Richtigstellung zu der Bodenreform in Südafrika: Wem gehört das Land?

Historische Umstände als Grundlagen der Apartheid

Gastbeitrag von einem Deutschen aus Südafrika (Original hier)

Vorwort von Osimandia

Wir danken unserem Kommentator „Ein Deutscher aus Südafrika“ für diesen sehr aufwändig recherchierten und kenntnisreichen Bericht über die Geschichte der Buren und schwarzen Stämme in Südafrika. Des weiteren hat er eine wissenschaftliche Publikation zu der Geschichte Südafrikas aus dem Afrikaansen übersetzt, die noch wesentlich mehr ins Detail geht und einen hervorragenden Überblick über eine Thematik liefert, von der wir im allgemeinen nur platteste Propaganda kennen. Wir haben das in ein PDF-Dokument gefasst, das wir im Folgenden zum Download bereitstellen und jedem interessierten Leser als Lektüre ans Herz legen.

Einführung in die Kontroverse laut der handelsüblichen Propaganda:

Der historische Hintergrund

Bis etwa 1000 n. Chr. war das Gebiet, welches das aktuelle Südafrika bildet, hauptsächlich von nomadischen Buschmännern (San) und Hottentotten (Khoi) bewohnt, die nicht dauerhaft irgendwelche Gebiete abgrenzten, bewohnten, bearbeiteten oder irgendwelche politische Autoritätsstrukturen dort etablierten. Gegen etwa 1000 n. Chr. kamen südwärts ziehende schwarze Stämme in dieses Gebiet hinein. (Einige Autoren setzen es bei 1400 AD an.) Sie sind kurz vor 1600 durch weiße Seefahrer in der Ost-Kap bemerkt worden. Hier begegneten ihnen nordwärts ziehende weiße Kolonisten, und die Trennlinie zwischen Schwarz und Weiß entwickelte sich mehr oder weniger an dem Kei Fluß. Unterdessen begannen andere europäischen Kolonisten in das Gebiet, später bekannt als die Kap-Kolonie, hineinzuziehen. Abgesehen von kleineren schwarzen Stämmen im fernen Nordwesten, wohnten in diesem Gebiet keine Schwarzen. Schwarze Stämme fingen wohl an, in das zentrale Hochland von Südafrika einzuziehen, und sind so weit wie in den Freistaat eingerückt.

Mehr oder weniger im dritten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts brach eine Epoche in Südafrika an, die später in der Geschichte als Difaqane Periode bekannt wurde, oder den Zeitraum der Vernichtung. In dieser Zeit hatten die Impis (Impi: Zulu-Name für ein Zulu-Regiment) des Zulu-Oberhäuptling Shaka und des Matabele-Kapitäns Silkaats (auch bekannt als Mzilikazi) fast jeden anderen schwarzen Stamm in Natal, Transvaal und dem Freistaat massakriert und in Verstecke in Klippen, Schluchten und Wüstengebieten vertrieben.

Als die Voortrekker gegen 1835 bis 1836 in den östlichen Freistaat einzogen, wohnten dort, bis auf einen kleinen schwarzen Stamm, keine Menschen.

Karte 1

Karte 1

Transvaal war weitgehend menschenleer und als Folge der Vernichtungsfeldzüge von Silkaats wohnten die schwarzen Stämme vor allem in Hufeisenmuster entlang der westlichen, nördlichen und östlichen Grenzen des heutigen Transvaal. In Natal lag das gesamte Gebiet zwischen den Tugela und Umzimvubu Flüssen, später durch die Voortrekker bei Dingaan gekauft, unbesetzt. Es war, als ob Gott selbst ein Land für den Boer saubermachte. Unsere Vorfahren hatten es nicht nötig, das Land der Schwarzen auf zweifelhafte Art zu erhalten oder sie mit Gewalt von ihrem Land zu vertreiben. Wo wohl Land von den Schwarzen erhalten wurde, wurde es bei ihnen gekauft und die große Mehrheit der Kaufverträge können noch in Archiven in Südafrika eingesehen werden.

In den Jahren 1836, 1837 und 1838 wurde die militärische Macht von Silkaats und Dingaan durch das barmherzige Eingreifen Gottes zu Vegkop (Deutsch: Kampfinselberg), Marico und Blood River (Deutsch: Blutfluss) gebrochen und Frieden trat im südlichen Afrika ein. Flüchtenden schwarzen Stämmen wurde von den Voortrekkern erlaubt, zu den Gräbern ihrer Väter zurückkehren, und ein Zeitraum von ungefähr 150 Jahren trat für Schwarze ein, wo sie ruhig wohnen und arbeiten und ohne Angst vor einem nächtlichen Angriff schlafen konnten; etwas, was wohl in der Geschichte Afrikas unbekannt ist, nur gemessen an dem, was wir heute sehen was in Afrika passiert. Der Historiker G. M. Theal beschreibt es wie folgt:

„Die Ankunft der Weißen und die Flucht der Matabele gab neues Leben an die Bewohner der Berge und der Wüsten. Sie konnten sich wieder frei im offenen Feld zeigen, Gärten machen und ruhig schlafen ….. Ihr Leben war jetzt sicher und die Bewohner der Kraals vermehrten sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit …. „

MA Stals schreibt in seiner MA-These, dass die schwarze Bevölkerung in Transvaal von geschätzten 10.000 am Ende der Dreißigerjahre des 19. Jahrhunderts bis auf ungefähr 100.000 gegen 1853 anwuchs.

Erläuterung für Nicht-Südafrikaner

Aus dem Bericht „AUSWIRKUNG DES GROSSEN TREK AUF DIE SCHWARZE BEVÖLKERUNG IM NORDEN“ kann der Leser herauslesen wie kompliziert die geschichtlichen Zusammenhänge Südafrikas sind. Das Geschichtsbuch vom Prof. C.F.J. Muller (mit zwölf anerkannten Historikern als Autoren), 500 Jahre südafrikanische Geschichte, dritte Druckausgabe, 1985 (es gibt eine englische Ausgabe davon, „Five hundred years: a history of South Africa“), damals durch Universitätsstudenten benutzt, umfasst etwa sechshundert Seiten Geschichte, und man muss bedenken, das dieses Buch nur eine Einführung in die reignisvolle Geschichte von Südafrika ist.

Es ist darum kein Wunder, dass die Anti-Apartheid-Kräfte die gesamte südafrikanische Geschichte auf ein paar populistische Schlagwörter reduzierten, um sie dem Westen nach ihrem Sinne verdaulich zu machen. Die Zusammenhänge wie hier beschreiben findet man in keiner Bücherei in Deutschland.

Dazu kommt auch, dass viele geschichtliche Hintergründe nur in der afrikaansen Sprache geschrieben wurden. Der Leser wird jetzt verstehen, dass es in Südafrika nicht die „Schwarzen“ gibt, sondern eine riesige Vielfalt schwarze Stämme.

Sollte Europa seine Tore für Schwarzafrika im großen Maßstab öffnen, werden die Konflikte, wie hier beschrieben, auch nach Europa hineingetragen.

Es gibt auch nicht „die Weißen“ in Südafrika, sondern zwei konkurrierende Volksgruppen, nämlich die Buren und die Engländer. Viele Engländer sind inzwischen in ihrer Haltung zu Buren geworden. In den 1960er Jahren in Südafrika, als von dem Rassenproblem gesprochen wurde, war nicht die Weiß-Schwarz Frage gemeint, sondern das Rassenproblem (so wurde es in verschiedenen Büchern beschrieben) der beiden weißen Rassen Südafrikas, nämlich der Engländer gegenüber den Buren, das damals im Vordergrund stand. Südafrika war bis 1948 (unter der pro-englischen Smuts-Botha Regierung) noch ein Untertan des Britischen Weltreichs, und wurde praktisch erst ab 31. Mai 1961, als Südafrika eine Republik wurde, vollständig unabhängig von England. Langsamerhand kam die Weiß-Schwarz Frage, die nach dem verlorenen Burenkrieg 1899–1902 eine untergeordnete Rolle spielte, wieder in den Vordergrund, im Zuge des Kalten Kriegs und der Auswirkung davon auf den afrikanischen Kontinent, dem zunehmenden internationalen Druck auf Südafrika und der explosionsartigen Vermehrung der schwarze Bevölkerung innerhalb Südafrikas.

Der Große Trek war zweifellos eines der zentralen Ereignisse in der Geschichte Südafrikas. Es legte den Grundstein für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Karte 2

Karte 2

Die Provinzen der Republik Südafrikas während der Apartheid waren Transvaal, Oranje-Freistaat, die Kap und Natal (Karte 1). Sie wiederum waren vorher Teil der Südafrikanischen Union, der Vorgängerin der Republik Südafrika. Die Südafrikanische Union war das Land, das unter der britischen Herrschaft nach dem verlorenen Burenkrieg 1899–1902 entstanden war. Als der ANC (Afrikanischer Nationalkongress) 1994 an die Macht kam, wurde die Republik Südafrika erneut in diesmal neun Provinzen aufgeteilt (Karte 2).

Vor der Südafrikanischen Union war das Land, als es noch kein Südafrika gab, in verschiedene Kleinstaaten aufgeteilt, von denen manche bis heute noch überlebten, andere jedoch nur kurzlebig waren. Beispiele davon war die Republik Goshen, Klein Vrystaat, Oranje-Vrystaat, Republik Natalia, Nieuwe Republik, Republik Kliprivier, Republik Lydenburg, Republik Stellaland, Vereinigte Staaten von Stellaland, Republik Utrecht, Republik Winburg-Potchefstroom, Republik Zoutpansberg, und die Südafrikanische Republik (ZAR). Die ZAR wurde später die Provinz Transvaal. Siehe Historischer Staat Südafrika.

Ungefähr 14.000 Buren (ungefähr ein Zehntel aller Kap-Buren, zumeist solche an der Ostgrenze, wo die meisten Auseinandersetzungen herrschten) im Kapland, durch England in 1814 annektiert, und unzufrieden mit der britischen Herrschaft, zogen ab 1835 bis 1841 in das Landesinnere. Dieser Umzug wurde der Große Treck (nicht zu verwechseln mit der Flucht vor der russischen Front im 2. Weltkrieg) genannt, und die Trecker wurden die Voortrekker (etwa: Vorausziehende) genannt.

Die wichtigsten Gründe waren das Versagen der Behörden, die ordnungsgemäße Unterstützung der Grenzbauern zu gewährleisten, die Mord und Raubüberfälle der Xhosa-Gangster auf Farmen und die Anglisierung der Kirchen, Schulen und Gerichten zu begrenzen.

Hier ein Klagegedicht der Anglisierung, wie an die Wand eines Geschäfts geklebt:

„O Heere der heere!
Wie zal hier in Afrika weer regeere;
Alle die uit Engeland zyn gebannen;
Worden hier groote mannen;
En ons arme Hollandsche gezellen,
Kann men ribben op het lyf al tellen,
O heere, wilt ons toch verlossen,
Van al die Engelsche ossen,
En leidt ons toch naar wenschen,
Ons arme Hollandsche Christenmenschen,
Amen.“

(opgeteken deur/aufgezeichnet durch Meurant: Sixty Years Ago, p.29). (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 129)

Übersetzt (aus dem Altholländischen):

„O Herr der Herren!
Wer wird hier in Afrika wieder regieren;
Alle, die aus England verbannt;
Sind hier große Männer;
Und wir armen holländischen Gesellen,
Kann meine Rippen am Leib bereits zählen,
Oh Herr, erlöse uns doch,
Von all diesen englischen Ochsen,
Und führe uns doch nach Wünschen,
Uns arme holländische Christenmenschen,
Amen.“

Zudem gab es eine Welle der Philanthropie aus England, eine mächtige Druckgruppe damals auf die englische Regierung. Sie sahen es als ihre hohe Berufung an, sei es richtig oder falsch, für die „schwächeren“ Eingeborenen in den britischen Kolonien einzutreten, und dieses führte zu schweren Interessenkonflikten mit den weißen Kolonisten. Bekannte Namen unter diesen Philanthropen waren Wilberforce, Buxton, im Ministerium für Kolonien James Stephen (ständiger Untersekretär) und Glenelg (Minister für die Kolonien), Dr. van der Kemp und der Pfarrer James Read, und Dr. John Philip. (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 136-137 – Nicht dort genannt: Dr. J.T. van der Kemp)

Die Philanthropen haben das Kap über einen Kamm mit den westindischen Kolonien geschert, wo die Sklaverei in all ihrer Brutalität aufgetreten war. (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 142)

1830 fing Philip mit seiner Kampagne gegen die Kommandos an. Er behauptete, dass Kommandos in den meisten Fällen nur Raubexpeditionen waren, die unschuldige Schwarze zu verarmten Landstreichern machten. Jeder lügenhafte Landwirt, so erklärte er, konnte sich nur bei einem Militärposten beschweren dass seine Rinder gestohlen wurden, und einem Kommando wurde in das schwarze Gebiet geschickt. Wenn die Schwarzen Widerstand boten, wurden sie wie die Hunde erschossen. Buxton setzte die wirksame philanthropische Propagandamaschine in England im Gange, und im Jahre 1833 hat der Minister die „brutalen Kommandos“ (wie er es etikettierte) verboten. Ohne ausreichende Truppen an der Grenze waren die Grenzbauern jetzt zumeist wehrlos gegenüber dem schwarzen Mann. (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 147)

Dr. John Philip, der furchtlose und begeisterte Propagandist und Mitglied der Londoner Missionsgesellschaft, wurde der geistige Führer der Philanthropen in Südafrika, und war fest entschlossen, die Macht der Philanthropie zu benutzen, die Eingeborenen den Weißen gleichzustellen. Im Jahr 1826 ging er nach England, um gemeinsam mit Buxton zu arbeiten. Dort sah seine Propagandaschrift, „Researches in South Africa“ im Jahre 1828 das Licht der Welt. Unter anderem wurde die angebliche Grausamkeit der Afrikaaner gegenüber den Eingeborenen in den rauesten Farben gezeichnet. Ungeachtet der darin enthaltenen Ungenauigkeiten hatte es auf britische Regierungskreisen einen großen Einfluss.

Der größte Erfolg von Philip war die Verordnung 50, die der menschenfreundliche Gouverneur Bourke im Jahr 1828 verkündete. Diese machte die bestehende Hottentottengesetzgebung weitgehend rückgängig. Unter diesem Gesetz durften keine freien Bewohner der Kolonie auf der Grundlage der Farbe in ihrer Bewegungsfreiheit, Wohn- oder Lebensart eingeschränkt oder zum Arbeiten gezwungen werden. Auf Philips Protest bestimmte die imperialistische Regierung, dass die Verordnung 50 nicht ohne die Genehmigung der Behörden geändert oder aufgehoben worden durfte.

Die Verordnung 50 hat Landstreicherei und Diebstahl in die Hand gearbeitet und das Arbeitsproblem verschlimmert. Gleichzeitig befähigte es die Hottentotten, letztlich bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten. Als die Sklaven im Jahr 1838 ihre Freiheit umgehend erhielten, wurden sie sofort der Freiheit und Gleichheit der Hottentotten teilhaftig. Ein Zeitraum von unübertroffener Unordnung folgte hierauf. Um Landstreicherei und das damit verbundene Übel zu bekämpfen, wurde im Jahr 1834 ein Verordnungsentwurf durch den Gesetzesgebenden Rat überlegt. Doktor Philip und sein Sohn Fairbairn, der Herausgeber des Commercial Advertiser, schlugen vehement dagegen. Wie ein Mann unterstützten alle zivilen Kommissare diesen Gesetzesentwurf. Der Gesetzgebende Rat genehmigte ihn, aber der Minister der Kolonien legte ein Veto ein.

Die philanthropische Hottentottenpolitik hat die Bauern – bereits getroffen von den Kosten der neuen Form des Landbesitzes und der Festlegung des Rijksdaelder (Reichstaler) bei 1s 6d – weiter verarmt. Zu den schwarzen Räubern außerhalb der Grenze kamen jetzt noch Hottentottendiebe innerhalb der Grenzen. Nach Berechnungen wanderten jetzt 8.000 bis 10.000 der 32.000 freien Farbigen ohne Arbeit herum. (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 140-141)

vegkop_01Die Weißen in der Kap-Kolonie kämpften damals in neun Grenzkriegen an der Ostgrenze gegen den Xhosa-Stamm in der jungen Kap-Kolonie, und hatten mit Rinderdiebstal durch die Buschmänner und Hottentotten zu kämpfen. Zum Beispiel im sechsten dieser Grenzkriege wurden 22 Weiße und ungefähr 80 Hottentotten ermordet, 456 Häuser abgebrannt, und es wurde behauptet, dass 5.700 Pferde, 115.000 Rinder und 162.000 Schafe erbeutet wurden. Der Verlust wurde auf 300.000 Pfund gesetzt. (Aus: Prof. C F J Muller, 500 jaar Suid-Afrikaanse Geskiedenis/500 Jahre südafrikanische Geschichte, 1985, Dritte Druckausgabe, S. 147)

Im Grunde genommen die gleiche Probleme, denen die Buren heute entgegenstarren, diesmal nicht durch die Briten, sondern durch die Schwarzen – Farm-Morde und generelle Übergriffe auf die Weißen Südafrikas, und die Belagerung der Sprache Afrikaans als „die Sprache der Unterdrücker“. Den neuen Großen Treck gibt es heute in der Form der Auswanderung, wenn man dazu in der Lage ist.

Der südafrikanische Autor F.A. Venter hat einen sehr wirklichkeitsnahen Roman über diese Zeit geschrieben, der für das südafrikanische Fernsehen verfilmt wurde, und auch ins deutsche übersetzt wurde: „Die Farm am Koonap-Fluß“, Herder Verlag 1962. Wenn man die Volksseele der Buren verstehen will, muss man auch dieses Buch gelesen haben.

Diese Gründe werden im heutigen Geschichtsunterricht herunterspielt auf zu wenig verfügbares Ackerland und Unzufriedenheit über die Abschaffung der Sklaverei durch die Briten.

Die Zuid-Afrikaanse Republik (ZAR), oder Transvaal-Republik, wurde später eine der Provinzen der Republik Südafrika, und ein Teil davon wurde durch den ANC (Afrikanischen Nationalkongress) in die neuen Provinz „Gauteng“ – Ort des Goldes – umbenannt (siehe Karte 2). Viele Städte oder Dörfer mit ehemaligen europäischen Namen wurden durch den ANC “vereinheimischt“, das heißt, in schwarze Namen verwandelt, so dass es heute manchmal nicht mehr möglich ist, die Ortschaften zu identifizieren.

  • Aus Pretoria wurde Tshwane (übersetzt: „Wir sind alle gleich“)
  • Aus Bloemfontein (Blumenquelle) wurde Mangaung
  • Aus Warmbad (eine Ortschaft jenseits Pretoria, mit Thermalbad) wurde Bela-Bela
  • Aus Pietersburg (Petersburg) wurde Polokwane
  • Der Hendrik Verwoerd Stausee, ein Entwicklungsprojek um den verarmten Weißen in den 1960er Jahren Arbeit zu geben, wurde der Gariep-Dam.

Die Frage der verarmten Weißen

Die Frage der verarmten Weißen bildete ein großes Problem in den 1930er bis 1950er Jahren. Diese Frage enstand als Folge des verlorenen Burenkriegs 1899 -1902, wo die Bauerhöfe von den Engländern abgebrannt wurden („Politik der verbrannten Erde“) und die Lebensgrundlage diesen Landwirten, die nichts anders gelernt hatten und auch konnten (nach dem damaligen Bildungssystem und den weiten Entfernungen ohne moderne Transportmittel) entzogen wurden, dazu kamen Dürre und Rinderpest, die beiden Weltkriege und die Große Depression von 1929.

Und Aktionen seitens der anglo-amerikanischen Minenbosse (die mit der weltweit einzigartigen Mineralienschatzkammer des südlichen Afrikas die Weltmacht ergreifen wollten und die Sieger des Burenkrieges waren), kommunistischen Gewerkschaften (wie die Garment Workers Union von Solly Sachs), die einflussreichste Mine Workers Union unter dem Diktator Charles Harris (alias Tabacowitz, durch einen jungen Buren erschossen) und die Communist Peoples Front, die die Arbeiterklasse der Afrikaaner (afrikaanssprechende weißen Buren) gewissenlos ausbeuteten. Die mittellosen Landwirte und Verlierer des Burenkriegs zogen in die Städte, auf der Suche nach Arbeit, und fanden sich dort in einer fremden und anglisierten Welt wider, bestehend aus einer Mischung von Großkapital, Smuts-Regierung, englisch gesonnenen Parteien, Gewerkschaften, und Buren-Volksverrätern, die sie als billige Arbeitskräfte ausnutzten, und zielbewusst den Volksstolz und das Afrikaanertum der Buren vernichten wollten.

1932 gab es die Carnegie-Kommission, die die Frage der armen Weißen untersuchte. Daraufhin gab es einen Volkskongress in Kimberley im Jahre 1934, wo Dr. Verwoerd auch gegenwärtig war, um Bedingungen zu besprechen, wie diese Situation für die Weißen verbessert werden konnte. Daraufhin wurde das Ministerium für Soziales am 1. Oktober 1937 gegründet, um diese armen Weißen, etwa 300.000 von 1 Million Afrikaanern, almählich aus der Armut hinauszuführen. Im Jahr 1939 wurde dann der „Reddingsdaadbond“ (Rettungstatbund) als Selbstrettungsaktion gestiftet, geführt durch Dr. N. Diederichs, ein späterer Finanzminister und Staatspräsident von Südafrika. Siebzigtausend Mitglieder zahlten jeden Monat einen Beitrag zur Rettung der armen Weißen ein.

Voortrekkerdenkmal gedenkt den Buren-Pionieren, Afrikaans Inschrift auf dem Stein lautet:  „Ons vir jou Suidafrika“ (Wir für dich Südafrika)

Voortrekkerdenkmal gedenkt den Buren-Pionieren, die Afrikaanse Inschrift auf dem Stein lautet:„Ons vir jou Suidafrika“ (Wir für dich Südafrika)

Im Jahr 1938 gab es eine Jahrhunderfeier des Großen Treck am Gelände des Voortrekkerdenkmals, dessen Eckstein jetzt gelegt werden sollte. Laut Wikipedia sollte das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig dem Architekten Gerard Moerdijk als Vorlage gedient haben. Es wurde eine große Zahl Textilarbeiterinnen hierher transportiert, damit auch sie ihre Vorfahren ehren konnten. Sie mussten einen Hügel besteigen, um den Eckstein zu sehen. Dieser Aufstieg dauerte zehn Minuten, und in der Zeit brachten 75 von den Textilarbeiterinnen wegen Unterernährung zusammen, und mussten durch die Erste Hilfe und das Rote Kreuz geholfen werden.

Die Buren kamen in Jahr 1948 unter unsagbaren Schwierigkeiten (Rede Dr. A. Hertzog 1939: 40 Prozent der Afrikaanerkinder unterernährt, also 40% der Familien, Wahlbetrug und Minentuberkulose) und Opfern (die Gewerkschaften drohten mit Arbeitsausschluß und Verhungerung) mit Hilfe der Arbeiterklasse, zumeist in den Minen beschäftigt, und Dr. Albert Hertzog und seine Mitstreiter, an die Macht. (Quelle: Louis Naude – Pseudonym von B.M. Schoeman -, 1969, Dr. A. Hertzog, die Nasionale Party en die Mynwerkers/Dr. A. Hertzog, die Nationale Partei und die Minenarbeiter.)

Die Mine Workers Union (MWU, oder Minenarbeitergewerkschaft) wurde durch die Afrikaaner Minenarbeiter übernommen, und nennt sich heute die Gewerkschaft Solidariteit (Solidarität), eine Nachahmung vom Namen der Gewerkschaft von Lech Walesa (Polen).

Man muß diese Frage der armen Weißen gut verstehen.

Während es so viele arme Weiße gab, wurde kurz nach 1948, als die Buren an die Macht kamen, von ihnen durch die internationale Gemeinschaft durch Boykott und andere Druckmaßnahmen erwartet, die in Zahlen zehnfach überlegenen Schwarzen auf das gleiche Niveau der Weißen zu fördern, während die Weißen gleichzeitig ihre eigene Infrastruktur und Bedürfnisse entwickeln mussten. Es wurde verlangt, das die Afrikaaner ihre eigene Entwicklung zugunsten der steinzeitartigen Schwarzen vernachlässigen mussten. Das ist die Wahrheit der internationalen Verbrecher, die gegen Apartheid und Südafrika agierten. Das waren die Bedingungen, unter denen Südafrika einen dreiundzwanzigjährigen Buschkrieg gegen die Sowjetausbreitung kämpfen mussten, und das Land praktisch aus dem Zeitalter des Ochsenwagens in die moderne Volkswirtschaft des 20. Jahrhunderts hineinführen mussten.

Zahlenunterlegenheit der Weißen, Ausgangsstellung 1938

Ausschnitt aus der Rede von Dr. Malan (1948 -1954 Premierminister) am 8. November 1938 vor dem Einheitskongress der National Party in Bloemfontein, im Jahr der Voortrekkerjahrhundertfeier. (Quelle: Glo in u volk, D.F. Malan as redenaar, 1964/Glaube in Ihrem Volk, D.F. Malan als Redner, S. 113-114.) Es wurde versucht, den Wortlaut und Satzbau bei der Übersetzung so weit wie möglich unverändert zu lassen:

voortrekker_frauDie weiße Bevölkerung unseres Landes zählt jetzt etwas mehr als zwei Millionen. Im Gegensatz dazu gibt es eine nicht-weiße Bevölkerung von fast 7.600.000, von denen 767.000 als gehörend zu den Mischrassen einzustufen sind.

Der Druck der Zahlen auf uns ist schwer. Aber die schwerwiegendste Tatsache ist, dass sie noch schwerer wird. Zwischen 1911 und 1936 erhöhte sich die weiße Bevölkerung trotz Stärkung von außen um durchschnittlich nur 1,86 Prozent pro Jahr. Aber dagegenüber erhöhte sich die asiatische Bevölkerung trotz Rückführung und Einwanderungsverbot sich um durchschnittlich 1,90 Prozent pro Jahr, während die Eingeborenen sich mit mit 2,92 Prozent erhöhten und Mischlinge mit 3,12 Prozent pro Jahr.

Wir haben gegen uns eine noch größere und stärker anwachsende Macht als dies. Es ist die der Bildung. Denn Wissen ist Macht. Um gegen uns mit unserem Wissen und unserer Zivilisation stehend eine überwältigende Mehrheit der unzivilisierten und unwissenden Nicht-Weißen zu sehen, ist noch nichts. Unsere Vorfahren stand so und sie waren ziemlich erleichtert.

Aber um als eine weiße Minderheit gegen eine weit überlegene Übermacht von zivilisierten und gebildeten Nicht-Weißen zu stehen, die unsere Lebensgrundlage mit uns teilen wollen, und in jeder Hinsicht nach Gleichstellung mit uns streben, ist etwas ganz anderes. Es macht den Kampf um ein weißes Südafrika für die Generation von heute unendlich schwerer, als es für die Generation von Piet Retief und Sarel Cilliers war.

Seit der Union bis 1935 erhöhte sich die Anzahl der weißen Kinder in der Schule von 163.000 auf 371.000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der nicht-weißen Kinder von 136.000 auf 482.000. Weiße Schulkinder in anderen Worten wuchsen um 127 Prozent an, und die Nicht-Weißen um 254 Prozent, und dieses während sich die Schuljahre in diesem Zeitraum für weiße Kinder sehr ausdehnten.

(…)

Im Kapland erhöhte sich seit der Union bis 1935 die Anzahl der weißen Kinder in der Schule von 81.000 auf 154.000 das heißt um 90 Prozent, während die Zahl der nicht-weißen Kinder von 103.000 auf 268.000 stieg, dass heißt um 160 Prozent.

In Transvaal im gleichen Zeitraum vermehrten sich die weißen Kinder von 48.000 auf 144.000 das heißt mit 200 Prozent, während nicht-weiße Kinder sich von 14.000 auf 100.000 vermehrten, das heißt um 614 Prozent. Die Bedeutung hiervon muß noch erkannt werden, wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der Nicht-Weißen von Transvaal aus Asiaten besteht, die in Bezug auf ihren Lebensstil und kommerzielle Eignung tiefer in die weiße Gesellschaft als die Cape Coloureds (Mischlinge) durchdringen können.

(…)

Außer dem, was ich bereits erwähnte, stehen wir auch heute diesen beiden politischen Bewegungen gegenüber, die sich gründlich in unserem Land behaupten, nämlich dem Kommunismus und dem Liberalismus. Wenn sie in anderen Ländern Kräfte sind, die gebührend berücksichtigt werden müßen, dann ist es doppelt wahr für uns. Dort sind sie nur politische und wirtschaftliche Systeme. Bei uns sind sie noch viel mehr.

Mit ihrer Lehre der politischen und wirtschaftlichen Gleichberechtigung und sozialen Gleichheit, die logisch dort herausfließt und in einigen Kreisen bereits angewandt wird, schneiden sie tief an der Wurzel unserer weißen Volksexistenz.

Weitere Informationen

Schwarze Häuptlinge, die die Geschichte Südafrikas wesentlich beeinflussten, waren der

Wesentliche Trekkerführer :

  • Sarel Cilliers
  • Gerrit Maritz
  • Andries Hendrik Potgieter
  • Piet Potgieter
  • Andries Pretorius (Gründer der ZAR. Sein Sohn M.W. Pretorius war der erste Präsident dieser Republik)
  • Piet Retief
  • Stephanus Schoeman
  • Louis Tregardt (schwedischer Herkunft)

Wie damals die Londoner Missionsgesellschaft spielten die Kirchen in Südafrika eine zerstörerische Rolle gegen die Weißen Südafrikas.

Als Beispiele neuere Zeitrechnung dienten

  • der katholische Erzbischof Denis Hurley
  • der anglikanische Erzbischof Ernest Urban Trevor Huddleston (Präsident der britischen Anti-Apartheidbewegung)
  • der marxistische Befreiungstheologe, Friedensnobelpreisträger, äußerst gewiefte Heuchler und ehemaliger Erzbischof der Anglikanischen Kirche in Südafrika Desmond Tutu

Diese hetzten die Schwarzen Südafrikas und auch fast die halbe Welt gegen Weiß-Südafrika auf. Die Mutterkirche der Anglikanischen Kirche ist die Church of England (Kirche von England).

Transvaal heißt wörtlich: jenseits des Vaals. Der Vaal-Fluss hat seinen Namen von der grauen Farbe (Afrikaans: Vaal) des Wassers, vor allem in der Regenzeit, wenn viel Schlamm und Sediment entladen wird.

Viele Informationen über die damalige Geschichte der Schwarzen kann man aus den Erlebnisberichten der deutschen Missionare unter den Schwarzen erhalten, wie zum Beispiel Hermann Wangemann. Bei der südafrikanischen Geschichtsforschung soll man diese Quellen miteinbeziehen, da diejenigen die Zeitzeugen waren.

Weiterhin gibt es die jetzt noch lebenden Zeitzeugen, zum Beispiel die alteingesessenen deutschen Einwanderer nach Südafrika, die von Anfang dabei waren, wie zum Beispiel die Henning-Familie die fast vom Anfang (18. Jahrhundert) dabei waren und alles miterlebt haben (sie waren eine Trekker-Familie, später in den britischen Konzentrationslagern interniert), und die Wahrheit kennen, auch die Wahrheit über das heutige Südafrika in unserem Sinn.

Information nur in Afrikaans, aber bestimmt gibt es einige Familienmitglieder, die noch deutsch sprechen können. Es sind hochgebildete Leute. Dort erzählen sie, wie ihre Vorfahren Südafrika erlebten. Sie erlebten es als ein Land, wo sie – kaum gelandet – bereits durch die Eingeborenen überfallen, und ihre Rinder geklaut wurden. Man müsste diese Berichte mal ins Deutsche übersetzen, aber dazu benötigt man die Zustimmung der Henning-Familie. Dort würde man ein Geschichtsbild erhalten, wie die Weißen das Land subjektiv damals erlebten, und das ist auch Teil der geschichtlichen Wahrheit, im Sinne des großen deutschen Historikers Leopold von Ranke. [ Mit Google übersetze Version]

Diese Quellen werden aus Bequemlichkeit durch die Anti-Apartheid weggelassen, weil dort unangenehme Wahrheiten enthalten sind.

Vor den Missionaren gab es kein formales und geplantes Bildungssystem. Die Missionarsschulen wurden 1910, als die Südafrikanische Union zustande kam, an die verschiedenen Provinzialverwaltungen zugewiesen.

  • 1948 kam die Nationale Partei unter den Buren an die Macht (Anfang der „Apartheid“, wie propagandistisch verkauft), und kurz danach wurde die Eiselen-Kommission am 19. Januar 1949 beauftragt, den Stand des schwarzen Bildungssystems zu untersuchen.
  • 1950 wurde der spätere Premierminister Hendrick Frensch Verwoerd der Minister für Eingeborenenfragen.
  • 1951 gab die Kommission einen entsprechenden Bericht heraus, daraufhin wurde das schwarze Bildungssystem formalisiert und unter Staatskontrolle gesetzt, und zielgerichtet ausgebreitet. Tausende Schulen und etliche Universitäten wurden für die Schwarzen gebaut, so dass sie bald das höchste Bildungsniveau und Alphabetisierung ganz Afrikas hatten. (Quelle: Lantern, Zeitschrift von Wissen und Kultur, Jahrgang 11, Band 11, nr. 1, Juli – September 1961.)

In dieser Zeitschrift gibt es einen dreißigseitigen Bericht über die Entwicklung des schwarzen Bildungssystems während der Apartheid, mit vielen Bildern und Diagrammen, die die jahrelange Anti-Apartheid Propagandalügen, einschließlich Wikipedia, über die Verdummung der Schwarzen durch die Weißen genaustens widerlegt. Die „Latern“ (wörtlich: Laterne) Zeitschrift wurde unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Bildung, Kunst und Wissenschaft von Südafrika, durch den Verein zur Förderung von Wissen und Kultur, Pretoria, veröffentlicht.

Alle diese Buren-Einrichtungen, und das dort aufgestaute Wissen, befinden sich unter enormem finanziellen und psychologischen Druck seitens der jetzigen schwarz-marxistischen Regierung. Es wird die Frage gestellt, in welchen Maß diese Einrichtungen bereits gezwungen werden, ihre Urkunden und Geschichtskenntnisse zu verfälschen oder zu vernichten, um für immer für die zukünftige Geschichtsforschung verlorengegangen zu sein.

Ich habe persönlich erlebt, wie nach 1994 Hunderte von wertvollen Büchern in der Staatsbibliothek in Pretoria durch schwarze Schüler vernichtet wurden, dadurch dass sie hemmungslos die Fotos und Bilder für Schulprojekte ausschnitten. Später wurde eine Wache eingestellt, und man konnte nicht mehr ohne Ausweis die Bibliothek betreten. Und ich habe Säuberungsaktionen wertvoller alter Bücher erlebt, zu Hunderten lagen sie auf den Boden in der Staatsbibliothek geschmissen. Und in Pretoria erlebte ich, wie die öffentlichen Leihbüchereien in den weißen Vororten immer mehr ihre Öffnungszeiten verkürzen mussten, wegen fehlender Mittel und Personalmangel, während die öffentlichen Mittel zur Etablierung neuer Leihbüchereien in den Townships ausgeweitet wurden. So habe ich auch den Rückgang der Leibüchereien in Südafrika erlebt. [Mit Google übersetzte Version]

Der bisherige anti-afrikaanse Bildungsminister Kader Asmal hatte die damalige RAU (Rand Afrikaanse Universität, heute umbenannt in die Johannesburger Universität) mit dem Soweto (South Western Townships) Campus von Vista (schwarze Universität) und dem Witwatersrand Technikon (Fachhochschulen) verschmolzen, weil er so Englisch (an der RAU) aufzwingen wollte. Seine Strategie war ungeheuerlich erfolgreich, denn heute sitzten meist schwarze Studenten, die durch das Medium Englisch in der ehemaligen HF Verwoerd-Bibliothek studieren, umgeben von Tausenden von afrikaansen Büchern, Dissertationen und Diplomarbeiten, die die RAU damals in Afrikaans produzierte. Wertvolle Bücher in europäischen Sprachen wie Deutsch und Französisch, damals von Studenten und Forschern verwendet, stehen unbenutzt in den Regalen, da der Verlust von Afrikaans den Zugang der Studenten zum Deutschen und Niederländischen verweigert. In der Rechtsabteilung der Bibliothek wird die Rechtsprechung der Niederlande, Deutschland und Frankreich immer noch gepflegt.

Xhosa aus Südafrika

Xhosa aus Südafrika

Wie sich der Name der Schwarzen in der Umgangssprache seit 1970 änderten, in Reaktion wegen Druck aus den Anti-Apartheid-Kreisen: Sie wurden die Kaffern (keiner hatte es als Schimpfwort empfunden) genannt. Danach die Bantus. Dann die Naturellen (wörtlich: die Natürlichen), danach die Schwarzen.

Kurzer Hintergrund der Bantus

In Südafrika wohnten die nomadischen Buschmänner (San) und Hottentotten (Khoi). Dies waren die Uhreinwohner vom heutigen Südafrika. Ab etwa dem Jahr 1000 zogen die Schwarzen aus Westafrika in Richtung Süden, um bessere Weiden für ihre Rinder zu finden. Sie zogen als verschiedene Stämme südlich, wo einer dieser Stämme, die Xhosa, bis an den Kei-Fluss (in der heutigen Provinz Ost-Kap) der Kap-Kolonie in Südafrika drängten, wo sie die nach Osten drängende Weißen begegneten, und die erste Schlacht zwischen Weiß und Schwarz stattfand. Die Schwarzen nannten sich kollektiv die Bantus. Das Wort „Bantu“ bedeutet in einigen Bantu-Sprachen „Menschen“ und ist ein Plural des Wortes „Moentoe“ (eine Person). Von den Bantus zogen hauptsächlich die Nguni-Gruppe bis nach Südafrika, andere haben sich in Rhodesien (heute Zimbabwe), Malawi und anderen Afrikaländer etabliert.

Nonkwawuse, oder die Selbstabschaffung der Xhosa

Aus dem Afrikaansen Wikipedia Eintrag:

Trotz der Bemühungen der britischen Behörden und den Missionaren, hatten die Xhosa zwischen 200.000 und 300.000 Rinder getötet und fast alle ihre Ernte zerstört. Der große Tag war 18. Februar 1857. Dieser Tag kam und ging aber wie jeder andere Tag. Das Ergebnis war, dass Tausende von Xhosa in den nächsten Monaten verhungerten. Diese Katastrophe hat die militärische Macht der Xhosa gebrochen.

Die Eingeborenen-Frage

Welchen Standpunkt soll man gegenüber den Schwarzen einnehmen?

Dort kann man sehen, dass die Schwarzen auf der Entwicklungsstufe weit hinter den Weißen standen, und das war nicht die Schuld der Weißen. Aber ist ist auch nicht die Schuld der Schwarzen, dass sie sind wie sie sind. Auch sie haben Träume und ein geschichtliches Bewusststein auf ihre Art. Auch unter ihnen gibt es gute Menschen, und es gibt schlechte Menschen. Wenn sie zur Gefahr für die Weißen Südafrikas wurden, dann öfters wegen Einmischung von außen, durch Personen und Instanzen, die ultimativ nicht das Wohl der Schwarzen im Sinne hatten, sondern ihren eigenen verschwörerischen Zielen nacheilten.

Und es gab auch solche, die nicht außerhalb des Rahmens ihrer Nicht-Afrika-Heimatländer Schwarzafrika verstanden hatten, und meinten, sie müßten ihre „Götter“ den Schwarzen aufzwingen. Sie wollten aus den Schwarzen einen „edlen Wilden“ machen und ihn zum weißen Mann ihrer Vorstellungen nach machen, während sie volkommen die Art der Schwarzen verkannten.

Das war so während der Voortrekker-Jahre, und das war so während der Apartheid, und ist heute noch so. Die Lösung dazu wäre, ihnen ihr getrenntes Gebiet zu geben, damit sie sich auf ihrer Art entwickeln können, nach ihren Gepflogenheiten.

Man kann kein Steinzeitvolk zwingen, innerhalb hundert Jahren auf einem Niveau zu sein, das bei den weißen Völkern ein paar Jahrtausende dauerte und sie formte, blutige Auseinandersetzungen miteingeschlossen. Im schlimmsten Fall schafft man sich dadurch noch einen Widersacher auf der Weltbühne (Spengler, Jahre der Entscheidung).

In dem Buch „Umkhonto we Sizwe“ (Speer der Nation, der bewaffnete Flügel der ANC, Kürzel MK), Fight for a divided people/Kampf für ein geteiltes Volk, Galago Publishers/Herausgeber, 1999) geschrieben von Thula Bopela und Daluxolo Luthuli, zwei ehemaligen ANC-Kämpfern, nannten sie als ihre Beweggründe zum Kampf gegen die Weißen nicht den Glauben an den Kommunismus, sondern die Weiterführung des Kampfes ihrer Vorfahren gegen die Weißen. Als sie in Odessa (Ukraine) ausgebildet wurden, gab es Spannung zwischen den Zulu und Xhosa Stammesangehörigen, obwohl der Kommunismus die Gleichheit predigte

Auszug S. 41 – 42:

Umkhonto_We_SizweIch mochte ihre Gesellschaft und wir sozialisierten und tranken zusammen.

Eine kleine Clique von Natal Jungs bemerkte dies und lud mich auf einen Drink in Odessa an einem Samstagabend ein. Sie fragten mich unverblümt, warum ich so viel Zeit mit Xhosas verbringe und warum ich keine Zeit für meine eigenen Zulu-Menschen hatte.

Ich antwortete, dass ich mich nicht mit ihnen verbinde, weil sie Xhosas waren, sondern als schwarzer Südafrikaner, sagte ich ihnen.

„Sie sind neu bei MK“, kommentierte einer. „Als wir uns anschlossen haben wir uns nie vorgestellt, dass es ein Problem war, Zulu zu sein, aber wir erkennen jetzt, es wurde zu einem. Leute sagen oft, dass sie ein Problem mit unserer Geschichte haben. „

„Was ist verkehrt mit unserer Geschichte?“, forderte ich.

„Sie sagen sie wären krank und müde über Zulus zu lesen jedesmal, wenn sie die Seite eines Geschichtsbuch wenden.

„Unsere Geschichte wurde in dem Blut unserer Vorfahren auf Blood River, Isandlwana und so weiter geschrieben. Warum sollten andere Stämme das gegen uns halten? „

„Sie sagen, dass die Zulu-Geschichte den Eindruck vermittelt, dass wir die einzigen waren, die gegen den Kolonialismus kämpften. Und dass, wenn die Revolution nach Natal kommt, unsere Truppen unter Nicht-Zulu-Kommandeure eingeteilt werden sollen, sodass man sehen kann, dass die Helden aus anderen Stämmen kommen. „

„Ihr Kerle seid doch nicht ernstzunehmen. Sicherlich gibt es nicht Menschen in der ANC, die immer noch so denken? „

„Einige immer noch. Sie geben ein Lippenbekenntnis zu der ANC-Lehre von der schwarzen Einheit ab, aber hegen weiterhin ethnische Bestrebungen und Vorurteile. Glauben Sie mir, Tribalismus (Stammesangehörigkeitsdenken) ist lebendig. Die Führung gibt vor, dass es nicht existiert, weil sie nicht wissen, wie man damit umgeht.“

„Die Tribalisten wollen ethnische Macht mobilisieren – eine einfache Sache in Afrika – und den Aufstieg in Führungspositionen auf dem Kamm der ethnischen Welle reiten. So können sie Macht, Einfluss und Reichtum für sich gewinnen. Wir warnen Sie Thula, dass das ethnische Bewusstsein immer noch stärker und mächtiger als das nationale Bewusstsein ist. „

Ärger mit Rinderdiebstahl, wie vor zweihundert Jahren

Einer der Gründe, warum es damals den Großen Treck gab. Heute ist der Große Treck nicht mehr möglich, außer Auswanderung in das Ausland. Zum Beispiel ein paar Landwirte, die es vor kurzem im Kongo versuchten, aber für einige ging die Rechnung ging nicht auf, und sie kamen leise zurück.

Andere versuchen es in Georgien; ob das in dieser unruhigen Kaukasusregion klappen wird? Und mit wem werden sich ihre Kinder einmal verheiraten? Georgien ist nicht germanisch.

Ein Zeitungsbericht

Vryburg. Rinder im Wert von R700 Millionen, etwa €46 Millionen (2014 Wechselkurs 1:15) werden jährlich in Südafrika gestohlen.

Von den 61.000 gestohlenen Rindern werden nur 40% wiedererlangt und von den 81.000 Schafen, nur 21% wieder gefunden, sagte Jacques Swanepoel, stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Viehbestand Diebstallforums, vorgestern hier auf der Jahreskonferenz der Nordwest Rotfleisch-Produzenten Organisation (NWRPO).

Nach Attie van Heerden, Viehexperte der NWK landwirtschaftlichen Firma, sind Aufzeichnungen und die Rückverfolgbarkeit von den wichtigsten Grundsätzen wenn Präzisionslandwirtschaft angewandt wird. Viehdiebstahl ist einer der Faktoren, die eine erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die Rotfleisch-Landwirtschaft hat, sagte Swanepoel. Die NWRPO hat ihn auf den Kongress für seinen Beitrag zur Verhinderung von Diebstahl geehrt.

Swanepoel ist ein ehemaliger Oberstaatsanwalt und jetzt ein Vollzeit-Landwirt. Er hat bereits mehrmals Rechtskommentare im Namen der Nationalen Rotfleisch-Produzenten Organisation (RPO) ausgearbeitet über Gesetzesentwürfe in der Rotfleischindustrie und die Importpolitik von Viehbestand aus den Nachbarländern.

Über Viehdiebstahl sagte Swanepoel, gab es in den letzten Jahren in der Nord-West Provinz eine Erhöhung. Es scheint eine deutliche Zunahme der Viehdiebstahlsyndikate zu geben.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 30 Rinder innerhalb von zwei Monaten aus dem Bonsmara-Gestüt eines Nord-West-Bauern gestohlen. „Viehdiebe gehen gezielt auf weibliche Tiere zu“, sagte Swanepoel. „Es bedeutet, rotes Fleisch ist gefragt, und dass Rinder auch zu Zuchtzwecken gestohlen werden. Es gibt auch eine Tendenz, Wochen alte Kälber zu stehlen, bevor sie markiert wurden.“

Er glaubt, dass die Polizei und Viehdiebstahl-Einheiten nicht genug Kapazität haben, um Viehdiebstahl zu reduzieren und dass Landwirte ihr eigenes Haus in Ordnung bringen sollten, um Diebstahl zu bekämpfen. „Einige Landwirte kennzeichnen ihre Tiere nicht und wissen nicht einmal, wie viele Rinder sie haben. Wenn gestohlenes Vieh nicht markiert ist, wird eine Polizeiakte nur geschlossen.“

„Schlachthöfe und Auktionshäuser bleiben Absatzmärkte für gestohlenes Vieh. Die Produzenten müssen mit diesen Institutionen über Lösungen sprechen.“

Swanepoel hat den Landwirten angeraten, in jedem Amtsbezirk Viehdiebstahl-Informationszentren zu starten, und sich mit der Polizei und Justizbeamten zu treffen. „Nur so werden Landwirte mehr zu sagen bekommen und Fälle lösen, aber einige Produzenten sind apathisch“.

Boeta du Toit, Geschäftsführer der Agri Nord-West, bestätigt, dass Behörden und Bauern die Mitverantwortung übernehmen müssen, um Viehdiebstahl zu bekämpfen.

Rinderdiebstahlbekämpfung vor 2003

Die südafrikanische Wehrmacht vor 1994 benutze das Kommandosystem, wie früher in seiner Geschichte in der Kap-Kolonie und später in Transvaal. Die Rekruten machten eine zweijährige Wehrausbildung, gefolgt von Teilzeit-Service für weitere 12 Jahre und 20 Jahren jeweils in den „Citizen Force“ (Teilzeitkräfte) und den Kommando-Einheiten und wurden an strategischen Punkten im Land benutzt, so auch zur Prävention von Rinderdiebstal. Im Jahre 2003 wurde das Kommandosystem durch den ANC ausgelaufen. Diese Kommandos waren mit Sturmgewehren ausgerüstet, und stellten eine Bedrohung für den ANC dar. Prompt stiegen die Rinderdiebställe und Landwirt-Morde. Die Polizeieinheiten, die die Kommandos ersetzten, waren ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Das war zielbewusst durch den ANC so geplant.


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