Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen

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Von Anestos Canelides. Original: Devshirme: A Muslim Scourge on Christians, erschienen am 28. September 2010 bei “Gates of Vienna”

Vorwort von Baron Bodissey: Das Folgende ist der neueste aus einer Serie von Essays von Anestos Canelides. Der aktuelle Text behandelt die barbarische türkische Institution der Devshirme, die jahrhundertelang von den Osmanen an den unterworfenen Völkern des Balkans praktiziert wurde.

Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen
von Anestos Canelides

Wir als Volk, ob in Griechenland oder in den USA, sollten niemals unsere Geschichte vergessen, besonders wenn es um den Islam geht.

Vor etwa einem Jahr bezeichneten griechische Schulbücher die osmanische Besatzung der Griechen im Namen der Political Correctness als die „osmanische Administration”. Die Bezeichnung wurde nach einem lauten Aufschrei vieler Griechen schnell zurückgezogen, denn das osmanische Zwischenspiel war viel mehr als eine Administration, und die Besatzung brachte den christlichen Griechen Jahrhunderte grausamer Unterdrückung.

Eine Institution solcher von den Türken praktizierter Unterdrückung wurde Devshirme genannt, oder die Praxis der Rekrutierung der besten und klügsten Kinder, üblicherweise männlich, aus christlichen Familien, und deren zwangsweise Konvertierung zum Islam. Diese Kinder wurden in der Beamtenschaft des Sultans ausgebildet, oder sie wurden Teil einer Elitekampftruppe, der Janitscharen. Vom Beginn dieser Institution an nahm die christliche Bevölkerung die Entführung ihrer Kinder schmerzlich übel.

Der große Historiker Leopold von Ranke schrieb, daß das erste heroische Lied von Christos Melionis erst dann überall in den Bergen Griechenlands erklang, nachdem die traumatische Praxis der Devshirme beendet worden war, und erst lang nachdem sie vorbei war, führte es die Revolution auf dem ganzen Balkan herbei. 1

Der Sultan führte Kinder in seine Dienste ein, die entweder durch Kauf in seine Hände gefallen waren, oder durch regelrechte Entführung aus ihren Familien durch Anwerber. Der Autor Andre Gerolymatos schreibt in The Balkan Wars über die barbarische Praxis der Devshirme:

Die grausame Praxis dessen, was man heute die Hirnsäuberung der christlichen Bevölkerung des Osmanischen Reiches nennen könnte, ist vielleicht das unmenschlichste türkische Vermächtnis. Der Vorteil, den jene gewannen, die für die Bekehrung und ein besseres Leben in Konstantinopel ausgewählt wurden, kann die Abscheulichkeit nicht mindern, daß Kinder ihren Eltern weggenommen wurden. 2

Die Osmanen schickten Agenten in die Dörfer, um diesen Tribut einzutreiben, und nahmen diesen Dörfern so ihre stärksten und intelligentesten Kinder, wodurch die Agenten der Devshirme zur verhasstesten Manifestation der türkischen Herrschaft wurden. “Die Erinnerung an diese Männer stigmatisiert die Türken auf dem Balkan noch immer.” 3

Man kann den traumatischen Ton in der überlebenden griechischen Literatur aus dieser Periode leicht verstehen. Für die Eltern war dies ein herzzerreißender Verlust, und die völlige Umformung ihrer Kinder, die gezwungen wurden, sich von ihrem christlichen Glauben abzuwenden, war verheerend. Das Tübinger Manuskript, das von Andre Argyros und Johann Tholoites im 16. Jahrhundert verfaßt wurde, zeigt deutlich das Trauma, das die Eltern durchmachten:

Ihr versteht, meine christlichen Herrschaften, welche Trauer die Griechen tragen, die Väter und Mütter, die in der Blüte ihres Lebens von ihren Kindern getrennt werden. Denkt an die herzzerreißende Trauer! Wie viele Mütter zerkratzen sich die Wangen! Wie viele Väter schlagen sich mit Steinen an die Brust! Welchen Kummer diese Christen um ihrer Kinder willen erleben, die von ihnen getrennt werden, während sie noch leben, und wie viele Mütter sagen: “Es wäre besser, sie tot und in unserer Kirche begraben zu sehen, statt daß sie lebend weggenommen werden, um Türken zu werden und unserem Glauben abzuschwören. Besser, ihr wärt gestorben.” 4

Devshirme recruit

Die traurige Tatsache ist, daß, obwohl viele Janitscharen Griechen waren, ihre Konversion und ihre Anhängerschaft zum Islam sie für immer von jedem hellenischen Bewußtsein und jeder Verbindung zur griechischen Gesellschaft trennte. 5 Die christliche Bevölkerung auf dem ganzen Balkan verübelte die Rekrutierung ihrer Kinder, und diese wurde oft gewaltsam durchgeführt. Jene, die sich nicht fügten und die gesündesten, bestaussehenden und intelligentesten Kinder auslieferten, hatten schwere Strafen zu gewärtigen. Eltern, die sich weigerten, wurden sofort durch Erhängen hingerichtet.

Da es keine Möglichkeit gab, dieser Rekrutierung zu entkommen, flohen einige Christen aus ihren Dörfern in bestimmte Städte, die eine Befreiung von dieser Steuer genossen. Sie flohen auch in von den Venezianern beherrschte Territorien, um Zuflucht zu suchen, und dies hatte die Entvölkerung des ländlichen Raumes zur Folge. Familien schickten ihre Kinder oft weg, um sich in den Bergen oder im Haus türkischer Offizieller zu verbergen, die den Griechen gegenüber freundlich waren. Einige Kinder liefen aus eigener Initiative fort, aber wenn sie herausfanden, daß ihre Eltern verhaftet worden waren und gefoltert wurden, kehrten sie schnell zurück und lieferten sich den Behörden aus.

In einigen Fällen tauschten griechische Eltern ihre Kinder gegen türkische Kinder aus. Da nur christliche Kinder rekrutiert werden konnten, gab dies türkischen Familien die Hoffnung, daß ihr Kind eine erfolgreiche Karriere erlangen würde, entweder als Janitschar oder als Beamter. 6 Einige wenige christliche Familien sahen dies ebenfalls als Chance für ihre Kinder, aber die große Mehrheit widersetzte sich dem Diebstahl ihrer Nachkommen.

Warum Devshirme?

Die Griechen und andere Völker des Balkans leisteten gewöhnlich Widerstand gegen die Eroberung ihrer Länder, und sahen sich daher dem Schicksal der Besiegten gegenüber, das gemäß den Prinzipien des Koran bestimmt wurde. Dies bedeutete, daß sie entweder getötet wurden, zur Konversion zum Islam gezwungen wurden oder die sogenannte Schutzsteuer zahlen mußten. Wenn sie die Schutzsteuer zahlten (auch jizya genannt), durften sie ihren Glauben behalten, wurden aber auf den Status von Bürgern zweiter Klasse degradiert. Wenn die Bevölkerung freiwillig kapitulierte, wurden ihr ausgewählte Privilegien erteilt. 7  “Die Tatsache, daß die Osmanen im Fall freiwilliger Kapitulation bestimmte Privilegien erteilten, von denen eines die Befreiung von dieser schweren Bürde war, weist darauf hin, daß diese Maßnahme als Strafe für den Widerstand der Bevölkerung verstanden wurde, und die Devshirme war ein Ausdruck der Fortsetzung des Kriegszustandes zwischen dem Eroberer und den Unterworfenen.” 8

Die Rekrutierung der Kinder fand alle drei bis vier Jahre statt, und zeitweise sogar jährlich, je nach dem Bedarf des Sultans. Der größte Verlust an Kindern fiel mit dem Höhepunkt der osmanischen Expansion im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert unter der Herrschaft von Selim I und Süleyman dem Prächtigen zusammen.

Diese brutale Entführung christlicher Kinder ging bis ins siebzehnte Jahrhundert weiter, aber sie verlor ihre Bedeutung. Gelegentliche Rekrutierungen fanden statt bis zur Rebellion und 1705 und vielleicht sogar später noch, aber sie hatten einen bleibenden Effekt auf die christliche Bevölkerung für viele Jahre über ihre Zeit hinaus. “Schlußendlich gibt es, auch wenn eine endgültige Erhebung der Gesamtverluste unmöglich ist, keinen Zweifel daran, daß diese schwere Bürde eines der härtesten Drangsale für die christliche Bevölkerung war.” 9 Mit der Zeit wurden moslemische Türken anstelle christlicher Kinder rekrutiert. Sogar nachdem diese Institution endete, kochte der Zorn weiter und führte schließlich zu der Revolution, die Griechenland im Jahr 1821 die Unabhängigkeit brachte.

eleftheria i thanatos

Während die meisten modernen Türken heute über diese unmenschliche Behandlung von Christen entsetzt wären, darf sie nicht vergessen oder aus Politkorrektheit vertuscht werden. Unter der Drohung der Islamisierung Euroas und der Amerikas ist sie eine Lektion, die nicht übersehen werden darf.

Kann die Geschichte sich wiederholen? Ja, sie kann es. Und solange der Islam sich nicht reformiert, wird sie das auch.
Anestos Canelides hat einen Master’s Degree der Eastern Washington University in Geschichte und lebt lives in Arizona.

Fußnoten:

1) Papaloulia, Vasiliki. The Legacy of Jihad —The Impact of Devshirme on Greek Society. Prometheus Books.

2) Gerolymatos, Andre. The Balkan Wars. Basic books, New York, S. 63

3) ebenda, S. 63

4) Papaloulia, Vasiliki. The Legacy of Jihad —The Impact of Devshirme on Greek Society. Prometheus Books

5) Gerolymatos, Andre. The Balkan Wars. Basic books, New York, S. 63

6) Papaloulia, Vasiliki. The Legacy of Jihad —The Impact of Devshirme on Greek Society. Prometheus Books

7) ebenda, S. 560-561

8) ebenda, S. 560-561

9) ebenda, S. 560-561

Frühere Artikel von Anestos Canelides:

29. Mai 2010: The Last Empire

18. Juni 2010: The Muslim Devastation of India

20. August 2010: Are They Lying to Us?

Kommentare aus dem Originalstrang bei “Gates of Vienna”:

gspencer:

Baron, du schreibst: „Während die meisten modernen Türken heute über diese unmenschliche Behandlung von Christen entsetzt wären, darf sie nicht vergessen oder aus Politkorrektheit vertuscht werden. Unter der Drohung der Islamisierung Euroas und der Amerikas ist sie eine Lektion, die nicht übersehen werden darf.“

Du entschuldigst die Moslems und ihre Einstellungen viel zu sehr. Wenn sie nur die halbe Chance dazu bekämen, würden die moslemischen Türken sofort wieder damit anfangen.

Beweis gefällig? Schau dir nur die Richtung an, in die die Türkei mit Erdogan an der Spitze geführt wird: mehr und öfter Islam. Und kürzliche Umfragen, die ältere Umfragen bestätigen, zeigen, daß die meisten Moslems im Vereinigten Königreich, auch wenn sie selber keine Selbstmord- oder andere Terroranschläge ausführen, sehr mit jenen sympathisieren, die das tun.

Der Islam ist durch und durch böse.

Baron Bodissey:

gspencer – –

Schau dir die Überschrift am Anfang des Artikels an: er wurde von Anestos Canelides geschrieben, nicht von mir (und nein, er ist keine Sockenpuppe).

Wie ich oft sagte, stelle ich hier bei Gates of Vienna gern eine Vielzahl von Ansichten und Meinungen ein. Alle Gastautoren, deren Essays hier erscheinen, sind Leute, mit denen ich weitgehend übereinstimme, aber ich werde nicht immer exakt allem zustimmen, was sie sagen.

Ich sehe deinen Punkt hier nicht ganz, aber ich werde es Mr. Canelides überlassen, darauf einzugehen, falls er das möchte.

Für die Zukunft: du erkennst, daß ein bestimmter Text meine eigene Meinung ist, wenn er allein unter meiner Überschrift erscheint und kein Teil eines Blockquotes oder sonstigen Zitats ist.

In allen anderen Fällen ist es die Meinung des Autors, dem er zugeordnet ist.

Nick

In der Tat, die Janitscharen kämpften 1565 auf Malta als Teil der von Süleyman dem nicht-so-Prächtigen versammelten Streitmacht.

Die Johanniterritter hatten für diese Kerle jedoch eine böse Überraschung parat – Feuerreifen, die sie anzündeten und auf sie hinabwarfen. Schon gut, Johnny Cash, das war ein wirklicher „Ring of Fire“; die Janitscharen konnten nicht entkommen, ihre moslemische Tracht, alias um sie gehüllte Decken, sodaß ihre baumelnden Dinger sich frisch und luftig fühlen, fing Feuer, und sie waren, wie man so sagt, in der Bredouille.

Ah, wie die Zeiten sich geändert haben…

Rob:

Und später, wie ich gehört habe, waren es ironischerweise die Nachkommen der Janitscharen, die zum Kern der „modernen/westlichen/säkularen“ türkischen Bewegung wurden, und Kemal Atatürk selber war daher europäischer, nicht türkischer Abstammung. Da könnte man einige interessante Vermutungen anstellen über gewisse genetische Veranlagungen und über das ethnische Erbe jener, die jetzt die Türkei führen, die sie rückwärts in eine weitere mohammedanische totalitäre Theokratie führen.

Mustafa Kemal Atatürk Dienst in Bulgarien 1913

Mustafa Kemal Atatürk beim Dienst in Bulgarien 1913

Gray Falcon:

Schaut euch als Beispiel dafür, was die Devshirme den Menschen antat, die Geschichte von Hurshid Ahmed Pascha an, einen namhaften osmanischen General aus den frühen 1800ern. Als Sohn eines christlichen Priesters aus dem Kaukasus wurde er zum rücksichtslosen Unterdrücker von Rebellionen (christlicher und anderer) im ganzen Reich. 1809 errangen seine Truppen nahe Niš einen kostspieligen Sieg gegen die serbischen Aufständischen. Er ließ die Toten der Serben köpfen, stopfte die Köpfe aus und schickte sie als Trophäen an den Sultan, und er benutzte die Schädel, um daraus außerhalb der Stadt einen Turm zu errichten. Der Turm steht immer noch.

Chele-kula

allat:

„Wenn sie nur die halbe Chance dazu bekämen, würden die moslemischen Türken sofort wieder damit anfangen.“

Dem stimme ich völlig zu. Aber man braucht nicht Erdogan in der Türkei zu sehen, man beobachte nur die Türken in Deutschland! Es ist NICHT die Regierung, sondern die Zivilisten, die zeigen, worum es geht. In anderen Worten, die Türken brauchen keine Regierung, die ihnen sagt, wie sie sich verhalten sollen.

EscapeVelocity:

Wann werden die Türken anfangen, sich für ihre Geschichte der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu entschuldigen?

laine:

Nachdem der Islam hauptsächlich durch Invasion und Gewalt verbreitet wurde, ist die Ironie die, daß die meisten moslemischen Bevölkerung heute, zumindest jene, die von Arabern und Türken besiegt wurden, von Vorfahren abstammen, die durch die Ideologie/Religion getötet oder mißhandelt wurden, die ihre unwissentlichen Nachfahren jetzt bereitwillig annehmen. Der Islam ist ein eiserner Mantel. Sobald er einmal auf einem liegt, wird er nicht von jüngeren Generationen abgeschüttelt, die einen Groll hätten wegen dem, was ihren Vorvätern angetan wurde.

(Quelle der Übersetzung: hier)

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Ein Kommentar

  1. Diese Praxis der Devshirme betrieben die Türken nicht nur in den von ihnen eroberten Gebieten, sondern auch dort, wo sie nur vorübergehende Einfälle unternahmen, und raubten den Bewohnern überfallener Dörfer oder Gehöfte die Kinder. So auch in den Teilen Österreichs, die immer wieder unter osmanischen Raubzügen zu leiden hatten: in Kärnten, der Steiermark, dem Burgenland und Niederösterreich. Diese Erfahrungen wurden auch im Wiegenlied „Heidschi Bumbeidschi ausgedrückt:

    „Da Heidschi Bumbeidschi is kummen
    Und hat mir mein Büaberl mitg’nummen
    Er hat mir’s mitgnummen
    Und hat’s neamma ’bracht…“

    „Hadschi Bombaschi“ war der Titel eines Anführers der türkischen Truppen, die unter anderem sechs- bis zehnjährige Buben gefangennahmen und sie in die Türkei brachten, wo sie zu Janitscharen ausgebildet wurden. Dieser traurige Hintergrund des Liedes ist heute weitgehend verdrängt und die oben zitierte Strophe oft weggelassen oder durch eine harmlosere ersetzt worden.

    Siehe diesen Artikel:

    200 Jahre Dschihad gegen Österreichs Süden

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