Hollywood-Humbug „Dolphin Tale“: Morgan Freeman darf wieder einmal einen numinosen Neger spielen

 

Dolphin Tale Morgan Freeman

Von Paul Kersey; Original: „Dolphin Tale“ Hollywood Hokum: Morgan Freeman Gets To Play Numinous Negro Yet Again, erschienen am 22. September 2011 auf VDARE. (Gefunden bei Sarah Maid of Albion unter More dishonest „politically correct“ casting, wo ich auch das Titelbild herhabe.)

Früher in diesem Jahr machte die New York Times einen großen Rummel um die Tatsache, daß keine schwarzen Schauspieler für den Academy Award [„Oscar“] als „Bester Schauspieler“ nominiert waren. (Hollywood’s Whiteout von Manohla Dargis und A. O. Scott, 11. Februar 2011) Mit dem sardonischen Witz, der sein Markenzeichen ist, schrieb Steve Sailer:

Wie schwer wäre es für Hollywood gewesen, The King’s Speech mit einem Afroamerikaner zu besetzen? Warum durfte Helena Bonham-Carter die Königin von England spielen, wenn Tyler Perry verfügbar war?

Warum wurde kein einziger schwarzer Schauspieler für die Rolle von Mark Zuckerberg in „The Social Network“ auch nur in Erwägung gezogen?

Warum wanderte dieses Hilbilly-Mädchen in Winter’s Bone in den Ozarks herum und fragte ihre „White Trash“-Sippschaft, wo ihr Paps war, wenn sie zu einem kahlgeschorenen schwarzen Computerhacker-Genie hätte gehen und ihn ihren Vater mittels hochentwickelter Satellitenbildtechnik lokalisieren lassen können. Das wäre geil gewesen.

Warum setzte Hollywood Christian Bale als Mark Wahlbergs Bruder in „The Fighter“ ein, wenn sie Diddy hätten nehmen können? Hätte nicht Morgan Freeman einen weisen Hausmeister in ihrem Box-Studio spielen sollen?

Komisch – aber in Wirklichkeit besetzt Hollywood routinemäßig schwarze Schauspieler in Rollen, die das wirkliche Leben nicht wiedergeben kann. Das Phänomen der Erzeugung positiver Bilder von Schwarzen durch Fiktionalisierung ihrer Beiträge zur Gesellschaft ist so ausgeprägt, daß man es nur als systematischen Versuch der Gehirnwäsche an Amerika sehen kann.

Es ist zum Beispiel einfach eine Tatsache, daß sehr wenige Erfindungen wirklich schwarzen Wissenschaftlern zugeschrieben werden können. (Eine Ausnahme: der Super Soaker, der 1989 von Lonnie Johnson entwickelt wurde. Daß noch kein Film gemacht wurde, der die erstaunliche Leistung feiert, weit überlegene, präzisere und waffenmäßigere Wasserstrahlen zu produzieren als die traditionelle Spritzpistole, ist ein Skandal).

Aber diese Tatsache bringt Hollywood nicht davon ab, schwarze Wissenschaftler in teuren Filmen wie „Terminator 2: Judgment Day“ einzufügen; einen Geologen in „2012“ oder einen schwarzen Waffenbauer in „Batman Begins“ und „Dark Knight“ (und dem kommenden „Dark Knight Rises“). Dieser letztere Fall wäre natürlich Morgan Freeman, der exemplarische „Numinose Neger“, um Rick Brookhisers Ausdruck zu verwenden – der “Lucius Fox” spielt.

Dennoch, während Hollywood routinemäßig fiktive Genies oder heiligmäßige Weise produziert, die von Freeman dargestellt werden, ist der neue Kinderfilm Dolphin Tale – der am 23. September sein Debut in den Kinos haben wird – ein ganz anderes Paar Schuhe. [Anm. d. Ü.: die im englischen Original als Wortspiel benutzte Redewendung „a horse (or dolphin) of a completely different color“ eignet sich hier leider nicht für die Übertragung ins Deutsche.]

Dieser Film wird Hunderte Millionen Dollar einbringen, da er einer der wenigen Filme ist, die auf Familien zugeschnitten sind. Und der die immer den Massen gefallende Geschichte von Weißen enthält, die Ausschau nach verwundeten Tieren halten.

„Dolphin Tale“ ist die außergewöhnliche „wahre“ Geschichte des Delphins Winter, der jetzt die Hauptattraktion des Clearwater Marine Aquarium ist.

Tragischerweise verlor Winter ihren Schwanz damals 2005 in einer Krabbenfalle. Heroischerweise waren zwei Angestellte von Hanger Prosthetics & Orthotics, Kevin Carroll und Dan Strzempka, so von Winters Geschichte bewegt, daß sie einen künstlichen Schwanz für den Delphin entwickelten.

Sowohl Carroll als auch Strzempka sind weiß. Aber im Film „Dolphin Tale“ sind beide zu einem zusammengesetzten Charakter namens „Dr. McCarthy“ vermengt worden – der nur zufällig schwarz ist und nur zufällig gespielt wird von, natürlich… Morgan Freeman.

Nun könnten Sie sich fragen: warum spielt es eine Rolle, daß Hollywood beschlossen hat, den wirklichen weißen Erfindern des künstlichen Delphinschwanzes, der Winters Leben rettete, ein schwarzes Gesicht aufzusetzen? Es ist bloß ein Film – der zufällig von Alcon Entertainment produziert wurde, denselben Leuten, die uns 2009 den multirassischen Wohlfühl-Überraschungshit The Blind Side brachten.

Antwort: Es ist wichtig, weil eine Menge Leute diesen Film sehen werden – und weil die meisten Leute glauben, was sie im Fernsehen und in Filmen sehen, werden sie im Glauben hinausgehen, daß tatsächlich ein Schwarzer diese Schwanzprothese entwickelte, die Winters Leben zu retten half.

Zum Beispiel schrieb der Unterhaltungsredakteur Joel D. Amos in einem kürzlichen Interview von SheKnows.com mit Morgan Freeman (einem Mann, der sagte, er würde tausendmal für Obama stimmen, wenn er könnte, aber das ist eine andere Geschichte) über den Charakter von Freeman, „Dr. McCarthy“, als ob er wirklich existieren würde:

Morgan Freeman ist in „Dolphin Tale“ Dr. McCarthy, ein Mann mit der Vision, eine Schwanzprothese für einen Delphin namens Winter zu entwickeln, der nach dem Verlust seines Schwanzes im Clearwater Aquarium in Florida ankam. „Dolphin Tale“ ist eine wahre Geschichte, und Freeman fand es spannend, einen Mann darzustellen, der sich der konventionellen Weisheit widersetzte, indem er Zeit und Geld aufwendete, um für einen Delphin etwas zu schaffen, das die meisten nie in Erwägung ziehen würden.

Für Morgan Freeman tat Dr. McCarthy viel mehr, als das Leben von Winter zu retten; McCarthy inspirierte Amputierte und brachte die Wissenschaft der Prosthetik voran, während er gleichzeitig in Florida eine Gemeinschaft um einen Delphin versammelte, der seinerseits ihn inspirierte.

Ocean-Friendly In Dolphin Tale, SheKnows.com, 14. September 2011. (Link im Original).

Warnung des Inspekteurs des Sanitätsdienstes: für alle von Ihnen, die nach „Dr. McCarthy“ googeln in der Hoffnung, mehr über einen weiteren schwarzen Erfinder zu erfahren, der dabei half, die zivilisierte Gesellschaft möglich zu machen – hören Sie auf.

Ich wiederhole: es gibt keinen realen „Dr. McCarthy“. Er ist eine Schöpfung von Hollywood.

Warum sollten die Produzenten und Autoren von „Dolphin Tale“ sich solche Mühe machen, um einer „wahren Geschichte“ (die im wirklichen Leben bloß darin bestand, daß ein Haufen langweiliger Weißer wieder einmal die Situation retteten) „Diversity“ hinzuzufügen?

Vielleicht ist das der Grund. Der Rest der Filmbesetzung ist hässlich weiß, wie in Super 8 oder I am Number Four. Ashley Judd und Harry Connick Jr. spielen ebenfalls in „Dolphin Tale“ mit und vervollständigen eine Darstellerriege voller anderer Weißer. Die Einfügung eines fiktiven schwarzen Bildes des Dr. McCarthy, gespielt von Morgan Freeman, war vielleicht notwendig, damit dieser Film grünes Licht bekam.

In einem seltsamen Interview hat der Erfinder Dan Strzempka die Besetzungsentscheidung für Freeman in politisch korrekter Weise diskutiert. Die Autorin Natalie Shepherd beginnt mit etwas, das man massives Understatement nennen könnte:

Dan Strzempka sieht nicht wie Morgan Freeman aus, aber er ist geschmeichelt, daß die Schauspiellegende seine Geschichte auf der Leinwand zum Leben erweckt.

„Es ist eine Ehre; er ist einer meiner Lieblingsschauspieler. Er ist einer der besten Schauspieler aller Zeiten, daher ist es einfach ein wenig einschüchternd“, sagte Strzempka heute im Labor von Hanger Prosthetics and Orthonics in Sarasota.

Obwohl der Name [Paul Kersey: sic!] des Charakters geändert worden ist, ist Strzempka ein wichtiger Teil des kommenden Filmes…

Sarasota man who made Winter’s prosthetic tail excited about movie, 22. September 2011

Sie werden vielleicht denken, daß Winters Geschichte keine Ausschmückungen gebraucht hätte. Zum Beispiel ist Strzempka selbst amputiert, nachdem er sein Bein oberhalb des Knies bei einem Rasenmäherunfall verloren hat, als er vier Jahre alt war. Und die für Winter vollbrachte Arbeit hilft wirklich Menschen. Siehe die Webseite von Hanger Orthopedic Group hier und Dolphin and Iraq veteran share wonder of prosthetics von Tali Yahalom, USA Today, 18. Juli 2007.

Morgan Freeman ist natürlich der Schauspieler für einen „Numinosen Neger“, wenn ein Film ein fabriziertes positives Bild von einem Schwarzen braucht. Er hat aus diesem Rollenfach eine ziemliche Karriere gemacht. Ich diskutierte ihn ausführlich in meinem Buch Hollywood in Blackface: Black Images in Film from Night of The Living Dead to Thor.

In einer Rezension meines Buches schrieb Brett Stevens auf Amerika.org:

Was Kersey zur Aktion angespornt haben könnte, ist die anormale Besetzung des afrikanischstämmigen Idris Elba als nordischer Gott Heimdall im Murksfilm Thor von 2011. Während der Film so dumm aussieht wie 98 % dessen, was aus Hollywood kommt, in den Kinos herumhängt wie ein Jugendstraftäter und dann direkt auf DVD rauskommt, provozierte die Besetzung eines schwarzen Künstlers als weiße Kulturgestalt einen Wendepunkt – was, fragten die Leute, wenn ein Weißer als schwarze Kulturgestalt besetzt worden wäre, wie MLK oder Malcolm X? Wir hätten nie gehört, wie das ausgegangen wäre.

Während es eine bittere Haltung einnimmt, nimmt „Hollywood in Blackface“ sich kein Blatt vor den Mund und weist auf den Elefanten im Zimmer hin, den wir alle ignorieren. Auf jeden Barack Obama oder Morgan Freeman kommen mehrere Millionen Schwarze, die in einer gänzlich anderen Welt leben, einer, in der „Diversity“ ihnen nicht hilft, und sie enden verarmt, im Gefängnis und/oder desillusioniert. Auf diesem Blog [Amerika.org] sind wir ehrlich genug darauf hinzuweisen, daß die Geschichte der „Diversity“ zeigt, daß dies immer das Ergebnis ist. Andere wollen eine extremere Sichtweise einnehmen und geben den Afroamerikanern die Schuld an diesem Zustand. Kersey bleibt diesbezüglich klugerweise agnostisch und begnügt sich damit, diese Dichotomie satirisch aufs Korn zu nehmen.

Die vielumschwärmte Kritikerin Susan Sontag schrieb bekanntlich einmal: „Die weiße Rasse ist das Krebsgeschwür der menschlichen Geschichte.“ [Partisan Review, Winter 1967, S. 57, online nicht verfügbar] Der Linksaktivist Tom Hayden hat zugegeben, daß eines seiner Ziele das „Verschwinden der weißen Rasse“ ist.

Indem es systematisch Beweise unterdrückt, die auf Gegenteiliges schließen lassen könnten, scheint Hollywood hier zuzustimmen.

Paul Kersey[Email] ist der Autor des Blogs SBPDL und hat die Bücher SBPDL Year One und Hollywood in Blackface veröffentlicht. Er arbeitet in der Politikberatung und wohnt in Denver, Colorado.

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Links zum Thema:

Wer kontrolliert Hollywood? von Joel Stein
Fiktive schwarze Helden: Star Trek von Hunter Wallace
Star Trek und die multirassische Zukunft von Jonathan Pyle
Rassenvermischung: Nicht mehr nur für Verlierer? von Greg Johnson
„Avatar“ – der neueste anti-westliche Film aus Hollywood von Fjordman
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