Mars und Hephaistos: Die Rückkehr der Geschichte

Der Schwur der Horatier von Jacques-Louis David

Ein Auszug von César Tort aus “Mars & Hephaestus: The Return of History” von Guillaume Faye:

Das einundzwanzigste Jahrhundert wird ein Jahrhundert des Eisens und der Stürme sein. Es wird nicht jenen harmonischen Zukünften ähneln, wie sie bis in die 1970er vorausgesagt wurden. Es wird nicht das von Marshall MacLuhan 1966 prophezeite globale Dorf sein, oder Bill Gates’ planetarisches Netzwerk, oder Francis Fukuyamas Ende der Geschichte: eine liberale globale Zivilisation, die von einem universalen Staat dirigiert wird.

Das Dritte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt, in einer tragischen Beschleunigung des historischen Prozesses, mit dem Vertrag von Versailles und dem Ende des Bürgerkrieges von 1914-18: das katastrophale zwanzigste Jahrhundert. Vier Generationen waren genug, um die Arbeit von mehr als vierzig zunichte zu machen. Europa fiel seinem eigenen tragischen Promethanismus zum Opfer, seiner eigenen Öffnung gegenüber der Welt und dem Universalismus, unbewußt jeglicher ethnischen Solidarität.

Das Vierte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt heute. Es wird das Zeitalter der Wiedergeburt oder des Verderbens sein. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird für diese Zivilisation das schicksalhafte Jahrhundert sein, das Jahrhundert des Lebens oder Todes.

Laßt uns den pessimistischen Optimismus Nietzsches kultivieren: “Es gibt keine Ordnung mehr zu bewahren; es ist notwendig, eine neue zu schaffen.” Wird der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts schwierig sein? Stehen alle Zeiger im roten Bereich? Umso besser. Sie haben nach dem Zusammenbruch der UdSSR das Ende der Geschichte vorausgesagt? Wir wünschen ihre Rückkehr zu beschleunigen: donnernd, kriegerisch und archaisch. Der Islam nimmt seine Eroberungskriege wieder auf. China und Indien möchten Supermächte werden. Und so weiter. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird unter dem doppelten Zeichen des Kriegsgottes Mars stehen und des Hephaistos, des Gottes, der Schwerter schmiedet, des Meisters der Technologie und der unterirdischen Feuer. Dieses Jahrhundert wird das der metamorphischen Wiedergeburt Europas sein, wie der Phönix, oder seines Verschwindens als historische Zivilisation und seiner Umwandlung in einen kosmopolitischen und sterilen Luna-Park.

Der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wird die verzweifelte Mitternacht der Welt sein, von der Hölderlin sprach. Aber am dunkelsten ist es immer vor der Morgendämmerung. Laßt uns unsere Kinder auf den Krieg vorbereiten. Laßt uns unsere Jugend, und sei sie auch nur eine Minderheit, zu einer neuen Aristokratie bilden.

Heute brauchen wir mehr als Moral. Wir brauchen Hypermoral, das nietzscheanische Ethos schwieriger Zeiten. Wenn man sein Volk verteidigt, das heißt, seine eigenen Kinder, dann verteidigt man das Wesentliche. Dann folgt man der Regel von Agamemnon und Leonidas, aber auch von Karl Martell: was sich durchsetzt, ist das Gesetz des Schwertes, dessen Bronze oder Stahl den Glanz der Sonne widerspiegelt.

Leonidas in 300

 

Anhang des Übersetzers: noch ein paar passende Gedichtzitate…

Then out spoke brave Horatius, the Captain of the Gate,

„To every man upon this earth, death cometh soon or late;

And how can man die better than facing fearful odds,

For the ashes of his fathers and the temples of his Gods.

Thomas Babington Macaulay, „Horatius“ (1881)

„Geh! gehorche meinem Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.“

J. W. von Goethe, „Kophtisches Lied“

„In unserem Lande welkt der Lorbeerbaum,

und Meteoren streifen durch den Raum.

Der bleiche Mond schaut blutig auf die Welt,

Propheten sagen, daß sie nicht mehr hält,

und unser Himmel ist voll fremder Zeichen:

Die Kronen fallen, und die Herrscher weichen.“

William Shakespeare, „Richard der Zweite

„Auf, die Heimat ruft, Magyaren.

Zeit ist’s, euch zum Kampf zu scharen!

Wollt ihr frei sein oder Knechte?

Wählt! Es geht um Ehr’ und Rechte!“

Sandor Petöfi, „Nationalgesang“ (1848)

°   °   °   °   °

(Quelle der Übersetzung: hier)

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