Der Horror!

Das englische Original von Kevin Alfred Strom ist am 7. März 2015 unter dem Titel The Horror! bei kevinalfredstrom.com erschienen. Links, ein Teil der Bilder, Übersetzung und eine Nachbetrachtung zur Lage in Deutschland von Osimandia.

der_horror

Vergangenen Mai rührte die jüdische Anti-Defamation League (ADL) massiv die Werbetrommel für ihre „ADL Global 100“, indem sie behauptete, „Antisemitismus“ stelle eine zunehmende globale Bedrohung für Babys, Blumen und alles, was schön und lieblich ist, dar. Das war aber nichts weiter als die erste Salve der neuesten Intrige der Juden, mit derartigen Angstmacher-Taktiken der Gesetzgebung, die sie wollen, zum Durchbruch zu verhelfen; eine Gesetzgebung, die unsere Redefreiheit beseitigen wird und Juden in der Position unserer nicht-mehr-verborgenen Herrscher zu zementieren.

Jonathan Kalmus (links) – Zvika Klein (rechts)

Jonathan Kalmus (links) – Zvika Klein (rechts)

Die zweite Salve war ihr schamloses Ausnützen des Charlie-Hebdo-Massakers, um die Redefreiheit in Frankreich illegal zu machen – alles im Namen der Verteidigung der Redefreiheit versteht sich. (Was eindeutig talmudisch ist!) Jetzt geht eine Gruppe gut vernetzter jüdischer Journalisten angeführt von Jonathan Kalmus und Zvika Klein (siehe Foto links) noch einen Schritt weiter und zwar mit einer Videodokumentation, die den Anschein erwecken soll, Juden könnten nicht einmal mehr durch die Straßen großer europäischer Städte gehen, ohne „antisemitischen“ Übergriffen ausgesetzt zu sein. (Wenn ich „gut vernetzt“ schreibe, dann meine ich das auch so: Als die britische Daily Mail den fraglichen Artikel brachte, bekamen sie umgehend Reaktionen von den Parteiführern sowohl von Labour als auch der Konservativen, die in der Seitenleiste neben dem Artikel veröffentlicht wurden)

Ich habe bereits wiederholt davor gewarnt, dass es das Ziel der ADL und anderer jüdischer Gruppierungen ist, diese „Bedrohung“ (sowie „antisemitische“ Vorfälle – seien sie echt, unter falscher Flagge oder frei erfunden) als Mittel dazu zu benutzen, die Redefreiheit einzuschränken. Das Ziel ist, Kritik an Juden illegal zu machen: Ihre Kritiker einzuschüchtern oder ins Gefängnis zu bringen. Das Charlie-Hebdo-Massaker in Frankreich war ein Geschenk Jahwes [Anm. Osimandia: meiner Ansicht nach seines Bodenpersonals] an diese jüdischen Organisationen, die es maximal dazu ausnutzten, Juden und Nichtjuden gleichermaßen in rührseligen, tränenreichen Tributbezeugungen für diese „Märtyrer der freien Rede“ zu organisieren – und dann im gleichen Atemzug und ohne rot zu werden, nach der Kriminalisierung jeglicher Rede zu schreien, die Juden kritisiert.

Kalmus, der regelmäßig für den Jewish Chronicle schreibt, bekam eine ganze Seite der britischen Daily Mail, um über seine Videodokumentation über Straßen-„Antisemitismus“ zu „berichten“. Das Geschreibsel ist nahezu hysterisch. Es umfasst unter anderem die Behauptung, dass ein Jude, der einfach nur mit einem Kopfdeckel durch die Straßen geht, spontane Ausbrüche von Hass, Beleidigungen, Spott – und sogar „antisemitisches“ Anspucken – hervorruft, und zwar in Bradford und Manchester (England), Paris (Frankreich), Kopenhagen (Dänemark) und Rom (Italien). Selbst die Überschrift von Kalmus‘ Artikel ist überlang, aufgebläht und zu allem Überfluss auch noch

„EXKLUSIV: ‚Bekämpft den Judenabschaum!‘ Schockierender Antisemitismus in den Straßen GROSSBRITANNIENS, wenn ein jüdischer Journalist angespuckt, beschimpft und sogar gestalkt wird… und dasselbe passiert in Kopenhagen.“

Und das ist nur die Überschrift! Bevor der Artikel überhaupt losgeht, kommt erst einmal eine fettgedruckte Unterüberschrift, die uns entgegenkreischt:

  • Journalist mit der traditionellen jüdische Kopfbedecktung ‚Kippa‘ testet Reaktion
  • Es dauerte nur eine Minute, bis ihm auf Großbritanniens Straßen die erste Beschimpfung entgegengeschleudert wird
  • Angespuckt in Manchester, Junge, der mit Vater unterwegs war, rief „Jude“
  • Fünf Minuten von einem Mann in Bradford „gestalkt“, der Fotos machte
  • Premierminister David Cameron gegenüber MailOnline: ‚Es gibt keine Entschuldigungen für den schockierenden Antisemitismus, der in dieser Reportage enthüllt wird.‘
  • Derselbe Test in Kopenhagen ergab eine vergleichbare Verhöhnung des ‚jüdischen Mannes‘
  • Das Schaulaufen in Stockholm und Berlin verlief hingegen ereignislos

Der Artikel beginnt:

„Du Jude!“ war der antisemitsche Schrei, der aus einem vorbeifahrenden Auto kam…

„Bekämpft den Judenabschaum! und „Jude, Jude, Jude … lauf!“ waren jedoch die noch bösartigeren Drohungen, die mir in den vergangenen paar Tagen entgegengeschleudert wurden, als ich mich entschlossen hatte, heimlich zu filmen und herauszufinden, ob „Judenhass“ auf Großbritanniens Straßen wirklich existiert und ausgelebt wird. Die Antwort auf diese Frage ist ein schallendes und niederdrückendes Ja…

Ich ließ mich von den rasend schnell bekannt gewordenen Videos des israelischen Journalisten Zvika Klein inspirieren, der filmte, wie er in den Straßen von Paris bedroht wurde, und von denen des Moslems Hamdy Mahisen, der filmte, wie er in Mailand beschimpft wurde.

Zvika ging zehn Stunden lang durch Paris, Hamdy fünf Stunden durch Mailand. Ich brauchte nur eine Minute. Eine Minute auf einer einzigen belebten Straße in Manchester bis mir eine Beschimpfung entgegengeschleudert wurde.

In 25 Minuten auf dieser einen Straße in Longsight wurde ich von einem Mann angespuckt und mehrfach von Passanten „Jude“ genannt, sogar von einem kleinen Jungen, der mit seinem Vater unterwegs war.

Nur jemand, der sich in Trance befindet, kann dieses Zeug ernst nehmen. Ich meine … glauben Sie tatsächlich, dass ein kleiner Junge, der mit seinem Vater unterwegs ist und einen Mann sieht, der eine eindeutig jüdische Kopfbedeckung trägt, und dann einfach nur das eine Wort „Jude“ sagt, irgendwie ein „antisemitischer Vorfall“ ist? Und Leute, die nichts weiter tun als das Wort „Jude“ auszusprechen – immerhin nicht nur einmal sondern mehrmals (Der Horror!!!) innerhalb weniger Minuten – stellen, wie wir belehrt werden, eine ganze Serie von Gedankenverbrechen dar. Ist das Wort „Jude“ inzwischen eine hasserfüllte Beleidigung, wenn es nur von Nicht-Auserwählten ausgesprochen wird? Ist das Wort „Jude“ inzwischen wie es das Wort „Gott“ für die orthodoxen Juden ist oder sogar noch mehr als das – so heilig, dass es nicht ausgesprochen werden darf, so geheiligt, dass es nicht einmal niedergeschrieben werden darf? Größenwahn, Selbstbezogenheit, Selbstüberschätzung von solchem Ausmaß ist gewisslich ein Anzeichen von Geisteskrankheit.

Aber die Vertreter der politischen Klasse – die selbstverständlich wissen, dass das alles verlogen ist – sprachen umgehend die Worte, von denen sie wissen, dass sie von ihnen erwartet werden, um weiterhin die Dienerschaft der Heiligen bleiben zu dürfen: Der Premierminister Großbritanniens David Cameron sagte in einer sofortigen Reaktion auf Kalmus‘ Artikel:

„Es gibt keine Entschuldigungen für den schockierenden Antisemitismus, der in dieser Reportage enthüllt wurde. Die Vorstellung, dass jüdische Menschen sich wieder einmal in Europa unsicher fühlen, trifft mitten ins Herz von allem, wofür wir stehen. Wir müssen Antisemitismus mit allem bekämpfen, was uns zur Verfügung steht, und sicherstellen, dass Großbritannien ein Land bleibt, das unsere jüdischen Gemeinden voller Stolz ihr Zuhause nennen.“

Der britische Oppositionsführer Ed Miliband schlug gehorsam die gleichen Töne an:

„Jeder Akt von Antisemitismus auf unseren Straßen bringt Schande über jene, die Hass und Intoleranz gegenüber anderen zeigen. Wir müssen unsere Wachsamkeit wiederbeleben und sicherstellen, dass jede Familie jeden Glaubens in unserem Land sicher sein kann. Wir müssen laut und klar und mit Widerstandsgeist und Entschlossenheit die Werte verteidigen, an die wir glauben: Toleranz, Vielfalt, Redefreiheit und Religionsfreiheit.“

Huch, Redefreiheit, Eddie-Boy? Wie zum Beispiel die Freiheit, zur Kenntnis zu nehmen, dass Juden existieren und zu beschreiben, was sie tun? Ich glaube eher nicht.

Aber das ist nicht alles:

Lucy Powell, die Labour-Abgeordnete für den Bezirk Manchester Mitte, sagte gegenüber MailOnline, nachdem sie die Reportage gesehen hatte:

„Solcherlei Verhalten ist verabscheuungswürdig und muss in Manchester ausgemerzt werden. Wir hatten so etwas auch in der Vergangenheit schon und wir sind sehr energisch dagegen vorgegangen und sollten das auch wieder tun.“

Kalmus’ Stück geht weiter:

In Bradford war die Lage noch schändlicher. Es dauerte 13 Minuten, während derer ich von einem Mann gestalkt wurde, der wiederholt Fotos von mir machte. Er folgte mir gemäß meiner Reportage fünf Minuten und dreißig Sekunden lang auf dem Fuß. Es gab einen Ruf „Du Jude“ mir gegenüber, als ich die Straße am Bradford City Park überquerte.

Ich weiß zwar nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn jemand auf einer belebten Straße dicht neben mir gehen und Schnappschüsse machen würde, würde ich zumindest in Erwägung ziehen, dass er Bilder von der Szenerie macht und nicht von mir. Tatsächlich zeigen die Bilder und Videoausschnitte des mit einer Kamera bewaffneten „Antisemiten“, die Kalmus vorlegt, einen Mann, der ziemlich weit hinter Kalmus zurückbleibt und nicht so wirkt, als ob er ungebührliches Interesse an ihm zeigen würde.

Gemäß Kalmus:

… dauerte es zweieinhalb Minuten, bis ein junger Kerl auf einem Fahrrad angefahren kam und mir „Sie sind Jude“ ins Gesicht schrie. Ich war sprachlos darüber, dass Antisemitismus so unverhohlen ist.

Sprachlos? Kalmus ist sprachlos? Zur Hölle, ich bin sprachlos, wenn ich mit dem Konzept konfrontiert werde, dass ein Teenager auf einem Fahrrad die einfache Tatsache „Sie sind Jude“ gegenüber einem Kerl mit einer Kippa signifikant oder moralisch etwas anderes ist, als wenn er zu jemandem mit einem „Kiss me, I’m Irish“– Button sagt „Sie sind Ire!“ Doch kein Zweifel- der nächste Schritt ist: Auschwitz.

Und Kalmus‘ Stück geht noch weiter:

Insgesamt erlitt ich hier in Großbritannien in den zwei Städten eine Serie von antisemitischen Vorfällen, und zwar mehr als in Zvika Kleins Video und in nur einem Zehntel der Zeit. Was für eine grauenhafte (horrible) Realität.

Doch es ist keine Überraschung. Die jüngsten Statistiken des Jewish Community Security Trust zeigen, dass 2014 das antisemitischste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war. 1.168 antisemitische Vorfälle im Jahr 2014 – das sind 37 Prozent mehr als alle Attacken in Frankreich während desselben Jahres. Der Antisemtismus in Großbritannien wächst schnell. Die Vorfälle haben sich von 2013 auf 2014 verdoppelt.

Nun, natürlich werden sie „herausfinden“, dass diese schreckenerregenden Vorfälle sich im vergangenen Jahr verdoppelt haben, zeitlich äußerst gut zusammenpassend mit dem Hebdo-Medienzirkus und den “ADL Global 100” — das ganze Drehbuch wird im voraus geschrieben, und solche Statistiken sind von diesen jüdischen Organisationen erwünscht, um die Argumente dafür zu liefern, dass „neue Gesetze benötigt werden“. Und die Statistik der „Hassvorfälle“ zu verdoppeln, zu verdreifachen oder zu verfünffachen, kann ja auch nicht allzu schwierig sein, wenn das Kopfdrehen und einen Juden ansehen genauso eingestuft wird wie das Lynchen von Leo Frank, und wenn sich jedes Mal, wenn ein Jude losgeht, um einen Bagel zu kaufen und an ein paar Jugendlichen auf Fahrrädern vorbeikommt, zehn oder zwölf „antisemitische“ Attacken ereignen.

Sie glauben, ich übertreibe? Das tue ich nicht. In seinem Artikel gibt Jonathan Kalmus eine schaurige Begebenheit wider – nicht unähnlich einem Augenblick, der aus der dunkelsten Stunde des Holocaust entnommen sein könnte – als zwei Männer auf dem Gehweg an ihm vorbeigehen und sich doch tatsächlich beim Vorbeigehen über ihre Schulter nach ihm umblicken. Ich weiß, das ist schwer zu glauben. Kalmus war sich dessen bewusst, deshalb hat er ein Bild der Männer eingefügt, damit Sie sehen können, was wirklich geschehen ist. Ich werde dieses furchterregende Bild in das Transkript zu meiner Sendung einfügen: Hier sind sie – wie sie sich über ihre Schulter nach dem vollkommen unbeteilgten Kalmus umblicken.

Kalmus' eigene Bildunterschrift lautet: „Zwei Männer drehen sich um und starren Kalmus, der seine Kippa in den Straßen von Manchester trägt, an."

Kalmus‘ eigene Bildunterschrift lautet: „Zwei Männer drehen sich um und starren Kalmus, der seine Kippa in den Straßen von Manchester trägt, an.“

Ich habe mir dieses Video angesehen. Es stützt die These, die Kalmus und seine Mitverschwörer verbreiten wollen, überhaupt nicht. Tatsächlich ist es auf erbärmliche Weise zum Lachen. Gleich der erste „Vorfall“ in der Reportage und auch derjenige, der Kalmus die schrille Überschrift lieferte, war ein verbaler Ausbruch „Bekämpft den Judenabschaum!“ als der unschuldige Kalmus durch die Straßen ging. Aber der angebliche Ausbruch ist vollkommen unverständlich. Er wird nicht geschrien. Kalmus selbst scheint ihn nicht einmal zur Kenntnis zu nehmen. Es könnte genausogeht ein Gesprächsfetzen gewesen sein, der nicht recht verstanden wurde, als jemand vorbeiging. Man würde niemals irgendetwas dabei denken, wenn Kalmus nicht fette Untertitel geliefert hätte, die ausschreiben, was von uns zu hören erwartet wird: „Bekämpft den Judenabschaum!“ Also bitte!

Von nun an geht’s bergab. Wo Kalmus behauptet, eine entfernte Stimme würde angeblich schreien „Jude, renn“ (Jew, run!)“ könnte genauso gut jemand gesagt haben „Du rennst (you run)“, oder es war einfach nur ausländisches Kauderwelsch aus einem Halal-Laden oder etwas in der Art. Hören Sie es sich selber an.

Das gleiche gilt für ein paar aus der Ferne gemurmelte Worte, von denen Kalmus behauptet, sie lauteten „Du Jude (You Jew)“, was ich bezweifle. Aber selbst wenn es „You Jew“ gewesen wäre, was soll`s?

Und dann ist da noch dieser Fußgänger, der Kalmus „gestalkt“ und Bilder von ihm gemacht hat. Sie verlangsamen das Video sogar, schalten auf schwarzweiß und zoomen es mit einem roten Rahmen um den „Stalker“ ran – und fügen die Bildunterschrift „Mann stalkt und macht ein Foto“ ein. Aber der „Stalker“ scheint Kalmus keinerlei Aufmerksamkeit zu schenken und unterscheidet sich durch nichts von jedem anderen Fotografen, den wir in dieser Zeit, in der Smartphones weit verbreitet sind, auf der Straße sehen mögen. Das Prinzip der Nichtexistenz beweist, dass der Kerl mit den Fotos Kalmus‘ Seele nicht gestohlen hat.

Was ging hier also vor, das eine solche mediale Aufmerksamkeit hervorgerufen hat? War er ein „Neonazi“, der zu Hitlers geheimer Datenbank in der Antarktis beitragen wollte, in der alle jüdischen Gesichter der Welt gespeichert sind? War er ein Agent von ISIS? Wir – und David Cameron – warten mit angehaltenem Atem darauf, es zu erfahren.

Dann ist da noch der besonders furchterregende Augenblick in dem Video, wo der Untertitel – „Mann spuckt“ – uns sagt, wie wir ein schwaches Geräusch auf der Tonspur interpretieren sollen, als der extrem blasierte Kalmus an einer Gruppe von Fußgängern vorbeigeht, die allesamt mit den Gesichtern in die andere Richtung stehen und ihn nicht einmal ansehen.

Und so geht es immer weiter. Ein Ruf mit hoher Stimme, der vollkommen unverständlich ist, soll gemäß der praktischerweise angebrachten Untertitel angeblich „F*** off, Jew“ lauten. Die Filmemacher legen gegenüber ihrem Publikum äußerste Verachtung an den Tag: Jemand auf der Straße sagt recht klar „Hi“ – aber der Untertitel besagt “F*** you, little Jew.”

Für wie dumm halten die uns eigentlich?

Das Video ist psychologisch sehr aufschlussreich. Es liefert für all die Zensurgesetze, die Juden wünschen, keinerlei Argumente. Es liefert keinerlei Argumente für die außerordentliche Sympathie, die Juden für sich in uns auslösen wollen. Es liefert aber ganz im Gegensatz dazu Argumente für die Psychopathologie – und erstaunlicherweise auch die jämmerliche Urteilsfähigkeit – derer, die uns beherrschen wollen.

Kalmus sagt:

Es ist vollkommen verständlich, dass jemand, der die Bedrohung nicht fühlt, das Ausmaß des Antisemitismus nicht erkennen kann, und auch nicht, wie weitverbreitet er ist und wie er jeden Tag auf Juden in unserem Land wirkt. Aber antisemitische Attacken und verbale Beschimpfungen sind für britische Juden alltägliche Sorgen.

Wirklich? Beschimpfung – und sogar Attacken – sind alltägliche Sorgen für die reichste und mächtigste ethnische Gruppe in Großbritannien und der Welt? Nein. Ich denke, was wir hier in Wahrheit erleben, ist Paranoia und Hass auf einer pathologischen Ebene, während sie bewusst oder unbewusst eine Gesellschaftsstruktur errichten, die sie als besondere und privilegierte Kaste in einen Heiligenschrein setzt. Sie sind die Wirklichkeit gewordene Erfüllung der oft zitierten Zeile aus einer meiner Sendungen aus dem Jahr 1993:

„Um zu erkennen, wer die wahren Herrscher einer Gesellschaft sind,
musst man sich nur diese eine Frage stellen:
„Wen darf ich nicht kritisieren?“


Nachbetrachtung zur Lage in Deutschland

Kevin Alfred Strom hat wirklich nicht übertrieben, sondern eher untertrieben. Das Video geht keine fünf Minuten und ist auch vom Handwerklichen her total dilettantisch. Möglich, dass Kalmus‘ filmender Kollege es wirklich nicht besser kann, es kann aber durchaus auch Absicht sein. Es wirkt durch die miserable Kameraführung und den hektischen Schnitt vielleicht auf manche „authentisch“ und vor allem hat es den Vorteil:

Nichts Genaues sieht und hört man nicht und so können sich gutgläubige Menschen denken, dass schon irgendwas Antisemitisches vorgefallen sein muss, und sie es nur nicht gesehen und gehört haben. Schließlich kann man bei so etwas ja nicht mit einer großen Kameraausrüstung unterwegs sein, sondern muss heimlich filmen, das muss man schon verstehen. Und überhaupt: Wenn da nichts gewesen wäre, hätte es dann diesen erschreckenden Artikel in der Daily Mail gegeben und hätten die Politiker darauf reagiert?

Ja. Hätte es und hätten sie.

Ein bisschen erinnert es mich an die veröffentlichten Standbilder von der Überwachungskamera am Pentagon, die beweisen, dass ein Flugzeugeinschlag stattgefunden hat, und auf denen kein Flugzeug zu sehen ist.

Es ist ein Zusammenschnitt aus mehreren Städten, verstanden habe ich rein gar nichts mit der Ausnahme, dass der Kippa-Schauläufer in Rom ein paar Mal mal freundlich mit Schabbat Schalom gegrüßt wurde.

Am Ende werden Berlin und Stockholm erwähnt, und bei diesen beiden Städten wird zugegeben, dass rein gar nichts passiert ist: Keinerlei Reaktion in der gesamten Stadt. In München, der Sächsischen Schweiz und anderen deutschen Regionen hat sich das gleiche Bild gezeigt. Selbst Moslems haben sich antisemitismustechnisch als Rohrkrepierer erwiesen. Nicht eine einzige Enthauptung oder sonst ein vergleichbares Anzeichen von „Sudden Jihad“ wie zum Beispiel der Ruf „Viva Palestine“ in Paris. Ein bosnischer Gemüsehändler stellte leutselig fest, dass Moslems die größeren (Kopfdeckel) haben – und das war’s dann auch schon mit dem erschreckend zunehmenden Antisemitismus.

Die Süddeutsche berichtet:

  • Terry Swartzberg trägt seit gut zwei Jahren öffentlich eine Kippa.
  • Der US-Amerikaner, der seit vielen Jahren in München lebt, wollte seinen jüdischen Glauben nicht mehr verstecken und entschied sich für das Tragen der Kopfbedeckung.
  • Wegen der Kippa war er noch kein einziges Mal Anfeindungen ausgesetzt, die er befürchtet hatte. Nun will Swartzberg ein Buch über seine Erfahrungen schreiben.

Prima Idee! Ich werde heute noch – aus naheliegenden Gründen ohne Kippa – zum Aldi gehen und anschließend ein Buch über die Erfahrungen schreiben, die ich auf dem Weg dorthin gemacht habe. Nein halt! Das wird vielleicht kein Schwein interessieren – ebenfalls aus naheliegenden Gründen. Schade.

Einen kleinen Kritikpunkt an uns Deutschen hat allerdings auch Herr Swartzberg:

Die meisten Menschen habe seine Kippa gar nicht interessiert, sagt Swartzberg. „Und wenn ich mal mit einem Deutschen über meine Kippa spreche, dann kommt immer nur dieselbe Frage: Wie bleibt die eigentlich auf dem Kopf?“ Typisch deutsch, findet er: Die Menschen interessierten sich weniger für seinen Glauben als für seine Technik.

kippa_muenchen

(Da möchte ich mich doch gleich als typisch deutsche, kalte gefühllose Technokratin ohne jüdischen Sinn für das Vergeistigte outen: Bei einem Glatzenträger wie Swartzberg würde mich das tatsächlich auch interessieren. Doppelseitiges Teppichklebeband? )

Das alles ficht jedoch den Zentralrat der Juden und PI-News nicht an. Nachdem bereits mit den Global 100, dem Antisemitismus-Award 2014, Paris und Kopenhagen Vorarbeit geleistet wurde, lässt man sich von einem kleinen Fiasko beim Schaulaufen nicht beirren.

Der Präsident des Zentralrats der Juden warnt vor dem Tragen der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung in “Problemvierteln”

und die News gegen den Mainstream springen darauf natürlich an wie die Gans auf den Apfelbutzen, ahnen sie doch, dass mit „Problemvierteln“ Moslemviertel gemeint sind und der ZdJ, der übrigens auch schon vor PI-News gewarnt hat, jetzt endlich „vernünftig“ wird. Doch auch diese Viertel haben sich als unergiebig erwiesen.

Wer Sinn für unfreiwillige Komik hat, sei auf den Kommentarbereich zum entsprechenden Artikel verwiesen. Sie glauben die Warnung unbesehen und üben sich sowohl in ihrem ausgelutschten „Das-hat-nichts-mit-dem-Islam-zu-tun“-Sarkasmus als auch darin, die Gunst der Stunde zu nutzen, und den „lieben jüdischen Freunden“ nahezubringen, wo im Gegensatz zu den bösen Moslems die Guten zu finden sind:

  • geht in die Viertel mit hohem Pegida-Anteil, mit hohem Anteil an FREIHEIT, AfD, an Pro, an Reps.
  • Geht in die Viertel mit hohem Anteil an Konservativen und Rechten.
  • Geht in die Nazi-Viertel. Tragt dort Kipa und zeigt Euch offen als Juden.
  • Ihr seid da willkommen und sicher wie in Abrahams Schoß!

Wie ernst solcherlei Warnungen vor dem Horror des rapide anwachsenden Antisemitismus außerhalb von Islamkritikerkreisen genommen werden, vermag ich nicht zu beurteilen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zum Beispiel ist jedenfalls nicht der Meinung, dass das Tragen der Kippa in bestimmten Stadtteilen der Hauptstadt zu Problemen führt.

“Ich nehme das so nicht wahr”

sagte er der Berliner Morgenpost. Es kommt nicht oft vor, dass ein Politiker eine derart klare Sicht auf die Realität hat und zu allem Überfluss auch noch offen ausspricht. Doch wo Politik und Mainstreammedien propagandatechnisch versagen, gibt es ja mittlerweile zum Glück die alternativen Medien im Internet. Kewils Kommentar zu dieser Aussage Müllers:

Faktencheck! Setzt diesem scheinheiligen Lügensack einfach eine Kippa auf den Kopf und lasst ihn ein paar Stunden in Kreuzberg oder Neukölln rumspazieren, dann kriegen wir nach seiner Beerdigung sicher einen ehrlicheren Regierenden Berliner Bürgermeister!

Seine Emailadresse haben sie auch noch angefügt. Wenn er nicht wäre, was er ist, täte er mir leid.

Wo bis dahin noch Zweifel geherrscht haben mögen, ob ein Spaziergang mit Kippa durch ein Moslemviertel einem sicheren Todesurteil oder nur einem Russischen Roulette gleicht, sind die dem Kommentarbereich zufolge mittlerweile ausgeräumt.

Doch nur knapp eine Stunde nach Erscheinen dieses Artikels flatterte PI eine Mail von Michael Müller ins Haus, den Artikel zu löschen, widrigenfalls er Strafanzeige erstatten würde. Doch da kennt er PI schlecht. Mit dem wohlig sicheren Gefühl, den ZdJ hinter sich zu haben, setzte Kollege Iuvenal noch einen drauf:

Der Zentralrat der Juden hatte in ungewohnt ehrlichen und deutlichen Worten vor dem Tragen der Kippa gewarnt, worüber der SPIEGEL und wenig später PI-News berichtet hatten. Die Diagnose von PI-News, dass Juden im islamisierten Deutschland nicht sicher, sondern sichere Zielscheibe von Gewalt und Mord sind, wurde damit in vollem Umfang bestätigt

So einfach geht das!

Nun liegt es hier auf der Hand, dass der Vorsitzende des jüdischen Zentralrats Leben und Gesundheit von Juden in Deutschland durch eine deutliche Warnung aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden zentralisierten und überlegenen Informationen und Kenntnisse über die Gefährdungslage kompetent durch eine öffentliche Warnung schützen wollte.

Er hat es einfach in die Welt gesetzt!!!

Wenn ein Landespolitiker eine solche Warnung wahrheitswidrig und gegen die Erfahrungen der eigenen KriPo verharmlost, ermuntert er unbedarfte jüdische Mitbürger, sich mit der Kippa oder anderen jüdischen Erkennungszeichen zu outen und dadurch in Gefahr zu bringen. Er bringt damit ihr Leben und ihre Gesundheit in Gefahr.

(…)

Aber der Regierende Obertrottel von Berlin hat sich mit seiner E-Mail nicht nur die Narrenkappe samt Schellen aufgesetzt, so dass er aus Scham zurücktreten sollte. Er sollte auch aus einem anderen, handfesten politischen Grund zurücktreten: Er hat die Berliner Juden durch eine falsche Entwarnung in Lebensgefahr gebracht und dann versucht, Kewil, einen einsamen Kritiker auf weiter Flur, mit halbgaren und juristisch in keiner Weise stichhaltigen Drohungen einzuschüchtern.

Am Ende bezeichnet er den OB dann noch als

perfide[n], zynischer Machtmensch[en], der auf die Demokratie, den demokratischen Diskurs und die Meinungsfreiheit scheißt. Und auf die Juden, deren mögliche Ermordung durch religiös fanatisierte Jungtürken ihn weniger besorgt als das bunte Image seiner Vorzeigehauptstadt..

und natürlich auch noch … nein, den „Nazi“ hat er sich sicherheitshalber verkniffen…. als Faschisten.

Der Artikel enthielt des weiteren noch eine lange Belehrung über das Strafrecht, die anscheinend doch nicht so ganz zutreffend war, denn obwohl Kewils ursprünglicher Artikel noch im Netz steht, ist Iuvenals beeindruckendes Plädoyer leider verschwunden – vermutlich aufgrund eines etwas juristisch kompetenteren Gegenplädoyers aus Berlin. Aber über Facebook habe ich ihn noch gefunden.

Die Kommentare sind leider verloren, drei davon hatte ich glücklicherweise schon vor der Löschung auf meiner Festplatte für die Nachwelt gerettet:

In Frankreich hat man ja bereits gesehen, wie sehr das Leben der Juden dort auf der Kippa steht.

Nein, auch dort ist beim Schaulaufen nichts passiert!

Kein Wunder, dass die Juden überall dort, wo es muselt, um ihr Leben fürchten müssen.

Eigentlich eher nicht so… Und der Klassiker:

PI wirkt

Je suis Kewil


So einfach geht das! Josef Schuster vom ZdJ setzt einfach grundlos eine Warnung in die Welt, von der automatisch angenommen wird, sie beruhe auf „zentralisierten und überlegenen Informationen und Kenntnissen über die Gefährdungslage“. Und auf genau diese Reaktion hofft vermutlich auch Jonathan Kalmus mit seinem Video und dem Bericht darüber in der Daily Mail.

Da – obwohl nicht ausgesprochen – unmissverständlich klar ist, dass die grauenhaften antisemitischen Bedrohungen von Moslems ausgehen, die aus nachvollziehbaren Gründen keinen besonders guten Ruf in Europa genießen, ist die Bereitschaft, etwas zu glauben, was diese in schlechtes Licht rückt, natürlich hoch.

PI funktioniert genau wie die Antifa. Da sagt doch tatsächlich mal ein führender SPD-Politiker was Vernünftiges – und schon kommt „die Stimme des Volkes“ zornentbrannt über ihn. So wie die Antifa zornentbrannt über einen Lokalpolitiker oder einen Mitarbeiter beim Ausländeramt kommt, der es wagt, den „Refugees“ nicht genügend in den A … llerwertesten zu kriechen.

Juden halten sich immer eine Hetzmeute aus „Volk“, um die Politik zu drangsalieren, wenn sie mal Anzeichen von Vernunft zeigt. Ich bin überzeugt, wenn die Spitzenpolitiker in irgendeiner wichtigen Sache nicht spuren, kriegen sie – je nach Sachlage – entweder die Antifa oder PI/Pegida auf den Hals gehetzt.

Darüberhinaus scheint aber auch bei Philosemiten, die jegliche Andeutung, Juden würden enorme Macht ausüben, als antisemitische Verschwörungstheorie weit von sich weisen würden, das Wissen verinnerlicht zu sein, dass es für die ihnen verhassten Moslems sehr unangenehm wäre, wenn sie durch Antisemitismus auffallen würden. Offensichtlich ist das aber auch den Moslems bekannt – insbesondere nach Charlie Hebdo werden auch diese sich sehr gut überlegen, ob sie eine „antisemitische“ Äußerung tun oder sie sich vielleicht doch lieber verkneifen.

Es sind ja immer noch wir da, an denen sie ein eventuell aufkommendes Mütchen weitgehend unbehelligt kühlen können.


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Ein Kommentar

  1. Die Herkunft der ADL ist sehr interessant:

    Sie wurde von der jüdischen Kinderschaendersekte Bnai und Brith gegründet als man den Juden und Mitglied der Bnai und Brith Leo Frank wegen Mordes und Vergewaltigung eines 13 jährigen Mädchens namens Mary Phagan verhaftet hat. Gegründet um diesen Verbrecher aus dem Gefängnis zu holen obwohl seine Schuld zweifelsfrei bewiesen worden ist.

    Auf meiner Internetseite:

    http://www.arbeitskreis-tristan.de.tl

    habe ich den Mordfall an Mary auch erwähnt. Glaubt ihr diese Verbrecher haben heute damit aufgehört weisse deutsche Kinder zu quälen?

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