Verbietet Dante, den Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten

 

Dante-Divine-Comedy

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original Ban Dante, Racist, Homophobe, Islamophobe, Anti-Semite erschien am 19. März 2012 im Occidental Observer.

Der Telegraph berichtet:

Das klassische Werk sollte laut Gherush 92, einer Menschenrechtsorgansiation, die als Berater von UN-Körperschaften über Rassismus und Diskriminierung agiert, aus den Lehrplänen der Schulen entfernt werden.

Dantes Epos ist „beleidigend und diskriminierend“ und hat keinen Platz in einem modernen Klassenzimmer, sagte Valentina Sereni, die Präsidentin der Gruppe.

Unterteilt in drei Teile – Hölle, Fegefeuer und Himmel – besteht das Gedicht aus 100 Cantos, von denen ein halbes Dutzend von der Gruppe zur besonderen Kritik ausersehen wurde.

Es stellt den Islam als Häresie dar und Mohammed als Schismatiker und bezeichnet Juden als habgierige, intrigante Geldverleiher und Verräter, sagte Miss Sereni der Nachrichtenagentur Adnkronos.

„Der Prophet Mohammed wurde einer entsetzlichen Bestrafung unterzogen – sein Körper wurde von einem Ende zum anderen gespalten, sodaß seine Eingeweide heraushingen, ein Bild, das die islamische Kultur beleidigt“, sagte sie.

Homosexuelle werden von dem Werk als „gegen die Natur“ verdammt und zu einem ewigen Feuerregen in der Hölle verurteilt.

Als Beispiel für das, was in dieser „Menschenrechts“gruppe als Logik gilt, sagte Miss Sereni:

„Wir befürworten keine Zensur oder Bücherverbrennung, aber wir hätten gern klar und eindeutig bestätigt, daß es in der Göttlichen Komödie rassistische, islamophobe und antisemitische Inhalte gibt. Kunst darf nicht über der Kritik stehen,“…

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, fehlten „die Filter“, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie würden mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert, sagte die Gruppe.

Sie forderte, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird oder daß zumindest deren beleidigendere Abschnitte voll erläutert werden.

Okay. Die Gruppe befürwortet also keine Zensur, aber sie wollen, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird.

Und während sie Schulen und Universitäten erlauben würden, die Bücher zu behalten, so wäre das nur vorbehaltlich dessen, daß an ihnen eine Art Warnaufkleber befestigt wird, oder daß neue Ausgaben vorbereitet werden, vermutlich mit einer Einführung und Fußnoten, vollgeladen mit Propaganda, sodaß junge Leser sich dem Text gepanzert mit Vorurteilen nähern. Der Grund ist, laut dieser Gruppe, daß

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, „die Filter“ fehlen, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert werden…

Nur… Wäre das allein nicht schon eine Form der Zensur?

Die Frage ist angemessen, denn in einem Zeitalter, in dem „Rassismus“ und „Antisemitismus“ als das schlimmste vorstellbare Böse betrachtet werden, als schlimmster moralischer Defekt, dessen ein Autor beschuldigt werden kann, bedeutet die Etikettierung eines literarischen Werkes in dieser Weise effektiv dessen Zensur. Es wird dadurch jenseits des Erlaubten gestellt. Die Bücher werden vielleicht nicht im physischen Bereich verbrannt, aber sicherlich im moralischen Bereich. Sie werden unzugänglich, nur auf andere Weise.

Man fragt sich natürlich, wie es kommt, daß es sieben Jahrhunderte lang sicher war, die Göttliche Komödie zu lesen, daß sie aber plötzlich in unserer Zeit der allgegenwärtigen Perversion und Pornographie „giftig“ wird.

Ich beschloß, mir Gherush 92 anzusehen, nachdem ich zuvor nie von der Gruppe gehört hatte.

Ich dachte, daß ich vielleicht herausfinden würde, warum sie sich das Recht anmaßten, im Namen aller Italiener zu sprechen und zu diktieren, welche Teile ihres nationalen Erbes vergessen und der Fäulnis überantwortet werden sollten.

Die Webseite von Gherush bietet keine Hinweise auf den Standort der Gruppe, keine Information über ihr Personal und keine Erwähnung ihrer Finanzierungsquellen. Ihre Kontaktseite bietet keine Mittel, irgendjemanden zu kontaktieren, außer über ein html-Formular. Eine Email-Adresse erscheint anderswo auf der Webseite, aber sie ist gleichermaßen gesichtslos:

gheroush92@gheroush92.com.

Warum die Geheimhaltung?

Sollte eine „Menschenrechts“organisation nicht transparent sein?

Wir erhalten aber ein Gefühl dafür, was für eine Art von Organistation das ist, indem wir uns ihre Kampagnen ansehen:

  1. Ein Artikel vom 17. Juni 2011 schreit ‘DAS VERBOT DER JÜDISCHEN UND ISLAMISCHEN SCHLACHTUNG IST EINE VERLETZUNG VON MENSCHENRECHTEN’
  2. Ein weiterer mit Datum 29. Dezember 2009 kreischt ‘SAGEN WIR DEN PAPSTBESUCH IN DER SYNAGOGE AB’
  3. Noch einer mit Datum 12. Oktober 2009 fordert schrill ‘EUROPA UND AMERIKAS, HÖRT AUF, DEN 12. OKTOBER ZU FEIERN!’

Kampagne # 2 ist von besonderem Interesse. Der dazugehörige Artikel macht wilde und hysterische Behauptungen:

Der kommende Papstbesuch in der Synagoge von Rom ist eine Beleidigung für Juden, Roma, Schwule, Frauen und alle, die in der Shoah und im Laufe der Jahrhunderte des Christentums massakriert wurden. Die beleidigende Verzerrung des Gedenkens, das Lob des Schweigens und die Minimierung der Bedeutung der Shoah sind eine Beleidigung und Verletzung der Menschenrechte aller Opfer.

Benedikt XVI hat eine wahre Kampagne für die Aneignung des Gedenkens und der Shoah geplant und handelt wissentlich und zu einer von ihm gewählten Zeit für seinen Besuch in der Synagoge von Rom. Es ist die klare Absicht des Papstes, die Synagoge als ein Königspapst und als Papst auf einem triumphalen Marsch zu betreten, umgeben von den Lobeshymnen der konventionellen Denker und der Opportunisten. Als Begründer einer neuen konservativen Strömung des Negationismus und des Geschichtsrevisionismus zielt der Pontiff darauf ab, die Shoah zu einem Ereignis zu reduzieren, das – wie schwerwiegend es auch war – nur zufällig passierte. Für den Papst muß die Shoah für immer vom Christentum und daher vom historischen Antisemitismus getrennt bleiben.

Der Papst beabsichtigt, in manipulativer Weise jeden, den er kann, in diese neue Denkrichtung zu zerren, sogar Juden, um sie zu zerquetschen und in ihrem Gedenken zu isolieren.

[yada yada yada . . .]

Ich sage, daß diese Kampagne von besonderem Interesse ist, denn während ihr Untertitel verlangt „Blasen wir den interreligiösen Dialog ab!“, war dieselbe Gruppe letztes Jahr voll für die Förderung des interreligiösen Dialogs zwischen Judentum und Islam. Am 14. März 2011 verkündeten sie:

Wir haben das Vergnügen, Sie zu der Nebenveranstaltung mit dem Titel „JUDENTUM UND ISLAM. REGELN FÜR EIN NEUES GOLDENES ZEITALTER“ einzuladen, die am 23. März von 1 bis 3 Uhr nachmittags während der 16. Sitzung des Rates für Menschenrechte im UN-Hauptquartier in Genf abgehalten werden wird.

Das Ziel dieser Veranstaltung ist die Schaffung eines beispiellosen Treffens, bei dem islamische und jüdische Kultur, Gesetze und Regeln als ein holistisches und in sich konsistentes System betrachtet werden könnten, das in der Lage ist, effektiv zu den Hauptthemen der Millennium Development Goals (MDGs) beizutragen, wie Umwelt, Nahrung, Armut, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung.

Die Veranstaltung wird einen strikt kulturellen und wissenschaftlichen Ansatz beibehalten. Die Bezugnahme auf das „Goldenen Zeitalters“ muß als historische Vorgabe für einen neuen Impuls zur Kooperation zwischen prominenten und traditionellen alten Kulturen im Hinblick auf ein neues Entwicklungsprogramm auf dem Gebiet in den betroffenen Gebieten betrachtet werden.

Man ist versucht, sich mögliche Erklärungen vorzustellen, die diesen anscheinenden Widerspruch elegant auflösen würden. Leider ist die Kampagnengeschichte dieser Gruppe, obwohl sie seit mindestens sieben Jahren aktiv gewesen ist, wohl zu dürftig, um Schlüsse zu ziehen, ohne sich dem Vorwurf des Übereifers, der Paranoia oder der Täuschungsabsicht auszusetzen. Das ganze Ding riecht nach Krypto-Judentum, nachdem die Positionen, die sie beziehen, völlig auf der Linie der allgemeinen jüdischen Aktivistengemeinde in der Diaspora liegen. Man fragt sich, wieso die Äußerung zu Dante seitens solch einer undurchsichtigen Organisation einen Nachrichtenartikel im Telegraph verdient.

Hier ist, was ich denke: diejenigen, die gekommen sind, um in Europa zu leben, und deren Vorfahren nicht aus Europa sind, sollten die europäischen Klassiker ungefiltert und unzensuriert studieren müssen, und ohne daß ihre Lehrer irgendeine Rücksicht auf ihre Rasse, Nationalität oder religiöse Überzeugung nehmen. Jeder, der sich beleidigt fühlt, ist schon mal fehl am Platz. Jeder, der einen Wirbel macht, sollte als undankbarer Gast gerügt und zur Tür gewiesen werden. Denn diese exogenen Minderheiten sind hier durch die Gnade der Einheimischen, die ihnen erlaubt haben, die Vorteile des Lebens in der wohlhabenden, blühenden, sicheren, technologisch fortgeschrittenen Gesellschaft der letzteren mit ihnen zu teilen, wo die Dinge funktionieren, die Leute nett sind und es immer reichlich zu essen gibt. Dies ist unsere Heimat, und jeder, der hier leben möchte, hat dazu beizutragen und sich an unsere Regeln zu halten. Wir hatten keine Verpflichtung, sie hereinzulassen, ganz zu schweigen davon, ihnen Plätze an unseren Schulen und Universitäten abzutreten, die unsere eigenen Jugendlichen hätten bekommen können und sollen. Tatsächlich hassen es viele von uns, daß unser politisches Establishment so vielen gegen unseren Wunsch die Türen geöffnet hat. Erinnern wir diejenigen, denen erlaubt wurde, unter uns zu leben, jeden Tag daran, was für ein Glück sie haben.

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