Wirbelstürme sind ganz normal

Hurrikan Wilma 2005

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h raste Wilma am 24. Oktober 2005 über Florida hinweg. Wilma war der zwölfte Hurrikan in der bisher heftigsten Sturmsaison über dem Nordatlantik.

Aus „bild der wissenschaft“ 9/2007 (Bild ebenfalls von dort)

Die Zahl der schweren Hurrikane über dem Nordatlantik hat seit Mitte der Neunzigerjahre deutlich zugenommen. Höhepunkt bisher war das Jahr 2005, als insgesamt sieben tropische Wirbelstürme der höchsten Kategorien drei bis fünf (Windgeschwindigkeiten über 178 km/h) über die Karibik und die Golfküste der USA tobten. Ende August 2005 verwüstete der Wirbelsturm Katrina New Orleans und forderte rund 1800 Tote. Im Mittel fegten seit 1995 etwa vier starke Hurrikane pro Jahr über den Nordatlantik. Davor waren es nur ungefähr zwei. Manche Wissenschaftler sehen darin eine Folge der Klimaerwärmung. Dem widersprechen jetzt schwedische Forscher um Johan Nyberg vom staatlichen geologischen Dienst in Uppsala.

Nyberg hat die Häufigkeit der Hurrikane in den letzten 275 Jahren untersucht. Das Problem dabei ist, daß es vor 1944 keine verläßlichen Daten über den Nordatlantik gibt und Satellitenaufzeichnungen erst ab 1966 zur Verfügung stehen. Nyberg behalf sich mit einem Trick: Er analysierte auf dem Meeresboden der Karibik Korallen und Plankton-Sedimente. Aus deren Strukturen lassen sich Schlüsse auf zwei Parameter ziehen, die für die Entstehung von Hurrikanen bedeutsam sind: die Temperatur der oberen Wasserschichten und die Windverhältnisse. Mehr Wachstum läßt auf höhere Temperaturen schließen, weniger Sedimente sprechen für stärkeren Wind. Es gilt: Je wärmer das Wasser ist, desto mehr Stürme gibt es. Doch vor allem die vertikale Windscherung – die Differenz der Windstärke in unterschiedlich hohen Luftschichten – beeinflußt die Entstehung der Wirbelstürme. Ist sie groß, behindert das die Bildung der Wirbelwinde.

Aus den gewonnenen Daten las Nyberg ab, wie oft Wirbelstürme seit 1730 auftraten. Es zeigte sich, daß im Mittel pro Jahr durchschnittlich dreieinhalb gewaltige Hurrikane tobten. Es gab aber auch immer wieder ruhigere Zeiten mit nur ein bis zwei Stürmen im Jahr. Eine ungewöhnlich lange Pause fand Nyberg zwischen 1971 und 1994. Sein Schluß: „Was wir in den letzten Jahren erlebt haben, ist nur die Rückkehr der Normalität – und keine Reaktion auf steigende Erdtemperaturen.“

 

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5 Kommentare

  1. Auf diesen Artikel wollte ich heute nur mal wieder aufmerksam machen, nachdem aktuell erneut im Zusammenhang mit den Hurrikanen Harvey und Irma in den Medien (z. B. heute in der Zeit im Bild des ORF) eine Steigerung der Häufigkeit und Stärke von Hurrikanen im Zusammenhang mit dem „menschengemachten Klimawandel“ behauptet wird, wofür man auch die alte JWO-Clusterechse Al Gore samt deren Propaganda-„Dokumentarfilm“ wieder als Autorität präsentiert hat.

    Siehe dazu auch meinen als Deep Roots verfaßten Artikel Climatology.

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  2. Eine Zwischenfrage: Fällt euch im Zusammenhang mit der aktuellen Klimapanikmache in den Medien etwas auf?

    Bisher hat es noch keine Meldung über Hurrikane in der Karibik gegeben. Dabei befindet sich diese Region schon mitten in der Hurrikansaison, wie man anhand dieser Merkregel für das Gefaßtsein auf Wirbelstürme in der Karibik erkennt:

    June, too soon,
    July, stand by,
    August, you must,
    September, remember,
    October, all over.

    Beim Schüren von Klimapanik wird immer mit dem Wirbel gemacht, was im jeweiligen Jahr gerade aus dem Rahmen des Üblichen fällt. Als damals beim Hurrikan Katrina einmal eine amerikanische Großstadt katastrophal betroffen war, hat man so getan, als würde ab nun in jedem Jahr so etwas passieren, und mit zunehmender Häufigkeit und Schwere.

    Heuer hat es in Europa einen besonders heißen Sommer gegeben – nicht etwa, weil hier so viel Hitze entstanden wäre, sondern weil in ungewöhnlichem Ausmaß heiße Luftmassen aus Nordafrika zu uns kamen, wo es normalerweise so ist. Das hat man sofort genutzt, um den gängigen Begriffen Klimawandel und Erderwärmung die Steigerung „Klimakrise“ draufzusetzen.

    Aber keine Rede davon, daß gleichzeitig in der Karibik offenbar in Sachen Hurrikane ungewöhnlich wenig los ist.

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  3. Heuer hat es in Europa einen besonders heißen Sommer gegeben ———-
    Nicht so in Osteuropa – da soll es arschkalt gewesen sein, angeblich 15° am Mittag in Moskau, aber wie sagt Dittsche: Man weiß es nicht.
    Bei „1984“: Durch die Anstrengungen der Partei konnte die Schokoladenration auf 25 Gramm erhöht werden. Eigentlich ja von 35 Gramm gekürzt, aber Wumpe in dem Zusammenhang
    Das durch Menschen erzeugte CO2 einschl. Flugverkehr und Zementherstellung macht einen recht geringen Anteil des durch natürliche Prozesse erzeugten aus – und von diesem wiederum erzeugt Deutschland so 2%. —
    Das hieß früher: Morgenthau-Plan.

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  4. Ja, sie trommeln immer auf dem herum, was den Leuten in ihrem Wahrnehmungsbereich gerade ungewöhnlich vorkommt (oder was man wie im Fall von Hurrikanen mit besonders katastrophalen Folgen, sei es wegen der Stärke oder weil sie gerade über eine Großstadt hinwegziehen, im Sinne des Klimakatastrophismus verkaufen kann). Wenn es irgendwo anders nicht diesem Narrativ entspricht, wird das verschwiegen, so wie auch vor einigen Jahren, als ein Winter in Südafrika so kalt war, daß Hunderte Pinguine erfroren sind.

    Die klimaaktivistische Segelbootsexpedition der Klimagräte hatte übrigens einen Vorläufer – siehe Ertrinken im eigenen winzigen Kohlenstoff-Fußabdruck von Dymphna.

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  5. Schildbürger

     /  August 23, 2019

    Passt hoffentlich auch hierzu, die weibliche Hälfte der grünen Doppelspitze vor nicht allzulanger Zeit ja ihr Fachwissen bezüglich Kobolden in Batterien preisgegeben.
    Ohne jetzt Korinthen k…. zu wollen, aber wenigstens soviel Allgemeinbildung dass da keine Kobolde unterwegs sind, sondern das Element Kobalt heißt (auch wenn die Worte aus altem Bergmannssprachgebrauch zusammenhängen, aber anderes Thema…) sollte man doch schon haben.
    Das war aber noch nichtmal der Kern der Sache.

    Am 00:20. „auch wieder in China, auch da sieht man Technologieführerschaft“.
    Chinesische Verhältnisse bekommt man im Arbeitsalltag ebenfalls ständig vorgebetet, so bezüglich was sich denn der westliche Arbeiter anmaße dass er sich mit seiner Hände Arbeit ein anständiges Leben leisten will.
    Da liegen Gestalten miteinander im Bett die zusammenpassen wie der A… auf den Eimer, bitte um Verzeihung für die Wortwahl, die sich doch Mühe geben alle Gemeinsamkeiten zu verschleiern.
    Von denjenigen die solche Gestalten als willfährige Instrumente zu nutzen wissen und noch viel tiefergehende Pläne haben, da brauche ich denke ich keine Worte mehr verlieren.

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