder von den Medien beigebracht wurden, dann ignoriert ihn einfach. Ihr habt wahrscheinlich nicht wirklich viel gemeinsam gehabt, und er klingt sowieso wie eine Muschi.

Das Leben ist kurz, und die Welt verblödet. Umgebt euch mit Verbündeten, die eure Werte teilen.

Und wenn ihr euch jemals dabei ertappt habt, wie ihr Dinge sagt oder unterstützt, an denen euch in Wirklichkeit gar nichts liegt, weil ihr denkt, daß es das ist, was die Leute hören wollen, wie Patrick Bateman in American Psycho über die Beendigung der Apartheid und des nuklearen Wettrüstens redet, dann hör auf damit, du soziopathischer Drecksack.

Wenn ein anderer Mann euch vorwirft, ein Rassist oder Sexist oder homophob oder xenophob zu sein, dann werft ihm vor, daß er schwach und ängstlich und leicht zu manipulieren ist. Werft ihm vor, daß er zu besorgt um seinen Nettoprofit ist, um selbst zu denken oder zu sagen, was er meint.

Rudert nicht zurück. Qualifiziert diese Scheiße nicht.

Wenn ein anderer Mann euch vorwirft, ein Rassist oder Sexist oder homophob oder xenophob zu sein – dann steht dazu und laßt ihn sich wie eine Muschi fühlen, weil er sich deswegen in die Hose macht.

Progressive wollen euch davon überzeugen, daß ihr euch fürchtet, weil ihr ihnen widersprecht, aber die Wahrheit ist, daß die meisten Männer heute Angst davor haben, ihnen zu widersprechen.

Stellt sie deswegen zur Rede.

Sie fürchten sich nicht vor „starken Frauen“ oder Kerlen ohne Penis oder Schwulenhochzeiten oder „Ausländern“. Sie haben Angst davor, ihre Meinung zu sagen, weil sie sich vor sozialen und finanziellen und in manchen Fällen rechtlichen Konsequenzen fürchten. Das ist eine reale Furcht. Und sie sind sich dessen schmerzlich bewußt.

Stellt sie deswegen zur Rede.

Nennt sie Feiglinge.

Aber wenn ihr das tut, solltet ihr wahrscheinlich auch darauf vorbereitet sein, von einem Kerl ins Gesicht geschlagen zu werden, der sich wirklich zutiefst vor dem fürchtet, was es bedeutet, als sexistisch oder rassistisch oder xenophob etikettiert zu werden, oder was immer sie für andere Angstwörter erfinden, um ihn zu manipulieren.

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Ursprüngliche Quelle und Podcast-Version:

http://www.jack-donovan.com/axis/2015/11/all-they-have-is-fear/

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Siehe auch:

Zompocalypse Now: Amerikas Heimtrainer-Tribalismus von Jack Donovan

Gewalt ist golden von Jack Donovan

Die Bonobo-Masturbations-Gesellschaft von Jack Donovan

Linientreue von Kevin Alfred Strom

Charlton Heston über Waffenbesitz und Political Correctness

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