Willkommen im Dschungel: Unamusement Park erforscht den Kongo (2)

Von Unamused, übersetzt von Deep Roots. Das Original Welcome to the jungle: Unamusement Park explores the Congo (part 2) erschien am 24. August 2011 auf Unamusement Park. (Dies ist Teil 2 von 4; hier Teil 1)

Willkommen zurück im Dschungel.

Letztes Mal hielten wir uns die Nase zu, versuchten, unser Essen bei uns zu behalten, und warfen einen mulmigen Blick auf das Leben (kurz und elend) und Lieben (nicht einvernehmlich) in der Demokratischen Republik Kongo: im Flugzeug beförderte Krokodile, die Flugzeuge zum Absturz bringen; Penisdiebstahl durch goldberingte Zauberer; die schützenden Kräfte der Sodomie an Pygmäen; kongolesische Militärtaktik mit Schwerpunkt auf das Vergewaltigen 5jähriger Mädchen mit anschließendem Schuß in die Vagina (wobei sichergestellt wird, daß sie nicht gleich getötet werden); Epidemien von AIDS, Malaria, Masern und Durchfall; und die atemberaubende, typisch afrikanische Geburtenrate, die sicherstellt, daß der Zyklus der Schlächterei niemals mangels Opfern oder Tätern aufzuhören braucht.

Gute Zeiten.

Heute erkennen wir die erstaunlichen Tiefen der Verkommenheit der Volksrepublik Kongo mittels einer zweiten Auswahl der Entsetzlichkeit, die man im ärmsten Land der Erde findet.

„Unvorstellbare Brutalität“

Die UNO hat in Süd-Kivu, einer östlichen Provinz des Kongo, alle Hände voll zu tun, wo „sexuelle Greueltaten… ‚weit über Vergewaltigung’ hinausgehen und sexuelle Sklaverei, erzwungenen Inzest und Kannibalismus einschließen, sagte ein UN-Menschenrechtsexperte am Montag“ (AP, 2007).

Yakin Erturk nannte die Situation in Süd-Kivu die schlimmste, die sie in vier Jahren als Sonderermittlerin der globalen Körperschaft für Gewalt gegen Frauen jemals gesehen hat. Sexuelle Gewalt „grassiert“ im ganzen Kongo, sagte sie, wobei sie Rebellengruppen, den Streitkräften und der nationalen Polizei die Schuld gab.

„Die Greueltaten, die von diesen bewaffneten Gruppen begangen werden, sind von unvorstellbarer Brutalität, die weit über Vergewaltigung hinausgeht“, sagte sie in einer Stellungnahme. „Frauen werden brutalen Gruppenvergewaltigungen unterzogen, oft vor ihren Familien und Gemeinschaften. In zahlreichen Fällen werden männliche Verwandte mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihre eigenen Töchter, Mütter oder Schwestern zu vergewaltigen.“

Das mit dem Inzest ist neu, aber die Gruppenvergewaltigungen sollten diejenigen nicht überraschen, die Teil 1 gelesen haben. Auch die Fisteln kehren wieder zurück: „Das Panzi Hospital, eine spezialisierte Institution in Bukavu nahe der ruandischen Grenze, erlebt jedes Jahr etwa 3.500 Frauen, die an Fisteln und anderen schweren Genitalverletzungen als Folge von Vergewaltigungen leiden, sagte Erturk.“

Entsetzliche Sachen. Aber denken Sie daran: Im Kongo wird es immer noch schlimmer.

Die Stellungnahme fuhr fort: „Häufig wird den Frauen in ihre Genitalorgane geschossen oder gestochen, nachdem sie vergewaltigt wurden. Frauen, die Monate der Versklavung überlebten, erzählten mir, daß ihre Peiniger sie gezwungen hatten, Exkremente oder das menschliche Fleisch ermordeter Verwandter zu essen.“

Eturk schreibt nahezu 20 % der Mißbrauchsfälle der Armee und der Polizei zu:

Armeeeinheiten haben absichtlich auf Gemeinden abgezielt, die verdächtigt werden, Milizgruppen zu unterstützen, „und plündern, begehen Gruppenvergewaltigungen und ermorden in manchen Fällen Zivilisten“, sagte sie.

Der Nordwestkongo hat auch seinen Anteil an den Greueltaten:

Zu den Taktiken gehören „Plünderungen, Folterungen und Massenvergewaltigung“, sagte sie unter Anführung eines Vorfalls vom Dezember, als 70 Polizisten Rache für die Anzündung einer Polizeistation in Karawa nahmen, indem sie die am Äquator gelegene Stadt niederbrannten, Zivilisten folterten und mindestens 40 Frauen vergewaltigten, einschließlich eines 11jährigen Mädchens.

Kein Polizist ist im Zusammenhang mit den Greueltaten angeklagt oder verhaftet worden, sagte sie und fügte hinzu, daß ähnliche Operationen seitdem in Bonyanga und Bongulu, ebenfalls im Nordwesten des Kongos, durchgeführt worden sind.

Wie lautete nochmal das Prinzip? Oh, richtig: im Kongo wird es immer noch schlimmer. Sie glauben mir nicht? Dann zurück mit uns in den östlichen Kongo (AP, 2005):

Milizionäre grillten Leichen am Spieß und kochten zwei Mädchen bei lebendigem Leib, während ihre Mutter zusah, klagten UN-Friedenshüter am Mittwoch an, was der Liste von Greueltaten, die von einer der im nordöstlichen Kongo kämpfenden Stammesgruppen verübt wurden, Kannibalismus hinzufügt.

Die Kannibalismusvorwürfe im UN-Bericht stammten aus einer Zusammenfassung von Zeugenaussagen, die ein Jahr lang von Hunderten Menschen gesammelt wurden, die in der Region von Milizen entführt worden waren. In dem Bericht hieß es, daß manche Opfer durch Folter und Enthauptung getötet wurden. Diejenigen, die nicht getötet wurden, wurden in Arbeitslagern festgehalten und gezwungen, als Fischer, Portiere, Hausangestellte und Sex-Sklaven zu dienen.

„Mehrere Zeugen berichteten von Fällen von Verstümmelung, gefolgt von Tod oder Enthauptung“ besagte der Bericht.

Der UN-Bericht enthielt eine Schilderung von Zainabo Alfani, in der sie sagte, daß sie im Juni gezwungen wurde zuzusehen, wie Rebellen zwei ihrer Kinder töteten und aßen.

In dem Bericht hieß es: „In einer Ecke gab es bereits gekochtes Fleisch von Leichen, und zwei Leichen wurden auf einem Barbecue gegrillt, und zur selben Zeit bereiteten sie ihre zwei kleinen Mädchen zu, indem sie sie lebend in zwei große Töpfe mit kochendem Wasser und Öl steckten.“

Ihr kleinstes Kind wurde verschont, anscheinend weil es mit sechs Monaten nicht viel Fleisch hatte.

Alfani sagte, daß sie von den Rebellen gruppenvergewaltigt und verstümmelt wurde. Sie überlebte, um ihre Schreckensgeschichte zu erzählen, starb aber am Sonntag im Spital an AIDS, das sie sich bei ihrer Tortur zwei Jahre zuvor zugezogen hatte, sagte der UN-Bericht.

Die fragliche Stammesgruppe ist die Patriotische Widerstandsfront von Ituri, die laut General Patrick Cammaert, dem damaligen Kommandeur der UN-Truppen im Kongo, aus Uganda in das Land eindrang.

Mitglieder der Gruppe wurden verdächtigt, am 25. Februar neun UN-Friedenshüter in einem Hinterhalt getötet zu haben. Am 1. März feuerten Schützen auf pakistanische Friedenshüter, und die Friedenshüter wehrten sich und töteten bis zu 60 Kämpfer, sagten UN-Offizielle zu der Zeit.

An diesem Punkt war der Krieg offiziell seit drei Jahren vorbei, der 2002 durch ein Friedensabkommen beendet wurde. Im Kongo, zumindest in gewissen Provinzen, sieht der Friede furchtbar stark wie totaler Krieg aus. Betonung auf „furchtbar“.

„Gravierende Wissenslücken“

Um zu etwas Erfreulicherem überzugehen (BBC News):

Ein Minister in der Demokratischen Republik Kongo hat ein Gefängnis in Kinshasa angewiesen, ein Dutzend Ziegen freizulassen, von denen er sagte, daß sie dort illegal festgehalten wurden.

Vize-Justizminister Claude Nyamugabo sagte, daß er die Ziegen gerade rechtzeitig während eines routinemäßigen Gefängnisbesuchs fand.

Die Tiere sollten vor Gericht erscheinen, da ihnen vorgeworfen wurde, illegal an der Straße verkauft worden zu sein.

Der Minister sagte, daß viele Polizisten gravierende Wissenslücken hätten, und daß sie zur Nachschulung geschickt werden würden.

In der Tat.

Ich habe dich mit einem Zauber belegt (I put a spell on you)

Nördliche Provinz Kivu, östlicher Kongo, 2008: Ein Kampf bricht während eines Spiels zwischen den rivalisierenden Fußballmannschaften Nyuki System und Socozaki aus. Ein Polizist versucht einzugreifen und wird von Zuschauern mit Steinen beworfen. Die Polizei feuert Tränengas in die Menge, die zu den Ausgängen stürmt. Dreizehn Menschen ersticken (CBC).

Warum? Nun, alles fing an, als „Nyukis Tormann Berichten zufolge das Spielfeld entlanglief und im Versuch der Änderung des Spielverlaufs ‚fetischistische’ Zaubersprüche skandierte, sagte Radio Olapi [ein von der UNO finanzierter Radiosender].“ Und so reichte CBC Sports einen völlig wertfreien Bericht ein: „Hexerei die Schuld an tödlichen Fußballunruhen im Kongo gegeben.“

Dies ist kein isolierter Vorfall – und das überrascht nicht in einem Land, wo viele Menschen „Amulette und andere Gegenstände benutzen, um Hexerei als Teil ihrer traditionellen animistischen Glaubensvorstellungen zu praktizieren.“ Was überraschend ist (zumindest für mich), ist, daß die beschuldigten Hexen immer häufiger Kinder sind (USA Today).

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen, der dieses Jahr (2009) herausgegeben wurde, wird in der Demokratischen Republik Kongo eine wachsende Zahl von Kindern der Hexerei beschuldigt und brutalen Exorzismen durch religiöse Führer unterzogen, wobei sie oft geschlagen, verbrannt, ausgehungert und sogar ermordet werden.

Dies wurde vom United Nations Children Fund (UNICEF) 2010 bestätigt: laut ihrer neuesten Statistik „ wurden ihnen 2008 allein in der Provinz Nord-Kivu im östlichen Kongo an die hundert Fälle von Hexerei durch Kinder berichtet. Diese Zahl verfünffachte sich letztes Jahr [2009] im selben Gebiet auf 450“ (BBC News). (Erinnern Sie sich daran, daß der tödliche Fußballkrawall auch in Nord-Kivu stattfand.)

Die beschuldigten Kinder landen oft auf der Straße: „Die gemeinnützige Gruppe Save the Children schätzt, daß 70 % der ungefähr 15.000 Straßenkinder in Kinshasa, der Hauptstadt, zu Hause rausgeworfen wurden, nachdem sie der Hexerei beschuldigt worden waren“ (USA Today). Javier Aguilar, ein Kinderschutzbeamter der UNICEF in Kinshasa, der Hauptstadt, setzt die Zahl der Straßenkinder mit 20.000 an, bestätigt aber, daß 70 % der Hexerei beschuldigt werden (Christian Science Monitor).

Und das Schicksal dieser 10.000 – 14.000 Kinder (von denen wir wissen)? Laut Arnold Mushiete, einem katholischen Sozialarbeiter, „werden obdachlose Kinder häufig vergewaltigt und geschlagen, sogar von der Polizei. Drogenmißbrauch grassiert. Mädchen verfallen oft der Prostitution und lassen ihre eigenen Babies nachts am Straßenrand schlafen, während sie sich verkaufen“ (USA Today).

Betrachten Sie den Fall des 12jährigen „Henri“ (BBC News):

„Die Leute beschuldigten mich der Hexerei, und meine Mutter glaubte ihnen“, sagt er.

„Schauen Sie, hier auf meinem Bauch.“ [Er „zeigt auf eine große, frisch aussehende Narbe auf seiner Magengegend“.] „Sie versuchte mich mit einem Messer zu töten. Es hat wirklich wehgetan, und ich kann nicht verstehen, warum meine Mutter das tat.“ … Henri war dann gezwungen, auf der Straße zu leben, bis Wohlfahrtsarbeiter seine Mutter davon überzeugten, daß die Anschuldigungen unwahr waren.

Wie reagierte seine Mutter, nachdem sie akzeptierte, daß ihr Sohn in Wirklichkeit kein Hexer war? Henri sagt: „Sie sagte zu mir nicht, daß es ihr leid tut. Sie sagte gar nichts.“

Oder nehmen Sie den 14jährigen „Jean“: von den Eltern seines Freundes beschuldigt, ein Hexer zu sein, von seinen Großeltern geschlagen, zur örtlichen Behörde gebracht, wo er geschlagen und zum Geständnis gezwungen wurde, zu einem örtlichen Priester gebracht, der seine Schuld bestätigt, und schließlich von der Wohlfahrtsorganisation Children’s Voice gerettet, die seine Großeltern informierten, daß der kongolesische Gesetzgeber kürzlich ein Gesetz erlassen hatte, demzufolge es illegal war, Kinder der Hexerei zu beschuldigen. Was tat Jean, um all das zu verdienen?

Es fing alles an, sagte, er, nachdem er sich einen nigerianischen Horrorfilm über Zombies ansah.

„In diesem Film erweckte jemand die Toten mit einem Stock. Ich war mit einem Freund zusammen, und wir gingen auf einen Friedhof, um den Film nachzuspielen zu versuchen“, sagt er.

„Aber als mein Freund mich das tun sah, lief er weg und beschuldigte mich bei seinen Eltern, ein Zauberer zu sein.“

Alessandra Dentice, die Leiterin des UNICEF-Kinderschutzes im Kongo, bestätigt, daß das neue Gesetz, das eine Höchststrafe von drei Jahren Gefängnis vorsieht, hilft.

Aber die Existenz eines kürzlich eingeführten Gesetzes unter dem Kinderschutzgesetz ist eine Sache. Es durchzusetzen, kann laut dem örtlichen Anwalt Antonie Famber eine ganz andere sein.

„Das Problem ist, daß die meisten Menschen hier immer noch an Hexerei glauben, was es sehr schwer macht, das Gesetz durchzusetzen,“ sagt er.

„Zu allem Übel glauben sogar manche Amtsträger der Regierung selber an Zauberei. Nehmen Sie den Fall eines Kollegen von mir, der ebenfalls Anwalt ist. Er weiß, daß das Gesetz Zauberei nicht anerkennt, aber er hat seine eigenen Kinder der Hexerei beschuldigt.“

Tatsächlich „sagte sogar der Leiter einer speziellen Regierungskommission zum Schutz von Kindern, die der Hexerei beschuldigt werden, daß er es für möglich hält, daß Kinder ‚Hexer’ sind.“ (USA Today).

„Manchmal sieht man ein sehr kleines Kind mit großen Augen, schwarzen Augen, einem aufgetriebenen Bauch,“ sagte Theodore Luleka Mwanalwamba. „Dies sind die physischen Aspekte.“ … Er sagt, das Durchgreifen gegen mißhandelnde Pastoren sei schwierig, weil „wichtige Leute“ manchmal Mitglieder ihrer Kirchen sind.

Es überrascht daher kaum, daß viele Aktivisten bestätigen, daß das Gesetz nicht durchgesetzt wird. Zu ihnen gehört Liana Bianchi, die Verwaltungsdirektorin der humanitären Gruppe Africare, die der Armut die Schuld an den Anschuldigungen gibt: „Hexereivorwürfe“, sagt sie, sind sozial akzeptable Gründe dafür geworden, warum eine Familie ein Kind auf die Straße setzt.“

Das ist sicherlich möglich. Immerhin ist dies ein Land, wo 80 % der Bevölkerung weniger als einen Dollar pro Tag verdient und wo, obwohl eines von fünf Kindern vor dem Alter von fünf Jahren stirbt, nahezu die Hälfte der Bevölkerung unter 14 ist (Christian Science Monitor). Es ist besonders möglich in Kinshasa: nachdem der jahrzehntelange Bürgerkrieg endlich zurückgeht, „strömen Flüchtlingsfamilien in die Hauptstadt… und finden heraus, daß sie sich nicht ernähren können. Aus Gründen des Überlebens verwenden viele die Hexerei als Ausrede, um ihre verwundbarsten Mitglieder auszustoßen: Kinder.“

Das könnte auch erklären, was dem 13jährigen Flüchtling Kisungu Gloire geschah. Er lebte immer bei seiner Stiefmutter, die „für ihn sorgte wie für eines ihrer eigenen Kinder.“

Dann fiel Kisungus zerbrechliche Welt eines Tages auseinander.

Seine Stiefmutter gebar ein Baby, das tot geboren wurde. Sie gab Kisungu die Schuld und nannte ihn einen Hexer. Sie hatte einen Traum, daß Kisungu versuchen würde, sie zu töten, und versuchte ihn dann mit einem brennenden Plastiksack zu verbrennen. Sie brachte ihn zu einem Priester, um einen Exorzismus durchzuführen, aber als das gescheitert zu sein schien, hörte sie schließlich auf, ihn zu ernähren, und sagte ihm, er solle hinausgehen.

„Wenn ich um Essen bat, weigerte sie sich“, sagt er. „Ein anderes Mal bat ich um Essen, und sie nahm ein Küchenmesser und schnitt mich ins Auge. Als ich mit meinem Bruder sprach, sagte er: ‚Laß es einfach.’ Dann zog ich also hinaus auf die Straße.“

Armut könnte auch das Schicksal des 16jährigen Ntumba Tshimanga erklären, der vor den Kämpfen in seinem Heimatort nach Kinshasa floh:

Nachdem Ntumbas Mutter an einer Krankheit starb, blieb er in der Obhut seiner Großeltern zurück.

Obwohl Ntumba auf der Straße arbeitete, um Essen nach Hause zu bringen, wurde seine Anwesenheit übelgenommen, und bald begann ihn die Familie zu beschuldigen, ein Hexer zu sein. Wenn er von einem Botengang spät zurückkam, behaupteten sie, daß er auf der Straße Hexerei betriebe. Wenn es einen Krankheitsfall in der Familie gab, dann lag es daran, daß Ntumba einen Zauber gewirkt hatte. Vor fünf Jahren ging Ntumba weg, um auf der Straße zu leben.

Aber Armut kann nicht erklären, warum Julie Moseka in einem Land, in dem das Durchschnittsgehalt 100 Dollar beträgt, 50 Dollar bezahlte, um einen Exorzismus an ihrer 8jährigen Tochter Noella durchführen zu lassen, was heißen soll, sie foltern zu lassen (USA Today):

Während der Zeremonie hielten Pastor Tshombe und drei seiner Gehilfen Noellas spindeldürre Gliedmaßen nieder und gossen heißes Kerzenwachs auf ihren Unterleib, während sie schrie und weinte. Dann biß der Pastor fest zu und zog an der Haut ihres Bauches, wobei er so tat, als würde er dämonisches Fleisch aus ihr herausziehen.

„Es war unumgänglich, daß es auf diese Weise geschah,“ sagte sie [die Mutter], „weil das Kind der Hexerei beschuldigt wird.“

Alessandra Dentice (die Leiterin des UNICEF-Kinderschutzes) hat eine allgemeinere und insgesamt vernünftigere Erklärung: (BBC News): „Dies ist ein Land, in dem es keinen sozialen Zusammenhalt mehr gibt, es gibt kein Gemeinschaftsgefühl, kein Familiengefühl. Wann immer also etwas auf Familien- oder Gemeindeebene passiert, ist es für sie sehr leicht, irgend jemandem die Schuld zu geben, der machtlos ist und keine Rechte zu haben scheint.“

Sie sagt weiters, daß das Schläge und Verbrennungen für Kinder, die der Zauberei beschuldigt werden, „sehr verbreitet“ sind: „Ich habe erst heute morgen einen Bericht über ein 12jähriges Mädchen erhalten, das verbrannt wurde, weil es der Hexerei beschuldigt wurde.“

Wohlfahrtsfall

Verliere ich „rassistische“ Glaubwürdigkeit, wenn ich zugebe, daß diese Geschichten mich traurig machen? Nun, ich werde nicht wirklich etwas tun, um dem Kongo zu helfen (aus Gründen, die später in dieser Serie klar werden, falls sie es nicht schon sind), aber manche Leute versuchen es damit – zum Beispiel Ben Affleck und Cindy McCain (Huffington Post). Es scheint zu funktionieren: internationale Hilfe – wenn sie nicht durch erneute Kämpfe zwischen der Armee und den Rebellen abgeschnitten wird (BBC, UNICEF) oder, in direkterer Weise, durch die Entführung von Hilfspersonal (CNN) – hat tatsächlich Erfolg bei der Verlängerung der Leben der Kongolesen (Baltimore Sun). Dann werden die Kongolesinnen, die sie retten, schwanger und drücken noch mehr Kongolesen raus (The Star):

Die Hälfte der 35 Millionen Frauen des Kongo gebären ab dem Alter von 19 und haben in ihren fruchtbaren Jahren durchschnittlich 6,2 Kinder. Sie fangen zu früh an und machen zu lang weiter. Nur geschätzte 6 % der Kongolesen verwenden Verhütungsmittel. Zu dieser Mischung kommen natürlich katastrophale Vergewaltigungszahlen, die von dem fortgesetzten Konflikt im östlichen Teil des Landes angetrieben werden.

Dadurch hat der Kongo mit Stand von 2011 die 11.höchste Geburtenrate der Welt und mit 2,835 % die 14.höchste Bevölkerungswachstumsrate (CIA).

Dies erhebt eine interessante Frage: angesichts dessen, daß der Kongo so ist, wie er ist (d. h. in jeder vorstellbaren Weise entsetzlich, und daneben noch auf ein paar andere Arten): warum ist der Kongo so, wie er ist?

Falls die Antwort historischer Art ist, d. h. „der Kongo ist Scheiße wegen der bösen Belgier, die ihn kolonisierten“, dann wird es im Kongo jetzt, wo die Belgier draußen sind, sicherlich besser werden… mit der Zeit. Aber die Tatsache, daß er sich in die gegenteilige Richtung zu bewegen scheint, ist ein Argument gegen diese Theorie. Andererseits, falls die Antwort genetischer, d. h., rassischer Natur ist, d. h., „der Kongo ist Scheiße, weil er voller Kongolesen ist“, dann wird der Kongo sich wahrscheinlich nach keiner geringeren als einer geologischen Zeitskala verbessern.

Falls die genetische Theorie zutrifft, warum sollten wir dann angesichts dessen, daß der Kongo so ein entsetzlicher Ort zum Leben ist (was er sicherlich ist) darum bemüht sein, noch mehr Kongolesen zu produzieren, um darin zu leiden? Ist es nicht unmoralisch, die Leben der Kongolesen ein wenig und immer noch ein wenig zu verlängern, wenn das nur noch mehr Kongolesen (die Kongolesen… DER ZUKUNFT) zu einer etwas verlängerten Existenz in dieser nur ein wenig verbesserten, aber immer noch ganz schön verdammt schrecklichen Umgebung verurteilt? Wir haben vielleicht keine moralische Notwendigkeit, ihnen Hilfe zu verweigern, aber müßte unsere Hilfe nicht mit Empfängnisverhütung beginnen? Oder, wie wäre es mit (unheilvolle Musik) Sterilisierung?

Und falls die genetische Theorie stimmt, sollten wir uns dann nicht angesichts dessen, daß wir, die Bewohner jener wundervollen mehrheitlich weißen Nationen, selber nicht im Kongo leben wollen (was wir sicherlich nicht wollen) sehr darum bemühen, die Kongolesen aus unseren Ländern draußen zu halten? Würden sie uns nicht andernfalls durch ihre außerordentliche Vermehrung und ihr einzigartiges, äh, „genetisches Erbe“ unausweichlich auf ihr Niveau hinunterziehen?

Lauter interessante Fragen. Wir werden sie in Teil 3 weiter untersuchen.

Aktualisierung: Flavia von Revolt Against the Modern World merkt an:

Modernität ist sehr schlecht für sie [die Kongolesen]. Nachdem sie der Entwicklung von Waffen wie Macheten und Schußwaffen nie auch nur nahekamen, oder von Technologien wie Autos und Flugzeuge, sind sie geistig völlig außerstande, solche modernen Wunder in ihr Leben zu integrieren. Ich glaube nicht an Kolonisierung. Die Kongolesen haben jedes Recht auf Selbstbestimmung wie wir auch. Falls all die Wohlfahrt und westliche (und nun östliche) Einmischung aufhören würde, dann würde der Kongo in einigen Jahren zu seinem natürlichen Zustand zurückkehren. Mit der Zeit würden die Schußwaffen kaputtgehen, und sie würden sie nicht reparieren können; den Flugzeugen würde der Treibstoff ausgehen… und so weiter. Es ist moralisch zutiefst verdorben, ein HBD*-Leugner zu sein. Ich habe viel Mitgefühl mit den kongolesischen Frauen, die durch dieses dumme globalistische politkorrekte Experiment leiden. Sie sind nicht an dem Punkt, wo Technologie ihnen helfen kann, sie sind zu gewalttätig und dumm. Es ist am besten, sie in Ruhe zu lassen. Sie müssen nicht wie wir sein. Sie brauchen keine Doritos und AK-47er. Sie entwickelten sich in einer Weise, wie es für sie am besten ist.

* Anm. d. Ü: HBD = Human Biodiversity = menschliche Biodiversität

Fortsetzung: Teil 3

*     *     *

(Quelle der Übersetzung: hier)

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