Wie Feminismus zur Unterdrückung von Frauen führt

Feminismus stark überbewertet

Von Fjordman. Original: How Feminism Leads to the Oppression of Women, erschienen am 15. Februar 2007 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex (Bild von mir eingefügt)

Laut Heather MacDonald steht die feministische Übernahme von Harvard unmittelbar bevor. Die Universität steht kurz davor, die radikale Feministin Drew Gilpin Faust zu ihrer neuen Präsidentin zu ernennen, die auf Lawrence Summers allzu kurze Herrschaft folgt. Summers’ schonungslos ehrliche Spekulationen über Frauen in der Wissenschaft stärkten den feministischen Einfluss auf Anstellungen und Beförderungen. Die Task Force gewann einen 50-Millionen-Dollar-Auftrag für die Steigerung von „Bemühungen um Vielfalt“ an der Universität von Harvard

Als Universitätspräsident hielt Lawrence Summers im Jahr 2005 eine Rede, in der er zu behaupten wagte, dass angeborene Unterschiede zwischen Männern und Frauen erklären könnten, warum mehr Männer als Frauen Lehrstühle als Spitzenwissenschaftler innehaben. Dies ist eine plausible These. Laut Dr Paul Irwing an der Universität von Manchester gibt es zweimal so viele Männer als Frauen mit einem IQ von über 120 und 30-mal so viele mit einem IQ von über 170. Es gibt andere Studien, die ähnlich überproportionale Zahlen von Männern unter Menschen mit extrem hoher Intelligenz angeben.

Außerdem, selbst wenn Summers falsch gelegen haben mag, ist es gefährlich, sich auf einen Weg zu begeben, auf dem wichtige Fragen gar nicht debattiert werden. Eines der Kennzeichen der westlichen Zivilisation ist unser Durst gewesen, Fragen zu allem zu stellen. Die Political Correctness ist daher sowohl der Form als auch der Absicht nach antiwestlich. Weiters sollte festgehalten werden, dass die Feministinnen in diesem Fall die Avantgarde der PC bildeten, derselben Ideologie, die unsere Universitäten blind für die islamische Bedrohung gemacht hat.

Es macht es noch schlimmer, wenn wir wissen, dass andere Feministinnen im Universitätswesen behaupten, dass der Schleier oder sogar die Burka „eine alternative Form des Feminismus“ darstellt. Dr. Wairimu Njambi ist eine Assistenzprofessorin für „Frauenstudien“ an der Florida Atlantic University. Viel von ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist der Förderung der Ansicht gewidmet, dass die grausame Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM, female genital mutilation) in Wirklichkeit ein Triumph des Feminismus ist und dass es gehässig sei, etwas anderes zu behaupten. Laut Njambi „setzt der FGM-feindliche Diskurs eine kolonialistische Annahme fort, indem er ein bestimmtes westliches Bild eines ‚normalen’ Körpers und der Sexualität universalisiert.“

Die Universität Harvard erhielt kürzlich eine Spende von 20 Millionen Dollar von Prinz Al-Walid bin Talal bin Abdul Aziz al-Saud, einem Mitglied der saudischen Königsfamilie, zur Finanzierung islamischer Studien. Dies wird zweifellos zur Beeinflussung des Lehrplans benutzt werden, um ihn freundlicher und weniger “islamophob” zu machen. Hochrangige westliche Institutionen für höhere Bildung dienen somit gleichzeitig als Kanäle für saudische Islampropaganda und für linksradikale Feministinnen. Dies sieht oberflächlich besehen vielleicht wie ein ziemliches Paradox aus, aber auf unterschiedliche Weise diskreditieren beide Gruppen die traditionelle westliche Kultur, indem sie deren „Geschichte der Unterdrückung und Ungerechtigkeit“ hervorheben, und beide ersticken ideologischen Widerspruch und unterdrücken Kritik an ihren heiligen Doktrinen. Vielleicht haben die Feministinnen ihrem Harvard Kollegen Professor Charles Fried nicht zugehört, der gewarnt hat: „Der größte Feind der Freiheit ist immer irgendeine Vision des Guten gewesen.“

Der Feminismus hat uns geschadet, indem er die öffentliche Akzeptanz intellektueller Heuchelei gefördert hat, die später den Weg für die islamische Infiltration bereitet hat. Das offizielle Mantra lautet, dass Männer und Frauen nicht nur gleichrangig, sondern identisch sind, aber gleichzeitig auch, dass Frauen irgendwie überlegen sind. Diese beiden Behauptungen können logisch gesprochen nicht gleichzeitig wahr sein, und doch werden beide gleichzeitig geäußert. Dieser krasse doppelte Maßstab widerspiegelt sehr denjenigen des Multikulturalismus, bei dem alle Kulturen gleich sind, aber die westliche Kultur minderwertig und böse ist.

Dies ist eine Technik, die vom Kulturmarxisten Herbert Marcuse 1965 als „repressive Toleranz“ bezeichnet wurde. Kurz gesagt, sollte die Redefreiheit derjenigen, von denen man denkt, dass sie „dominanten“ Gruppen der Gesellschaft angehören, durch Progressive und Radikale unterdrückt werden, und man sollte ihnen einfach den Zugang zu Diskussionsforen verweigern, um die „institutionelle Unterdrückung“ in der Gesellschaft zu korrigieren. Marcuses Ideen hatten in den 1960ern und 1970ern eine enorme Wirkung. Er befürwortete freien Sex ohne jegliche Einschränkungen als Methode zur Befreiung der Menschen von religiöser Moral.

Professor Bernard Lewis warnte in der Jerusalem Post, dass der Islam bald die dominante Kraft in Europa sein könnte. „Die Europäer verlieren ihr Selbstvertrauen”, sagte er. „Sie haben keinen Respekt vor ihrer eigenen Kultur” und haben in jeder Frage bezüglich des Islams in einer Stimmung der „Selbsterniedrigung und Political Correctness kapituliert“. Obwohl Mr. Lewis das nicht sagte, ist dies in bedeutendem Maß das Ergebnis von Jahrzehnten der Dämonisierung durch linke Akademiker, einschließlich radikaler Feministinnen. Das Ziel des radikalen Feminismus war nie die Gleichheit zwischen den Geschlechtern, sondern es ging ihm um die Zerstörung der Kernfamilie und der Machtstrukturen der Gesellschaft im Allgemeinen.

Wie Ellen Willis, die selbsternannte demokratische Sozialistin und Gründerin von Redstockings, einer radikalfeministischen Gruppe aus dem Jahr 1969, gegenüber der linken The Nation 1981 erklärte: „Der Feminismus ist nicht nur eine Frage oder eine Gruppe von Fragen, er ist der Wegbereiter einer Revolution der kulturellen und moralischen Werte. […] Das Ziel jeder feministischen Reform, von der legalen Abtreibung […] bis zu Kinderbetreuungsprogrammen, ist die Untergrabung traditioneller Familienwerte.” Die feministische Ikone Simone de Beauvoir erklärte: „Keiner Frau sollte erlaubt werden, zu Hause zu bleiben, um ihre Kinder aufzuziehen, […] denn wenn es eine solche Wahlmöglichkeit gibt, werden zu viele Frauen sich für sie entscheiden.“

Nun, nach zwei Generationen des Feminismus der Zweiten Welle haben Miss Willis und Miss Beauvoir ihren Willen bekommen: Der Westen hat in die Höhe schießende Scheidungsraten und abstürzende Geburtenraten, was zu einem kulturellen und demographischen Vakuum führt, das uns verwundbar macht für eine Übernahme durch… den Islam. Und die Feministinnen sind noch immer nicht zufrieden.

Der Spielzeugforscher Anders Nelson an Schwedens Königlichem Institut für Technologie hat gewarnt, dass Spielzeuge in den letzten fünfzehn Jahren zunehmend geschlechtersegregiert wurden: „Die Leute erklären [ihre Spielzeugkäufe] oft, indem sie sagen, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Sachen wollen. Aber damit Kinder über die Spielsachen nachdenken können, die sie erhalten, müssen Erwachsene ihnen die Augen für [inhärente Gender-] Strukturen öffnen. Für Kinder sind diese [Geschlechter-] Rollen unhinterfragter und instinktiver.“ Herr Nelson ermutigte Eltern dazu, geschlechtsneutralere Weihnachtsgeschenke zu geben. In anderen Worten, keine Barbiepuppen für Mädchen und keine Autos für Jungen. Dies ist das Ergebnis einer durch die Political Correctness zerstörten Kultur.

Die schwedische marxistische Politikerin Gudrun Schyman hat einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der schwedische Männer kollektiv wegen Gewalt gegen Frauen besteuern würde. In einer Rede von 2002 behauptete dieselbe Schyman, dass schwedische Männer genau gleich wie die islamischen Taliban seien. Ein männlicher Kolumnist in der landesweit erscheinenden Zeitung Aftonbladet reagierte mit der Aussage, dass Schyman Recht hätte: Alle Männer seien wie die Taliban.

Misandrie, der Hass auf Männer, ist nicht notwendigerweise weniger verbreitet als Misogynie, der Hass auf Frauen. Der Unterschied ist, dass das erstere gesellschaftlich viel akzeptabler ist.

Als der junge Politiker Kjetil Vevle bei einer Versammlung erschien, in der die Demonstrationen für die diesjährigen Proteste zum Internationalen Frauentag am 8. März im norwegischen Bergen geplant wurden, sagte man ihm, dass Männer bei der Versammlung kein Stimmrecht hätten, obwohl sie leidenschaftliche Feministen waren. Die Führerinnen dachten nicht, dass es irgendeinen Grund zu Beschwerden gäbe, da den Männern großzügigerweise das Recht gewährt worden war, ihre Meinung zu äußern, nur nicht das Recht, Entscheidungen zu treffen.

Obwohl Länder wie Norwegen und Schweden sich gerne als Horte der Geschlechtergleichstellung darstellen, habe ich Besucher anmerken gehört, dass die Geschlechter hier wahrscheinlich weiter voneinander entfernt seien als irgendwo sonst auf der Welt. Der radikale Feminismus hat Argwohn und Feindseligkeit gezüchtet, nicht Kooperation. Und er hat in keiner Weise die grundlegende sexuelle Anziehung zwischen femininen Frauen und maskulinen Männern ausgelöscht. Wenn Menschen das nicht in ihrem eigenen Land finden, reisen sie in ein anderes Land, um es zu finden, was heute leichter ist als je zuvor. Eine auffallende Zahl skandinavischer Männer findet ihre Ehefrauen in Ostasien, Lateinamerika oder anderen Nationen mit einer traditionelleren Sicht auf die Weiblichkeit, und eine Anzahl von Frauen findet ebenfalls Partner aus konservativeren Ländern. Natürlich nicht jeder, aber der Trend ist unverkennbar und signifikant. Skandinavier feiern „Geschlechtergleichheit“ und reisen zur anderen Seite der Welt, um jemanden zu finden, der tatsächlich heiratenswert ist.

Norwegen und Schweden sind Länder mit extrem hohen Scheidungsraten. Jungen wachsen in einer Atmosphäre auf, in der Männlichkeit dämonisiert wird, besuchen ein Schulsystem, wo sie als fehlerhafte Mädchen betrachtet werden, und die Medien sagen ihnen, dass Männer überholt sind und man sie sowieso bald aussterben lassen wird.

Eine feministische Kultur wird schließlich zerquetscht werden, weil die Männer entweder zu demoralisiert und geschwächt worden sind, um ihre Frauen zu beschützen, oder weil sie die unaufhörliche Verhöhnung so satt haben, dass ihnen einfach alles egal ist. Wenn  westliche Männer Schweine und „genau wie die Taliban“ sind, egal was wir tun, warum sich scheren? Westliche Frauen werden dann von aggressiveren Männern aus anderen Kulturen eins auf den Deckel bekommen, was genau das ist, was jetzt in Westeuropa geschieht. Die Ironie ist, dass die Frauen, als sie in den 1960ern und 1970ern die Zweite Welle des Feminismus starteten, ziemlich in Sicherheit und meiner Ansicht nach nicht sehr unterdrückt waren. Wenn die langfristigen Auswirkungen des Feminismus schließlich einsetzen, könnte es sehr leicht sein, dass westliche Frauen unter dem Stiefel des Islam landen und echt unterdrückt werden. Radikaler Feminismus führt daher zur Unterdrückung von Frauen.

Ich frage mich, ob Virginia Woolf das kommen sah. Vielleicht würde sie, wenn sie heute am Leben wäre, den islamischen Schleier als „alternativen Weg zum Feminismus“ begrüßen und ein Buch mit dem Titel A Burka of One’s Own schreiben. Mit etwas Glück hätte ihr das sogar ein Diversity-Stipendium in Harvard eingebracht.

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Weitere Fjordman-Essays zum Thema Feminismus:

Westlicher Feminismus und das Bedürfnis nach Unterwerfung  (September 2006)

Das Scheitern des westlichen Feminismus  (August 2008)

Und hier gibt’s viele weitere übersetzte Fjordman-Essays aus der Zeit von 2005 bis 2011.

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Ein Kommentar

  1. Lucifex

     /  März 9, 2013

    Ein Zitat von Camille Paglia:
    „Die Sexualität den Feministinnen zu überlassen, ist so, als gäbe man seinen Hund in den Ferien dem Tierpräparator.“

    Antworten

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