UNO enthüllt Israels Unterstützung für ISIS

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Von Enza Ferreri; Original: UN Reveals Israel’s Support for ISIS, erschienen am 13. Februar 2015 auf Enza Ferreris Blog sowie im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex

Enza Ferreri

Enza Ferreri

Ich denke, dass es zwei herausragende Phänomene gibt, die den Menschen bald die fundamentale Bedeutung und das Ausmaß der Judenfrage in der gegenwärtigen Welt bewusst machen wird.

Das erste Phänomen ist die Existenz Israels, ein Hauptsignal für den unvermeidlichen Doppelstandard des jüdischen Ethnozentrismus im Vergleich zu den ethnisch und kulturell pluralistischen Einstellungen der Diaspora-Juden im Westen.

Das zweite Phänomen ist die Enthüllung, wie leicht es Juden fällt, sich mit Moslems zu verbünden (oder Partei für sie zu ergreifen), wenn es ihrem Interesse entweder in ihrem Krieg gegen die weißen Nichtjuden – ihren vermeintlichen westlichen Hauptfeinden – oder auf andere Art dient.

Zu den bedeutenderen Beispielen für diese Tendenz gehört die „erhöhte Empathie und Sympathie für den Islam“ des europäischen Judentums und dessen Erfindung des Mythos von der islamischen Toleranz, sowie die jüdische Kollaboration mit Moslems während der Invasion des christlichen Spanien.

Beide Phänomene werden in den gegenwärtigen Ereignissen des Nahen Ostens zur Schau gestellt.

Ich meine damit die jüngsten UNO-Dokumente, die Israels Unterstützung für ISIS und Al Kaida in Syrien enthüllen.

Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Bashar Ja’afari, hat sich seit langem über eine Verschwörung von Zionisten und syrischen Rebellen zum Sturz des Präsidenten des Landes, Bashar Assad, beschwert. Herr Ja’afari hat erklärt, dass die Extremisten eine „nicht erklärte Allianz mit Israel und ein geheimes Abkommen“ mit dessen Regime haben.

Nun scheint ein Bericht der Vereinten Nationen seine Behauptungen zu rechtfertigen. Er enthüllt, daß Israel mehr getan hat als bloß verwundete syrische Zivilisten in Krankenhäusern zu behandeln, und beschreibt ausführlich direkte regelmäßige Kontakte zwischen Offizieren der Israel Defense Forces (IDF) und bewaffneten Kämpfern der syrischen Opposition, die auf den Golanhöhen seit Frühjahr 2013 eng zusammenarbeiten.

Dank der amerikanischen Intervention, die Saddam Hussein beseitigte – und letztendlich dank der amerikanisch-jüdischen neokonservativen Bewegung und Israel-Lobby, die ideologisch und politisch dazu aufhetzte -, ist der Irak, einst der stärkste Unterstützer der Palästinenser (ja, entgegen populären zionistischen Behauptungen gibt es sie wirklich), schwach und geteilt.

Daher ist es Zeit, sich einem weiteren stabilen Spieler in der Region und potentiellem Feind Israels zuzuwenden: Syrien. Der in die Länge gezogene Bürgerkrieg gegen die syrische Regierung erschöpft die Armee des Landes und verwüstet seine Infrastruktur; deren Wiederaufbau wird Syrien für lange Zeit beschäftigt halten und jede militärische Bedrohung von seiner Seite für Israel entschärfen. Im Geheimen ist Israel ein entscheidender Spieler bei der Hinausziehung dieses Krieges, und es ist der Hauptprofiteur der Aufrechterhaltung dessen, was der israelische Experte Amos Harel die „stabile Instabilität“ in Syrien und in der Region nannte.

Aber mehrere Entwicklungen der letzten Zeit haben Israels nicht länger diskrete Rolle enthüllt, wozu die UNO-Dokumentation gehört.

Der neue Bericht war das Werk der UN Disengagement Observer Force (UNDOF) – UNO-Beobachter auf den Golanhöhen – und wurde den 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates Anfang Dezember 2014 vorgelegt.

Die 1200 Mann starke Beobachtertruppe der UNDOF – gestellt von sechs Ländern – hat seit 1974 eine Pufferzone zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen überwacht, die sich etwa 70 Kilometer weit vom Libanon im Norden bis Jordanien im Süden erstreckt.

Berichte der UNDOF werden dem UN-Sicherheitsrat regelmäßig übermittelt und haben seit März 2013 zu zeigen begonnen, dass Israel verwundete Syrer zur medizinischen Behandlung in Krankenhäusern ins Land lässt.

Anfänglich behauptete die IDF, daß dies nur zur medizinischen Hilfe für Zivilisten geschehe, aber dann wurden UNO-Beobachter zu Zeugen von direktem Kontakt zwischen IDF-Kräften und ISIS-Kämpfern.

Der UNO-Bericht besagte, daß 89 Rebellen zwischen März und Mai 2014 in die israelisch besetzte Zone transportiert wurden, während Aktivisten in der südlichen Provinz Deraa und in Quneitra, die in Medienberichten zitiert wurden, behaupten, daß die Kommunikation zwischen Rebellen und dem Israelischen Militär vor dem Ausbruch schwerer Zusammenstöße in dem Gebiet zunahm.

Israels Gesundheitsministerium sagt, dass etwa 1000 Syrer in israelischen Spitälern behandelt worden sind.

Als Antwort auf eine Frage von i24News, ob Israel Mitglieder der al-Nusra-Front (der Terrorgruppe der Al Kaida in Syrien) und von Daesh (dem arabischen Akronym für den Islamischen Staat, oder ISIS) in Krankenhäusern aufnimmt, gab das Büro eines israelischen Militärsprechers zu: „In den vergangenen zwei Jahren haben die Israel Defense Forces humanitäre, lebensrettende Hilfe für verwundete Syrer ungeachtet ihrer Identität geleistet.“

Syrien behauptet, es hätte „Informationen, die darauf hindeuten, dass sich verdeckte Agenten unter den verwundeten Syrern befanden, die vor kurzem in Israel behandelt wurden“:

Sie behauptete weiters, dass israelische Offiziere in Syrien operieren und die Kämpfe in dem kriegszerrissenen Land überwachen…

Assad selbst sagte einer argentinischen Zeitung vor ein paar Monaten, dass Israel die Rebellen unterstützt, die für den Sturz seines Regimes kämpfen.

„Israel unterstützt die Terroristengruppen direkt auf zwei Arten“, behauptete er. „Erstens gibt es ihnen logistische Unterstützung, und es sagt ihnen auch, welche Anlagen sie angreifen sollen und wie.“

Die UNO-Beobachtungen sind gekürzt worden, teils wegen Angriffen auf UNO-Überwacher durch genau die Terroristen, mit denen zu verkehren Israel verdächtigt wird – Angriffe, denen es gelang, jede weitere Dokumentation zu verhindern.

Israels Verbindungen zu Militanten sind seit langem dokumentiert worden. Im November 2014 veröffentlichten Mitglieder von Israels Drusen-Minderheit eine Erklärung, die der israelischen Regierung vorwirft, alle Fraktionen zu unterstützen, die gegen die syrische Regierung kämpfen, einschließlich al-Nusra – der militärischen Gruppe, die Al Kaida loyal ist – und des Islamischen Staates; nicht nur, indem es ihnen medizinische Behandlung bietet, sondern auch, indem es sie mit Waffen versorgt. Die Gruppe der Drusen hat in der Vergangenheit ähnliche Warnungen geäußert.

Wann immer Israel gegen Syrien zuschlägt, schlägt es gegen die einzige lebensfähige Nation in der Region zu, die ISIS bekämpft.

Die hauptsächliche – wenn nicht einzige – Streitmacht, die eine Verteidigung für regionale Minderheiten bietet, einschließlich Christen, Juden, Drusen und Moslems aller Sekten, ist die syrisch-arabische Armee. Sie anzugreifen, untergräbt ihre Fähigkeit zur Eindämmung dessen, was andernfalls zu unkontrolliertem Genozid durch Extremisten werden kann.

Der Bericht der UNO und andere haben die Weitergabe von Kisten mit nicht näher bezeichneten Versorgungsgütern von der IDF an militante Rebellen beschrieben, Sichtungen von IDF-Soldaten, die sich mit syrischen Aufständischen treffen, und Fälle, wo israelische Soldaten den Zaun öffneten, um Syrer durchzulassen, die nicht verwundet zu sein schienen.

Zeugen in einer Dokumentation von RT TV von Ende Dezember sagten, dass sie israelische Streitkräfte im Gespräch mit bewaffneten, militanten Anti-Assad-Kämpfern gesehen hatten.

Foreign Policy schrieb:

Ehud Yaari, ein Israeli am Washington Institute for Near East Policy (WINEP) und ein Experte für die Golanhöhen, sagte, daß Israel syrische Dörfer mit Medizin, Heizgeräten und anderem humanitären Material versorgt. Von den Hilfeleistungen, sagte er, haben Zivilisten und Aufständische profitiert.

Angesichts dessen, dass Yaari ein Israeli ist, und angesichts dessen, dass WINEP ein Stützpfeiler der Israel-Lobby ist, könnte die israelische Hilfeleistung in Wirklichkeit weit über humanitäre Hilfe hinausgehen.

Dies ist ein Teil eines fortdauernden Prozesses. Anfang Dezember 2014 forderten syrische Offizielle, dass die UNO Sanktionen gegen Israel verhängt, nachdem Tel Aviv Luftschläge im Bereich von Dimas, von dem bekannt ist, dass es Militärbasen und Forschungszentren enthält, und des internationalen Flughafens von Damaskus durchgeführt hatte, wobei einige Einrichtungen beschädigt wurden. Dies war der siebente unprovozierte größere Luftschlag Israels gegen syrische Verteidigungseinrichtungen seit 2011 und der fünfte in den letzten 18 Monaten.

Die Syrer sagten, der Angriff sei ein heimtückisches Verbrechen gegen ihre Souveränität durch ein Land, das seine Politik der Unterstützung des Terrorismus nicht verbirgt. Israel behauptete, es sei eine „Verteidigungsmaßnahme“ gewesen, da Syrien „hochentwickelte Waffen verborgen hatte, die für die Hisbollah im Libanon bestimmt waren.“

Es ist jedoch seltsam, dass Israel in Damaskus angreift, was es als „regionale Bedrohungen“ bezeichnet, während es Terrorgruppen wie al-Nusra und ISIS Zuflucht bietet, indem es sie entlang seiner Grenzen Wartungsarbeiten an Panzern und Artillerie durchführen lässt.

Dass Israels Hilfe für terroristische Aufständische in Syrien nicht auf medizinische Hilfeleistung beschränkt ist, war auch offensichtlich aus dem, was The Times of Israel im August 2014 meldete:

Ein Befehlshaber der Freien Syrischen Armee, der letzten Monat von der islamistischen Miliz Al-Nusra-Front festgenommen wurde, sagte denen, die ihn gefangennahmen, in einem letzte Woche veröffentlichten Video, dass er mit Israel im Gegenzug für medizinische und militärische Unterstützung zusammenarbeite…

„Die [Oppositions-] Fraktionen bekommen Unterstützung und schicken die Verwundeten hinein [nach Israel] unter der Bedingung, dass das Gebiet am israelischen Zaun gesichert wird. Niemand durfte dem Zaun ohne vorherige Koordination mit israelischen Behörden nahekommen“, sagte Safouri in dem Video…

Nach den Treffen begann Israel Safouri und seine Männer mit „elementarer medizinischer Unterstützung und Kleidung“ sowie mit Waffen zu versorgen, wozu 30 russische [Gewehre], 10 RPG-Werfer mit 47 Raketen und 48.000 Patronen im Kaliber 5,56 mm gehörten.

Im März 2014 meldete Haaretz:

Die syrische Opposition ist bereit, Ansprüche auf die Golanhöhen als Gegenleistung für Geld und israelische Militärhilfe gegen Präsident Bashar Assad aufzugeben, sagte ein Spitzenoffizieller der Opposition der Zeitung Al Arab laut einem Bericht in Al Alam

Die vom Westen unterstützten militanten Gruppen wollen dem Bericht zufolge, dass Israel eine Flugverbotszone über Teilen des südlichen Syrien durchsetzt, um Rebellenstützpunkte vor Luftschlägen durch Assads Streitkräfte zu schützen.

Am 20. Januar 2015 interviewte Foreign Affairs den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, der die IDF beschuldigte, mit Al Kaida zu konspirieren. Gefragt, was er dächte, was Israels Agenda ist, antwortete er:

„Sie unterstützen die Rebellen in Syrien. Das ist sehr deutlich. Denn wann immer wir irgendwo Fortschritte machen, führen sie einen Angriff durch, um die Armee zu untergraben. Es ist sehr deutlich. Deshalb witzeln manche in Syrien: ‚Wie könnt ihr sagen, Al Kaida hätte keine Luftwaffe? Sie haben die israelische Luftwaffe [eine Bezugnahme auf dessen Angriffe auf Positionen des Regimes und der Hisbollah in Syrien].’
Die Frage, die wir haben lautet: wieviel Willen haben die Vereinigten Staaten dazu, den Terrorismus wirklich am Boden zu bekämpfen? Soweit haben wir trotz der Angriffe auf ISIS in Nordsyrien nichts Konkretes gesehen. Es gibt nichts Konkretes. Was wir bisher gesehen haben, ist bloß, sagen wir, Augenauswischerei, nichts Reales. Seit dem Beginn dieser Angriffe hat ISIS in Syrien und im Irak mehr Land gewonnen.“…

Sie sagen also, Sie wollen eine größere U.S.-Beteiligung am Krieg gegen ISIS?

„Es geht nicht um eine größere Beteiligung des Militärs, weil es nicht wirklich ums Militär geht; es geht um Politik. Es geht darum, wie sehr die Vereinigten Staaten die Türken beeinflussen wollen. Denn falls die Terroristen den Luftschlägen für diesen Zeitraum standhalten können, bedeutet das, dass die Türken ihnen weiterhin Waffen und Geld schicken. Haben die Vereinigten Staaten irgendwelchen Druck auf die Türkei ausgeübt, die Unterstützung von Al Kaida zu stoppen? Sie haben es nicht getan; sie haben es nicht getan.“…

Sie schlagen also vor, dass es U.S.-Truppen am Boden geben sollte?

„Nicht U.S.-Truppen. Ich spreche über das Prinzip, das militärische Prinzip. Ich sage nicht: amerikanische Truppen. Wenn Sie sagen wollen, ich will Krieg gegen den Terror führen, müssen Sie Truppen am Boden haben. Die Frage, die Sie den Amerikanern stellen müssen, lautet: auf welche Truppen werdet ihr euch stützen? Definitiv müssen es syrische Truppen sein. Dies ist unser Land. Wir sind verantwortlich. Wir ersuchen überhaupt nicht um amerikanische Truppen.“…

Die Vereinigten Staaten haben die syrischen Aufständischen seit der frühen Phase des Bürgerkrieges unterstützt und planen, über 5000 „sicherheitsüberprüfte“ Rebellen zu trainieren. Während desselben Interviews argumentierte Assad, solche US-Pläne seien „illusorisch“ und diese Rebellen würden schließlich zu den Dschihadisten überlaufen: „Sie werden wie jede andere illegale Miliz bekämpft werden müssen, die gegen die syrische Armee kämpft.“

Es gibt keine „gemäßigten“ Rebellen in Syrien. Sogar die Gruppen und Führer, die vom Westen als gemäßigt betrachtet werden, geben offen zu, dass sie eng mit den Extremisten und den Radikalsten zusammenarbeiten, die am Ende immer die Kontrolle über die Anti-Assad-Opposition haben. Die terroristische al-Nusra und die „gemäßigte“ Freie Syrische Armee haben auf dem Schlachtfeld gegen das Assad-Regime zusammengearbeitet. Kurzum: Israel unterstützt ISIS und Terroristen.

Und selbst wenn die Fantasie von gemäßigten Rebellen Wirklichkeit wäre, würde Hilfe für diese Leute bedeuten, Assads Ressourcen für den Kampf gegen sie abzuziehen und zu verbrauchen und somit die einzige lebensfähige Kraft zu schwächen, die ISIS in der Region bekämpft.

Wie die syrische Regierung seit 2011 gesagt hat, führt Syrien keinen Krieg gegen sein eigenes Volk oder gegen „Pro-Demokratie-Kräfte“, sondern gegen Extremisten und Terroristen.

Das oben zitierte Interview von Foreign Affairs vom vergangenen Januar mit Assad hat einen interessanten Schluß:

Falls Sie Präsident Obama heute eine Botschaft übermitteln könnten, wie würde sie lauten?

„Ich denke, das Normale, um das man jeden Amtsträger in der Welt ersucht, ist, für die Interessen seines Volkes zu arbeiten. Und die Frage, die ich jedem Amerikaner stellen würde, lautet: was habt ihr von der Unterstützung von Terroristen in unserem Land, in unserer Region? Was habt ihr von der Unterstützung der Moslembruderschaft vor ein paar Jahren in Ägypten und in anderen Ländern gehabt? Was habt ihr von der Unterstützung von jemandem wie Erdogan gehabt?“

Diese Politik ist nicht im Interesse der Vereinigten Staaten, sondern anscheinend im Interesse Israels: die Unterstützung der Moslembruderschaft hat, wie die Invasion im Irak, zur Destabilisierung der gefestigten Mächte in der Region gedient. Assad fuhr fort:

„Ihr [Amerikaner] seid jetzt die größte Macht auf der Welt; ihr habt zu viele Dinge, die ihr in der Welt verbreiten könnt: Wissen, Innovation, IT, mit ihren positiven Auswirkungen. Wie könnt ihr die Besten in diesen Bereichen sein, aber die Schlimmsten im politischen Bereich? Dies ist ein Widerspruch. Das ist es, was ich denke, dass das amerikanische Volk analysieren und hinterfragen sollte. Warum versagt ihr in jedem Krieg? Ihr könnt Krieg schaffen, ihr könnt Probleme schaffen, aber ihr könnt kein Problem lösen. Zwanzig Jahre des Friedensprozesses in Palästina und Israel, und ihr könnt nichts damit anfangen, trotz der Tatsache, dass ihr ein großes Land seid.“ [Hervorhebung von mir (d. h., Enza Ferreri; d. Ü.)]

All dies erscheint unsinnig und widersprüchlich, wenn man tatsächlich von der Prämisse ausgeht, dass die US-Außen- und Innenpolitik den Vereinigten Staaten nützen soll. Aber es wird sofort rational, wenn man sieht, dass die amerikanischen Eliten sich im Krieg gegen ihr eigenes Volk befinden und nicht mit dessen besten Interessen im Sinn handeln.

Aber wie würde im Kontext von Syrien eine bessere Politik aussehen?

Eine, die die Stabilität im Nahen Osten bewahrt. Syrien ist das Herz des Nahen Ostens. Jeder weiß das. Wenn der Nahe Osten krank ist, wird die gesamte Welt instabil sein. 1991, als wir den Friedensprozeß begannen, hatten wir eine Menge Hoffnung. Nun, nach mehr als 20 Jahren, stehen die Dinge nicht am Ausgangspunkt; sie stehen weit unter diesem Ausgangspunkt. Daher sollte die Politik sein, dem Frieden in der Region zu helfen, den Terrorismus zu bekämpfen, den Säkularismus zu fördern, dieses Gebiet wirtschaftlich zu unterstützen, bei der geistigen und gesellschaftlichen Verbesserung zu helfen, wie Sie es in Ihrem Land getan haben. Das ist die Mission, die jene der Vereinigten Staaten sein soll, nicht Kriege anzufangen. Kriege anzufangen, macht Sie nicht zu einer großen Macht.“

Assads vorgeschlagene Strategie ist vernünftig, aber das Gegenteil dessen, was Amerika verfolgt, denn Stabilität im Nahen Osten durch Stärkung von Israels Feinden ist nicht im Interesse des jüdischen Staates.

Welcher, während er sie öffentlich verdammt, nicht zögert, die Partei von Terroristen zu ergreifen und ihnen zu helfen, die zu den schlimmsten Greueltaten fähig sind, einschließlich der Enthauptung von Kindern, der Benützung von Frauen als Sex-Sklavinnen und des Verbrennens von Männern.

* * *

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Enza Ferreri ist eine in Italien geborene, in London ansässige Schriftstellerin und Journalistin mit einem Universitätsabschluss in Philosophie. Sie ist Londoner Korrespondentin für mehrere italienische Magazine und Zeitungen gewesen, einschließlich Panorama, L’Espresso, La Repubblica.

Sie bloggt auf http://www.enzaferreri.blogspot.co.uk.

* * *

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3 Kommentare

  1. Interessant ist, dass Enza Ferreri, von der im Zeitraum vom August 2012 bis Juli 2014 zahlreiche, noch sehr auf der „koscheren“, rein counterjihadischen Linie befindliche Artikel auf Gates of Vienna erschienen sind (siehe die dortigen Enza Ferreri Files), seither dort nicht mehr veröffentlicht wird und statt dessen für „The Occidental Observer“ schreibt (siehe TOO unter Enza Ferreri).

    Ich hatte aufgrund des obigen Artikels schon vermutet, daß sie aus ähnlichen Gründen im „Schloss Bodissey“ in Ungnade gefallen sein könnte wie Sarah Maid of Albion (siehe Sarahs dritten Teil von „Der heimliche Genozid“), und tatsächlich: im November schrieb sie in ihrem Blog den Artikel Israel Not Such a Haven for Christians, wofür sie von anonymen Kommentatoren beschimpft wurde, wie sie in ihrem TOO-Beitrag Being Critical of Jews Is the Ultimate Taboo schreibt.

    Antworten
  2. Von Enza Ferreri ist auf TOO vorgestern ein Artikel über die Operation Susannah erschienen (anläßlich der Ehrung von neun der hierfür rekrutierten ägyptischen Juden durch Israels Präsidenten Moshe Katzav vor fast genau zehn Jahren, am 30. März 2005):

    The Lavon Affair: How to Make Jews Look Good and Muslims Look Bad

    Auch der israelische Angriff auf die U.S.S. „Liberty“ am 8. Juni 1967
    wird darin erwähnt.

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  3. Von Enza Ferreri gibt es wieder einen guten Artikel auf TOO:

    Church Burning and Jewish Settlers in Israel

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