Twitterer der Welt, vereinigt euch! (Teil 4)

Enough Gaddafi Libya

Die digitale Neue Linke als kontrollierte Opposition (Teil 4 von 4)

Von Kerry Bolton, übersetzt von Deep Roots

Das Original Twitterers of the World Unite! The Digital New Left as Controlled Opposition, Part 4 erschien am 5. März 2011 bei Counter-Currents Publishing.

Zuvor erschienen: Teil 1, Teil 2 und Teil 3

Eröffnungsgipfel der AYM

Zum Eröffnungsgipfel von Movements.org im Jahr 2008, an dem die Jugendbewegung 6. April teilnahm, gehörte auch eine Gala, die von MTV auf dem Times Square veranstaltet wurde. [1] Sponsoren des Gipfels waren AT&T [2], Howcast, Google [3], Facebook, MTV, Gen Next. Acht Vertreter des US-Außenministeriums waren anwesend. Einige der Redner kamen von der Columbia Law School, von Facebook, vom Fortune Magazine, von der Hoover Institution, MTV et al. Unter den Podiumsgästen waren drei Mitglieder von Obamas Wahlkampf-Medienkampagne; Shaarik Zafar, ein hochrangiger Berater des US Department for Homeland Security, und Sherif Mansour, der Programmleiter des Freedom House [4].

Zu den vertretenen Organisationen gehörten Young Civilians (Türkei), ein Online-Aktivistennetzwerk von 2000.000 Mitgliedern, das sich aus allerlei „Liberalen, Linken, Feministinnen, Umweltschützern und Demokraten“ zusammensetzt. Myanmar hat ein globales Netzwerk, das daran arbeitet, das Land in den globalistischen Wirtschaftspferch zu holen, das Burma Global Action Network (BGAN), welches von der Gruppe „Support the Monks’ Protest In Burma“ ab 2007 auf Facebook gebildet wurde. Die Gruppe hatte an ihrem Höhepunkt 450.000 Mitglieder, die zur Organisation von Demonstrationen überall auf der Welt zusammenarbeiteten.

„No Mas Chavez“ widmet sich dem Sturz eines großen Schreckgespenstes der Globalisten und der USA, Hugo Chavez in Venezuela, dessen Ziel eines bolivarischen Blocks in Allianz mit anderen Nationen wie Rußland eine bedeutende Opposition gegen den Globalismus darstellen könnte [5]. No Mas Chavez entwickelte sich aus einem Facebook-Netzwerk von 80.000 Unterstützern und hat Demonstrationen gegen Chavez organisiert. Eine weitere Organisation gegen Chavez bei dem Gipfel war Sumate.

Die „Cuba Development Initiative“ sagt offen, daß sie die Demokratisierung Kubas als Mittel anstrebt, dessen „demokratische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung mit internationalen finanziellen Ressourcen zu verbinden… CDI arbeitet mit einem ausgedehnten Netzwerk von Individuen und Organisationen.“ Eine weitere dort anwesende Organisation, die darauf abzielt, Kuba der Globalisierung zu unterwerfen, ist “Raíces de Esperanza, Inc.”: „Es ist unsere Strategie gewesen, a) ein Studentennetzwerk aus Campus-Gruppen aufzubauen und zu vereinigen, b) akademische Konferenzen für kubanisch-amerikanische Jugendliche zu sponsern, c) Jugendliche im Ausland in Solidarität zu mobilisieren, und d) unseren Gegenstücken auf der Insel die Hand zu reichen. Wir haben einen entschlossenen Kern von Freiwilligen, der auf allen Ebenen arbeitet.“ (Was ist nur aus dem alten Jugendprotestslogan „Hände weg von Kuba!“ geworden?).

CDI wurde von Felice Gorordo gegründet, einem Geschäftsmann, der zuvor mit dem US-Außenministerium, dem US-Wirtschaftsministerium und Homeland Security zusammengearbeitet hat. Eine weitere Vertreterin von CDI beim Gipfel von 2008 war Verónica Nur, die „gegenwärtig für das US Department of Homeland Security als ‚Associate Director of Strategic Communications for Policy’ arbeitet, während sie auch die spanischsprachigen Medien des Ministeriums insgesamt leitet.“ Nur „hat auch als Sprecherin für das Department of Homeland Security, das Kubanische Demokratische Direktorat, das Internationale Jugendkomitee für Demokratie in Kuba und Raíces de Esperanza gearbeitet.“

Zu den Rednern beim Gipfel von 2008 gehörte Prof. Matthew Waxman von der Columbia Law School, der „in höheren Positionen beim US-Außenministerium, dem Verteidigungsministerium und dem Nationalen Sicherheitsrat gearbeitet hat.“ Larry Diamond, Mitherausgeber des Journal for Democracy, kam von der Hoover Institution und ist ein Direktor des International Forum for Democratic Studies of the National Endowment for Democracy. [6] „Er hat auch die U.S. Agency for International Development beraten (deren Bericht von 2002, Foreign Aid in the National Interest, er mitverfaßte), die Weltbank, die Vereinten Nationen, das Außenministerium und andere Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen.“ Andere Redner kamen vom Fortune Magazine, von CNN, Facebook, MTV und PACT (von dem es heißt, daß es die erste Jugendorganisation war, die in der Tradition des Revolutionisten Saul Alinsky der Neuen Linken der 1960er aufgebaut wurde). [7]

Zu den Gästen gehörten Marc Sageman, der Gründer von Sageman Consulting, der mit Denkfabriken einschließlich dem Foreign Policy Research Institute, dem Center for Strategic and International Studies und dem Homeland Security Policy Institute zusammenarbeitet und ein Berater des Nationalen Sicherheitsrates, des Department for Homeland Security, des Verteidigungsministeriums und „verschiedener Behörden in den US-Nachrichtendiensten und dem U.S Secret Service“ ist. Botschafter Stuart W. Holiday vom Meridian House, einer “öffentlichen diplomatischen Institution, die eng mit dem US-Außenministerium, anderen Regierungsbehörden, NGOs, internationalen Regierungen und dem Privatsektor zusammenarbeitet, um globale Führungsprogramme zu schaffen”, ist auch Mitglied auf Lebenszeit im Council on Foreign Relations.

Der Gipfel von 2009

Der zweite AYM-Gipfel wurde 2009 in Mexico City abgehalten und mit einer per Video übertragenen Rede der US-Außenministerin Hillary Clinton eröffnet. Dieser Gipfel wurde gesponsert von Causecast.org, Facebook, Gen Next, Google, Hi5, Howcast Media, MTV, MySpace, PepsiCo [8], Univision Interactive Media, Inc., dem US-Außenministerium, WordPress.com und YouTube [9].

Mit dem revolutionären Eifer eines Konzern-Trotzki sagte Richard Lee, Marketing-Vizepräsident von PepsiCo International, dem Gipfel:

Wir unterstützen The Alliance of Youth Movements und besonders die Leidenschaft, Zielstrebigkeit und Kreativität, die junge Leute besitzen. Das Heute ist ein Moment, in dem ein Individuum unter Nutzung von Technologie positiven Wandel in der Welt bewirken kann… und Pepsi wird danach streben, diesen Wandel möglich zu machen. [10]

Aus dem US-Außenministerium sagte AYM-Mitbegründer Jared Cohen [11]:

Die Wirkung des Gebrauchs von Online-Hilfsmitteln und sozialen Medien zur Förderung gesellschaftlicher Veränderungen ist wahrhaft bemerkenswert und aufregend. Es ist entscheidend, die heutige Jugend zur Anwendung dieser Techniken als Katalysator für gesellschaftliche Bewegungen überall auf der Welt zu ermutigen und zu befähigen.

Unter den „Gästen, Veranstaltern und Sponsoren“ waren Juan M. Henano vom International Republican Institute, Mick Duffy von PepsiCo International, Sarah Cliffe von der Weltbank et al. Acht kamen aus dem US-Außenministerium.

Zu den teilnehmenden Organisationen gehörten Vertreter vom Burma Global Action Network, von der Corporación Foro de la Juventud Guyaquil aus Ecuador, von der iranischen Oppositionszeitung Etemad Melli, von Genç Siviller (Junge Zivilisten, Türkei) und JuventudDes (Peru), vom Tehran Bureau, einem „virtuellen“ Journalismusprojekt; von ThinkMoldova, einem Katalysator für die sogenannte „Twitter-Revolution“ von 2009, der es gelang, eine pro-russische Regierungspartei auszubooten, die der „Zivilgesellscahft“ nicht genehm war.

Raíces de Esperanza, die kubanische Jugendoppositionsbewegung, war wiederum vertreten.

Gegner von Hugo Chavez waren durch das Latytud Project vertreten, das „bislang… Allianzen in Mexiko, Chile, Argentinien, Honduras, Nicaragua, El Salvador, Kuba, Brasilien, Costa Rica, Ecuador, Kolumbien und Bolivien geschlossen hat.“ Eine weitere Organisation war Movimiento Joven de Venezuela, deren Vertreter beim AYM-Gipfel Yon Goicoechea war, der auch Präsident der Caracas Youth, Mitglied des Nationalen Vorstandes der Ersten Gerechtigkeitspartei und Vertreter des Movimiento Joven de Venezuela ist, einer NGO, die sich der Ausbildung und Organisierung junger demokratischer Führer widmet. Eine weitere anwesende Anti-Chavez-Organisation war Un Mundo Sin Mordaza.

Zu den „Moderatoren, Rednern und Podiumsgästen“ gehörten Jack Dorsey, Vorsitzender von Twitter, James Eberhard von Mobile Accord, Kristen Morrissey von Principle New Business Development bei Google, Mario González von CNN Español, Matthew Brady, Programmdirektor von Freedom House, Nicole Lapin von CNN, Steve Grove, Leiter von News and Politics bei YouTube, und Tara Lemmey, Gründerin und Generaldirektorin von LENS, einer Firma, die sich unter anderem mit Technologie- und Sicherheitsfragen befaßt.

Unter den prominenten Gästen waren Juan M. Henao vom International Republican Institute, Mick Duffy und Richard Lee von PepsiCo International und Sarah Cliffe von der Weltbank, zusammen mit den Führungsleuten von AYM und anderen von Howcast, MobileBehavior, Google, Gen Next und Edelman.

Daraus ist ersichtlich, daß das US-Außenministerium, Obamas Medienexperten, Gegner von Hugo Chavez, PepsiCola, das Freedom House und das International Republican Institute besonders gut vertreten waren, wobei die beiden letzteren besonders an der Ausbildung und Finanzierung von Aktivisten der „samtenen Revolution“ überall auf der Welt beteiligt waren. [12]

Schlußbemerkung

Während die Generation der 60er zu sehr auf LSD abfuhr, um zu begreifen, wie sie von der CIA und anderen manipuliert wurde, was soll man von der „digitalen Generation“ halten? Sind sie zu betäubt von der Puerilität von MTV, Twitter, Facebook und Pepsi, um irgendetwas Fragwürdiges daran zu finden, im Namen von „Revolution“, „Menschenrechten“ und „Demokratie“ mit dem US-Außen- und Verteidigungsministerium und Homeland Security zu tun zu haben, mit AT&T, NED, der Weltbank, Rand Corp. etc.? Es ist eine Generation, die von „Idealen“ begeistert ist, die zu nichts weiterem als dem globalen Einkaufszentrum führen. Ihre „Ideale“ bieten der moslemischen, lateinamerikanischen, asiatischen und osteuropäischen Jugend das „demokratische Recht“, Teil derselben Konsumgesellschaft zu werden, die eine Manifestation einer Zivilisation in ihrem Zyklus des Verfalls ist.

Anmerkungen

1. Movement.org, “The Summit: New York City,” 2008, http://www.movements.org/pages/the-summit#2008

2. Eine Firma, die Mitglied des Council on Foreign Relations ist.

3. Eine Sponsorfirma des Council on Foreign Relations.

4. “Alliance of Youth Movement Summits,” New York City 2008, “Attendee Biographies” [Biographien der Teilnehmer], http://allyoumov.3cdn.net/f734ac45131b2bbcdb_w6m6idptn.pdf

5. K. R. Bolton, “An ANZAC-Indo-Russian Alliance?: New Zealand & Australia’s Geopolitical Alternatives,” India Quarterly, Vol. 66, No. 2 April–Juni 2010.

6. Zur Rolle des National Endowment for Democracy siehe: K. R. Bolton, “The Globalist Web of Subversion,” Foreign Policy Journal.

7. Alinsky war der organisatorische Guru der Neuen Linken der 1960er.

8. Mitgliedsfirma des Council on Foreign Relations.

9. “Alliance of Youth Movements Summit,” 2009, Howcast, http://info.howcast.com/youthmovements/summit09

10. “Alliance for Youth Movements Second Annual Summit,” http://www.movements.org/pages/284/

11. Cohen dient im politischen Planungsstab der US-Außenministerin.

12. K. R. Bolton, “The Globalist Web of Subversion.”

* * *

(Quelle der Übersetzung: hier)

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