Die Lavon-Affäre: Wie man Juden gut und Moslems schlecht aussehen lässt

Von Enza Ferreri; Original: The Lavon Affair: How to Make Jews Look Good and Muslims Bad, veröffentlicht am 2. April 2015 im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex

Es wird heute so viel – üblicherweise abfällig – über „Verschwörungstheorien“ und „false flags“ geredet.

Entgegen einem weitverbreiteten Verständnis dieses Begriffs hat das Hauptwort „Theorie“ keine Konnotation von Falschheit oder grundloser, weit hergeholter Spekulation. Wissenschaft besteht aus Theorien. Die Relativität ist eine Theorie, und auch die Quantenmechanik. Kopernikus, Kepler, Galileo, Newton schufen Theorien, die die Wissenschaft der Physik gebaren.

Eine Theorie kann sich als falsch herausstellen, aber auch als wahr.

Spezifisch werde ich einen historischen Fall beschreiben – einen der vielen –, bei dem ein reales Ereignis als „antisemitische Verschwörungstheorie“ abgetan und verspottet wurde, genauso wie es heute geschieht.

Ebenfalls interessant ist an diesem Fall, der als „Lavon-Affäre“ bekannt ist, dass er viele der Merkmale illustriert, die typisch für die Art sind, wie die organisierte jüdische Gemeinschaft denkt, agiert und ihre Spuren verdeckt.

Vor genau zehn Jahren (plus/minus ein paar Tage), am 30. März 2005, ehrte Israel neun ägyptische Juden, die von seinem Militärgeheimdienst als Spione und Terroristen rekrutiert worden waren, und Israels Präsident Moshe Katzav überreichte den drei überlebenden Mitgliedern des Bombenattentäterringes Anerkennungszertifikate.

Katzav ging so weit, sie „Helden“ zu nennen, als er sagte: „Obwohl es immer noch eine sensible Situation ist, haben wir nun beschlossen, unseren Respekt für diese Helden auszudrücken.“

Dies war Israels offizielles Eingeständnis seiner Verantwortlichkeit in der Lavon-Affäre, nachdem es 51 Jahre lang öffentlich jegliche Verwicklung in den Fall bestritten hatte, was so weit geht, dass es sogar die jüdischen Terroristen feiert und ehrt, die amerikanische Ziele angegriffen hatten.

Es ist wichtig festzuhalten, dass diese Spione ägyptische Staatsbürger waren, die vom israelischen Militär rekrutiert worden waren, was eine Menge über die Loyalität von Diaspora-Juden aussagt. Natürlich ist es keine Überraschung, dass die ADL ihre Politik fortsetzt, sämtliche Vorwürfe gegen Diaspora-Juden wegen doppelter Loyalität als „Enten“ zu bezeichnen, trotz des wohlbekannten Sayanim-Phänomens, bei dem Diaspora-Juden für die Arbeit in ihren Herkunftsländern rekrutiert werden.

Sie haben in den Medien nicht viel darüber gehört oder? Israel scheint im Westen jeder Schuldzuweisung dafür entgangen zu sein. Wikispooks erläutert so, warum:

Israel setzte ägyptische Juden als fünfte Kolonne ein, um Terroranschläge gegen in amerikanischem und britischem Besitz befindliche Ziele in Kairo und Alexandria durchzuführen. Dass es in Wirklichkeit zionistischer Terror war, wurde entdeckt, als einer der Saboteure 1954 beim Legen einer Bombe erwischt wurde. Israel gab dem Antisemitismus in Ägypten die Schuld für die Anschuldigungen, und jedem, der sie zu wiederholen wagte, womit es fast alle westlichen Kommentare zum Schweigen brachte. [Hervorhebung von mir (d. h., Enza Ferreri).]

Lassen wir die Lavon-Affäre von einer jüdischen Quelle beschreiben, der israelischen Zeitung Haaretz:

Israels Plan war, Bombenanschläge gegen westliche Ziele durchzuführen und es so erscheinen zu lassen, als stecke Ägypten hinter den Anschlägen…

Das strategische Ziel, das seine Agenten sich gesetzt hatten: die Streichung der geplanten britischen Evakuierung des Suezkanals…

Die Lavon-Affäre – örtlich auch esek habisch, „das faule Geschäft“ genannt – war ein Plan zur Diskreditierung von Ägyptens Regierung, die damals von Gamal Abdel Nasser geführt wurde, indem man Bombenanschläge gegen Theater, Postämter und amerikanische und britische Institutionen verübte und es so aussehen ließ, als ob Ägypten hinter den Bombenanschlägen steckte. In Israel dachte man zu der Zeit, dass der Suezkanal, wenn die Briten die Kontrolle über ihn aufgäben, in Ägyptens Händen verbleiben würde, was Kairo in eine bessere Position zur Druckausübung gegen Israel versetzen würde.

Die Agenten wurden angewiesen, „das Vertrauen des Westens in die [ägyptische] Regierung durch Verursachung öffentlicher Unsicherheit zu untergraben“, während sie Israels Rolle bei der Sabotage verdeckten.

Bemerkenswert in dem Haaretz-Artikel – und eigentlich in allen anderen jüdischen Quellen, die ich konsultierte – ist die Sorge darum, dass die Operation erfolglos war, statt wegen des Einsatzes von Gewalt und Täuschung gegen Verbgündete, deren einer, die Vereinigten Staaten, militärisch, finanziell und politisch Israels Hauptwohltäter und Verteidiger gewesen ist.

Die Lavon-Affäre war eine „False flag“-Operation, auch „Pseudo-Operation“ genannt. Der Name „false flag“ hat seinen Ursprung in Marineangriffen, bei denen als Kriegslist eine andere Flagge als die wahre Kriegsflagge des Kriegführenden zu Täuschungszwecken verwendet wird. Er hat die Bedeutung von Operationen erlangt, die unter falscher Identität ausgeführt werden, damit einem Feind die Schuld dafür zugewiesen wird.

1954 war Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser, der etwas Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich ein verarmtes Britannien von seinen Kolonialinteressen zurück und wollte die riesige Militärbasis aufgeben, die es in der Suezkanalzone besaß. Israel hatte Angst, dass eine US-Politik der Unterstützung für den ägyptischen Nationalismus Britannien dazu ermutigen könnte, seine militärischen Kräfte vom Suezkanal abzuziehen.

Israel befürchtete, dass Ägypten nach einem britischen Abzug den Suezkanal verstaatlichen würde, und wollte die britische Regierung dazu verleiten, seine Besatzungstruppen in der Kanalzone zu belassen; aber die diplomatischen Mittel hatten versagt. Israel wollte auch verhindern, dass Washington ein zu freundliches Verhältnis zu Kairo entwickelte.

Der jüdische Staat dachte dann über einen anderen Weg nach, um die Vereinigten Staaten und Britannien von Ägypten und Nasser zu entfremden und Ägyptens Verhältnis zum Westen zu beschädigen. Im Sommer 1954 konzipierte der israelische Militärgeheimdienst – mit der Hilfe von David Ben-Gurion – solch einen Plan.

Israelische Agenten hatten bereits die Grundlagen dafür geschaffen, indem sie die ägyptische Gesellschaft infiltrierten und einige ägyptische Juden rekrutierten, die dann in Israel ausgebildet und wieder in Ägypten zum Einsatz gebracht wurden, mit der Idee, eine fünfte Kolonne in einem zukünftigen Krieg gegen Ägypten zu schaffen. Aber die vorgesehenen Spione erhielten andere Befehle: Bombenanschläge gegen amerikanische und britische Gebäude zu verüben und Beweise zu hinterlassen, die auf Ägypter hindeuteten, spezifisch auf die Moslembruderschaft. Die Operation erhielt den Codenamen „Operation Susannah“.

Wenn man die Amerikaner glauben machen könnte, dass es die Ägypter getan hatten, dann würden sie sich gegen Ägypten wenden.

Hier ist eine weitere jüdische Quelle, JTA:

Innerhalb von Wochen rekrutierte eine israelische Militärgeheimdiensteinheit, die mit ihrer Codenummer 131 bekannt ist, neun junge ägyptische Juden, um Terroranschläge zu inszenieren, von denen sie dachten, dass sie einheimischen Aufständen angelastet werden und Nassers Herrschaft diskreditieren würden

Schmerzlicher war Israels Weigerung, Verantwortung für Ninio, Natanzon und ihre Komplizen zu übernehmen, die sich vor der Mission einer geheimen militärischen Ausbildung in Tel Aviv uterzogen hatten

„Givli übersieht, dass wir Soldaten im aktiven Dienst waren, die vom Staat Israel entsandt wurden. Wir machten den Offizierskurs durch, wurden mobilisiert und ausgeschickt, um eine Mission in feindlichem Territorium durchzuführen“, schäumte Robert Dasa, der wie Ninio zu 15 Jahren verurteilt wurde…

„Es ist schwer zu glauben, dass es in den politischen oder militärischen Rängen welche gab, die glaubten, es wäre durch Plazierung improvisierter Bomben in Gebäuden in Ägypten möglich, das Regime dort zu erschüttern und einen Keil zwischen Gamal Abdel Nasser und den Westen zu treiben“, sagte der Haaretz-Korrespondent Yossi Melman. [Hervorhebungen von mir (d.h., von Enza Ferreri).]

Die Ziele waren Orte, die von Ausländern frequentiert wurden. Am 2. Juli verübten die israelischen Agenten einen Bombenanschlag gegen ein Postamt in Alexandria. Am 14. Juli zündeten sie Bomben in Bibliotheken der U.S. Information Agency in Alexandria und Kairo.

Aber die Kampagne endete, als eine Brandbombe vorzeitig in der Tasche eines der Terroristen, Philip Natanson, losging, als er dabei war, sie in einem Kino in Alexandria zu deponieren, wobei sie seine Kleidung in Brand setzte und ihn beinahe tötete.

Ein Feuerwehrwagen wartete vor dem Kino, da der Doppelagent Avri Elad angeblich die Ägypter vor der israelischen False-flag-Operation gewarnt hatte und der ägyptische Geheimdienst Natanson gefolgt war. Die ägyptischen Behörden verhafteten ihn, fanden belastende Beweise in seiner Wohnung und brachten ihn dazu, seine Komplizen zu nennen.

Am 23. Juli zünden die immer noch freien israelischen Agenten Brandbomben in zwei Kairoer Kinos und in Kairos Zentralpostamt und seinem Bahnhof. Bis zum 27. Juli sind alle Mitglieder der Zelle festgenommen. Zwei begehen Selbstmord. Zwei israelische Kommandeure entkommen und fliehen zurück nach Israel.

Wenn diese terroristische Operation gelungen würe, hätte sie einen amerikanischen Krieg gegen Ägypten, ein unschuldiges Land, auf der Seite Israels provozieren können, was vielleicht Israels Hoffnung war.

Charakteristischerweise reagierte Israel, als die Operation bekannt wurde und ein Skandal ausbrach, mit Behauptungen, dass es keinen Spionagering gebe und alles ein von „Antisemiten“ verübter „hoax“ sei.

Die Ereignisse der Lavon-Affäre wurden später in den Tagebüchern des israelischen Premierministers dieser Zeit, Moshe Sharett, dokumentiert, der von dem Komplott bis nach dessen Ende nichts wusste. Sie bildeten die Grundlage des Buches Israel’s Sacred Terrorism: A Study Based on Moshe Sharett’s Personal Diary and Other Documents von Livia Rokach. In dem Buch finden wir die folgende Erklärung von Moshe Sharett an die 514. Versammlung des israelischen Parlaments am 13. Dezember 1954:

In meiner Rede in der Knesset am 15. November sagte ich: „Das unkontrollierte Verhalten Ägyptens deutete nicht darauf hin, … dass seine Führung … gemäßigte Ansätze und Frieden anstrebt. Wie weit Ägypten von diesem Geist [der Mäßigung und des Friedens] entfernt ist, kann man aus dem in Alexandria gewebten Komplott lernen, dem Schauprozess, der dort gegen eine Gruppe von Juden organisiert wird, die zu Opfern falscher Anschuldigungen wegen Spionage wurden, und die, wie es scheint, bedroht und gefoltert werden, um von ihnen Geständnisse imaginärer Verbrechen zu erpresssen.“ …

Die Regierung Israels weist die falschen Anschuldigungen der ägyptischen Staatsanwaltschaft heftig zurück, die den israelischen Behörden entsetzliche Taten und teuflische Verschwörungen gegen die Sicherheit und die internationalen Beziehungen Ägyptens zuschreibt. Aus diesem Standpunkt haben wir viele Male gegen die früheren Verfolgungen und falschen Anschuldigungen gegen Juden in verschiedenen Ländern protestiert. Wir sehen in den unschuldigen Juden, die von den ägyptischen Behörden solch schwerer Verbrechen beschuldigt werden, Opfer bösartiger Feindseligkeit gegen den Staat Israel und das jüdische Volk. Wenn ihr Verbrechen darin besteht, zionistisch und treu gegenüber Israel zu sein, dann teilen Millionen von Juden überall auf der Welt dieses Verbrechen. Wir denken nicht, dass die Herrscher Ägyptens daran interessiert sein sollten, für das Vergießen jüdischen Blutes verantwortlich zu sein. Wir rufen all jene, die an Frieden, Stabilität und menschliche Beziehungen zwischen Nationen glauben, zur Verhinderung fataler Ungerechtigkeit auf.

Obwohl es gute Gründe zu glauben gibt, dass Sharett von dem Komplott hinter der False-flag-Operation nichts wusste, als er diese Rede heilt, enthüllt letztere das wohlbekannte Muster, dass Juden als erste Reaktion ihre Reihen schließen und Mitglieder ihrer eigenen Gruppe gegen eine Anschuldigung seitens der Fremdgruppe verteidigen, bevor und ohne dass sie die Details erfahren. Gleichzeitig gehört zu dem Muster ein automatischer Vorwurf gegen die Anschuldiger: so muss das Konzept des „Antisemitismus“ erfunden worden sein.

Sogar nachdem Israel zugegeben hat, dass seine Rolle in der Lavon-Affäre real und nicht „imaginär“ war und dass daher die entsprechende Verschwörungstheorie wahr war, unterscheiden sich jüdische Einstellungen typischerweise von jenen, die Westler zeigen würden. Ich habe bereits vorher angemerkt, dass die Hauptsorge sich darum zu drehen scheint, dass die Operation in einem „Fiasko“ resultierte, statt darum, ob sie ethisch war. Die Teilnehmer wurden geehrt und erhielten militärische Titel. Sie scheinen stolz auf das zu sein, was sie getan haben, und Israel ist stolz auf sie:

Mehr als ein Jahrzehnt später haben die fünf überlebenden ägyptischen Spione und Natanzons Witwe das Bildungsministerium ersucht, die Episode in den Geschichtelehrplan an israelischen Sekundarschulen aufzunehmen. Das Ministerium sagte, es würde das Ersuchen an die professionellen Unterrichtskomitees weitergeben, die vor jedem Schuljahr wegen des Lehrplans zusammenkommen.

Der unschuldige Premierminister Moshe Sharrat wurde durch einen der Täter, David Ben-Gurion, ersetzt. Aus Wikispooks:

Ben-Gurion machte weiter mit der Konzipierung und Ausführung einer Anzahl schamloser Provokationen und Tötungen, einschließlich des Anschlags von 1956 auf Suez, der Massentötung ägyptischer Kriegsgefangener und der ersten großen Zerstörung un Gaza…

Israel erlitt keine widrigen PR-Konsequenzen im Westen, während es bedeutenden Antisemitismus in Ägypten und anderswo in der Region erzeugte.

Hier sehen wir wieder ein Beispiel dafür, wie Antisemitismus aus legitimen Gründen provoziert wird, als eine Reaktion darauf, von jüdischen Interessen ins Visier genommen und geschädigt worden zu sein.

Dieser Hass war von großer Hilfe für zionistische Bemühungen, Juden zu sammeln, die für die Arbeit auf den Feldern benötigt wurden und um die neuen Grenzen Israels (weit jenseits dessen, was in der Unabhängigkeitserklärung beansprucht worden war) zu schützen.

Premierminister Moshe Sharett verurteilte „den Schauprozeß, der dort gegen eine Gruppe von Juden organisiert wird, die zu Opfern falscher Anschuldigungen wegen Spionage wurden“. Die Gewerkschaftszeitung Davar behauptete, dass das ägyptische Regime „seine Inspirationen von den Nazis zu beziehen scheint“ und beklagte die „Verschlechterung des Status ägyptischer Juden im allgemeinen“. Für Haaretz bewies der Prozess, „dass die ägyptischen Herrscher nicht zögern, die fantastischsten Anschuldigungen zu erfinden, wenn es ihnen passt“ und fügte hinzu: „beim gegenwärtigen Stand der Dinge in Ägypten braucht die Junta sicherlich etwas Ablenkung“. Die Jerusalem Post titelte „Ägyptischer Schauprozess erregt Israel, sagt Sharett dem Parlament. Sieht Praktiken der Inquisition wiederbelebt.

Ägyptische Juden mit Qualifikationen und Kontakten taten ihr Bestes, um nach Europa oder in die Vereinigten Staaten zu kommen, jene mit nur manuellen Fertigkeiten (die oft braunhäutig waren und kein Hebräisch sprachen), wurden zur Arbeit auf die Felder geschickt. Ein zusätzlicher Teil ihrer Pflicht bestand darin, bewaffnet zu sein und alle Palästinenser zu töten, die zu ihren Häusern und ihrem Land zurückzukehren versuchten. [Hervorhebungen von mir (d. h. von Enza Ferreri).]

Nett. Ich vermute, jene Palästinenser waren – falls sie überlebten – noch mehr „Antisemiten“.

Die Anschläge sind auf Englisch immer noch unter dem zionistischen Narrativ bekannt, als „Lavon Affair“, mit wenig Anerkenntnis, dass dies eine ziemlich eindeutige Terrorkampagne gegen die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich war.

Zionistische Sympathisanten auf Wikipedia sind feindselig gegen die Bezeichnung als „False Flag Operation“ gewesen, und alle solchen Anspielungen sind wiederholt von Wikipedia entfernt worden, wiederum im Juni 2011 (ein hochrangiger Admin und persönlicher Freund von Jimbo Wales) und im Januar 2012… Einige israelische Quellen haben behauptet, dass die Brandbombenlegung eine „Geheimdienstoperation“ statt ein Anschlag war.

Es wird auch in Commentary (einer jüdischen Webseite) und in der Jewish Virtual Library heruntergespielt, wo wiederum eine Terminologie verwendet wird, die auf Israel als Opfer und nicht als Aggressor hinzuweisen scheint („eine widerliches Mal auf dem jungen Staat“). Dieser Absatz aus der Jewish Virtual Library gibt die Tonart an:

Die „zionistischen Spione“, wie sie schließlich genannt wurden, waren nicht gut behandelt worden, bevor sie zugaben, dass sie im Auftrag von Israel gearbeitet hatten. Aber es war erträglich. Das alles änderte sich, nachdem ihre Verbindung zu Israel bekannt wurde.

Wikipedia beschreibt die Affäre als „verdeckte Operation“ und erklärt: „Es gab Behauptungen, dass Beweise durch Folter erpresst worden waren.“ Ist dies ein weiteres jüdisches Muster von Viktimologie? Ich fand dasselbe Muster in zeitgenössischen Reaktionen auf Ariel Toaffs Buch über den Prozess gegen rituelle Kindesmörder in Trient. In der Lavon-Affäre kann jedoch niemand die Wahrheit der Geständnisse bestreiten, egal, wie sie erlangt wurden.

False-flag-Operationen werden natürlich nicht nur von Israel eingesetzt. Aber für ein Land mit solch einer kurzen Geschichte scheinen sie relativ häufig von Israel eingesetzt zu werden, das von seinen frühen Tagen an regelmäßigen Gebrauch davon gemacht hat:

Es ist daher eine Tatsache, dass Israel schon eine Vorgeschichte darin hatte, Bomben hochgehen zu lassen mit der Absicht, Arabern die Schuld dafür zu geben.

Dies ist nicht das einzige Beispiel einer „False Flag“-Operation, die dazu bestimmt war, die Vereinigten Staaten durch einen Trick dazu zu bringen, Israels Feinde anzugreifen. Laut Victor Ostrovsky, einem Mossad-Abtrünnigen, der nun in Kanada lebt, wurde Ronald Reagan mittels eines vom Mossad nach Tripolis geschmuggelten Radiosenders, der Nachrichten ausstrahlte, die die Vereinigten Staaten glauben machen sollten, dass Libyen kurz davor stehe, massive Terroranschläge gegen den Westen zu starten, dazu gebracht, Libyen zu bombardieren. Aufgrund dieses gefälschten Beweises bombardierten die Vereinigten Staaten Libyen und töteten dabei Gaddafis Tochter.

The Jews of Iraq ist eine Geschichte eines jüdischen Autoren, die eine weitere False-flag-Operation enthüllt, wo Israelis Bomben einsetzten und den Arabern die Schuld gaben.

In jüngerer Vergangenheit ist Captain Ward Boston, der als hochrangiger Rechtsberater des Untersuchungsgerichts der Marine zum israelischen Angriff auf die USS Liberty gedient hat, mit der Meldung hervorgetreten, dass dem Untersuchungsgericht von Präsident Lyndon Johnson BEFOHLEN wurde, zu dem Schluss zu kommen, dass der Angriff ein Unfall war. Nachträglich betrachtet scheint es angesichts der Verwendung ungekennzeichneter Flugzeuge und Boote durch Israel beim tatsächlichen Angriff, dass Israel die Absicht hatte, das US-Schiff zu versenken und die Vereinigten Staaten dadurch in den Krieg gegen Ägypten hineinzuziehen.

Denken Sie darüber nach, dass die meisten Amerikaner und Briten nie von diesem israelischen Terrorangriff gegen sie gehört haben, und wahrscheinlich nie etwas von jüdischem Terrorismus gehört haben. Das zeigt die Macht der kontrollierten Medien.
Israel, das man als illegalen Staat bezeichnen könnte, weil seine Anerkennung durch die Vereinten Nationen im Jahr 1948 an die Bedingung geknüpft war, dass das Land die Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge erlaubt (was Israel nie getan hat), befindet sich verständlicherweise und zu Recht in seiner sehr prekären Situation. Es muss die öffentliche Meinung der Welt manipulieren – insbesondere die öffentliche Meinung in Weltmächten wie den Vereinigten Staaten und im Westen allgemein -, so dass sie durch Täuschung und gegen ihre Interessen davon überzeugt werden, diesen Schurkenstaat zu schützen, trotz der Tatsache, dass er letztendlich für viele Probleme verantwortlich ist, die der Westen gegenwärtig mit der moslemischen Welt erlebt, von denen der Irakkrieg nicht das geringste ist.

Die Vereinigten Staaten und Britannien glauben zu machen, dass Feinde Israels wie Ägypten 1954 Terroranschläge verübten oder dass der Irak 2003 Massenvernichtungswaffen hatte, ist die Art, wie Israel und seine Lobby manchmal operieren.

* * *

Enza Ferreri ist eine in Italien geborene, in London ansässige Schriftstellerin und Journalistin mit einem Universitätsabschluss in Philosophie. Sie ist Londoner Korrespondentin für mehrere italienische Magazine und Zeitungen gewesen, einschließlich Panorama, L’Espresso, La Repubblica.

Sie bloggt auf http://www.enzaferreri.blogspot.co.uk.

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