Guck’ mal, noch ein Jude!

Nicolás Maduro

Nicolás Maduro

Von Tanstaafl, übersetzt von Deep Roots. Das Original Peekaboo, Another Jew erschien am 16. Mai 2013 auf Age of Treason.

Eine Erinnerung aus Venezuela bezüglich der kryptischen, biologischen Natur der jüdischen Identität. Venezuelas “antisemitischer” Führer gibt jüdische Abstammung zu, The Times of Israel, 13. Mai 2013:

In einer interessanten Wendung sagte [Nicolás] Maduro, der politische Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez, der Presse letzte Woche, daß er selbst von sephardisch-jüdischen Vorfahren abstamme.

„Meine Großeltern waren Juden, aus [sephardischem] maurischen Hintergrund, und konvertierten in Venezuela zum Katholizismus… Die Mutter von [Kommunikations- und Informationsminister] Ernesto Villegas kommt ebenfalls aus einem ähnlichen Hintergrund“, sagte Maduro letzte Woche.

„Aber“, sagte er, „wenn es ein Volk gibt, das eine reiche sozialistische Tradition hat, dann ist es das jüdische Volk… Wir respektieren ihre Geschichte.“

Er sagte, die Leute, die Juden während des Holocaust hassten und töteten, waren Mitglieder der extremen Rechten, die auf den Ideen von Benito Mussolini und Adolf Hitler aufbauten, und keine Unterstützer der Ideale, die vom russischen Kommunistenführer Wladimir Lenin verfochten wurden.

„Karl Marx war ein Jude“, merkte er an.

Indem er linke/rechte Einstellungen als projüdisch/antijüdisch darstellt, behauptet Maduro nicht nur, daß Juden zählen, sondern auch, daß er sich mit ihnen als Volk identifiziert, sowohl biologisch als auch ideologisch, und sich nicht nur durch Abstammung auf ihrer Seite sieht, sondern auch in seiner Sicht auf Geschichte und Politik.

Der Artikel ist in diesem Punkt vage, aber Maduros Großeltern stammen, wie andere von „ähnlichem Hintergrund“ höchstwahrscheinlich von Juden ab, die den Judaismus zuletzt vor mindestens 500 Jahren offen praktizierten. Nach der „Konversion“ gelang es solchen Kryptojuden auf wundersame Weise irgendwie, etwa 25 Generationen hindurch einen Partner zu identifizieren und eine Familie mit „ähnlichem Hintergrund“ aufzuziehen.

Die Geschichte der kryptojüdisch-hispanischen Sephardim vermittelt die übliche jüdische Erklärung für dieses bemerkenswerte Phänomen:

Die Erfahrung der Krypto-Juden in der westlichen Hemisphäre war eine Litanei des Leidens, der fortwährenden Furcht, gesellschaftlicher, politischer, beruflicher und religiöser Unterdrückung und des Mordes. Erst in den 1850ern wurde die Inquisition in Mexiko endlich offiziell beendet, und anderswo ein wenig früher, jedoch gingen offene Diskriminierung und Fälle von willkürlichem Lynchen und Mord in dem, was wir nun „Lateinamerika“ nennen, bis weit in die 1950er weiter.

Das Endergebnis von annähernd tausend Jahren der Verfolgung und Ermordung der spanischen und portugiesischen Juden (minus der dreihundert Jahre des “Goldenen Zeitalters”) führte dazu, daß viele Familien, die in die Neue Welt einwanderten, Krypto-Juden wurden, während sie ihr öffentliches Leben als Katholiken führten. In den Amerikas kehrten manche der Krypto-Juden wieder zu ihrer offenen jüdischen Identität zurück, nur um ein paar Jahre später herauszufinden, daß die Inquisition ihnen in ihre neue Heimat gefolgt war, und sie waren wieder zum Untertauchen gezwungen. All diese Menschen, die „Conversos“ oder „Neuen Christen“ waren gezwungen, sich dem Katholizismus zu unterwerfen, daher werden sie auf Hebräisch als „Anusim“ oder „die Gezwungenen“ bezeichnet.

Es sind annähernd fünfzehnhundert Jahre seit dem Auftauchen von Krypto-Juden auf der Iberischen Halbinsel, und fünfhundert Jahre, seit das Krypto-Judentum in die Amerikas zog. Heute finden wir eine große kryptojüdische Präsenz in der ganzen westlichen Hemisphäre. Niemand weiß sicher, wie viele es wirklich gibt, jedoch sind allein in Brasilien geschätzte 10 bis 25 % der Gesamtbevölkerung Krypto-Juden, was etwa 15 bis 40 Millionen Menschen bedeutet.

Während nicht alle Menschen von kryptojüdischer Abstammung zu dieser Zeit bereit sind, die Herausforderung zu akzeptieren und zu einem voll jüdischen Leben zurückzukehren, gibt es Tausende, wenn nicht Millionen, die hungrig danach sind zu lernen und sich wieder als Juden mit G-tt zu verbinden.

Drei Dinge gibt es hier anzumerken:

Judentum hat mehr mit genetischer Abstammung und einem Bewußtsein von sich selbst, ob heimlich oder nicht, als Jude zu tun. Religion liegt in der Rangfolge irgendwo unter beidem.

Die jüdische Version der Geschichte ist eine einseitige „Litanei des Leidens, der fortwährenden Furcht, gesellschaftlicher, politischer, beruflicher und religiöser Unterdrückung und Ermordung“ von Juden. Juden zufolge erhält immer der Andere die volle Schuld, welche Dummheit Juden auch begehen, einschließlich dafür, daß Juden sich verkleiden.

Die Periode, die Juden als ihr “Goldenes Zeitalter” betrachten, fand während der maurisch-moslemischen Besetzung Spaniens statt. Aus der Perspektive von Juden sind, wie schlimm auch immer die Moslems gewesen sind, europäische Christen immer schlimmer gewesen.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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4 Kommentare

  1. Diesen Artikel habe ich heute anlässlich der gegenwärtigen Auseinandersetzungen in Venezuela um Nicolás Maduro und die Bestrebungen zu dessen Absetzung nachveröffentlicht.

    Die allgemeinen Zustände im dysfunktionalen Venezuela, die jetzt in diesem Zusammenhang von manchen Medien berichtet werden, hat Alex Kurtagić bereits in Warum wir schreiben und Was ist mit mir geschehen? auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen als Jugendlicher in diesem Land beschrieben.

    Bezüglich des laut jüdischer/gutmenschlicher Darstellung „Goldenen Zeitalters“ im maurischen Spanien siehe F. Roger Devlins zweiteiligen Essay Das maurische Spanien: Ein erfolgreiches multikulturelles Paradies? Teil 1 und Teil 2.

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  2. Soeben auf National Vanguard gefunden (Erscheinungsdatum 7. März 2019):

    Jewish Neocons Behind Venezuela Coup Attempt von Chris Rossetti, auf Basis eines Artikels von Ron Paul.

    Nachtrag – hier ist meine Übersetzung:

    Jüdische Neocons stecken hinter dem Staatsstreichversuch in Venezuela

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  3. Danke für die Artikel, Lucifex. Das Gezerre um Venezuela ist so offenkundig (((ihres))), dass es schon surreal wirkt, wie es als links/rechts Auseinandersetzung aufbereitet wird!

    Ja, es ist die hellerhäutige Oberschicht, die sich hinter Guaido sammelt, aber die zählt im aktiven Kern wohl zum Stamm. Bei einem RT „Cross Talk“ (30. Januar) machte die Umsturz Propagandistin Vanessa Neumann – hust – deutlich, dass Guaido seiner Hautfarbe wegen zum Gesicht der Revolte gemacht wurde und das ziemlich blöde Video von Max Blumenthal, an dessen Artikel man ja auch nicht vorbei kommt, das er in einer Mall in Venezuela gedreht hat, illustriert das auch eindrucksvoll. Natürlich beschreibt er in einem Interview bei “ The Zero Hour“ die „Rechten“ als Weiße, nicht ausdrücklich aber jeder soll es denken.

    Blumenthals Mall Video kann als Bestätigung des Artikels von Kurtagic gesehen werden. Die hellere Oberschicht, im eigenen Bezirk schick und sicher und ein Laden in der Mall bietet schusssichere Türen an. Dass es für die anderen Leute wirklich Versorgungsengpässe gibt, stört den Kämpfer für den Sozialismus Blumenthal nicht und er würde sich, ja anders als der „rechte“ Billy Six auch nicht daran stören, denn er würde ja auch zu denen in der Mall gehören, nur als Linker, Guter. Die einen tragen weiße Hemden und er, bildlich gesprochen ein rotes, damit wir sie überhaupt unterscheiden und damit wir sie nicht sehen.

    Es ist traurig, es ist abstoßend und es ist eine Farce. Bedenkt man auch noch, wer die Sklaven nach Lateinamerika brachte, wie diese kunterbunte Hoffnungslosigkeit erzeugt wurde und wie sie es schaffen, die dadurch entstandenen Probleme gegen uns, aber auch gegen die Dunkelhäutigen auszunutzen, kann man Venezuela wirklich wie einen Mikrokosmos betrachten, in dem sich abspielt, was sich historisch immer wieder abspielte und Stück um Stück weltweit abspielt. Wann wird uns das endlich zu blöd?

    Es gibt nicht mal eine echte, eigene Wahrnehmung der Dinge (jedenfalls nicht in wirksamer Größe, weil wir durch links – rechts, rassistisch – antirassistisch gespalten und in Lagerkämpfe verwickelt wurden. „Die Weißen“ eroberten die Welt, juhu – die Weißen unterjochten die Welt – Schande über uns,

    Die bunte Hölle, die sie überall erschaffen, könnte politisch vielleicht noch als Vielfalt der Stämme organisiert werden, aber dann wären sie ein sichtbarer Stamm neben (!) anderen und das geht ja nicht. Guaido oder Maduro ist nicht mal wie Cola und Pepsi. Die Plörre kommt aus einem Fass.

    Nicht nur zur Belustigung (eigentlich ist es unheimlich), auch um zu sehen, wie sie das mit dem „Guck mal noch eine“ machen, wie sie wirklich überall sind, verlinke ich zwei Seiten zu Vanessa Neumann.

    https:***//www.telegraph.co.uk/culture/3615413/How-the-Cracker-from-Caracas-took-to-the-British-establishment.html

    https:***//en.wikipedia.org/wiki/Vanessa_Neumannn

    Das ist wirklich gruselig. Ich dachte zuerst, ich hätte mich geirrt und es seien verschiedene Frauen. Wenn sie ganz sie selbst sind, dann können sie scheinbar alles sein! Was zum Kuckuck ist das für eine Energie? Ganz nebenbei, nicht weil ich dieses Fass aufmachen will, sieht diese Frau wirklich wie ein Kerl aus. Du liebe Zeit!

    Liebe Grüße!

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  4. Liebe Grüße auch von mir, Luftpost!

    Vanessa Neumann – hust –

    Da habe ich auch gehustet, weil ich zunächst gedacht hatte, das sei dieselbe, die mit Kevin Alfred Strom Radiosendungen von American Dissident Voices macht und dafür Texte vorliest. Aber diese Vanessa heißt Neubauer.

    Jedenfalls sieht Vanessa Neumann wirklich (((so))) und dazu noch halb maskulin aus, mit ihrem hinten breiten Unterkiefer. Sie hat auch diese „spockinische“ Pferdegesichtsvariante mit dem im Verhältnis zum restlichen Gesicht langen Bereich zwischen Augen und Mund, wie u. a. Leonard Nimoy, die Schauspielerin Adele Neuhauser (schon wieder so ein Neudings-Name!) oder die ORF-Rußlandreporterin Carola Schneider, die ich auch verdächtige, (((eine))) zu sein.

    Die hellere Oberschicht, im eigenen Bezirk schick und sicher und ein Laden in der Mall bietet schusssichere Türen an.

    Siehe dazu auch den relativ kurzen Artikel Diversity and Elitism: How Noblesse Oblige Devolved Into Noblesse Malice von Roissy, den ich gestern auf National Vanguard gefunden und sogleich übersetzt habe. Den bringe ich aber erst nach der Nachveröffentlichung von DPs AdS-Essay „An die Survival-Arschgesichter“, den ich als nächsten vorgesehen habe, da er sich gut mit Kairos‘ „Soziale Krisenvorsorge“ ergänzt.

    Nachtrag – hier ist er schon:

    Vielfalt und Elitismus: Wie „Noblesse oblige“ zu „Noblesse Malice“ wurde.

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