Game of Thrones – ein (subjektiver) Überblick

GoT Titel

Von Dunkler Phönix

Zum Geleit:

Schon lange hadere ich mit dem Gedanken, einen Artikel über die Buch- und Fernsehserie „A song of ice and fire“ / „game of thrones“ zu schreiben.

Das größte Problem, das ich bisher damit hatte: Obwohl diverse Kritiker der Serie eloquent und richtig ihre Schwächen aufgezeigt haben (Vikernes: „porn disguised as fantasy“), bin ich ein absoluter Fan sowohl der Bücher, als auch der HBO-Produktion. Noch problematischer: Ich finde die Saga um Längen besser als den Klassiker „Herr der Ringe“. Weder den Büchern von Tolkien, noch der Filmreihe von Peter Jackson konnte ich etwas abgewinnen. Nicht nur die Kritik aus unseren Reihen, auch meine eigenen Ambivalenzen beim Lesen und Schauen haben mir bisher das Schreiben über den Stoff verwehrt.

Ähnlich wie bei „Breaking Bad“ ist aber kürzlich der „gordische Knoten“ geplatzt, so dass ich endlich den Finger auf ein paar Stellen legen kann, die mir bisher nicht so klar waren.

Zunächst die übliche Warnung: Dieser Artikel ist ulkig und voller Spoiler!

GoT 2

Wer vielleicht bisher gemeint hat, eine moderne Fantasy-Saga, die von einem erklärten Linksliberalen und Obama-Fan geschrieben und von zwei jüdischen Produzenten verfilmt worden ist, könnte nichts für ihn sein, der mag, wenn er meine anderen Artikel über diverse Produktionen und ihre metapolitischen Aussagen kennt, auf mein Wort vertrauen, dass es sich lohnt, und versuche es entweder erst einmal mit der Serie oder direkt mit den über 5000 Seiten Buch, die bisher erschienen sind (zwei Bände von je mindestens 1000 Seiten stehen noch aus).

Ich werde mir einen längeren Handlungsabriss sparen, wer das ganze Lesen und Schauen nicht über sich bringt, findet bei Wikipedia sehr genaue Beschreibungen und auch in den Counter-Currents Artikeln, auf die ich gleich zu sprechen komme, gibt es eine gute Einführung in den Stoff.

Da der Soundtrack der Serie für meine Ohren sehr gelungen erscheint, werde ich Auszüge daraus als Begleitmusik beim Lesen dieses Artikels einstellen.

High und Low Fantasy

Gerade für Leser, auf deren Hobbyliste das Genre „Fantasy“ nicht ganz oben steht, ist die nicht ganz einfache Unterscheidung zwischen „High“ und „Low“ Fantasy vielleicht hilfreich, um zu verstehen, was den Reiz von „GoT“ (ich werde im folgenden die Abkürzung des Serientitels nutzen, „aSoIaF“ für „a song of ice and fire“ ist ein wenig unästhetisch) ausmacht.

Ich weiß zwar nicht, was für Leser das sein mögen, das werden Menschen sein, die auch für Science Fiction nichts übrig haben, die bei „Bugs“ an Computerfehler denken und nicht an Arachnoiden, die nicht wissen, was „Nostromo“ bedeutet, die das Spiel „Stein-Papier-Schere-Echse-Spock“ nicht kennen und auch sonst viel zu sehr in der „Realität“ leben. Leute, die in ihrer Jugend nicht „das schwarze Auge“ und „Shadowrun“ oder „Dungeons and Dragons“ und andere Pen-and-Paper Rollenspiele gespielt haben, Leute, welche nicht wissen, was die „Elder Scrolls“ sind und „Zelda“ für die Tante von der kleinen Hexe Sabrina halten. Seltsame Leute eben…

GoT Serana

Wer nicht weiß, wer diese Dame ist, der ist entweder alt oder seltsam…

High Fantasy führt uns in Welten, in denen Magie zum Alltag gehört, in denen Elfen, Trolle, Orks und Zwerge genauso große oder größere Reiche haben wie Menschen, in denen das Gute gegen das Böse kämpft.

Low Fantasy entführt uns in Welten, in denen Magie eher spärlich vorkommt, in denen zum großen Teil menschliche Wesen gegeneinander antreten und in denen die Grenze zwischen Gut und Böse nicht so leicht zu ziehen ist.

Der Fachmann erkennt nun sofort Tolkiens „Ring“-Stoff als „High Fantasy“ und macht z.B. „Conan der Barbar“ (sowohl das Original mit Arnie, als auch das traurige Remake mit Khal Drogo) als „Low Fantasy“ aus.

Aber wie bei allen Klassifizierungen bleibt es nicht so einfach. Was ist „Harry Potter“? Eher High Fantasy, aber so „high“ ist es dann doch nicht. Was ist mit der „Wi´tch“ Serie von James Clemens (die für mich übrigens die einzige Fantasy-Saga ist, die mit „GoT“ konkurrieren kann)? Auch dort würde man eher von „high“ sprechen, aber wird es der Tiefe der Charaktere und der Erzählweise gerecht?

Gemmels „Legend“ wiederum scheint sehr sicher „Low Fantasy“ zu sein, dem zum Trotz sind Gut und Böse in dem Buch sehr klar verteilt.

Und schließlich: Was ist GoT? Für „High Fantasy“, wie es oft bezeichnet wird, spricht nur die epische Breite. Das sehr sporadische Auftreten von Magie und nicht menschlicher Wesen spricht genauso wie die Tiefe der Charaktere, die scheinbar allesamt „jenseits von Gut und Böse“ sind, eher für „Low Fantasy.“

Der Unbedarfte mag nun sagen: Wen schert es schon? „High“ und „low“ sollen ja keine Wertungen sein, so als sei „Low-Fantasy“ irgendwie schlechter, es geht ja nur um die Klassifizierung von Fantasy Literatur.

In unserem (meta)politischen Kontext aber muss man die „Low Fantasy“ zumindest teilweise als für die Feindpropaganda günstig einstufen. Mag ein zurückhaltender Einsatz von Magie und eine Konzentration auf menschliche Charaktere noch durchgehen, wird es bei dem Verschwimmen von Gut und Böse schwierig. Zwar brauchen erwachsene Nerds vielschichtigere Charaktere als sie in Kindermärchen vorkommen, aber das postmoderne Auflösen der Grenzen von Gut und Böse in der Fiktion ist eine bewusste Taktik unserer Feinde zur Zerstörung unseres moralischen Kompasses.

Auch der von vielen Nationalen (inklusive mir) als Meisterwerk eingestufte „Conan“ ist nicht unproblematisch. Conan ist kein Held im klassischen Sinne, er ist nur ein „Survivor“ (wenn mir jetzt nur ein passender Witz mit einem Tigerauge einfallen würde…), ein Überlebenskämpfer ohne Moral, ohne höheres Ziel, ohne Ideal.

Got Conan

Beinahe will man Tulsa Doom in der entscheidenden Szene beipflichten: Wer ist Conan denn noch, wenn er seiner Nemesis den Kopf abhackt? Was wird sein Lebenszweck sein, wenn er seine „Quest“ erledigt hat? (das negativste an allen „Elder Scrolls“ Spielen ist, dass man, sobald man alle Aufgaben erledigt und zum Überhelden aufgestiegen ist, noch immer in dieser Welt herumlaufen kann. Zwar entdeckt man immer noch Neues, aber es gibt keine Herausforderungen mehr – bis das nächste Add-On rauskommt…). Ein Held baut eine gerechtere Welt auf, wenn der Böse vernichtet ist, was tut ein Antiheld, wenn der Kopf seines Feindes zu seinen Füßen liegt?

(Nebenbei: Auch der Conan Soundtrack ist genial, daher hier eine Kostprobe)

Trotzdem tötet Conan den bösen Zauberer Tulsa Doom, ohne zu zögern. Er wird weder von rationalen Überlegungen, noch von moralischen Erwägungen bestimmt, sondern nur von seinen Urinstinkten, Rache und Lust.

In diesem Artikel will ich zeigen, dass Martins „Song of Ice and Fire“ (GoT) eine „High Fantasy“ Saga ist, die alle positiven Aspekte, die Tolkien zugeschrieben werden, mehr als erfüllt – und das ganz ohne idiotische Zwergmenschen mit Haaren auf den Füßen, welche die meiste Zeit nicht wissen, wo sie überhaupt sind, ohne dass Graubärte ständig den „deus ex machina“ machen müssen und ohne dass man sich fragt, ob es überhaupt Frauen in dieser Welt gibt (ich entschuldige mich bei allen Tolkienfans für diese Blasphemie, aber ich habe nie verstanden, was am Herrn der Ringe so toll sein soll).

Rome – ein Blick auf HBO

GoT Rome

Die Vorgängerserie von „GoT“ ist die mit 100 Millionen Dollar Budget bis dahin teuerste Fernsehserie, welche den römischen Bürgerkrieg (1. Staffel: Caesars Krieg mit Pompeius bis hin zum Attentat 44, 2. Staffel: Oktavians und Mark Antons Kampf um die Macht) behandelt – und zwar historisch ziemlich akkurat. Zwar haben viele Altphilologen, welche die Serie nicht mochten, Details kritisiert (z.B. Schauspieler Cirian Hinds habe Haare, Caesar aber sei zu dieser Zeit schon kahl gewesen), aber die Kritik wirkte oft recht gezwungen. Auch dass Lücken in der Geschichtsschreibung mit erfundenen Ereignissen gefüllt und die Protagonisten, zwei römische Legionäre, auf den Lauf der Geschichte sehr großen Einfluss haben, ist bei Historienfilmen erlaubt. In dem Fernsehfilm „Kleopatra“ z.B. wird Caesar dargestellt wie ein typischer amerikanischer Held und Oktavian ist eine ekelhafte Tunte. Auch das ist nicht ganz neutral…

Rome wurde auch für seine bis dahin beispiellose Sex- und Gewaltdarstellung kritisiert. Zwar werden die großen Schlachten nur am Rande gezeigt, aber man sieht immer wieder kleine Gefechte, Morde und Gewalttätigkeiten.

Was ich bei den Tugendwächtern nie verstanden habe: Wenn Filmcharaktere sich so prügeln, dass von ihren Gesichtern eigentlich nur Brei übrig bleiben dürfte, sie aber keinerlei Wunden davon tragen, wenn Helden mit drei Schusswunden einfach normal weiterkämpfen oder wenn bei einer Schießerei niemand verletzt wird, dann gibt es eine moderate Alterseinstufung (z.B. „ab 12“), wenn aber in einer mittelalterlichen Schlacht Gliedmaßen abgetrennt werden oder Blut aus einer Stichwunde tritt, ist das „Gewaltverherrlichung.“ Ist es nicht viel gewaltverherrlichender, wenn die Gewalt keine sichtbaren Folgen hat?

Die Sexszenen bei „Rome“ waren tatsächlich sehr gewagt für Fernsehen und am Rande des Pornographischen. Mittlerweile gibt es ja neben „GoT“ auch andere Nachfolgeserien, z.B. „Spartakus“, im letztgenannten wird Sex und Gewalt zur Hauptsache, die von Intrigen und Geheimnissen dominierte, vielschichtige Handlung von „Rome“ wird ersetzt durch das das eindimensionale Schema „Arenakampf – Sexszene – gekünstelt „intriganter“ Dialog ohne Sinn – Arenakampf…“

Die Römer in „Rome“ verhalten sich auch wie Römer, es gibt kaum Konzessionen ans moderne Publikum (anders bei GoT, siehe unten), der junge Oktavian z.B. schlägt ganz nebenbei einen Sklaven, der ihm im Weg steht. Die Andersartigkeit der römischen Gesellschaft wird uns präsentiert, das Fehlen jeder Prüderie genauso, wie die Gewalttätigkeit, die ihr zugrunde lag. Dabei erzählt die Serie diese Dinge ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben (was die modernen „Forscher“ wahrscheinlich am meisten gestört hat. Da gibt es doch tatsächlich, wie mich letztens eine dieser N24-Dokus aufklärte, Forscher, die sich als „Kritiker an der römischen Expansionspolitik“ bezeichnen! Die Kritik kommt 2000 Jahre nach Caesars Völkermord – 2 Millionen Kelten bezahlen die ruhmreiche Eroberung Galliens mit dem Leben, beinahe ebenso viele werden in die Sklaverei verkauft – allerdings ein wenig spät.)

„Rome“ ist sowohl etwas für Historien- als auch Intrigenfans – aber nichts für schwache Nerven. Fast könnte man annehmen, Martin habe die Serie gesehen und sei an HBO herangetreten mit dem Wunsch, sein „GoT“ Stoff möge genau im Stil von „Rome“ verfilmt werden.

Forschungsstand

GoT Race

Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Artikel zum Thema ist „Rasse in Game of Thrones“, in welchem Michael Bell die Seltsamkeit beschreibt, dass jemand wie Martin, ein erklärter Linker, eine Welt baut, in der Rasse so wichtig für die Charaktere und so offensichtlich ist.

Wenn ich mich am PC in die „Elder Scrolls“ vertiefe, dann fällt mir auch immer auf, ob ich mit einem Argonier (Echsenmensch), einem Khajit (Katzenmensch), einem Rotwardonen (Neger) oder einem Nord (Arier) rede. Aber die Spiele tun so, als mache das keinen Unterschied.

Wenn wir in echt so reden würden wie die Charaktere in Martins Büchern (die Serie ist, was das angeht, zurückhaltender), dann wäre das hochgradig politisch inkorrekt. Dass die Leute mit „ebony skin“ von den „summer isles“ kommen, darf man sagen – wehe aber, man fragt einen Neger, ob er aus Afrika stamme! Auch die Lieder über die Frauen aus Dorne (ein südeuropäisch wirkendes „Olivenland“) sollte man nicht über Italienerinnen oder – viel schlimmer – Marokkanerinnen singen.

Ob die durchschnittliche skandinavische Blondine es zu schätzen wüsste, wenn man ihr sagte, dass in ihr „das Blut des alten Atlantis“ offensichtlich „sehr stark“ sei? Und wer würde die Kanzlerin schon als die Herrscherin über die Deutschen, die (in Deutschland lebenden) Türken und sonstigen hier ansässigen Ethnien bezeichnen (gut, allein „Herrscherin“ ist in dem Zusammenhang ein Witz).

Offensichtlich würde ein Buch, eine Serie ein Film, mit solchen Dialogen recht schnell auf dem Index landen. Martins Stoff aber erfreut sich weltweiter Beliebtheit. Was wäre, wenn eine gewisse Texanerin ihre im folgenden zusammengefasste Meinung öffentlich im Fernsehen sagen dürfte:

C.: Es fließt noch viel deutsches Blut in unseren Adern. Wir Texaner sind keine Angelsachsen, wir sind Deutsche! Und wir verhalten uns auch so.

Wäre das nicht ein Skandal? Und doch wird schon in den ersten Kapiteln des ersten Bandes mehrmals erwähnt, dass in den Adern der Familie Stark das Blut der „first men“ (dt: die ersten Menschen) noch immer sehr stark wäre und dass sie das von den anderen Völkern der Saga, die auch alle menschlich sind, unterscheiden würde (und es wird auch angedeutet, dass genau das, ihr Blut, ihre spezifischen „nordmännischen“ Eigenschaften wie Sturheit, unbedingtes Festhalten an der Ehre selbst in Lebensgefahr, usw. verursachen würde). Ist das nicht „rassistisches Gedankengut“; jedenfalls wenn wir es auf die reale Welt übertragen, in der natürlich niemand von Geburt an so oder so ist, sondern nur von seiner Umwelt „geprägt“ wird?

Auffallend ist, dass die Nordmänner in GoT vom Aussehen her nicht nach den Skandinaviern kommen, sondern eher braune Haare haben, während die südlichen Lannisters (gold)blond und grünäugig sind. Die Targaryens, die das „arisch“ schon im Namen haben, tragen als Nachkommen der untergegangen Kultur von Valyria die typischen rassischen Merkmale derselben: Lila Augen und silberne Haare (für die Serie wurde dieser „Albino- Look“ zu einem sehr hellen blond entschärft).

Ein weiterer Artikel von CC, der sehr zum Verständnis insbesondere der Popularität der Serie beiträgt, ist Gregory Hoods Überblick über die 2. Staffel.

Hier wird gezeigt, dass die von Martin sehr tief, ambivalent, aber nichtsdestotrotz als authentische mittelalterliche Charaktere gezeichneten Figuren von den Serienmachern fürs Fernsehpublikum stark „modernisiert“ worden sind, was insofern verständlich ist, dass man natürlich ein Massenpublikum erreichen will und auch nicht die Zeit hat, jeden Charakter seitenlang seine Motivationen ausbreiten zu lassen. Allerdings fallen Aspekte der „Modernisierung“ sehr negativ auf, der Artikel weist sehr pointiert auf die unterschiedlichen Motivationen von Robb Stark hin (in der Serie wirkt er am Ende einfach nur noch unbeholfen), auch Tyrion Lannister, der vom Liliputaner Dinklage gespielt wird, der ein Publikumsmagnet ist, macht „moderne“ Witze und sexuelle Anspielungen (wobei er auch in den Büchern recht frivol ist).

Der Artikel erwähnt nicht die von den Serienmachern einfach erfundene Figur der Prostituierten Ros, die im Buch überhaupt nicht vorkommt und wie eine willkommene Ausrede erscheint, noch mehr Nacktszenen in die Serie einzubringen (für die Handlung hat sie keinerlei Relevanz).

Auch die Nacktszenen von schwulen Pärchen stoßen bei der Serie auf. Genauso wie die in der Serie explizit gezeigten Folterszenen, sind die schwulen Beziehungen in Martins Buch nur Andeutungen, welche die Serienmacher als willkommenen Anlass zur expliziten Darstellung genommen haben.

Wenn nun die Serie so „modernistisch“ ist, warum ist sie trotzdem wert, angeschaut zu werden?

Hauptteil: A change of perspective

GoT Change

Ich habe oben angedeutet, dass ich den Trend, gut und böse zu relativieren, der uns in vielen Filmen und Serien der letzten Jahre immer drastischer entgegenschlägt (besonders auffällig: Sons of Anarchy, die „Dark Night“ Reihe), sehr gefährlich finde. Wenn es in Erzählungen keine Helden mehr gibt, dann verlieren die Erzählungen ihren Sinn. Wir sind geneigt uns mit Charakteren zu identifizieren, gibt es keine positiven Charaktere, werden wir uns mit negativen identifizieren. Und genau das wird die Absicht hinter diesen Relativierungen sein.

In der erwähnten Vorläuferserie Rome ist es auch schwer, den „Guten“ auszumachen, weil die Protagonisten so viele Fehler machen und die historischen Figuren sehr realistisch als reine Machtspieler dargestellt werden.

Ebenso weiß man in „GoT“ nicht so recht, wer wie böse ist, fast jeder Charakter hat geheime Motivationen und spinnt Intrigen. Es ist auch immer wieder auf die fatale Botschaft hingewiesen worden, dass der ehrenhafte Nordmann Ned Stark am intriganten Königshof nicht überlebt und auch seiner Familie passieren furchtbare Dinge.

Allerdings – und hier platzt nun der gordische Knoten – ist es doch genau das, was eine gute Erzählung ausmacht! Was wäre denn, wenn der ehrenhafte Held mit links alle Feinde besiegt wie der unverwundbare Siegfried? Das wäre doch ziemlich enttäuschend und langweilig. Die Kinder von Ned Stark haben alle eine starke Motivation, sich an ihren Feinden zu rächen und wir sympathisieren mit ihnen, weil auch wir Ned gerächt sehen wollen. Der wahnsinnige Kindkönig Joffrey ist ein absoluter Hasscharakter, dem man von seinem ersten Auftritt an den Tod wünscht. Natürlich erfüllt uns Martin diesen Wunsch zunächst nicht.

Die Guten müssen leiden, sonst entsteht keine Spannung und die Bösen müssen die Welt regieren, sonst gibt es keinen Anlass zu kämpfen. Jeden Hauptcharakter, der in der Serie auftaucht, kann man innerhalb von Minuten genau einschätzen, selbst von den zwielichtigen Gestalten Littlefinger und Varys bekommt man sehr schnell mit, dass sie genau das – zwielichtig – sind.

Auch der Zwerg Tyrion Lannister, der von den Starks gehasst und verfolgt wird, ist uns von Anfang an sympathisch mit seinem Witz und seinem Zynismus. Wenn er in der 2. Staffel viel besser, als Ned Stark es vermochte, die Hauptstadt regiert, dann weil er sich besser auf das Lügen und Intrigieren versteht als der Ritter mit Ehrenkodex. Dabei sind seine Handlungen aber niemals grausam oder mitleidlos, viele Dinge tut er nur, um die Unschuldigen, auch die Tochter seiner Erzfeindin, zu beschützen. Nur geht er eben nicht, wie der ehrenhafte Ned, zu den Bösen hin und sagt ihnen, dass er jetzt zuschlagen wird, sondern wendet ihre eigenen Mittel gegen sie an.

Jamie und Cersei Lannister dagegen werden uns im ersten Buch als „die Bösen“ präsentiert. Neben ihren schurkischen Handlungen, wie dem versuchten Mord an einem Siebenjährigen, der sie bei ihren inzestuösen Aktivitäten beobachtet hat, ist es bezeichnend, dass im ersten Buch keine Kapitel aus ihrer Perspektive vorkommen (die Kapitel der Bücher sind jeweils mit den Namen der Figur überschrieben, aus deren Perspektive das Kapitel geschrieben ist). Ab dem zweiten Buch gibt es dann solche Kapitel und wir erfahren mehr über ihre Motivationen und Sorgen. Auch in der Serie erhält man ab der 2. Staffel einen tieferen Einblick in ihr Seelenleben. Man erfährt z.B. warum Jamie den „mad king“, den irren König von hinten erstochen hat, was ihm den Spotttitel (man schreibt das jetzt tatsächlich mit drei Ts!) „Kingslayer“ (Königsmörder) eingebracht hat (und vieles mehr). Beide Charaktere kriegen im Verlauf der Handlung auch jeweils auf unterschiedliche Weise einen Geschmack vom echten Leben. Jamie wird vom Feind gefangengenommen und verliert seine rechte Hand, die Schwerthand, und muss sich damit abfinden, nie wieder ein guter Kämpfer zu werden. Er beginnt auch, auf seine Weise, ehrenhaftes Verhalten und teilweise Reue für seine schlechten Taten zu zeigen und entzweit sich mehr und mehr mit Cersei, die weiterhin ihr Machtspiel spielt und den Kopf erst sehr viel später gewaschen bekommt (ob sie die leidvollen Erfahrungen nutzen wird, um sich zum Positiven zu ändern, wird sich erst in den noch nicht erschienenen Büchern/ Staffeln zeigen. – Kleine Randnotiz: Während die 6. Staffel gerade – Juli 2015 – Drehbeginn hat, ist Buch 6 noch gar nicht erschienen. Wahrscheinlich wird beides ungefähr zur gleichen Zeit erscheinen. Wenn Martin weiterhin so langsam schreibt, werden die Serienmacher die 7. Staffel abdrehen müssen, bevor Buch 7 überhaupt geschrieben wurde, weil die Schauspieler ja nicht jünger werden).

Neben den Hauptcharakteren gibt es eine Menge Nebencharaktere, die einfach nur böse sind, wie den arroganten und weinerlichen Prinz Joffrey, der nach seiner Krönung einen brutalen und wahnsinnigen König abgibt, der nicht nur von seinem Volk, sondern auch von den Lesern der Bücher und den Zuschauern der Serie inbrünstig gehasst wird (der Schauspieler soll so viele „hate mails“ bekommen haben, dass er erst einmal keine Fernsehrollen mehr annehmen und lieber im Theater spielen möchte). Auch Ramsay Bolton (der in Fanzirkeln schon „Joffrey der Zweite“ genannt wird) gibt einen wahrlich schaurigen „Villain“ ab, in den Büchern ist auch Theon Greyjoy eine echt finstere Figur (dazu, wie die Serie diese Figur sehr ungeschickt zu einer tragischen umdeutet, vgl. den Staffel 2 Überblick auf CC). Aber auch die vielen Soldaten und Plünderer, denen man auf der „Kingsroad“ begegnet, sind böse im Wortsinn und setzen den verschiedenen Hauptcharakteren in verschiedenen Situationen heftig zu.

Gerade weil die Saga so unglaublich lang und komplex ist und so viele Charaktere mitmachen (der Anhang eines jeden Buches besteht aus Dutzenden Seiten nur mit Namen, geordnet nach verschiedenen Häusern und Regionen), ist es schwieriger als in einem Märchen der Brüder Grimm, den Guten und den Bösen auszumachen. Die Charaktere haben Zeit zu wachsen, richtige und falsche Entscheidungen zu treffen, sie unternehmen endlose Wanderungen durch Martins riesige Welt und erreichen scheinbar nie ihr Ziel. Böse Zungen behaupten, das Ende der Saga schon zu kennen („and then everybody died“) und es ist wirklich eine Zumutung für den modernen Leser/ Zuschauer, dass bei Martin „keine Figur sicher“ ist, dass z.B. ein heldenhafter Ritter auf einer noblen Mission nicht unbedingt Erfolg hat, sondern von ehemaligen Verbündeten aus den falschen Gründen aufgeknüpft wird oder die arme Arya Stark nach langer und entbehrlicher Reise vor den „Twins“, den Zwillingstürmen der Familie Frey voller Vorfreude ist, endlich ihren Bruder und ihre Mutter, die dort sind, wiederzusehen, nur um nach weiteren tragischen Ereignissen noch weiter weg verschlagen zu werden.

Es bleibt dem Leser die Hoffnung, dass alles, was in den Büchern passiert, einen Sinn hat und sich das schreckliche Schicksal der Protagonisten zum Guten wenden wird, aber ein Happy End werden wir von Martin wohl nicht erwarten können, vor allem, da sich die Fans auch gar nicht einig sind, wer am Ende auf dem „Eisernen Thron“ sitzen soll.

Interessanter Weise wird Daenerys Targaryen, meiner Meinung nach der interessanteste Charakter der gesamten Saga, von vielen Fans nicht gemocht oder gar gehasst. Ihre Handlung spielt weit ab vom Hauptkontinent der Saga, Westeros, in Essos, einem Kontinent der, wenn Westeros an ein mittelalterliches Europa erinnert, viel mehr mit dem Orient gemein hat (vgl. auch „Rasse in GoT“ bei CC), obwohl ihr Ziel ebenfalls der Eiserne Thron ist (sie ist die Tochter des erwähnten „Mad King“ und die letzte überlebende Targaryen, diese Familie hat jahrhundertelang über Westeros geherrscht, bis die Familien Baratheon, Stark und Lannister rebelliert haben), ist sie nach 5 Büchern bzw. 5 Staffeln immer noch in Essos, sie trifft viele falsche Entscheidungen und wird trotzdem als „zu perfekt“ wahrgenommen.

GoT Dany

Ein Gegenkandidat ist Stannis Baratheon, ein eiserner Feldherr, der zwar als Bruder des verstorbenen Königs auch einen guten Thronanspruch hat, aber keinerlei Sympathie erweckt (jedenfalls nicht bei den Menschen in Westeros, bei vielen Fans schon). Meiner Ansicht nach ist Stannis allerdings ganz sicher einer von den Bösen und auch von Anfang an als solcher dargestellt. Seine Handlungen sind unmoralisch, er verheizt Tausende Soldaten, ist mit der dubiosen Roten Priesterin Mellisandre im Bunde, verbrennt Menschen bei lebendigem Leib, ermordet mit Blutmagie seinen jüngeren Bruder und vieles mehr.

Daenerys dagegen erfüllt sowohl für viele Charaktere der Saga, als auch für uns, einen unerfüllten Traum: Ein Herrscher (bzw. hier eine Herrscherin), mit sowohl Herz als auch Verstand, jemand, der die Schrecken des Krieges kennt und unnötige Grausamkeit verabscheut, aber bereit ist zu richten, zu töten und zu erobern, um eine bessere Welt zu schaffen. Ihre Befreiung der Sklaven in den verschiedenen Städten der „Sklavenbucht“ ist keine wildromantische Anwandlung, sondern der Versuch den geknechteten Menschen dieser Region ein freies Leben zu ermöglichen. In einem schönen Dialog in der 5. Staffel sagt ihr Liebhaber Daario, dass sie die einzige in der von ihr beherrschten Stadt Mereen sei, die nicht frei sei, weil sie sich entschließt einen Patrizier der Stadt zu heiraten, um den Bürgerkrieg zwischen ehemaligen Sklaven und ehemaligen Sklavenhaltern zu beenden.

Als ängstliches 13 jähriges Mädchen (Schauspielerin Emilia Clarke aus der Serie ist mit Rücksicht auf das Fernsehpublikum schon volljährig) wird Daenerys an einen Khal (Anführer) der Dothraki (ein Reiterstamm, von den Mongolen inspiriert) verheiratet und lernt die Sprache und die Sitten ihres neuen Volkes, wird zur „Khalessi“, sie verliert ihren Mann, ihr ungeborenes Kind und einen Großteil der Dothraki, erweckt aber nach Jahrhunderten wieder Drachen zum Leben. Sie schart Krieger, Berater und eine Armee um sich, erobert die Städte der „slavers bay“ in Essos und wird zur Königin von Mereen. Auch ihre Entscheidung, erst einmal über Mereen zu herrschen, statt direkt nach Westeros aufzubrechen, die viele Fans nicht nachvollziehen konnten, ist absolut verständlich. Weder hat sie Erfahrung, noch kann sie ihre Drachen im Krieg einsetzen (erst sind sie noch zu klein, später sind sie nicht kontrollierbar, weil keiner weiß, wie man Drachen zähmt. Die 5. Staffel endet damit, dass sie das erste Mal auf ihrem Drachen Drogon reitet).

GoT Drogon

Die Drachen sind ein wichtiges und weise eingesetztes Element in GoT. In den ersten Bänden gibt es so gut wie keine Magie, erst mit der wundersamen Wiedererweckung der drei Drachen durch Daenerys kehrt die Magie wieder in die Welt von Eis und Feuer zurück. Wenn ich an andere Drachendarstellungen denke (z.B. im schrecklichen „Dungeons and Dragons“-Film, in Eragon oder im Hobbit), dann sind sie dort beinahe inflationär eingesetzt. Dadurch, dass sie überhaupt erst am Ende des ersten Bandes erscheinen und für die Menschen in Westeros bis dato ein Gerücht bleiben, wird ihnen eine mystische Aura verliehen, die diesen Kreaturen gerecht wird.

Girlpower

GoT Arya

Nicht nur Daenerys, auch Arya Stark könnten als typische Beispiele des beliebten Themas um „Frauenpower“ gelten. Arya wird als ein Mädchen dargestellt, das keine Lust hat, sticken zu lernen und später einen großen Lord zu heiraten, sie nimmt lieber als „Tanzstunden“ getarnte Lektionen im Schwertkampf, wird im zweiten Band als Junge verkleidet und befindet sich am Ende von Buch/ Staffel 5 gerade in der Ausbildung zum Assassinen.

Aber Aryas jungenhaftes Verhalten wird von den Leuten in Westeros nicht gerade gut aufgenommen, sie bleibt die große Ausnahme in einer Welt, in der selbst die „mächtige“ Königin Cersei sich nicht dagegen wehren kann, wenn ihr Vater sie an einen Verbündeten verheiraten will. Ihre Wandlung zum Jungen ist ein Verzweiflungsakt, weil die Lannisters sie in die Finger bekommen wollen, kein „gender bending“, kein Spiel mit den Geschlechterrollen. Sie bleibt ein Mädchen, ein Mädchen, das ihre Familie verloren hat, viel Leid erfahren hat und auf Rache sinnt, ein Mädchen, das mit einem Schwert umgehen kann.

Auch Daenerys ist alles andere als eine moderne „Powerfrau.“ Sie ist die letzte ihrer Blutlinie und kann gar nicht anders, als dieses Schicksal anzunehmen (in ihrer Kindheit war sie davon ausgegangen irgendwann an ihren älteren Bruder verheiratet zu werden, eine Praxis, welche die Targaryens seit Jahrhunderten durchführen, um die Blutlinie rein zu halten, was als Erklärung für den in der Familie immer wieder grassierenden Wahnsinn gelten darf – wir erinnern uns an ihren Vater, den „Mad King“, auch ihr Bruder, der von den Dothraki ermordet wird, hätte das kommen sehen können, wenn er ein bisschen weniger verrückt gewesen wäre). Zwar gibt sie die Befehle, aber in militärischen Dingen vertraut sie auf ihre Berater und sie kämpft auch selbst nicht mit (was sich vielleicht ändert, wenn wir sie später noch häufiger auf dem Rücken eines Drachen sehen dürfen).

Wir sehen auch viele eher klassisch auftretende Frauen wie Aryas Schwester Sansa, die perfekte Lady, die auch viel zu leiden hat, das Ganze aber bisher eher passiv erträgt (sie tut einem irgendwann schon kaum noch leid, eben weil sie nichts tut als leiden) oder die Mutter der beiden, Catelyn, die als ältere Frau im Namen ihres Mannes, dem Lord Eddard Stark („Ned“), auch wichtige Entscheidungen trifft, später im Krieg ihren kaum volljährigen Sohn Robb berät und ebenfalls einige falsche Entscheidungen trifft – das alles aber immer in ihrer weiblichen Rolle.

Auch Cersei wird immer wieder damit konfrontiert, dass sie als Frau in der mittelalterlichen Gesellschaft gewissen Beschränkungen unterliegt. Sie spinnt ihre Intrigen, ist aber den Männern ihrer Familie – ihrem Vater, ihrem Ehemann, später ihrem wahnsinnigen Sohn – nicht gewachsen. In einer besonders gelungenen Szene macht ihr eiserner Vater sie verantwortlich für die Schandtaten ihres Sohnes, weil sie ihn nicht in den Griff bekommen habe.

Konklusion:

George R.R. Martin

George R.R. Martin

 

Sieht man GoT als eine weit angelegte Saga, die wie erwähnt noch lange nicht fertiggestellt ist, dann wird klar, warum man sie in die „High Fantasy“ einordnen kann: Zwar beginnt alles sehr „Low“ mit wenig Magie, aber gerade das macht die Drachen, die mysteriösen weißen Wanderer, die mit einer Armee von Untoten nur auf den Beginn des Winters warten, um die Reiche der Menschen zu vernichten und die Roten Priester, von denen einige, wie Thoros von Myr, anfangs gar nicht an die Kraft ihres Gottes glauben, zu wirklich mystischen Figuren. So wie die Menschen von Westeros, welche die „weißen Wanderer“ nur aus alten Geschichten kennen und sie für Fabelwesen halten, erschauern, wenn die Toten auferstehen, kann der Leser/ Zuschauer erschauern.

Ich hoffe, dass ich zeigen konnte, dass trotz Ambivalenzen und Vielschichtigkeiten in den Persönlichkeiten der Protagonisten nicht die Rede davon sein kann, dass bei Martin die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen. Er überlässt das Urteil über seine Charaktere viel mehr als die Brüder Grimm oder Tolkien dem Leser und wenn es Fans gibt, die den unsympathischen Stannis, der Menschen bei lebendigem Leibe verbrennt, für den „Guten“ halten, sagt das vielleicht mehr über die Fans aus als über den Autor.

Wer lieber eine Truppe von Edelhelden sieht, die allein gegen hunderte Orks bestehen, die nach dem Abschlachten dieser Orks darüber heulen, dass einer von ihnen gefallen ist (der dann doch wie ein Wunder überlebt), als wenn das bei diesem Kräfteverhältnis eine Überraschung wäre, wer möchte, dass die Bösen alle einen Zettel auf der Stirn kleben haben, auf dem „Villain“ oder ähnliches steht, der ist bei GoT wirklich an der falschen Adresse.

Produzenten Weiss und Bernioff

Produzenten Weiss und Bernioff

Bei der Serie bleiben die negativen Punkte, dass (vgl. die Artikel von Bell und Hood) wie gesagt viele Charaktere und ihre Motive modernisiert und/ oder ins Eindimensionale zusammengestaucht wurden und dass die Produzenten viele explizite Nacktszenen eingebaut haben (wobei das nach meiner Einschätzung von Staffel zu Staffel weniger wird, ich habe aber nicht nachgezählt, wie häufig Sex und Nacktheit jeweils vorkommen). Interessanter Weise hatten die Schauspieler von Ned und Catelyn Stark „no naked“ Verträge. Im ersten Buch gibt es eine Szene, in der sie in ihrem Schlafzimmer nach dem ehelichen Verkehr eine Unterhaltung führen, in der Serie sind sie bei dieser Unterhaltung angezogen. Wenn man dann Theon Greyjoy dabei zusieht, wie er Huren und Kapitänstöchter begattet, dann ist das sogar nicht unerheblich, um seinen Charakter zu verstehen. Aber die Prostituierte Ros, die wie erwähnt im Buch gar nicht vorkommt, beim „Üben“ mit einer Dunkelhäutigen oder das schwule Pärchen Loras und Renly beim Rummachen… da wird mir ähnlich übel wie bei den erwähnten sehr brutalen Folterszenen, die man sich auch hätte sparen können (auch diese Folterungen deutet Martin im Buch nur an, er beschreibt aber an anderer Stelle doch recht explizit mittelalterliche Foltermethoden, die man in der Serie nur zum Teil zu sehen bekommt).

Martin sagte in einem Interview, ihn mit Tolkien zu vergleichen sei eine große Ehre für ihn, ich persönlich halte „A song of ice and fire“ für besser als „Herr der Ringe“, was aber nur ein persönliches Urteil ist und bleiben soll.

So wie Tolkien für Jahrzehnte geprägt hat, was „Fantasy“ ist, Elfen und Orks als die nichtmenschlichen Rassen eingeführt hat, die „einfach dazu gehören“, hat Martin (ganz ohne Orks und Elfen) mit seiner Buchreihe Meilensteine im geduldigen Erzählen von verwinkelten Handlungssträngen gesetzt. So wie Tolkien für seine meisterlichen Landschaftsbeschreibungen gelobt wurde, kann man beim Lesen von Martins Büchern die beschriebenen Speisen beinahe riechen (man kann sie auch mit dem „GoT Kochbuch“ nachkochen), so wie Tolkien von Kameradschaft, Heldenmut und Aufopferung erzählt, von strahlenden Kriegern, die jeden Kampf gewinnen, so entführt uns Martin in eine kalte Welt des Leidens, des Hungers, der Kälte und des Krieges, in dem Charaktere, die alle so ihre Schwächen haben, oft allein und ohne jede Hilfe, gegen härteste Schicksalsschläge und übermächtige Feinde antreten müssen und dabei meistens verlieren. Aber auch im hohen Norden entsteht unter ehemaligen Verbrechern, die dem Bund der „Nachtwache“ beitreten, Kameradschaft, in den matschigen Sumpflanden der vom Krieg völlig zerstörten „Riverlands“ gedeiht Heldenmut und auf dem fernen Kontinent Essos opfern sich mutige Krieger für ihre silberhaarige Königin auf.

Martins Werk ist also fast zu düster, um im Sinne Tolkiens „High Fantasy“ zu sein, aber es ist keineswegs ein postmoderner Abgesang auf die Moral, nicht „Jenseits von Gut und Böse.“

So wie Tolkien bestritten hat, dass sein Werk 2. Weltkriegs- Propaganda (die Orks als die Deutschen – für welches Volk stehen dann die Elfen?) sei, wird es nicht in Martins Intention liegen uns BRD-lingen mit Daenerys Targaryen unseren unerfüllten Traum von der Befreiung zumindest in der Phantasie zu erfüllen. Und doch kann ich mich selbst in Jamie Lannister, wenn sein Gesicht im Matsch liegt und seine abgeschlagene Hand um seinen Hals baumelt, mehr einfühlen als in einen Legolas oder Aragorn.

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  1. Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen. Ich mag zwar Tolkiens Bücher sehr, bin aber auch seit langem ein Fan von G.R.R.M., wenngleich einer von der Art, über die er in Die Erben der Schildkrötenburg schreibt (fette Hervorhebung von mir):

    Die Fantasy und ich sind alte Bekannte.

    Fangen wir am besten am Anfang an, denn es gibt einige eigenartige und weitverbreitete Irrtümer. Einerseits habe ich Leser, die vor Das Lied von Eis und Feuer noch nie von mir gehört haben und offenbar felsenfest davon überzeugt sind, dass ich nie etwas anderes geschrieben habe als Fantasy-Epen. Andererseits gibt es da die Leute, die all mein altes Zeug gelesen haben und darauf bestehen, ich sei ein Science-Fiction-Autor, der schändlicherweise zur Fantasy übergelaufen ist.

    Als lange Zeit keine SF-Bücher mehr von ihm erschienen und dann in den Buchhandlungen auf einmal Fantasy-Bücher von ihm auftauchten, dachte ich auch zunächst (und noch eine ganze Weile danach), daß er bloß auf die Fantasy-Welle aufgesprungen sei, weil Science Fiction nicht mehr so gängig war. Inzwischen weiß ich, daß G.R.R.M. schon immer Fantasy-Autor war. Seine Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ habe ich bisher noch nicht gelesen und auch die Fernsehserie dazu noch nicht gesehen. Vielleicht fange ich doch einmal an, die Bücher nach und nach zu kaufen; dieser Artikel hat mir Lust darauf gemacht.

    Ebenfalls in „Die Erben der Schildkrötenburg“ (in seinem Sammelband „Traumlieder II“) beschreibt Martin, wie sich sein Verhältnis zu Tolkiens Werk entwickelte, nachdem er in seinem letzten Highschool-Jahr in einem nachfolgend eingestellten Fantasy-Fanzine namens Cortana, an das er das Manuskript einer eigenen Geschichte geschickt hatte, erstmals davon erfuhr:

    Bevor sie ihre violetten Spiritus-Umdruck-Zelte abbrachen, erwies Cortana mir einen weiteren Gefallen. In der dritten Ausgabe brachte Bigglestone einen Artikel mit dem Titel Mach keinen Hobbit draus, durch den ich zum ersten Mal etwas über J. R. R. Tolkien und seine Fantasy-Trilogie Herr der Ringe erfuhr. Die Geschichte klang so vielversprechend, dass ich sofort zuschlug, als ich einige Monate später zufällig an einem Zeitungskiosk eine raubkopierte Ace-Taschenbuchausgabe von Die Gefährten sah.

    Auf der Heimfahrt im Bus vertiefte ich mich in das dicke rote Taschenbuch und fragte mich bald, ob der Kauf nicht ein Fehler gewesen war. Die Gefährten schien mir alles zu sein, aber keine anständige heroische Fantasy. Was zum Geier sollte der ganze Quatsch mit dem Pfeifenkraut? Robert E. Howards Geschichten begannen normalerweise damit, dass eine riesige Schlange vorbeiglitt oder jemandes Kopf mit einer Axt gespalten wurde. Tolkien eröffnete mit einer Geburtstagsfeier. Und diese Hobbits mit ihren haarigen Füßen und der Vorliebe für Kartoffeln schienen einem Buch über Peter Hase entstiegen zu sein. Ich erinnere mich, wie ich gedacht habe: Conan würde sich einen blutigen Pfad mitten durchs Auenland hauen, von einem Ende zum anderen. Was ist mit der tiefen Melancholie, was ist mit der überschäumenden Heiterkeit?

    Trotzdem las ich weiter. Bei Tom Bombadil hätte ich fast aufgegeben, als alle mit ihrem „Bimmel bammel billo! Tom Bombadillo“ loslegten. Auf den Hügelgräberhöhen wurde es schon interessanter, und noch mehr in Bree mit dem Auftauchen von Streicher. Auf der Wetterspitze hatte Tolkien mich dann endgültig am Haken. „Gil-Galad war ein Elbenfürst“, rezitierte Sam Gamdschie, „die Harfe klagt im Liede noch.“ Ein Schauer durchrann mich, wie Conan und Kull ihn nie hervorgerufen hatten.

    Fast vierzig Jahre später stecke ich mitten in meiner eigenen High-Fantasy-Saga Das Lied von Eis und Feuer. Es sind gewaltige und gewaltig komplexe Bücher, die zu schreiben Jahre verschlingt. Wenige Tage nach der Veröffentlichung des neuesten Bands trudeln die ersten E-Mails mit der Frage ein, wann das nächste erschiene. „Du hast ja keine Ahnung, wie schrecklich die Warterei ist“, wehklagt manch einer meiner Leser. Ich weiß es sehr genau, möchte ich diesen Lesern sagen. Ich weiß, wie schrecklich es ist. Auch ich habe gewartet. Zu der Zeit, als ich Die Gefährten ausgelesen hatte, war noch keiner der anderen Bände als Taschenbuch erschienen. Ich musste darauf warten, dass Ace Die zwei Türme herausbrachte, und danach wartete ich auf Die Rückkehr des Königs. Zugegeben, lange musste ich mich nicht gedulden, aber es kam mir vor, als wären es Jahrzehnte. Sobald ich den nächsten Band in die Finger bekam, musste alles andere warten, während ich las… aber mitten im dritten Band hielt ich inne. Es verblieben nur noch wenige Hundert Seiten, und wenn ich damit fertig war, würde ich niemals wieder Herr der Ringe zum ersten Mal lesen können. So dringend ich auch erfahren wollte, wie es ausging, ich konnte es nicht ertragen, dass dieses Erlebnis vorüber sein sollte.

    So tief liebte ich als Leser diese Bücher.

    Als Autor jedoch war ich entsetzlich eingeschüchtert von Tolkien. Bei der Lektüre von Robert E. Howard dachte ich mir: Eines Tages wirst du in der Lage sein, genauso zu schreiben. Wenn ich Lin Carter oder John Jakes las, dachte ich: Ich kann heute schon was Besseres schreiben als das. Aber über Tolkien verzweifelte ich. Ich werde nie vollbringen können, was er vollbracht hat, dachte ich. Ich werde niemals auch nur nahe herankommen. Auch wenn ich in den folgenden Jahren Fantasy schrieb, hielt ich mich stilistisch eher an Howard als an Tolkien. Man sollte sich nicht erdreisten, seinen Meister zu kopieren.

    Hier spricht Martin auch den oben von Dunkler Phönix erwähnten Punkt an, daß seine „Eis und Feuer“-Bücher in sehr langsamer Folge erscheinen. Sicher, derartig umfangreiche und komplexe Bücher zu schreiben und mit zunehmender Länge der Gesamt-Saga den geistigen Überblick über diese Welt und die erzählten Ereignisse zu behalten, muß eine enorme Aufgabe sein. Angesichts dessen, daß er, wie er in seinen „Traumlieder“-Sammelbänden anmerkt, ein Meister der bloß angefangenen Serien mit höchstens einer fertiggestellten Geschichte ist, muß man jedoch froh sein, daß er jetzt bei diesem Werk endlich das Durchhaltevermögen entwickelt hat, sie beharrlich weiterzuschreiben. Daß die Saga ein Happy-end haben wird, erscheint mir ebenfalls fraglich, nachdem es in den Geschichten, die ich von ihm kenne, auch kaum welche gibt.

    Noch zwei Vergleiche zwischen Tolkiens Werk und einem anderen Fantasy-Roman, beide aus „Der Zauber des Nordens“: Einleitungen zu „Das geborstene Schwert“, worin der amerikanische Herausgeber der 1971 erschienenen überarbeiten Neuausgabe von Poul Andersons Erstlingsroman, Lin Carter, sowie Poul Anderson selbst ihre Vorbemerkungen abgeben (hier auszugsweise wiedergegeben); zunächst von Lin Carter:

    Professor Tolkien hat zwar keine der Sagas übersetzt, wenn er sich auch in seiner Arbeit an dem angelsächsischen Epos Beowulf eingehend mit den nordischen Quellen der altenglischen Überlieferung beschäftigte. Seine Kenntnisse der altnordischen Sprache wurden selbst von Fachkollegen bewundert. Seine Studie über das „Finnesburg“-Fragment, die 1983 posthum veröffentlicht wurde, beschäftigt sich eingehend mit den skandinavischen und germanischen Vorfahren der Angelsachsen und ihrem legendären Anführer Hengest, einem Vorfahren der Wikinger, der sein Volk im 5. Jahrhundert nach England brachte.

    Tolkiens Sohn Christopher, der selbst Dozent in Oxford war, bevor er sich ganz dem Nachlaß seines Vaters widmete und als Herausgeber des „Silmarillion“ bekannt wurde, hat die Heidreks oder Hervarar Saga aus dem Isländischen übersetzt.

    Auch das, was Poul Anderson in diesem Band geschaffen hat, steht unmittelbar in der großen Tradition jener Fantasy-Autoren, die dem Zauber des Nordens verfallen sind.

    […]

    „Das geborstene Schwert“ ist Andersons erster Roman überhaupt. Er wurde erstmals 1954, gleich zu Andersons Laufbahn, von Abelard-Schumann, einem ziemlich kleinen Verlag, herausgebracht. Für die Taschenbuch-Ausgabe, die 1971 in der von Lin Carter betreuten „Adult Fantasy“-Serie bei Ballantine Books erschien, wurde der Text vom Autor grundlegend überarbeitet. Diese revidierte Fassung liegt der vorliegenden deutschen Ausgabe zugrunde.

    Kennern des Werkes von J. R. R. Tolkien werden hier sicherlich einige überraschende Parallelen auffallen. So kommen bei Anderson zwei Zwerge mit Namen Dyrin und Dvalin (bei Tolkien: Durin und Dwalin) vor, und auch die Rolle der Elfen (bei Tolkien: Elben) bei beiden Autoren ist insofern vergleichbar, als sie ihnen etwas von ihrer mythologischen Bedeutung zurückgibt, nachdem die Literatur des 19. Jahrhunderts sie zu bloßen winzigen Naturgeistern herabgewürdigt hatte. Beide Autoren haben freilich nichts voneinander gewußt; als Anderson seinen Roman schrieb, war der erste Band von Tolkiens Trilogie (erschienen 1954/55) noch nicht gedruckt. Vielmehr haben beide die gleichen Quellen benutzt – zum Beispiel den sogenannten „Zwergenkatalog“ der Älteren Edda (Völuspa, Strophen 10 – 15) – und sich der gleichen Figuren und Motive bedient.

    Bei allen Gemeinsamkeiten sollten jedoch auch die Unterschiede nicht unterschlagen werden: Während Tolkien im Grunde ein christlicher Autor ist, der den Sinn der Kunst in einer Läuterung des Menschen und einer Hinführung zum Schönen, Wahren und Guten sieht, ist Andersons Werk durch und durch von jenem heidnisch-nordischen Geist durchdrungen, zu dem wir uns mit einem atavistischen Schauder immer noch hingezogen fühlen.

    Dies wird an keiner Stelle deutlicher als an dem Motiv des geborstenen Schwertes, das wir auch im „Herrn der Ringe“ finden. Doch während das neu geschmiedete Schwert Andúril bei Tolkien ein Zeichen der Hoffnung ist, weist das Schwert Tyrfing, das Skafloc von den Asen als Mitgift erhält, auf das drohende Verderben voraus. Es ist Lokis Waffe im kommenden Ragnarök, dem Untergang der alten Götter.

    Und hier von Poul Anderson:

    Gegen Ende des Jahres Unseres Herrn 1081 fuhr Sighvat Thordarson im Auftrag König Olafs von Norwegen durch Götland. Dort hingen die meisten Menschen noch dem alten Glauben an. Auf einem einsamen Gehöft untersagte die Bäuerin es ihm und seinen Freunden, über Nacht zu bleiben, weil ein Opferfest vorbereitet wurde. Dazumal konnte jeder wohlerzogene Mann Stabreime aus dem Ärmel schütteln, und Sighvat war ein Skalde. Also sprach er:

    „Elende Fremdlinge, euretwegen
    will ich Odin nicht kränken.“
    So wies mich das Weib unchristlich
    hinweg von der Tür.
    „Der heutige Tag ist heilig;
    wir halten den alten Brauch.“
    Opfern wollten sie am Abend
    den Elfen, die Heiden.

    So wird es in Snorri Sturlusons Heimskringla berichtet. An anderer Stelle lesen wir, daß von den Kriegsschiffen die Drachenköpfe entfernt wurden, wenn sie sich der heimatlichen Küste näherten, um die Elfen nicht zu beleidigen. Wir lernen daraus, was die Elfen in alter Zeit waren: Götter.

    Als die Männer im Norden damit anfingen, Bücher zu schreiben, waren die Elfen natürlich schon zu harmlosen Naturgeistern – ähnlich den griechischen Dryaden oder den Kami japanischer Flüsse – abgewertet worden. Die Eddas siedeln einige von ihnen in Asgard als Diener der Asen an. Aber das Wort wird für zwei verschiedene Rassen verwendet, die zwei der Neun Welten besitzen. Alfheim gehört den großen, blonden „Lichtelfen“. Obwohl wir dessen nicht ganz sicher sein können, ist Schwarzalfheim, das Heim der schwarzen Elfen, wahrscheinlich die Welt der Zwerge. Es ist interessant, wieviel wichtiger die letzteren in den Erzählungen sind, die bis auf uns überliefert wurden.

    Später entstandene Sagen verkleinerten die Elfen noch mehr, ließen ihre Gestalten zur Winzigkeit schrumpfen und vergaßen völlig ihre Verwandtschaft mit den immer noch mächtigen Zwergen. Nichtsdestotrotz finden wir einen Abglanz von Alfheim noch im Mittelalter und der Renaissance – das Feenreich, dessen Bewohner von menschlicher Gestalt, aber von unirdischer Schönheit und mit Zauberkräften begabt waren.

    In unserer Zeit hat R. R. Tolkien den Elfen in seinem faszinierenden Herrn der Ring etwas von ihrer früheren Größe zurückgegeben. Er hat sie jedoch nicht nur schön und klug, sondern auch weise, ernst, ehrenhaft und freundlich gemacht – Verkörperungen des guten Willens gegen alles, was lebt. Kurz gesagt, seine Elfen gehören eher in das Land Gloriana als in jenes Haus im heidnischen Götland. Selbstverständlich ist nichts dagegen einzuwenden. Es war auch für Professor Tolkiens Zwecke notwendig.

    Aber vor zwanzig Jahren ging ein junger Bursche, der den gleichen Namen wie ich trug, weiter zurück, bis ins neunte Jahrhundert, und entdeckte Elfen und Götter von ganz anderer Art. Es war, wenigstens in Europa, eine rohe Zeit. Ungehindert herrschten Grausamkeit, Raubgier und Zügellosigkeit. Die Schrecken, die die Wikinger über Britannien und Frankreich brachten, waren nicht geringer als die Greueltaten, die Karl der Große bei den Sachsen oder die Ritter des Ersten Kreuzzugs in Jerusalem begingen. Die Zivilisation des 20. Jahrhunderts hat ihren Ursprung zweifellos im Humanismus, und sie ist weit von jener untersten Talsohle entfernt, die (Gott helfe uns!) in der Geschichte vielleicht doch die Norm ist.

    Da die Menschen dazu neigen, ihre Götter und Halbgötter nach ihrem eigenen Bild zu schaffen, stellte der Verfasser Elfen und Asen als amoralisch dar – sogar als böse, wenn man ihre Pläne durchkreuzte. Das stimmt zu dem, was wir über sie in der Edda und den Sagas lesen können.

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