Mandela: Was die Nachrufe weglassen

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Von Jim Goad; das Original Mandela: What the Obits Omit erschien am 9. Dezember 2013 auf Taki’s Magazine.

Als der freundlich dreinschauende, mokkafarbene Yoda Nelson Mandela letzte Woche in das große Jenseits einging, reichte die Welt sich die Hände wie in einer einzigen riesigen Coca-Cola-Werbung, um sein Andenken heiligzusprechen und zu vergöttern und zu heiligen. Der Schwall von süßlichen und kitschigen Lobreden, die zu Mandelas glühenden Füßen geschleudert wurden, umgab sein Vermächtnis mit einem Kraftfeld von solch pulsierender Heiligkeit, daß jeder nur entfernt Skeptische oder Wißbegierige wahrnehmen könnte, daß das alles ein Berg Scheiße war.

Dies soll nicht heißen, daß es an dem Mann nichts zu bewundern gab. Seine stoische Beharrlichkeit gegen alle Widrigkeiten ist der Stoff, aus dem heroische Legenden gemacht sind. Aber solche Legenden unbefleckt zu halten, erfordert ein wachsames und rücksichtsloses Wegschneiden unbequemer Tatsachen, die das sorgfältig geformte Bild der fleischgewordenen menschlichen Güte untergraben würden, das den möglicherweise berühmtesten Mann der Welt umgibt.

Am Freitagabend präsentierte ABCs 20/20 eine posthume Hommage, die von so viel frömmelnder Arschkriecherei troff, daß man sie hätte Up Mandelas Ass nennen sollen. Ich bezweifle, daß dieser Saccharinbrocken von sorgfältig verpackter Propaganda auch nur ein bißchen idealisierter, unrealistischer oder einseitiger war als die Tausenden anderer Hommagen, die nach seinem Hinscheiden wie Millionen zuckerglasierter Tränen hervorquollen, aber ich konnte nur eine Mandela-Hommage verarbeiten, weil meine Augen sonst so heftig rollen würden, daß sie mir aus dem Kopf fallen.

Die Sondersendung von 20/20 bot solch offenkundig betrügerische Lügen feil wie die Behauptung, daß Mandelas African National Congress „sich dem gewaltlosen Widerstand verschrieben“ hätte. Es gab keinen Pieps über die Tatsache, daß Mandela nicht wegen „Verrats“ zu Gefängnis verurteilt wurde – welches der einzige Anklagepunkt ist, den die Sendung erwähnte – sondern daß er sich in einem Anklagepunkt schuldig bekannt hatte, der ihm die Mitwirkung an „der Vorbereitung, Herstellung und Verwendung von Sprengladungen – zum Zweck der Begehung von Gewalttaten“ vorwarf. Nichts wurde über die radikale Guerillaarmee namens „Speer der Nation“ gesagt, die er gründete und die mit Hunderten von Gewalt- und Sabotageakten verbunden war. Nichts wurde über seine Behauptung gesagt, das „Gewalt in diesem Land unvermeidlich war“. Genausowenig wurde erwähnt, daß ihm im Februar 1985 die Freilassung aus dem Gefängnis angeboten wurde, falls er einwillige, der Gewalt abzuschwören, und er das aber verweigerte. Und sie wagten es gewiß nicht, ein Video von einem „necklacing“ des ANC zu zeigen, das einer der brutalsten Ausschnitte von Mob-Gewalt ist, den ich je erlebt habe. Nichts wurde über den Bombenanschlag in der Church Street gesagt, oder über irgendeinen der Bombenanschläge oder Gewaltakte, die im Namen des ANC begangen wurden und die Mandela in anderem Kontext die Bezeichnung „brutaler Terrorist“ eingebracht hätten. Stattdessen bezeichnete 20/20 ihn mit dem viel heitereren Beinamen „Freiheitskämpfer“.

Die Sendung behauptet, daß Mandela in der Lage war, rassische Spannungen in Südafrika zu bezwingen und eine „Regenbogennation“ zusammenzubringen, indem er bloß großherzig genug war, das Rugby-Team des Landes zu unterstützen. Wir werden nicht darüber informiert, daß Mandela zwei Jahre nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis mit ANC-Mitgliedern ein heiteres Liedchen mitsang, dessen Text „tötet die Weißen“ enthalten haben soll. Nichts wurde von anderen ANC-Schlagworten erwähnt sie „kill the Boers“ und „ein Siedler, eine Kugel“, noch von Kommentaren von ANC-Offiziellen wie „Wenn Mandela geht, werden wir euch Weiße töten wie die Fliegen“. Und sie wagten es nicht, irgendwelche Fotos von den Tausenden weißer Farmer zu zeigen, die brutal massakriert worden sind, seit die Apartheid endete. Und wir werden nicht darüber informiert, daß Südafrikas Programm Black Economic Empowerment, statt ein post-rassisches Utopia herbeizuführen, die Umverteilung von Reichtum nach rassischen Linien diktiert.

Die Sendung bezeichnet seine zweite Frau, Winnie Mandela, als „feurig und umstritten“, verabsäumt aber die Tatsache hinzuzufügen, daß sie eine Verbrecherbande leitete, die für das Zusammenschlagen, die Folterung und Ermordung von Erwachsenen und Kindern verantwortlich war. Genausowenig erwähnte sie das Scheidungsansuchen seiner ersten Frau, das Behauptungen wiederholter physischer Mißhandlung und Bedrohung mit einer Axt enthielt.

Wir hören glühende Reminiszenzen, daß Mandela eine Stimme der „Demokratie“ war, aber kein Wort darüber, daß er ein lebenslanger entschiedener Marxist war. Obwohl er Vorwürfe abtat, ein Kommunist zu sein, behauptete die South African Communist Party am Freitag: „Bei seiner Verhaftung im August 1962 war Nelson Mandela nicht nur ein Mitglied der damals im Untergrund befindlichen South African Communist Party, sondern auch ein Mitglied des Zentralkomitees unserer Partei.“ Nichts wurde von Behauptungen erwähnt daß er handschriftlich ein Traktat namens „HOW TO BE A GOOD COMMUNIST“ verfaßte, das behauptete: „DIE SACHE DES KOMMUNISMUS IST DIE GRÖSSTE UND BESCHWERLICHSTE SACHE IN DER GESCHICHTE DER MENSCHHEIT.“

Die Sondersendung von 20/20 ließ viele andere unbequeme Tatsachen weg. Keinen Mucks gab es darüber, daß Israel ein riesiger Unterstützer der südafrikanischen Apartheid und das letzte Land auf Erden war, das seine Verbindungen zu dem Regime kappte.

Ebenso unerwähnt bleibt die Tatsache, daß Südafrika, seit die Apartheid 1994 endete, von #93 auf dem Human Development Index auf #121 im Jahr 2013 abrutschte. Man sagt uns nicht, daß die Nation nun den höchsten Gini-Koeffizienten der Welt aufweist, die höchste Pro-Kopf-Rate bei den Vergewaltigungen, die höchste Gesamtzahl von HIV-Infektionen und eine Pro-Kopf-Mordrate, die siebenmal so hoch ist wie jene der USA. Wir hören nichts über geplante Gruppenvergewaltigungen, die fröhlich als „jack rolling“ bezeichnet werden, noch über die undurchdringlichen metallenen „rape gates“, die mehrere Afrikaander wie Gefängnistüren an den Zugängen zu ihren Schlafzimmern angebracht haben. Wir hören nichts über die gated communities und die Flammenwerferautos. Wir hören nicht die leiseste Andeutung, daß Südafrika wahrscheinlich nur ein Jahrzehnt oder zwei davon entfernt ist, Simbabwe zu werden.

Stattdessen bekommen wir Michelle Obama und Oprah Winfrey, denen ihre Jeans ob Seiner Heiligkeit feucht werden. Und ganz zum Schluß sehen wir Kinderchöre in Südafrika und New York, die eine Version von John Lennons „Imagine“ singen. Die letzten Bilder zeigen einen schwarzen Jungen, der bei der Zeile „And the world shall live as one“ falsch singt.

Ob bewußt oder nicht, dieser Schlußsatz faßt vielleicht zusammen, was Mandela in Wahrheit verkörpert und warum er in solch absurdem Ausmaß heiliggesprochen wird – er war ein charismatischer Fußknecht des Globalismus. Letzten Endes war er vielleicht trotz seines Images als Feind des Kolonialismus nichts weiter als ein nützliches Werkzeug der globalen Finanz. Er ist ein Zeichen für die Kapitulation des weißen Kolonialismus gegenüber einer spezifisch anti-weißen Sorte von globalem Finanzkolonialismus. Wäre er weiß gewesen und hätte tapfer im Namen von Blut und Boden gekämpft, würden seine Lobredner ein ganz anderes Lied singen.

Die finanziellen Machthaber werden Südafrikas reichliche Mineralreichtümer weiterhin vergewaltigen und ausbeuten, und die große Masse der Schwarzen des Landes wird sich weiterhin in Gewalt, Armut, Krankheit und Hunger suhlen. Der Hauptunterschied wird sein, daß die lästigen und ärgerlichen Buren, die die Region aus der Steinzeit holten, nicht mehr im Weg sein werden. Wie die Pioniere, die den amerikanischen Westen zähmten, haben sie ihren Zweck erfüllt und werden jetzt ausrangiert.

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Siehe auch:

Nelson Mandela: Ein weiterer falscher Gott von Kerry Bolton
Das wahre Erbe des Nelson Mandela von Martin Lichtmesz
Reflections on Nelson Mandela and a Post-Mandela South Africa von Cooper Sterling
Kill the Blue-Eyed Babies von Baron Bodissey
Der Tod von Johannesburg von Baron Bodissey
Die Bestie als Heiliger: Die Wahrheit über Martin Luther King von Kevin Alfred Strom
Ja, Afrika muß zur Hölle gehen von Alex Kurtagic
Die Torheit der von Weißen gesponserten Entwicklung von Alex Kurtagic

(Quelle der Übersetzung:  hier)

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