Frei zu verlieren: Juden, Weiße und der Libertarianismus

Ayn Rand

Ayn Rand

Von Brenton Sanderson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Free to Lose: Jews, Whites, and Libertarianism erschien am 25. November 2011 in The Occidental Quarterly.

 

Anmerkung des Herausgebers [von „The Occidental Quarterly“]: Der untenstehende Essay aus der Herbstausgabe 2011 von „The Occidental Quarterly“ ist einer, den jeder Highschool- und Collegeschüler lesen sollte. Er ist kurz, bündig, gelehrt und hat außergewöhnlichen Erklärungswert!

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Die politische Philosophie des Libertarianismus hat kürzlich in den Vereinigten Staaten eine Welle der Unterstützung erhalten, hauptsächlich in der „Tea Party“-Bewegung und unter den Unterstützern von Ron und Rand Paul. Der Katalysator sind die wahrgenommenen Mißerfolge der Reaktion der Obama-Administration auf die globale Finanzkrise und die nachfolgende Rezession gewesen: eine Reaktion, die von einer ideologiegetriebenen Ausweitung des Regierungseigentums, der Ausgaben und der Regulierung der US-Wirtschaft charakterisiert war, mit einer entsprechenden Verminderung der individuellen Freiheit. In diesem Kontext scheint die Befürwortung des Freimarkt-Libertarianismus ein rationales Korrektiv zu Obamas neomarxistischer Agenda zu sein, angesichts des libertären Engagements für die Maximierung der individuellen Freiheit und die Minimierung des Staates – zu einer Zeit, wo ein aufgeblähter dysfunktionaler Staat den Problemen zugrunde zu liegen scheint, denen Weiße sich gegenüber sehen.

Während es ein Spektrum des Libertarianismus gibt, das die Links-Rechts-Dualität der zeitgenössischen Politik überspannt, wird der Libertarianismus in der heutigen Welt primär mit dem Engagement für Marktliberalismus in Verbindung gebracht, der das Kennzeichen der Österreichischen und Chicagoer Schule der Ökonomie war. Ein Wendemoment in der Geschichte des Nachkriegslibertarianismus war die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an den libertären Theoretiker Friedrich von Hayek 1974. Während der vorhergehenden dreißig Jahre hatten die Wirtschaftstheorien des britischen Ökonomen John Maynard Keynes im ganzen Westen vorgeherrscht. Der Keynesianismus, zu dem staatliche Eingriffe in die Wirtschaft durch „deficit spending“ zur Anregung der Produktion und Beschäftigung gehören, beruht auf der Idee, daß Regierungen handeln können und sollen, um die schlimmsten Unbeständigkeiten des Wirtschaftszyklus zu eliminieren. Durch Manipulation des Bundesbudgets kann eine Regierung theoretisch die wirtschaftlichen Ergebnisse dirigieren.

Der Keynesianismus entstand als Mittelposition zwischen Freimarkt-Libertarianismus und sozialistischer staatlicher Planung. Jedoch stürzte die Stagflationskrise, die mit der OPEC-Ölkrise der frühen Siebziger entstand, den Konsens des Nachkriegskeynesianismus in Turbulenzen. Sie bereitete die Bühne für das Wiedererscheinen politischer Unterstützung für Freimarkt-Libertarianismus und letztendlich für die Wahl von Margaret Thatcher in Britannien und Ronald Reagan in den Vereinigten Staaten – und nachfolgend ihrer Legionen politischer Imitatoren überall auf der Welt. An vorderster Front dieser Renaissance des libertären Denkens stand zusammen mit Hayek eine Gruppe jüdischer Intellektueller, deren Ideen und Einsatz entscheidend für diese Errungenschaft und für die nachfolgende und anhaltende Anziehungskraft des Libertarianismus. Die prominentesten und einflußreichsten dieser Gestalten waren Ludwig von Mises, Milton Friedman und Ayn Rand.

Es ist eines der scheinbaren Paradoxa der politischen Geschichte im vergangenen Jahrhundert, daß Juden als Theoretiker und Aktivisten für vorgeblich gegensätzliche ideologische Kräfte prominent waren: sozialistischer Kollektivismus einerseits, und Freimarkt-Libertarianismus (und Neokonservatismus) andererseits. Jedoch beginnt dieses Paradox zu verblassen, wenn man es durch die Linse von Professor Kevin MacDonalds Theorie des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie betrachtet. Seiner Theorie zufolge entstand der Judaismus historisch als Strategie zur Förderung des wirtschaftlichen Wohlergehens und Fortpflanzungserfolges von Juden als genetisch eigenständiger Population. In „Culture of Critique“ untersucht MacDonald ein Spektrum intellektueller Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen es eine entscheidende jüdische Mitwirkung gab, und schlußfolgert, daß sie eine stillschweigende Agenda der Förderung gruppenevolutionärer Interessen von Juden gemeinsam haben – oft auf Kosten von Nichtjuden. Dementsprechend können sie treffsicher als jüdische intellektuelle Bewegungen betrachtet werden, die in Wirklichkeit post-aufklärerische Manifestationen des Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie sind. Ein Hauptschwerpunkt in „Culture of Critique“ liegt auf der Rolle von Juden bei der Formulierung und Verfechtung marxistischer und kulturmarxistischer Ideologien wie die Kritische Theorie der Frankfurter Schule.

Meine Absicht hier ist nicht zu bestimmen, ob der Libertarianismus wie die Frankfurter Schule eine jüdische intellektuelle Bewegung ist. Dies erfordert eine ausführlichere Behandlung, als hier möglich ist. Hier werde ich erstens untersuchen, warum freimarkt-libertäre Ideen eine starke Anziehungskraft auf eine prominente Untergruppe jüdischer Intellektueller gehabt haben, und zweitens die praktische Auswirkung libertärer Ökonomie und Sozialpolitik auf europäischstämmige Populationen besprechen.

JUDEN UND LIBERTARIANISMUS

In einer Rede vor der Mont Pelerin Society im Jahr 1972 mit dem Titel „Capitalism and the Jews“ erforschte Milton Friedman, vielleicht die entscheidende Gestalt des modernen Libertarianismus nach Hayek, das scheinbare Paradox, daß die Juden, obwohl sie unter dem Kapitalismus gediehen waren, eine zentrale Rolle bei der Formulierung und Verfechtung linker politischer Ideologien gespielt hatten. Er merkte an, daß, trotzdem es den Juden als Volk unter kapitalistischen Gesellschaften sehr gut gegangen war,

„die Juden im vergangenen Jahrhundert ein Bollwerk antikapitalistischer Einstellungen gewesen sind. Von Karl Marx über Leon Trotzki bis Herbert Marcuse ist ein beträchtlicher Bruchteil der revolutionären antikapitalistischen Literatur von Juden verfaßt worden ist. Kommunistische Parteien in allen Ländern, einschließlich der Partei, die die Revolution in Rußland verwirklichte, aber auch heutige kommunistische Parteien in westlichen Ländern und besonders in den Vereinigten Staaten, sind in unverhältnismäßigem Ausmaß von Juden geführt und bemannt worden – obwohl ich mich hinzuzufügen beeile, daß nur ein winziger Bruchteil der Juden jemals Mitglieder der Kommunistischen Partei gewesen sind. Juden sind auch gleichermaßen aktiv in weniger revolutionären Parteien in allen Ländern gewesen, als Intellektuelle, die sozialistische Literatur schufen, als aktive Teilnehmer in der Führung und als Mitglieder.“

Friedman findet dies etwas schwierig mit der Tatsache in Einklang zu bringen, daß „die Juden dem Kapitalismus enorm viel verdanken.“ Es ist offensichtlich, daß es bei den Juden als intelligentem und fähigem Volk immer wahrscheinlich ist, daß sie im Konkurrenzkontext des ungehemmten Marktes gedeihen. Dementsprechend scheint es für Friedman offensichtlich, daß der wahre Feind für jüdische Interessen (und die Interessen anderer fähiger Minderheitengruppen) die Zugangsbarrieren und konkurrenzfeindliche Praktiken sind, die in diversen historischen Fällen ihre volle Teilnahme an den wirtschaftlichen Angelegenheiten einer Nation beschränkt haben. Für Friedman ist es axiomatisch, daß

„das Merkmal des Kapitalismus, das den Juden genützt hat, natürlich die Konkurrenz gewesen ist. Wo immer es ein Monopol gibt, sei es privat oder regierungseigen, gibt es Raum für die Anwendung willkürlicher Kriterien bei der Auswahl der Nutznießer des Monopols – seien diese Kriterien nun die Hautfarbe, Religion, nationale Herkunft oder was immer. Wo es freie Konkurrenz gibt, zählt nur Leistung. Der Markt ist farbenblind. Niemand, der auf den Markt geht, um Brot zu kaufen, weiß oder kümmert sich darum, ob der Weizen von einem Juden, Katholiken, Protestanten, Moslem oder Atheisten angebaut wurde; von Weißen oder Schwarzen. Jeder Müller, der seine persönlichen Vorurteile ausdrücken möchte, indem der nur von bevorzugten Gruppen kauft, ist konkurrenzmäßig im Nachteil, nachdem er sich davon abhält, von der billigsten Quelle zu kaufen. Er kann sein Vorurteil ausdrücken, aber er wird das auf seine eigenen Kosten tun und ein geringeres Geldeinkommen akzeptieren müssen, als er ansonsten verdienen könnte.“

Friedman war von Ludwig von Mises beeinflußt, der 1944 eine ähnliche Ansicht äußerte. Als Identifizierung, warum Freimarktkapitalismus gut für Juden und andere Minderheiten ist, schreibt er:

„In einer unbehinderten Marktgesellschaft gibt es keine rechtliche Diskriminierung gegen irgendjemanden. Jeder hat das Recht, den Platz innerhalb des Gesellschaftssystems zu erlangen, auf dem er erfolgreich arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Der Konsument hat die Freiheit zu diskriminieren, vorausgesetzt, daß er bereit ist, den Preis dafür zu bezahlen. Ein Tscheche oder Pole mag es vorziehen, zu einem höheren Preis in einem Laden zu kaufen, der einem Slawen gehört, anstatt billiger und besser in einem Laden zu kaufen, der einem Deutschen gehört. Ein Antisemit mag darauf verzichten, von einer häßlichen Krankheit durch Anwendung des ‚jüdischen’ Medikaments Salvarsan geheilt zu werden, und auf ein weniger wirksames Heilmittel zurückgreifen. Aus dieser willkürlichen Macht besteht das, was Ökonomen die Souveränität des Konsumenten nennen.“

Eine weitere gefeierte jüdische Libertäre, die dieses Etikett nichtsdestoweniger zurückwies, war Ayn Rand (geb. Alisa Sinowjewna Rosenbaum). Während Rand und ihre Theorie des Objektivismus in der akadmischen Welt nie verbreitet respektiert wurde, hat sie durch ihre Schriften einen enormen populären Einfluß ausgeübt. In ihrem Buch „The Virtue of Selfishness“ (1964) stellte sie auch die Verbindung zwischen dem Ausmaß freier Märkte und dem relativen Fehlen von Diskriminierung gegen Minderheiten in einer Gesellschaft her. Sie schreibt:

„kein politisches System kann universale Rationalität durch Gesetz (oder Zwang) einführen. Aber der Kapitalismus ist das einzige System, das in einer Weise funktioniert, die Rationalität belohnt und alle Formen der Irrationalität bestraft, einschließlich des Rassismus. Ein völlig freies kapitalistisches System hat noch nirgends existiert. Aber was enorm bedeutsam ist, ist die Korrelation zwischen Rassismus und politischen Kontrollen in den halbfreien Volkswirtschaften des 19. Jahrhunderts. Rassische und/oder religiöse Verfolgungen von Minderheiten standen in umgekehrtem Verhältnis zum Ausmaß der Freiheit eines Landes. Der Rassismus war am stärksten in den kontrollierteren Volkswirtschaften wie Rußland und Deutschland – und am schwächsten in England, dem damals freiesten Land Europas.“

Die obigen Behauptungen, jede in die Sprache des ethischen Universalismus gekleidet, enthüllen eindeutig die Hauptanziehungskraft des Freimarkt-Libertarianismus für Juden wie Friedman, von Mises und Rand. Freie Märkte, bestätigen sie, fördern die Interessen von Juden, indem sie Nichtjuden eine unpersönliche ökonomische Disziplin auferlegen, durch die deren Ethnozentrismus und antisemitische Vorurteile umgangen werden können. Daß diese These ein großes Maß an Wahrheit enthält, ist durch die Historie bestätigt, würde ich behaupten: Die Juden sind unter den Bedingungen des Freimarktkapitalismus unter oft feindseligen europäischstämmigen Mehrheitspopulationen tatsächlich gediehen.

Es wird dem Leser jedoch aufgefallen sein, daß, während Friedman, von Mises und Rand gegen die Existenz von Monopolen waren, die „Raum für die Anwendung willkürlicher Kriterien bei der Auswahl der Nutznießer der Monopole“ boten, die Realität die ist, daß die Juden selbst in den freiesten aller Märkte notorisch dafür sind, ethnische Monopole in genau dieser Weise zu entwickeln und einzusetzen. Tatsächlich ist dies ein Hauptthema von MacDonalds „A People That Shall Dwell Alone“ [deutsch: Absonderung und ihr Unbehagen – Auf dem Weg zu einer evolutionären Theorie des Antisemitismus, erschienen im libergraphiX-Verlag; d. Ü.], wo er bemerkt: „vom Standpunkt der Gruppe aus war es immer wichtiger, den Ressourcenstrom von der nichtjüdischen Gemeinschaft zur jüdischen Gemeinschaft zu maximieren, als zuzulassen, daß einzelne Juden ihre Interessen auf Kosten der jüdischen Gemeinschaft maximieren.“

Das massive Ausmaß des jüdischen Nepotismus in ihren Geschäftsbeziehungen ist so erschöpfend dokumentiert (sehr häufig von Juden selber), daß es außer Streit steht. Desgleichen die Seltenheit von Fällen, wo Juden andere Juden in einer Weise rein als Mittel verwenden, die innerhalb der jüdischen Gemeinschaft großen Schock und Trauma erzeugt (siehe die Madoff-Affäre). Angesichts dessen scheint mir, daß, während der freie Markt, wie Friedman, von Mises und Rand behaupten, vielleicht wirksam ethnozentrische Diskriminierung unter Weißen verhindert (einer Gruppe, die MacDonald als aufgrund ihrer Evolutionsgeschichte stark zum Individualismus neigend charakterisiert), der Hyper-Ethnozentrismus der Juden (und der Chinesen) sie dafür prädisponiert, diese vom freien Markt auferlegte „rationale“ Disziplin zu überwinden. MacDonald argumentiert, daß die Neigung dieser Gruppen, „stammesorientierte Wirtschaft“ mit einem hohen Maß an gruppeninterner wirtschaftlicher Kooperation und Patronage zu betreiben, diesen Gruppen „einen außergewöhnlich starken Konkurrenzvorteil gegen individuelle Strategien“ verschafft.

Dementsprechend könnte die libertäre Freimarktagenda, wenn sie im Kontext einer Gesellschaft gefördert wird, die multirassisch ist und in der manche Rassengruppen die Weißen in ihrem Ethnozentrismus übertreffen, nicht die gruppenevolutionären Interessen der Weißen bei der Verbesserung ihres Zugangs zu Ressourcen und Fortpflanzungserfolg fördern. Die Wahrheit dieser These wird, wie ich meine, durch die Tendenz vieler europäischer Regierungen im Laufe der Geschichte bestätigt, Gesetze einzuführen, die Juden von vielen Gewerben und Berufen ausschlossen. Daß solche Gesetze so verbreitet waren und für so notwendig gehalten wurden, läßt sicherlich auf ein aus Erfahrung geborenes Wissen um die Tendenz der Juden schließen, in Konkurrenz mit den individualistischen Strategien der Europäer eine rassisch-kollektivistische Strategie anzuwenden – und darum, daß dies unweigerlich eine jüdische Marktdominanz und damit einhergehende Ausbrüche von Antisemitismus zur Folge haben würde. Daß solche Einschränkungen durch ihre inkonsistente Anwendung auf dem politischen Flickenteppich europäischer Rechtssysteme durch die Geschichte hindurch weniger wirksam gemacht wurden, wurde von Friedman als Rettung für jüdische Populationen betrachtet. Er merkte an:

„Während der ganzen nahezu zweitausend Jahre der Diaspora wurden die Juden wiederholt diskriminiert, in den Aktivitäten eingeschränkt, die sie unternehmen konnten, gelegentlich en masse vertrieben, wie 1492 aus Spanien, und waren oft das Objekt der extremen Feindseligkeit der Völker, unter denen sie lebten. Sie konnten wegen des Fehlens eines totalitären Staates trotzdem existieren, sodaß es immer einige Marktelemente gab, einige Tätigkeiten, die ihnen offenstanden. Insbesondere bedeuteten die fragmentierte politische Struktur und die zahlreichen separaten Hoheitsgebiete, daß der internationale Handel und das internationale Finanzwesen einer genauen Kontrolle entgingen, weshalb die Juden auf diesem Gebiet so bedeutend waren.

Es ist kein Zufall, daß Nazideutschland und Sowjetrußland, die beiden totalitärsten Gesellschaften der letzten zweitausend Jahre (vielleicht mit Ausnahme des modernen China) auch die extremsten Beispiele für offiziellen und wirksamen Antisemitismus bieten… Wenn wir uns der jüngeren Zeit nähern, so waren die Juden am erfolgreichsten in jenen Ländern, in denen der konkurrenzorientierte Kapitalismus den größten Spielraum hatte: Holland im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, und Großbritannien und die Vereinigten Staaten im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Deutschland im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert – ein Fall, der besonders relevant ist, wenn dieser Zeitraum mit der Hitlerzeit verglichen wird.“

Der These zustimmend, daß freie Märkte gut für die Juden gewesen sind, merkt Jerry Muller in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Capitalism and the Jews“ (2010) an, daß die Juden, wenn sie zu gleichen Bedingungen mit Nichtjuden konkurrieren durften, immer unverhältnismäßig erfolgreich waren. Trotzdem ist dieser wirtschaftliche Erfolg für die Juden Grund sowohl für Stolz als auch Verlegenheit gewesen. Er hat manche Antisemiten dazu veranlaßt, den Kapitalismus (irrtümlich) als inhärent jüdisch zu verdammen. Gleichzeitig ist die Realität unterschiedlicher Gruppenleistungen unter Bedingungen gesetzlicher (und angenommener biologischer) Gleichheit für die Linke eine Peinlichkeit und eine Schande. Die Linken haben gelernt, ihre Peinlichkeit unter dem intellektuellen Feigenblatt des „weißen Rassismus“ zu verbergen.

WEISSE UND LIBERTARIANISMUS

Aus dem Vorstehenden scheint ersichtlich, daß Weiße mit der Annahme der libertären Freimarktagenda nur dann in ihrem eigenen evolutionären Interesse handeln werden, wenn sie entweder in einer rassisch homogenen Gesellschaft leben, in der ihre Gruppeninteressen nicht vom nutzenmaximierenden Verhalten von Individuen gefährdet werden, oder in einer multirassischen Gesellschaft, in der konkurrierende Rassengruppen die Weißen nicht in ihrem Ethnozentrismus übertreffen, oder die Weißen in ihrem Ethnozentrismus zwar übertreffen, aber nicht die angeborenen Geistesgaben haben, um dies durch Anwendung altruistischer Gruppenstrategien in Konkurrenz zu den individualistischen Weißen auszunützen.

Die Konsequenz dessen, würde ich meinen, ist, daß die Verwirklichung der libertären Freimarktideologie die Weißen in einer Gesellschaft mit bedeutenden aschkenasisch-jüdischen und ostasiatischen Populationen wahrscheinlich benachteiligt. Zu solchen Gesellschaften gehören sicherlich die gegenwärtigen Vereinigten Staaten und die meisten anderen westlichen Nationen. Im Gegensatz dazu hat die Erfahrung gezeigt, daß es bei anderen Rassengruppen mit ihren relativ geringeren Durchschnitts-IQs trotz ihres vergleichsweise höheren Ethnozentrismus unwahrscheinlich ist, daß die Weiße im Kontext einer freien Marktwirtschaft in der Konkurrenz überholen. Diese Gruppen stellen für Weiße jedoch eine evolutionäre Bedrohung ganz anderer Ordnung dar: mit ihren vergleichsweise hohen Geburtenraten, Verbrechensraten und Wohlfahrtsabhängigkeiten, die den Ressourcentransfer in großem Maßstab weg von weißen Gemeinschaften bedeuten.

Falls der weiße Ethnozentrismus ausreichend verbessert werden könnte, um die Weißen zur Anwendung geschlossener Gruppenstrategien in großem Maßstab zu veranlassen (d. h. Strategien, zu denen einige Kontrollen individuellen Verhaltens – eine Form von Altruismus), dann könnte das wirtschaftliche Spielfeld ausreichend nivelliert werden, um wirksamere Konkurrenz mit Juden zu ermöglichen. Angesichts dessen jedoch, daß aschkenasische Juden einen bedeutend höheren Durchschnitts-IQ haben als Weiße (insbesondere hinsichtlich des verbalen IQ, was ein starkes Anzeichen für kommerzielle Tüchtigkeit ist), würden sie die Weißen in solch einem hypothetischen Konflikt rassischer gruppenaltruistischer Strategien wahrscheinlich konkurrenzmäßig im Allgemeinen immer noch übertreffen. Trotzdem wäre die Übernahme altruistischer Gruppenstrategien in großem Maßstab, selbst wenn sie nur eine teilweise Verbesserung des relativen wirtschaftlichen Wohlergehens von Weißen verglichen mit anderen Rassengruppen bieten würden, die Sache wert.

Eine wesentliche Barriere dafür jedoch, daß die Weißen altruistische Gruppenstrategien übernehmen, sind die Ideologien, die das Meinungsklima (besonders im Schulwesen) in westlichen Nationen heute beherrschen, von denen manche von MacDonald in „Culture of Critique“ untersucht werden und die dazu kalkuliert sind, das Aufkommen von Manifestationen weißen Ethnozentrismus’ zu vereiteln. MacDonald merkt an, daß die Sozialwissenschaften vor einem Jahrhundert von den biologischen Wissenschaften getrennt wurden. Während in den 1970ern eine Art Versöhnung begann, bleiben die Geisteswissenschaften und große Bereiche der Anthropologie weiterhin buchstäblich intellektuelle „Betriebe mit Gewerkschaftszwang“, die den widersprechenden Resultaten der biologischen Wissenschaften entfremdet sind. Tatsächlich ist es angesichts der linken Monopolisierung dieser Forschungsfelder, die in der doktrinären Ablehnung unbequemer Forschungen und Biologie resultierte, kaum überraschend, daß vom Universitätswesen routinemäßig utopischer Sozialismus der naivsten Sorte ausgeht.

Es ist unzweifelhaft einer der Hauptanziehungspunkte des linken Kollektivismus für Juden gewesen, daß der Freimarkt-Libertarianismus – durch die theoretische Entfernung der Möglichkeit staatlichen Zwangs gegen Individuen – Nichtjuden wirksam beim Ausdruck ihres Antisemitismus in ihrem persönlichen Verhalten schützt. Friedman räumt das ein, indem er anmerkt:

„Konkurrenzorientierter Kapitalismus hat es den Juden ermöglicht, wirtschaftlich und kulturell zu gedeihen, weil er Antisemiten daran gehindert hat, anderen ihre Werte aufzuzwingen und Juden auf Kosten anderer Leute zu diskriminieren. Aber die andere Seite dieser Münze ist, daß er Antisemiten davor schützt, daß ihnen die Werte anderer Menschen aufgezwungen werden. Er schützt sie beim Ausdruck ihres Antisemitismus in ihrem persönlichen Verhalten, solange sie das auf ihre eigenen Kosten tun. Der konkurrenzorientierte Kapitalismus hat daher den gesellschaftlichen Antisemitismus nicht eliminiert. Die freie Konkurrenz der Ideen, die der natürliche Begleiter des konkurrenzorientierten Kapitalismus ist, könnte mit der Zeit zu einem Wandel der Geschmäcker und Werte führen, der den gesellschaftlichen Antisemitismus eliminieren würde, aber es gibt keine Versicherung, daß sie das tun wird. Wie es das Neue Testament ausdrückte: ‚In meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen’.“

Im Obigen ist stillschweigend enthalten, daß Antisemitismus im Grunde irrational ist, und daß die Juden, während sie wirtschaftliche Manifestationen des Antisemitismus durch das Wirken des freien Marktes vermeiden können, darauf warten werden müssen, daß die Nichtjuden aufgeklärter werden, damit der gesellschaftliche Antisemitismus verschwindet. In gleicher Weise ist für von Mises „die Wahrheit die, daß, während die Juden die Objekte des Antisemitismus sind, ihr Verhalten und ihre Eigenschaften keine entscheidende Rolle bei der Anstiftung und Verbreitung seiner modernen Version spielten.“ Im Einklang mit jüdischen intellektuellen Bewegungen wie der Freud’schen Psychoanalyse und der Frankfurter Schule wird Antisemitismus daher von jenen Theoretikern des Freimarkt-Libertarianismus als symptomatisch für Wahnvorstellungen oder die Psychopathologie der Nichtjuden charakterisiert statt als großteils rationale und vorhersehbare Reaktion auf eine Bedrohung für die gruppenevolutionären Interessen von Nichtjuden.

Es scheint, daß libertäre Ideen für die kollektiven Interessen von Weißen besonders gefährlich sind, weil wir von Natur aus zu ihnen hingezogen werden. Wie MacDonald anmerkt, läßt unsere evolutionäre Geschichte uns überhaupt erst zum Individualismus neigen. Man bekommt dann eine negative Rückkopplungsschleife, bei der die libertäre Ideologie diesen angeborenen Individualismus intensiviert, um zu immer größerem Individualismus unter Weißen anzuspornen und zu immer größerer Aversion gegen Manifestationen des weißen Ethnozentrismus. Wo der Geist des libertären Freimarkt-Individualismus regiert, maximieren Weiße daher bereitwillig ihren Eigennutz auf Kosten der gruppenevolutionären Interessen der weißen Gemeinschaft – mit katastrophalen langfristigen Konsequenzen.

MULTIKULTURALISMUS, EINWANDERUNG UND LIBERTARIANISMUS

Es ist klar, daß viele der von weißen libertären Individualisten angenommenen Haltungen sauber zu vielen Doktrinen der anti-weißen Linken passen – wofür der Multikulturalismus das Paradebeispiel ist. Der marktbefürwortende Individualismus der westlichen Nationen hat als Nebenprodukt zur Übernahme eines ziemlich seichten Konzepts von Kultur geführt. Viele Westler sehen kulturelle Unterschiede heute so, als wären sie bloß Unterschiede in Geschmäckern und Vorlieben von Konsumenten. In einer konsumorientierten Gesellschaft wird Vielfalt gefeiert – da Vielfalt die Grundlage für Konsumentenauswahl ist. Der Kunde ist König, und er verlangt, daß seine eigenen persönlichen und individuellen Vorlieben befriedigt werden.

Der Multikulturalismus ist daher die natürliche Anthropologie einer konsumentenfreundlichen Wirtschaft. Weil unser eigenes Leben voller personalisierter Wahlmöglichkeiten ist, die alle unserem einzigartigen Geschmack entsprechend gestaltet sind, haben wir zur Kultur eine Haltung im selben Geist entwickelt. Für viele Weiße ist eine Kultur wie eine individuelle Auswahl eines Konsumgutes. Dementsprechend behandelt der naive weiße Multikulturalist Unterschiede zwischen menschlichen Kulturen, als ob sie analog der Vorliebe für Coca-Cola gegenüber Pepsi wären – das heißt, hauptsächlich ein Unterschied in den Konsumentengeschmäckern – die Souveränität des Konsumenten am Werk. Diese Sicht unterscheidet sich jedoch radikal von der in weniger toleranten Traditionen wie dem Judentum und dem Islam enthaltenen Sicht, die Kulturen als Waffen im Kampf um Überleben und Vorherrschaft jener betrachten, die diese Traditionen weiterführen. Es überrascht nicht, daß nichtweiße Einwanderergemeinschaften in einem intellektuellen Klima fast grenzenloser weißer libertärer Toleranz gegenüber kultureller Vielfalt nicht zögern, offen Geringschätzung für europäischstämmige Völker zu äußern und ihre Kultur und ihren zentralen Platz in der historischen Entwicklung der Welt zu verunglimpfen.

Eine große Mehrheit der Juden ist historisch stark für eine libertäre Einwanderungspolitik der mehrheitlich weißen Länder gewesen, in denen zu wohnen sie sich entschieden haben. Daß diese Einstellung im Allgemeinen nicht auf den Staat Israel ausgedehnt wird, ist natürlich eine Quelle der Bestürzung und des Hohns unter weißen Nationalisten. MacDonald hat dieses Phänomen ausführlich untersucht und betrachtet es als grundlegendes Dogma fast aller jüdischen intellektuellen Bewegungen, die historisch aus dem Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie hervorgegangen sind. Interessanterweise erstreckt sich diese zügellose Scheinheiligkeit bis hin zu solchen wie Friedman und Rand. Zum Beispiel war Friedmans Position hinsichtlich der Einwanderung in die Vereinigten Staaten die, daß es – vorausgesetzt,  daß die Einwanderer (aus welcher rassischen oder kulturellen Quelle auch immer) in die Nation kommen, um eine Beschäftigung aufzunehmen, statt um staatliche Wohlfahrt zu beziehen – keinen rationalen Grund gibt, gegen diese Einwanderung zu sein. In Bezug auf die umfangreiche Einwanderung in die Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert meinte er:

„Sie werden kaum eine Seele finden, die sagen wird, daß das etwas Schlechtes war. Fast jeder wird sagen, daß es eine gute Sache war. ‚Aber was ist mit heute? Glauben Sie, daß wir freie Einwanderung haben sollten?’ ‚Oh nein’, werden sie sagen. ‚Wir können heute auf keinen Fall freie Einwanderung haben. Das würde uns mit Einwanderern aus Indien und Gott weiß woher überfluten. Wir würden auf bloßes Subsistenzniveau gedrückt werden.’ Was ist der Unterschied? Wie können Leute so inkonstistent sein? Wie kommt es, daß freie Einwanderung vor 1914 eine gute Sache war und heute etwas Schlechtes?

Nun, in einem Sinne ist diese Antwort richtig. In einem Sinne, in dem freie Einwanderung, wie wir sie vor 1914 hatten, heute nicht möglich ist. Warum nicht? Weil es eine Sache ist, freie Einwanderung in Jobs zu haben. Es ist etwas anderes, freie Einwanderung ins Wohlfahrtssystem zu haben. Und man kann nicht beides haben. Wenn man einen Wohlfahrtsstaat hat, wenn man einen Staat hat, in dem jedem Einwohner ein gewisses Mindesteinkommen versprochen wird, oder ein Mindest-Subsistenzniveau, ungeachtet dessen, ob er arbeitet oder nicht, es produziert oder nicht. Dann ist es wirklich etwas Unmögliches.“

Wenn also ein Job auf ein Individuum wartet – ungeachtet dessen Rasse – wäre es irrational, diese Person auszuschließen. Jedoch erstreckte sich die offenkundige Attraktivität der nicht-diskriminierenden Einwanderung für Friedman nicht auf den Staat Israel. Während Friedman häufig über die sozialistischen Tendenzen verschiedener israelischer Regierungen schimpfte, war er ein starker Befürworter des Ethnostaates Israel, und es gibt keine Aufzeichnung darüber, daß er jemals Israels rassisch restriktive Einwanderungspolitik bemerkt hätte – ganz zu schweigen davon, daß er sie verdammt hätte. Dies beweist sicherlich, daß in solchen Angelegenheiten das eigengruppenorientierte moralische Kriterium, ob es „gut für die Juden“ war, sein unviersales libertäres Engagement für die angeblichen Vorteile einer freien und offenen Einwanderungspolitik übertraf.

Ayn Rand bewies mit ihrer Einstellung gegenüber den jeweiligen Manifestationen weißen und jüdischen Ethnozentrismus’ eine noch größere Fähigkeit zu Heuchelei. Sie erklärte: „so etwas wie kollektive oder rassische Leistungen gibt es nicht“ und verfocht die moralische Überlegenheit ihrer Art von Individualismus, die „den Menschen – jeden Menschen – als unabhängiges, souveränes Wesen betrachtet, das ein unveräußerliches Recht auf sein eigenes Leben besitzt, ein Recht, das sich von seiner Natur als rationales Wesen ableitet.“ Für Rand schloß jedoch „jeder Mensch“ anscheinend nicht die Araber in ihrem Konflikt mit Israel ein. Stattdessen betrachtete sie den Kampf zwischen Israel und den Arabern als Kampf zwischen zivilisierten Menschen und Wilden. Bei einem Auftritt in der „Phil Donahue Show“ 1979 erklärte sie: „Falls Sie meinen, auf welcher Seite man sein sollte – Israel oder die Araber? – würde ich sicherlich sagen, Israel, weil es das fortgeschrittene, technologische, zivilisierte Land inmitten einer Gruppe beinahe völlig primitiver Wilder ist, die sich seit Jahren nicht geändert haben und die rassistisch sind und die einen Groll gegen Israel haben, weil es Industrie und Intelligenz und moderne Technologie in ihre Stagnation bringt.“

In welchem Ausmaß dient also die libertäre Einwanderungsagenda, die von solchen wie Friedman und Rand mit solch offenkundiger Inkonsistenz befürwortet wird, den Interessen von Weißen hinsichtlich der Einwanderungspolitik? Weiße rassische Nationalisten haben im Allgemeinen kein Problem mit Einwanderung per se, sondern vielmehr mit nichtweißer Einwanderung, die das demographische Machtgleichgewicht von europäischstämmigen Populationen weg verschiebt. Wegen ihres strikten Individualismus lehnen Libertäre die Bedeutung von Rasse in menschlichen Angelegenheiten ab. Dies widerspiegelt sich in der Tatsache, daß viele der prominentesten libertären Theoretiker hinsichtlich Einwanderung eine Politik der Nichtdiskriminierung befürworten – obwohl dieses Prinzip selten von jüdischen Libertären auf den Staat Israel ausgedehnt wird.

Die anthropologische Realität ist, wie Frank Salter anmerkt, das genaue Gegenteil der individualistischen Fantasie, die vom Libertarianismus propagiert wird: daß bis zu den letzten Jahrzehnten fast alle menschlichen Gesellschaften wie Israel danach gestrebt haben, permanente Massenmigration in ihrem eigenen gruppenevolutionären Interesse zu verhindern. Westliche Gesellschaften seit etwa 1965 sind die seltenen Ausnahmen gewesen. Salter merkt an:

„Jäger und Sammler und primitive Bauern und Hirten haben alle ein Territorium beansprucht und heftig verteidigt. Ehepartner hat man fast ausschließlich innerhalb der ethnischen Gruppe gefunden, die den örtlichen Dialekt umfaßte. Die psychologischen Motivationen dafür sind in Veranlagungen wie sozialen Identitätsmechanismen, Kollektivismus, Auswahl nach Ähnlichkeit, angeborenes Erkennen von Menschenkategorien und rationale Auswahl gut nachgewiesen. Für evolutionäre Ursprünge von Territorialität und Ethnozentrismus gibt es Hinweise sowohl darin, daß sie bei Menschen universal vorkommen als auch darin, daß man sie bei Menschenaffen findet. Und aus evolutionärer Perspektive, die die begrenzte Tragfähigkeit aller Territorien und der Welt selbst anerkennt, ist es fehlangepaßtes Verhalten zuzulassen, daß die eigene Abstammungslinie – Familie, Clan oder Volksgruppe – von anderen verdrängt wird.

Das vitale Interesse, das alle Gesellschaften an der Kontrolle eines Territoriums haben, hat auch die Behauptung widerlegt, daß die nationale Sicherheit allein in der Verteidigung eines Individuums gegen Angriffe besteht, zum Beispiel indem man Einwanderer auf terroristische Verbindungen überprüft, wie es bereits bei Touristen praktiziert wird. Anders als Touristen wirken Einwanderer sich auf Zahlen, Identität und Zusammenhalt des Aufnahmelandes aus. Gesellschaften haben daher ein gemeinschaftliches Interesse an der Erhaltung der nationalen Souveränität, was mit der Kontrolle eines Territoriums verbunden ist. Dies hilft die historischen Muster zu erklären, daß gemeinschaftliche Freiheit vor die Rechte von Bürgern gestellt wurden. Die Welt in ein so wohlhabendes Land wie Australien einzuladen, hätte die Verdrängung des australischen Volkes innerhalb ihres historischen Heimatlandes zur Folge. Dies ist ein noch schlechteres Ergebnis als Versklavung, weil es permanent wäre.“

Es stellt sich dann die Frage, warum europäischstämmige Völker in westlichen Nationen durch Akzeptanz nichtweißer Einwanderung in großem Maßstab in einer Weise handeln sollten, die gänzlich konträr zu ihren gruppenevolutionären Interessen ist. Ein Teil des Problems ist, wie von MacDonald ausführlich besprochen, daß Nordeuropäer als Produkt ihrer evolutionären Entwicklung inhärent individualistischer und weniger ethnozentrisch sind als andere Rassengruppen. Dies macht sie empfänglich für die Art von Individualismus, der jahrhundertelang der Kern des westlichen Marktkapitalismus gewesen ist – ein Individualismus, der ursprünglich eine Quelle der Stärke war und der erst im Kontext der Etablierung großer nichtweißer Gemeinschaften innerhalb ehemals homogener weißer Nationen problematisch geworden ist.

Während einzelne Weiße von nichtweißer Einwanderung profitieren mögen (wie der Unternehmenseigner oder ein linker politischer Kandidat), ist nichtweiße Einwanderung hinsichtlich ihrer evolutionären Interessen als eigenständige genetische Gemeinschaft ein riesiges Minus. MacDonald hat darauf hingewiesen, daß ethnozentrischere und weniger individualistische Gruppen (am prominentesten die Juden) diese Tendenz der Europäer ausgenützt haben, um Änderungen der Einwanderungspolitik zu betreiben, die ihren eigenen Gruppeninteressen dienen. Ich denke, es ist völlig klar, daß der Libertarianismus von Friedman, von Mises und Rand, ob vorsätzlich oder nicht, die Kulturmarxisten angestiftet und ihnen geholfen hat, den jüdischen Gruppeninteressen hinsichtlich seines Einflusses auf die Einwanderungspolitik in westlichen Nationen zu dienen.

Daher ist es genau diese libertäre individualistische Agenda, die die freie globale Bewegung von Menschen befürwortet, die in Verbindung mit den offen anti-weißen und anti-westlichen Agendas der Kulturmarxisten die demographische Umwandlung westlicher Nationen in den letzten paar Jahrzehnten ermöglicht hat. Wegen ihrer Verleugnung der Bedeutung von Rasse werden Libertäre niemals Verbündete im Kampf zur Rettung weißer Populationen vor demographischer und politischer Zurückdrängung sein. Der Popularitätszuwachs libertärer Ideen unter Weißen wird die weiße Rassensolidarität wahrscheinlich genauso wirksam untergraben wie irgendeine der offener anti-weißen Hausmittel der Linken. Als weiße rassische Nationalisten müssen wir patriotischen weißen Libertären dringend vermitteln, daß rassischer Kollektivismus das einzige wirksame Mittel zur Förderung unserer Gruppeninteressen jetzt und in der Zukunft ist. Es ist eine Lektion, die vor vielen Jahrhunderten von jenen gelernt wurde, die unermüdlich an der Förderung ihrer eigenen gruppenevolutionären Interessen auf unsere Kosten gearbeitet haben – wofür das Judentum das klassische Beispiel ist.

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Brenton Sanderson schreibt auch für den “Occidental Observer”.

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