Wie man nach Europa kommt: Paket „69“

Trotz: die moslemischen Lesbierinnen Rehana Kausar (links), 34, und Sobia Kamar, 29, aus Pakistan heirateten Anfang dieses Monats trotz Todesdrohungen.

Trotz: die moslemischen Lesbierinnen Rehana Kausar (links), 34, und Sobia Kamar, 29, aus Pakistan heirateten Anfang dieses Monats trotz Todesdrohungen.

Analog zum „Paket Hintertür“ aus Wie man nach Europa kommt – Anleitung für Senegalesen – Teil 1 gibt es für nichtweiße Frauen dank der kranken Toleranzpolitik der „westlichen Gesellschaft“ das Reisepaket „69“. Aus der „Daily Mail Online“ vom 27. Mai 2013 (Original: Pakistani lesbians become the first Muslim gay couple to marry in the UK and claim asylum immediately afterwards because their lives are in danger at home): Pakistanische Lesbierinnen, die das erste moslemische homosexuelle Paar sind, das im Vereinigten Königreich heiratet, beanspruchen politisches Asyl und sagen, daß ihr Leben gefährdet ist, falls sie nach Hause zurückkehren.

  • Rehana Kausar und Sobia Kamar heirateten am Standesamt von Leeds
  • Die frisch vermählten Pakistanis sind das erste verheiratete moslemische lesbische Paar
  • Nach der Zeremonie bewarb sich das Paar um Asyl
  • Sie erhielten Todesdrohungen sowohl aus Pakistan als auch als dem Vereinigten Königreich. Aber die beiden sagen, daß sie verliebt sind, und priesen die Toleranz des Vereinigten Königreichs

Ein Paar pakistanischer Frauen hat als das erste moslemische lesbische Paar Geschichte gemacht, das im Vereinigten Königreich heiratet. Rehana Kausar, 34, und Sobia Kamar, 29, machten Geschichte, als sie sich in einer standesamtlichen Zeremonie das Jawort gaben und dann sofort um politisches Asyl ansuchten, nachdem sie verheiratet waren, wobei sie behaupteten, ihr Leben sei in Gefahr, wenn sie in ihr Geburtsland zurückkehrten. Mit ihren Anwälten und zwei Freunden als Zuseher trugen die beiden traditionelle weiße Brautkleider, als sie in Leeds, West Yorkshire, getraut wurden. Das Paar aus den pakistanischen Regionen Lahore und Mirpur sagte, daß sie Todesdrohungen von Gegnern in Pakistan erhalten hätten – wo homosexuelle Handlungen illegal sind und als islamwidrig betrachtet werden. Und seit sich die Nachricht von ihrer Heirat Anfang dieses Monats verbreitete, behauptete das Paar, hätten sie sogar Todesdrohungen aus dem Vereinigten Königreich erhalten. Vor der Zeremonie riet sogar der Standesbeamte dem Paar, wegen der Ansichten mancher Moslems zur Homosexualität ernsthaft über ihre Entscheidung zur Heirat nachzudenken.

Punjab University

Miss Kausar, Inhaberin eines Magistergrades in Ökonomie von der Punjab University (s. Bild), beide kamen in das Vereinigte Königreich, um Wirtschaft und Verwaltung im Gesundheitswesen zu studieren.

Kausar sagte: „Dieses Land gewährt uns Rechte, und es ist eine sehr persönliche Entscheidung, die wir getroffen haben. Es geht niemanden etwas an, was wir mit unserem persönlichen Leben machen. Das Problem mit Pakistan ist, daß jeder glaubt, er wäre für das Leben anderer verantwortlich und könne am besten über die Moral anderer entscheiden, aber das ist nicht die richtige Haltung, und wir sind in diesem Staat wegen unseres Klerus, der unsere Gesellschaft gekapert hat, die einst eine tolerante Gesellschaft war und die Freiheiten von Individuen respektierte.“

Die beiden heirateten am Standesamt im Rathaus von Leeds. Sie haben seit einem Jahr als Paar in South Yorkshire gelebt.

Die beiden heirateten am Standesamt im Rathaus von Leeds. Sie haben seit einem Jahr als Paar in South Yorkshire gelebt.

Miss Kamar bezeichnete ihre Partnerin gegenüber der Birmingham Mail als ihre „Seelengefährtin“ und sagte, dass die beiden Frauen tief verliebt seien. Das pakistanische Gesetz erkennt gleichgeschlechtliche Ehen nicht an, und es gibt keine Gesetze, die Diskriminierung verhindern. Beide Frauen begegneten sich in Birmingham als Studentinnen, als sie aus Pakistan ins Vereinigte Königreich übersiedelten. Sie begannen in South Yorkshire als Paar zusammenzuleben, wo sie vor der Entscheidung zu heiraten ein Jahr verbrachten. Ein Verwandter sagte: „Die beiden hatten keine islamische Trauungszeremonie, die Nikah genannt wird, das sie keinen Imam finden konnten, der etwas durchführte, was eine kontroversielle Zeremonie gewesen wäre. „Sie sind die ganze Zeit sehr tapfer gewesen, da unsere Religion Homosexualität nicht billigt. Das Leben des Paares wurde sowohl hier als auch in Pakistan bedroht, und es gibt keine Möglichkeit, daß sie jemals dorthin zurückkehren könnten.“ Viele Gelehrte der Scharia – des islamisches Gesetzes – betrachten Homosexualität als strafbares Vergehen. Es wird keine bestimmte Bestrafung vorgeschrieben, aber in extremen Fällen können schwule Paare verurteilt werden.

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