Salafismus – wie der böse Islam deutsch wurde

Vorgestern Abend habe ich das Fußballspiel Spanien gegen Irland gesehen. Der amtierende Weltmeister erlaubte sich doch tatsächlich der infantilen respect-Kampagne zum Trotz ohne Afrospanier auf dem Platz zu erscheinen, und auf der anderen Seite war auch kein einziger Iremitmigrationshintergrund auszumachen. Tja, das sind so die Sachen, die eine AdS-Autorin ohne großes Fußballinteresse, aber mit dem beharrlichen Festhalten an der althergebrachten Tradition, dass man solche Ereignisse im Familienkreis anguckt, solange noch wengistens ein Teutone die Bälle für Deutschland hält, bei einer EM zur Kenntnis nimmt. In dem Zusammenhang ist mir auch aufgefallen, dass die Franzosen offenbar gewaltig zurückgerudert sind. Vermutlich war ihnen die in den letzten Jahren präsentierte Nationalelf denn doch etwas peinlich, die neue besteht doch tatsächlich überwiegend aus – man mag’s kaum glauben – Franzosen! Dafür habe ich einen Afroitaliener, einen Afrodänen und sogar einen Afrotschechen gesichtet – auch Osteuropa wird so langsam bunt statt braun.

Genug der politisch inkorrekten EM-Fachsimpelei! Diese Einleitung dient nur dazu, klarzustellen, warum ich die Tagesthemen, mit denen man in der Halbzeitpause belästigt wurde, gesehen habe. Es wäre mir peinlich, wenn jemand denken würde, ich würde solcherlei Sendungen vorsätzlich einschalten. Und doch hat es sich gelohnt, denn ich war bass erstaunt – dachte ich doch glatt, ich wäre bei PI-TV gelandet!

In den ersten zwei Minuten fiel das Wort “Salafisten” gefühlte zwanzig Mal. Der arglose Fußballfan, der die Halbzeitpause weder auf der Toilette verbrachte noch damit, für Biernachschub aus dem Keller zu sorgen, wurde von einem dauergrinsenden Blonden folgendermaßen belehrt:

  1. Salafisten haben sich dieses Frühjahr mit der Polizei geprügelt.
  2. Salafisten haben den Koran verteilt.
  3. Salafisten legen den Koran wörtlich aus.
  4. Salafisten stellen den Koran über das Grundgesetz.
  5. Die Polizei veranstaltete heute mit 800 Mann in 7 Bundesländern eine Razzia bei Salafisten
  6. Ein Salafistenverein in Solingen wurde auf der Stelle verboten.
  7. Salafisten möchten den deutschen Rechsstaat abschaffen.
  8. Salafisten möchten einen Gottesstaat errichten.
  9. Salafisten können Videosoftware bedienen und nutzten diese Fertigkeit dazu, einem kritischen Journalisten in einem Filmchen virtuell den Kopf abzuhacken und das Ergebnis ins Internet zu stellen. (Auftritt: youtube-Filmchen)
  10. Salafisten predigen in aggressiver Weise Hass und Gewalt (Auftritt: Bundesinnenminister)
  11. In Solingen gibt es große Sorgen wegen der Salafisten.
  12. Ein Verbot des Solinger Salafistenvereins hilft der Integrationsbeauftragten , die seit Jahren versucht, “Muslime und Christen zusammenzubringen”, bei ihrer Arbeit. (Auftritt: gutmenschliche Steuerzahlerschmarotzerin)
  13. Salafisten haben früher Jugendliche angesprochen und das wird durch das Verbot jetzt unterbunden.
  14. Salafisten sind im Mai bei einer Demonstration “ins Rampenlicht geraten” (Auftritt: randalierende Mohammedaner, die versuchen, ein Polizeiauto umzukippen)
  15. Der salafistischen Szene wurde ein schwerer Schlag versetzt und es könnten sogar weitere Verbote folgen. (Auftritt: NRW-Innenminister Jäger, seines Zeichens wegen dem Versuch, das Zeigen von Mohammedkarikuren per Gerichtsbeschluss zu unterbinden, bisher Intimfeind von PI und Pro-NRW)
  16. Es gibt 4000 Salafisten in Deutschland, die unter verschärfter Beobachtung stehen.

Erhoffte Reaktion beim Fußallmichel? Ich vermute: „Das ist ja furchtbar! Diese Salafisten sind ja schrecklich böse Menschen. Da muss man doch was dagegen machen!“

Gottseidank ist das bereits in Arbeit. Polizei, Politik und die Tagesthemen kümmern sich jetzt darum, sodass die Abschaffung des “deutschen Rechtsstaats” und die Errichtung eines Gottesstaates vielleicht doch noch in letzter Minute verhindert werden kann, kurz bevor die Salafisten die parlamentarische Mehrheit im Bundestag stellen, die man dazu braucht, irgendetwas abzuschaffen. Zum Beispiel essentielle Teile des Grundgesetzes zugunsten des Vertrags von Lissabon. Oder noch mehr Grundgesetzteile sowie die kläglichen Überrreste der nationalen Finanzhoheit zugunsten des ESM. Oder die D-Mark. Oder Glühbirnen. Oder die Entscheidungsfreiheit, ob ein Wirt in seinem Privatunternehmen Rauchen erlauben will oder nicht. Oder die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie die Beschränkung deren Anzahl auf zwei. Oder die Minimalanforderungen an Tierschutz. Oder die Meinungsäußerungsfreiheit. Oder die Vertragsfreiheit.

Oder das deutsche Volk.

Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, ich würde mit den seit kurzem als Salafisten bezeichneten Figuren in Nachthemd und Häkelkäppi sympathisieren, so ist dies ein irrtümlicher Eindruck. Nichts liegt mir ferner als das. Dennoch fühlt man sich bei solchen “Nachrichten” veräppelt und es drängt sich die Vermutung auf, dass da eine künstliche Sau gebastelt wird, um sie durchs Dorf zu treiben, sodass die von Linken als „rechtsextremes Gedankengut” titulierte Verärgerung, die angesichts der immer rasanter voranschreitenden Zerstörung von allem, was uns lieb und vertraut ist, “in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist”, auf einen Sündenbock abgewälzt werden kann. Der Sündenbock war ein Geißbock, auf den nach alter israelitischer Tradition wie im Buch Levitikus beschrieben alles Schlechte, Sündige und Störende – Hexhex – übertragen wurde und der dann wortwörtlich in die Wüste gejagt wurde, worauf sichergestellt war, dass alles Böse der Gemeindeglieder zusammen mit dem bedauernswerten Tier dortselbst verendet. Häufig wird auch argumentiert, Antisemitismus beruhe darauf, dass nichtjüdische Völker ein derartiges Sündenbockritual mit Juden veranstalten, was ein bisschen merkwürdig anmutet, da in den Überlieferungen nichtjüdischer Völker (außer in Mesopotamien und Anatolien) ein solches Ritual nicht vorzufinden ist. Die meisten Menschen sind eigentlich auch eher daran interessiert, ein Ärgernis effizient zu beheben und zu diesem Zweck diejenigen Personen zu ermitteln und gegebenenfalls des Landes zu verweisen, die das Ärgernis tatsächlich verursachen, anstatt dem Hexhex-Aberglauben anzuhängen, dass das Ärgernis mit der Vertreibung von x-beliebigen willkürlich ausgekorenen Personen, denen man die Schuld mittels rätselhafter magischer Rituale überträgt, verschwindet. Dass allen Menschen gemeinsam ist, oft ohne Grundlage von sich auf andere zu schließen und dadurch zu Fehleinschätzungen von Gründen hinter den Handlungen anderer zu gelangen, erscheint dagegen nicht unwahrscheinlich oder realitätsfremd.

Sündenbock weißer Mann – mal was ganz Neues! Was uns schon immer am Islam gestört hat, heißt eigentlich Salafismus und geht gar nicht davon weg, dass man gegen Masseneinwanderung von Orientalen ist. Aha!

Wie dem auch sei, der Eindruck drängt sich auf, dass mit den Salafisten ein Sündenbock geschaffen wurde, auf den die Schuld an allen durch die Masseneinwanderung fremdartiger Völkerscharen entstandenen und mehr und mehr auch vom Volk wahrgenommenen Umwälzungen und Probleme rituell übertragen werden kann und der dann medienwirksam sprichwörtlich in die Wüste gejagt wird (Verbot von Salafistenvereinen). Als erfreulichen Nebeneffekt erhält man durch eine solche rechtsstaatliche Aktion dann auch Arbeitserleichterung für schwerstarbeitende Integrationsbeauftragtinnen – etwas, das gewiss ein hohes Rechtsgut in einem so genannten “Rechtsstaat” darstellt, wodurch auch sofort einsichtig wird, warum es nicht wünschenswert ist, diesen zugunsten eines Gottesstaates abzuschaffen, in dessen religiösem Hauptwerk IntegrationsbeauftragtInnen und ihr segensreiches Wirken nicht einmal erwähnt werden, ganz zu schweigen vom “Zusammenbringen von Christen und Muslimen”.

Dieser Eindruck, dass ein künstlicher Sündenbock geschaffen wird, wird dadurch verstärkt, dass ein Sprecher der organisierten Mohammedanerschaft, der offenbar auch keine große Sympathie für das plötzliche Auftauchen von Salafisten aus dem Nichts hegt, etwas angesäuert mitteilte, dass diese Salafisten ursprünglich dadurch ins Rampenlicht geraten waren, dass Mohammedaner (er hat natürlich “Muslime” gesagt) zum Zwecke der bereits oben erwähnten Demonstration über Facebook aufgehetzt und zusammengetrommelt wurden. Bei Facebook, Twitter und ähnlichen sozialen Netzwerken klingelt doch irgendetwas! Das erinnert an die Vorgehensweise, mittels der blumige Revolutionen und arabische Frühlinge in Gang gesetzt werden und man irgendwo im Hintergrund den Geldbeutel von George Soros oder ähnlichen hauptberuflichen Philanthropen verortet oder zumindest stark vermutet.

Der mittlerweile aus noch nicht geklärten Gründen und unter Anführerschaft der Zeitung BILD ebenfalls in die Wüste gejagte ehemalige Bundespräsident Christian Wulff hatte während seiner Amtszeit mit dem Satz “Der Islam gehört zu Deutschland” für einigen Unmut gesorgt, sowie auch für eine öffentliche Debatte, ob das zutreffend oder nicht ist, und natürlich auch, ob man so etwas sagen darf oder nicht. Öffentliche Debatten zeichnen sich fast immer dadurch aus, dass es weniger um eine Sache an sich geht, sondern vielmehr darum, ob man etwas sagen darf oder nicht. Das ist in einem Land, dessen Grundgesetz sich zur Meinungsäußerungsfreiheit äußert wie weiland Radio Eriwan auch ganz normal und eine durchaus berechtigte Fragestellung

Frage an Radio Eriwan: Ist es in der BRD erlaubt, seine Meinung frei zu äußern? Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja, es sei denn, es ist gesetzlich verboten. Quelle: Grundgesetz Artikel 5: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (…) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Je nachdem, wie man “gehört zu” auffassen möchte, ist die Aussge von Herrn Wulff wahr oder falsch – und eigentlich wäre das auch ganz einfach durch Nachfrage von Journalisten zu klären gewesen, wie der Herr Exbundespräsident das gemeint hat. Der Islam gehört zu Deutschland in dem Sinn, dass Millionen von Moslems in Deutschland leben und diese genau das tun, was jeder nicht komplett schwachsinnige Mensch von Moslems auch schon erwartet hätte, bevor man sie einwandern ließ: Dem Islam anhängen und ihn ausüben und die von der islamischen Gottheit angeordneten Regeln über die Verfassungssimulation eines fremden, ungläubigen Landes stellen, die ohnehin kaum jemand liest – auch Deutsche nicht. In diesem Sinne ist die Aussage trivial und nicht erwähnenswert. Der Islam gehört selbstverständlich nicht zu Deutschland in dem Sinn, dass die massenhafte Anwesenheit ausländischer Moslems wünschenswert ist oder es sich beim Islam um irgendetwas handeln würde, was einem beim Begriff Deutschland sofort einfällt, was traditionell mit Deutschtum verbunden ist, etwas Positives für Deutschland bewirkt hat oder der deutschen Art, die Nähe zu Gott zu suchen, auch nur entfernt ähnlich wäre. Es ist grotesk, dass man so eine Selbstverständlichkeit überhaupt erwähnen muss.

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Wulff wegen dieser Aussage ausgewechselt wurde (dass er wegen der offiziell angegebenen Begründungen ausgewechselt wurde, halte ich allerdings für noch unwahrscheinlicher und tendiere da eher zu der Vermutung Eva Hermans, dass er möglicherweise Zicken beim Unterschreiben des ESM-Vertrages machen wollte), aber sie hat zumindest nicht unbedingt dazu beigetragen, ihm Sympathien seitens seiner Strippenzieher einzubringen, dazu war sie zu platt und zu blöd oder auf Idiotendeutsch: „nicht differenziert genug“. Der Auswechselspieler hat es jetzt gerichtet, indem er die Aussage dahingehend korrigiert hat, dass er „die Intention der Aussage zwar teilt“, es aber anders ausgedrückt hätte, weil er Ein-Satz-Formulierungen nicht so mag. Bundesbesserpräsident Gauck:

„Jeder, der hierhergekommen ist und nicht nur Steuern bezahlt, sondern auch gerne hier ist, auch weil er Recht und Freiheiten hat, die er dort, wo er herkommt, nicht hat, der gehört zu uns, solange er diese Grundregeln nicht negiert.“

Richtig! Wie konnte Wulff das mit dem Steuerzahlen, das zusammen mit anderen Zwangsabgaben beim Durchschnittsverdiener fast 80 Prozent des Einkommens ausmacht, bloß vergessen – ist das doch der einzige Grund, aus dem Deutsche noch eine Lebensberechtigung haben, weil die bereichernden ausländischen Fachkräfte, die wir so dringend brauchen, bisher eher durch Steuerverbraten denn Steuerzahlen aufgefallen sind. Ob bei den erwähnten Rechten und Freiheiten auch welche dabei sind, die sich nicht irgendwie aufs Sexuelle beziehen, ist noch nicht raus. Mir ist nichts eingefallen, aber ich bin offen dafür, mich eines Besseren belehren zu lassen.

Ehrlich gesagt habe ich mit der Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört, weniger Probleme als damit, dass die hier lebenden (und mit Sicherheit lustig weiterhin einströmenden) Moslems zu Deutschland gehören. Die erste Aussage ist nur Schwachsinn, die zweite hingegen kann man durchaus als verbindliche und erschreckende Definition dessen auffassen, was der Herr Bundespräsident sich unter dem Begriff “uns”, das heißt Deutsche, vorstellt. Mir schwant, BILD und Co. haben ein Schaf durch eine Natter ersetzt.

Und da natürlich wie oben erwähnt auch nicht die Information fehlen darf, ob man sagen darf, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, fügte er hinzu:

Dies werfe Fragen auf, wo der Islam Europa geprägt, ob er eine Phase der Aufklärung, „gar eine Reformation“ durchlaufen habe. Gauck: „Dafür habe ich Verständnis, solange das keinen rassistischen Unterton hat.“

Gut, dass das jetzt abschließend geklärt ist. Seitens der im Internet vertretenenen seriösen Islamkritikerszene geht das auch weitgehend in Ordnung so, an Gauck scheinen viele von denen, die an Wulff kein gutes Haar lassen können, einen Narren gefressen zu haben, den sie nicht so schnell wieder ausspucken wollen, und geben sich Mühe, seinen Erwartungen gerecht zu werden. So hilfreich kann es sein, sich „differenziert“ auszudrücken – freilich ohne dass sich in der wirklichen Welt etwas geändert hat oder ändern wird. Jetzt muss die Partei “Die Freiheit” nur noch klären, ob es vertretbar ist, auf der gleichen Straßenseite wie Pro NRW gegen die Salafisten zu demonstrieren oder ob die Tatsache, dass sich in den Reihen von Pro NRW der eine oder andere mutmaßliche Verfassungsschützer befindet, der vorher bei der NPD eingesetzt war, schon einen unzulässigen rassistischen Unterton darstellt.

Kairos und ich haben schon vor zwei Jahren damit gerechnet, dass die liberale Islamkritik sich als politische Bewegung etablieren können wird, aber niemals mit „reaktionären“ Forderungen wie dem generellen Stop der Massenimmigration oder einer „Diskriminierung“ von Ausländern. Es zeichnet sich ab, dass wir damit richtig gelegen haben, die seriöse Islamkritik wird derzeit zunehmend salonfähig gemacht. Selbst die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat mittlerweile Kenntnis davon, dass 2011 eine Wahlveranstaltung von Pro Deutschland von Antifanten gestört wurde und diesen Umstand im aktuellen Menschenrechtsbericht der US-Regierung bemängelt. Wenn so schwere Kavallarie anreitet, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die BRD-Eliten sich nicht mehr lange trauen werden, allzu frech gegenüber Islamkritikern zu sein, vorausgesetzt natürlich, diese pflegen den richtigen Umgang.

Die politisch korrekten Attacken, denen auch die liberale Islamkritik ausgesetzt war und zumindest dann noch ist, wenn sie ausschießlich von Deutschen kommt, hatten offenbar nicht die Intention, diese zum Verstummen zu bringen, sondern die, sie auf politisch korrekte Linie zu bringen und dort zu halten. Daher ist mit einem Ende dieser Attacken wohl eher nicht zu rechnen (da so etwas nur mit permanenter Erziehungsarbeit möglich ist), auch wenn sie sich wohl in Zukunft zu einer deutlich milder intonierten öffentlichen Schaudebatte entwickeln werden, die einerseits den seriösen Islamkritikern Publicity bringt und sie andererseits zu permanenter Selbstzensur treibt, um “den Gegnern keine Munition zu liefern”. Dazu ist es hilfreich, sich von jedem abzugrenzen, der sich unter Deutschland etwas anderes vorstellt als eine EU-Region, die von Personen beliebiger Rasse bevölkert ist, die bloß nicht dem Islam anhängen oder – falls sie das von Geburt an getan haben sollten – selbigen wenigstens nicht über das Grundgesetz stellen und sich an letzteres halten. Dabei ist immer noch nicht geklärt, wie man sich als Privatperson an das Grundgesetz halten (oder nicht halten) kann, da es – als verfassungsähnliches Werk – naturgemäß lediglich Vorschriften für staatliche Organe enthält.

Diese Erziehungsarbeit war bisher sehr erfolgreich – heutige Islamkritiker werden nicht müde zu betonen, dass sie keine Probleme mit Masseneinwanderung aus der Dritten Welt haben, wenn die Einwanderer nur keine Moslems sind, oder wenigstens keine strenggläubigen Moslems, oder – ganz neu – wenigstens keine Salafisten. Damit agieren sie ganz im Sinne ihrer Ikone Ralph Giordano (“Nicht die Einwanderung, sondern der Islam ist das Problem”), der auch schon lange nicht mehr gesagt hat, Pro-Köln sei die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus und würde ihn in eine Gaskammer stecken, wenn sie könnten wie sie wollen, und gehöre deswegen auf den Kehrrichthaufen der Geschichte. Musliminnen und Muslime begrüßt er hingegen in besagter Rede betont freundlich, wie es sich für einen guten Gastgeber der BRD geziemt, der auch gleich klarstellt, wer sich warum vom Acker machen soll. (Neueren Mitgliedern und Sympathisanten von Pro möchte ich dringend empfehlen, sich diese Rede in voller Länge zu Gemüte zu führen!) Dessen Fraktion der Islamkritik stand vermutlich vor dem Problem, die islamische Neigung zu antisemitischen und verschwörungstheoretischen Äußerungen öffentlich anprangern zu wollen, ohne dass jemand auf die ungeheuerliche Idee kommt, man könne dieses Problem damit lösen, dass man Moslems nicht mehr einwandern lässt bzw. sie wieder ausweist. Das darf nicht passieren, denn das würde ja den leider bisher noch nicht eingetretenen Lernerfolg Europas, wie man multikulturell ist, weiter in nicht wünschenswerter Weise behindern.

Da war guter Rat wohl teuer, wie man den Islam von den Personen trennt, die der gemeine Bundesmichel sich üblicherweise unter dem Begriff “Moslems” vorstellt und die durch ein orientalisches oder afrikanisches Erscheinungsbild auffallen. Die massenhafte Anwesenheit solcher Personen ist für die gewünschte Schaffung der eurasisch-negroiden Mischrasse unbedingt erforderlich, denn schließlich ist es auf keinen Fall wünschenswert, dass Deutschland “arisch-weiß” bleibt (Henryk M. Broder).

Abhilfe nahte in Gestalt der Tatsache, dass es recht einfach ist, zum Islam zu konvertieren und dass ein Propagandamedienapparat verfügbar ist, der solche durchaus unsympathischen aber vollkommen machtlosen Einzelfälle zu beängstigenden Horrorfiguren und im Gegensatz zur Masseneinwanderung als Bedrohung hochstilisieren kann.

Bereits im Januar 2012 informierte eine deutsche Jüdin die PI-Bloggemeinde, dass

deutsche Konvertiten zum Islam mit hoher Wahrscheinlichkeit Nazi-Gedankengut in sich tragen. und zu der Katogorie von Bürgern gehören, die herausgefunden haben, dass man seine Großmachtsphantasien heutzutage nur noch mit Hilfe des selbsternannten Propheten ausleben kann. Denn Nazis, die sich als solche bezeichnen, sind out. Wenn man aber dieselben Herrenmenschenphantasien im Namen des selbsternannten Propheten verkündet, dann ist man in. Und seinen Antisemitismus kann man auch ausleben, ohne dass man deswegen geächtet wird.

Ganz davon abgesehen, dass ich nicht glaube, dass Konvertiten zum Islam irgendwelches Nazi-Gedankengut in sich tragen und offenbar mittlerweile auch nicht mehr ohne Ächtung bleiben sondern mit Razzien bedacht werden, würde ich das auch aus anderen Gründen so keineswegs sagen. Wer Großmacht- oder gar Weltbeherrschungsfantasien hegt, muss nicht zwangsläufig zum Islam konvertieren und deswegen fortan Wein, Weib und Gesang abschwören. Das lässt sich viel einfacher und unter weniger Konsumverzicht bewerkstelligen, indem man ein großes und militärisch starkes Land wie zum Beispiel die USA mittels ein paar politischen Morden und der Einführung eines betrügerischen Geldsystems sowie eines dadurch erschwinglich gewordenen Propagandatrommelfeuers und False Flag Terrorismus in vollkommene Abhängigkeit bringt und am Gängelband überall dahin in den Krieg schicken kann, wo “Freiheit Demokratie, sowie die Menschenrechte auf Schlafmohnanbau, Heroinvertrieb und die Etablierung einer Zentralbank in Rotschschildschem Privatbesitz” nicht sicher gewährleistet sind.

Dessen ungeachtet konvertieren trotzdem einige wenige Personen in Deutschland zum Islam. Ein beträchtlicher Teil davon sind Frauen, die sich in einen Mohammedaner verliebt haben oder auf etwas intellektuelloider anmutende Art und Weise verrückt geworden sind, die aber als Feindbild nicht wirklich taugen, weil sie zumeist von der Vorstellung besessen sind, beim Islam handele es sich um eine Religion des Friedens und sich partout nicht davon abbringen lassen, sich entsprechend süßlich-seicht über ihn zu äußern und glaubwürdig harmlos rüberkommen.

Vertreter des bösen Islam – der glücklicherweise von mehreren Geheimdiensten an einem Anschlag gehinderte deutsche Terrorist Fritz Gelowicz.

Erste Anzeichen für eine Eindeutschung des bösen Islam waren auszumachen, als unter dem Begriff Sauerlandgruppe eine sehr dubiose Geschichte, in die mehrere Geheimdienste verwickelt waren, als terroristische Bedrohung durch die Medien geschmiert wurde. Die Hauptprotagonisten dieses von Anfang an in engster Zusammenarbeit zwischen CIA und deutschen Diensten komplett überwachten und im Griff gehaltenen und daher auch “misslungenen” Terrorplots heißen Fritz Gelowicz und Daniel Schneider – und sehen auch so aus. Schon damals konnte man in Islamkritikerkreisen neben dem Klassiker “der Islam ist keine Rasse”, mit dem sich diese politkorrekten Narren verzweifelt vor dem Rassismusvorwurf verteidigen, lesen, dass Konvertiten eigentlich noch viel schlimmere Moslems sind als Biomoslems aus dem Orient. Insbesondere gilt das natürlich für den Fall, dass diese Konvertiten nicht nur weiß sondern darüberhinaus auch noch Deutsche sind, da offenkundig der uns in den Genen liegende Nationalsozialismus und Islam genau das gleiche sind, bis auf die unbedeutende Kleinigkeit, dass diese beiden Ideologien außer gewisssen Vorbehalten gegen Juden rein gar nichts gemeinsam haben.Das genügt zwar vollkommen, wenn man ein entsprechend eingeengtes Weltbild hat, freilich teilen sich Nationalsozialisten und Moslems diese Vorbehalte aber auch mit einem Who’s who der Weltgeschichte, von Cicero bis Voltaire, von Tacitus bis Goethe, von Giordano Bruno bis Luther und zu den Schreibern des Neuen Testaments, in dem Daniel Goldhagen rund 450 antisemitische Stellen ausfindig gemacht hat (was nicht nur den Koran sondern auch Mein Kampf um Längen schlagen dürfte) und – aus der Sicht gläubiger Christen – bis hin zum Herrgott selber in seiner Inkarnation als Jesus Christus. (Johannes 8,44 und andere).

Im weiteren Verlauf erschien dann Abhilfe des Problems in Gestalt von Pierre Vogel. Der ehemalige Juniorenboxer ist trotz Konversion zum Islam und ein bisschen karnevalistisch wirkender Arabo-Aufmachung so deutsch wie man nur sein kann. Rotblond, verschmitztes Gesicht, gemütliches Kölsch mit gekonnten parodistisch anmutenden arabischen Allahballah-Einlagen sprechend, wirkt der 34-jährige Käppiträger durchaus leutselig, freundlich und intelligent, hat auch Abitur und ist nach eigenen Angaben bereits im Alter von 22 Jahren zum Islam konvertiert. Pierre Vogel leitet mittlerweile „Team Salafist” im derzeiten Medienspektakel und wurde auch von Pro NRW mit einem (sichtlich) eilends angefertigten Demonstrationsplakat geehrt, bei dem die bisher hinter dem roten Schrägstrich eines Verbotsschilds abgebildete Moschee durch ein geflügeltes Tier mit Menschenkopf und Islamisten- pardon Salafistenbart ausgetauscht wurde.

Forderung nach Nichtgenehmigung des Moscheebaus (absolut d’accord!)

Man demonstriert jetzt nicht mehr gegen den Islam und auch nicht mehr gegen den Islamismus (was auch immer das ist) sondern gegen den Salafismus oder noch genauer gegen dessen Verkörperung in der Person des Deutschenohnemigrationshintergrund Pierre Vogel. In dessen Wikipediaeintrag ist ürigens vermerkt, dass er bei seinem Studienaufenthalt in Mekka von 2005 bis 2006 Mitglieder der Sauerlandgruppe getroffen habe und diesen “von einem Anschlag in Deutschland abgeraten” habe, wie er in einer Talkshow im Jahr 2010 von sich gab. Da kommt schon der leichte Verdacht auf, dass es sich bei dem Saudi-Arabien-Aufenthalt um eine Bildungsreise des Verfassungsschutzes gehandelt haben könnte, da dieser bei der Sauerlandgeschichte ja von Anfang an beteiligt war. Pierre Vogel ist einfach fast zu perfekt, um echt zu sein. Darüberhinaus erfreut er sich einer starken Präsenz in den Medien, was ungewöhnlich für die Sorte von übertriebenen Islam-Spinnern ist, die er darstellt. Vermutlich war es einfach zu problematisch, echte Orientalen für eine solche Aktion anzuwerben. Wikipedia zählt unter den Ländern, in denen der Salafismus verbreitet ist, zwar Deutschland und einige andere westliche Länder auf, nicht aber die Türkei, aus der das Gros der islamischen Einwanderer in Deutschland stammt. Das macht diese islamische Richtung als Sündenbock für alles hoch geeignet, was Deutsche an orientalischen Einwanderern ärgert, ohne dass die Einwanderung selber in Frage gestellt werden müsste, und neuerdings dank Salafisten noch nicht einmal mehr der Islam an sich.

Forderung nach weniger Meinungsäußerungsfreiheit? Oder nach Demonstrationsverbot für (den Deutschen!) Pierre Vogel? Lt. Grundgesetz gilt das Versammlungsrecht übrigens nur für Deutsche, was klar von Rechten abgegrenzt wird, die für alle Menschen gelten (z.B. die Grundrechte)

Das randalierende Fußvolk musste zwar – vielleicht mangels so vieler Planstellen beim Verfassungsschutz – noch überwiegend aus Biomoslems rekrutiert werden, die man via Facebook fand, dafür wurde aber ein gewisser Bernhard Falk ausfindig gemacht, ein linksextremer Korankenner, der Deutschland angerblich zu einem Kalifat bomben will. (Kein Witz!) Und während ein abgehalfterter Lindenstraßen-Darsteller die Salafisten-Demo besuchte, schmückt sich die islamkritische Bewegung voller Entzücken mit einem spontan auftretenden grünwählenden schwulen Antifanten und einer weniger spontan auftretenden durchgestylten pakistanischen Konvertitin zum Christentum aus Österreich, die von Talkshow zu Talkshow tingelt, um dort über mangelnde Frauenrechte im Islam und ihre Eltern herzuziehen. Letzteres trifft natürlich nur dann zu, wenn diese Eltern wie beschrieben existieren und es sich bei der jungen Dame nicht um eine komplette Kunstfigur handelt, die von einem ehrgeizigen Möchtegern-Model dargestellt wird, was ich nicht zu beurteilen vermag, aber auch nicht ausschließe. Ihre Eltern haben sich lt. Wikipedia schuldig gemacht, ihren Aufenthalt in Österreich als provisorisch anzusehen, d.h. vermutlich in Erwägung zu ziehen, das Land netterweise irgendwann wieder zu verlassen, und hielten es im Rahmen dieser Lebensplanung offenbar für sinnvoll, ihr Fräulein Tochter vorübergehend nach Pakistan zu schicken, wo eine dort lebende Verwandte von ihr verlangte, eine ortsübliche Schule zu besuchen. Ich verstehe immer noch nicht, was so furchtbar verkehrt daran sein soll, wenn sich Pakistanerinnen in Pakistan, Türken in der Türkei und Afrikaner in Afrika aufhalten.

Vertreterin des guten Islam: Orientalische Unterdrückte konvertierte zum Christentum – Sabatina James

Diese Tochter hingegen war davon nicht so begeistert, denn sie hat sich – ebenfalls lt. Wikipedia – sehr schnell in Österreich integriert, was sie durch den nach der Konversion vorgenommenen Namenswechsel zum Ausdruck brachte, bei dem sie den Familiennamen “James” wählte. Ihre Verbundenheit zum Christentum brachte sie mit dem gewählten Vornamen “Sabatina” zum Ausdruck. Ich hätte beim Christentum zwar eher an etwas wie “Sonntagina” gedacht, ersatzweise wäre auch “Christel Huber” ganz nett für eine Person gewesen, die wir als österreichische Katholikin wahrnehmen sollen. Möglicherweise wäre diese Namenswahl jedoch nicht ganz geeignet für die in Aussicht stehende Modelkarriere des unschuldigen, bedrohten kleinen Christenmädels mit Rundum-Polizeischutz gewesen, das auch schon als Laudatorin neben Königin Nur von Jordanien aufgetreten ist. (Quelle: Wikipedia). Irgendwie zweifle ich ein bisschen daran, dass man es zu solch einem Auftritt ohne die Protegierung sehr einflussreicher interessierter Kreise schafft.

Die Vorgängerin von Sabatina James als exotisches, wenn auch etwas intellektueller und weniger erotisch wirkendes Postergirl der Islamkritik war Ayaan Hirsi Ali, die in Holland unter falschem Namen und nicht sehr glaubhaften Gründen Asyl beantragt hat und daraufhin den rasanten Aufstieg zum Parlamentsmitglied und später Mitglied hochrangiger amerikanischer Think Tanks geschafft hat. Ayaan Hirsi Ali hat ein Buch mit dem Titel „Ich klage an“ geschrieben. Dieser Titel wurde nicht zum ersten Mal verwendet, das eigentliche „Urheberrecht“ liegt bei Emile Zola, der im Rahmen der Dreyfus-Affaire einen offenen Brief mit dieser Überschrift in einer französischen Zeitung veröffentlicht hat. Das weiß normalerweise kein Mensch, auch ich habe das erst durch den Artikel der oben erwähnten deutschen Jüdin auf PI erfahren, die übrigens ebenfalls diese Formulierung aufgenommen hat und jeden anklagt, der ihre bevorzugte Form von edler Islamkritik im Stil von „Nieder mit dem Islam und zwar weltweit“ nicht von böser, nazihafter und zu bekämpfender Islamisierungskritik (Kritik an dem Umstand, dass Menschen aus islamischen und anderen Drittweltländern sich in Europa aufhalten, so sie nicht heimisch sind) unterscheiden möchte.

Vertreterin des guten Islam: Afrikanische Unterdrückte konvertierte zum Intellektuellentum und Atheismus – Ayaan Hirsi Ali. „Europäischer als sie kann man nicht sein“

Auch andere medial gepushten Islamkritikerinnen orientalischer Herkuft wie Seyran Ates und Serap Cileli, die ich aber im Gegensatz zu Ayaan Hirsi Ali und vor allem Sabatina James für authentisch halte, umwabert stets eine vorwurfsvolle Atmosphäre der Anklage – keineswegs ausschließlich gegenüber männlichen islamischen Frauenunterdrückern sondern gegenüber den Bürgern der Staaten, in denen sie nicht nur gleiche Rechte wie Männer sondern darüberhinaus auch noch gleiche Rechte wie Einheimische haben, weil diese sich offenbar nicht ausreichend Beine für die Lösung der privaten Probleme orientalischer Invasorinnen ausreißen. Bei der Recherche zu Ayaan Hirsi Ali bin ich nebenbei bemerkt über einen „alten Bekannten“ der AdS-Stammleserschaft gestolpert. Bernard-Henry Levy, der ausreichend Einfluss auf den ehemaligen französischen Präsidenten Sarkozy hatte, um ihm zum Libyen-Krieg zu drängen, und dessen Ratschlägen der einer anderen Partei angehörende derzeitige Präsidenten Francois Hollande offenbar ebenfalls Gehör schenkt – dieses Mal beinhalten diese Ratschläge, Syrien anzugreifen. Bereits 1985 machte er in der Erstausgabe des Journal Globe unmissverständlich klar, wofür er steht:

“Selbstverständlich sind wir entschieden kosmopolitisch. Selbstverständlich ist uns alles Bodenständige, die Bourrée [Anm. d. Ü.: frz. Tanz], der bretonische Dudelsack, kurz gesagt alles typisch Französische oder Fahnenschwenkende, fremd und sogar zuwider. Vaterländer aller Art und der ganze altmodische Plunder in ihrem Gefolge” widern ihn in höchstem Maße an: “All das ist nichts weiter als ein furchtsamer und verklemmter Rückzug auf die armseligste Identität. (…) Patois zu sprechen, im Takt der Bourrée zu tanzen und zum Klang von bretonischen Dudelsäcken zu marschieren (…) so grenzenlose Dummheit ist widerwärtig.”

Französisch zu sein war zwar damals schon widerwärtig, aber europäisch sein konnte man sogar 23 Jahre später noch. Im Jahr 2008 schenkte das EU-Parlament dem „französischen Philosophen“ Gehör, dem er erklärte:

„Europäischer als Ayaan Hirsi Ali kann man nicht sein“

Ayaan Hirsi Ali hat zusammen mit dem später deswegen ermordeten Theo van Gogh den Film „Submission“ produziert, der Islamkritik im Stil eines Softpornos unter das Volk bringen sollte, und im Jahr 2006 das so genannte Manifest der 12 unterschrieben, in dem sich „12 überwiegend aus dem islamischen Kulturkreis stammende Intellektuelle“ gegen den Islamismus als weltweite (sic!) Bedrohung wandten. Auch Bernard-Henry Levy gehörte zum Kreis der Unterzeichner.

Wir haben damit die Situation, dass die böse Seite des Islam im Gewand des Salafismus im allgemeinen und in Gestalt von Pierre Vogel im besonderen immer mehr mit dem Bild eines weißen Mannes verbunden wird, während die gute Seite sowie die Verteidigung so genannter „europäischer Werte“ mit Juden, einer negriden Intellektuellen und einer professionell gestylten Orientalin-in-Bedrängnis verbunden ist.

Vertreter des bösen Islam: Deutsche Konvertiten in England vor Gericht.

Es kann natürlich nicht angehen, dass BILD bei so etwas fehlt. Das Qualitätsmedium berichtete bereits im Juli 2011 über einen gewissen 19-jährigen Harry M., der aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgerechnet gegenüber einer Nachrichtenagentur (dapd) verlauten ließ, er betreibe eine Internetseite namens „Islamische Hacker-Union“, auf der er in über 70 Beiträgen zum Dschihad aufrufe, und das auf eine Art und Weise, von der man auch mit 19 Jahren schon wissen muss, dass es illegal ist. (Anwerben von Selbstmordattentätern, worauf sich offenbar bislang keiner gemeldet hat) Dieses Interview wurde ihm zum Verhängnis, er wurde in Untersuchungshaft genommen und BILD hat über den gefährlichen deutschen Islamisten berichtet. Auch Harry M. wurde ürigens auf Facebook rekrutiert.

Einen Monat nach seiner Festnahme informierte – ebenfalls laut BILD Hamburg – die deutsche Polizei ihre englische Kollegen, dass zwei Islamisten mit Bombenbauanleitungen und Propdaganda im Gepäck auf dem Weg zur Insel seien. Damals war offenbar der Begriff „Salafisten“ noch nicht ausreichend beworben worden, sodass wohl davon auszugehen war, dass der typische BILD-Leser keine Ahnung hat, was das ist und daher der trationell für böse Moslems gebräuchliche Begriff „Islamisten“ noch bevorzugt wurde. Die britische Polizei reagierte umgehend und stellte die zwei Terrorverdächtigen vor Gericht. Ihre Namen: Robert B. und Christian E. Ihr Aussehen: Siehe obenstehende Gerichtszeichnung. Damit ist sichergestellt, dass man auch in England weiß, welcher Nationalität potentielle islamisten Terroristen neuerdings angehören, und dass es sehr rassistisch ist, zu meinen, sie sähen immer semitisch oder vielleicht noch negroid aus.

Mit den ins Spiel gebrachten Salafisten scheint das Kunststück gelungen, das aufkommende Unbehagen wegen der Masseneinwanderung mittels seriöser und selbstverständlich streng dauerüberwachter Islamkritik in Bahnen zu lenken, bei dem das amtierende Feindbild Nummer eins – weißer und idealerweise deutscher Mann – nicht ausgewechselt werden muss.

Ist es eine Verschwörungstheorie, da Vorsatz zu vermuten? Ja, in der Tat, das ist es. Das macht es aber nicht verkehrt. Verschwörungen existieren erwiesenermaßen und Theorien darüber anzustellen, ist auch nicht verwerflicher oder dümmer als Theorien über andere Dinge aufzustellen, wie zum Beispiel die Evolution, die Relativität oder darüber, dass unlogische, verschwurbelte Ätzkritik an Egal-was und als Selbstzweck eine feine Sache ist, die uns Weiße davon abhält, zu gemeingefährlichen faschistoiden Persönlichkeiten zu mutieren, und damit die von uns bisher gebeutelte Menschheit in ein Zeitalter des Friedens und der Freiheit von totalitären Zwängen gelangen kann. Beweise habe ich nicht und ich behaupte auch nicht, dass ich welche habe. Hinweise, aufgrund derer es berechtigt ist, solche Überlegungen zu äußern und zur Diskussion zu stellen, sind meiner Ansicht nach aber schon vorhanden und ich habe hier versucht, sie vorzustellen. Und es ist auch überhaupt nicht einzusehen, dass man jegliche Nutzung der gottgegebenen Intelligenz einstellt und nur nachkaut, was anderswo geschrieben steht, nur weil das, was man früher “Nachdenken über mögliche Hintergründe von merkwürdigen Entwicklungen” nannte, mittlerweile mit dem Begriff “Verschwörungstheorie” als etwas gebrandmarkt wird, was angeblich nur Verrückte tun. Ich lasse mich davon aber nicht abhalten und schon gar nicht von Kreisen, die mittels Massenmedien tagtäglich haarsträubend unglaubwürdige Geschichten und Theorien verbreiten, für die sie selbstverstädlich ebenfalls keinerlei Beweise und noch nicht einmal halbwegs stichhaltige Hinweise liefern.

Der leicht sarkastische Ton, der sich – anfänglich ungeplant – in diesen Artikel eingeschlichen hat, bedeutet nicht, dass ich die Sache nicht ernst nehme. Im Gegenteil. Es bedeutet nur, dass das meine Art ist, auf dem dunklen Friedhof zu pfeifen. Ich habe das ungute Gefühl, dass dieser Friedhof zunehmend dunkler für uns Deutsche wird, wir haben wohl nie aufgehört, das Feindbild Nummer eins zu sein, und es bleibt abzuwarten, ob es den Medienmachern gelingt, dass eines Tages der Islam, der bei manchen derer, die uns hassen, neuerdings auch ein gewisses Unbehagen hervorruft, in dem Sinne “zu Deutschland gehören wird”, dass seine mittlerweile nicht mehr zu leugnenden bösen Anteile automatisch mit dem Begriff “deutsch” verbunden werden. Angesichts der Tatsache, dass es auch gelungen ist, ausgerechnet den Marxismus, gegen den sich wohl kein Volk so verzweifelt gewehrt hat wie das deutsche, in weiten Kreisen der Konservativen als “typisch sozialistisch deutsch” zu etablieren, halte ich das nicht mehr für vollkommen ausgeschlosssen. Dass die bedenklichen Anteile des Islam mehr und mehr von Orientalen getrennt – vor allem von solchen, die sich in Europa aufhalten – und vielleicht nicht speziell Deutschen sondern allgemeiner Europäern in die Schuhe geschoben werden, halte ich hingegen für eine fast sichere Prophezeihung.

Bleiben wir einfach mit wachen Augen an der Sache dran und beobachten gemeinsam, wie es weitergeht!

Von Osimandia; Originalartikel hier.

Hinterlasse einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: