Sechs Regeln fürs Vertreten weißer Interessen

Demosthenes orator Louvre

 

Von Matt Parrott, übersetzt von Kairos.

Das Original Six Rules for White Advocacy erschien am 17. November 2010 bei Counter-Currents Publishing.

Ich arbeite an einem einfachen Regelwerk zur Vertretung weißer Interessen, welches Aktivisten der Bewegung mit den Grundlagen von Überzeugung und Diskurs vertraut machen soll. Die erste Inspiration dazu war das globale Sprachwörterbuch des Israelprojekts [siehe hier – Link von Kairos] aber es wird eine Serie von Anhängen miteinschließen, die dazu dienen werden das Stammeswissen unserer Gemeinschaft über diese Dinge zu kulminieren.

Zum Beispiel wissen diejenigen von uns, die viel Zeit in Überzeugungs- und Diskursmethoden gesteckt haben, dass es nützlich ist, West Virginias niedrige Kriminalitätsraten anzuführen, wenn der zu Überzeugende behauptet, Schwarze Kriminalität sei durch Schwarze Armut verursacht. Dies wird Teil des „Herausforderungs/Reaktions“ – Anhangs.

Kapitel zwei des Regelwerks beinhaltet sechs Diskursregeln. Es ist der Versuch, das, was man über politische Konversation wissen sollte, in eine Handvoll zu erinnernder Regeln zu bringen. Ich habe unten einen ersten Entwurf gezeichnet und würde mich über Reaktionen freuen. Habe ich was vergessen? Überschneiden sich Regeln? Gibt es bessere Arten, die Regel zusammenzufassen? Wenn ihr zusätzliche Regeln vorschlagen wollt, bitte schön, aber bedenkt, dass die endgültige Anzahl der Regeln so überschaubar wie möglich bleiben sollte.

Regel 1: Schmeiss den Tisch um! [im Original: Flip the table]

Wenn Cowboys pokern und erkennen, dass die Karten gezinkt wurden, schmeißen sie den Tisch um. Sei ein Cowboy! Die Worte und Phrasen, die Leute lernen, um Rassenthemen in Amerika zu beschreiben, sind gezinkt, frisiert, beladen mit falschen Annahmen, eklatanter Tendenz und der marxistischen Weltsicht. Wenn Du nicht weißt, wie Du den Diskurs an dich reißt, dann kann ein intelligenter Diskussionsgegner Dich einfach in Richtung der Verteidigung des KKK manövrieren und erklären, Du seist ein „Rassist“ und würdest „die anhaltende Diskriminierung von Minderheiten“ befürworten.

Wenn Du die Schlacht um die Sprache verlierst, dann ist die Debatte gegen Dich entschieden, bevor Du ein Wort gesagt hast.

Nimm Sprache und Ausdrücke nicht als gegeben hin. Fordere den zu Überzeugenden auf, beladene Begriffe zu definieren. Wenn er erklärt, dass er „Rassismus“ ablehne, dann soll er Rassismus definieren. Wenn er sie Minderheiten nennt, dann weise darauf hin, dass sie uns global gesehen zahlenmäßig übertreffen – und dass das in ein paar Dekaden auch bei uns zu Hause so sein wird.

Wenn er akademische Begriffe wie „Weiße Privilegien“, „strukturelle Diskriminierung“ oder „historische Unterdrückung“ bemüht, dann hast Du es nicht mit jemandem zu tun, den Du überzeugen kannst.

Verschwende Deine Zeit nicht mit ihm, es sei denn es gibt Zuhörer, die man beeinflussen kann.

Regel 2: Das Ziel nicht aus den Augen verlieren! [im Original: Focus, Focus, Focus]

Unser Volk hat ein Recht zu existieren. Wir müssen keine vergessenen Kriege kämpfen, tote Menschen verteidigen oder uns mit irgendwelchen historischen Bewegungen identifizieren. Hier ist nichts zu erreichen und alles zu verlieren: Reite auch nicht auf den Problemen anderer Rassen herum. Selbst wenn Schwarze Kriminalität morgen geheilt wäre, dann hätte unser Volk immer noch das Recht, als separates Volk zu existieren.

Wenn der zu Überzeugende die Sklaverei bemüht, frag ihn, wie viele Jahrhunderte noch verstreichen müssen, bevor wir dieses Buch schließen dürfen. Wenn er den Holocaust hervorkramt, wirf den Tisch um, indem Du erklärst, Du seist gegen Genozid: Jedes Volk hat ein Recht zu existieren. Wenn er Hass oder Borniertheit anführt, bitte ihn zu erklären, warum unser Verlangen nach einem Separatfrieden „Hass“ bedeutet.

Lass Dich nicht vom Ziel, den zu Überzeugenden dazu zu überreden, die Interessen des Weißen Amerika zu erkennen und zu unterstützen, abbringen. Vom Durchschnittsmenschen kann man während einer Konversation nur erwarten, eine begrenzte Menge zu lernen und abzuwägen, daher ist es wichtig diese Konversation auf das Kernanliegen zu konzentrieren: Unser Volk hat ein Recht zu existieren. Diese simple und positive Aussage kann als Samen dienen, langsam wachsend im Kopfe des zu Überzeugenden, wenn er bedenkt, ob seinem Volk von der heutigen politischen und sozialen Umwelt gestattet wird als separates Volk zu existieren.

Regel 3: Achte auf Deinen Tonfall! [im Original: Hone your tone]

Niemand hört sich gern Predigten an, aber viele Leute haben Spaß an einem Ideenaustausch. Es ist schwer vorzugeben, nicht mit Feuereifer dabei zu sein, wenn so viel auf dem Spiel steht. Es ist schwer so zu tun, als wenn Du nicht wütend wirst wenn Leute dem Offensichtlichen so naiv gegenüberstehen. Aber wenn Du Dich einem zu Überzeugenden mit Passion und Wut näherst, dann wird er defensiv, kämpferisch und unwillig, Deinen Ideen eine faire Anhörung zu gewähren.

Dazu kommt, dass unsere Gegner uns als „Hasser“ verleumdet haben, so dass Passion und Wut – egal, wie berechtigt – für gewöhnlich als „Hass“ wahrgenommen werden würden. Der Ton Deiner Stimme und die Körpersprache sollten zu einer freien und freundlichen Konversation ermuntern. Selbst wenn der zu Überzeugende etwas sagt, was Dir vor den Kopf stößt, lächle warm und erkläre ihm, warum die Aussage anstößig war. Verschränk nicht die Arme oder zieh die Augenbrauen hoch, roll nicht frustriert mit den Augen.

So etwas wie Objektivität gibt es nicht, aber die meisten Amerikaner wissen das nicht. Simuliere Objektivität! Sei vorsichtig mit Aussagen über Faktisches, besonders mit pauschalen Aussagen, dann erwirbst Du Glaubwürdigkeit als unvoreingenommener Experte auf dem Gebiet. Selbst wenn Du sie nicht vom Fleck weg überzeugst, könnte Dir das genügend Glaubwürdigkeit einbringen um sie in Zukunft Deine Meinung zu Rassenfragen hören wollen zu lassen.

Regel 4: Lausche und lerne! [Listen and Learn]

Die meisten Menschen lieben es zu reden. Stelle ihnen offene Fragen, dann finde Sachen in ihren Antworten, die zu weiteren Fragen führen können. Wenn Du die richtigen Fragen stellst (vgl. Anhang II – Starter der Konversation) kannst Du einen zu Überzeugenden dabei beobachten, wie er seine Meinung ändert, während Du nichts tust als ihm zuzuhören. Das wird „Sokratische Methode“ genannt und es kann ein effektives Mittel sein, den zu Überzeugenden auf Erkundungstour in dem Minenfeld lächerlicher Dogmen und Annahmen zu schicken, das ihm in den Kopf implantiert wurde.

Regel 5: Kenne Dein Publikum! [Know your Audience]

Stelle die Art von offenen Fragen, die Dir helfen herauszufinden, wie gebildet der zu Überzeugende ist und sprich auf dieser Ebene. Leg nicht einen Haufen schwerer Informationen über die Zentralbank bei Deiner unpolitischen Tante ab. Es ist notwendig herauszufinden, welche Position Dein Publikum einnimmt, bevor Du den Versuch startest, es zu überzeugen.

Überspringe keine Schritte! Wenn Du sie noch nicht überzeugt hast, dass unser Volk existiert und ein Recht darauf hat, dann wird es sie auch nicht bekümmern, wenn eine andere Gemeinschaft unsere Existenz bedroht. Wenn sie nicht wissen, dass der Einzug einer bestimmten Gruppe in ihre Nachbarschaft einen voraussehbaren Negativeffekt haben wird, dann wird es sie auch nicht bekümmern, wenn diese Leute in ihre Nachbarschaft ziehen.

Manche Menschen haben Todesangst vor Dissens und andere sehnen sich geradezu nach einer Debatte – wähle einen angemessenen Stil für Dein Publikum. Aber wisse, wer Dein Publikum ist. Das ist nicht immer selbstverständlich. Wenn zum Beispiel Dein Cousin, ein Erstsemester, beim Weihnachtsfest der ganzen Familie offen erklärt, dass alle Jobs nach Asien gehen, weil die Asiaten klüger sind und härter arbeiten, ist in diesem Fall nicht der Cousin Dein Publikum, sondern die ganze Familie. Antworte ihm, aber in ihrer Sprache.

Regel 6: Geduld und Ausdauer [Patience and Persistence]

Die Leute ändern ihre Weltsicht nicht so oft und sehr selten tun sie das genau vor den Augen der Person, welche die Kugel ins Rollen brachte. Die Arbeit, die Interessen unseres Volkes zu vertreten ist sehr undankbar, aber sie ist wichtig. Die Samen, die wir aussäen, brauchen Zeit um zu wachsen und benötigen oft eine Art Erweckungserlebnis, das den zu Überzeugenden veranlaßt, seine Weltsicht neu zu ordnen. Selbst ein gescheiterter Versuch, jemanden zu überzeugen, kann dem zu Überzeugenden helfen zu erkennen, dass wir keine schäumenden Hetzer sind. Vielleicht gibt es gar ein unvorhersehbares Ereignis in der Zukunft, das Millionen in kürzester Zeit aufweckt. Wenn Du es bis dahin geschafft hast, Dir Glaubwürdigkeit bei Freunden und Verwandten als fairer und vernünftiger Anwalt Weißer Interessen zu verschaffen, dann werden sie sich in dieser Zeit an dich wenden, um Antworten und Führung zu erhalten.

Die meisten lebhaften Diskussionen beinhalten mindestens eine Faktenaussage, die entweder fraglich oder nicht vollständig akzeptiert ist. Benutze das als Möglichkeit, um die Diskussion mit der Person einige Tage später wieder aufzunehmen. Selbst wenn Du bezüglich des Faktums falsch lagst, liefere nun die korrekte Antwort. Das wird helfen Deine Glaubwürdigkeit zu bewahren. Wenn Du Dich als jemand erwiesen hast, der es mit Fakten nicht so genau nimmt, wirst Du unfähig sein irgendwen zu überzeugen.

(Matt Parrott ist der Betreiber des Blogs Fair and Delightsome)

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8 Kommentare

  1. Siehe dazu auch Gedanken zu Überzeugungsarbeit im Internet auf Basis eines Kommentars von Harald in „As der Schwerter“.

    Antworten
  2. Sven

     /  Oktober 24, 2016

    Der Kommentar von Harald ist wahrscheinlich von irgendjemandem gespeichert worden, oder?

    Antworten
    • Gedanken zu Überzeugungsarbeit im Internet
      Auch wenn sich durch Pegida die Möglichkeit bietet, auch “da draussen” Überzeugungsarbeit im persönlichen Gespräch zu leisten, wird sich auch das Internet weiterhin ein wichtiger Faktor für den Meinungsumschwung bleiben. Ich glaube, einige AdS Leser sind auch mit dabei. Nordlaender ist mir bei youtube mehrfach positiv aufgefallen – vielen Dank für Deinen Einsatz dort.
      AdS hat eine Reihe sehr gute Artikel zum Thema Überzeugungsarbeit außerhalb des Internets veröffentlicht, allerdings habe ich keine zu Internetaktivitäten gefunden. Falls ich einen Beitrag übersehen haben sollte, bitte ich um Korrektur.
      Generell empfehle ich neuen Lesern, zunächst die folgenden AdS Artikel zu lesen, um einige Grundlagen in Erfahrung zu bringen:
      1. Wie entsteht ein Meinungsumschwung? https://schwertasblog.wordpress.com/2012/11/15/wie-entsteht-ein-meinungsumschwung/
      2. Dunkler Phönix’ Rhetorik Reihe, hier insbesondere den Artikel 1 über Typenlehre:
      https://schwertasblog.wordpress.com/2013/04/16/rhetorik-teil-1-typenlehre/
      https://schwertasblog.wordpress.com/2013/04/19/rhetorik-teil-2-emotionen-2/
      https://schwertasblog.wordpress.com/2013/04/22/rhetorik-teil-3-gestik-2/
      https://schwertasblog.wordpress.com/2013/04/24/rhetorik-teil-4-mimik-und-korpersprache/
      Für eine erfolgreiche Arbeit im Internet empfehle ich folgende Leitgedanken:
      1. Überzeuge nicht die anderen Kommentatoren sondern die stillen Mitleser!
      Auch wenn man im realen Leben manchmal in Situationen ist, in denen ebenfalls die passiv herumstehenden das eigentliche Ziel einer Diskussion sind, muss man davon ausgehen, dass die Zahl der stillen Mitleser im Internet um ein Vielfaches größer ist als im realen Leben.
      2. Erkenne den Typ des Kontrahenten!
      Aus meine Erfahrungen in Foren teile ich die Kommentatoren in die folgenden Kategorien ein:
      a) Der zufällige Kommentator – dieser hat von dem Diskussionsthema eigentlich keine Ahnung und meist auch keine gefestigte Meinung. Dieser Typ ist am ehesten von der eigenen Position zu überzeugen. Er wird in politischen Diskussionen, ganz besonders über Tabuthemen selten zu finden sein. Man wird ihn am ehesten da finden, wo eigentlich über andere Themen diskutiert wird und nur zufällig die Diskussion ins politische abdriftet.
      b) Der Opportunist
      Da wir eine öffentlich nicht akzeptierte Außenseiterposition vertreten, werden manche Menschen uns deswegen widersprechen und angreifen, weil wir uns bildlich gesprochen “weit aus dem Fenster lehnen” und daher angreifbar sind. Der Opportunist nutzt diese Verwundbarkeit zu einem Angriff mit dem Ziel sich in der sozialen Hierarchie über uns zu positioneren, ihn interessiert das eigentliche Thema aber gar nicht. Um ihn zu überzeugen muss man den Kampf in der Hackordnung gewinnen. Hier kann ein Sekundant, der der von dritter Seite den Opportunisten zurechtweist und uns selbst stärkt wunder wirken. Diesen Typus findet man im realen Leben öfters als im Internet.
      c) Der Mitläufer
      Der Mitläufer ist inhaltlich von der Gegenseite überzeugt und artikuliert sich auch aktiv und gezielt in der Öffentlichkeit. Er ist aber nicht so stark gefestigt, dass er nicht von unserer Seite überzeugt werden kann. Allerdingst ist dies sehr schwer und sehr zeitaufwändig. Er ist bei politischen Diskussion in Internet häufig zu finden, im realen Leben seltener.
      d) Der Überzeugte / Der Bezahlte / Der Wachhund
      Dieser Typus ist generell Argumenten nicht zugängig. Im Artikel “Wie entsteht ein Meinungsumschwung” als “unerschütterliche Minderheit.” bezeichnet werden. Er ist in politischen Diskussionen unser Hauptgegner, auch wenn er zahlenmäßig am seltensten vertreten ist. Es ist davon auszugehen, dass dieser Typus von unseren Gegner gezielt als Wachhund, teilweise gut bezahlt, eingesetzt wird. Denn auch der Gegner weiß, wie ein Meinungsumschwung stattfindet.
      3. Verschwende nicht Deine Zeit!
      Es gibt folgende Fallen, die Dich nur Zeit kosten werden, aber keinen Nutzen bringen:
      a) Versuche nicht den Wachhund zu überzeugen. Versuche auch nicht in einer einzelnen Diskussion den Mitläufer zu überzeugen. Das geht nur in langen Diskussionen über einen längeren Zeitraum.
      b) Schreibe keine langen Romane! Wenn Du lange Texte schreibst, verschwendest Du viel Energie, die Du anderweitig nutzen kannst. Je länger Deine Texte, desto weniger Leser werden sie vollständig lesen.
      c) Lass Dich nicht von Gegner des Typs Mitläufer oder Wachhund wie ein Tanzbär an der Nase rumführen. Beide Typen werden versuchen mit kurzen Aussagen wie “Quellen?” oder Ähnliches Dir den schwarzen Peter zuschieben. Wenn Du dann viel Zeit in die Recherchen steckst und lange Texte schreibst, bist Du beschäftigt, während Deine Gegner weiterhin Text produzieren und stille Mitleser für sich gewinnen.
      4. Reagiere angemessen auf Ad-Personam Angriffe!
      Ich kann mich an eine Diskussion, die schon mehr als zehn Jahre her ist, erinnern, die folgenden Ablauf hatte:
      Teilnehmer A (Deutscher) wird von Teilnehmer B (Türke) mit in etwa folgenden Worten beleidigt “Ihr Deutschen werdet wenn ihr wieder Ärger macht genau wie im zweiten Weltkrieg wieder auf die Fresse bekommen. Nicht wahr, meine halbrussischen Freunde”. An der Stelle hat sich C (Anderer Türke) mit den folgenden Worten an B eingemischt: “Als Türke ich schäme mich für Dich!” worauf A an C geantwortet hat “Wieso glaubst dass der ein Türke ist? Der schreibt doch etwas über seine halbrussischen Freunde”.
      An dieser Stelle weiß der stille Mitleser gar nicht mehr ob er nun Verachtung oder Fremdscham für A empfinden soll, der es nicht einmal merkt, wenn er beleidigt wird oder zu schwach ist, dagegen zu protestieren. Und an dieser Stelle hat A auch keine Chance mehr, irgend etwas an Überzeugungsarbeit zu leisten, der ist nämlich für alle Beteiligten unten durch.
      Doch was ist die angemessene Antwort auf Ad-Personam Angriffe? Das Ziel von allen Ad-Personam angriffen ist es, den Angegriffenen in der Hierarchie nach unten zu drücken. Aus diesem Grund muss in der Antwort auf Beleidigungen und anderen Ad-Personam Angriffen, die z.B. auch durch den Ausdruck von Verachtung geschehen können, auf eine Art geanwortet werden, in der dem stillen Mitleser klargemacht wird, dass man die soziale Herabsetzung nicht akzeptiert sondern sich selbst als sozial höher stehend einstuft. Das schließt simple Gegenbeleidigungen als Reaktion auf eine Beleidigung aus, da man sich damit nicht sozial über dem Kontrahenten positioniert.
      Ein paar einfache Beispiele (ja ich weiß, die folgen alle dem Holzhammerprinzip):
      – Wir werden mit den Worten “Du Nazischwein!” beleidigt. Wenn wir nun analog mit “Du Kommunistensau” antwortet erreicht man gar nichts, da wir auf der gleichen Ebene wie der Beleidiger bleiben. Wenn wir dagegen von oben herab antworten : “Na haben wir keine gute Kinderstube genossen? Das macht nichts, wir Nazis haben Erfahrung in der Erziehung von Delinquenten.” Diese Antwort wird auf stille Mitleser eine ganz andere Wirkung haben, weil wir unsere höhere soziale Position sowohl durch Aussage als auch durch Wortwahl begeben.
      – Ein Ausländer beleidigt uns mit den Worten “Ich f**** Dich und alle Deutschen”. Eine direkte persönliche Gegenbeleidigung bringt wie im ersten Beispiel nichts. Eine bessere Antwort wäre “Ich empfehle Dir erst einmal 2000 Jahre strikte Eugenik, bis Du Dich und Deine Sippe auf den durchschnittlichen abendländischen IQ gebracht hast”. Auch hier wird der höhere soziale Stand sowohl durch Wortwahl als auch durch Aussage betont.
      Selbstverständlich sind die Beleidigungen und Ad-Personam Angriffe typischerweise subtiler. Deshalb sind auch subtilere Antworten notwendig. Generell sollte man darauf achten, nicht emotional zu reagieren. Der stille Leser merkt an der Wortwahl, ob der Schreiber verärgert war oder ob er sonstige Gefühle hatte. Jemand der sozial oben steht gerät bei Angriffen von unten nicht aus der Ruhe. Im realen Leben können wir Ruhe durch Stimmlage, Lautstärke und Köperhaltung ausstrahlen (und auch mit deftigen Worten kombinieren), im Internet haben wir nur die Wortwohl – deftige Worte sollten daher unterbleiben. Das Internet bietet den Vorteil, dass man antworten kann, wenn man sich emotional gefangen hat. Das können wir im realen Leben nicht machen.
      Das Ziel einer Ad-Personam Diskussion muss immer sein, in den Augen der stillen Mitleser als der sozial höher stehende wahrgenommen zu werden.
      5. Bekämpfe aktiv die Mitläufer und Überzeugten!
      Da man die Mitläufer und Wachhunde nicht überzeuge kann, besteht die effektivste Bekämpfung darin, Sie daran zu hindern viel zu schreiben:
      a) Führe den Wachhund wie einen Tanzbären an der Nase vor! Das geht am Besten indem Du ihn in die Lage bringst, Dir etwas zu beweisen. Er ist dann im Idealfall beschäftigt und Du hast das Forum erst einmal für Dich. Dieses Wechselspiel, wer etwas zu beweisen hat / wer den schwarzen Peter hat, ist einer der typischsten Fehler, die Gleichgesinnte machen.
      b) Benutze Referenzen wie Links auf lange Texte und versuche den Mitläufer oder den Wachhund zum Lesen dieser Texte zu veranlassen.
      c) Falls das Forum moderiert ist und Du sprachlich sehr geschickt bist, so reize unterschwellig das Gegenüber bis es emotional wird und die Forenregeln verletzt. Veranlasse danach seine Sperrung.
      6. Wenn Du den Überzeugten oder den Mitläufer nicht los wirst, dann lass in einer Diskussion nicht locker!
      Wer eine Diskussion vorzeitig abbricht, wird von den stillen Mitlesern als Verlierer angesehen. Niemand schließt sich einem Verlierer an. Das gilt es zu vermeiden.
      Wer aufmerksam mitdenkt, ist dies eine Absage an die Methode “Karlfried” aus dem realen Leben. Leider können im Internet derartige Taktiken nicht verwendet werden, da sich die virtuellen Versammlungen nicht auflösen und man sie auch streng genommen nicht verlassen kann.
      7. Überzeugung ist Teamwork!
      Auf den stillen Mitleser wird es einen besseren Effekt haben, wenn unsere Position von mehr als einer Person vertreten wird. Ich hatte das bereits in meinem Beitrag “Gedanken zu Gruppenbildung” (https://schwertasblog.wordpress.com/tavernenrunde-2014-8/#comment-76635) in der Tavernenrunde 2014-8 auf die verhaltensbiologischen Grundlagen zur Gruppenbildung darauf hingeweisen, dass wir biologisch so verdrahtet sind, dass Konflikte zwischen Gruppen und nicht zwischen Individuen geführt werden und dass selbst eine geringe Parteinahme starke Auswirkungen auf den Ausgang eines Konflikts hat.
      Darüber hinaus stärkt Teamwork unsere eigenen Gruppenbindung und kann sogar richtig Spaß machen! Wer also eine aktive Diskussion in einem Forum oder an sonstiger Stelle erlebt und dort gar einen aktiven Account hat: kommt euren Mitstreitern zu Hilfe und reiht euch ein in die Phalanx!
      Abschließende Bemerkung:
      Diese Hinweise beziehen sich auf umkämpfte Foren und sollten nicht bei AdS oder anderen Clubmitgliedern eingesetzt werden. AdS und co haben keine Opposition – wir haben hier bereits die Deutungshoheit die durch das Filtern der Beiträge durch das Admin-Team geschieht.
      Ich denke, dass zu diesem Thema noch nicht das letzte Wort gesagt wurde. Da dies die Extrakte aus persönlicher Erfahrung sind, freue ich mich über Anregungen und Tipps oder Korrekturen, falls ich mich irgendwo verrannt haben sollte.

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  3. Sven

     /  Oktober 24, 2016

    Verzeihung für den Doppelbeitrag, aber die Rhetorik Reihe von AdS wäre auch sehr interessant. Leider kam das Ende so unerwartet.

    Antworten
  4. Haralds Kommentar habe ich zu einem Gastbeitrag für „Morgenwacht“ aufbereitet:

    Gedanken zu Überzeugungsarbeit im Internet

    (Meinen Kommentar ganz oben in diesem Strang habe ich soeben entsprechend geändert. Artikel von Harald bzw. unter seiner Mitwirkung entstandene siehe in der Autorenspalte rechts unter „Harald“.)

    Dunkler Phönix hat angeregt von Haralds Kommentaren Tipps und Tricks als Ratgeberbeitrag für das Verhalten im Internet oder auf Demos verfasst (Titelbild von Osimandia).

    PEGIDA positiv nutzen ist auf lupocattivo nachveröffentlicht worden.

    „Wie entsteht ein Meinungsumschwung?“ müsste ich noch irgendwo in meinem Fundus haben; das würde ich dann bald mal hier bringen.

    Die Rhetorik-Reihe von Dunkler Phönix ist anscheinend leider nirgendwo nachveröffentlicht worden.

    Antworten
  5. Pegida positiv nutzen gibt’s auch auf meiner Insel (in augenfreundlicherer Schriftgröße).

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