Ich weiß, warum der Vogel im Käfig schreit

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Von Jim Goad. Original: I Know Why the Caged Bird Screams, veröffentlicht am 27. Oktober 2014 in Taki’s Magazine.
Übersetzung: Lucifex.

Ich bin vielleicht in dem Sinne einzigartig unter modernen Amerikanern, dass ich sogenannte „Hassgruppen“ enorm amüsant finde statt erschreckend. So uneingeschüchtert und ungeniert, wie sie inmitten des gegenwärtigen Klimas giftiger Nettigkeit um sich schlagen, würde ich sie sogar „erfrischend“ nennen.

Und wenn ich „Hassgruppe“ sage, rede ich nicht von Leuten, die früher einmal herkömmliche hassfreie ganz gewöhnliche Amerikaner waren, die aber wegen der sich ständig zusammenziehenden eisernen Vagina des Kulturmarxismus mit ihren blutigen Fangzähnen zunehmend marginalisiert und stigmatisiert werden. Ich beziehe mich nicht auf Republikaner oder Leute, die Fox News sehen, oder jene, die gegen illegale Einwanderung sind, oder jene, die nicht denken, dass von Mann zu Frau umgewandelte Transsexuelle wirklich Frauen sind. Begriffe wie „Hassrede“ und „Hassgruppen“ sind zu surrealen, luftschiffgroßen Proportionen angeschwollen. Es ist soweit gekommen, dass sich solche lockeren Schimpfworte so ziemlich auf jeden anwenden lassen außer der selbsternannten und manisch wachsamen Hasspolizei.

Nein, ich meine Gruppen und Individuen, die von unverfrorenem, geiferndem Hass pulsieren. Ich meine keine Gruppen, denen vorgeworfen wird, hasserfüllt zu sein; ich meine diejenigen, die einem direkt ins Gesicht sagen, dass sie voller Hass sind. Ich rede von denjenigen, die nicht davor zurückscheuen, ihre Feinde zu identifizieren und dann ohne mit der Wimper zu zucken in drastischen Details die Qualen und Folterungen beschreiben, die sie ihnen zufügen werden. Verleumdet, wie sie in dieser schrecklich unter Medikamente gesetzten und morbid lächelnden modernen Welt werden, finde ich solch krasse Nichtübereinstimmung urkomisch. Ich genieße Hassgruppen ganz einfach.

Seit nun schon zwei Jahrzehnten – schon seit ein Freund mir ein VHS-Videoband von ihnen schickte, wo sie auf dem Times Square erschrockene Passanten mordsmäßig belästigten – ist meine „Lieblings“-Hassgruppe die Bewegung Black Hebrew Israelites gewesen, insbesondere die schreiend aggressiven Wiederholungen, mit denen sie Straßenecken im Nordosten und Mittleren Westen heimsuchen, indem sie durch Mikrophone und Megaphone etwas von „crackers“ [Schimpfwort für Weiße; d. Ü.], „Schwuchteln“ und „sogenannten Negern“ brüllen.

Zunächst gefällt mir die Art, wie sie Leute aufreizen. Ich genieße auch ihr pharaonisches Modegefühl, das eine seltsame Mischung aus „Arabian Nights“ und „Grandmaster Flash and the Furious Five“ ist.

Das dogmatische Thema, das diese verschiedenen Splittergruppen zusammenhält, ist der Glaube, dass sie die wahren Nachkommen der alten Israeliten seien. Zum Beispiel predigt die Israelite Church of God in Jesus Christ, dass die Ex-Afrikaner, die durch die Sklaverei in Amerika gestrandet sind, vom Stamm Juda abstammen, während Haitianer der Stamm Levi sind und der Stamm Ephraim schließlich zu dem wurde, was man jetzt als Puertoricaner kennt.

Verschiedene religiöse Spinnersekten amerikanischer Schwarzer haben schon seit den späten 1800er-Jahren gepredigt, dass sie die Wahren Juden seien, aber jüngere Manifestationen des Mems von den „Schwarzen Hebräern“ wissen wirklich, wie man den Hass ins Geschäft bringt.

Die folgenden Aussagen wurden angeblich über Lautsprecher an einer Straßenecke in der Innenstadt von Philadelphia von Mitgliedern der Israelite School of Universal Practical Knowledge gemacht, einer kleinen, aber unverhältnismäßig lauten Untersekte, die in Upper Darby, Pennsylvania, ansässig ist, lächerliche vier Meilen von meinem Heimatort Clifton Heights entfernt:

„Möge der weiße Mann heute sterben. Möge der Chinese heute sterben. Möge der Inder heute sterben. … All eure Söhne ist [sic] Homosexuelle. All eure Frauen werden homosexuell, und werden Huren.

Die Schriften sagen, schwarze Frau, halt deinen verdammten Mund.

Wir freuen uns darauf, Mann. Wenn wir eure kleinen weißen Kinder mit ihren großen Köpfen nehmen können, Mann, und dem blonden – und diesem blonden Haar, richtig, und den blauen Augen, und ihren Kopf gegen die Mauern schmettern, Mann. Ich möchte eines erwischen, wie es aus der Gebärmutter kommt, und es von den Füßen weg zerreißen und seinen Kopf gegen den verdammten Boden schmettern, Mann.“

Missversteht mich nicht – wenn einer dieser Idioten versuchen würde, Hand an meinen Sohn zu legen, würde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass ihre dummen Kokosnüsse zuerst zerschmettert werden. Es ist nicht so, dass ich ihre Botschaft gutheiße, aber ich bewundere ihre Ehrlichkeit. Es ist hilfreich, wenn eure selbsterklärten Feinde so begierig sind, sich bekanntzumachen.

Kommandiert von einem Mann, der sich „General Yahanna“ nennt, bringt die Israelite School of Universal Practical Knowledge (ISUPK) Youtube-Videos mit Titeln wie „HEBRÄISCHE ISRAELITEN bringen WEISSES COLLEGE-MÄDCHEN in CHICAGO ZUM WEINEN“:

„JÜDISCHE JUNGS finden heraus, dass SIE NICHT DIE WAHREN JUDEN SIND“:

„ARABER HASSEN SCHWARZE“:

und „SCHWARZE FRAUEN SIND IN AMERIKA AUSSER KONTROLLE GERATEN, Teil 1“:

Gegen die ISUPK wurde kürzlich ein Gerichtsverfahren von Geschäftsinhabern in Philadelphia angestrengt, die behaupteten, dass die sture laute Präsenz der Gruppe vor der Vereinigung gehobener Geschäfte im Einkaufszentrum und Food-Court Liberty Place Besitzstörung und ein Ärgernis sei. Die Prozessführer argumentierten, dass lautsprecherverstärkte Drohungen, die Schädel weißer Kleinkinder zu zerschmettern, schlecht fürs Geschäft seien. (Sie engagierten sogar einen weißen DJ, der versuchen sollte, sie durch Abspielen ironischer Lieder wie „Play That Funky Music“ und „Running With the Devil“ zu übertönen.)

Die ISUPK war in Washington, DC, so beharrlich laut, dass Stadtbeamte angeblich einmal ihre elektrisch verstärkte Redenschwingerei mit 90 Dezibel maßen.

Aber am 14. Oktober bestätigte ein Superior Court des Bundesstaates Pennsylvania die Entscheidung eines niedrigeren Gerichtes, dass die Geschäftsinhaber nicht überzeugend dargelegt hätten, dass die Black Israelites entweder Besitzstörung begingen oder ein Ärgernis darstellten. Das Gericht entschied, dass der Erste Verfassungszusatz das Recht der Gruppe schütze, Menschen Schwuchteln zu nennen und Passanten etwas von Genozid an den Weißen zuzuschreien.

„Wenn das eine Gruppe von Klansmen in West Philadelphia wäre, die vor einem kleinen Geschäft im Besitz eines Afroamerikaners stünde, so hegt niemand Zweifel, dass sie nur etwa zehn Sekunden dort wären, bevor die Polizei sie wegschaffen würde“, murrte Jason Gosselin, ein Anwalt der Geschäftsinhaber.

Gosselin hat absolut recht. Unerhörte Doppelstandards hinsichtlich dessen, welche Art von „Hass“ toleriert wird, sind an der Tagesordnung. Aber besteht vom Standpunkt des Ersten Verfassungszusatzes her die Ungerechtigkeit darin, dass die Black Israelites sprechen dürfen, oder dass der KKK – angenommen, dass es ihn in der „City of Brother Love“ überhaupt gibt – nicht neben ihnen durch ihre eigene Lautsprecheranlage spuckt und stampft und schreit?

Viele wären dafür, dass beide Gruppen mit dem Schreien aufhören und lernen, miteinander auszukommen. Das wäre schön. Viel Glück mit solchen Hirngespinsten. Gandhi sagte berühmterweise: „Aug’ um Auge endet nur damit, dass die ganze Welt blind wird.“ Vielleicht, aber ein Hassredegesetz auf das andere gehäuft wird nur dazu führen, dass die Welt verstummt. Und solange diese wahnhaften Schwarzen Juden ihre Lautsprecher nicht so laut aufdrehen, dass jeder dadurch taub wird, wäre der Versuch, sie zum Schweigen zu bringen, ein Schritt in die falsche Richtung.

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Ein Kommentar

  1. Mit Jim Goads letztem Satz bin ich überhaupt nicht einverstanden. Den hätte er sich sparen können. Und es gibt keinen Grund, eine Ehrlichkeit zu bewundern, die nur durch massive Protektion seitens eines weißenfeindlichen Systems möglich ist. Wenn die hysterische „Hassbekämpfung“ gegen Neger auch nur annähernd so brutal und konsequent betrieben würde wie gegen Weiße, dann würden sie ihr Affenmaul auch nicht mehr lange so aufreißen.

    Bei Gerichtsentscheidungen wie der, daß der Erste Verfassungszusatz das Recht fanatischer Neger schützt, Passanten ihre Fantasien vom Töten weißer Kinder und vom Genozid an den Weißen entgegenzubrüllen, ist es freilich leicht, „ehrlich“ in seinen politischen Ansagen zu sein.

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