Star Dreck II – Firefly

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Von Kairos.

Ich hatte „Star Dreck I“ mit dem Kampf der letzten Angel- Staffel enden lassen: Ein aussichtsloser Kampf gegen ein Imperium fieser Dämonen, den zu gewinnen die Charaktere nicht hoffen können – aber sie kämpfen trotzdem.

Dieses Muster wiederholt Whedon in seiner Science- Fiction/ Western Serie „Firefly.“ (Auch andere Muster wiederholen sich, wie das von dem kämpfenden Mädchen oder Whedons Vorliebe für pathetische Ansprachen).

Im „Firefly“ Universum hat die Menschheit die Erde verlassen und lebt auf einigen Planeten verstreut. Es gibt allerdings „innere“ und „äußere“Planeten. Die inneren Planeten sind Teil eines Großimperiums, der „Allianz“, während die äußeren Planeten noch kaum erschlossen sind. Hier herrscht zumeist niemand außer dem Gesetz des Stärkeren. Die Siedler, die auf diesen Planeten landen, sind meist arme, einfache Leute, die einfach eine neue Chance suchen, so wie die ersten europäischen Einwanderer nach Amerika. Viele sind – oder werden – aber auch einfach Verbrecher und Schurken.

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Die Crew des Raumschiffs Serenity (ein Raumschiff der „Firefly“- Klasse, daher der Name der Serie) besteht aus zwei Veteranen aus dem verlorenen Unabhängigkeitskrieg gegen die Allianz, einem ziemlich verrückten Piloten, einer symphatischen Maschinistin, einem christlichen Priester mit dunkler Vergangenheit, einer Edelprostituierten und Jane.

In der ersten Folge nimmt die Crew einen Dr. Tam auf, einen jungen Arzt der, wie sich herausstellt seine Schwester aus dem Allianzgebiet schmuggeln will. Die hochintelligente River wurde von der Allianz als Versuchskanninchen für psychologische Experimente missbraucht.

Diese zwielichtigen Gestalten versuchen sich irgendwie mit Schmuggel, Diebstahl und anderen krummen Dingern über Wasser zu halten, das Raumschiff in flugbereitem Zustand zu erhalten und zu überleben.

Der Titelsong (auch von Whedon) drückt die Stimmung der Serie sehr gut aus:

Take my love. Take my land.
Take me where I cannot stand.
I don’t care, I’m still free.
You can’t take the sky from me.

Take me out to the black.
Tell ‚em I ain’t comin‘ back.
Burn the land and boil the sea.
You can’t take the sky from me.

Have no place I can be since I found Serenity.
But you can’t take the sky from me.

Bemerkenswert ist vor allem, dass die Allianz eine globalistische Agenda fährt, die mit den widerlichsten Methoden durchgesetzt wird. Dass von Menschenrechten gefaselt wird, während das einzelne Leben nicht viel zählt, auf den inneren Planeten Hightech- Medizin existiert und die Menschen auf den Randplaneten für die Behandlung eines Arztes oder ein paar Medikamente töten.

Auf den inneren Planeten kann man keine Abenteuer erleben (es sei denn man ist ein gesuchter Verbrecher und versucht sich in ein Allianzgebäude hineinzuschleichen), die Gefahren lauern außerhalb.

Ganz am Rand leben die „Reaver“, Kannibalen, die angeblich verrückt wurden, weil sie die Leere des Alls nicht ertrugen.

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Der Film „Serenity“, der im Anschluss der Serie entstand, klärt das Geheimnis der Herkunft dieser Monster auf:

Auf dem Planeten Miranda hat die Allianz eine Art Friedensdroge, das „PAX“, ausprobiert. Die Menschen hörten auf sich gegenseitig zu hassen – aber sie hörten auch mit allem anderen auf. Nur bei einem kleinen Teil von ihnen hatte das „PAX“ die umgekehrte Wirkung – sie wurden zu den „Reavern.“

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Also nicht nur Globalisten, sondern auch völlig hirnverbrannte Gutmenschen, welche die Folgen ihres Handelns nicht überschauen.

Die Abenteuer der Serenity- Crew sind spannend, äußerst witzig und bestechen dadurch, dass zumindest der Captain sich einen Ehrenkodex erhalten hat und nicht so ein Schmierfink ist wie alle um ihn herum.

Gegen eine anständige Kneipenprügelei hat er nichts einzuwenden, aber wenn es drauf ankommt, dann outet er sich als Idealist.

Wenn die Serie also so gut ist (das ist sie!) und sich sogar eine Parallele zum Kampf gegen die globalistische Agenda ziehen lässt, warum bringe ich sie dann als „Star Dreck II“ heraus?

Nun, auch Firefly funktioniert nach dem politisch korrekten Paradigma. Die Einheitsgesellschaft, in der jeder chinesisch spricht (aber kaum einer chinesisch aussieht) und in der Rassenvermischung etwas normales ist, besteht trotzdem aus klar erkennbar europäischen und schwarzen Menschen – ein Widerspruch, wie er auch bei dem neuen Star Trek Film ins Auge springt. Einerseits Vermischung, andererseits Diversität???

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Die Abenteuerer auf den äußeren Planeten sind keine weißen Nationalisten (auch wenn sie zum großen Teil als Weiße, Fundamentalisten und Hillie-Billies dargestellt werden), nicht ihre Abscheu vor der multikulturellen Gesellschaft treibt sie ins All.

Ich will nicht sagen, dass ich nur Serien schauen kann oder will, die um weiße Nationalisten gehen (obwohl ich es cool fände, wenn zumindest eine solche Serie mal gedreht werden könnte) oder mir das den Spaß an Firefly nimmt. Ich will nur – analog zu Buffy – aufzeigen, in welchem geistigen Rahmen die Fiktion konzipiert ist. Jemand, der sein Leben lang der ständigen multikulturellen Indoktrination ausgesetzt war, findet nichts daran. Aber wenn man sich erstmal gestattet hat in rassischen Kategorien zu denken ist es schwer, darüber hinwegzusehen, dass diese in der Popuilärkultur zum großen Teil ignoriert werden.

Es wird einfach als normale Entwicklung dargestellt, dass die Menschheit zu einer globalen Einheitskultur zusammenwächst. Diejenigen, die sich dagegen wehren, tun das nicht etwa aus nationalistischen Gründen, sondern um dem daraus erwachsenden Totalitarismus zu entgehen (immerhin).

Aber das Rassenthema kommt innerhalb des PC- Paradigmas nicht einmal zum tragen, es wird totgeschwiegen. Das ist so, wie wenn sich ein Liberaler und ein Marxist streiten. Beide sind Utopisten, beide wollen den Menschen von seinen Bindungen „befreien.“ Sie schaffen eine gemeinsame „Metaideologie“, welche bestimmt, worüber überhaupt geredet werden darf, während sie selbst nicht hinterfragt wird.

Und so kommen weiße Nationalisten, die prächtig auf einen äußeren Planeten des Firefly- Universums passen würden, in der Serie nicht vor, nicht einmal als die Bösen.

Wie im echten Leben werden sie einfach ausgeblendet.

STAR DRECK I – Buffy

Star Dreck III – Starship Troopers

Star Dreck IV – Hollywoods Helden

Star Dreck V – Affen und Gewalt

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