Die unsichtbare Ideologie

Airport-Security-R

Von Jef Costello, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Invisible Ideology erschien am 16. September 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Ich muß etwas gestehen: ich habe eine stark libertäre Ader. Ich weiß, das braucht ihr mir nicht zu sagen. Ja, wir sollen angeblich Faschisten sein, richtig? Aber manchmal frage ich mich zu meinem Schrecken, ob ich nicht ein reflexhafter Antifaschist bin.

Der Gedanke setzt mir hin und wieder zu, ungefähr so wie die Furcht, daß ich tatsächlich teilweise Cherokee sein könnte (eine alte Familienlegende – ohne Grundlage, das versichere ich euch). Er kommt mir jedes Mal, wenn ich meine Schuhe wieder anziehe, nachdem ich das Sicherheitstheater am Flughafen hinter mir habe. Ich versuche zu lächeln und mir das alles als Performance-Kunst vorzustellen, aber es gelingt mir nicht so recht. Da ist etwas, das mich wirklich ärgert, wenn mir befohlen wird, die Schuhe auszuziehen und den Gürtel abzulegen, und man mich durch eine Röntgenmaschine marschieren läßt, mit erhobenen Händen wie bei einer Kapitulation. (Ich strecke üblicherweise als subtile Botschaft meine Mittelfinger ein bißchen aus.)

Ihr kennt das Gefühl. Obwohl ich mich nicht erinnern kann, daß ich jemals abgetastet oder mir mein Gepäck geöffnet wurde, schäume ich nach so einer Erfahrung immer noch. Und während ich wieder in meine Schuhe schlüpfe und Thors Hammer wieder überstreife, denke ich über meine Empörung nach und denke: „Junge, du würdest ein lausiges Braunhemd abgeben.“ (Oder Schwarzhemd.) Denn sind ja nicht jene Kerle herumgegangen und haben in hochmütigem, nasalem Tonfall gefordert: „Papiere bitte!“? Und wären gute Parteimitglieder nicht gerne durch Röntgengeräte marschiert, ohne irgendetwas Besonderes mit ihren Mittelfingern zu tun?

Oder denkt an meine Einstellung zum Waterboarding. Ich war von moralischer Entrüstung erfüllt, als ich hörte, daß die U.S.-Regierung das tat, um Informationen aus Leuten rauszubekommen. Es widerte mich wirklich an. Aber dann hörte ich wieder einmal diese scharfe, nasale Stimme in meinem Kopf: „Ve hef vays to make you talk!“ Würde ich nicht gerne sehen, wie diejenigen, die mein Volk bedrohen, dem Waterboarding unterzogen werden? Wie zum Beispiel so ziemlich jeder in Washington? Und würde ich dabei nicht bereitwillig Aufsicht führen? Ich fühle mich eindeutig schwindlig vor moralischer Verwirrung. Bin ich nur ein kolossaler Heuchler? Dasselbe gilt für meine Gefühle bezüglich des Telefonabhörens, der Überwachung und der Einberufung zum Militär. Ich bin empört! Aber würde ich jene Dinge nicht einführen, wenn ich nur eine halbe Chance dafür bekäme?

Vielleicht am bedeutsamsten von allen ist meine Einstellung zur Propaganda. Vor ein paar Jahren kaufte ich irgend so ein Paket, das mir Hochgeschwindigkeits-Internet verschafft und zusätzlich etwa eine Bazillion Fernsehkanäle. Ich wollte das Fernsehen nicht, das gab es nur zu der anderen Sache dazu. Aber ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, ein paar Sendungen anzusehen, und wurde schnell daran erinnert, warum ich Jahre zuvor mit dem Fernsehen aufgehört hatte. Man kann dem ständigen Trommelfeuer abgeschmackter, plumper politkorrekter Propaganda einfach nicht entkommen. Jeder hat eine multirassische Freundesrunde. Jeder betreibt Rassenvermischung. Jeder hat einen brillanten schwarzen Arzt. Alle Männer sind schwach und glücklos (außer den schwarzen), alle Frauen sind hart und tüchtig. Schwarze müssen in Angst vor marodierenden Banden von Weißen leben. Mexikaner sind groß und gutaussehend. Schwule sind einfach wie alle anderen. Und Gott sei Dank haben wir Hitler daran gehindert, die ganze Welt zu übernehmen und jeden zu zwingen, ABBA zu hören.

Das Fernsehen ist eine Art alternativer ideologischer Realität. Es ist ein Maya-Schleier, der einem, wenn man genug davon sieht, die Wahrnehmung der Realität verdeckt. Es hüllt einen in eine Wolke des Nichtwissens. Natürlich kann man der Propaganda nicht entkommen, indem man einfach das Fernsehgerät ausschaltet. Sie ist überall. Und sie stößt mich ab und läßt mich vor Zorn sieden – so wie euch. Ihr Inhalt macht einen wütend. Ihre Allgegenwärtigkeit ist eindeutig bedrückend. Aber hier plagt mich wieder das Mißtrauen. Denn wenn ich nur die halbe Gelegenheit dazu bekäme, würde ich Dr. Goebbels darin übertreffen, meine Botschaft hinausbringen. Ich würde das Fernsehen mit den richtigen Botschaften sättigen. Ich würde Rap verbieten und, ja, jeden zwingen, ABBA zu hören. Also betreibe ich ein weiteres Mal etwas Seelenerforschung und frage mich, ob ich nicht bloß ein lausiger Heuchler bin. Und um das Messer reinzustechen und es ein wenig herumzudrehen (erinnert euch: Ich hasse mich selbst), frage ich mich, ob ich wirklich auch nur um etwas besser bin als jene Linken, die Dinge tun wie politische Parteien im Namen des Schutzes der Demokratie zu verbieten.

Nun, es gibt zumindest ein Paar von Antworten auf mein Problem. Beide sind berechtigt, aber die zweite geht um einiges tiefer als die erste. Die erste Antwort lautet einfach: Dinge wie Homeland Security, Waterboarding, Überwachung und Propaganda sind unter gewissen Bedingungen, nicht an sich schlecht. Sie sind nur davon abhängig schlecht, wessen Agenda sie dienen. Wenn die Sache gerecht ist – und die Notsituation real – dann kann es gerechtfertigt sein, Leute zu durchsuchen, zu überwachen und sie sogar dem Waterboarding zu unterziehen. Ein Beispiel, das für meine Leser unmittelbar überzeugend sein wird, ist einfach dies: angenommen, wir müßten all diese Dinge wirklich tun, um unser Volk und unsere Kultur zu retten? Für gewöhnlich würde uns das Waterboarding ganz zu Recht barbarisch vorkommen. Aber verzweifelte Zeiten erfordern manchmal wirklich verzweifelte Maßnahmen. „Aber rechtfertigen die Zwecke die Mittel?“ werden die Leute mit den John-Lennon-Brillen piepsen. Nun, wie Greg Johnson gerne sagt: „Was sonst würde die Mittel rechtfertigen?“

Was mich an Homeland Security und Waterboarding und Überwachung empört, ist, daß es das alles gibt, um eine kranke, verfaulende, moralisch bankrotte Gesellschaft zu stützen. Es gab eine Zeit, als Amerika wirklich für individuelle Freiheit stand – dafür, die Leute in Ruhe zu lassen, damit sie ihr Leben nach ihrer Wahl führen können, so in der Art des taoistischen Prinzips: „Am besten regiert, wer am wenigsten regiert.“ Aber diese Ära dauerte etwa dreißig Sekunden und ist lange vorbei. Seit damals ist Amerika für nichts gestanden außer für den Dollar.

Was immer Amerika heute in der Welt tun mag, es handelt niemals zur Bewahrung der Freiheit von Davy-Crockett-Individualisten, die einfach in Ruhe gelassen werden wollen, um ihr eigenes Feld zu pflügen. Es handelt im Interesse soziopathischer Bonzen, die Davy und sein Feld als Rohmaterial sehen, das es auszubeuten und zu plündern gilt. Diese Leute sehen zeitlich nie weiter als bis zum nächsten Finanzquartal, und räumlich nicht weiter als bis zu den Grenzen ihrer McMansion-Unterkunft und bis zu ihrer verzogenen, anspruchsorientierten Brut. Dies sind die Leute, die ihre Baumwolle nicht selber pflücken wollten und uns so die Schwarzenfrage hinterlassen haben. Sie brachten uns genauso auch die Kulis. Und jetzt bringen sie uns die große Flut fruchtbarer brauner Nibelungen, in ekelhaft süßliche Wolken von Diversity-Gas gehüllt (dank der intellektuellen Gaskammern, die unsere Universitäten sind).

Wie ich es also sehe, leere ich meine Taschen und lasse meine Organe bestrahlen, weil Daddy Warbucks sein McMansion nicht bezahlen kann, wenn er nicht sicher von Küste zu Küste reisen kann. Unsere Väter und Großväter wurden zum Wehrdienst eingezogen (d. h., es wurde ihnen ihre Freiheit genommen) und kämpften und starben manchmal, um eine gute Zukunft für mexikanische Kleinbauern zu sichern. Und Araber und andere verdächtig aussehende Leute werden dem Waterboarding unterzogen, um eine Gesellschaft zu sichern, in der Shaneedra immer genügend Essensmarken haben wird, um sowohl die Essiggurken als auch das Traubensoda zu kaufen, und sich nie zwischen den beiden zu entscheiden braucht.

Kurz, all diese Dinge, die mir gegen den libertären Strich gehen, sind nur schlecht, weil sie dem falschen System, der falschen Ideologie dienen. „Aber“, könnte jemand einwenden, „Ideologie als solche ist unterdrückend. (Das ist immerhin der Grund, warum ein Ideologe etwas Schlechtes ist.) Du schlägst bloß vor, eine erstickende Ideologie zu beseitigen und die Leute mit einer anderen zu ersticken.“

Aber das stimmt in Wirklichkeit nicht, und das ist der Punkt, an dem ich euch die andere, tiefere Antwort auf die Befürchtungen vorstelle, die ich zuvor wegen meines anscheinenden Heuchlertums ausgedrückt habe. An dieser Stelle mache ich euch, liebe Leser, mit meiner unsichtbaren Ideologie bekannt.

Seht ihr, es ist nicht so, daß die Leute jede und alle Ideologien unterdrückend finden. Die Ideologien, die sie unterdrückend finden, sind diejenigen, die irgendwie gegen die Natur des menschlichen Lebens laufen. Diejenigen, die von uns zu verleugnen verlangen, was wir mit unseren eigenen Augen sehen; Doppeldenk zu betreiben. Diejenigen, die von uns verlangen, Dinge zu wollen, die wir nicht wollen, oder unsere tiefsten Wünsche zu verleugnen. Diejenigen, die uns Dinge verweigern, die das Leben lebenswert machen, und fordern, daß wir für das Sinnlose und Unerreichbare arbeiten. Der Kommunismus ist natürlich ein klassisches Beispiel solch einer Ideologie. Und unsere Schöne-Neue-Welt-Synthese aus weichem Marxismus und Konsumismus ist, wenn überhaupt, schlimmer. Der Kommunismus tötete eine Menge mehr Körper, aber unser System tötet Seelen. (Wenigstens hatten die Kommunisten Ideale, für die sie zu sterben bereit waren.)

Die große Lektion von Platos Politeia („Der Staat“) hat genau mit der Schädlichkeit von Ideologien zu tun, die „gegen die Maserung“ der menschlichen Natur gehen. Fast niemand versteht dieses Buch. Es wird üblicherweise für bare Münze genommen, als Sokrates’ (oder Platos) Vorschlag einer idealen Gesellschaft. In Wirklichkeit ist es eine Kritik am ganzen Konzept einer idealen Gesellschaft. Jeder der Hauptvorschläge, die Sokrates macht, erfordert, daß die menschliche Natur irgendwie geändert oder ignoriert wird. Er schlägt vor, daß Frauen im Militär dienen sollten und behauptet – mit durchsichtiger Ironie -, daß der Unterschied in der physischen Stärke zwischen Mann und Frau ein irrelevanter Gesichtspunkt sei. Er schlägt vor, daß die Ehe verboten wird und daß Kinder durch arrangierte One-night-stands produziert werden. Die Kinder werden ihren Müttern weggenommen und von Profis aufgezogen. Werden die Mütter protestieren? Egal, wir bringen ihnen einfach bei, anders zu denken. Niemand wird wissen, wer seine Kinder sind, oder wer seine Eltern sind. Und jeder wird damit zufrieden sein, weil all die Geschichten und Lieder und Kunstwerke, mit denen die Menschen in Kontakt kommen, sorgfältig fabriziert worden sein werden, um die richtigen Botschaften auszusenden.

Platos Gesellschaft wird nicht funktionieren, weil es wirklich bedeutende, unveränderliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Und Menschen haben ein natürliches Verlangen danach, Partner fürs Leben zu finden und zu heiraten. Sie verlieben sich und wollen exklusive Bindungen zu dem Objekt ihrer Liebe bilden. Mütter haben einen natürlichen Wunsch, ihre Kinder nahe bei sich zu haben – und dieser Wunsch kann nicht durch „Umerziehung“ beseitigt werden. Väter wollen wissen, wer ihre Kinder sind, und ihnen dabei helfen, im Leben voranzukommen. Und all den Geschichten, Liedern und Kunstwerken in Platos Stadt würde es nicht gelingen, die Seele zu nähren, weil sie nicht vom wahren Leben singen, sondern von seiner ideologischen Pervertierung.

Die Ideologie, die ihr und ich befürworten, geht mit der „Maserung“, nicht gegen sie. Sie ist „unsichtbar“, weil sie im Einklang mit dem Leben als solchem steht und daher nicht dadurch „hervorsticht“, daß sie von uns verlangt, gegen unsere Natur zu handeln. Uns gehört der Saville-Row-Maßanzug unter den Ideologien: so schön auf die menschliche Form zugeschnitten, daß es sich anfühlt, als würde man überhaupt keine Ideologie tragen.

Eigentlich bin ich stark in Versuchung, sie gar nicht „Ideologie“ zu nennen. Denn sie ist einfach die Wahrheit. Worum es uns allen geht, ist die Bejahung und Unterstützung natürlicher Notwendigkeiten: dafür zu sorgen, daß Männer und Frauen Glück und Erfüllung als Männer und Frauen erlangen; die Anerkennung und Nutzung natürlicher Ungleichheiten in Intelligenz und Fähigkeiten; die Stärkung der Familien; die Überwindung von Unterschieden in Reichtum und gesellschaftlichem Status durch Stärkung von Bindungen, die auf rassischer oder nationaler Identität beruhen; die Bewahrung von Volksbräuchen und Traditionen, der Gepflogenheiten, die jedes Volk für das Sein in der Welt entwickelt hat. Wir sind die Partei des Lebens und der Wirklichkeit. Uns gehört der eine wahre Weg, der Weg, der mit dem Leben und dem Wirklichen in Einklang steht. Alles andere ist bloße „Ideologie“: freischwebende Systeme von realitätsfernen Ideen – jede einzelne davon eine Revolte gegen das Leben.

Für unsere Gegner ist unser Weg natürlich sehr wohl eine sichtbare Ideologie – einfach weil er ihrem Weg entgegensteht. Ihre Reaktion kann mit jener eines Geistskranken verglichen werden, der in Wahnvorstellungen gefangen, aber immer noch zu klaren Momenten fähig ist. In diesen Momenten kann man ihn mit der Falschheit seiner Wahnvorstellungen konfrontieren, und man kann in seinen Augen einen Schimmer des Erkennens sehen. Aber darauf folgt sofort zornige Ablehnung – Ablehnung, die einfach ein bißchen zu zornig, zu beharrlich ist. Seht ihr, dem Patienten gefallen seine Wahnvorstellungen, und er ist mit ihnen ziemlich verheiratet. Er weiß auf einer gewissen Ebene, daß sie falsch sind, aber er will nicht aus ihnen aufwachen.

Es ist genau dasselbe mit Linken. Sie hassen uns und unsere „Ideologie“ so sehr, weil sie ein Ausdruck der Realität ist, in der sie nicht erwachen wollen. Weil Linke Körper wie wir anderen haben, mit genau denselben Wünschen und Trieben wie wir anderen, wissen sie vom Bauchgefühl her, daß ihre Ideen falsch sind. Wir sprechen die Wahrheiten des Lebens aus, aber das Leben ist ein Tadel an ihnen. Warum? Wie können sie so pervers, so vom Leben abgekoppelt sein? Es ist dieselbe alte Geschichte, die Nietzsche erzählt hat. Und das alles hat wiederum mit dem Körper zu tun. Die geistig oder physisch Schwachen, die Mißgestalteten, die Dumpfen, die Untalentierten, die Feigen haben alle die Fähigkeit, auf das zu reagieren, was das Leben ihnen gegeben hat, indem sie jene beneiden, denen Besseres zuteil wurde. Und sie richten Ideologien auf, um das von der Natur zugefügte „Unrecht“ richtigzustellen – moralische Nebelwände, die die niedrigsten aller menschlichen Motivationen verbergen: Rache am Leben, an den Gesunden, den Schönen, den Erfolgreichen und den Guten.

Daß es solche spirituell mißgestaltete Leute gibt, ist eine weitere natürliche Notwendigkeit, derer wir uns bewußt sein – und gegenüber der wir wachsam sein müssen. Weil es immer manche menschliche Wesen geben wird, die gegen die Natur revoltieren und zerstörerische Lügen verbreiten werden, muß zu unserem Weg die Absicherung der Natur und der Wahrheit gehören. Und dazu werden solche Dinge wie Überwachung gehören müssen. Vielleicht sogar, daß ab und zu unsere Papiere überprüft werden. Und ja, es mag zum Waterboarding an den Feinden des Lebens führen. Buhuu.

Was ist mit Propaganda? Nun, die Art von „Propaganda“, die wir verbreiten würden, ist in Wirklichkeit nicht mehr oder weniger als die Wahrheit. Und Massentherapie für die Verblendeten: Massendeprogrammierung jener, deren Denken durch Jahrzehnte der Manipulation durch die lebensfeindliche Partei verzerrt wurde. Aber schlechte Ideologien sind, weil sie gegen das Leben stehen, nicht allzu schwer zu töten. Und nach einer Weile würde unsere Propaganda einfach dahinwelken und durch das erneute Aufkommen echter Kunst ersetzt werden. Nicht Kunst im Dienste der Ideologie, wie wir sie heute finden, sondern Kunst, die das Leben feiert und ewige Wahrheiten ausdrückt.

Unsere Ideologie ist unsichtbar, weil sie einfach die natürliche Art für den Menschen ist, als solche anerkannt und in Worte gefaßt. Zumindest ist sie unsichtbar, sobald sie einmal eingeführt ist – und erneut zum akzeptierten Weg wird. Wenn das geschieht, wird es sich anfühlen, als ob es niemals einen anderen Weg geben könnte, und keinen Grund, sich überhaupt einen vorzustellen. Zur Zeit ist sie für uns natürlich recht sichtbar – weil sie ein Konzept ist und noch keine Tatsache. Sie scheint als „Ideologie“ auf, weil sie sich als alternative Idee zu der vorherrschenden, unnatürlichen Ideologie anbietet, die jetzt die westliche Welt erwürgt. Meine Leser sind alle unter dieser Ideologie aufgewachsen und davon geprägt worden – selbst wenn sie sie jetzt abzulehnen bemühen. Unser Weg erscheint ihnen daher als eine aus einer Anzahl von Ideologien, als diejenige, der sie gerade bewußt anhängen.

Aber es ist wichtig zu verstehen, daß unser Weg am besten nicht als eine Idee beschrieben wird, sondern als die Wirklichkeit, in der wir erst noch aufwachen müssen – da wir alle mehr oder weniger in der Traumwelt gefangen sind, die von der lebensverleugnenden Ideologie geschaffen wurde.

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