Dummheit ohne Grenzen – Die Allianz der Utopien

Von Fjordman. Original: Stupidity Without Borders – The Alliance of Utopias, erschienen am 17. Juli 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Das 20. und der Beginn des 21. Jahrhunderts haben das spektakulärste Bevölkerungswachstum der menschlichen Geschichte erlebt; der Großteil davon fand in Drittweltländern statt. Die Weltbevölkerung, die im Jahr 2006 auf 6.4 Milliarden geschätzt wird, wächst pro Jahr um mehr als 70 Millionen Menschen. In sechzig Jahren hat Brasiliens Bevölkerung um 318 Prozent zugenommen, die von Äthiopien um 503 Prozent. Es gibt jetzt 73 Millionen Menschen in Äthiopien – mehr als die Bevölkerung Britanniens oder Frankreichs.

Zur selben Zeit haben viele der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, sowohl im Osten als auch im Westen, Probleme mit alternden oder abnehmenden Bevölkerungen. Am Höhepunkt um 1910 herum lebte ein Viertel der Weltbevölkerung in Europa oder Nordamerika. Heute ist der Prozentanteil wahrscheinlich auf etwa ein Achtel gesunken. Südkoreas Geburtenrate ist so weit gefallen, dass von der durchschnittlichen Koreanerin zu erwarten ist, dass sie in ihrem ganzen Leben nur ein Kind hat. Die Vereinigten Staaten haben immer noch eine Geburtenrate von mehr als zwei, während das Vereinigte Königreich im selben Zeitraum eine langsame Steigerung der Geburtenraten von 1,63 auf 1,74 erlebt hat, und Deutschland von 1,34 auf 1,37. Das Problem der niedrigen Geburtenraten in Asien wurzelt in der steigenden sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Frauen. Japans Geburtenrate betrug 1,28, vergleichbar mit Taiwans 1,22 und Hongkongs 0,94.

„Europa und Japan sehen sich nun einem Bevölkerungsproblem gegenüber, das in der menschlichen Geschichte beispiellos ist“, sagte Bill Butz, der Präsident des Population Reference Bureau. Länder haben Menschen wegen Kriegen, Seuchen und Naturkatastrophen verloren, aber niemals, weil die Frauen aufgehört hätten, genug Kinder zu haben. Japan gab bekannt, dass seine Bevölkerung im Jahr 2005 zum ersten Mal geschrumpft ist und dass es jetzt die älteste Nation der Welt war. Italien war Zweiter. Im Durchschnitt müssen Frauen in ihrem Leben 2,1 Kinder haben, damit eine Gesellschaft sich erhält, wenn man Kleinkindersterblichkeit und andere Faktoren berücksichtigt. Nur ein Land in Europa – das moslemische Albanien – hat eine Fruchtbarkeitsrate über 2. Russlands Fruchtbarkeitsrate beträgt 1,28.

Der Autor Spengler bemerkte in der Asia Times Online, dass Demographie Schicksal ist. „Niemals in der aufgezeichneten Geschichte haben wohlhabende und friedliche Nationen sich dafür entschieden, vom Antlitz der Erde zu verschwinden. Und doch ist es das, wozu sich die Europäer entschlossen haben. Damals im Jahr 1348 litt Europa unter dem Schwarzen Tod. Die Seuche reduzierte die geschätzte europäische Bevölkerung um etwa ein Drittel. In den nächsten 50 Jahren wird Europas Bevölkerung – in Zeitlupe – diese Seuchendemographie wieder durchleben und bis 2050 etwa ein Fünftel seiner Bevölkerung verlieren.

Es sind Zahlen wie diese, die Singapurs ehemaligen Premierminister Lee Kuan Yew zu der Aussage veranlasst haben, dass es „die Demographie sein wird, und nicht die Demokratie, die der entscheidende Faktor bei der Gestaltung von Wachstum und Sicherheit im 21. Jahrhundert sein wird. Hohe Geburtenraten tragen zu den boomenden Populationen bei, die Entwicklungsländer hinunterziehen. Währenddessen untergraben fallende Geburtenraten das Wachstum entwickelter Nationen.“ „Obwohl Migration eine Option ist, die entwickelte Länder sich ansehen, um ihre Volkswirtschaften dynamisch zu halten“, sagte Lee, „könnte sie nicht alle ihre Schwierigkeiten lösen und sogar soziale Spannungen züchten.“ Ihm zufolge könnten Regierungen es sich vielleicht nicht leisten, sich viel länger aus persönlichen Angelegenheiten wie Sex, Ehe und Fortpflanzung herauszuhalten.

Der Historiker Niall Ferguson enthüllt, wie der Islam das Zahlenspiel gewinnt. „Falls die Fruchtbarkeit auf solch niedrigen Niveaus verbliebe, würde Spaniens Bevölkerung um 3 – 4 Millionen zurückgehen, die von Italien um ein Fünftel. Nicht einmal zwei Weltkriege hatten solch einen absoluten Bevölkerungsrückgang verursacht.“ „1950 hatte es in Britannien dreimal so viele Menschen gegeben wie im Iran. Bis 1995 hatte die Bevölkerungszahl des Iran die von Britannien überholt. Um 2050 könnte die Population des Iran um mehr als 50 Prozent größer sein. Zur Zeit, da ich dies schreibe, ist die Rate des jährlichen Bevölkerungswachstums im Iran mehr als siebenmal höher als in Britannien.

Sogar in Entwicklungsländern wie dem sich schnell entwickelnden China fällt das Bevölkerungswachstum, und auf dem indischen Subkontinent haben Moslems höhere Wachstumsraten als Hindus oder andere Nichtmoslems. Wir haben also eine Situation mit einem explosiven Bevölkerungswachstum in gescheiterten Ländern, während viele der wirtschaftlich und technologisch fortgeschrittensten Nationen im Osten und im Westen stagnierende Populationen haben. Diese seltsame und möglicherweise beispiellose Situation, die man vielleicht „Überleben der am wenigsten Fitten“ nennen könnte, wird für die Welt dramatische Konsequenzen haben. Sie produziert bereits die größten Migrationswellen der Geschichte, die Inseln des Wohlstands mit einem Meer der Armut zu überschwemmen drohen.

Lenin verkündete: „Marxismus beruht auf Internationalismus, oder er ist nichts.“ „Die Emanzipation der Arbeiter ist weder ein lokales noch ein nationales, sondern ein internationales Problem“, schrieb Marx. Karl Marx hat die Essenz des Sozialismus als Abschaffung des Privateigentums definiert. Nehmen wir für einen Moment an, dass ein Land als das “Eigentum” seiner Bürger behandelt werden kann. Seine Bewohner sind für die Schaffung seiner Infrastruktur verantwortlich. Sie haben seine Straßen und Kommunikationseinrichtungen gebaut, seine Schulen, Universitäten und medizinischen Einrichtungen. Sie haben seine politischen Institutionen geschaffen und seinem Volk die nötigen geistigen Fähigkeiten zu deren Aufrechterhaltung eingeflößt. Ist es dann falsch, wenn die Bürger dieses Landes die Vorteile dessen genießen möchten, was sie selbst geschaffen haben?

Laut marxistischer Logik: ja.

Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei solcher Häuser nebeneinander. In Haus A haben die Bewohner über Generationen hinweg einen ordentlichen und funktionierenden Haushalt geschaffen. Sie haben ihre Kinderzahl begrenzt, weil sie ihnen allen eine ordentliche Schulbildung geben wollten. In Haus B leben die Bewohner in einem dysfunktionalen Haushalt mit zu vielen Kindern, die wenig höhere Bildung erhalten haben. Eines Tages beschließen sie, in das ihrer Nachbarn umzuziehen. Viele der Bewohner von Haus A protestieren, aber manche von ihnen denken, dass das eine gute Idee sein könnte. Es gibt in Haus A Platz genug für mehr Menschen, sagen sie. Zusätzlich dazu behaupten Amnesty International, die Vereinten Nationen und andere, dass es „rassistisch“ und „gegen internationales Recht“ sei, wenn die Bewohner von Haus A die Eindringlinge vertreiben. Ziemlich bald ist Haus A in einen überbevölkerten und dysfunktionalen Haushalt wie Haus B verwandelt worden.

Dies geschieht heute mit dem Westen. Europa könnte selbst ein gescheiterter Kontinent werden, der die Probleme Afrikas und der islamischen Welt importiert. Die Auffassung, dass alle die Freiheit haben sollten, zu übersiedeln, wohin sie wollen, und dass es “Rassismus, Xenophobie und Bigotterie” ist, sie an der Übersiedlung in Ihr Haus zu hindern, ist der Kommunismus des 21. Jahrhunderts. Und er wird wahrscheinlich denselben Effekt haben, nur in einem noch größeren Maßstab.

Kommunismus erzeugt Armut, denn wenn Menschen kein Eigentum besitzen, können sie nicht für die Zukunft planen. Wenn Sie und Ihre Kinder nicht die Früchte Ihrer Anstrengungen und Arbeit genießen können, sondern zusehen müssen, wie andere sie Ihnen wegnehmen, werden Sie sich nicht mehr die Mühe machen, noch eine Meile zu gehen oder Ihre volle Kreativität zu mobilisieren, um Verbesserungen zu schaffen.

Unbeschränkte Einwanderung aus gescheiterten Staaten wird schließlich globale Zentren der Exzellenz zerstören, auf die gleiche Weise, wie es der Kommunismus tat. Dies ist definitiv schlecht für die Menschen, die verlieren werden, was einmal funktionierende Länder waren, aber auf lange Sicht auch schlecht für alle anderen. Es wird die Bewohner der Drittweltländer der nötigen Anreize berauben, ihre eigenen Nationen zu verändern, wenn sie einfach woandershin übersiedeln und darauf verzichten können, sich den Gründen für ihr Scheitern zu stellen.

Viele Einwanderungsbefürworter verwenden Slogans wie „Kein Mensch ist illegal“, um zu behaupten, dass Einwanderer, die illegal in ein Land gekommen sind, bleiben dürfen sollten. Aber Länder, die nicht zwischen Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern unterscheiden, können nicht lange überleben. Ein Lieblingszitat in den Vereinigten Staaten stammt aus dem Gedicht The New Colossus von Emma Lazarus, ein Sonett, das 1883 geschrieben wurde und jetzt in einer Mauer im Unterbau der Freiheitsstatue eingraviert ist:

Give me your tired, your poor, Your huddled masses yearning to breathe free, The wretched refuse of your teeming shore. Send these, the homeless, tempest-tost to me, I lift my lamp beside the golden door!

Es ist ein großartiges Gedicht, aber es ist nur das, ein Gedicht. Die globale Bevölkerung beträgt heute 6,5 Milliarden und wird in der nahen Zukunft auf 8, 9 oder sogar 10 Milliarden steigen. Die „Armen und Elenden“ der Erde machen buchstäblich Milliarden von Menschen aus. Sollten sie alle in die USA ziehen? Wie viele Menschen können die Amerikaner aufnehmen, bevor ihr Land auseinanderfällt? Falls er in Kraft gesetzt wird, dann wird der Comprehensive Immigration Reform Act von 2006 es geschätzten 103 Millionen Personen ermöglichen, im Laufe der nächsten 20 Jahre legal in die Vereinigten Staaten einzuwandern. Kann irgendeine Nation vielleicht solch eine große Zahl von Menschen in solch einem kurzen Zeitraum assimilieren?

Das Mantra, dass „Vielfalt bereichert“, hat keine reale Faktengrundlage. Die Logik hinter dieser Denkweise ist, dass es zum eigenen Vorteil ist, Impulse und Ideen von so vielen verschiedenen Kulturen wie möglich zu erhalten. Erstens sind nicht alle „kulturellen Impulse“ gleichermaßen vorteilhaft, wie man anhand des Anstiegs von Ehrenmorden im Westen wegen moslemischer Einwanderung erleben kann. Und zweitens: Warum sollte dies ein Argument zugunsten von Einwanderung sein? Wir haben das Internet, globales Fernsehen und reisen viel häufiger um die Welt als je zuvor. Wir erhalten wahrscheinlich mehr Informationen und „kulturelle Impulse“, als wir verdauen können.

Es gibt in der Arabischen Liga mehr als 20 Mitgliedsländer. Nimmt die „kulturelle Vielfalt“ global zu, wenn, sagen wir, Dänemark wegen der Einwanderung arabisiert wird? Man würde nur ein weiteres arabisches Land bekommen, während das einzige existierende Dänemark ausgelöscht würde. Wenn „kulturelle Vielfalt“ unser Maßstab ist, dann ist die heutige moslemische Einwanderung nach Europa eine Katastrophe. Wir ersetzen einzigartige Kulturen, die sich über Jahrhunderte entwickelten, durch Burkas und Scharia.

Außerdem verstehen viele Politiker und Intellektuelle nicht, wie sehr die Kommunikationstechnologie die Spielregeln verändert hat. Wenn Leute eine Einwanderung preisen, die vor hundert oder zweihundert Jahren stattgefunden hat, dann reden sie über eine Welt, die nicht mehr existiert, wie Generäle, die für den letzten Krieg planen. Moderne Technologie bedeutet, dass Einwanderer in westlichen Ländern leben können, als ob sie ihr Zuhause nie verlassen hätten, ihr ursprüngliches Heimatland häufig besuchen, Satellitenfernsehen in der Sprache ihrer Eltern sehen statt in der Sprache ihre Wahlheimat, und durch das Internet mit ihren Verwandten zu Hause in Verbindung bleiben können.

Die Globalisierung hat es nicht nur leichter als je zuvor gemacht, physisch auf die andere Seite der Welt zu übersiedeln, sondern auch physisch an einem Ort zu leben und mental auf der anderen Seite der Welt. Die vollen Implikationen dieser technologischen Revolution sind zu kompliziert, um von irgendeinem Individuum richtig vorhergesagt oder verstanden zu werden, aber sie müssen weitreichende und manchmal beunruhigende Konsequenzen für die beteiligten Nationen haben, insbesondere wenn sie mit einer bewussten Ideologie der offenen Grenzen kombiniert werden.

Der Beobachter Mac Johnson weist darauf hin, dass die Aufnahme in Amerika in der Vergangenheit als sehr seltenes und großzügiges Geschenk betrachtet wurde. Heute wird die Aufnahme in den Vereinigten Staaten oder jeder westlichen Demokratie „von vielen als etwas zwischen einem Bürgerrecht und einem Rechtsanspruch betrachtet. Tatsächlich scheinen viele zu glauben, dass die Gastgeberpopulation dankbar dafür sein sollte, dass sie gekommen sind. Viele Einwanderer kommen daher als Kolonisten und möchten nur eine etwas wohlhabendere Version ihres Heimatlandes gründen.“ Er weist auch darauf hin, dass die Einwanderung nach Amerika bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts aus einer sehr begrenzten Anzahl von Nationen erfolgte. „Bei all unserem Feiern des großen Schmelztiegels verschmolz Amerika großteils europäische Völker in diesem Schmelztiegel.“ „Diese Leute hatten eine große Menge an kulturellem Erbe gemeinsam, bevor sie jemals einen Fuß nach Amerika setzten.“

Außerdem ist nicht klar, ob Erfahrungen aus den USA, Kanada oder Australien leicht auf Europa übertragen werden können. Die Kolonisation dieser Länder und die Einwanderung dorthin war tatsächlich brutal und nach heutigen moralischen Maßstäben inakzeptabel. Um es brutal auszudrücken: Ein Land kann nur zu einer „erfolgreichen Einwanderungsgesellschaft“ werden, wenn die eingeborene Bevölkerung marginalisiert worden ist. In den Vereinigten Staaten bestehen heute nur etwa 3 % der Bevölkerung aus amerikanischen Ureinwohnern, der Rest sind alle Nachkommen von Einwanderern.

Es ist falsch, Europäer mit Euro-Amerikanern zu vergleichen; Europäer sollten stattdessen mit amerikanischen Ureinwohnern verglichen werden. Wir Europäer sind unsere eigenen Indianer. Wenn Europäer in der Erde graben, um archäologische Funde freizulegen, finden wir Spuren unserer eigenen Vorfahren. All unsere Folklore, Kultur und Geschichte sind innig mit dem Land verbunden. Weshalb die gegenwärtige Einwanderung zu einer Serie von Bürgerkriegen führen könnte, nachdem die eingeborenen Europäer es sich auf lange Sicht nicht gefallen lassen werden, in ihren eigenen Ländern verdrängt zu werden.

Der britische Kommentator Anthony Browne, Autor des Buches „Do We Need Mass Immigration?“, weist darauf hin, dass die Migrationswellen, die wir jetzt erleben, einzigartig sind. „Was jetzt geschieht, ist das Ergebnis eines anhaltenden Migrationsdrucks, wie ihn die Welt nie zuvor erlebt hat.” „Die Revolution bei den ‚Menschenrechten’ bedeutet, dass, sobald irgendjemand an der Passkontrolle vorbei ist, ziemlich garantiert bleiben kann. 47.000 illegale Einwanderer wurden im Jahr 2000 aufgespürt, aber nur 6.000 wurden nach Hause geschickt.“ „Vor hundert Jahren übersiedelten die meisten Menschen im Westen selten auch nur ins nächste Dorf, jetzt übersiedeln ganze Dörfer aus Bangladesch nach Nordengland.“

Er zitiert die damalige Präsidentin von Bangladesch, Sheikh Hasina, die im Jahr 2000 von der Los Angeles Times gefragt wurde, wie das Land die bis 2050 erwartete Verdoppelung seiner Bevölkerung ernähren, kleiden, unterbringen und beschäftigen würde. Sie erwiderte: „Wir werden sie nach Amerika schicken. Die Globalisierung wird dieses Problem beseitigen, so wie man alle Produktionsfaktoren freimacht, so auch die Arbeitskraft. Es wird Bewegungsfreiheit von Land zu Land geben. Globalisierung in ihrer reinsten Form sollte keine Grenzen haben, daher sollten kleine Länder mit großen Bevölkerungen Population in Länder mit großen Grenzen und kleiner Bevölkerung schicken können.“

Browne konfrontiert auch die Behauptung, dass „Masseneinwanderung normal, irreversibel und vorteilhaft für die Gastländer ist“, als eine „schädliche Illusion. Vielmehr ist die gegenwärtige Erfahrung entwickelter westlicher Länder, die es mit großem Menschenzustrom zu tun haben, […] beispiellos und schädlich. Der Prozess kann und sollte gestoppt werden, im Interesse der reichen Vielfalt von Nationen, die er ansonsten zermalmen wird.“ „1924 beschloss die US-Regierung Gesetze, die effektiv die Tür für europäische Einwanderung verschloss, und öffnete erst 1965 mit neuen Gesetzen die Tür für die Einwanderung aus armen Ländern. Australien hat in den letzten Jahren gezeigt, dass harte Politik die illegale Einwanderung auf buchstäblich Null reduzieren kann.“ „Betreiber von Pro-Einwanderungskampagnen, die den Menschen Europas sagen, dass ‚die Masseneinwanderung nicht gestoppt werden kann’, übernehmen die Politik von Despoten die ganze Geschichte hindurch, indem sie Gegnern sagen, dass Widerstand zwecklos ist. Alles, was nötig ist, ist politischer Wille.“

Der amerikanische Militärhistoriker und Kolumnist Victor Davis Hanson spricht davon, dass Masseneinwanderung das Produkt einer de-facto-Allianz zwischen der libertären Rechten und der multikulturellen Linken ist. Die Wirtschaftslibertären können vom schwedischen Autor Johan Norberg repräsentiert werden, dem Verfasser des Buches In Defence of Global Capitalism. Norberg kann wertvolle Einsichten in die Mängel des skandinavischen Wohlfahrtsstaatsmodells haben. Jedoch macht ihn sein Engagement für eine Ideologie des “freien Marktes und offener Grenzen” blind für die Bedrohung, die die moslemische Einwanderung darstellt, ein ideologischer blinder Fleck, der fast so groß ist wie diejenigen, die man bei Marxisten findet. Ihm zufolge „gibt es im Moment ein Problem. Die Rechte unterstützt einen Teil der Globalisierung – die freie Bewegung von Kapital und Gütern – während die Linke dazu tendiert, einen anderen Teil zu unterstützen, die freie Bewegung von Menschen.”

Norberg glaubt, dass die Einwanderung bereits so umfangreich ist, dass es unklug wäre, sie zu stoppen. Unter Hinweis darauf, dass 15 Millionen Moslems in Europa waren, bemerkte er in einem Artikel von 2003: „Falls wir die Grenzen schließen, falls wir diese beträchtliche Minderheit verstimmen, dann riskieren wir, Groll zwischen ethnischen und religiösen Gruppen zu schaffen, und nur die Fundamentalisten würden gewinnen.“ „Wenn Menschen nach Belieben Grenzen überqueren dürften, würden sie ihre Ideen und ihre Arbeitskraft und Fähigkeiten mitnehmen. Dies gehört alles zum Freihandel, und es ist ein Paradox, dass viele Liberale das nicht erkennen.“

Japan hat eine schrumpfende und alternde Bevölkerung, der Jemen und Pakistan haben boomende Bevölkerungen. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass es „gut“ für die Japaner wäre, ihre Türen für Millionen von Moslems aus dem Jemen zu öffnen? „Haben Sie Schulbildung?“ „Ja, ich kenne den Koran auswendig und kann auf zehn verschiedene Arten sagen ‚Tod den Ungläubigen!’“ „Prächtig, genau das, was wir hier in Japan brauchen. Können Sie morgen mit der Entwicklung einer neuen Baureihe von Plasmafernsehschirmen für SONY anfangen?“

Wenn es um stagnierende Populationen und moslemische Einwanderung geht, dann sind die Probleme nicht annähernd so schädlich wie das Heilmittel.

Unter politischen Rechten gibt es häufig eine Überzeugung, dass das, was gut für Geschäftsinteressen ist, gut für das Land ist. Das Problem ist, dass das nicht immer stimmt. Es gibt manchmal eine Kluft zwischen den kurzfristigen Interessen von Big Business nach billigen Arbeitskräften aus Drittweltländern und den langfristigen Interessen des Landes als Ganzes. Man kann nicht mit billigen Gütern aus Drittweltländern konkurrieren, solange man nicht die allgemeinen Löhne auf Drittweltniveau senkt.

Vor ein paar Jahrzehnten erkannte Premierminister Lee Kuan Yew, dass Singapur die weltweite Konkurenz beim Anbieten billiger Arbeitskraft nie gewinnen konnte. Er beschloss stattdessen, dass das Land ein Hochwertproduzent werden sollte. Für Lee bedeutete das, dass die Löhne hoch genug sein mussten, um Singapurs Geschäftsleute zum Investieren in arbeitssparende Technologie zu ermutigen. Um Singapurs Gehälter anzuheben, musste er sicherstellen, dass die heimischen Löhne nicht durch Migranten unterboten wurden. Ja, man konnte einem ungelernten Bangladeshi 400 Dollar pro Monat zahlen. Aber in diesem Fall musste man dem Staat weitere $ 400 pro Monat zahlen.

In Europa ist die eine Nation, die sich als die erfolgreichste in der Technologie erwiesen hat, die “Nokia-Nation” Finnland, vielleicht auch das eine Land in der EU, das die geringste Menge an Einwanderung akzeptiert hat. Heute weist diese kleine nordische Nation eine blühende Hightech-Wirtschaft auf, die zu den konkurrenzfähigsten der Welt zählt, und die gebildetste Bürgerschaft aller industrialisierten Länder. Im Gegensatz dazu befindet sich das benachbarte Schweden mit der größten Pro-Kopf-Einwanderung in Europa in ernsthaftem wirtschaftlichem Niedergang, und das einzige, das wächst, scheinen die Verbrechensraten zu sein.

Ethnisch homogene Nationen genießen einen „Vertrauensbonus“, der die Menge an Konflikten reduziert. Es gibt wenig Beweis dafür, dass jeglicher „Vielfalts“-Bonus aus der Einwanderung den Verlust dieses „Vertrauensbonus“ aufheben wird. Südkorea und Japan gehören zu den Weltführern in der Technologie. Sie sind beide ethnisch homogene Nationen. Sogar China, in dem es bedeutende ethnische Minderheiten gibt, könnte bald ethnisch homogener sein als viele sogenannte westliche Nationen. Es wird im 21. Jahrhundert keinen Mangel an „Vielfalt” geben, aber es könnte einen Mangel an funktionierenden, zusammenhaltenden Nationalstaaten geben. Vielleicht wird der Westen „die Vielfalt feiern“, bis unsere Länder auseinanderfallen, und die globale Führung wird auf Ostasien übertragen werden.

Ja, es stimmt, dass die Fähigkeit, ehrgeizige und talentierte Wissenschaftler aus anderen Ländern anzuziehen, Amerika in der Vergangenheit genützt und ihm einen Vorteil gegenüber Europa verschafft hat. Jedoch ist es nicht ohne Gefahren, „Vielfalt zu feiern“ in einem Land, das so vielfältig ist wie die Vereinigten Staaten. Amerikaner sollten stattdessen zu feiern versuchen, was sie aneinander bindet, oder sie könnten eines Tages aufwachen und entdecken, dass sie nicht wirklich viel gemeinsam haben. Was dann für die Vereinigten Staaten?

Anthony Browne merkt an, dass Britannien „im neunzehnten Jahrhundert zur größten Wirtschaftsmacht der Welt wurde, in fast völliger Abwesenheit von Einwanderung auf diese Inseln. Japan wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bei fast völlig fehlender Einwanderung zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.“ „Britannien kann niemals auf der Basis niedriger Löhne mit Billigländern wie China konkurrieren, aus dem einfachen Grund, dass die Lebenskosten so viel höher sind, und es ist ein Fehler, das zu versuchen. Obwohl die Einwanderung billiger Arbeitskräfte den Niedergang jener Industrien eine kurze Zeit lang abgewendet haben mag, kompromittierte sie sie auch, indem sie sie dazu ermutigte, den Weg der billigen Arbeitskraft zu gehen, und sie davon abgehalten hat, den Weg der hohen Produktivität und Wertschöpfung zu gehen.“

Der verehrte frühere Vorsitzende der U.S. Federal Reserve, Alan Greenspan, erklärte in einer Aussage vor dem U.S.-Senat: „Obwohl die Entdeckung neuer Technologien in gewissem Ausmaß Glückssache ist, wissen wir, dass menschliche Aktivitäten auf wirtschaftliche Anreize reagieren. Eine relative Knappheit von Arbeitern sollte die Anreize zur Entwicklung arbeitssparender Technologien erhöhen und könnte tatsächlich die technologische Entwicklung anspornen.“

Robert Rowthorn, ein akademischer Ökonom, kritisiert die Behauptung, die häufig von Tony Blairs Labour-Regierung wiederholt wurde, seit sie 1997 das Amt übernahm, „wenn wir keine Einwanderung haben, haben wir kein Wirtschaftswachstum.“ Rowthorn: „Wenn man etwas oft genug wiederholt, kann man es die Leute vielleicht glauben machen.“ Es gibt keinen Beweis, „dass Einwanderung in großem Ausmaß große wirtschaftliche Vorteile für die existierende Bevölkerung als Ganzes erzeugt. Im Gegenteil, alle Forschungen deuten darauf hin, dass die Vorteile entweder nahe Null oder negativ sind“, nachdem ungelernte Migranten und ihre Familien oft Netto-Steuerkonsumenten sind.

„Einwanderung kann die Pensionskrise nicht lösen, noch das Problem einer alternden Bevölkerung lösen, wie ihre Befürworter so oft behaupten. Sie kann höchstens den Tag der Abrechnung hinausschieben, denn Einwanderer werden natürlich selber alt, und sie brauchen Pensionen.“ „Die Einführung großer Zahlen ungelernter Arbeiter in die Volkswirtschaft nützt dem Großteil der Bevölkerung in keinem großen Ausmaß. Sie nützt den Klassen, die Kindermädchen und Putzfrauen einsetzen, sie nützt Arbeitgebern, die niedrige Löhne zahlen möchten, aber sie nützt nicht eingeborenen, niedrig qualifizierten Briten.“ „Während es in Britannien immer Einwanderung gegeben hat, ist der jüngste Zustrom völlig ohne Beispiel in modernen Zeiten. Relativ zur Bevölkerung ist das Ausmaß der Einwanderung jetzt viel größer als zu irgendeiner Zeit seit der angelsächsischen und dänischen Invasion vor über tausend Jahren.

Rowthorn weist auch zu Recht darauf hin, dass „Flüchtlinge und andere, denen besondere Bleibeerlaubnis nach den Asylbestimmungen gewährt wird, nur 10 Prozent der Einwanderung nach Britannien ausmachen. Der Großteil der permanenten Einwanderung besteht aus Leuten, die Wirtschaftsmigranten sind, zusammen mit ihren Angehörigen.“ Der Großteil davon sind keine Leute, die vor Verfolgung fliehen.

Menschenschmuggel ist zu einem der größten und lukrativsten Geschäftszweige der Welt geworden, mit professionellen Schmugglern, die hohe Bezahlung verlangen. In einem Fall in Norwegen sagte ein etwa achtjähriger Junge, dass seine Mutter und Geschwister im Kosovo tot seien. Eine Untersuchung seines Falles ergab jedoch, dass seine Eltern und Geschwister in Griechenland lebten. Vollen 94 Prozent der Möchtegern-Flüchtlinge, die in Norwegen eintreffen, fehlen gültige Identifikationspapiere. In den letzten vier Jahren sind 50 Prozent jener, denen das Asyl in Schweden verweigert wurde, in den Untergrund gegangen und einfach verschwunden. Und von der Hälfte, die tatsächlich nach Hause geschickt worden ist, sind volle 20 Prozent geradewegs nach Schweden zurückgekommen, um ihr Glück wieder zu versuchen.

Im Iran prahlte das Komitee zum Gedenken an die Märtyrer der Globalen Islamischen Kampagne, dass es wegen der relativen Leichtigkeit, mit der Inhaber von Pässen des Vereinigten Königreichs nach Israel einreisen könnten, auf die Anwerbung potentieller Selbstmordbomber in Britannien abziele. „Denken Sie, dass es für einen iranischen Bürger schwer ist, einen britischen Pass in die Finger zu bekommen? Zig Pässe werden in Britannien jeden Tag an iranische Asylwerber ausgegeben. Es stehen uns Hunderte anderer Wege zur Verfügung, wie illegale Einreise [nach Britannien], falsche Pässe etc.“ Bei einer Bande wird geschätzt, dass sie 100.000 illegale Einwanderer, hauptsächlich türkische Kurden, nach Britannien geschmuggelt hat. Diese Wirtschaftsmigranten bezahlten zwischen £3.000 und £5.000, um über eine raffinierte und gefährliche Route transportiert zu werden.

„Wir hatten es einfach satt, im Wald zu leben”, erläuterte ein junger Mann aus Guinea-Bissau. „Es gab nichts zu essen, es gab nichts zu trinken.“ Mitte September begannen Afrikaner die Grenze von Spaniens kleinen Enklaven in Afrika en masse zu stürmen. Unter Einsatz grober Leitern aus Ästen benutzten sie ihr Gewicht, um die Zäune an manchen Stellen niederzureißen. Wie einer von ihnen es ausdrückte: „Wir gehen als Gruppe und springen alle gleichzeitig. Wir wissen, dass manche durchkommen werden, dass andere verletzt werden und andere vielleicht sterben, aber wir müssen durchkommen, egal was es kostet.“

Rickard Sandell vom Königlichen Elcano-Institut in Madrid prognostizierte, dass die jetzt im Gange befindliche Migration die Aussicht eines afrikanischen „Massenexodus“ und auf bewaffneten Konflikt signalisieren könnte. Was man heute sieht, „ist erst der Beginn eines Einwanderungsphänomens, das sich zu einem der größten der Geschichte entwickeln könnte… der Massenansturm auf Spaniens afrikanische Grenze könnte nur eine erste Warnung vor dem sein, was für die Zukunft zu erwarten ist.“ Nachdem seine Ufer nur etwa 20 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt sind, befindet Spanien sich an vorderster Front des Kampfes gegen die illegale Einwanderung.

José Zapatero. Spaniens Premierminister, sagte während eines Besuchs auf den Kanarischen Inseln, dass sein Land „keine Ressourcen ungenutzt lassen“ würde, um die illegale Einwanderung aus Afrika zu drosseln. Jedoch startete seine sozialistische Regierung im Jahr davor eine Amnestie für mehr als 600.000 illegale Einwanderer und ermutigte damit sehr zu weiterer illegaler Einwanderung. Außerdem hat man, sobald man einmal nach Spanien oder in irgendein anderes EU-Land kommt, wegen der von der Europäischen Union verursachten grenzenlosen Natur des modernen Europa die Freiheit, in andere weiterzuziehen.

Das sogenannte Schengener Abkommen, das von insgesamt 26 Ländern unterzeichnet wurde, bedeutet, dass Grenzposten und Kontrollen zwischen europäischen Ländern beseitigt und gemeinsame äußere Grenzkontrollen eingerichtet worden sind. Diese funktionieren nicht immer sehr gut. Roger Scruton weist darauf hin, dass die vorpolitische Loyalität der meisten Menschen in Europa bei ihren Nationalstaaten liegt und nicht bei „Europa“. Jedoch kümmern sich nicht alle Länder sehr um die Sicherung der Grenzen anderer Nationen. Es hat zum Beispiel Berichte gegeben, dass die italienische Polizei illegale Einwanderer an der Grenze freilässt, wo sie die Freiheit haben, weiter nach Norden zu gehen. Nicht ihr Land, nicht ihr Problem. Soviel zu einer „gemeinsamen europäischen Identität“.

Zur Zeit der größten Bevölkerungsexplosion in der Geschichte der menschlichen Rasse an ihren hauptsächlich moslemischen Südgrenzen, und zu einer Zeit, wo die Hälfte aller arabischen Jugendlichen den Wunsch äußern, in den Westen zu ziehen, beschließen europäische Behörden, dass es eine brillante Idee sei, so viele Grenzkontrollen wie möglich zu entfernen. Und EU-Bürokraten arbeiten still daran, die „Vier Freiheiten der EU”, einschließlich der freien Bewegung von Menschen zwischen Ländern, auf die arabische Welt auszudehnen.

Genau wie in einer Szene aus „Das Heerlager der Heiligen“, dem umstrittenen Buch von Jean Raspail, sind in den vergangenen vier Jahren Tausende afrikanischer Einwanderer auf der Mittelmeerinsel Malta an Land gekommen, wobei sie die Überfahrt am häufigsten in offenen Fischerbooten von Libyen aus unternahmen und das europäische Festland ansteuerten. Und die winzige Insel Malta fühlt sich überfordert. „Wir wollen keine multikulturelle Gesellschaft”, sagte Martin Degiorgio, ein Führer einer einwanderungsfeindlichen Gruppe. „Haben Sie nicht die Probleme gesehen, die sie Frankreich und Britannien gebracht hat?” Scicluna, der Regierungsberater, sagte, es sei „völlig unrealistisch zu glauben, dass man die Zugbrücke hochziehen kann”, und dass das Land Zeit bräuchte, um sich an die Einwanderung anzupassen. „Wir müssen mit ihr leben. Wir müssen uns ihr anpassen. Wir müssen sie zum Funktionieren bringen“, sagte er.

Europa hat die Kontrolle über seine Grenzen verloren oder sogar bewusst aufgegeben, eine Situation, die man nicht fortdauern lassen kann. Dr. Daniel Pipes  hat das Problem ebenfalls zur Kenntnis genommen: „Ich sage voraus, dass die illegale Einwanderung nichtwestlicher Völker in jedem westlichen Land zu einer alles verzehrenden Frage werden wird.“ „So beginnt das erste Kapitel von etwas, das eine lange und schreckliche Geschichte zu werden verspricht.“ Vielleicht eine düstere Sichtweise, aber nicht unbegründet. Massive Bewegungen von Menschen haben in der Vergangenheit fast immer Kriege ausgelöst. Es gibt wenig Grund zur Erwartung, dass unsere Länder eine Ausnahme sein werden. In Europa steigen bereits die Spannungen wegen der Einwanderung.

Es ist eine Sache der nationalen Sicherheit. Laut einem Bericht des Center for Immigration Studies haben im Ausland geborene verurteilte Terroristen oder Terrorverdächtige routinemäßig die Bundeseinwanderungsgesetze ausgenützt, um illegal in die Vereinigten Staaten einzureisen oder dort zu bleiben. Der immer exzellente afroamerikanische Intellektuelle Thomas Sowell drückt es so aus: „Wir hören weiterhin von der ‚Notwendigkeit’, dass Einwanderer Jobs machen, die Amerikaner nicht machen wollen – obwohl dies alles Jobs sind, die Amerikaner generationenlang gemacht haben, bevor die illegale Masseneinwanderung zu einer Lebensweise wurde. Bombenanschläge in London, Madrid und die Terroranschläge von 9/11 hier sind alle Teil des hohen Preises, der heute dafür bezahlt wird, dass jahrzehntelang menschliche Zeitbomben aus der arabischen Welt importiert wurden. Das ist wiederum die Frucht eines Widerwillens gegen das Filtern der Menschen nach den Ländern, aus denen sie kommen, gewesen. […] Europäer und Amerikaner haben mit ihrer lockeren Einwanderungspolitik jahrzehntelang Russisches Roulette gespielt. Die Intelligenzia hat uns gesagt, dass es falsch und sogar rassistisch wäre, Grenzen auf Basis dessen festzusetzen, woher die Einwanderer kommen. Es gibt Tausende von Amerikanern, die immer noch am Leben sein könnten, wenn wir die Einwanderung aus Saudi-Arabien verboten hätten – und das könnte vielleicht wichtiger sein als die Rhetorik der Intelligenzia.

Nahezu 200 Millionen Menschen haben im Jahr 2006 außerhalb ihres Ursprungslandes gelebt. Das ist eine Zahl ähnlich jener der Gesamtbevölkerung des Planeten während dem, was wir in der westlichen Geschichte die Völkerwanderungszeit nennen, die im 4. und 5. Jahrhundert den Fall des Römischen Imperiums auslöste. Die Ähnlichkeiten sind nicht von jedermann unbemerkt geblieben.

Konteradmiral Chris Parry, einer von Britanniens höchstrangigen Militärstrategen, hat davor gewarnt, dass die westliche Zivilisation sich einer Bedrohung gegenübersieht, die auf einer Ebene mit den Barbareninvasionen steht, die das Römische Imperium vernichteten. „Die Globalisierung lässt Assimilation überflüssig und altmodisch erscheinen… [der Prozess] wirkt als eine Art umgekehrter Kolonisierung, wo Gruppen von Menschen in sich geschlossen sind und zwischen ihren Ländern hin- und herziehen, unter Ausnützung raffinierter Netzwerke und unter Einsatz sofortiger Kommunikation über Telefon und Internet.“ Die Instabilität der Dritten Welt könnte an den Rändern des Westens lecken, während Piraten Urlauber von schnellen Booten aus angreifen. „Irgendwann in den nächsten 10 Jahren könnte es vielleicht nicht sicher sein, eine Jacht zwischen Gibraltar und Malta zu segeln.“ Die Auswirkungen werden verstärkt werden, wenn die Grenzen poröser werden und manche Gebiete jenseits wirksamer Kontrolle durch die Regierung absinken. Parry erwartete, dass die Weltbevölkerung bis 2035 auf etwa 8,4 Milliarden wächst, wobei manche Riesenmetropolen unregierbar würden. Die nachfolgenden Massenbevölkerungsbewegungen, argumentierte Parry, könnten zum „Rom-Szenario“ führen.

Es ist seltsam, dass diejenigen, die strengere Einschränkungen der Einwanderung im allgemeinen und ein Ende der moslemischen Einwanderung verlangen, als „antidemokratische Kräfte“ verurteilt werden, wo es doch umgekehrt ist. Keine Nation, ungeachtet ihres politischen Systems, kann überleben, wenn sie ihre territoriale Integrität nicht aufrechterhält. Die Demokratie hat sich als überlegenes System bei der Förderung wirtschaftlichen Fortschritts durch Freiheit erwiesen. Aber wird die Demokratie sich auch als stark genug erweisen, um angesichts unkontrollierter Masseneinwanderung aus gescheiterten Staaten zu überleben?

Dies ist ein starkes Dilemma für demokratische Staaten im 21. Jahrhundert, eines, das nicht exklusiv für westliche Nationen besteht. Auch Indien hat große Probleme mit Millionen von Menschen, die illegal aus dem islamischen Bangladesch ins Land kommen, weshalb die Inder einen Grenzzaun bauen wollen. Demokratische Staaten werden entweder streng genug sein, um ihre eigenen Grenzen zu kontrollieren, oder sie werden aufhören, demokratisch zu sein, vielleicht sogar überhaupt zu existieren aufhören.

Es heißt manchmal, dass Trends in Kalifornien beginnen und sich von dort auf den Rest der Welt ausbreiten. Aber vielleicht beginnen die Trends im 21. Jahrhundert in Israel. Für den “Trend” islamischer Selbstmord-Bombenanschläge ist in großem Ausmaß in Israel Pionierarbeit geleistet worden.  Vielleicht werden manche der israelischen Gegenmaßnahmen, wie der Bau eines Sicherheitszaunes, um sich gegen islamischen Terrorismus zu schützen und dagegen, von moslemischer Einwanderung demographisch überwältigt zu werden, ebenfalls trendy werden.

Inmitten der massiven Migrationswellen im 21. Jahrhundert ist es selbstmörderisch, sich an Ideen von einer „grenzenlosen Welt“ zu klammern. Und doch scheint es im Westen eine Allianz zwischen den antinationalen Kräften der politischen Linken und den libertären Idealen und dem kurzfristigen Wunsch nach billigen Arbeitskräften seitens der politischen Rechten zu geben, die ihre Kritiker als „Rassisten“ verurteilen. Vielleicht können wir sie die Allianz der Utopien nennen. Was diese westlichen Utopisten nicht verstehen, ist, daß es ein weiteres, konkurrierendes Utopia einer grenzenlosen Welt gibt: das islamische Kalifat. Solange die islamische Welt ihre überschüssige Bevölkerung in Ländern von Ungläubigen abladen können und Moslems eine Mehrheit – manche sagen, 70 % – der Flüchtlinge der Welt ausmachen, wird jede Politik der Nichtaufrechterhaltung unserer Grenzen nur den Weg für die Islamisierung unserer Länder bereiten. Und sie wird mit dem Segen vieler unserer Intellektuellen geschehen, sowohl rechter als auch linker.

Eine Seuche in ihren beiden Häusern.

°   °   °   °   °

Hier gibt’s viele weitere übersetzte Fjordman-Essays aus der Zeit von 2005 bis 2011.

Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kommentar

  1. Zwei Zitate:

    „Es ist eine Frage des Ausmaßes. Wenn eine kleine Gruppe von Menschen die Demokratie in ihrem Land umgeht und anfängt, der Öffentlichkeit ihre Gesetze aufzuzwingen, nennt man das einen Staatsstreich. Wenn man dasselbe mit einem ganzen Kontinent tut, dann nennt man das Europäische Union.“
    Fjordman

    „Wer versucht, den Standort der Wirtschaft durch Lohn- und Sozialdumping abzusichern, befindet sich auf dem Holzweg. Chinesische Lohnkosten sind in Europa ein Unsinn. Wir verarmen, wenn wir asiatisch werden wollen. Diese Geiz-ist-geil-Mentalität ist doch das eigentliche Problem.“
    Wendelin Wiedeking, Porsche-Chef
    (nicht zufällig die erfolgreichste deutsche Automarke!)

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: