Die Erweiterung des Patriotismus

Patrick McDowell, „Europe“, Albert Memorial, Kensington Gardens, London.

Patrick McDowell, „Europe“, Albert Memorial, Kensington Gardens, London.

Von Sir Oswald Mosley, übersetzt von Deep Roots. (Sir Oswald Mosley war der Gründer der Partei British Union of Fascists) Dieser Text aus dem Jahr 1947 erschien am 16. November 2012 unter dem Titel The Extension of Patriotism auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Französische Übersetzung hier)

Wir wurden entzweit, und wir wurden besiegt. Das ist die tragische Grabinschrift zweier Kriegsgenerationen. Diese Worte allein sollten das Grab der Jugend Europas zieren. Das war das Schicksal meiner Generation im Jahr 1914, und das war das Verhängnis einer neuen Generation junger Soldaten 1939. Die Jugend Europas vergoß das Blut ihrer eigenen Familie, und die Schakale der Welt wurden fett. Diejenigen, die kämpften, sind in der Position der Besiegten, was immer ihr Land war. Diejenigen, die nicht kämpften, sondern bloß profitierten, sind allein die Siegreichen.

Was also war die Wahrheit bezüglich der nationalsozialistischen oder faschistischen Bewegungen vor dem Krieg? Unser Fehler war genau das Gegenteil dessen, was gegen uns behauptet wird. Wie oft ist das in der Politik der Fall? Wie selten dürfen die Menschen etwas anderes wissen als die Umkehrung der Wahrheit. Es wurde behauptet, daß wir die Interessen anderer Länder vor unser eigenes stellen könnten: das war eine absurde Lüge. In Wirklichkeit waren wir allzu national – zu eng auf die Sicherung der Interessen unserer eigenen Nationen konzentriert. Das war der wahre Fehler aller echten nationalsozialistischen oder faschistischen Bewegungen, ob in Britannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien. Weit von der Bereitschaft entfernt, einander im Fall eines Konflikts zwischen Staaten als „Fünfte Kolonnen“ zu dienen, war unsere politische Ideologie und Propaganda daher viel zu nationalistisch, um auch nur das Denken der Menschen in einem neuen Gefühl europäischer Verwandtschaft und Solidarität zu formen, das die Katastrophe durch allgemeinen Konsens hätte vermeiden können. Weit davon entfernt, in einem Krieg für andere Länder zu kämpfen, argumentierte daher niemand von uns mit ausreichender Macht zugunsten dieses neuen Gefühls europäischer Einigkeit, welches die modernen Tatsachen nun zu einem integralen Teil eines neuen Glaubensbekenntnisses machen muß. Unser Glaubensbekenntnis wurde zu Fall gebracht, weil die faschistische Einstellung in jedem Land zu national war.

Wie ist das geschehen? Wieso hat dieses Glaubensbekenntnis, das die Renaissance des westlichen Menschen hätte bringen können, sich auf Grenzen eines zu engen Nationalismus beschränkt? Wieso hat sich das Rauschen dieses mächtigen Flusses der Wiedergeburt im trockenen Sand einer Vergangenheit verloren, die hätte tot sein sollen?

Es gibt zwei Gründe, der erste praktischer, der zweite ideologischer Art. Bei all dem feurigen Idealismus unseres Glaubensbekenntnisses war es immer von einem höchst realistischen praktischen Sinn erfüllt. Wir hatten daher mit starken Gefühlen des Abscheus die lächerliche Struktur jenes Turms zu Babel beobachtet, den die alte Welt nach dem letzten Krieg errichtete. Der Versuch, jedes Problem durch größere und bessere Komitees breiterer und verschiedenartigerer Nationalitäten zu lösen, endete in dem grotesken Fehlschlag, den unser Realismus vorhersah. Ihre Prozedur angesichts von Schwierigkeiten bestand darin, immer mehr Menschen einzubringen, die einander in Tradition, Denken, Fühlen und Instinkt immer weniger ähnelten. Folglich und unvermeidlicherweise wurden die Schwierigkeiten immer unüberwindlicher, bis der ganze Versuch in tragischer Absurdität zusammenbrach. Das erschien uns nicht als praktische Methode. Daher versuchten wir den umgekehrten Ansatz, daß jede Nation auf ihrem eigenen Gebiet ein System erbaut, das ihrer eigenen Tradition und Kultur und ihrem eigenen Gefühl entspricht.

Die erste Stufe bestand daher darin, die Welt auf dieser realistischen Grundlage der natürlichen Unterteilung in große, in sich geschlossene Blöcke aufzuteilen. Ein Überbau universaler Freundschaft und des Verständnisses zwischen Nationen hätte später auf dem soliden Fundament dieser natürlichen und praktischen Bereiche errichtet werden können. In meinen Schriften und Reden lange vor dem Krieg stellte ich daher das Konzept des „Universalismus“ jenem des „Internationalismus“ gegenüber. Es ist ein praktischer Sinn, der sagt, lasst uns damit beginnen, unseren eigenen Winkel aufzuräumen, wenn der Raum in Unordnung ist; hinterher können wir über die Zukunft des Raumes als Ganzes diskutieren. Diese Einstellung war auf jeden Fall eine sehr natürliche Reaktion auf die Darbietungen von Babel, welches das Chaos mit dem verwirrten Gequassel einer Vielzahl widerstreitender Zungen und verschiedenartiger Instinkte innerhalb des alten „Internationalismus“ konfrontierte, der als Ideal begann und als Schwindel endete.

Aber der Abscheu vor den zeitgenössischen Fehlern führte die meisten Protagonisten des neuen europäischen Glaubensbekenntnisses zurück zu dem, was als die obsoleten Wege des Ultranationalismus hätte betrachtet werden sollen. Aus praktischen Gründen wurde auch nur allzu klar, daß ein groteskes Mischmasch von Rassen und Kulturen niemals irgendwohin kommen konnte; daher reagierte der Realismus der neuen Männer zu weit in das andere Extrem eines Nationalismus, der unter modernen Verhältnissen unnatürlich eng ist.

Unsere ideologische Gegnerschaft zum alten Internationalismus war natürlich noch stärker als die praktische. Die Prinzipien dieses Internationalismus erschienen uns als Absurdität und als Frevel – als eine völlige Verletzung jeder selbstverständlichen Wahrheit der Natur, die nur Degeneration und Zerstörung bringen konnte. Das Argument, daß jeder Wilde in jeder Weise der Bruder und Gleichgestellte eines Europäers sei, war einfach nicht wahr; jedes Gefühl und jeder Instinkt, alle Geschichte und alles Wissen sagten uns das. Diese Leute waren nicht gleich wie wir; sie waren offenkundig und zutiefst anders. Daher gründete sich die internationale Brüderlichkeit auf einer völligen Verneinung der Wahrheit. Die Idee, daß man eine Welt auf der Prämisse erbauen konnte, daß alle Menschen, oder alle Rassen, gleich seien, war eine gefährliche Absurdität: und doch war das die ganze Prämisse des „demokratischen“ Konzepts, das wir ablehnten. Tatsächlich sind sie offensichtlicherweise nicht gleich im Intellekt, in Physis, Wissen, Leistungen, Geschichte oder Tradition.

Weiters unterscheiden sich die Begabungen verschiedener Rassen oder Völker so stark wie die Begabungen verschiedener Individuen. Zu bekräftigen, daß sie einfach gleich seien, ist die Behauptung einer so greifbaren Unwahrheit, daß man den Vorwurf riskiert, die Zerstörung des Höheren im Interesse des Niedrigeren anzustreben. Das ist tatsächlich der Vorwurf gegen den Kommunismus. Sie streben danach, alle europäischen Werte niederzureißen, die auf Wahrheiten begründet sind, welche die Erprobung durch die Zeiten bestanden haben, denn die erste Aufgabe dabei, die Höheren durch die Niedrigern zu ersetzen, ist das Niederreißen der Werte der Ersteren. Dieses Argument war auch der internationalen Geldmacht sehr willkommen, die wußte, daß die Niedrigeren für ihre eigenen Zwecke korrumpiert werden konnten, während das bei den Höheren nicht möglich war. Die höheren Werte eines höheren Typs sind die natürlichen Barrieren gegen Korruption und Chaos. Der leichteste Weg zu ihrer Beseitigung besteht darin zu beweisen, daß alle Menschen und alle Völker gleich sind; spirituelle Eroberung geht daher dem materiellen Triumph voraus.

Das war die Ideologie und das war die Lehre, auf welche das nationalsozialistische oder faschistische Glaubensbekenntnis so natürlich und so vehement reagierte. Die Tragödie war, daß der Abscheu einen zu engen Nationalismus hervorbrachte.

Die wahre Idee, die zum Glaubensbekenntnis der Zukunft werden muß, besteht sicherlich darin, einerseits den alten Internationalismus abzulehnen und andererseits über einen exklusiven Nationalismus hinauszugehen, der natürliche Freunde und Verwandte spaltet. Der Mensch ging im natürlichen Prozeß der Vereinigung mit seinen näheren Verwandten vom Dorf zur Nation über, als sein Verstand und seine Seele wuchsen. Nun ist die Zeit gekommen, um unter demselben natürliche Impuls und Prozeß der nächsten Vereinigung mit jenen, die uns in Blut, Tradition, Verstand und Seele am nächsten sind, von der Nation zum Kontinent überzugehen, oder sogar darüber hinaus.

Die Idee der Verwandtschaft ist die wahre Idee; unsere Hände über unsere Gruppen hinaus jenen entgegenzustrecken, die blutsverwandt oder von derselben Art sind. Die Idee der Verwandtschaft kann die Einigkeit Europas bringen, wo der alte Internationalismus scheiterte. Als eine Familie von gleicher Herkunft und Art hätte Europa immer im Ideal vereint sein sollen. Heute stellt das Reale wie das Ideal Europa vor die Alternative der Einigkeit oder der Katastrophe. Daher muß eine neue Einigkeit von Geist und Seele kommen, nicht nur um die Katastrophe abzuwenden, sondern auch zum Zwecke des weiteren Aufbaus. Aber die Idee der Verwandtschaft bringt uns weit über Europa hinaus; es gibt Blutsverwandte von derselben Art in beiden Amerikas. Ihr spirituelles Leben beruht letztendlich ebenfalls auf nahezu drei Jahrtausenden europäischer Geschichte und Kultur. In den tieferen Realitäten und weiteren Idealen dieses Zeitalters zwingt die gesamte Natur sie in ihrem finalen Test dazu, zu fühlen und zu denken wie wir.

Wir lieben unsere Länder, aber wir müssen diese Liebe erweitern; das Ideal und die Praxis gleichermaßen erzwingen es jetzt. Die Erweiterung des Patriotismus: das ist die Notwendigkeit, und das ist die Hoffnung. Der Neue Patriotismus wird sich auf alle von unserer Art erweitern, aber er wird nicht die Werte seiner Art durch Anstreben der unnatürlichen Vermischung des alten Internationalismus zerstören, der erwiesenermaßen scheitern muß. Der Universalismus der Gleichartigen innerhalb einer neuen Einheit des Spirituellen und des Materiellen, wird seine Mitglieder und ihre Werte schützen, aber keine Anderen bedrohen. Daher sollen wir aus zwei Kriegsgenerationen nicht länger gespalten sein. Daher sollen unsere Ideale, die so missbraucht und verraten wurden, endlich auf Weisen verwirklicht werden, die unsere Augen damals nicht sehen konnten.

Die Qual unseres Zeitalters wird nicht vergeblich gewesen sein, wenn jetzt die Idee geboren wird, die die Menschen über das hinaustragen soll, was jetzt „Demokratie“ genannt wird, und sogar über den Faschismus hinaus. Aus den Flammen, die eine Epoche beenden, erhebt sich die Idee der Zukunft.

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Links:

Europa und Europäertum von Dominique Venner
Luftfahrt, Geographie und Rasse von Charles Lindbergh
„Wer sind die Kriegshetzer?“ Charles Lindberghs Rede in Des Moines am 11. September 1941
An alle Europäer – To all Europeans – A todos los europeos – À tous les européens vom „As der Schwerter“-Autorenteam
Divide et Impera – antideutscher Hass lenkt von wirklichen Problemen ab vom „As der Schwerter“-Autorenteam

sowie Remembering Sir Oswald Mosley: November 16, 1896 to December 3, 1980 von Greg Johnson auf „Counter-Currents Publishing“.

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