X und Y zur Wahlalternative

Ein Gastbeitrag von Thomas

Die folgende Kommunikation entspricht in großen Teilen einer tatsächlich geführten Korrespondenz. Zum besseren Verständnis wurden einige Erweiterungen und Umformulierungen vorgenommen. Nach dem Dialog an sich noch ein abschließender Kommentar.

Werter X!

Heute erreichte mich eine Nachricht der Wahlalternative 2013, die ich zur Kenntnisnahme beifüge.

Mit besten Grüßen,
Y

Anhang:

wahlalternative-2013-300x97

Gesendet: Donnerstag, 07. März 2013 um 11:20 Uhr Von: infos@wa2013.de

An: Y

Betreff: Die Alternative fuer Deutschland ist online!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer der Wahlalternative 2013,

die Alternative für Deutschland ist seit heute online! Sie erreichen die Webseite der Partei unter http://www.alternativefuer.de

Meine bloße Ankündigung einer eurokritischen Partei in der letzten Woche fand schnell ihren Weg an die Presse und hat uns einen fulminanten Start beschert. Nicht nur die inländische Presse, auch führende ausländische Medien haben über uns berichtet oder werden das tun. Dazu werden wir von emails geradezu überflutet und aus allen emails spricht eine große Zustimmung bis hin zum Enthusiasmus.

Bitte besuchen Sie die Webseite der Alternative für Deutschland. Sie können dort der Partei beitreten oder sich als parteiloser Förderer registrieren. Sie finden eine Seite mit unserem Wahlprogramm und (auf der Vorstandsseite) das Regelwerk der Partei.

Der jetzt amtierende Vorstand der Alternative für Deutschland ist als ein Gründungsvorstand zu verstehen. Alle Vorstandsmitglieder haben angekündigt, nur bis zum ersten Parteitag zu amtieren, auf dem der gesamte Vorstand neu gewählt und über das Wahlprogramm beschlossen werden wird. Dieser sog. Gründungsparteitag wird am 14. April in Berlin stattfinden. (Wir haben uns für Berlin als Tagungsort entschieden, weil wir dort das größte Medienecho erwarten. Wir haben uns für den Sonntag als Tag entschieden, damit für weiter entfernt wohnende Mitglieder die Anreise nicht an einem Werktag erfolgen muss.)

Alle Mitglieder sind herzlich zum Gründungsparteitag eingeladen! Einen geeigneten Saal müssen wir noch mieten, und dafür müssen wir möglichst verlässlich wissen, wieviele Teilnehmer wir erwarten können. Da jetzt das genaue Datum feststeht, möchte ich die Frage erneut stellen: Bitte senden Sie eine (leere) email an parteitagsbesuch@gmail.com, wenn Sie am Gründungsparteitag teilnehmen werden. (Senden Sie zwei leere emails, wenn Sie zu zweit teilnehmen möchten etc.). Herzlichen Dank!

Eine formelle Einladung mit genauer Angabe des Tagungsortes und der Tagesordnung wird allen Mitgliedern in der kommenden Woche zugehen.

Bitte werben Sie in Ihrem Bekanntenkreis für die Alternative für Deutschland und tragen Sie so zu unserem Erfolg bei! Flugblätter zum Selbstausdruck finden sich auf unserer Webseite.

Eine letzte Bemerkung: Heute abend bin ich um 22.15 Uhr im ZDF bei Maybrit Illner zu Gast.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bernd Lucke

PS: Wir haben in der Gründungsphase hohe Sachkosten, deshalb freuen wir uns sehr über großzügige Spenden. Falls Sie spenden wollen, überweisen Sie bitte auf das Konto Nr. 27115551 bei der Sparkasse Oberhessen, BLZ 51850079. (Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE16 5185 0079 0027 1155 51, BIC: HELADEF1FRI). Vielen Dank!

*    *    *

Lieber Y,

mit der Wahlalternative 2013 habe ich mich schon im Rahmen anderer Diskussionen eingelassen. Ich halte diese Vereinigung für ein trojanisches Pferd. Es geht darum, die EU durch Entbürokratisierung zu erhalten. Wenn Sie sich anschauen, wer da Mitglied ist, und was die sonst noch machen (z.B. der Herr Henkel), dann wirkt das durchaus erhellend.

Auch der häufig vernommene Ruf nach Rückabwickeln der Globalisierung fehlt bei denen völlig. Mehr noch: die Verbindungen zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die 5 Paradigmen der „alten“ sozialen Marktwirtschaft:

  1. Planwirtschaftliche Organisation des Bedarfsgütermarktes und marktwirtschaftliche Organisation des Bedürfnisgütermarktes
  2. Weitgehende Konstanthaltung des Verhältnisses Geldmenge / Warenmenge
  3. Förderung kleinunternehmerischer Strukturen UND Beschränkung von Konzernen
  4. Autarkiebestrebungen und Protektionismus in Güter- und Arbeitsmärkten
  5. Minimierung der produktionsmindernden Wirkung von Streiks (gut, das begreift nur, wer sich intensiv mit Marxismus auseinandergesetzt hat)

auf den Kopf stellt, legt die Vermutung nahe, daß es sich um kontrollierte Opposition handelt, im Sinne derselben, die durch vielfältige Maßnahmen revolutionäre Verhältnisse herbeiführen wollen.

Fällt Ihnen auf, daß das Thema Einwanderung und Arbeitnehmerfreizügigkeit bei denen komplett fehlt und die Kritik an der gemeinsamen Währung, dem Euro, festgemacht wird? Das sog. „europäische Projekt“ wird garnicht in Frage gestellt, lediglich ein Teilrückzug („Verschlankung“) gefordert, dafür aber diejenigen Sachen entfernt, die sich als Fehlschlag erwiesen haben in dem Sinne, daß die wirtschaftlichen Verwerfungen die Akzeptanz für das Projekt „Europa“ verringert haben.

Also: was wollen die? Die Rückführung der EU auf eine Freihandelszone aufgrund bilateraler Vereinbarungen? Augenscheinlich nicht, weil das einer Auflösung der EU gleichkäme. Auflösung ist aber etwas anderes, als „Verschlankung“.

Ich stehe dieser Truppe überaus skeptisch gegenüber. Daß die von den Medien eingeladen werden, das gibt mir eher recht.

Grüße,

X

*    *    *

Lieber X,

danke für Ihre Rückmeldung.

Wenn die das anprangern würden, was Sie anführen, dann würde längst die Nazikeule über deren Köpfen kreisen und eingeladen worden wäre Prof. Lucke auch nicht.

Sie sehen doch, wie die rechten Gruppen fertig gemacht werden. Keine Chance!

Die WA hat ganz bewußt nur Themen gewählt, welche die durch den linksgrünen Zeitgeist verseuchten Massen bejahen müssen. Links ist nun mal chic. Wer das nicht akzeptiert, kriegt die Keule.

Über 60 % der Medienscene ist links- grün indoktriniert. Auch an den elitären Unterstützern der WA sind 60 Jahre Nürnberger Trichter nicht spurlos vorbei gegangen. Auch die müssen sanft umgedreht werden.

Alles verhält sich im Kleinen wie im Großen und umgekehrt. Ich selbst habe es im kommerziellen Bereich erlebt: Je stärker man einen übermächtigen Gegener attackiert, umso stärker schlägt er zurück.

Ich fand, der Professor hat Kompetenz gezeigt, aber mir gefällt nicht, daß es ihm an Charisma fehlt. Ihm fehlt der FJS.

Mit besten Grüßen

Y

*    *    *

Hallo Y,

was Sie schreiben, das ist richtig.

Das Problem ist meiner Ansicht nach ein anderes, und Geolitico trifft hier, obwohl sicherlich ungewollt, den Kern der Sache :

• Henkel ist Senior Advisor der Bank of America

• Homburg ist ehemaliges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesfinanzministeriums und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der MaschmeyerRürup AG

• Ederer ist mit der INSM verquickt, die unter dem Label „Soziale Marktwirtschaft“ neoliberale globalistische Politik zu verbreiten sucht und absolut an den bisherigen Paradigmen der Eliten festhält:

Energiewende wollen die anders machen, „Öko“ bleibt oberstes Ziel.

Gerechtigkeitsvergötzung:  An erster Stelle steht…Trommelwirbel…die Bedarfsgerechtigkeit. Thematische Abgrenzung zwischen den sich diametral widersprechenden Positionen „Leistungsgerechtigkeit“ und „Rest“? Fehlanzeige. „Einkommensgerechtigkeit“ auf Rang 4 mit Erklärung „Gleichverteilung des Einkommens“.

CO2-Lüge, Klimalüge, Nachhaltigkeitsvergötzung:

Vom allerfeinsten: Erklärfilm zur Vollbeschäftigung

Position zur Stellung der Familie? Fragen Sie garnicht erst. Die Frau als Mutter und Hausfrau? Siehe Film Vollbeschäftigung: lieber flexible Arbeitszeiten und Rund-um-die-Uhr-Kindergarten

Auch gut:  Eine Frechheit sondergleichen. Wer Politiker zum „Sparen“ (wohl eher dazu, Steuern nicht den Lobbies in den rachen zu stopfen) animieren will, der muß sie mehr verpflichten, als „ihrem Gewissen“ (ist ja nur eine Umschreibung für „gut korrumpierbar“. Wissen Sie, was es in der griechischen Demokratie noch gab, was es bei uns, in dieser Demokratiesimulation jedoch nie gab? Das Ostrakon.

Und zur Steuer: Kein Wort zu den verdeckten Abgaben, aber die Mehrwertsteuer als direkte Steuer, die ist natürlich populistisch angreifbar. Wenn man sich dann tiefer einliest, das: „Die weitgehende Steuervereinfachung von 16 Prozent auf alles würde zu staatlichen Mehreinnahmen von rund zwei Milliarden Euro führen.“ Das, was die wollen, das ist also eine STEUERERHÖHUNG in total, dabei sollen Güter des Grundbedarfs (die mit ermäßigtem Steuersatz) deutlich erhöht werden, aller andere verbilligt. Sprich: Steuern auf Essen rauf, auf den Plasmafernseher runter. Ganz großes Kino.

Schon die Einleitung der Publikationsseite „Wie kann die Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung…“ zeigt, wo mit denen die Reise hingeht: Autarkiebestrebungen und Protektionismus ist ein zentrales Paradigma der sozialen Marktwirtschaft, und das nicht erst seit Erhard. Es kann keine globalisierte „Soziale Marktwirtschaft“ geben, weil es in der sozialen Marktwirtschaft einen Ausgleich gibt und der innerhalb einer abgeschlossenen Gruppe stattfindet – sonst fließt das Geld aus dieser Gruppe heraus. Wenn man die Gruppe ausweitet, dann wird innerhalb der größeren Gruppe ausgeglichen: der Neger in Afrika bekommt Wohlstand transferiert, sofern die Akteure Altruisten sind. In Wahrheit jedoch lebt der Neger weiter im Dreck, während sich das internationale Finanzkapital die Taschen vollstopft und den Negern so viel Essen zukommen läßt, daß die auf jeden genug Kinder bekommen, die dann zu uns importiert werden können.

• Vaubel ist verbunden mit CATO, auch einem globalistisch-marktwirtschaftlichem Institut in USA

•  Zu Lucke (ist selbsterklärend – Lucke ist Sprecher von denen)

Diese Leute stehen samt und sonders nicht für eine Politik, die verdeckt für das Deutsche Volk ist, aber aus Angst vor „der Nazikeule“ anders plakatiert werden muß, sondern diese Leute stellen das genaue Spiegelbild zum internationalen Bolschewismus dar.

Das äußert sich auch in der Agenda von dem Laden :

Der Unterschied zur gegenwärtigen Politik besteht also darin, daß

a) die öffentliche Hand nicht alle Schulden fremder Staaten garantiert sondern grundsätzlich nur dann eingreift, wenn ein unmittelbares öffentliches Interesse besteht. Dies ist nur der Fall, wenn der Ausfall von Schulden zum Zusammenbruch eines großen Finanzinstituts führen und deshalb massiv Vermögen und Arbeitsplätze der Bürger der Eurozone bedrohen würde.

b) vorrangig die Privatgläubiger haften, die die Risiken eingegangen sind. Derzeit hingegen übernehmen die Steuerzahler alle Risiken und die Privatgläubiger müssen sich allenfalls im Ausnahmefall beteiligen.

Und

Zur Lösung der Leistungsbilanzkrise:

Um die anhaltenden Leistungsbilanz- und Target-2-Defizite zu überwinden, brauchen die südeuropäischen Staaten mehr währungspolitische Flexibilität.

Diese kann durch die Einführung von neuen nationalen Parallelwährungen gewonnen werden. Für eine Parallelwährung (z. B. die Drachme) kann bestimmt werden, dass alle bargeldlosen Zahlungen zur Hälfte in Euro und zur anderen Hälfte in Drachme zu entrichten sind. (Beispiel: Ein Buch, dessen Preis 20 ist, kostet 10 Euro und 10 Drachme).

Die Drachme kann auf dem Devisenmarkt frei gehandelt werden und gegenüber dem Euro abwerten. Dennoch muss sie bei allen Zahlungen im Verhältnis 1:1 mit dem Euro eingesetzt werden. So werden griechische Waren billiger und damit wettbewerbsfähiger. Die bei Zahlungen anzuwendende Parität von 1:1 lässt sich im bargeldlosen Verkehr leicht kontrollieren. Barzahlungen können schadlos weiterhin allein in Euro erfolgen.

Die fassen also ihren Lösungsvorschlag damit zusammen, daß die Südländer Parallelwährungen einführen sollen, im Devisenmarkt die Währung frei floaten kann, aber bei Zahlungen nicht
etwa der Kurs gilt, sondern 1:1 zum Euro gebucht wird. Das bedeutet, daß NACH AUSSEN die Währung der Südländer schwach wird, NACH INNEN diese jedoch ihre Kaufkraft behält. Die Konsequenz ist eine Verbilligung der jeweiligen Südeurolandeswaren im Drittlandshandel UND die verpflichtende Annahme dieser Weichwährung durch UNS zum Kurs von 1:1. Wozu das führt, das möchte ich an einem Beispiel darlegen:

Nehmen wir an, der Devisenmarktkurs für eine Drachme steht bei 1:2. Eine Ware, die in Griechenland produziert wird und die die verkaufen für 1000 Drachmen, die ist für den Drittlandskäufer nur mit 500 EUR zu bezahlen. Da im Innenverhältnis mit uns aber der Kurs 1:1 gilt, liefern wir für diese 1000 Drachmen Waren für 1000 EUR. Deren genauer Vorschlag der hälftigen Zahlung würde hierbei dazu führen, daß 750 EUR zu zahlen seien vom Drittlandskäufer, für die die dann bei uns für 1000 EUR Waren einkaufen können.

Dieses Konzept führt dazu, daß WIR den Ausgleich der griechischen Zahlungsbilanz bezahlen, denn an der Griechischen Leistungsbilanz ändert das garnichts. Wir subventionieren mit dieser Lösung den Griechen den Export in Drittländer und deindustrialiseren nebenbei.
Und jetzt wissen Sie auch, warum diese Leute der AfD/WA2013 nicht der Bannstrahl trifft. Das liegt nicht an „Nazikeule“, sondern ausschließlich hieran.

Und zur Schuldenkrise: Maßstab ist der „europäische Bürger“ und nicht der Deutsche, und das zweite enthält die Behauptung, daß „Privatgläubiger“ (der zusammenbrechenden Banken) und „Steuerzahler“ nicht dieselben seien. Das ist in Anbetracht der Zwangsaltersvorsorge und der geförderten Altersvorsorge wohl als vorsätzliche Lüge zu bewerten.

Wissen Sie, die grundlegende Frage für mich lautet nicht, wie die Strategie geändert werden muß, daß Trotzkis Vereinigte Staaten von Europa doch noch Wirklichkeit werden (siehe auch http://www.wa2013.de/index.php?id=208: „Die Wahlalternative 2013 bekennt sich uneingeschränkt zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und zur friedlichen Einigung Europas.“), sondern die Frage lautet, was ich tun muß, um diese kosmopolitischen Bestrebungen zu vereiteln. Ohne „Nazi“ geht das nicht, weil alles, was sich gegen diese Veränderung stämmt und stellt, nuneinmal „Nazi“ ist.

Aber ganz ehrlich: Soll die WA 2013 ihre Klientel doch aus dem saturierten Bürgertum rekrutieren. Die für die nationale Sache Aktiven, und damit meine ich jedweden, der deutschnationale Ansätze aktiv verfolgt, wird um diese Vereinigung einen großen Bogen machen. Zudem sind solche Leute ja auch nicht erwünscht, wie ein Kommentator unter eben jenem Geolitico-Artikel mehrfach betont: „Mit rechter Vergangenheit ist ein Parteibeitritt bei der AfD ausgeschlossen!“

Grüße,
X

*    *    *

Selbstverständlich weiß ich, daß viele im Volk und auch viele politisch Interessierte und Aktive auf eine Bewegung warten, die „das Ruder herumreißt“. Ich weiß auch, daß eine Gruppe, die die realen Probleme anspricht und eine „radikale Wende“ postuliert, für viele sich als Alternative darstellt. Aber ich sage ganz klar: man schaue sich an, und zwar ganz konkret, was die jeweiligen Protagonisten verlautbaren, was bei diesen Leuten wirklich im Programm steht, was die früher schon wollten. Wenn das aktuelle Programm einen Interpretationsspielraum läßt UND die Truppe aus Leuten besteht, die früher schon einmal „Lösungsvorschläge“ angeboten haben, die die Entrechtung und die ökonomische Zersetzung Deutschlands nicht beendet, sondern auf andere Art fortgesetzt hätten, dann ist erhöhte Vorsicht angebracht.

Wenn sich solche Leute ändern, und das will ich garnicht ausschließen, dann muß die unbedingte Forderung sein, eben jedweden Zweifel an dieser Änderung auszuräumen. Ein Programm, das nur kosmetische Änderungen an der derzeitigen Situation, nur Veränderung der Umsetzungsstrategie des Projektes bedeutet, das Projekt „geeintes Europa“ also solches aber bestehen läßt und damit klar kosmopolitisch ausgerichtet ist, ist wohl nicht geeignet, diese Zweifel auszuräumen. Mehr noch: es zeigt überdeutlich auf, daß dem Moloch hier lediglich ein neuer Anstrich verpaßt und ein Schutzgitter ums Maul gebaut wurde, auf das er ungefährlich aussieht und anders.

Allerdings stellt sich die Frage, ob dieser Teilrückzug für uns nun schlecht ist, oder gut.

Hierzu wäre zunächst zu bedenken, daß diese massive Anpassung ein Zeichen ist, daß unser Volk und auch die anderen europäischen Völker in ihrem Aufbegehren die Umsetzung des ursprünglichen Planes massiv gefährdeten, denn nur das macht derartige Ansätze überhaupt notwendig. Daß gerade für das Deutsche Volk ein solches Ventil geschaffen werden muß, das zeigt, wie hoch unsere Relevanz noch eingeschätzt wird, ist als der Beweis dafür, daß wir keineswegs am Ende sind. Die sich stellende Frage ist jedoch in der Tat, ob der „neue Weg zum Ziel“ beschritten werden kann, oder nicht.

Eben dies ziehe ich in Zweifel.

Aus vielfältigen Gründen, die anzuführen hier den Platz sprengen würde, ist das politische System der OMF-BRD so angelegt, daß diese stets die Grundrichtung beibehält und die einzelnen relevanten politischen Parteien sich allenfalls in Nuancen unterscheiden. Weiter sind Judikative, Verwaltung und große Teile der leitenden Exekutive ebenso nach Parteibuch besetzt, von den Medien ganz zu schweigen. Diese Leute werden weder ihre Überzeugungen wegwerfen, noch ihre Posten freiwillig räumen. Selbst wenn es in der Legislative zu Neubesetzungen in großem Umfange kommt (und das glaube ich nicht – weil selbst mit 10% würde WA2013 noch keinen großen Einfluß bekommen), dann blieben die Parteisoldaten in Judikative, Exekutive und Medien immernoch auf ihren Posten. Die Steuerung dieser Massen im Sinne des „neuen Weges“ ist völlig ausgeschlossen, weil diese ihre Überzeugungen nicht von heute auf morgen in dem Maße ändern, wie diese Neuausrichtung erforderte. Sprich: anstelle einer neuen Richtung ergibt sich jetzt eine zusätzliche Richtung. Der Weg müßte sich anpassen, das System ist jedoch, weil es so geschaffen wurde, garnicht dafür geeignet, diesen Weg kurzfristig zu ändern. Dieser Umstand begrenzt natürlich den „Erfolg“ der Wahlalternative 2013.

Weiterhin verschlechtert sich die Situation, und mit jeder Zeit, die der „neue Weg“ nicht beschritten wird, die er aber das Beschreiten des alten Weges verlangsamt, erhöht sich die Chance, daß das Projekt insgesamt scheitert.

Nach wie vor gilt also: Sand ins Getriebe streuen, teurer machen, dafür sorgen, daß der Koloß zum Stillstand kommt, bevor er sein Ziel erreicht. Wenn das passiert, dann haben die Weltenlenker verloren. Daß dies Opfer kosten wird, steht außer Zweifel, daß das, was wir jetzt als Deutschland kennen, dann möglicherweise in Trümmern liegt, auch, denn die Weltenlenker werden alles tun und alles opfern, damit ihre Pläne gelingen.

Ich sage:

Sollen sie Deutschland hundertmal in Trümmer schlagen,

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wir werden es hundertundeinmal wieder aufbauen.

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*    *    *

(Gefunden: hier)

Siehe auch: AfD unwählbar

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2 Kommentare

  1. D. Binnurich

     /  April 6, 2013

    Ich bin eben durch einen Link bei PI hierher gekommen. Vielen Dank für die sehr interessante Information.

    Und ganz allgemein: Wunderschön aufgemachter Blog mit sehr vielversprechenden Artikelüberschriften. Ich werde sicher öfter vorbeischauen und mir das genauer ansehen.

    Antworten
  2. Danke! Ich hoffe, Du findest hier viel, das Dich anspricht und Dir etwas bringt.
    Ich würde mich freuen, wenn Du diesen Blog dann weiterempfiehlst.

    Antworten

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