Star Dreck VIIId – Star Trek: Deep Space Nine, Teil 2: Jüdische Selbstdarstellungen

Von Deep Roots

Bisher von diesem Vierteiler erschienene Fortsetzungen:

Star Dreck VIIIa – Star Trek: Die Originalserie
Star Dreck VIIIb – Star Trek: Die nächste Generation
Star Dreck VIIIc – Star Trek: Deep Space Nine, Teil 1: Interstellare NWO

Im bisher letzten Teil hatte ich anklingen lassen, daß ich mich zum Schluß mit den jüdischen Selbstdarstellungen in „Deep Space Nine“ befassen würde. Von diesen gibt es in der Serie sogar vier Sorten, und das sind:

1. Die Bajoraner

Stadtpanorama auf Bajor.

Stadtpanorama auf Bajor.

Es ist ja die Vermutung geäußert worden, daß mit den Bajoranern die Polen gemeint seien, aber das halte ich für ausgeschlossen. Hier ist ja einem einzelnen Planetenvolk mit seiner Geschichte und Kultur eine wesentliche, über alle sieben Staffeln einer ganzen Trek-Serie reichende Rolle gegeben worden, und das würden Juden nie für ein nichtjüdisches oder gar europäisches Volk tun.

Wie in Teil 3/VIIIc bereits erläutert, sollen die Bajoraner auf einer Ebene ein vorerst noch unabhängiges Volk darstellen, das sich trotz anfänglicher Ablehnung ihres patriotisch-nationalistischen Teils, verkörpert durch Major Kira, zur Aufgabe der gerade erst errungenen Souveränität zugunsten einer Mitgliedschaft in einer supranationalen, multikulturellen Föderation durchringt und ähnlich patriotische Zuseher auf diesem Sinneswandel mitnimmt. Dieser Teil ist Propaganda, der sich an Weiße und andere nichtjüdische Völker richtet, die in einem künftigen Eine-Welt-Superstaat aufzugehen bereit sein sollen.

Auf einer anderen Ebene, die wohl für ein jüdisches Publikum gedacht ist und für Nichtjuden gar nicht so offensichtlich zu sein braucht, verkörpern die Bajoraner die Juden, und zwar als „Holocaust-Opfer“ und als Entsprechung zum jungen Israel. Bajor wird auch sehr positiv dargestellt: es ist eine der ältesten Kulturen des Alpha-Quadranten, und schon im 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung betrieben die Bajoraner Raumfahrt und schickten erstmals ein Raumfahrzeug aus ihrem Sonnensystem hinaus. Ihre Religion ist diejenige im Trek-Universum, die von den Autoren am ernstesten genommen wird, wobei aber deren fanatischer Zweig um Kai Winn Adami wiederum Weiße an fanatische christliche Sekten und Orden denken lassen soll (daneben vielleicht judenintern auch an verbohrte orthodoxe Sekten im Judentum).

Eine Parallele zum Judentum und vor allem zu Israel ist auch, daß die Bajoraner sehr zerstritten sind, auch hinsichtlich der Frage, ob die Beibehaltung der Unabhängigkeit (Zionismus) oder ein Beitritt zur Föderation (Diaspora) vorzuziehen sei. Dies kommt auch im Pilotfilm zum Ausdruck, wo es heißt, daß die Religion das einzige sei, was die Bajoraner noch zusammenhält. Noch deutlicher wird dieser Punkt in der Folge „Die Legende von Dal’Rok“, in der Bashir und O’Brien ein bajoranisches Dorf aufsuchen, um dessen todkranken religiösen Führer, genannt Sirah, zu behandeln. Dessen wichtigste Aufgabe ist die rituelle Vertreibung des Dal’Rok, eines weißen wolkenförmigen Gebildes, das Blitze schleudern kann und jedes Jahr zur Erntezeit am nächtlichen Himmel über dem Dorf erscheint, um es anzugreifen.

Bajoranischer „Rabbi“: der alte Sirah und das Wolkenmonster Dal’Rok.

Bajoranischer „Rabbi“: der alte Sirah und das Wolkenmonster Dal’Rok.

Der alte Sirah stirbt und überträgt sein Amt O’Brien, da er seinen einheimischen Schüler für einen Versager hält. O’Brien ist allein nicht in der Lage, das Dal’Rok zu vertreiben, aber gemeinsam mit dem jungen Sirah-Schüler, der nun in seine Rolle hineinwächst, schafft er es.
Dabei erfahren O’Brien und Bashir auch, was es mit dem Dal’Rok auf sich hat: Vor vielen Jahren war das Dorf in Gefahr, durch Hass, Neid und Mißtrauen unter seinen Bewohnern zerstört zu werden. Mittels eines Splitters von einem der heiligen Drehkörper der Wurmloch-Propheten erzeugte er alljährlich das Dal’Rok, eine Manifestation der bösen Gedanken der Dorfbewohner, die er in einer gemeinsamen Beschwörung zur Vertreibung des Wolkenmonsters inspiriert. Dabei feuert er sie an, ihm in Sprechchören nachzusagen: „Das Dorf ist stark! Viel stärker, als das Dal’Rok sich vorstellen kann! Mit unserer Stärke und Einigkeit werden wir das Dal’Rok endgültig verjagen. Das Dorf ist stark! Viel mächtiger als das Dal’Rok! (etc.)“. Diese äußere Bedrohung, von deren künstlicher Heraufbeschwörung die Dörfler nichts wissen, mitsamt dem gemeinsamen Vertreibungsritual stellt die Einigkeit im Dorf wieder für ein Jahr her.

Hier haben wir schon eine sehr auffallende Parallele zu den Juden, die es, wie ich schon in diesem Kommentar geschrieben habe, aufgrund ihrer Mentalität schon gar nicht mehr auf Dauer miteinander in einem unverdünnten Ethnostaat aushalten, und die auch in der Diaspora zur Festigung ihres Zusammenhalts eine äußere Bedrohung, und sei es nur eine erfundene, benötigen.
Der Sirah ist also der Rabbi der Bajoraner, und das Dal’Rok entspricht also in Israel den Arabern und allgemeiner betrachtet den Goyim, dem Dritten Reich oder auch Amalek.

Daß die Bajoraner eine Verkörperung der Juden sind, zeigt sich auch anhand ihres Verhältnisses zu den Cardassianern, die natürlich die Deutschen darstellen sollen. Mit dem Untergrundkampf gegen die langjährige cardassianische Besatzungsherrschaft könnte vielleicht ein bißchen auch der Konflikt mit den Arabern und der britischen Mandatsmacht in Palästina bis eine Weile nach der Gründung Israels mitgemeint sein, aber hauptsächlich soll das wohl eine Entsprechung zu den jüdischen Ghettokämpfern in Warschau sein. Und die Opferleier wegen der Arbeits- und Vernichtungslager hat einen eindeutigen Bezug zum Dritten Reich.

In „Der undurchschaubare Marritza“ kommt sogar ein Cardassianer nach DS9, der während der Besatzungszeit ein Datenverwalter in einem Lager gewesen war, an dessen Befreiung die damalige Widerstandskämpferin Kira Nerys teilgenommen hatte. Dieser Cardassianer, Marritza, leidet noch immer unter Schuldgefühlen und schämt sich seiner „Feigheit“, weil er die Lagergreuel damals miterlebt und nichts dagegen unternommen hat. Deshalb hat er sein Aussehen chirurgisch jenem des damaligen Lagerkommandanten Gul Darhe’el anpassen lassen und ist nach DS9 gekommen, um mit diesem verwechselt, festgenommen und zur stellvertretenden Buße von der bajoranischen Justiz hingerichtet zu werden.

Während er in der Haftzelle auf DS9 sitzt und von Kira einvernommen wird (und draußen Lagerüberlebende nach bekanntem jüdischem Vorbild in Lagerklamotten mahnwachend herumlungern), versucht er noch seine Fassade aufrechtzuerhalten und prahlt vor Kira, er hätte das alles für Cardassia getan. Kira darauf: „Nichts rechtfertigt den Holocaust!“

Schließlich findet Kira jedoch heraus, daß der Inhaftierte bloß der Datenverwalter Marritza ist, und als sie ihn damit konfrontiert, sagt er: „Oh nein, verstehen Sie doch, ich muß bestraft werden; wir alle müssen bestraft werden, Major. Sie müssen allen Bajoranern sagen, daß ich Gul Darhe’el bin, es ist der einzige Weg!“

Kira: „Weshalb tun Sie das?“

Marritza: „Wegen Cardassia. Cardassia wird nur überleben, wenn es jetzt vor Bajor die Wahrheit eingesteht. Meine Verhandlung zwingt Cardassia zur Anerkennung seiner Schuld. Wir sind schuldig, wir alle! Mein Tod ist unerläßlich!“

Kira läßt ihn frei, aber auf dem Weg aus der Zelle wird er von einem bajoranischen Zivilisten erstochen.

Auch daran, wie es Cardassia am Schluß der Serie ergeht, läßt sich ein Deutschland-Bezug in jüdischem Sinne erkennen: Die Cardassianische Union, die zuvor noch zusammen mit den Romulanern einen gescheiterten Angriff gegen den Heimatplaneten der „Gründer“ unternommen hatte, war schließlich dem Dominion beigetreten, um gemeinsam mit diesem den Alpha-Quadranten zu unterwerfen. Als die Gegenoffensive des Bündnisses aus der Föderation, den Klingonen und Romulanern im Schlußfilm Cardassia einschließen und die cardassianischen Kriegsschiffe die Seite wechseln, werden die cardassianischen Städte von den Jem’Hadar auf Befehl der Führerin der Gründer vernichtet und der Planet verwüstet – ein Schicksal, das in Star Trek keinem anderen Gegner der Föderation jemals zuteil wurde.

Cardassia am Ende des Dominion-Krieges: eine Trümmerlandschaft aus brennenden Ruinen.

Cardassia am Ende des Dominion-Krieges: eine Trümmerlandschaft aus brennenden Ruinen.

2. Die Ferengi

Die für Nichtjuden offensichtlichsten Judendarsteller in „Deep Space Nine“ sind die Ferengi, die als klischeehafte Weltraumjuden daherkommen: Sie sind raffgierig und profitsüchtig und nicht unbedingt ehrlich in ihren Geschäftspraktiken, aber sonst harmlos und zeitweise sogar ganz in Ordnung, wenn es darauf ankommt. Sie kennen schon seit 5000 Jahren eine Währung, Banken, Spekulationsgeschäfte und eine globale Wirtschaft, sind aber friedlich, und Sklaverei, interstellare Kriege, Völkermord, Konzentrationslager und Massenvernichtungswaffen sind ihnen fremd. Dafür ist Bestechung bei ihnen gesellschaftlich anerkannt und wird allgemein praktiziert, und Angestellte werden grundsätzlich ausgebeutet und streben selber danach, einmal zu Ausbeutern zu werden. Zu dieser gutmütigen jüdischen Selbstkarikatur, mit der vielleicht der harmlose, oberflächliche Antisemit gefüttert und vom Weiterdenken abgehalten werden soll, gehören auch die im 9. vorchristlichen Jahrtausend vom ersten Großen Nagus aufgeschriebenen 285 Erwerbsregeln der Ferengi, wie „Geld und Gold, das lieb’ ich sehr, und hab’ ich’s erst von andern, geb’ ich’s nicht mehr her“ oder „Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Aber nur zwischen Ferengi!“

Auch die jüdische Einstellung zum Besitz von Land, das dem Juden nie zur Scholle werden dürfe, kommt in der Episode zum Ausdruck, wo Jake und Nog bei einem Tauschgeschäft Land auf Bajor angeboten wird. Nog: „Wozu Land? Ist nichts weiter als Dreck.“ Nach dem Tausch frohlockt Jake: „Land!“ worauf Nog nur mürrisch sagt: „Dreck“.

In „Die Nachfolge“ hält der Große Nagus Zek auf DS9 eine Konferenz wichtiger Ferengi ab, um die Geschäftschancen im Gammaquadranten zu erörtern. Dabei fallen ebenfalls bezeichnende Sätze, wie:

„Und am allerbesten ist, daß dort noch keiner den Namen Ferengi gehört hat!“
„Und unser Wort wird dort auch noch etwas wert sein.“
„Aber nicht für lange!“ (allgemeines Gelächter und Fäusteklopfen auf dem Tisch)

Der Große Nagus Zek.

Der Große Nagus Zek.

Allerdings zeigt sich in der Darstellung der Ferengi immer wieder das jüdische Bedürfnis, Dinge mehr oder weniger unterschwellig auszuposaunen, die mehr über ihre Praktiken und Ziele und ihren Wesenskern aussagen, und manchmal sogar offen damit zu prahlen. Wenn Leute drauf eingehen, kommt das Geschrei, sie wären tumbe Rechtsradikale und könnten „Ironie nicht verstehen“. So ähnlich war das auch als Jonah Goldberg und andere sich darüber beschwerten, daß die Ferengi als eine Parodie des Judentums gezeichnet würden, und zwei der Serienschöpfer, Ira Steven Behr und Robert Hewitt Wolfe erklärten, die Ferengi sollten bloß allgemein die Menschen des 20. Jahrhunderts karikieren, als Gegensatz zu den moralisch fortgeschrittenen Menschen des 24. Jahrhunderts: „Die Ferengi sind wir.“

In „Die Nachfolge“ übergibt Zek sein Amt an Quark. Zeks Sohn, der sich übergangen fühlt, versucht daraufhin gemeinsam mit Rom, Quark zu ermorden. Nach dem mißlungenen Anschlag stellt sich heraus, daß Zek seinen Sohn nur testen wollte, ob dieser schon reif für das Amt des Nagus ist, und daß Grax diesen Test nicht bestanden hat.

Grax: „Aber Vater, ich bin bereit! Das hast du doch selbst gesehen! Ich war dabei, die Macht zu ergreifen!“
Zek: „Ergreifen? Das ist der falsche Weg. Sie wird Stückchen für Stückchen angehäuft, ohne daß es einer bemerkt.“
Grax: „Aber… aber ich verstehe das alles nicht!“
Zek: „Die Bar, du Idiot! Das war der Schlüssel. Die vielen Reisenden, die dort auf ihrem Weg zum und vom Wurmloch Station machen. Du hättest dort genüßlich in aller Ruhe sitzen können und alle wichtigen Informationen über den Gammaquadranten nur zu sammeln brauchen.“
Grax: „Aber… was ist mit ihm?“ (deutet auf Quark)
Zek: „Ach, was soll die Frage! Er hätte nichts weiter als das Zepter gehalten, während du alles aus dem Verborgenen kontrolliert hättest. Und dann, wenn alles wie geschmiert gelaufen wäre, erst dann wäre es an der Zeit gewesen, ihn zu stürzen.“

Das erinnert schon sehr an die gängige jüdische Strategie in unserer realen Welt. Ein besonders passendes Beispiel hat William Pierce in Der Hintergrund des Verrats: Zionismus, die Pariser Friedenskonferenz und die bolschewistische Revolution geschildert:

Der zionistische Plan war, dass die türkische Herrschaft über Palästina durch britische Herrschaft ersetzt werden sollte; die Juden sollten dann freie Hand bekommen, mit der Besetzung des Landes und dem Aufbau der gesamten Infrastruktur für einen jüdischen Staat zu beginnen, während die Briten Recht und Ordnung aufrechterhalten, die Busse fahren lassen, die Post ausliefern und die Juden vor dem unvermeidlichen Zorn der Palästinenser schützen würden. Wenn die Juden stark genug geworden wären, würden sie den Briten auch die offizielle Herrschaft wegnehmen. Genauso hat es Weizmann gegenüber Lansing und Lloyd George in Paris ausgesprochen.

Ich habe nicht herausfinden können, ob David Livingston, der Autor und Regisseur dieser Episode, und der Drehbuchautor Ira Steven Behr Juden sind, aber Behr ist einer der Hauptgestalter der Ferengi, und nachdem beide einerseits so ausgiebig an Star Trek beteiligt waren und andererseits die jüdische Mentalität offenbar so gut kennen, liegt es nahe, daß sie selber welche sind. Auffallend ist auch, daß die Ferengi häufig von Juden gespielt werden (z. B. Armin Shimerman als Quark, Max Grodénchik als Rom, Aron Eisenberg als Nog, Wallace Shawn als Zek).

3. Die Trillsymbionten

Dr. Bashir entnimmt Jadzias Symbionten Dax.

Dr. Bashir entnimmt Jadzias Symbionten Dax.

Wie bereits im vorigen Teil erwähnt, sind die Trill eine humanoide Spezies mit einer Bauchtasche, in die ein wurmähnlicher Symbiont eingesetzt werden kann. Diese Kreaturen sind für ein dauerhaftes Überleben auf einen Wirt angewiesen und entwickeln sich bis zu ihrer ersten Vereinigung in einer Flüssigkeit. Bis zu 93 Stunden nach der Verbindung können die beiden Symbiosepartner noch voneinander getrennt werden, danach würde der humanoide Wirt sterben, und auch der Symbiont ist dann immer nur kurze Zeit allein lebensfähig und braucht so schnell wie möglich einen neuen Wirt. Unvereinigte Trill brauchen jedoch keinen Symbionten. Da es viel weniger Symbionten als Trill gibt, sind die meisten unvereinigt, und es gilt als erstrebenswert und große Ehre, für eine Vereinigung ausgewählt zu werden.

Da die Symbionten mehrere Jahrhunderte alt werden können, haben sie im Laufe ihres Lebens meist mehrere Wirte, von denen sie die Erinnerungen immer mitnehmen und sie dem neuen Wirt zur Verfügung stellen, der sie wie seine eigenen empfindet und mit dem zusammen sie jedesmal eine neue gemeinsame Persönlichkeit entwickeln.

Diese Symbionten symbolisieren offenbar die jüdischen Diaspora-Populationen, die von einem nichtjüdischen Wirtsvolk zum anderen wechseln, und natürlich stehen die Trill für uns, die „Goyim“, wobei das wieder nur ein judeninternes Selbstfeiern ist und von uns gar nicht mitgekriegt zu werden braucht. Bezeichnend ist ja schon mal das euphemistische Wort „Symbiont“, wo es doch vielmehr Parasiten sind, die ohne ihre Wirte nicht leben könnten, während die Wirte sehr gut ohne sie auskommen und als einzige Gegenleistung für das Schmarotzen der Würmer in ihren Körpern die Erinnerungen früherer Wirte vermittelt bekommen (wovon der erste Wirt eines Symbionten noch gar nichts haben kann). Passend ist auch, daß die Trill von ihrer Kultur dazu indoktriniert werden, sich um diese Vereinigung zu reißen.

4. Die Formwandler

Eine sehr wichtige Judenverkörperung in „Deep Space Nine“ sind die Formwandler, die „Gründer“ des Dominion, von denen wir zunächst nur Odo kennenlernen, den Sicherheitschef der Raumstation, der erst im Laufe der Serie von seiner Abstammung erfährt.

Allein schon das mit dem „Formwandeln“ ist eine sehr treffende Analogie, wozu ich hier einen Absatz aus Revilo P. Olivers Essay „Was wir unseren Parasiten schulden“ zitiere:

Dieses seltsame und einzigartige internationale Volk, die Juden, die während all der Zeit, in der sie der Geschichte bekannt waren, gelebt und floriert haben, indem sie ihre Kolonien in die Länder anderer Völker pflanzten, haben viel von ihrem Erfolg der chamäleonartigen Fähigkeit verdankt, wenn sie es wollten, die Verhaltensweisen und Haltungen jedwedes Landes anzunehmen, in dem zu wohnen sie sich entschieden. Sie sind ein hochintelligentes Volk; gut möglich, daß sie viel intelligenter sind als wir. Aber alle Beobachter, besonders Douglas Reed und Roderick Stohlheim, haben die erstaunliche Fähigkeit der Juden kommentiert, in Berlin als Deutscher zu erscheinen, in Prag als Tscheche, in Rom als Italiener und als Engländer in London, wobei sie mit derselben Leichtigkeit von einer Rolle zur anderen wechseln, mit der ein Mann seinen Anzug wechselt. Die Juden haben natürlich den großen Vorteil, daß ihre Haut weiß ist, und daß viele von ihnen in den Gesichtszügen Mitgliedern unserer Rasse ähneln, was sogar so weit gehen kann, daß sie zumindest für das ungeschulte Auge nicht zu unterscheiden sind, und einschließlich Personen mit solch nichtorientalischen Merkmalen wie blondem oder rotem Haar.

49 Odo

Odo gibt den einsamen Gerechten in der kosmischen Diaspora, der „den Menschen“ immer wieder moralisierend „den Spiegel vorhält“, ähnlich wie Spock in der Originalserie. Odo kann alle möglichen Gestalten annehmen, auch von toten Gegenständen, und so unbemerkt die Gespräche von Schurken belauschen. Allerdings muß er spätestens alle 16 Stunden in seinen flüssigen Grundzustand zurückkehren, um sich zu regenerieren. Aufgrund seines besonderen Andersseins eignet er sich gut für die Serienmacher, um ihn als ausgegrenztes Opfer xenophober Vorurteile darzustellen, zum Beispiel in „Unter Verdacht“ („A Man Alone“), wo er unter Verdacht gerät, einen Bajoraner ermordet zu haben und seine Position als Sicherheitschef zur Vertuschung seiner Täterschaft zu mißbrauchen. Nachdem er seine Funktion für die Dauer der Ermittlungen zurückgelegt hat, um diesen Verdacht zu entkräften, und sein Sicherheitsbüro als bloßer Privatmann verläßt, wird er von einer Meute hasserfüllter Bajoraner angegriffen, was Commander Sisko Gelegenheit zu dem Appell gibt: „Verurteilt diesen Mann nicht, nur weil er anders ist als ihr!“

Später stellt sich heraus, daß Odo einer der „Gründer“ des vor zehntausend Jahren im Gammaquadranten geschaffenen Dominion ist, die zu einem planetenumspannenden Ozean vereinigt auf ihrer Welt im Ommarionnebel leben und über die in Wikipedia steht (fette Hervorhebung von mir):

Lange Zeit wurden die Gründer von den Solids, den Wesen mit fester Gestalt, verfolgt, geächtet und gequält (aus dieser Zeit stammt auch der Name „Wechselbälger“, engl. changeling oder shapeshifter), bis sie sich schließlich ihrer enormen Fähigkeiten besannen und den Entschluss fassten, nicht länger die Verfolgten, Hilflosen zu sein, sondern die Herrschenden, die Verfolger. Die zentrale Maxime der Gründer war der Wunsch nach Kontrolle und Ordnung; mit der Gründung des Dominions setzten sie sich das Ziel, Ordnung in die chaotische, beängstigende und widersprüchliche Welt der Solids zu bringen und sie dem friedvollen, harmonischen Zustand der „Großen Verbindung“ anzugleichen.

Die Völker des Dominions erfüllen verschiedene Funktionen. Die Gründer sind Formwandler, die das Dominion vor mehreren tausend Jahren gründeten und immer noch die Führung innehaben. Da sie den Solids, also den „festen“ Lebensformen, aufgrund von jahrhundertelanger Verfolgung kein Vertrauen entgegenbringen, haben sie für alle wichtigen Aufgaben Völker, auf die sie trafen, genetisch angepasst, um effizient ihre Aufgaben zu erfüllen. Zur Sicherung der Ergebenheit dieser Völker pflanzten die Gründer in jedem so veränderten Lebewesen das genetische „Wissen“ ein, dass die Gründer ihre Götter und unfehlbar sind.

Hier haben wir schon wieder vieles beisammen, was für die Juden typisch ist: historisches Verfolgungsnarrativ als angeblich immer nur schuldlose Opfer böser, von irrationalem Hass motivierter Nachbarvölker, denen sie mißtrauen; Überlegenheitsdünkel und Machtfantasien von künftiger Herrschaft als Hegemonialmacht, die natürlich nur zum eigenen Wohl der Beherrschten ausgeübt werden soll; Kontrollfreakigkeit, Heranziehung von Statthaltereliten und Dschihadkriegern zur Durchsetzung ihrer Interessen, Einimpfen von Ergebenheit und Anerkennung der „auserwählten“ Herrscher als unfehlbare Götter, nur daß Letzteres in unserer Wirklichkeit nicht genetisch bewerkstelligt wird, sondern mit kultureller Indoktrinierung verschiedener Art.

Früher habe ich diese Darstellung der Gründer für eine subversive Botschaft an uns gehalten, die von der zuständigen scriptcreature in den Kanon von Star Trek geschmuggelt worden sei, aber heute glaube ich eher, daß sich das hauptsächlich an Juden richtet und nur nebenbei auch als versteckte Drohungen an uns wenige Durchblicker gedacht ist: Legt euch nicht mit dem Dominion an! In diese Kategorie gehört wohl auch dieses Detail:

In der letzen Folge der vierten Staffel bringt die Defiant Odo zum Heimatplaneten der Gründer, die dort über ihn richten wollen, weil er einen der Ihren getötet hat. Der cardassianische Agent Garak nutzt die Gelegenheit zum Mitflug, um etwas über eventuelle cardassianische Überlebende des gemeinsam mit den Romulanern unternommenen gescheiterten Angriffs gegen die Welt der Gründer in Erfahrung zu bringen. Bei einer Aussprache mit der „Gründerin“, die auch Odos Kontaktperson ist, sagt ihm diese:

„Es gibt keine Überlebenden. Alle sind tot, Sie sind tot, Cardassia ist tot. Von dem Augenblick, als es uns angriff, war Ihr Volk zum Untergang verurteilt.“

Eine Episode, die das Verhältnis zwischen Formwandlern, Jem’Hadar und den anderen beleuchtet, ist „Der Ausgesetzte“. Darin finden die Leute von DS9 ein Jem’Hadar-Baby, dessen wahre Natur sie erst erkennen, als es extrem rasch zu einem aggressiven Jung-Jem’Hadar heranwächst. Als dieser Odos Formwandlernatur erkennt, beugt er sich instinktiv dessen Autorität, sodaß nur Odo seine Aggressivität bändigen kann.

Der junge Jem’Hadar und Odo.

Der junge Jem’Hadar und Odo.

Bei einem Gespräch sagt der Jem’Hadar zu Odo, er wisse tief drinnen, daß dieser – als Gründer – ihm überlegen sei, aber genauso wisse er, daß er selber allen anderen auf der Station überlegen sei. Nein, korrigiert ihn Odo, hier sind alle gleich (womit wieder der Gleichheitsmythos des „westlichen Paradigmas“ bedient wäre). Schließlich bleibt Odo jedoch nichts anderes übrig, als ihn wieder in den Gamma-Quadranten zurückzubringen.

Manche sehen in den Jem’Hadar die amerikanischen Soldaten als militärische NWO-Durchsetzer, und von dem her, was letztere tun, paßt dieser Vergleich auch einigermaßen; auf die christlich-evangelikalen Zionisten unter ihnen paßt er auch teilweise hinsichtlich ihrer inneren Haltung gegenüber ihren „Gründern“. Aber die fanatische Kampfbereitschaft bis zum Tod erinnert mich wie vieles andere an den Jem’Hadar vielmehr an die Moslems, die mekkanische Kampfhundsekte des Judentums.

Ein interessanter Punkt ist auch, wie die Föderation mit den Gründern verfährt, beziehungsweise was unsere Helden von Deep Space 9 dann daraus machen: Im Verlauf des Dominion-Krieges hatten die Formwandler immer wieder versucht, die Führung der Föderation und ihrer Sternenflotte und sogar der mit ihr verbündeten Klingonen durch Imitation wichtiger Personen zu infiltrieren. Daraufhin entwickelt der Föderationsgeheimdienst einen tödlichen Krankheitserreger mit sehr langer Inkubationszeit, mit dem Odo anläßlich einer medizinischen Untersuchung im Sternenflottenhauptquartier heimlich infiziert wird und den er unwissentlich bei seinem Eintauchen in die „Große Vereinigung“ der Gründer an diese weitergibt. Dies kommt erst im Laufe der letzten Serienstaffel heraus, und Odo sagt dann dazu: „Ich weiß, daß wir uns im Krieg gegen die Gründer befinden, aber dies ist keine Entschuldigung für einen Völkermord!“

Also ich glaube, daß solch ein Vorgehen in einem realen interstellaren Krieg gegen eine derart fremde und gefährliche Lebensform tatsächlich als das Naheliegendste praktiziert würde, und ich hielte es voll für gerechtfertigt. Dr. Bashir und Chief O’Brien schaffen es aber nicht nur, die geheime Heilmethode herauszufinden, um ihren Freund Odo zu retten (was ich noch verstehen könnte), sondern ermöglichen es ihm auch noch, zur Heimatwelt der Gründer zu fliegen und sein Volk durch Verschmelzen mit ihm zu heilen.

Odo verabschiedet sich von Kira und taucht in die „Große Verbindung“ ein, den aus seinen Artgenossen gebildeten planetenweiten Ozean.

Odo verabschiedet sich von Kira und taucht in die „Große Verbindung“ ein, den aus seinen Artgenossen gebildeten planetenweiten Ozean.

Nachdem er sich von Kira verabschiedet hat, geht Odo also zurück in die Große Vereinigung, um den Formwandlern alles beizubringen, was er unter den Solids und über sie gelernt hat, damit sie lernen, ihnen zu vertrauen und mit ihnen zusammenzuleben. Das könnte man als innerjüdischen Appell der Globo-Juden an die Zionisten sehen, doch die Diaspora als die bessere Wahl gegenüber der Existenz als jüdischer Nationalstaat zu akzeptieren.

Schlußbetrachtungen

Wie bereits in vorherigen Teilen erwähnt, war ich früher lange ein Trekkie, schon seit der ORF ab ca. 1973/74 „Raumschiff Enterprise“ vom ZDF übernommen und gesendet hatte. Bei der „Nächsten Generation“ gefiel mir zwar die insgesamt bessere Machart, jedoch hinterließ diese Serie bei mir keinen so großen Eindruck, weil sie zu pazifistisch-fade-progressivistisch war und mir die Charaktere etwas zu flach erschienen (immerhin war ich da ja schon älter). „Deep Space Nine“ hat mir aus den bereits beschriebenen Gründen von allen Trek-Serien am besten gefallen.

Von „Voyager“ habe ich nicht viele Episoden gesehen, ehe ich aus der Serie ausgestiegen bin. Dabei hatte ich die Ausgangssituation sehr interessant gefunden – das war ziemlich das, wie ich mir „2001: Odyssee im Weltraum“ vorgestellt hatte, bevor ich wußte, worum es da wirklich ging. In „Voyager“ wurde jedoch der schlappe Pazifismus von TNG zu neuen Extremen geführt, Captain Janeway war eine fade „Schasdack’n“, wie man bei uns sagt, und die Holo-Technik kam schon in überkandidelter Weise zum Einsatz. Einmal haben sie Neelix sogar eine holographische Lunge als Ersatz eingepflanzt, als ihm seine eigene eine Zeitlang abhanden gekommen war. Anderes war dafür wieder sehr billig: Auf einem Planeten verwendeten die Bewohner, die wieder einmal wie ganz gewöhnliche Erdenmenschen aussahen und mit denen die Voyager-Leute auch wieder ganz normal reden konnten, obwohl dort noch nie jemand Kontakt mit der Föderation gehabt haben konnte, ein bestimmtes Pistolenmodell von Smith & Wesson, das im realen Amerika zu der Zeit gerade auf den Markt gekommen war.

Die bisher letzte Trek-Serie mit der Enterprise von Captain Archer hätte interessant werden können, weil man darin das Abenteuer der ersten interstellaren Vorstöße der Menschen sowie die Vorgeschichte zu Kirks Zeit hätte darstellen können. Ich weiß nicht mehr genau, warum ich auch da bald wieder mit dem Ansehen aufgehört habe, aber einer der Gründe war, daß die Menschen dabei nicht unabhängig vorgehen konnten, sondern mehr oder weniger unter der Aufsicht der Vulkanier als „ältere Brüder“ standen, deren herablassende bis arrogante Art mich gestört hat.

Auf jeden Fall habe ich mich seit meinem Erwachen gegenüber der NWO-Agenda und den Erkenntnissen beim Wiederansehen von „Babylon 5“, was dann zu bewußten Retrospektiven von DS9 und TOS geführt hat, aus dem Trek-Fandom gelöst. Und ich hoffe, daß ich mit meinen Ausführungen in diesem Vierteiler dazu beigetragen habe, den „Mythos Star Trek“ zu zerstören.

Remains of a Federation Trespasser

* * * * * * *

Bisher in unserer Reihe „Star Dreck“ erschienen:

STAR DRECK I: Buffy von Kairos
STAR DRECK II: Firefly von Kairos
STAR DRECK III – Starship Troopers von Kairos
Star Dreck IV: Hollywoods Helden von mir
Star Dreck V: Affen und Gewalt von Kairos
Verheiratet mit einem Vampir von „Herman Munster“ (mit mir als „Ghostwriter“)
Star Dreck VI: Six feet under – Gestorben wird immer von Sternbald
V – Die außerirdischen Besucher – Teil 1 und Teil 2 von Dunkler Phönix (Star Dreck VII/1 und VII/2)
Star Dreck VIIIa – Star Trek: Die Originalserie von mir
Star Dreck VIIIb – Star Trek: Die nächste Generation von mir
Star Dreck VIIIc – Star Trek: Deep Space Nine (Teil 1): Interstellare NWO von mir
Star Dreck 9: Die Star-Trek-Filmreihe von Dunkler Phönix

Siehe auch:

Star Trek und die multirassische Zukunft von Jonathan Pyle
Fiktive schwarze Helden: Star Trek von Hunter Wallace
Rassenvermischung: Nicht mehr nur für Verlierer? von Greg Johnson
„Django Unchained“: Ein weiterer jüdischer feuchter Traum von Trevor Lynch (Greg Johnson)

Body Snatcher: Rezension der Miniserie „Band of Brothers“ von Charles Dodgson
Das DuMont-Fernsehnetzwerk von Andrew Hamilton
Film-Schwindel: „Decoration Day“ vom Instauration Magazine
Hollywood-Humbug „Dolphin Tale“: Morgan Freeman darf wieder einmal einen numinosen Neger spielen von Paul Kersey
Von der Virtualität zur Realität: Memoiren eines geläuterten Fernsehsüchtigen von Alex Kurtagić
Straw Dogs von Alex Kurtagić
Die Entführung Jesu auf dem Weg zur Apokalypse von Penelope Thornton
„Avatar“ – der neueste anti-westliche Film aus Hollywood von Fjordman

Wer kontrolliert Hollywood? von Joel Stein

„Unstoppable“: Warum ich schreibe von Edmund Connelly
Understanding Hollywood, Part I: Hollywood’s Jewish Identity von Edmund Connelly (PDF, 36 Seiten)
Understanding Hollywood, Part II: Deconstructing Christianity von Edmund Connelly (PDF, 10 Seiten)
Understanding Hollywood, Part III: Racial Role Reversals von Edmund Connelly (PDF, 14 Seiten)

Warp Speed to Nonsense: Every episode of Star Trek summarized, critiqued and made fun of (just a little)

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Ein Kommentar

  1. Deep Roots

     /  September 26, 2016

    Heute ist mir eine unerwartete Bestätigung meiner Gleichsetzung des Sirah in der DS-9-Folge „Die Legende von Dal’Rok“ mit einem jüdischen Rabbi untergekommen. Da gibt es doch glatt ein Buch Jesus Sirach, ein apokryphes Buch des Alten Testaments aus dem frühen 2. vorchristlichen Jahrhundert, verfaßt vom jüdischen Lehrer Jesus ben Sirach.

    Von dessen Existenz erfuhr ich erst durch diese Stelle in Kevin Alfred Stroms Eckart and Hitler on Jewish Bolshewism (Bolshevism from Moses to Lenin: a Dialogue Between Adolf Hitler and Me), Part 4:

    „Their book Sirach,” I completed, „howls: ‘Terrify all peoples; lift your hand up against strangers, that they may see your power. The fire of wrath must burn them. Crush the heads of the princes, who are our enemies!’“ (Sirach 36:2-12).

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