Wiederum, die Männer des Nordens

Mastodon hunt

Von Baron Bodissey; der Originalartikel Again, the Men of the North erschien am 4. Dezember 2009 bei „Gates of Vienna“.

Einer Kommentatorin, die behauptete, daß der Fall der weißen Rasse notwendig sein würde, um für Jahrhunderte der Sünde zu bezahlen, gab Fjordman diese erfrischende Antwort:

“Susan: Ich bin nicht so sicher, ob du weiß bist, aber du bist definitiv eine Linke und ein Troll. Meine Vorfahren kämpften hart, um in einem kalten und dunklen Land zu überleben, wo mein Volk seit dem Ende der letzten Eiszeit gelebt hat. Es ist nicht meine Schuld, daß die Kurden, Araber und Pakistanis unfähig sind, so gute Gesellschaften zu schaffen, wie wir sie geschaffen haben. Sie haben hier nichts verloren, und wir haben jedes Recht, sie auszuweisen.”


Dies erinnerte mich an die Men of the North:

Während der zigtausend Jahre der Würmeiszeit lebten altsteinzeitliche Jägerstämme am Südrand der Eisfelder in Europa und Asien. Vor ungefähr 10.000 Jahren, als sich die letzten der Gletscher zurückzogen, entschieden sich einige Gruppen dafür, dem schwindenden Eis nordwärts zu folgen. Während ihre Vettern in den wärmeren Regionen im Süden Metall schmolzen, schlugen diese abgehärteten Stämme Feuerstein. Während die Südländer die Landwirtschaft, die Sklaverei und die Zikkurat [Stufenpyramide] erfanden, jagten die Nordländer Großwild in den frostigen Grasländern und Wäldern Zentralasiens und Nordeuropas.

Eine solche Gruppe entstand in den Steppen Zentralasiens und ging zur Jungsteinzeit über, indem sie das Pferd und anderes Vieh zähmte. Dieses Leute führten eine nomadische Existenz und wanderten dabei während der letzten paar Jahrtausende vor der Geburt Christi in alle Richtungen. Mangels eines besseren Ausdrucks werden sie als “Indoeuropäer” bezeichnet, unter Bezugnahme auf die Sprachgruppe, die ihre Nachkommen in der ganzen Westhälfte Eurasiens verbreiteten.

Einige der Auswanderer wendeten sich nach Süden, einmarschierend und erobernd, und übernahmen die Lebensweisen der Stadtstaaten im Industal, in Anatolien und im Mittelmeerbecken. Andere Zweige zogen sowohl in Europa wie auch in Asien westwärts und nordwärts, verdrängten die Eingeborenen und erschlossen sogar erstmals das eisfreie Territorium für den Menschen.

Zwei Hauptwellen von Indoeuropäern wanderten nach West- und Nordeuropa. Keltische Stämme fegten durch Mitteleuropa, um sich im Gebiet des heutigen Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande und der Britischen Inseln niederzulassen. Später drängten germanische Stämme hinter den Kelten her, nahmen vielerorts ihren Platz ein, zogen nordwärts nach Skandinavien und drängten die Vorfahren der Lappen und Finnen weiter die Ostsee hinauf und in die Arktis.


Lesen Sie den Rest im Originalartikel.

Die Männer des Nordens erbauten die westliche Zivilisation.

Jene gewitzten und abgehärteten Stammesleute jagten das Mammut und den Auerochsen in den Schatten der Gletscher. Später rangen sie dem steinigen Boden und den kalten Gewässern Nordeuropas ihren Lebensunterhalt ab. Sie waren ein harter, fleißiger und gerissener Haufen, diese Männer des Nordens.

Die Nachkommen der Stämme breiteten sich von den britischen Inseln, den Niederlanden, Jütland, Seeland und dem skandinavischen Festland über den Globus aus, erobernd, siedelnd, Land bebauend, handelnd, erfindend und bauend, wohin immer sie gingen.

Sie schufen das, was man heute als “die zivilisierte Welt” kennt.

Die Ansicht, wir müßten all dies als Buße für reale oder eingebildete Sünden der Vergangenheit hergeben, ist eine illegitime Behauptung. Sie hat keine Basis in Recht, Moral, christlicher Ethik oder Hausverstand.

Wir würden gut daran tun, uns daran zu erinnern.

 

Ausgewählte Kommentare aus dem Originalstrang von “Gates of Vienna”:

EileenOCnnr:

Fjordman sagte:  Meine Vorfahren kämpften hart, um in einem kalten und dunklen Land zu überleben, wo mein Volk seit dem Ende der letzten Eiszeit gelebt hat.“

Aaaalso … kürzliche Forschungen legen nahe, daß die Mehrheit der heutigen Schweden und Norweger nicht die direkten Nachkommen der frühesten Jäger und Sammler in Skandinavien sind, sondern vielmehr die Nachkommen einiger der ersten jungsteinzeitlichen Bauern, die in Skandinavien ankamen. Wohlgemerkt, dies ist nur eine Studie, daher sind die Schlußfolgerungen hier in keiner Weise das letzte Wort zu der Frage.

In jedem Fall scheinen die heutigen Norweger in der Tat großteils Nachkommen von Völkern zu sein, die es während der Altsteinzeit in Europa gab, nachdem sie in den eiszeitlichen Refugien in Teilen Europas überlebt hatten; es ist nur so, daß deine Vorfahren wahrscheinlich: hart kämpften, um in einem kalten und dunklen Kontinent (d. h. Mitteleuropa) zu überleben, wo dein Volk seit dem Ende der letzten Eiszeit gelebt hat, bevor es vor mehreren tausend Jahren nach Norwegen auswanderte.

Cobra:

Fjordman,
Ich unterstütze dich.
Egal wie man es dreht und wendet, dein Volk hat ein Recht darauf, von Eindringlingen verschont zu bleiben.
Punkt.
Wir in den USA auch…

mace:

Eileen OCnnr,

Deine Kommentare im ersten Absatz (bezüglich der Norweger) scheinen jenen im zweiten zu widersprechen.

Vielleicht sollten wir es vergessen, feststellen zu wollen, welche ethnische Gruppe die beste DNS hat und wer zuerst hier war und sich am meisten bei der Verteidigung unserer Zivilisation angestrengt hat, und sie ist sicherlich wert, verteidigt zu werden. Wir können diese Schlacht wegen des vorherrschenden PC-Regimes der Selbstverachtung im Westen nicht gewinnen.

Der erste Schritt zur Selbstverteidigung wäre ein Referendum über Masseneinwanderung, Multikulturalismus und Gesellschaftsklempnerei in allen demokratischen Nationen.

EileenOCnnr:

mace sagte: „ Deine Kommentare im ersten Absatz (bezüglich der Norweger) scheinen jenen im zweiten zu widersprechen.“

Nein, tun sie nicht, obwohl ich die Verwirrung verstehen kann.

Der Punkt ist (falls die Forschungen korrekt sind), daß die heutigen Norweger nicht von den frühesten Jägern und Sammlern abstammen, die in Skandinavien lebten, sondern von Völkern, die nach der Übernahme einiger landwirtschaftlicher Grundpraktiken aus Mitteleuropa nach Skandinavien zogen.

Jedoch waren diese Menschen, die nach Skandinavien zogen, Nachkommen von anderen Völkern, die seit der Altsteinzeit in Europa gelebt hatten. Also sind die Norweger dennoch Nachkommen altsteinzeitlicher europäischer Völker, nur eben nicht jener, die ganz oben in Skandinavien lebten.

War das jetzt verständlicher?

~~~~~

Ich stimme jedoch mit Cobra überein. Während es interessant ist zu wissen, welche Gruppen in einem Gebiet wirklich indigen sind, ist es wichtig, sich hier daran zu erinnern, daß Menschen Tiere sind und wie jedes andere Tier von den Regeln der Biologie beherrscht werden. Eine davon lautet zufällig: wenn du ein Territorium hast, dann verteidigst du es besser, weil du es ansonsten verlieren wirst und es Mutter Natur nicht leid um dich sein wird.

mace:

EileenOCnnr,

Danke für die Info. Also reden wir von Wanderungsbewegungen innerhalb der allgemeinen Ausbreitung der jungsteinzeitlichen Kultur nach Norden. Ich interessiere mich schon seit langem für dieses Thema, besonders für die Art, wie sich Kulturen und Sprachen ausbreiten, sei es durch Migration oder Assimilation; es scheint Beweise für beide Vorgänge zu geben.

„…wenn du ein Territorium hast, dann verteidigst du es besser“. Genau, ich widerspreche diesem Imperativ nicht; das Problem liegt darin, die Westler davon zu überzeugen, daß unsere Zivilisation bedroht ist. Die meisten leben in wohlhabenden Vororten und nicht an der Front.

Fjordman:

EileenOCnnr: Du bist über Genetik gut auf dem laufenden. Gratuliere. Tatsächlich wußte ich von diesen Tests. Ich sage nicht, daß sie nicht stimmen können, aber du mußt verstehen, daß dieses ganze Feld nun schwer politisiert ist und daß das, was der Öffentlichkeit in den Medien präsentiert wird, nicht notwendigerweise die Wahrheit ist, wie auch bei der globalen Erwärmung. Die Medien und die Eliten wollen den einheimischen Weißen ihr Land wegnehmen und nutzen dazu jeden Vorwand. Schau, wie dies in Schweden präsentiert wurde:

‚Wir sind alle Einwanderer‘: Schwedische Forscher

Schwedische Forscher haben aus DNS-Proben geschlossen, daß die Skandinavier von Einwanderern abstammen, die vor 4.000 bis 6.000 Jahren in der Region gelandet sind.

Und ja, wenn man an die Evolutionstheorie glaubt, dann sind wir zumindest teilweise Tiere. Deswegen ist es unmöglich, John Lockes Theorie des “unbeschriebenen Blattes” aus der Aufklärung zu übernehmen. Menschliche Wesen sind keine unbeschriebenen Blätter. Wenn man Charles Darwins Evolutionstheorie glaubt, dann sind wir tatsächlich modifizierte Affen. Das heißt nicht, daß wir keine rationale und einzigartig menschliche Seite haben. Das haben wir. Man nennt es “Zivilisation.“ Das Problem ist, daß es nach der Aufklärung – und man erinnere sich hier, daß der Marxismus selbst eine post-aufklärerische Ideologie ist – im Westen populär wurde anzunehmen, daß der Mensch von Natur aus gut ist. Dies wiederum bereitete den Weg zu einem Kult der Vernunft, der im wesentlichen auf eine Vergöttlichung des menschlichen Intellekts hinauslief. Die Protestanten sprachen von Sola scriptura, „allein nach der Schrift,“ aber die Sichtweise nach der Aufklärung wurde „allein nach der Vernunft.“ Ich habe keine Ahnung, wie das auf Latein lauten müßte, da mein Latein heutzutage ein bißchen eingerostet ist.

Diese Sicht ist nicht kompatibel mit dem Christentum. Alle christlichen Glaubensrichtungen nehmen an, daß der Mensch sündhaft und fehlbar ist. Jedoch ist sie auch mit der Evolutionstheorie nicht vereinbar. Diese Einsicht ist von tiefgreifender Bedeutung und erklärt meiner Ansicht nach die Basis buchstäblich all der gescheiterten westlichen Ideologien der letzten zweihundert Jahre, vom Kommunismus bis zum Multikulturalismus: Ihre Grundannahmen über die menschliche Natur waren und sind grundlegend falsch. Befreit von den Ketten der Zivilisation werden wir nicht zu “edlen Wilden” werden. Im Gegenteil, diese Ketten halten unseren inneren Affen zurück, der losgelassen werden wird, wenn sie entfernt werden. Deswegen enden alle marxistischen Ideologien bei einer Rückkehr zu den Gesetzen des Dschungels: Sie lassen unseren inneren Affen von der Leine, der natürlicherweise versuchen wird, den Dschungel wieder zu erschaffen, aus dem er gekommen ist.

EileenOCnnr:

@Fjordman: In Wirklichkeit sind mir meine riesigen Wissenslücken über Genetik immer peinlich (und ich ärgere mich deswegen ständig selber über mich), und ich bin überhaupt nicht so gut über Genetik und menschliche Geschichte/Prähistorie informiert, wie ich es gerne wäre! Oder, wie ich meine, wie jede denkende Person heutzutage sein sollte.

Forschung über Genetik wird der Wissenschaft alle möglichen Felder eröffnen – das heißt, wenn wir die politisch-korrekte Brigade nicht (weiterhin) damit durchkommen lassen, daß sie echte wissenschaftliche Forschung erstickt. (Oder vielleicht wird es den Ostasiaten überlassen bleiben, damit weiterzumachen; wer weiß das an diesem Punkt?)

Ich sah diesen lächerlichen Artikel in The Local (tatsächlich bin ich dort zuerst auf diese Forschungen gestoßen). Natürlich Quatsch, und jede Menge Tendenz, wie du offensichtlich weißt. Teils aus diesem Grund habe ich meinen Kommentar eingeschränkt („Wohlgemerkt, dies ist nur eine Studie….“). Ich habe meinen Kommentar auch deshalb eingeschränkt, weil ich mich nach der Lektüre der originalen Forschungsarbeit über den geringen Umfang ihrer Proben gewundert habe, besonders von den “jungsteinzeitlichen Einwanderern“. Sie hatten nur DNS von drei dieser Individuen – und alle aus derselben Grabstätte, sodaß sie wahrscheinlich Verwandte waren. Ich für meinen Teil warte auf weitere Daten.

Jedenfalls bin ich, auch wenn ich selber in Versuchung bin, mit dem “wir waren zuerst hier” zu argumentieren, zu dem Schluß gekommen, daß es irrelevant ist, wer indigen ist und wer nicht. In Wirklichkeit ist das einzige Argument, das in der Einwanderungsdebatte gebraucht wird, dieses: “dies ist unser Land, und wir mögen es so, wie es ist und werden keine weiteren Leute mehr aufnehmen – ist nichts Persönliches.“ Nichts falsch an dieser Haltung, und wir müssen weiter daran arbeiten, den Spieß gegenüber den Politisch-Korrekten und anderen Gruppen umzudrehen, die uns etwas anderes sagen wollen.

EileenOCnnr:

@ Fjordman: Ich “glaube” in der Tat an die Evolutionstheorie. Um genauer zu sein, habe ich argumentiert, daß Darwins Ideen über die natürliche Selektion und Veränderungen von Spezies am logischsten erscheinen – und es gibt eine Menge Belege aus der Biologie, die darauf hinweisen, daß er recht hatte (wohlgemerkt, die Evolutionstheorie sagt uns nichts über die Existenz Gottes). Andererseits, wenn Darwins Ideen eines Tages von einer besseren Theorie umgestürzt werden, die auf noch besseren Beobachtungen beruht, dann werde ich sie begrüßen!

Wir sind aber nicht teilweise Tiere. Wenn wir die Menschen von einem naturalistischen Gesichtspunkt aus diskutieren, dann müssen Menschen zur Gänze Tiere sein. Es gibt keine andere Option. (Nochmal, ich denke nicht, daß dies die Möglichkeit eines Gottes oder menschlicher Seelen etc. ausschließt. Ich persönlich fühle, daß sie unwahrscheinlich sind, aber ich bin zu diesen Themen so weit Agnostikerin, daß ich erkenne, daß es in keiner Richtung Beweise gibt. Genausowenig sind solche Beweise möglich.)

Es gibt einige Variationen, wie das Leben auf Erden kategorisiert wird, aber wir Menschen fallen klar in die Kategorie Animalia. Wir sind sicherlich nicht Pflanzen, Pilze, Bakterien etc. Wir müssen Tiere sein! Ganz außergewöhnliche Tiere, aber nichtsdestoweniger Tiere. Und wir sind nicht nur modifizierte Affen, wir SIND Affen! Nochmal, ganz außerordentliche Affen, aber nichtsdestoweniger Affen.

Die Natur anerkennt kein Gut oder Böse. Die Natur anerkennt nur, was zu jedem gegebenen Zeitpunkt funktioniert. Physiologie und Verhalten werden entweder positiv oder negativ selektiert (oder sind neutral und können einfach weiter verbleiben, weil sie nicht im Weg sind). Verhaltensweisen sind weder gut noch böse; sie sind entweder funktionell und tragen zum fortdauernden Überleben und der Replikation der Gene bei, denen sie dienen, oder sie sind es nicht und werden mit der Zeit aussortiert.

Wir, als Menschen, stellen Bewertungen über Verhaltensweisen an wie Gut und Böse – und es ist ziemlich offensichtlich (zumindest denke ich, daß es das ist), daß wir jene Verhaltensweisen, die uns nutzen, “gut” nennen und jene von anderen, die gegen uns wirken, “böse”. Nichts falsch an diesen Bewertungen.

Der Mensch ist daher vom Standpunkt der Natur aus weder gut oder böse. Andererseits sind wir vom Standpunkt des Menschen aus SOWOHL gut ALS AUCH böse. Dies sind keine Kategorien, die sich gegenseitig ausschließen.

EileenOCnnr:

@ Fjordman: Um fortzusetzen, du hast, wie ich glaube (!) recht in diesen Dingen: Wir haben eine rationale und einzigartig menschliche Seite, obwohl man sehr achtgeben muß, nicht den Einfluß aller Arten von Regionen unseres Gehirns zu übersehen, derer wir uns überhaupt nicht bewußt sind, da unsere Verhaltensweisen (wie ein Großteil der modernen Wissenschaft bestätigt) definitiv nicht nur von unserer Vernunft allein regiert werden. Auch scheinen die Seiten des Christentums, die sich mit ethischem Verhalten befassen, tatsächlich gut als Eindämmung unserer “bösen” Verhaltensweisen zu funktionieren.

Jedoch bin ich nach viel Nachdenken zu dem Schluß gekommen, daß das Christentum und andere Religionen Beispiele für das sind, was Dawkins* als „erweiterten Phänotyp“ bezeichnet – das Christentum in, sagen wir, Nordeuropa, ist das, was es ist, genau deswegen, weil es eine kulturelle (d. h. verhaltensmäßige) Erweiterung der angeborenen Gefühle und Empfindungen der Leute ist, die es praktizieren – oder vielmehr, der Leute, die es HERVORGEBRACHT haben.

Das Christentum, um das Offensichtliche festzustellen, ist nicht ein Ding (abgesehen offensichtlich vom grundsätzlichen Glauben an Christus – welcher variiert!). Die Moral der germanischen Protestanten ist, wie du zugeben mußt, in gewissem Ausmaß verschieden von der lateinischer/irischerKatholiken. Und beide sind ziemlich anders als koptische oder äthiopische Christen!

Zum Beispiel bin ich neulich auf etwas gestoßen, von dem ich nie zuvor gehört hatte: im römischen Katholizismus gibt es eine Doktrin namens mentalis restrictio, oder „Vorbehalt im Geiste“, derzufolge man, wenn man einen guten Grund hat (und es muß anscheinend ein sehr guter Grund sein), einen Teil der Wahrheit vor jenandem zurückhalten KANN, solange man die GANZE Wahrheit in seinem Kopf sagt, sodaß Gott einen hört. (Fantastisch, hmm?! Ich habe nur deshalb davon erfahren, weil anscheinend einige vom römisch-katholischen Klerus in Irland auf diese Weise Päderastie unter den Priestern verdeckt haben….)

Wie dem auch sei. Also haben protestantische Theologen diese Praxis natürlich als nichts weiter als eine Ausrede zum Lügen betrachtet.

Warum? Weshalb die unterschiedliche Meinung? Ich denke, es liegt daran, daß jene Menschen, die Protestanten sind (mehrheitlich germanische Völker, richtig?) im Durschschnitt dem Lügen mehr abgeneigt sind als katholische Völker. Der Protestantismus ist das, was er ist – und hat die moralischen Verhaltensregeln, die er hat – wegen des Typs von Menschen, die die protestantischen Religionen begründeten, schufen und praktizieren. Dasselbe mit den Katholiken – und mit all den anderen Religionen auf der Welt.

Menschen brauchen wahrscheinlich ethische Kontrollen (wenn wir eine funktionierende Gesellschaft haben sollen) – und religiöse Glaubensvorstellungen scheinen in dieser Eigenschaft gut zu funktionieren – aber sie werden sehr von den Völkern geformt, die sie schaffen. Und so wie der Marxismus ein totaler Flop war, weil er auf einem falschen Verständnis der Menschheit beruhte, wird das Christentum, wie es von Europäern verstanden und formuliert wird, nicht gut für Nichteuropäer funktionieren. Es wird nicht passen. Sie könnten einige Aspekte des Christentums übernehmen, aber sie werden es höchstwahrscheinlich gemäß ihren Verhaltensneigungen verändern. Das Christentum – zumindest von der europäischen Sorte – wird nicht alle Völker davor bewahren, Wilde zu werden (oder zu bleiben).

(*Ich bin in Wirklichkeit nicht so ein großer Fan von Dawkins, wie man vermuten könnte. Ich denke jedoch, daß er hier mit den “erweiterten Phänotypen” eine sehr wichtige Idee hat.)

 

(Quelle der Übersetzung: hier)

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