Beginn eines italienischen Bürgerkriegs gegen die Einwanderung

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Von Enza Ferreri; Original: Beginning of an Italian Civil War Against Immigration, veröffentlicht am 15. Dezember 2014 im Occidental Observer.
Übersetzung: Lucifex (Titelbild aus einem der verlinkten italienischen Artikel)

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Ausnahmsweise haben wir einmal Krawalle nicht von antiweißen schwarzen Protestierern – an deren Gewalttätigkeit uns unter anderem Ferguson gewöhnt hat -, sondern von eingeborenen Europäern, die ihr Land gegen Invasoren verteidigen.

In Rom versuchte in der Nacht vom 10. auf den 11. November eine Gruppe von Einwohnern des Vororts Tor Sapienza, die in öffentlichen Wohnbauten wohnen, das örtliche Zentrum für Flüchtlinge und Asylwerber anzugreifen, das unpassenderweise „Il sorriso“ („Das Lächeln“) heißt, warfen Steine und Flaschen und setzten Müllcontainer in Brand, alles zwischen Glasscherben und unter Schreien „Wir wollen euch verbrennen“.

Das Aufnahmezentrum beherbergt über 40 Jugendliche – Ghanaer, Kongolesen, Äthiopier und andere Afrikaner, plus Afghanen und Syrer – die bei der Überquerung des Mittelmeers aus ihren Booten gerettet worden waren.

Die örtlichen Einwohner sind seit langem wegen Gesundheits- und Kriminalitätsproblemen im Zusammenhang mit Il sorriso besorgt gewesen, und nachdem ihre Beschwerden bei den Behörden unbeachtet blieben, nahmen sie die Dinge selbst in die Hand.

„Die Spannung“, sagte Tommaso Ippoliti, Präsident des Tor-Sapienza-Komitees, „schießt in die Höhe. Seit Jahren ist dieses Viertel im Stich gelassen worden, man kann nachts nicht ausgehen, und in letzter Zeit haben tätliche Angriffe und Diebstähle zugenommen. Vor ein paar Tagen ist ein Mädchen, das mit seinem Hund Gassi ging, mitten am Nachmittag im Park belästigt worden. Als Komitee distanzieren wir uns von der Gewalt letzte Nacht, aber die Leute sind zu Recht aufgebracht. Wir verlangen mehr Sicherheit.“

„Polizei ist spärlich vorhanden, und die Stadt hat auf Ersuchen um mehr Sicherheit und bessere Kontrollen der Migrantenzentren nicht reagiert“, fügte er hinzu.

Einbrüche, Diebstähle aus Autos, körperliche Angriffe sind von Bedeutung, aber auch der Verfall der Gegend, einschließlich der schlechten Beleuchtung im örtlichen Park. Deshalb gingen am 10. November etwa 150 Menschen zu einer spontanen Demonstration für „größere Sicherheit in einem von Einwanderern überlaufenen Viertel“ auf die Straße, und dann artete der Protest in Vorfälle städtischen Krieges aus.

Im Anschluß daran wurde am 11. November eine Kundgebung von über 400 Menschen abgehalten, die mehr als tausend einheimische Familien repräsentierten, was zu einem weiteren Protest vor der Unterkunft führte. Am Abend warfen 50 Menschen „Cherrybombs“ („Kirschbomben“), Kracher und andere Objekte – einigen Zeugen zufolge sogar Tränengas – sowohl gegen das Flüchtlingszentrum als auch gegen die Polizei in Kampfausrüstung, die das Aufnahmezentrum seit der Nacht zuvor ständig bewacht hatte. Einige Autos wurden angezündet, um den Ansturm der Polizei aufzuhalten, der die Protestierenden zerstreuen sollte. Zwei Menschen, einschließlich eines Polizisten, wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Gäste des Migrantenzentrums antworteten, indem sie Gegenstände aus ihren Fenstern warfen.

„Es war eine spontane Aktion einiger aufgebrachter Einwohner. Es ist keine Frage des Rassismus, wir haben es nur satt, wir halten es nicht mehr aus. In den letzten Tagen hat es Überfälle, Vergewaltigungsversuche und Wohnungseinbrüche gegeben“, erklärt Ippoliti. „Wir sind keine Extremisten.“

Es gibt mindestens drei Aufnahmezentren in der Gegend, und eine große Zahl von durch Einwanderer besetzten Häusern und Romalagern. Die verwahrloste öffentliche Wohnanlage, in der die italienischen Protestierer wohnen, direkt vor dem modernen Aufnahmezentrum für die Einwanderer, erzählt viel von der ganzen Geschichte. Einheimische Einwohner haben zu Recht das Gefühl, daß viel vom Geld der Steuerzahler in die Finanzierung des Geschäfts der „accoglienza“ umgeleitet wird – Ausländer willkommen zu heißen und sie zu verhätscheln – und nicht in die Behandlung der dringenden Bedürfnisse von Italienern, zu einer Zeit, in der Italien seine größte Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchmacht.

Das Ausmaß der Krise hat zu Budgetkürzungen bei lokalen Behörden und Wohlfahrtseinrichtungen geführt, und es gibt immer zu wenige Busse, und sie sind zu überfüllt.

Tor Sapienza im östlichen Randbereich von Rom ist einer der schlimmsten Vororte der Hauptstadt und wird oft als „Müllabladeplatz“ bezeichnet. Es ist diese Art von Randvierteln – die von der Krise am meisten betroffen sind – wohin die Last der accoglienza in ganz Italien immer verschoben wird. In den zentralen Teilen der Stadt gibt es keine Flüchtlingszentren. Je schlechter die Gegend, desto negativer und schwerer wird sie von der Einwanderung betroffen sein.

Wieder einmal fallen die Kosten der Einwanderung, wie im gesamten Westen, unverhältnismäßig, wenn nicht ausschließlich, auf die Arbeiter- und Mittelklasse der von nichteuropäischer Einwanderung überschwemmten Länder, während die Eliten die Probleme in Sicherheit ignorieren können.

Die von italienischen Fernsehnetzwerken befragten Menschen von Tor Sapienza sagen, dass sie aus Angst vor Überfällen gezwungen sind, ein Messer zu tragen, wenn sie morgens aus dem Haus gehen, und dass es in der Gegend alle 100 Meter ein Wohngebäude voller Hausbesetzer gibt, während „unsere eigenen Leute kein Zuhause haben.“ Sie sagen, dass die Männer und Frauen arbeitslos sind. Ein Mädchen sagt, dass sie kurz davor steht, ihren Job zu verlieren, und dass ihre Mutter und ihr Bruder arbeitslos sind, sodass sie um die Gastfreundlichkeit des Einwandererzentrums ersuchen wird: 30 Euro pro Tag, Unterkunft, Essen und Zigarettengutscheine – kein schlechter Deal.

Rumänen haben die Untergrundgaragen der Wohnanlage übernommen, um darin zu leben. Warum nicht? Die Polizei, sagt ein Mann, kommt nie in diese Gegend. Dutzende von Laden- und Verkaufsstandbesitzern haben aus Angst vor Kriminalität ihr Geschäft eingestellt. Einwanderer haben sogar illegal kleine Häuser gebaut.

Italiener, die die öffentliche Wohnung, um die sie sich beworben haben, nicht bekommen haben, sind wütend, dass Einwanderer sofort eine Unterkunft bekommen.

Sie werfen den Gästen der Unterkunft vor, den Kinderspielplatz übernommen zu haben, der voller zerbrochener Flaschen ist. Eine Frau sagt, dass sie in der Öffentlichkeit defäkieren und urinieren. Eine weitere erinnert jeden an die völlig fehlende Gegenseitigkeit, wenn sie sagt: „Wenn ich in eines ihrer Länder ginge, würden sie mich töten.“

„Es genügt nicht, dass Einwanderer nackt auf der Wohnanlage an der Viale Giorgio Morandie herumlaufen und Dinge von Balkonen werfen. Niemand kann wegen der lauten Musik schlafen“, beschwert sich die Einwohnerin Antonella Simoni.

„Wir fühlen uns in unseren eigenen Wohnungen wie Fremde, umzingelt von Einwanderern, Nomaden, Transsexuellen, Taschendieben und Betrunkenen“, fügt Tullio hinzu.

Kein Wunder, dass die weit rechts stehende einwanderungsfeindliche Partei Lega Nord bei der letzten Meinungsumfrage 13 % erreichte und zum ersten Mal Italiens drittplazierte Partei wurde, vor den 12,5 % von Forza Italia, einer Partei, die viele Jahre lang an der Regierung war, wobei ihr Führer Silvio Berlusconi vier mal Premierminister war.

Im Oktober organisierte die Lega Nord in Mailand eine Demonstration von 100.000 Menschen gegen die illegale Einwanderung, die Islamisierung und die Europäische Union.

Der Protest der Einwohner von Tor Sapienza ist nicht der erste in Rom in den letzten Monaten. Im September protestierte ein weiterer Vorort, Corcolle, nach einer Serie von Angriffen auf Busfahrer gegen eine Flüchtlingsunterkunft. Am Ende wurden die Gäste des Aufnahmezentrums in Tor Sapienza zu ihrem eigenen Schutz in einen möglicherweise noch schlimmeren Vorort transferiert, das passend benannte Infernetto, das bereits erklärt hat, dass es sie nicht will.

Der städtische Krieg um das Zentrum Il sorriso hat in Italien eine Menge Medienberichterstattung auf sich gezogen, wo dem Mob Rassismus vorgeworfen worden ist.

Die verschiedenen Vororte von Rom haben sich in einem stadtweiten Coordinamento di Ribellione vereinigt, das 45 Stadtviertelkomitees umfasst und eine massive Demonstration gegen den Bürgermeister Ignazio Marino organisiert hat, bei der die Protestierenden Pinocchio-Masken seines Gesichts trugen. „Das Volk wird sich dieses Land zurückholen!“ war der Slogan.

Die Unruhe hat sich nicht nur auf andere Bezirke Roms ausgedehnt, sondern auch auf andere italienische Städte.

Es wird von einem neuen italienischen Bürgerkrieg gesprochen. Die Medien sagen jetzt, dass dies nur die Spitze des Eisbergs war, und dass das schwierige Zusammenleben zwischen Italienern und Einwanderern zur Explosion sozialer Spannungen geführt hat, die sich über die Jahre angesammelt haben.

Der Zorn richtet sich unter anderem auch gegen Nomaden, Zigeuner, illegale Siedler und eingewanderte Besetzer öffentlicher Wohnbauten. Italien hat wie Britannien eine ernste Wohnraumknappheit. Nachdem es – anders als Britannien – Teil der Eurozone ist, befindet es sich in einer wirtschaftlichen Zwangsjacke, und viele Leute können ihre Miete nicht bezahlen.

Bis dato hat Italien 160.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet.

Ich fragte meine Freundin, die Journalistin Alessandra Nucci, die in Italien lebt, um ihre Meinung zu den Vorfällen von Tor Sapienza. Dies ist ihre Antwort:

„Ich denke, dass die Schrift an der Wand stand, es war unvermeidlich.

Ihr füllt uns mit Sozialhilfeempfängern, dieses Jahr sind Tausende auf einmal ins Land gekommen, ihr bringt sie stilvoll unter und ihr überschüttet sie mit Mitgefühl.

Seit Jahren ist ihnen alles gegeben worden: subventionierte Kredite, öffentliche Wohnungen, Berufskurse, und obendrein noch Lob und Wertschätzung.

Wie könnt ihr von Italienern, denen alles genommen worden ist, einschließlich ihres guten Namens und der Anerkennung dafür, ihr eigenes Land mit anderen geteilt zu haben, erwarten, dass sie nicht wütend werden?“

* * *

Enza Ferreri ist eine in Italien geborene, in London ansässige Schriftstellerin und Journalistin mit einem Universitätsabschluss in Philosophie. Sie ist Londoner Korrespondentin für mehrere italienische Magazine und Zeitungen gewesen, einschließlich Panorama, L’Espresso, La Repubblica.

Sie bloggt auf http://www.enzaferreri.blogspot.co.uk.

* * *

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2 Kommentare

  1. Harald

     /  April 25, 2015

    An dieser Stelle herzliche Dank für die Übersetzung. Der Artikel ist sehr informativ und zeigt eine neue Perspektive auf die Zukunft von Europa und der weißen Rasse.

    Antworten
  2. Danke gleichfalls, Harald!

    Hier eine Meldung auf orf.at:

    Tumulte wegen Flüchtlingsunterbringung in Rom

    Ein Protest in einem römischen Vorstadtviertel gegen den geplanten Einzug von rund hundert Flüchtlingen in eine ehemalige Schule, die in ein Aufnahmezentrum umgewandelt wurde, hat heute zu einem Tumult geführt. Der Protest wurde von der rechtsradikalen Gruppierung Casa Pound unterstützt. Bürger und Rechtsradikale versperrten den Eingang zur Schule.

    Die Demonstranten warfen Sessel in Richtung der Ordnungshüter, die mit Knüppelschlägen reagierten und den Eingang freiräumten. Die 250 Familien, die im Vorort leben, hatten schon seit Tagen gegen Pläne des Polizeichefs protestiert, 100 Flüchtlinge in der ehemaligen Schule unterzubringen.

    Sie warnten vor einer „Flüchtlingsinvasion“, die zu erheblichen Sicherheitsproblemen in dem ohnehin schon benachteiligten Vorort Casale San Nicola führen könnte.

    Präfekt hält an Plänen fest

    Roms Präfekt Franco Gabrielli blieb hart. Er halte am Plan fest, die Flüchtlinge in der ehemaligen Schule unterzubringen. „Wir machen keinen Schritt zurück“, so Gabrielli.

    Schon im vergangenen November waren in dem römischen Vorort Tor Sapienza Proteste gegen Flüchtlingseinrichtungen ausgebrochen. Die italienische Hauptstadt versorgt zurzeit circa 8.000 Flüchtlinge. Die Regierung rechnet, dass bis Jahresende 200.000 Migranten eintreffen werden.

    http //orf.at/#/stories/2290296/

    Antworten

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