Der Islam und das Dunkle Zeitalter von Byzanz

Karte Oströmisches Reich

Von John J. O’Neill.  Original: Islam and the Dark Age of Byzantium, erschienen am 7. Oktober 2009 auf „Gates of Vienna“.

In seinem Buch „Mohammed et Charlemagne“ von 1936 argumentierte der belgische Historiker Henri Pirenne detailreich, daß das Dunkle Zeitalter Europas recht plötzlich in der Mitte des 7. Jahrhunderts begann und daß dieser plötzliche und katastrophale Niedergang der Zivilisation an der Blockade des Mittelmeers durch den Islam lag. Bis zu dieser Zeit gab es, wie Pirenne zeigte, keinen Hinweis auf einen Niedergang der klassischen Kultur. Es stimmt, das weströmische Reich war im Jahr 476 als politische Einheit verschwunden, aber die alphabetisierte, wohlhabende und städtische Zivilisation, die wir die „klassische“ nennen, ging buchstäblich ununterbrochen weiter. Die Goten und andere „barbarische“ Völker, die die Provinzen des Westens nach 467 beherrschten, versuchten nicht, die römische Zivilisation und bürgerliche Gesellschaft zu zerstören. Tatsächlich taten sie, wie Pirenne detailreich zeigte, alles in ihrer Macht Stehende, um sie zu bewahren. Sie übernahmen die lateinische Sprache, nahmen imperiale Titel vom Kaiser in Konstantinopel an und prägten Goldmünzen, die mit dem Bild des oströmischen Kaisers geschmückt waren.

Dennoch kam diese blühende spätklassische Kultur im siebten Jahrhundert zu einem recht plötzlichen Ende: das Stadtleben ging zurück, wie auch der Handel; eine Tauschwirtschaft ersetzte das frühere Geldsystem, und was an Münzen verwendet wurde, war aus Silber geprägt statt aus Gold; die Alphabetisierung ging zurück, da der Papyrus aus Ägypten verschwand und teures Pergament seinen Platz einnahm; und die Macht der Könige schwand, als lokale „starke Männer“ oder „Barone“ in den Provinzen die Zügel der Macht ergriffen. Das Mittelalter hatte begonnen.

Pirennes großartiges Buch, das posthum veröffentlicht wurde, erhielt gemischten Zuspruch. Im Großen und Ganzen wurde eingeräumt, daß er auf etwas von großer Bedeutung gestoßen zu sein schien. Dennoch gab es Kritik, und die Kritik nahm über die Jahre nur zu.

Eines der vielsagendsten Argumente gegen Pirenne war die Frage von Byzanz. Historiker beeilten sich, darauf hinzuweisen, daß, während die Regionen des Westens zwischen dem siebten und dem zehnten Jahrhundert ein Dunkles Zeitalter erlebt haben mochten, das bei den Regionen des Ostens nicht der Fall war. Es gab keinen Niedergang in Byzanz, sagten sie. Wenn die arabische Blockade des Mittelmeers die klassische städtische Zivilisation im Westen stranguliert hatte, warum hatte es nicht dieselbe Auswirkung im Osten? Dies war eine Frage, auf die es keine leichte Antwort zu geben schien. Sogar Pirenne glaubte, daß Byzanz irgendwie mit den Arabern besser fertig geworden sei als der Westen. Zu seiner Zeit wurde allgemein angenommen, daß die klassische Zivilisation im Osten überlebt hatte und daß die Region weniger „mittelalterisiert“ worden sei als der Westen. Wir werden von den Historikern informiert, oder wurden das bis vor kurzem, daß das achte, neunte und zehnte Jahrhundert in Byzanz, nach den Worten von Sidney Painter, „drei glorreiche Jahrhunderte“ waren und daß in dieser Zeit „das byzantinische Reich der reichste Staat in Europa war, die stärkste Militärmacht, und die bei weitem Kultivierteste.“ (Sidney Painter, „A History of the Middle Ages, 284 – 1500“). Wir werden weiters darüber informiert, daß „während dieser drei Jahrhunderte, während Westeuropa ein Land teilweise gezähmter Barbaren war, das byzantinische Reich ein hochzivilisierter Staat war, wo eine höchst glückliche Verschmelzung von Christentum und Hellenismus eine faszinierende Kultur hervorbrachte.“ (ebd.)

Die obigen Meinungen, die bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gängig waren, wurden teilweise von byzantinischer Propaganda hervorgerufen, die immer danach strebte, Konstantinopel als das „Neue Rom“ darzustellen und als den Nachfolger des ersten christlichen Kaisers Konstantin in ungebrochener Linie der Autorität. Aber während des vergangenen halben Jahrhunderts hat die Archäologie bewiesen, daß dieses Bild eine Erfindung war.

Wir wissen jetzt in der Tat, daß das einst stolze Ostrom von den arabischen Angriffen verheert wurde. Dieselbe Armut und denselben Analphabetismus, den wir im Westen finden, finden wir nun auch im Osten. Städte befinden sich im Niedergang, und die Wissenschaft und Philosophie der Griechen und Römer verschwindet. In der Tat sinkt wie im Westen ein Dunkles Zeitalter hernieder. In den Worten von Cyril Mango:

„Man kann kaum den katastrophalen Bruch überschätzen, der im siebten Jahrhundert stattfand. Jeder, der den Bericht über die Ereignisse liest, wird betroffen sein von den Kalamitäten, die das Reich befielen, angefangen mit der persischen Invasion ganz am Beginn des Jahrhunderts, und weiter mit der arabischen Expansion etwa dreißig Jahre später – eine Serie von Rückschlägen, die das Reich einiger seiner reichsten Provinzen beraubte, namentlich Syrien, Palästina, Ägypten und später Nordafrika – wodurch es sowohl an Fläche als auch Bevölkerung auf weniger als die Hälfte seiner früheren Größe reduziert wurde. Aber die erzählenden Quellen zu lesen, gibt einem nur eine schwache Vorstellung von der tiefgreifenden Umwandlung, die diese Ereignisse begleitete. … Sie stellte für die byzantinischen Länder das Ende einer Lebensart dar – der städtischen Zivilisation der Antike – und den Beginn einer sehr verschiedenen und deutlich mittelalterlichen Welt.“ (Cyril Mango, „Byzantium, the Empire of New Rome“, S. 4). Mango erwähnte die buchstäbliche Aufgabe der byzantinischen Städte nach der Mitte des siebten Jahrhunderts, und die archäologische Fundlage dieser Siedlungen offenbart üblicherweise „einen dramatischen Bruch im siebten Jahrhundert, manchmal in Form der buchstäblichen Siedlungsaufgabe.“ (ebd., S. 8) Mit den Städten und dem Papyrusnachschub aus Ägypten ging auch die intellektuelle Klasse dahin, die nach dem siebten Jahrhundert auf eine „kleine Clique“ reduziert wurde (ebd., S. 9). Die Beweislage, wie Mango sie sieht, ist unmißverständlich: die „Katastrophe“ (wie er sie nennt) des siebten Jahrhunderts „ist das zentrale Ereignis der byzantinischen Geschichte.“ (ebd.)

Konstantinopel selbst, die mächtige millionenstarke Hauptstadt des Ostens, wurde bis zur Mitte des achten Jahrhunderts auf eine wahre Ruine reduziert. Mango zitiert ein Dokument aus der Zeit, das ein Bild der „Verlassenheit und Ruinierung“ heraufbeschwört. Wieder und wieder erfahren wir, daß zahlreiche Monumente – Statuen, Paläste, Bäder – einst existiert hatten, aber zerstört wurden. Mehr noch, die verbleibenden Monumente, von denen viele im vierten und fünften Jahrhundert entstanden sein mußten, wurden nicht länger als das verstanden, was sie waren. Sie hatten eine magische und allgemein unheilvolle Konnotation erlangt. (ebd., S. 80)

So groß war die Zerstörung, daß sogar die Bronzemünzen, das alltägliche Schmiermittel des Wirtschaftslebens, verschwanden. Mango: „An Stätten, wo es systematische Ausgrabungen gegeben hatte, wie in Athen, Korinth, Sardis und anderen, ist festgestellt worden, daß Bronzemünzen, das für alltägliche Transaktionen verwendete Kleingeld, im gesamten sechsten Jahrhundert und (abhängig von örtlichen Umständen) bis irgendwann im siebten Jahrhundert reichlich vorhanden waren, wonach sie beinahe verschwanden, dann im neunten Jahrhundert eine leichte Zunahme zeigten und erst im späten zehnten Jahrhundert wieder häufig wurden.“ (ebd., S. 72 – 73). Dennoch muß sogar die Behauptung, daß einige Münzen im neunten Jahrhundert auftauchten, mit Vorsicht behandelt werden. Mango erwähnt, daß bei Sardis der Zeitraum zwischen 491 und 616 von 1.011 Bronzemünzen repräsentiert wird, der Rest des siebten Jahrhunderts von etwa 90, „und das achte und neunte Jahrhundert zusammengenommen von nicht mehr als 9.“ (ebd., S. 73) Und „ähnliche Resultate hat man aus nahezu allen byzantinischen Provinzstädten erhalten.“ Selbst solch dürftige Beispiele, wie sie aus dem achten und neunten Jahrhundert überlebt haben (neun) sind üblicherweise von fragwürdiger Herkunft, eine Tatsache, die von Mango selbst erwähnt wird, der bemerkte, daß sich bei genauerer Inspektion oft herausstellt, daß diese entweder aus der Zeit vor dem Dunklen Zeitalter stammen oder aus der Zeit danach.

Wenn archäologische Funde in der Mitte des zehnten Jahrhunderts wieder auftauchen, ist die Zivilisation, die sie offenbaren, radikal verändert: das alte Byzanz der Spätantike ist verschwunden, und wir finden einen verarmten und halb analphabetischen Überrest; ein mittelalterliches Byzanz, auffallend ähnlich wie das mittelalterliche Frankreich, Deutschland und Italien, dessen Zeitgenosse es war. Auch hier finden wir eine Tausch- oder Semitauschwirtschaft; einen Niedergang der Bevölkerungszahl und Alphabetisierung und einen intoleranten und theokratischen Staat. Und der Bruchpunkt liegt in Byzanz wie im Westen in der ersten Hälfte des siebten Jahrhunderts – was genau dem Erscheinen der Araber und des Islams auf dem Schauplatz entspricht.

Die Archäologie hat daher Pirenne dramatisch unterstützt, lang nach seinem Tod, und eine Frage für ihn beantwortet, die er nicht beantworten konnte. Die Auswirkung des Islams war für die gesamte Christenheit verheerend, sowohl im Osten wie im Westen. Er war das Ereignis, das die klassische Zivilisation beendet hat. Die Zerstörung der klassischen Kultur in Europa lag weitgehend, wenn auch nicht völlig, an der wirtschaftlichen Blockade des Mittelmeers durch moslemische Piraterie. Dennoch wurde das Ende dieser Kultur in Regionen wie Ägypten und Syrien (ehemals große Zentren der klassischen und hellenistischen Zivilisation), die unter die Kontrolle des Islams gerieten, durch die völlige Verachtung des neuen Glaubens gegenüber den Kulturen und der Geschichte der Völker verursacht, über die er die Herrschaft erlangte. Von Anfang an richtete die Kalifatsregierung in Ägypten eine Kommission ein, deren Zweck es war, Gräber aus der Pharaonenzeit zu suchen, um sie zu plündern. So vollständig war die Zerstörung, daß wenig mehr als ein Jahrhundert nach der islamischen Eroberung niemand in Ägypten eine Ahnung hatte, wer die Große Pyramide erbaute – dies trotz der Tatsache, daß sehr umfangreiche Berichte über dieses Monument und den Pharao, der es errichtete, in den Werken vieler klassischer Autoren enthalten waren, vor allem bei Herodot und Diodorus Siculus. Unmittelbar vor der moslemischen Invasion waren die Bibliotheken und Akademien von Ägypten, Syrien und Babylonien vollgestopft gewesen mit den Werken dieser Autoren. Ihr Verschwinden und das Verschwinden des Wissens, das sie enthielten, kann nur bedeuten, wie christliche Polemiker jahrhundertelang behauptet hatten, daß die Moslems absichtlich eine große Menge klassischer Literatur vernichtet hatten.

Im Westen Europas und im Osten, in Nordafrika und im Nahen Osten, kam die klassische Zivilisation in der Mitte des siebten Jahrhunderts zu einem Ende, und der Grund für ihren Untergang kann in einem Wort zusammengefaßt werden: Islam.

„Holy Warriors: Islam and the Demise of Classical Civilization“, von John J. O’Neill (der Link zu Felibri Publications aus dem Originalstrang funktioniert leider nicht mehr; d. Ü.)

Kommentare aus dem Originalstrang bei „Gates of Vienna“:

Robin Shadowes:

Dieser Essay bestätigt nur, was ich bereits mehrere Male prophezeit habe. Daß, wenn der Islam die Macht in Europa erhält, zahllose und unschätzbare Schätze, Artefakte, Kunstwerke, Bücher, Musik und was noch alles der völligen Zerstörung und Vernichtung anheim fallen werden. Rembrandt, Velasquez, Bach, Mozart, Goethe, Shakespeare und viele viele mehr werden brennen und für immer verloren sein. Wie alles Wissenschaftliche, Einstein, Galileo, Hawking und so weiter. Dies ist es, was auf dem Spiel steht. Im Gegensatz zum letzten Mal werden wir uns nicht wieder erheben. Die Zivilisation, wie wir sie kennen, wird bestenfalls einer mythischen Vergangenheit angehören. Seht euch nur die Zivilisationen an, die sie in der Vergangenheit eroberten. Die Perser hatten einst in der Antike eine große Zivilisation. Was sind sie jetzt, außer fanatische mahoundians. In zwei oder drei Generationen werden die überlebenden ethnischen Europäer genauso gehirngewaschen sein. Und mit dem Verstreichen jedes neuen Jahrhunderts werden sie sich weiter in zunehmendes Analphabetentum und Barbarei zurückentwickeln. Mit der Übernahme mahoundianischer Bräuche wie Cousinenehe werden sie bei genügend Zeit genauso Inzuchtprodukte sein wie sie. Deswegen glaube ich, daß wir alle in ein ewig dauerndes dunkles Zeitalter abgleiten werden, wo wir keine Hoffnung haben, jemals herauszukommen.

Dymphna:

Ich teile deine dystopische Sicht der Zukunft nicht. Ja, ich bin besorgt, aber wir werden nicht einfach in eine Herde absorbiert werden.

Vielleicht fühlt es sich in Europa anders an, aber hier gibt es das Gefühl, daß wir dies mit der Zeit bewältigen können. Meine einzige Sorge ist, daß den Saudis schnell genug das Öl ausgeht, um eine Menge von dem zu verhindern, wovon du befürchtest, daß es geschehen wird.

Nicht jedes von Gottes Problemen ist ein Moslem. Wir haben eine Menge selbstgezüchteter Bösewichte und dummer Politiker und Gesetze, die schädlicher sind als ein Vordringen des Islam.

Die Vereinigten Staaten müssen ihr Haus aufräumen, sich reformieren und unsere korrupte Regierung verkleinern und das Vordringen des Gesetzes ins Privatleben stoppen.

S:

Es gibt Beweise für eine ganze Untergrundstadt in der Türkei, wie neulich im History Channel gezeigt. Höhlenartige Raume, die geschaffen wurden, um Tausende vor den Räubern zu schützen, die sie angriffen. Die Räume wurden von Menschen geschaffen, die sicherlich Christen waren, nachdem sie religiöse Kunstwerke hatten, die von den darüber lebenden Türken verunstaltet wurden, als sie sie fanden. Die oberhalb lebenden Menschen könnten auf keinen Fall diese Räume nachbauen. Die Ingenieurskunst ist jenseits von allem, was sie verstehen. Sie können nichts außer Schafe hüten.

Ich stimme Robin zu. Wie könnte die Welt sich nach dem Islam wieder beleben? Das würde sie nicht.

Und der Artikel spricht aus, was ich immer über die „große und glorreiche” Vergangenheit des Nahen Ostens geargwöhnt habe, alles Propaganda. Er bestärkt auch meine Gedanken über die Grausamkeit der Inquisition. Daß sie auch eine Reaktion auf die islamischen Invasionen war. Es ist kein Zufall, daß die christlichen Führer erst nach den Invasionen in Italien, Konstantinopel, Spanien etc. rücksichtslos geworden sind, zusätzlich zur Geschichte der Kreuzzüge. Höchstwahrscheinlich eine Reaktion im Sinne von „wenn wir das nicht tun, gibt es keine Zukunft.“

Dies erinnert mich auch an das enorme Goldversteck, das kürzlich im Nahen Osten gefunden wurde, mit Münzen, die aus der Zeit stammen kurz nachdem der Gründer des Islams mächtig wurde. Als die Soldaten des Islams durchzogen, versteckte der Besitzer der Münzen sie höchstwahrscheinlich in der Hoffnung, daß die Dinge wieder besser würden. Stattdessen wurde er/sie wahrscheinlich geköpft. Tatsächlich gibt es genau so eine Geschichte in den Hadithen.

Falls ihr denkt, daß sich das Christentum wieder beleben können wird, seht euch den Ort an, wo das Christentum begann. Dies ist die Zukunft Europas und des Westens, falls der Islam die Macht übernimmt.

Falls die westlichen Länder vom Islam gesäubert werden, werden irgendwann in der Zukunft Gutmenschen (höchstwahrscheinlich Christen) herumposaunen, was getan wurde, ohne zu verstehen warum, und sie werden den Islam mit offen Armen wieder willkommen heißen. Denn immerhin ist es christlich, das zu tun. Deshalb wird es nie wieder ein christliches Bethlehem geben.

Hell_Is_Like_Newark:

Ich werde dem Autor hinsichtlich des Beginns des Dunklen Zeitalters im weströmischen Reich widersprechen müssen. Die Lage war im späteren 5. Jahrhundert ziemlich düster.

Die beste Arbeit, die ich bisher gelesen habe, war „The Fall of Rome” von Bryan Ward-Perkins. Es ist pure Architekturgeschichte, was einen trockenen Lesestoff ergibt, was es aber wert ist, wenn man am Wesentlichen der frühmittelalterlichen Periode des Westens interessiert ist.

Das Fazit war, daß die Sicherheit verlorengegangen war und mit ihr der Handel. Das Imperium war – ziemlich wie die USA heute – eine multinationale Wirtschaft, die von Gütern aus dem ganzen Reich abhängig war. Zum Beispiel waren Töpferwaren und andere Keramiken aus Roms britannischen Provinzen von solch hoher Qualität, daß sie den Markt beherrschten. Die Menschen hörten überall im Imperium auf, Töpferwaren und Dachziegel herzustellen, und kauften den Großteil davon aus Britannien. Selbst die ärmsten Kleinbauern hatten Teller von guter Qualität, und bescheidene Häuser hatten Ziegeldächer (statt Reetdächern).

Dann kam der Kollaps. Niemand konnte mehr sicher Waren transportieren, daher gab es keine Möglichkeit, britische Keramiken zu kaufen. Die Briten, die keinen Markt mehr hatten, hörten auf, Töpferwaren und Dachziegel zu erzeugen, wodurch das Wissen zu ihrer Herstellung in der Geschichte verlorenging.

Schneller Vorlauf um hundert Jahre, und man hat einen Adel, der in Häusern ohne Ziegeldächer lebt und Töpferwaren von solch schlechter Qualität verwendet, daß sie hundert Jahre früher von einem römischen Kleinbauern abgelehnt worden wären. Damals war Keramik, von Amphoren, die man zur Lagerung und zum Transport von Gütern benutzte, bis zur Verwendung als Baumaterial (Dächer, Böden, Wasserleitungen) wichtig für das Leben. Der Verlust der Feinkeramik bedeutete den Verlust von Komfort und den Verlust von Zivilisation.

Tut mir leid wegen des langatmigen Kommentars… aber denkt daran, was geschehen würde, wenn der Islam es schaffen würde, die Welt ausreichend zu destabilisieren, daß der Handel zusammenbricht. Wie würde der Westen in einer Generation oder zwei sein? Nachdem unser Wissen sich jetzt auf elektronischen Medien befindet, was würde geschehen, wenn wir die Fähigkeit verlören, die Medien zu speichern und zu lesen? Vor über tausend Jahren schaffte es die Kirche, Manuskripte zu retten, die bei der Wiederentdeckung der klassischen Kultur während der Aufklärung halfen. Was wird geschehen, wenn es nichts Ähnliches gibt, auf das man sich in der Zukunft stützen könnte?

Zivilisation ist mühsam. Barbarei ist der natürliche Zustand des Menschen.

4Symbols:

Der Übergang von der Architektur der römischen Villa zu simplen angelsächsischen Holz- und Reetdachbauten ist eine erschreckende Lektion für moderne Europäer.

Arius:

Robin Shadowes, was du prophezeit hast, hat bereits begonnen. Schau dir an, was Moslems im Kosovo getan haben, und die moslemischen Angriffe gegen alle Institutionen in Europa. Der Islam wird schließlich in Europa herrschen und tun, was er immer tut: töten, unterdrücken und zerstören.

Rollory:

Muß hier Newark zustimmen; die „Krise des dritten Jahrhunderts“ ist nicht so eine Art Erfindung antichristlicher Fantasie. Genausowenig ist es die dramatische Zunahme erschreckender ziviler Sektierergewalt, die auftauchte, als sich das Christentum verbreitete (Gewalt von einer Sorte, die der heidnischen Gesellschaft völlig unbekannt war). Genausowenig die Entvölkerung der ehemals reichen westlichen Provinzen. Oder daß das Westreich Britannien freiwillig die Unabhängigkeit gewährte und damit zugab, daß es nicht mehr in der Lage war, die Inseln zu verteidigen.

Behauptungen, daß die römische Kultur von Antoninus bis Justinian auf demselben Niveau weiterging, sind einfach ziemlich unbegründet und stehen gegen sehr leicht verifizierbare Fakten.

Ja, die gotischen Königreiche nach Augustulus versuchten von der römischen Kultur und Lebensart zu bewahren, was sie konnten, aber es war um einiges weniger davon übrig, und Justinians Rückeroberungen und ruinösen Steuern nahmen das Letzte davon weg. Die Münzausgabe zeigt deutlich eine zunehmende Abwertung und Inflation während der ganzen Zeit, was um die Zeit von Diokletian und Konstantin ruinöse Raten erreichte. Die Wirtschaft war ein Chaos – so weit, daß Diokletian verfügte, daß die Menschen ihre Jobs nicht mehr wechseln konnten, im Versuch, die Dinge zu stabilisieren (eine verrückte Idee, die Ayn Rand in „Atlas Shrugged“ wiedergibt). Der Islam expandierte in eine Leere hinein, die vom Zusammenbruch geschaffen worden war; er war damals wie auch heute eine opportunistische Infektion.

Damals hatten wir einen Karl Martell. Wir werden jetzt einen weiteren haben, früher oder später. Die einzige Frage ist, wie weit es gehen wird, bevor eine Gegenreaktion systematischen Mordes beginnt.

Edward Gibbon ist immer noch sehr lesenswert.

S:

Wenn man die Geschichte mit dem vergleicht, was jetzt geschieht, gibt es einen sehr wichtigen Unterschied, der alle Vergleiche falsch macht. Die Entvölkerung des Westens infolge Geburtenkontrolle. Sie verändert alles. Die Barbaren kontrollieren ihre Bevölkerung nicht und werden schließlich den Westen überrennen.

1 oder 2 Kinder können die Invasion nicht aufhalten. Und die Regierung will nicht, daß sie sie aufhalten.

Hell_Is_Like_Newark:

@ S: Daß sich die gebildeten Oberschichten nicht fortpflanzen, ist nichts Neues. Kaiser Vespasian sah mit großem Schrecken, daß die Ritter (Grundbesitzer, Großbauern, Geschäftsinhaber) und Senatorklassen im Vergleich zum „Mob“ zu wenige Kinder hatten. Er führte eine Politik finanzieller Anreize ein, bezahlt aus dem Staatssäckel, um die oberen Klassen zu mehr Kindern zu ermutigen.

Ähnliche Maßnahmen sind in Japan, Rußland und anderen Ländern diskutiert worden, die sich einer demographischen Bombe gegenübersehen.

Dymphna:

Zwei Dinge, die ich neulich gelesen habe (aber ich kann keine Links geben, weil mein Computer irgendeine Art Update macht):

1) Die Geburtenrate im Iran stürzt ab. Sie mag bereits unter dem Erhaltungsniveau liegen.

2) Kann mich nicht daran erinnern, warum sie das tun müssen, aber Saudi-Arabien versucht, sich Geld zu borgen.

Rollory:

Richtig, Dymphna, der Iran ist jetzt deutlich unter dem Bevölkerungserhaltungsniveau. Sie hatten gerade rechtzeitig einen Baby-Boom, um den Krieg gegen den Irak zu beflügeln; jetzt tritt diese Generation ins spätere Erwachsenenleben ein, noch 20 Jahre, und der Iran wird mit einer lähmenden Last alter Leute beladen sein und nicht mehr genug Junge haben, um sie zu erhalten, und nicht genug Technologie, um den Unterschied auszugleichen (die Japan sicherlich hat, und was die USA und Europa schaffen könnten). Ähnliches überall sonst in der islamischen Welt: abstürzende Geburtenraten überall. Eigentlich denke ich, daß Afghanistan und Somalia (?) die zwei Orte sind, die immer noch recht hohe Geburtenraten haben, überall sonst fallen sie.

Sogar die mexikanische Invasion der USA könnte langfristig nicht so eine große Sache sein; angesichts gegenwärtiger Geburtenraten werden Mexiko die Leute ausgehen, bevor sie die Mehrheit der USA überfluten können.

Dieser Artikel im Brussels Journal ist relevant, denke ich:

http://www.brusselsjournal.com/node/4095

http://www.brusselsjournal.com/node/4106

Wie heute waren die Feinde der Zivilisation ein formloser chaotischer Mob, der gut im Niederreißen war, aber nachdem sie alles niedergerissen hatten, schwanden sie dahin. Jene, die den Zusammenbruch überlebten, waren in der Lage, etwas Besseres und Stärkeres neu aufzubauen.

Defaitismus ist falsch. Alles was nötig ist, ist am Ball zu bleiben, stabile patriarchalische Familien zu bilden und die Kinder so aufziehen, daß sie klar sehen und loyal sind gegenüber dem Recht und ihren eigenen Leuten. Daraus wird sich auf natürliche Weise der Sieg ergeben.

°   °   °   °   °

(Quelle der Übersetzung: hier)

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