Der Hintergrund des Verrats (2): Zionismus, die Pariser Friedenskonferenz und die bolschewistische Revolution

HGV2 01 Titel

Das englische Original von Dr. William Pierce ist am 7. Juli 2014 unter dem Titel Background to Treason, Part 2: Zionism, the Paris Peace Conference, & the Bolshevik Revolution erschienen. Der Text wurde von Michael Olanich aus einem längeren Text  mit dem Titel Background to Treason: A Brief History of U.S. Policy in the Middle East, Part 2: From the Balfour Declaration to the Roosevelt Era (1983) aus The National Vanguard für Counter Currents übernommen. Übersetzt von Osimandia.

Im Rahmen der Vorstellung seines Plans, einen absehbaren Krieg zwischen den nichtjüdischen Nationen zur Vorantreibung jüdischer Ziele zu nutzen, hatte Theodor Herzl auf dem ersten Zionistenkongress im August 1897 angekündigt:

„Wenn der große europäische Krieg zu Ende ist, wird sich eine Friedenskonferenz versammeln. Wir müssen für diesen Zeitpunkt bereit sein. “[1]

Als sich dann die Pariser Friedenskonferenz am 18. Januar 1919 tatsächlich versammelte, waren die Juden mehr als bereit: Sie hatten die Karten für die Konferenz sorgfältiger zu ihren Gunsten gemischt, als es jemals ein Falschspieler mit Spielkarten getan hatte. Alle Delegierten der alliierten Mächte – insbesondere die aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten – wurden im Vorfeld angesprochen, manche davon auch wiederholt, sie wurden mit langen Tiraden bearbeitet, bedrängt, bestochen, bedroht und dazu beschwatzt, die Forderung der Zionisten, dass Palästina der Türkei weggenommen und ihnen gegeben werden solle, zu unterstützen.

Juden hatten auch die Finger in der Vorbereitung des Hintergrundmaterials, das dazu benutzt wurde, die Delegierten in die historischen, politischen und wirtschaftlichen Fakten einzuweisen, die für ihre Beratungen notwendig waren. So schlug zum Beispiel eine von der  „Geheimdienstabteilung” der US-Delegation vorbereitete Zusammenstellung von Empfehlungen vor, dass

„die Juden eingeladen werden sollten, nach Palästina zurückzukehren und dort zu siedeln”

und dass die zukünftige Politik die sein sollte,

„Palästina als jüdischen Staat anzuerkennen, sobald es de facto ein jüdischer Staat ist.” [2]

Schließlich strömten die meisten Führungsspitzen der Zionisten nach Paris, sodass sie den Vorgängen bei der Konferenz aus der Nähe folgen und da wo notwendig auch persönlich ihre „Überredungskunst” einsetzen konnten, um die Delegierten auf Linie zu halten. Louis Brandeis ging dort ein und aus; sein Protégé Felix Frankfurter war so gut wie immer dabei; Chaim Weizmann reiste zwischen London und Paris hin und her; Rabbi Stephen Wise kam aus New York; und Bernard Baruch, ein reicher Wallstreet-Spekulant, der mittlerweile einen genauso starken Einfluss auf Präsident Wilson hatte wie Brandeis, war ein offizieller Delegierter des US-Regierung. [3]

Einige der politischen Führer der Alliierten hegten zweifelsohne Sympathie für die zionistische Position, und zwar wegen der Sonntagsschulgeschichten über das „auserwählte Volk” und das „gelobte Land”, die ihnen während ihrer Kindheit eingeimpft worden waren. Anfang des 20. Jahrhunderts waren solche Glaubensinhalte auch unter ansonsten intelligenten und gebildeten Männern in Amerika und Großbritannien immer noch recht weit verbreitet. Das war zum Beispiel ganz offensichtlich beim britischen Premierminister Lloyd George der Fall, der dafür bekannt war, dass er seinen Abgeordnetenkollegen im Parlament von Zeit zu Zeit Vorlesungen aus dem Alten Testament hielt.

Biblischer Aberglaube war allerdings nicht das, worauf sich die Juden verließen. Geld und politischer Einfluss, wobei sie den letzteren durch ihre zunehmende Kontrolle der Presse ausübten, waren ihre Hauptargumente, um die Delegierten zu überzeugen, ihnen das zu geben, was sie wollten. Ihr Einfluss war bei Briten und Amerikanern am stärksten ausgeprägt, wobei ihre praktisch vollständige Beherrschung des schwachen und verwirrten Woodrow Wilson ihre Trumpfkarte war.

Rabbi Wise hat von einem Gespräch berichtet, das er mit Wilson geführt hatte, während die Konferenz tagte:

„‘Herr Präsident’ sagte ich, ‘die Weltjudenheit zählt in ihrer Stunde der Not und Hoffnung auf Sie’. Er legte seine Hand auf meine Schulter und sagte ruhig und fest: ‘Haben Sie keine Angst, Palästina wird Ihnen gehören.’”[4]

Eine derartige Zusage an die Juden stand natürlich vollkommen im Gegensatz zu Wilsons lautstark und weithin erklärtem Prinzip von der „Selbstbestimmung aller Völker,” da das Palästina, das er den Juden versprochen hatte, bereits von einem Volk bewohnt wurde, das auf seine eigene Selbstbestimmung hoffte. Die Wahrheit ist, dass Wilson weit mehr mit dem rhetorischen Eindruck seiner berühmten Vierzehn Punkte befasst zu sein schien, in denen er die Prinzipien aufzählte, die seiner Zusicherung nach die amerikanische Politik bei der Friedenskonferenz leiten würden und die er der Welt am 8. Januar 1918 verkündet hatte, als mit ihrer tatsächlichen Bedeutung.

Er hatte ein Talent, wie ein Anwalt geschickt mit Worten umzugehen und er war randvoll mit all den neuesten liberalen Platitüden über die Erwünschtheit von „Frieden ohne Sieg” und „die Welt sicher für die Demokratie zu machen”, aber schien für die Realität der Lage, auf die sich seine Vierzehn Punkte – sowie seine „Vier Prinzipien” (verkündet am 11. Februar 1918), „Vier Ziele (4. Juli 1918) und „Fünf Besonderheiten” (27. September 1918) – angeblich bezogen, wenig Verständnis und noch weniger Interesse zu haben.

Schon der erste seiner Vierzehn Punkte zum Beispiel rief zu einer Beendigung aller diplomatischen Geheimverhandlungen auf und forderte, dass

„die Diplomatie immer aufrichtig und vor aller Welt getrieben werden”

solle. Man kann sich nur fragen, was der Mann geraucht haben muss, als er auf diese Idee kam, so krass wie sie im Gegensatz zum gesunden Menschenverstand und der menschlichen Natur steht. Tatsächlich ließ er im darauffolgenden Jahr, als er die meisten seiner Friedensverhandlungen in Paris hinter verschlossenen Türen führte, seine eigene Anordnung so auffällig außer Acht, dass sein Außenminister Robert Lansing gezwungen war, ihn wegen des schlechten Eindrucks, den diese Geheimniskrämerei in der Öffentlichkeit hinterließ, zu warnen.

Amerikanische Wirtschaftsdelegation zur Pariser Friedenskonferenz: Bernard Baruch sitzend zweiter von rechts. „Colonel” Edward Mandel House stehend dritter von rechts.

Amerikanische Wirtschaftsdelegation zur Pariser Friedenskonferenz: Bernard Baruch sitzend zweiter von rechts. „Colonel” Edward Mandel House stehend dritter von rechts.

Der sechste von Wilsons Vierzehn Punkten, der alle Nationen zu einer Politik der Nichteinmischung gegenüber den Bolschewisten in Russland aufrief, die damals gerade dabei waren, das Land zu übernehmen und ihre „Klassenfeinde” auf brutalste Art und Weise zu liquidieren, trägt unmissverständlich die Handschrift von Brandeis und Baruch. Die Alliierten waren aus zwei Gründen wegen der Bolschewisten besorgt: Erstens, weil sie Russlands Fähigkeit, weiterhin gegen Deutschland zu kämpfen, schwächten (die Bolschewisten schlossen auch tatsächlich im März 1918 einen Separatfrieden mit Deutschland und zeigten danach auch keinen wirksamen Widerstand gegen die fortwährende deutsche Präsenz in Russland); und zweitens, weil sie befürchteten, der Bolschewismus könne sich in ihre eigenen Länder ausbreiten, wenn man ihm erlauben würde, in Russland erfolgreich zu sein. Diese Sorgen haben in begrenztem Ausmaß zu einer alliierten Militärhilfe für die Weiße Bewegung Russlands (d.h. die anti-bolschewistischen Kräfte) geführt. Wilson, der die Revolution in Russland von Anfang an begrüßt hatte, [5] war ein entschiedener Gegner dieser Hilfe und weigerte sich trotz der Appelle der Alliierten, mehr als ein paar Alibitruppen nach Russland zu schicken, deren Aufgabe auf einen Beobachterstatus beschränkt war.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man Wilsons Beharren auf Nichteingreifen gegenüber den Bolschewisten auf einen fast unfassbaren Grad an Naivität zurückführen, er war ja schließlich der Demokratieverbreiter mit den meisten Flausen im Kopf, und wenn er wirklich geglaubt haben sollte, dass der Zweck von Amerikas Eintritt in den Ersten Weltkrieg der gewesen war, die Welt sicher für die Demokratie zu machen, dann ist es vorstellbar, dass er auch geglaubt haben mag, dass der Erfolg der Bolschewisten in Russland ein Gewinn „für Freiheit in der Welt, für Gerechtigkeit und Frieden” wäre. Aber er hat natürlich in Wirklichkeit nichts dergleichen geglaubt. Er zog Amerika in den Krieg hinein, weil die Leute, die ihn unterstützen, die ihm schmeichelten, die ihn in ihren Zeitungen aufdringlich als „Volkshelden” bewarben und die seine politische Karriere für ihn lenkten, ihm sagten, er solle das tun. Und er sabotierte die alliierte Anstrengung, die Weiße Bewegung gegen die Bolschewisten zu unterstützen, weil die gleichen Leute ihm sagten, er solle auch das tun.

Die Historiker, die Wilsons Haltung zu den Bolschewisten immer noch mit liberalen Flausen im Kopf entschuldigen (viele Liberale teilten Wilsons optimistische Sicht auf die bolschewistische Revolution damals), werden von einer Fülle dokumentierter Beweiskraft Lügen gestraft. Die Vereinigten Staaten hatten diplomatisches Personal in Russland, das den Außenminister zu Hause in Washington genauestens darüber auf dem Laufenden hielt, was sich dort abspielte, und die amerikanischen Militärbeobachter, die als Beruhigungspille für die Alliierten nach Russland geschickt worden waren, lieferten ebenfalls umfangreiche Berichte. Die Botschaft, die aus allen amerikanischen Quellen in Washington eintraf, war stets die gleiche: Die meisten Bolschewisten waren keine Mitglieder des „großen, edelmütigen russischen Volkes” sondern Juden; die meisten Russen waren gegen sie; sie ruinierten Russland und vernichteten die Besten seines Volkes; und sie waren eine Bedrohung für die Welt, die unverzüglich hätte ausgerottet werden müssen.

Die Nationalarchive in Washington enthalten eine Fülle von Berichten des Außenministeriums und des Kriegsministeriums mit diesem Inhalt. Viele der Berichte des Außenministeriums sind schon vor langer Zeit zusammengefasst, in gebundenen Werken nachgedruckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden; und diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist, können von jedem gewissenhaften Rechercheur leicht ausfindig gemacht werden.

Zwei Wochen bevor Wilson dem Kongress seine Kriegserklärung vortrug und fast zehn Monate bevor er die Vierzehn Punkte verkündete, gelangten Informationen nach Washington, die darauf hindeuteten, wer hinter der aufkommenden Revolution in Russland steckte, die sich damals in der Phase einer „Provisorischen Regierung” befand.

Am 19. März 1917 sandte der amerikanische Botschafter David Rowland Francis ein Telegramm von Moskau an Außenminister Robert Lansing. Darin schrieb er:

„Unermesslich wichtig für die Juden, dass die Revolution erfolgreich ist. Wenn Juden solche Fortschritte machen, sollte höchste Diskretion walten, damit die Revolution nicht in eine Phase eintritt, die Opposition hervorrufen könnte…[seitens von] Antisemiten [sic], die hier zahlreich sind.” [6]

Am 2. Mai 1918 sandte der US-Generalkonsul in Moskau ein Telegramm an Lansing, in dem er berichtete:

„… Juden vorherrschend in der hiesigen Sowjetregierung, antijüdische Gefühle wachsen unter der Bevölkerung, die dazu neigt, die nahenden Deutschen als Befreier zu betrachten … deutsche, ukrainische Truppen nähern sich Brjansk, einem Hauptquartier der Roten Armee. Roter Armee mangelt es an Disziplin und Moral, flieht ohne zu kämpfen vor dem Feind und plündert die örtliche Bevölkerung, die bereit ist, die Deutschen als Befreier willkommen zu heißen…”[7]

Der folgende vom 1. März 1919 datierte Bericht von Montgomery Schuyler, Captain des militärischen Geheimdienstes der US-Army, der nachstehend als Foto zu sehen und in voller Länge übersetzt ist, ist viel eher typisch als eine Ausnahme für die Berichte über die bolschewistischen Aktivitäten, die in Washington von amerikanischen diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Beobachtern aus Russland während der Jahre 1917 bis 1919 eingingen. Beachten Sie, dass im dritten Absatz Bezug auf die Befehle, sich nicht in örtliche Angelegenheiten einzumischen, genommen wird.

HGV2 03 Schuyler-Bericht

HGV2 04 Schuyler-Bericht

HGV2 05 Schuyler-Bericht

[Handschriftlich über der ersten Seite vermerkt:] 383.9 Mil. Int. Report, Schuyler

Bitte beziehen Sie sich bei Beantwortung auf Nr. ___________

STEMPEL

DECLASSIFIED DoD Dlr. 5200.9 Sept . 27, 1958 NWR by [signature] Date 8-17-60

 

PERSÖNLICH UND VERTRAULICH

WAR DEPARTMENT AMERICAN EXPEDITIONARY FORCES. SIBERIA . OFFICE OF THE CHIEF OF STAFF INTELLIGENCE SECTION

  1. März 1919

Mein lieber Colonel Barrows:

ich habe gerade Ihren Brief vom 29. Januar erhalten, der mir von Baron Hoven von General Romanowskis Belegschaft, der gerade in Omsk eingetroffen ist, weitergeleitet wurde; ich war natürlich sehr an Ihren Neuigkeiten interessiert, da es mir nicht gelungen war, irgendetwas über die Aktivitäten unserer Offiziere oder was mich selbst angeht, zu erfahren.

Ich hatte befürchtet, dass ich für einige Zeit in Omsk gestrandet sein könnte, selbst wenn die anderen herauskommen sollten; und obwohl ich so schnell wie möglich aufgrund dringender persönlichen Geschäftsangelegenheiten nach Hause zurückkehren will, erkenne ich doch, dass ich hier möglicherweise von größerem Nutzen bin als irgendwo anders. Da es die fünfte Revolution ist, die ich in ihren Geburtswehen beobachte, ist mir diese Arbeit jedoch so vertraut, dass ich zugeben muss, dass sie den Reiz des Neuen für mich verloren hat.

Ich habe nicht versucht, Ihnen irgendetwas über die Lage hier in Omsk zu schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass die Dinge hier dermaßen im Fluss sind, dass alles, was ich Ihnen schreiben würde, zu dem Zeitpunkt an dem Sie es erhalten, wertlos wäre. Lieutenant Cushing bereitet eine Art wöchentlichen Bericht vor, der unter seinem eigenen Namen verschickt werden wird, und der uns beiden für den Augenblick genügen soll. Meine Telegramme waren vielleicht zahlreicher als Ihnen lieb war, und manche der Themen, die ich daran angesprochen habe, sind womöglich von keinem Interesse für unsere Mission. Das war mir bereits bewusst, als ich sie abschickte, aber ich hatte das Gefühl, dass es besser ist, lieber irrtümlich zu viel als zu wenig zu schreiben. Ich halte meine Befehle, mich aus örtlichen Angelegenheiten herauszuhalten und es auch zu vermeiden, Ratschläge zu geben, strikt ein; aber ich muss sagen, dass es sehr schwerfällt, nicht einzugreifen und einfach die Regierung vollständig zu übernehmen.

Die Probleme, denen die Regierung von Omsk sich gegenübersieht, sind  im wesentlichen keine anderen als diejenigen, die in jeder der Geschichte bekannten Bewegung dieser Art vorherrschen, aber das ständig drohende Problem in diesem Fall ist, dass Admiral Koltschak mit dem Material arbeiten muss, das ihm für diesen Zweck zur Verfügung steht, nämlich dem russischen Volk von heute, das als Folge der vergangenen drei Jahre so grundlegend desorganisiert und erlahmt ist, dass es nicht einmal in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, geschweige denn sich selber zu regieren.

Zunächst war der Staatsstreich von Admiral Koltschaks Freunden, im Rahmen dessen er die Rolle des Oberkommandierenden annahm, absolut notwendig, ansonsten wäre ganz Sibirien wie ein reifer Apfel in die Hände der Bolschewisten gefallen. Diese visionäre Ansammlung von  praxisuntertauglichen Theoretikern, mit denen ich einen Abend in einem Zugwaggon auf einem mandschurischen Bahnhof verbrachte – die Herren Avksentiev [ehemaliger Innenminister des Kabinetts Kerenski] und Gesellschaft – war  schlimmer als in der Wolle gefärbte Anarchisten, denn sie waren schwächliche Träumer, die nicht einmal die normale polizeiliche Sicherheit bereitstellen konnten, die in jeder Gemeinde lebensnotwendig ist. Die Kriminalität nahm in den Straßen von Omsk überhand, jede Nacht ereigneten sich Morde und Raubüberfälle auf offener Straße in dieser Stadt, und die bolschewistischen Stadtregierungen überall in Sibirien regelten die Dinge auf ihre eigene Art genauso wie sie es heute in Wladiwostok tun.

Es ist natürlich schwierig, Admiral Koltschaks Position zu legalisieren, tatsächlich ist es sogar unmöglich, denn die Art, auf die er sie erlangte, war nach der Verordnung der sogenannten Regierung zu jener Zeit schlicht und einfach ein Staatsstreich. Sein Status ist jedoch gemäß russischem Gesetz nicht besser oder schlechter als der von jeder der Revolutionsregierungen, die ihm vorangegangen sind.

Anfänglich und aus der Notwendigkeit geboren waren seine Handlungen, die Ordnung wiederherzustellen, autokratisch; er war von der Unterstützung der Armee und insbesondere der Offiziere abhängig, und er hielt die lokale Unordnung mit autoritärer Hand nieder.

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Seither jedoch hat er sich, soweit er das gefahrlos tun konnte, mehr und mehr liberal gezeigt, und ich zögere nicht, zu sagen, dass ich fest überzeugt bin, dass seine wirklichen Ansichten und Geistesverfassung sehr viel liberaler sind als es ihm die äußere Welt zubilligt. Er ist unglücklich darüber, dass er gezwungen war, sich auf die geballte Faust zu verlassen, um seine Position aufrechtzuerhalten und seine Regierung davor zu schützen, von den bolschewistischen Elementen, die in jeder Stadt in Sibirien zahlreich vorhanden sind, überrennen zu lassen.

Es ist wahrscheinlich unklug, das in den Vereinigten Staaten laut auszusprechen, aber die bolschewistische Bewegung wurde von Anfang an und wird immer noch von russischen Juden der schmierigsten Sorte gelenkt und kontrolliert, die in den Vereinigten Staaten gewesen sind und dort jeden einzelnen der schlechtesten Anteile unserer Zivilisation aufgesogen haben, ohne auch nur das geringste Verständnis dafür zu haben, was wir in Wirklichkeit unter Freiheit verstehen. (Ich verwende das Wort Freiheit nicht in dem Sinn, in dem es seit Kriegsbeginn so weit verbreitet in den Vereinigten Staaten benutzt wird, sondern meine damit das richtige Wort, das genauso buchstabiert wird), und der wahre Russe erkennt das und argwöhnt, dass Amerikaner genauso denken wie die abscheulichen Exemplare, mit denen er jetzt in Kontakt kommt. Ich habe alle möglichen Einschätzungen zu der prozentualen Verteilung von Bolschewisten im Vergleich zu der Bevölkerung Sibiriens gehört, und ich denke, die exakteste ist die von General Iwanow-Rinow, der sie bei zwei Prozent einschätzt. Es gibt kaum einen Bauern diesseits des Urals, der auch nur das geringste Interesse an den Bolschewisten oder deren Werken hat, ausgenommen, wenn es den Verlust seines Eigentums betrifft; und tatsächlich ist seine Ansicht der unserer respektablen Farmer sehr ähnlich, wenn sie mit dem [unleserlich] Ideal konfrontiert sind.

Unglücklicherweise scheinen einige unserer Leute in den Vereinigten Staaten, und insbesondere diejenigen mit lautstarker Stimme, zu denken, dass die Bolschewisten es genauso verdienen, gehört zu werden wie jede richtige politische Partei bei uns. Das ist es, was der Russe nicht verstehen kann, und ich muss ohne mir vorwerfen zu lassen, einseitig zu sein, sagen, dass ich nicht zögern würde, jede Person, die auch nur in einem einzigen Augenblick zugeben würde, Bolschewist zu sein, ohne Gerichtsverhandlung erschießen würde. Ich könnte sonst genausogut einen tollwütigen Hund in eine Menge von Kindern rennen lassen.

Sie werden denken, dass ich bezüglich dieser Angelegenheit hitzköpfig bin, aber es ist eine, die – so bin ich sicher – den Vereinigten Staaten großes Ungemach bringen wird, wenn die Geschichte darüber urteilen wird, welche Rolle wir dabei gespielt haben. Es ist sehr weitgehend unser Verschulden, dass der Bolschewismus sich so verbreitet hat, wie er es getan hat, und ich glaube nicht, dass wir von Schuld an den Tausenden von Menschenleben freigesprochen werden können, die er sinnlos und grausam in wilden Orgien des Blutvergießens gefordert hat, um eine autokratische und despotische Herrschaft von Prinzipien zu errichten, die von jeder Generation der Menschheit, die auf sie getroffen ist, abgelehnt wurden.

Es gab Zeiten während des vergangenen Monats, in denen ich fürchtete, dass die Koltschak-Regierung nicht bis zum nächsten Morgen andauern würde. Ich habe, so vermute ich, von allen Ausländern hier in Omsk die engste Beziehung zu ihren Führern, und meine Informationsquellen sind so zahlreich und vielfältig, dass ich mir recht sicher bin, zu jeder vorstellbaren Frage die verschiedensten Ansichten zu hören. Die Ankündigung der Konferenz mit den Bolschewiken auf der Prinzeninsel  kam wie ein Donnerschlag für die Regierung, tatsächlich nahm es ihr so sehr den Wind aus den Segeln, dass ich glaube, sie hätten die Regierungsgeschäfte hingeworfen und wären weggelaufen, wenn sie nicht

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rechtzeitig Ratschläge mit kühlem Kopf erhalten hätten. Als dann die Neuigkeiten weiter verbreitet bekannt geworden waren, gab es eine recht starke reaktionäre Bewegung, die von Kosakenoffizieren und Anhängern des alten Regimes begonnen wurde. Diese wurde aufgedeckt und man ließ sie mit sehr guten Ergebnissen einen natürlichen Tod sterben. Durch das Scheitern der Konferenz auf den Prinzeninseln konnte die Regierung wieder etwas von der Stärke, die sie verloren hatte, zurückgewinnen, und heute glaube ich, dass sie noch einige Zeit lang durchhalten wird, vorausgesetzt, sie bekommt nicht noch eine weitere Serie von Tiefschlägen von den Alliierten oder den Vereinigten Staaten.

Die sehr intelligente und höchst skrupellose japanische Propaganda ist etwas vom Interessantesten, was ich je von diesem Land habe ausgehen sehen. Die Art und Weise, mit der die Japaner Korea übernahmen und wir unseren feierlichen Vertrag mit diesem bedauernswerten, kleinen, armseligen Volk zu einem Fetzen Papier verkommen ließen, war ein Kinderspiel im Vergleich zu den derzeitigen Methoden in Bezug auf [unleserlich] Sibirien. Admiral Koltschak hasst die Japaner, die letzteren sind sich dieser Gefühle selbstverständlich bewusst und erwidern sie herzlich, und die Kombination ihrer Propaganda mit derjenigen der Bolschewisten in den Vereinigten Staaten und anderswo ist sehr machtvoll. Ich kann verstehen, dass Leute, die nichts über unsere außenpolitischen Beziehungen oder das russische Volk wissen, davon mitgerissen werden, aber wie verantwortliche Männer darauf hören können, erschließt sich mir nicht. Wenn die Gefühle des russischen Volkes Beachtung finden sollen und die Zukunft für sein eigenes Land in den Händen des Volkes sein soll, wird es keine bolschewistische Zukunft für dieses Land geben. Sie haben ihn zunächst über sich ergehen lassen, und zwar erstens aus dem sehr guten Grund, weil sie nicht wussten, wie sie ihn bekämpfen sollten und zweitens, weil er in dem psychologischen Augenblick über sie kam, als die Moral des Volkes so erschüttert war, dass es bereit war, alles zu erdulden, nur um in Ruhe gelassen zu werden.

Ich bin sicher, der Plan, der jetzt für eine Volksversammlung für alle Teile Sibiriens ausgearbeitet wird, wird nutzbringend sein und wenn er auch nur zum Teil erfolgreich sein wird – und ich sehe derzeit nicht, wie er mehr als das sein könnte – wird er viel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit Koltschaks bezüglich seiner Versprechungen zu beweisen.

Bitte gewinnen Sie nicht den Eindruck, dass ich ein enthusiastischer Befürworter der aktuellen Regierung wäre, dass ich sie als ideal oder auch nur als gut betrachten würde, denn das ist sie nicht; aber ich ziehe eben in Betracht, dass sie bislang bereits mehr verschiedene und zahlreiche Elemente des russischen Volkes vereint hat, als jede andere Regierung, die ihren Platz einnehmen würde, es könnte.  Die Frage des Augenblicks ist nicht eine ideale Regierung, sondern eine, welche die nächsten paar Wochen überdauern und die Ordnung so weit wieder herstellen wird, dass Wahlen eine faire Chance haben, ohne Zwang, Betrug und Schurkerei abgehalten werden zu können.

Persönlich habe ich es recht komfortabel hier; Cushing und ich haben je ein Zimmer, das von der Regierung beschlagnahmt worden ist; es wird unmöglich sein, die Anweisungen auszuführen, die der Adjutant kürzlich in einem Telegramm gegeben hat, weil keine Räumlichkeiten zu erhalten sind und wir bereits seit zwei Monaten Anträge dafür gestellt haben. Mit besten Grüßen an alle Freunde

verbleibe ich Ihr sehr ergebener

 

Montgomery Schuyler

Captain, USA Lt. Col. Barrows, Wladiwostok

Präsident Wilson hatte aufgrund des Insistierens der Alliierten widerstrebend zugestimmt, ein paar amerikanische Militärs in das revolutionserschütterte Russland zu schicken, aber sie standen unter dem Befehl, der Weißen Bewegung nicht zu helfen und die Bolschewisten nicht zu behindern. Wilson machte ein großes Theater um humanitäre Einstellungen und Besorgnis um Frieden und Menschenrechte, aber das dokumentierte Material entlarvt ihn als Heuchler.

Er rechtfertigte den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg auf der Basis, die Welt „sicher für die Demokratie zu machen”, „die autokratische Macht” der deutschen Regierung zu zerstören und dem deutschen Volk „Selbstbestimmung” zu bringen. Warum beharrte er dann auf Nichteinmischung in Russland, wenn vollkommen klar war, dass die Bolschewisten dabei waren, ein Regime zu errichten, das für jeden Humanisten – oder auch nur für einen echten Liberalen – tausend Mal unerträglicher war als das des deutschen Kaisers? Darüber hinaus hätte eine entschlossene alliierte Anstrengung in Russland die Bolschewisten zu dem Preis von relativ wenigen Menschenleben niederschlagen können, während Wilsons Politik der Intervention gegen Deutschland durch die Verlängerung des Ersten Weltkriegs um zwei Jahre zum Tod von drei Millionen weiteren Soldaten einschließlich 115.000 Amerikanern und einer unermesslich größeren Zerstörung des kulturellen Erbes Europas geführt hatte.

Jede außenpolitische Aktion, die Wilson unternahm – Amerika in den Krieg zu ziehen, die alliierte Intervention gegen die Bolschewisten zu blockieren, das britische Mandat über Palästina zu stützen – zwang ihn, das eine oder andere hochtrabende Prinzip, das er zuvor verkündet hatte, zu verwerfen, aber jede Aktion diente auch den Zielen seiner jüdischen Berater und Förderer. Woodrow Wilson opferte bereitwillig die Leben von Millionen seines eigenen Volkes, um diesen unsagbar bösartigen Männern zu Gefallen zu sein und ihre Unterstützung zu behalten.

Am 5. Juli 1918 erhielt Lansing ein langes Telegramm von John Kenneth Caldwell, dem US-Konsul in Wladiwostok. Es enthielt einen Bericht von einem amerikanischen Wirtschaftsvertreter, der während der vorangegangenen 13 Monate durch Russland gereist war, und es beschreibt detailliert das Leiden des russischen Volkes in den Händen der Bolschewisten, die zu beschützen Wilson so sehr bedacht war:

„… in jeder Stadt, in der ich lebte, rauben, morden und brandschatzen die Bolschewisten einfach. Praktisch jedes Geschäft ist ruiniert… Fünfzig Prozent der Sowjetregierung in jeder Stadt bestehen aus Juden der übelsten Sorte, viele davon Anarchisten … Die große Masse des russischen Volkes würden sogar deutsche Tyrannei dem bolschewistischen Terror vorziehen. Ich schlage vor, eine alliierte [sic] Intervention reiflich in Erwägung zu ziehen. [9]

Am 5. Oktober 1918 wurde eine Depesche von der US-Botschaft in London nach Washington geschickt. Sie enthielt den Augenzeugenbericht eines holländischen Diplomaten, der kurz zuvor aus Petrograd (vormals St. Petersburg, aktuell [1983] Leningrad) zurückgekommen war. Nachdem er einige der Massenverhaftungen sowie die Hungersnot und Massaker beschrieben hatte, die dem russischen Volk von den Bolschewisten auferlegt worden waren, schloss der Bericht wie folgt:

„Der vorangehende Bericht zeigt die extrem kritische Natur der gegenwärtigen Lage. Die Gefahr ist jetzt so groß, dass ich es für meine Pflicht halte, die Aufmerksamkeit der britischen und aller anderen Regierungen auf die Tatsache zu lenken, dass für den Fall, dass dem Bolschewismus in Russland nicht umgehend ein Ende gesetzt wird, die Zivilisation der gesamten Welt bedroht ist … Ich erachte die sofortige Niederschlagung des Bolschewismus für die wichtigste Angelegenheit der Welt, und das nimmt nicht einmal den Krieg aus, der immer noch tobt. Wenn der Bolschewismus nicht wie oben erwähnt, sofort im Keim erstickt wird, wird er sich auf die eine oder andere Art über Europa und die ganze Welt ausbreiten, da er von Juden organisiert und ausgeübt wird, die keine Nationalität haben und deren einziges Ziel es ist, die existierende Ordnung der Dinge für ihre eigenen Zwecke zu zerstören. Die einzige Möglichkeit, mit der diese Gefahr abgewendet werden kann, wäre ein gemeinsames Vorgehen seitens aller Mächte.” [9]

„Unermesslich wichtig für die Juden, dass die Revolution erfolgreich ist.”

Das war die wichtigste Botschaft aus dem revolutionserschütterten Russland für Woodrow Wilsons Politik der Nichteinmischung gegenüber den Bolschewisten. In seiner Ansprache an den Kongress, in der er zum Krieg gegen Deutschland aufrief, pries Wilson den Sturz der zaristischen Regierung durch das „große, edelmütige russische Volk”. Tatsächlich jedoch half Wilson mittels stillschweigender Duldung seiner jüdischen Berater einer winzigen fremdartigen Minderheit, eine neue Tyrannei – unermesslich schlimmer als die des Zarismus – zu festigen.

Oben, stehend Lenin, der einem kommunistischem Mob im Mai 1920 eine Hetzrede hält. Unterhalb von ihm auf den Stufen der Plattform die jüdischen Kommissare Trotzki und Kamenew, die um den zweiten Platz in der bolschewistischen Hierarchie rivalisierten.

Oben, stehend Lenin, der einem kommunistischem Mob im Mai 1920 eine Hetzrede hält. Unterhalb von ihm auf den Stufen der Plattform die jüdischen Kommissare Trotzki und Kamenew, die um den zweiten Platz in der bolschewistischen Hierarchie rivalisierten.

Am 12. November 1918 leitete die amerikanische Delegation in Kopenhagen den Bericht von R.R. Stevens, einem amerikanischen Bankbeamten und Repräsentanten der National City Bank von New York, weiter, der gerade eine ausgedehnte Reise durch bolschewistisches Gebiet hinter sich gebracht hatte. Stevens wiederholte, was jeder andere Beobachter schon betont hatte:

„Es ist sehr wichtig, festzuhalten, dass vom kleinsten Distrikt bis ganz nach oben, die Regierung fast ausschließlich aus Juden zusammengesetzt ist …”

Er beschrieb das Leiden und den Tod des russischen Volkes unter den Bolschewisten, und dann rief auch er zur Intervention auf:

„Die ganze Menschheit schreit dagegen auf; die ganze Menschheit sollte sich erheben und eine anständige Regierung fordern, bei der jedermann und alle Klassen ein Existenzrecht haben… die einzige Lösung, die für das russische Problem in Frage kommt, ist eine internationale Intervention aus humanitären Gründen, unterstützt von so viel Militär wie auch immer dazu nötig ist.”

Nichts davon hatte auch nur die geringste Wirkung auf Wilson. Er weigerte sich, den Horror in Russland auf irgendeine Art zu kritisieren, und er bestand weiterhin darauf, dass den Bolschewisten freie Hand dabei gelassen werde, dem darniederliegenden russischen Volk ihren Willen ohne westliche Einmischung aufzuzwingen, was ganz genau der Lauf der Dinge war, den die Juden beibehalten wollten – in Russland wohlgemerkt. In Palästina hingegen wünschten sie die westliche Intervention sehr, und wiederum war Wilson ihr williges Werkzeug.

Der zwölfte von Wilsons Vierzehn Punkten besagte, dass den

„Nationalitäten, die derzeit unter türkischer Herrschaft stehen, eine zuverlässige Sicherheit des Lebens und eine völlig ungestörte Gelegenheit zur selbstständigen Entwicklung gegeben werden”

solle. Dieses Autonomieversprechen war eine Fortsetzung der Kriegspropaganda, die von den Briten eingesetzt worden war, um die Unterstützung der nahöstlichen Völker für die Seite der Alliierten zu gewinnen. Das hatte gut funktioniert, arabische Aufstände gegen die Türken verursacht und den Großteil des östlichen Mittelmeers in britische Hände gebracht.

Wilsons Versprechen hatte allerdings angesichts der jüdischen Forderungen nicht mehr Bedeutung als die vorhergehenden britischen Versprechungen. Arabische Autonomie war das letzte, was die Juden wollten. Die Zionistenführer auf der Friedenskonferenz wollten tatsächlich noch nicht einmal jüdische Autonomie, weil diese viele Verantwortlichkeiten mit sich gebracht hätte, die sie nicht auf sich nehmen wollten – einschließlich der Verantwortlichkeit, sich selbst gegen die Palästinenser zu verteidigen, deren Land sie wollten.

Der zionistische Plan war, dass die türkische Herrschaft über Palästina durch britische Herrschaft ersetzt werden sollte; die Juden sollten dann freie Hand bekommen, mit der Besetzung des Landes und dem Aufbau der gesamten Infrastruktur für einen jüdischen Staat zu beginnen, während die Briten Recht und Ordnung aufrechterhalten, die Busse fahren lassen, die Post ausliefern und die Juden vor dem unvermeidlichen Zorn der Palästinenser schützen würden. Wenn die Juden stark genug geworden wären, würden sie den Briten auch die offizielle Herrschaft wegnehmen. Genauso hat es Weizmann gegenüber Lansing und Lloyd George in Paris ausgesprochen. [10]

Und das war auch weitgehend das, was letztlich bei der Friedenskonferenz herauskam. Sicherlich, die Juden bekamen nicht alles, was sie verlangten – aber sie verlangten auch sehr viel. Das Gebiet, das die Briten nach ihren Wünschen für sie als zukünftigen jüdischen Staat verwalten sollten, umfasste nicht nur das gesamte Palästina, sondern auch ein Drittel des Libanon, das gesamte Ostufer des Jordans bis hin zu den Ausläufern von Amman sowie auch größere Stücke von Ägypten und Syrien. [11] Jehova, so scheint es, hatte ihnen all das verheißen.

Als klar wurde, dass das Mandat über Palästina tatsächlich nur ungefähr die Hälfte des Gebiets umfassen würde, auf das die Juden Anspruch erhoben, besaß Brandeis die Unverfrorenheit, der Konferenz ein Telegramm zu schicken, in dem er die „christlichen Nationen” bedrängte, ihr „feierliches Versprechen gegenüber Israel” durch Vergrößerung des Mandatsgebiets einzuhalten. [12] Bis 1922, als der Völkerbund das Mandat über Palästina offiziell absegnete und dabei explizit das Ostufer (Transjordanien) aus dem betroffenen Gebiet ausgliederte, dachten die Juden immer noch, dass sie den größten Teil des von ihnen begehrten Landes bekommen würden.

Die Juden stimmten auch einer Untersuchungskommission der Alliierten, der sogenannten King-Crane-Kommission, nicht zu, deren Aufgabe es war, die Wünsche der Einwohner des vorgesehenen Mandatsgebiets zu ermitteln und der Friedenskonferenz darüber zu berichten. Sie drängten Wilson, den Friedensvertrag eilends zu unterzeichnen, bevor die Kommission ihren Bericht abgeben konnte.

Als dieser Bericht dann schließlich im August 1919 vorgelegt wurde, stellte er sich kompromisslos gegen die jüdischen Ziele. Er kam zu dem Schluss, dass

„die Einwohner Palästinas einer unbegrenzten jüdischen Einwanderung und dem ständigen finanziellen und sozialen Druck, Land abzugeben, auszusetzen, eine grobe Verletzung des Prinzips [der Selbstbestimmung] wäre” [13]

Zu dem Zeitpunkt war der Vertrag in Versailles [am 28. Juni] jedoch bereits unterzeichnet, und Wilson war nach Amerika zurückkehrt, um dort den Jubel der Massen entgegenzunehmen, während sein Kreuzzug für „das Selbstbestimmungsrecht aller Völker” praktischerweise vergessen war.

Über die Ereignisse in Palästina, die der Unterzeichnung des Versailler Vertrags folgten, könnte man sehr viel schreiben: Über jüdische Einwanderung und die Übernahme von Land, über den Konflikt mit den Palästinensern, und über jüdische Täuschungsmanöver im Umgang mit ihren britischen Beschützern. Doch dies hier ist keine Geschichte des Zionismus an sich, sondern eine Beschreibung, wie die Juden, indem sie den Zionismus als vereinendes und organisatorisches Prinzip nutzten, die Kontrolle über die Regierung der Vereinigten Staaten erlangten und dann diese Kontrolle zur Förderung ihrer eigenen Ziele nutzen, und zwar zum größten Schaden der Völker Amerikas und Europas. Daher werden die Ereignisse in Palästina nur in groben Umrissen gestreift und der Fokus wird auf den jüdischen Aktivitäten in Amerika und Europa verbleiben.

Wie bereits im ersten Artikel dieser Serie gezeigt, bauten die Juden ihren Brückenkopf in Amerika während der 35 Jahre zwischen ungefähr 1880 und dem Ersten Weltkrieg auf, und führten während der zweiten Hälfte dieses Zeitraums einen konkreten Plan aus, politischen Einfluss in den Vereinigten Staaten zu erlangen und einzusetzen. Ihr Plan beinhaltete drei Elemente:

  1. einen allgemeinen Aufbau von Personenzahlen, finanziellen Ressourcen und Medienkontrolle
  2. das Finden eines geeigneten Werkzeugs zur Durchsetzung ihres Willens
  3. und dann das Einbringen ihrer gesamten Stärke im entscheidenden Augenblick – nämlich bei der Friedenskonferenz, die dem lange vorauskalkulierten Krieg zwischen den Gojim folgen würde.

Der Plan ging gut auf. Die Juden bekamen nicht nur das meiste, was sie bei der Friedenskonferenz wollten, die Stärke, die sie im Finanzwesen und den Medien entwickelt hatten, konnte nun auch für andere Zwecke genutzt werden. Für Woodrow Wilson hatten sie nach der Friedenskonferenz keine Verwendung mehr (er erlitt im September 1919 einen vollständigen Zusammenbruch, der ihn bis zu seinem Tod im Jahr 1924 als Invaliden zurückließ), aber die einzigartig vulgäre Form der Demokratie, die in Amerika während der ersten Hälfte dieses [des 20.] Jahrhunderts aufgekommen war, war ideal dafür geeignet, weitere Männer hervorzubringen, die sie genauso vollständig kontrollieren konnten, wie sie Wilson kontrolliert hatten.

*   *   *

Fußnoten

  1. Für Herzls Ankündigung im Zusammenhang siehe National Vanguard Nr. 91, S. 12.
  2. My Diary at the Conference of Paris, David Hunter Miller (New York, 1924), v. IV, Seiten 254-267. Ein neueres Werk, das nicht nur die Pariser Friedenskonferenz sondern den gesamten Zeitraum von 1914 bis 1948 abdeckt, ist The Palestine Diary von Robert John and Sami Hadawi (New York, 1970). Dieses spätere Werk ist die wertvollste Einzelquelle, die heute auf Englisch über die zionistischen Intrigen erhältlich ist, die zu der Enteignung des palästinensischen Volkes und der Gründung des Staates Israel führten.
  3. Bernard M. Baruch (1870-1965), von gemischter sephardischer und aschkenasischer Herkunft begann seine Karriere als Laufbursche für einen Wallstreet Broker. Dann begann er nebenbei mit Aktien zu hausieren und Ratschläge bezüglich Kauf und Verkauf zu geben. Er kaufte sich 1898 einen Sitz an der New Yorker Börse und bis 1910 hatte er durch Spekulation ein enormes Vermögen angehäuft. Er schien immer vor allen anderen zu wissen, wenn ein Aktienkurs kurz davor war, in die Höhe zu schnellen oder abzustürzen. Präsident Wilson ernannte ihn 1918 zum Vorsitzenden des Gremiums für Kriegsindustrie, und machte ihn damit während der letzten Phase des Ersten Weltkriegs praktisch zu einem Wirtschaftszaren der Vereinigten Staaten. Unter Baruch im Gremium für Kriegsindustrie diente ein weiterer jüdischer Aktienspekulant, Eugene Meyer, der später Eigentümer der Washington Post wurde (und Vater der derzeitigen [1983] Eigentümerin Katherine Meyer Graham).
  4. Challenging Years, Stephen S. Wise (New York 1949), S. 197. Wise (1874-1949), der in Ungarn geboren wurde, kam 1975 als Vorhut der jüdischen Invasionskräfte in die Vereinigten Staaten. Er wurde Vorsitzender einer der größten jüdischen Gemeinden in New York City und übte von dort aus großen Einfluss auf die politische Maschinerie der Demokratischen Partei aus. Er nahm 1898 am zweiten Zionistenkongress in Basel teil, und wurde noch im gleichen Jahr einer der Hauptgründer der Zionistischen Organisation Amerikas. Während des Ersten Weltkriegs organisierte der den Amerikanischen Jüdischen Kongress und wurde sein erster Präsident. Später setze er sich für den Jüdischen Weltkongress ein und wurde auch in dieser Organisation Präsident.

Obwohl Wise sich mit Brandeis und Baruch die Aufgabe teilte, Wilson während der Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg zu lenken, kam seine größte und destruktivste Rolle während der Präsidentschaft von Franklin Roosevelt zum Tragen. Von 1933 bis zu seinem Tod [1949] übte er einen machtvollen Einfluss auf die Politik der US-Regierung aus und war einer der tonangebendsten Förderer der antideutschen Propaganda, welche die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg führte.

  1. In Wilsons Ansprach an den Kongress vom 2. April 1917, in der er zu einer Kriegserklärung gegen Deutschland aufrief, hatte er sich zu dem jüngst erfolgten Ausbruch der Revolution in Russland folgendermaßen geäußert:

„Fühlt nicht jeder Amerikaner, dass unserer Hoffnung auf einen zukünftigen Weltfrieden eine neue Gewissheit hinzugefügt worden ist, und zwar durch die wundervollen und herzbewegenden [sic!] Ereignisse, die sich in Russland während der vergangenen Wochen abgespielt haben? Russland ist für diejenigen, die es am besten kennen, tatsächlich schon immer im Herzen demokratisch gewesen, in all seiner lebendigen Gedankenwelt, in all den engen Beziehungen innerhalb seines Volkes, die diesem natürlichen Instinkt und seiner bekannten Hingabe an das Leben Ausdruck gaben. Die Autokratie, welche die Spitze ihrer politischen Struktur krönte, ist so lange sie bestanden hatte und so schrecklich die Wirklichkeit ihrer Macht war, tatsächlich vom Ursprung, Charakter und der Zielsetzung her nie russisch gewesen; und jetzt ist sie abgeschüttelt worden, und das große, edelmütige russische Volk wurde in all seiner naiven majestätischen Würde und Macht den Kräften hinzugefügt, die für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt kämpfen. Hier haben wir einen geeigneten Partner für die Ehrenlegion. “

Der Effekt der Revolution war natürlich genau das Gegenteil von dem, was Wilson vorhersagte; anstatt Russland den alliierten Kräften hinzuzufügen (das zaristische Russland war bereits einer der Alliierten) zog sie Russland aus dem Krieg zurück.

  1. Papers Relating to the Foreign Relations of the United States, 1918, Russia (Washington 1931) Band I, Seite 7.
  2. Ebenda, Seite 518.
  3. Ebenda, Band II, Seiten 239-241.
  4. Ebenda, Band I, Seiten 674-679.
  5. Memoirs of the Peace Conference, David Lloyd George (New Haven 1939), Seite 748.
  6. Palestine Diary, Band I, Seiten 123-125.
  7. Ebenda, Seiten 142-143.

13. Ebenda Seite 139.

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