Climatology

Eisbär auf Spitzbergen

Eisbär auf Spitzbergen

Von Deep Roots; das Original  erschien am 22. Dezember 2010.

Als Nachtrag zum Heißluftgeblubber von Cancún bringe ich heute meine eigenen Betrachtungen zur Climatology-Sekte alias „Church of Global Warming“.

Mittlerweile wird es ja schon immer offensichtlicher, wie sehr wir in dieser Sache angelogen und desinformiert werden. Mit umso mehr Dreistigkeit (oder soll ich sagen „Chutzpe“?) versuchen die Klimasektengurus und ihre Schreiberlinge sich über die Aufdeckung ihrer Schummeleien („Climategate“-Affäre) und die Widersprüche zur beobachteten Realität hinwegzulügen.

Besonders frech war da neulich die „Kronen Zeitung“: Zunächst gab es am Kopf einer Seite ein Bild von drei Eisbären auf der grünen Wiese, unter dem zu lesen stand, daß die winterliche Eisbärenbeobachtungssaison für Touristen aufgrund der Klimaerwärmung immer später im Jahr beginne und inzwischen schon um einen Monat verschoben sei.

Auf derselben Seite, gleich unter diesem Bild, folgte dann ein Artikel über das in Schneechaos und Kälte versinkende Europa mit eingeschneiten Flughäfen und Staus auf den Straßen.

Um unbequeme Fragen zu diesen Widersprüchen abzublocken, hat man nun eine neue Stuß-Theorie entwickelt: Wegen der Erderwärmung sollen unsere Winter jetzt kälter werden! Laut einem Team des Potsdamer Instituts für Klimaforschung soll „im Osten der Arktis das Eis infolge der globalen Erwärmung schrumpfen. Dadurch werden dort die unteren Luftschichten aufgeheizt, was wiederum zu einer starken Störung von Luftströmungen führen kann“, erklärt Jens Karg von GLOBAL 2000. Sein Kollege Reinhard Uhrig: „Der Kühlungseffekt für Westeuropa kann laut Klimaforschern dadurch entstehen, daß sehr starke arktische Nordostwinde von der Barents-Kara-See Richtung Südwesten wehen. Dies wird durch eine Änderung der Rotationsrichtung der Luft über der Region bewirkt, wenn die Eisdecke dort verkleinert ist.“

Dazu gibt es eine Grafik, auf der die „arktischen Winde“ im Bogen vom Weißen Meer über Rußland bis Spanien kurven, mit der Behauptung: „Üblicherweise rotiert die Luft genau anders herum.“

Nach dem, was den Wetternachrichten der letzten Zeit zu entnehmen war, rotiert die Luft jedoch nach wie vor „genau anders herum“: vom arktischen Nordatlantik über die britischen Inseln und die Biskaya im Bogen nach Mittel- und Südeuropa. Außerdem: Wenn die „Erderwärmung“ wirklich unsere Winter kälter macht, warum wirkt sich das nicht auf die Gegenden aus, wo die Eisbären leben? Warum soll sich dort der Beginn der Eisbären-Beobachtungssaison verschieben?

Und ihr werdet euch sicher noch an die Meldungen des heurigen Sommers erinnern (als auf der Südhalbkugel Winter war), daß in den Anden ungewöhnlich viel Schnee gefallen ist, und daß Südafrika zur Zeit der Fußball-WM den kältesten Winter seit langem erlebte, wo in den höheren Bergen so viel Schnee fiel wie schon seit vielen Jahren nicht mehr, und wo über 500 Pinguine erfroren sind. Es ist nicht anzunehmen, daß sich die angeblichen Änderungen der Luftströmungen über der Arktis bis in tiefe südliche Breiten auswirken, und da die Antarktis im Gegensatz zur Arktis in viel größerem Ausmaß von Landmassen eingenommen wird, kann es dort keine Entsprechung dieses angeblichen arktischen Klimaphänomens geben.

Außerdem: wenn eine Erdwärmung des Weltklimas die Winter auf der Nordhalbkugel wirklich kälter machen würde, dann hätte es nicht sein können, daß während der Warmphase des Mittelalters (vor der Kleinen Eiszeit) Weinanbau in Südengland ebenso möglich war wie in Norddeutschland bis an die Ostsee, oder daß damals die Alpen viel weniger vergletschert waren als heute:

Vor ein paar Jahren besuchte ich die Ausstellung „Auf der Alm“ im Schloß Trautenfels (Ennstal/Steiermark). Dort las ich auf einer Infotafel, daß das Dachsteinplateau bis vor einigen hundert Jahren nicht vergletschert war. Es gab weder Gosaugletscher noch Hallstattgletscher; stattdessen war das eine Almlandschaft, die auch almwirtschaftlich genutzt wurde.

Der Gosaugletscher

Der Gosaugletscher

Mit dem Einsetzen der Kleinen Eiszeit war das dann nicht mehr möglich, und das betraf nicht nur das Dachsteinplateau, sondern auch andere vergleichbare Lagen in den Alpen. Das war für die Menschen damals eine Klimakatastrophe, die auch ihren Niederschlag in der Sage von der Übergossenen Alm am Hochkönig fand:

Weithin erhebt sich der mächtige Gebirgsstock des Hochkönigs mit seinen ausgedehnten Gletscher- und Firnfeldern der Übergossenen Alm.

Auf dieser nun vom ewigen Eis starrenden Fläche lagen einst mitten im freundlichen Waldesgrün saftige Wiesen und Matten, wo kniehohes Gras wuchs und friedliche Rinderherden der üppigen Weide nachgingen.

In den behaglichen Almhütten war eine Schar frohgemuter Sennerinnen täglich am Werk, die reichlich sprudelnde Milch zu verarbeiten. Und so groß war der unaufhörlich sprudelnde Segen, daß man Käse und Butter gar nicht mehr wegschaffen konnte. Viel Geld floß in die Taschen der Sennerinnen, und das gute Leben machte sie übermütig und ausgelassen und verführte sie zu allerhand Schandtaten.

Die Glocken, die am Hals ihrer Kühe klangen, mußten von reinem Silber sein, und die Hörner der Stiere glänzten mit gediegenem Gold überzogen in der Sonne. Sie schmausten und prassten im Überfluß, tranken statt Wasser zerlassene Butter und ließen den besten Wein fässerweise aus dem Salzburger Stiftskeller bringen. Zu ihren protzenden Festen luden sie lustige Jägerburschen ein und tanzten und sangen mit diesen ganze Nächte lang. Wie fromm sie auch früher gewesen waren, jetzt dachten sie nicht mehr an Gott oder ihr Seelenheil und gingen in frevelhaftem Übermut mit der guten Gottesgabe um, als wäre sie nicht dazu geschaffen, den Menschen Nahrung und Kraft zu spenden. Die übermütigen Dirnen wollten zarte, feine Gesichter und Arme haben, da badeten sie sich in der Milch und schütteten dann das köstliche Labsal schaffweise weg. Die Wege zwischen ihren Hütten wurden mit runden Käselaiben gepflastert, die Fugen dazwischen mit frischer Butter ausgefüllt, damit, wie sie sagten, der Teufel etwas zu fressen habe, wenn er mit seinen Gesellen bei Nacht herankomme. Die goldgelbe Butter war ihnen gerade recht, Kugeln daraus zu formen und sich im Spiel gegenseitig zu bewerfen, kurz, sie wußten nicht mehr, was sie vor Übermut tun sollten. Sogar klingende Goldstücke warfen sie vor das Haus.

Als aber einmal ein müder Wanderer auf die Alm kam, der sich vor Mattigkeit kaum fortschleppen konnte und um Imbiß und Obdach bat, da jagten sie ihn mit harten Worten davon. „Der Teufel“, riefen sie, „soll dir Obdach geben, wir brauchen keinen ungebetenen Gast.“ Und weil der Arme nicht imstande war, rasch genug wieder weiterzuziehen, gerieten sie in Zorn und bedrohten ihn mit Schlägen.

Aber nun war das Maß ihrer Übeltaten voll, und die gerechte Strafe sollte die Schändlichen treffen. Kaum hatte sich der Wanderer entfernt, da wälzte sich von den Teufelshörnern her in dunklem unheimlichem Gewoge ein furchtbares Unwetter heran. Ein gräßlicher Sturm erhob sich und schleuderte aus dem schwarzen Gewölk eine wirbelnde Flut von Eis und Schnee auf die zu Tod erschrockenen Frevler herab. Vergebens suchten sie zu flüchten. Der Schneesturm begrub sie mit Hütten und Herden, und über den grünenden Almen lag nunmehr ewiges Eis.

Und so liegt das Gefilde heute noch unter dem Eis, und man nennt die weite Fläche ewigen Schnees unter dem Gipfel des hohen Berges „Übergossene Alm.“

http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/salzburg/pongau/uebergossenealm.html

Hochkönig und Übergossene Alm

Hochkönig und Übergossene Alm

Bezeichnend ist, daß das darin zum Ausdruck kommende Denkmuster seine Wiederholung in der heutigen Klimamystik findet: daß für Klimaänderungen, auf die der Mensch keinen Einfluß hat, die angeblichen Sünden und der Wohlstand eben dieses Menschen als Erklärung herhalten müssen (wobei man sich fragen muß, ob es solche „Peccavi, domine“-Erklärungsmuster auch in anderen Kulturen gibt oder nur im Christen- und Judentum…)

Was für eine rasche mediale Gleichschaltung diesbezüglich in den letzten Jahren stattgefunden hat, zeigt ein Rückblick auf den Artikel „Tuvalu – Ruhe vor dem Sturm“ aus GEO 03-2004:

Darin wird berichtet, daß solche Inselstaaten wie Tuvalu heute vor dem Problem stehen, daß dort viel mehr Menschen leben als früher (und als die Inseln ernähren können), und daß diese heute auch deutlich höhere Ansprüche an den Lebensstandard stellen. Im Fall von Tuvalu kommt noch dazu, daß das US-Militär im Zweiten Weltkrieg große Flächen für ihre Luftstützpunkte zubetoniert, die meisten Strände abgetragen und Korallenriffe gesprengt hat, um Platz für seine Schiffe zu schaffen, was einerseits die landwirtschaftliche Nutzfläche verringert und andererseits den Schutz des Landes gegen Wellenerosion beeinträchtigt.

Nachdem das Land ohne Bodenschätze am 1. Oktober 1978 seine Unabhängigkeit von London ausgerufen hatte, waren nach den Worten von Sir Toaripi Lauti, von 1987 bis 1981 erster Regierungschef des unabhängigen Tuvalu, „viele darüber besorgt, woher nun das Geld kommen solle. Notfalls, habe ich gesagt, wenden wir uns an die UN. Die hat schließlich in ihrer Charta das Ende des Kolonialismus gefordert.“

Allmählich erschloß Tuvalu neue Einnahmequellen, wie die Telefonvorwahl 00688, deren überschüssige Kapazitäten es für eine knappe Million Dollar im Jahr auf den Weltmarkt warf. Oder das Internet-Suffix „.tv“, das der Staat für 2,5 Millionen Dollar jährlich plus 4 % Umsatzbeteiligung über eine kanadische Gesellschaft an Firmen vergab, die den Klang von „Television“ in ihrer Webadresse schätzten. Oder die Nutzungsrechte für ihre Gewässer, auf denen die Fischtrawler der USA, Japans, Taiwans und Südkoreas gegen 10 Millionen Dollar jährlich fischen dürfen. Doch der Geldsegen währte nicht ewig:

Die Zeiten des fruchtbaren Nichts sind vorbei. Drei Jahre lang sind wegen der Krise der Finanzmärkte keine Überschüsse aus dem Trust Fund mehr in den Staatshaushalt geflossen; das Budget sank von gut 15 Millionen Euro im Jahr 2003 auf rund 14 Millionen für 2004. Seit der [christlich-] fromme Staat seine Vorwahl nicht mehr an Telefonsex-Firmen vermietet, ist ihr Ertrag unter 60.000 Euro im Jahr gesunken. Die ausländischen Fischerboote kommen spärlicher, weil sich der Thunfisch neuerdings kühleres Wasser sucht. Und nach dem Ende der New Economy wirft das „.tv“-Geschäft, von dem sich Tuvalu einmal sagenhaften Reichtum erhoffte, immer weniger ab. Jetzt sucht Ministerpräsident Sopoanga Partner, die Industrie auf die Inseln bringen, denkt an Reisschälereien und Weizenmühlen, an Kokosnußöl, an Fischerei-Joint-Ventures mit europäischen Staaten.

In dieser Lage nutzt Tuvalu wie viele solcher Ministaaten den Umstand, daß es in der UNO dasselbe Stimmrecht hat wie deutlich größere Länder, indem es sich für sein Stimmverhalten in UNO-Gremien bezahlen läßt:

„Wir sind einer von weniger als zehn Staaten, die Amerikas Boykott gegen Kuba unterstützen“, brüstet sich Tine Leuelu, Staatssekretär im Außenministerium. Und wenn er jene vier Staaten aufzählt, die gemeinsam mit Israel und den USA im Oktober 2000 die UN-Resolution zum Nahen Osten abgelehnt haben, muß er selbst lachen: „Nauru! Polynesien! Die Marshall-Inseln! Und Tuvalu!“

[…..]

Mit seiner hilfsbereiten Stimme hat Tuvalu auch die Liebe Japans erobert, das eine Lobby für seine Walfangrechte sucht, die Liebe Taiwans, das endlich in die UN will, und die der Bundesrepublik Deutschland, die bei ihrem Kampf um einen Platz im UN-Sicherheitsrat auf kein Votum verzichten will.

Und so zahlen die Japaner 6,2 Millionen Dollar für das Krankenhaus auf Funafuti, fünf Millionen Dollar für einen Fischereihafen und sechs Millionen für eine Oberschule.

So kommt auch der neue deutsche Botschafter in Neuseeland bereitwillig zum Antrittsbesuch nach Tuvalu, beschwört im einzigen Hotel der Inseln die „gemeinsame Front“ gegen den Klimawandel und reiht sich anstandslos in den Fatele ein, den die Söhne und Töchter des Landes im Frühstücksraum zu seinen Ehren aufführen. Tapfer wogt er in Reih und Glied, während das Trommeln der Männer sich zu Kopfschmerzstärke steigert, gestikuliert den Handbewegungen der Frauen hinterher, läßt sich den Blumenkranz auf den Scheitel drücken und gehorcht sogar der sanften Gewalt des Parlamentssekretärs, der ihn auf die Bühne zurückdrängt, als er vorzeitig flüchten will. „Sie können gern wiederkommen“, sagt der Ministerpräsident zum Abschied. „Wenn Sie möchten, auch zweimal im Monat. Und bringen Sie ein bißchen Geld mit!“

Eine weitere Handaufhaltetaktik bietet nun, wie man sieht, die Instrumentalisierung des Klimawandelismus. Im September 2003 fliegt Saufatu Sopoanga nach New York, um der UN-Vollversammlung seine „Angst vor den widrigen Folgen des Klimawandels“ zu offenbaren:

„Die Bedrohung“, sagt er, „gleicht einer langsamen und heimtückischen Form von Terrorismus.“ Immer leiser wird Sopoanga jetzt. „Unsere Ressourcen sind begrenzt“, sagt er fast ohne Ton. „Immerhin haben wir eine Stimme bei den Vereinten Nationen.“ Und zum ersten Mal lacht er kurz auf: „Wir versuchen, sie weise zu nutzen.“

[…..]

Die japanischen Öko-Touristen, die für drei Tage ins „Vaiaku Lagi“-Hotel gepilgert sind, wo sie nachmittags Filzstift-Szenarien der Katastrophe auf abwischbaren Metalltafeln bestaunen, lassen sich die Müllseen ebensowenig entgehen wie die anderen Sehenswürdigkeiten des Untergangs von Tuvalu: die Pulaka-Gärten hinter der Nationalbank, in die bei Flut das Seewasser vordringt. Die Landbrücke zwischen den Teilinseln Tengako und Fongafale, die, so sagt man, Jahr für Jahr schmaler wird. Die schrumpfende Insel Vasafua, auf der vor acht Jahren noch Bäume gestanden haben sollen. Die Insel Tepuka, wo die Palmen schon fast waagerecht aus dem bröckelnden Strand ragen.

„Meine Kunden sollen sich schlecht fühlen“, sagt der Reiseleiter, ein ausgestiegener Architekt aus Tokio. „Dann kommen sie zurück nach Japan und bringen ein bißchen Bewußtsein mit.“

Insel Tepuka, Tuvalu

Insel Tepuka, Tuvalu

Bezeichnend ist, wie sich das Getue der dortigen Politiker nach außen von der Entspanntheit der Einwohner Tuvalus unterscheidet:

Doch hat nicht der Prophet Jesaja geweissagt, „die Wasser Noahs sollten nicht mehr über die Erde gehen“?

Die australische „National Tidal Facility“, deren Meßgeräte auch an Tuvalus Küsten das Auf und Ab des Meere bewachen, gibt Jesaja vorläufig recht. Alles, was ihre Instrumente seit 1991 registriert haben, war ein Anstieg des Meeresspiegels um weniger als einen Millimeter pro Jahr – den die Wissenschaftler dem natürlichen Tidenzyklus der Region zuschreiben, der alle 18,6 Jahre seinen Höhepunkt erreiche. Und im Oktober 2001 hat die Zeitschrift „Science“ die Satellitendaten französischer Forscher veröffentlicht: Von 1993 bis 1998 sei der Meeresspiegel vor Tuvalus Küsten gar um fast zehn Zentimeter gefallen.

Solche relativ vernünftigen Artikel konnte man noch vor nur sechs Jahren in GEO lesen; heute ist das dagegen ganz anders. Ich kann mich auch noch an einen Fernsehbeitrag vor etlichen Jahren erinnern (ich glaube, im ORF, aber sicher bin ich mir nicht), in dem über die Lage auf den Malediven berichtet wurde. Darin wurde gezeigt, wie die Menschen dort selber die Korallenriffe schädigen, die ihre Inseln vor der Erosion durch die Brandung schützen. Traditionellerweise wird das Steinmaterial für den Hausbau auf den Malediven gewonnen, indem man Korallenbrocken aus den vorgelagerten Riffen bricht. Durch das Bevölkerungswachstum hat der Materialbedarf heutzutage ein Ausmaß erreicht, das die Riffe nicht mehr verkraften. Ein weiterer Faktor ist der illegale Fang tropischer Korallenfische durch die Einheimischen, die den Tieren im Flachwasser der Riffplatte hinterherschnorcheln und sie mit Gift betäuben, um sie in Plastikbeutel stecken zu können. Abgesehen davon, daß etliche Fische das nicht überleben, weil sich die Giftkonzentration unter Wasser schwer dosieren läßt, vergiftet das Zeug auch die Korallenpolypen, was zusammen mit menschlichen Abwässern ein Absterben der Korallenstöcke bewirkt, wodurch die Wellen vor allem bei Stürmen immer leichter an die Strände heran und diese abtragen können. In der heutigen Berichterstattung ist von solchem Eigenverschulden der Eingeborenen nie mehr die Rede; da wird vielmehr Geld für die (moslemischen!) Bewohner der Malediven gefordert, damit diese sich neues Siedlungsland in Indien kaufen können.

Auch die Korallenbleiche, durch die – angeblich infolge der klimawandelbedingten „Erwärmung des Meerwassers“ – Korallenriffe absterben sollen, findet offenbar nur im Bereich stark besiedelter Inseln, z. B. in der Karibik statt, nicht jedoch in entlegenen, menschenleeren Inselparadiesen im Pazifik oder im Indischen Ozean. Da liegt doch der Gedanke nahe, daß das vielmehr an Wasserverschmutzung durch menschliche Abwässer liegt, die durch Überdüngung für ein Wachstum der Algen sorgen, welche die Korallen überwuchern und zum Absterben bringen. Gerade in korrupten, dysfunktionalen Drittweltländern wie in der Karibik ist zu erwarten, daß auch die Abwasserentsorgung dort sorglos und uneffektiv behandelt wird bzw. keine Mittel dafür vorhanden sind (Alex Kurtagic hat dazu einiges geschrieben).

Außerdem wachsen selbst die kompaktesten, langsamwüchsigsten Korallenarten um ca. 1 cm pro Jahr, sodaß sie sogar mit einem Meeresspiegelanstieg von 0,5 bis 1 cm pro Jahr laut den pessimistischsten IPCC-Prognosen mithalten könnten. Im Artikel Wird der Meeresspiegel wirklich steigen? Die trüben Quellen des Weltklimarats in „Zettels Raum“ wird übrigens der schwedische Geologe und Physiker Nils-Axel Mörner wie folgt zitiert:

„Ich stütze mich auf Forschungen im Feld, während die anderen in ihren Büros vor den Computern sitzen und in Modellen Gezeitenmessungen auswerten. Gezeitenmessungen sind eine komplizierte Angelegenheit, und man muß die Geologie in Betracht ziehen, wenn man sie auswertet. Die Leute vom IPCC haben sich für Hongkong entschieden, das sechs Gezeitenpegel hat, und sie haben die Messungen desjenigen Pegels ausgewählt, der einen jährlichen Anstieg des Meeresspiegels um 2,3 Millimeter anzeigt. Jeder Geologe weiß, daß Hongkong ein sinkendes Gebiet ist. Der Boden sinkt wegen der Kompression der Sedimente. Deshalb ist in diesem Fall die Gezeitenmessung genau das Mittel, das man nicht brauchen sollte.“

Siehe auch den Beitrag Kleines Klima-Kaleidoskop (13): Keine Anzeichen für versinkende Südsee-Inseln, ebenfalls in „Zettels Raum“.

Dieser angebliche Anstieg des Meeresspiegels findet natürlich nur um ferne Inseln statt, wo der geneigte Medienkonsument nicht nachprüfen kann, ob es sich wirklich so verhält. Neuerdings wird zwar auch Venedig für diese Meeresspiegelhysterie vereinnahmt, das aber schon mindestens seit den Zeiten vom Versinken im Meer bedroht wird, als man sich noch vor einer neuen – natürlich ebenfalls „menschengemachten“ – Eiszeit fürchtete. Daß Venedig vielmehr wegen Setzung des Untergrundes, die durch das übermäßige Abpumpen von Grundwasser verschärft wird, vom Untergang bedroht ist, wie man schon seit langem wußte, braucht man heute ja nicht allzu sehr medial breitzutreten…

Um andere Orte in Europa macht man sich offenbar keine Sorgen, zum Beispiel um das nur ca. 85 Kilometer Luftlinie von Venedig entfernte Grado, das in römischer Zeit auf einer flachen, an der höchsten Stelle 2 m hohen Sandbank gegründet wurde. Grados Hauptkirche, die Basilika Sant’Eufemia, wurde im Jahr 456 erbaut (laut Wikipedia; gemäß „Grado – der nahe Süden zu jeder Jahreszeit“ von Evelyn Rupperti erst 579 vom Patriarchen Elias eingeweiht. Der Campanile mit dem „anzolo“, der Statue des Erzengels Michael an der Spitze, entstand jedoch erst im 15. Jahrhundert).

Grado: Basilica di Sant'Eufemia von außen

Grado: Basilica di Sant’Eufemia von außen

 

Basilica di Sant'Eufemia von innen mit der auffälligen Kanzel mit ihren sienaroten Verzierungen

Basilica di Sant’Eufemia von innen mit der auffälligen Kanzel mit ihren sienaroten Verzierungen

Diese Kirche hat also eineinhalb Jahrtausende überdauert, einschließlich der mittelalterlichen Warmperiode, in der es jahrhundertelang so warm war, daß in Südengland und Norddeutschland Weinbau möglich war und es etliche Alpengletscher gar nicht gab – ohne von den Wellen verschlungen worden zu sein. Natürlich haben auch die Eisbären diese Zeit überstanden, ohne auszusterben, genauso wie das Klimaoptimum der Römerzeit, in dem es mehrere Jahrhunderte eher noch wärmer war als im Mittelalter, und ebenso die Warmperiode zu Ötzis Zeit vor 5.000 Jahren, als die Waldgrenze im Alpenraum bei 2.500 m lag statt wie heute bei ca. 1.600 – 1.800 m.

Alles bloß heiße Luft, was hierzu von Politikern, Medien, Künstlern, NGOs und der UNO produziert wird. Aber: Wenn es auch Blödsinn ist, so hat es doch Methode. Es werden ganz konkrete Ziele damit verfolgt, die nichts mit wirklichem Umwelt- oder Küstenschutz zu tun haben, dafür aber umso mehr mit Schädigung der eurogenen Zivilisation und damit letztendlich der weißen Rasse.

Erstens sollen die westlichen Länder wirtschaftlich geschädigt werden, indem man ihnen Kosten für den Erwerb von Emissionszertifikaten aufbürdet, wobei mit dem Geld angeblich „Projekte“ in den „Entwicklungsländern“ finanziert werden (daß damit vielmehr die UNO-Maschinerie sowie diverse Drittweltkleptokraturen „geölt“ werden sollen, darf vermutet werden). In weiterer Folge wird das natürlich dazu führen, daß viele Produktionssparten in Europa und Nordamerika unrentabel werden, mit der „sinnvollen“ Konsequenz, daß in Zukunft jeder Zementsack und jede Ziegelpalette für den europäischen Bedarf in „Entwicklungsländern“ wie Indien und China produziert wird – natürlich unter niedrigeren Umweltstandards und weit höherem CO2-Ausstoß – und dann erst per Schiff nach Europa geschafft werden muß.

Daß nun in Cancún keine Verlängerung des Kyoto-Abkommens zustande gekommen ist, kann für uns in dieser Hinsicht leider kein Grund zum Aufatmen sein. Dafür sorgt schon das EU-Regime, das uns von sich aus eine Musterschülerrolle verordnen wird. Wozu hat man schließlich ein politisches System geschaffen, in dem sämtliche wichtigen Fragen von ernannten Funktionären entschieden werden und wo der Bürger nicht weiß, wen er nicht mehr wählen soll, wenn ihm irgendetwas an der EU nicht paßt?

Aber daneben gibt es noch einen zweiten Zweck dieser Bestrebungen, den „Krone“-Leser Mag. Martin Behrens in einem Leserbrief vom 14. Dezember so treffend beschrieben hat, daß ich mir eigene Worte dazu ersparen kann:

Anläßlich der Klimakonferenz in Cancún, die relativ ergebnislos verlief, wurde zum wiederholten Mal der Begriff „Klimaflüchtling“ thematisiert, um im Zusammenhang mit dem „Klimawandel“ diesen Status als Asylgrund vorbehaltlos anzuerkennen.

Zu den politisch, religiös, ethnisch und sonstig Verfolgten, die bekanntlich eine verschwindend kleine Minderheit unter den Asylanten darstellen, kämen nach den Wirtschaftsflüchtlingen dann noch die Umweltgeschädigten. Das würde für verschiedene Regionen, beispielsweise weite Teile Afrikas, fast ausschließlich und automatisch einen Rechtsgrund für einen Daueraufenthalt bedeuten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sind laut einschlägigen „Studien“ Zigmillionen Migranten zu erwarten, die davon betroffen sein sollen.

Wenn jemandem – überspitzt formuliert – seine Umgebung zu kalt, zu heiß, zu feucht oder zu trocken ist, sollte er nach den Vorstellungen diverser Utopisten in das Land seiner Vorstellungen gehen, sich dort in das Sozialsystem einblenden, um dann – am Beispiel Österreich – unter bestimmten Bedingungen die Mindestsicherung zu beanspruchen, die schließlich nahtlos in die Altersversorgung übergeht.

Ich habe inzwischen den Verdacht, daß dies das Hauptmotiv hinter dem ganzen Zirkus ist.

Frei nach den Sennerinnen der Alm unter dem Hochkönig:

„Der Teufel soll euch Asyl geben, wir brauchen keine ungebetenen Gäste!“

So, genug gemotzt – zum Ausklang und entsprechend der Jahreszeit bringe ich noch eine kulturell-touristische Fotostrecke aus dem adventlichen Grado, das ich vorhin angesprochen habe (gewissermaßen als Adventgruß vom Meere über den Fels hinweg bis zum Meere):

Grado Schnee am Strand

In diesem Winter reicht der Schnee erstmals bis auf wenige Meter an das Wasser heran.

Grado Anzolo

Nahaufnahme des „anzolo“, der sich mit dem Wind drehenden Statue des Erzengels Michael auf dem fast 43 m hohen Campanile der Basilica di Sant’Eufemia.

Grado Hafenkrippe

Eine Besonderheit von Grado sind die großen und kleinen Krippen im Stil der casoni, der traditionellen Fischerhütten, die im Advent überall in der Stadt aufgestellt sind – die größeren im Freien, die kleineren in Fenstern. Oben das größte Exemplar, das auf einem Floß im Stadthafen aufgebaut wird (und die Heiligen Drei Könige kommen im Ruderboot…).

Grado Krippe 2

Oben und unten: noch zwei weitere Krippen aus der Altstadt

Grado Krippe 3

Nach dem kalten Rundgang tat eine üppige Pizza Calzone gradese (mit Meeresfrüchten) in der Pizzeria „Lo Scoiattolo“ („Das Eichhörnchen“) in der Via Caprin gut. Im Fernsehen liefen Nachrichten aus dem im Schneechaos versinkenden Europa; Schlagzeile: „Europa settentrionale paralizzato…“

Calzone gradese Lo Scoiattolo

Schönen Adventausklang und frohe Weihachten, liebe Leser!

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